Wenn der Jörg einen Steifen hat….

Der VfL Bochum gewinnt sein erstes Heimspiel (im dritten Match) gegen Erzgebirge Aue verdient mit 2-0. Während man als Bochumer erleichtert in der Tabelle auf Platz 5 schaut, ist Aue durch die zweite Niederlage in Folge ohne eigenes Tor nun unter Bochum gerutscht. Guckt man an der Castroper Straße wieder nach oben, fährt mit einem guten Gefühl nach Würzburg, so verdanken wir Bochumer das auch den vier Neuen in der Startelf des VfL.

Reis ließ Dampf ab, baute um und ließ Eisfeld für Zujl, Nowothny für Ganvoula, Chibsa für Tesche und Pantovic für Blum spielen. Bei Aue in Orange kannte man Männel, Testroet, Cacutalua und Coach Schuster und nach dem Kommentator von Sky auch die drei Damen von der Bank. Aber der Mod würzte sein Spielkommentar nicht nur mit den sächsischen Physiotherapeut*innen, nein, es gab die Kugelschreiberstory, ein Abseitstor von Bochum, die Rote Karte gegen Aue und der Schnürsenkel und am Ende natürlich die Ladies von der Bank: Dabei hätte das Spiel gereicht, aber Dahlmann kommentierte Tauben, Zuschauer und Kugelschreiber als berichtete er vom summer jam und nicht aus dem VONOVIA-Ruhrstadion. So mancher vorm TV dachte, man was labert der für eine gequirlte Kacke.

Bochum machte das 1-0, aber es zählte nicht, da hatte Jörg schon seine Kugelschreiberstory. Bochum hatte das 1-0 sich verdient, ging aber nicht mit einem 1-0 in die Pause. Die Elf von Dirk Schuster war defensiv vielbeinig, aber Bochum weiter, auch nach dem nicht gegebenen 1-0, dominant und ließ fast nichts zu. Die Elf aus dem Erzgebirge hatte wie beim HSV wenig Chancen, weil Bochum hinten fest stand. Vorne spielte der VfL gefällig und hatte Chancen, die man bis zur Pause aber nicht mehr nutzte.

Aber der Auer, der sich nach einem Foul von Soares an ihm beschwerte, senste so “nach”, dass er völlig verdient vom Platz musste. Aber Jörg sah einen Schnürsenkel, der ihn, den Gästekicker, zum Foul zwang. Das sah aber der Spieler anders und Rot blieb verdient Rot. Und wenn man überlegen ist, der Gegner nur sporadisch vor Riemanns Tor kommt, dann ist eine Rote ab der 30. Minute eine Vorentscheidung. Aber bis zur Pause hatten die Blauen ihre Dinge, aber noch zappelte der Ball nicht in Männels Tor. 0-0 vor 300 Leute im Dauerregen, aber Jörg war hoch erregt, wenn z.B. Tauben ins Bild flogen.

Und dann klatschte Testroet mit 3 (in Worten drei) Frauen auf der Bank ab. Nun brach der verbale Samenstau sich endgültig den Weg, der Linienrichter hatte einen Doktortitel und war immerhin kein kommunaler Verwaltungsbeamter. Jörg war in seinem Element und auch Bochum legte wieder zu, war spielbestimmend und wollte sich nach dem 2-2 und 1-1 nicht ein 0-0 gönnen. Indeed, das 1-0 fiel durch Zulj und diesmal zählte es. Und es war sowas von verdient, man ließ Aue einfach nicht nach vorne kommen und hatte eben Zulj und Blum gebracht, dann folgte Ganvoula und am Ende Tesche für Eisfeld, der solide und unauffällig spielte.

Nach dem 1-0 in der 74. ließ Bochum nicht nach und nach einer Traumkombi a la Plaise machte Ganvoula das 2-0 und damit den Deckel drauf gegen 10 Mann. Auch das spielerische der Gäste war überschaubar, aber das war es bei Braunschweig auch und man verlor 2-1.

Diesmal gab es endlich den Heimsieg und man kann trotz verschenkter Punkte nach oben schauen, die 300 Bochumer freuten sich diebisch. Nur Jörg hat SÜD oder NORD oder so.

Fährt man jetzt so fokussiert als Team nach Würzburg und punktet da, ist man für Fürth, den HSV und die Fortuna gerüstet. Das sind viele Abers und das B-Team fällt in manchen Positionen zu stark ab, das es konstant Druck auf die Arrivierten machen kann.

Das bleibt Reis Problem, der diesmal von Taktik über Auswechselungen vieles besser machte als zuletzt.

Schade, dass die meisten das nicht live im Stadion, sondern nur mit Jörgs Kommentar erleben durften. Das ist irgendwie als ob, deine Mutter beim Sex reinkommt, aber zumindest da hätte der Skymod was Qualifiziertes zu zu sagen. Und ich weiß jetzt auch, wer mein neues Sexsymbol ist, außer Matthias. ;-)

Tom, CB’93

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