Charlesbequiet Part 2

Atemlos nach dem tollen 2-3 in Hamburg geht es für den VfL weiter, zurück nach Bochum, zum Spiel gegen den Karlsruher SC. Nach zwei Auswärtsmatches in Sandhausen und St. Pauli, mit vier beachtlichen Punkten, nun endlich ein Heimspiel gegen den Überraschungsaufsteiger aus dem Badischen. Früher hätte man das Knistern schon beim Anreisen gespürt, dann die erstem Schritte nach dem Auto und der Bahn 8/18 auf der Castroper Strasse, der Geruch von Bratwurst, Pommes, Pyro und Bier, die bekannten Gesichter, die Ritterburg, aber früher hätte man eben höchstens ein 1-1 gespielt gegen diesen wieder starken KSC. Und dann wäre man enttäuscht gewesen nach 11 Jahren zweite Liga. Aber so war es 2011 am Ende der Reli. 2015 ebenso, da war man kurz enttäuscht, aber hatte dann wieder Hoffnung auf ein neues Jahr, selbst mit Trainerzombies wie Rasi, Bergmann, Neitzel oder Atalan. Oh man, da war vieles schlecht, wie bei Herrlich nach Koller. Da ist Reis wesentlich erfolgreicher und ich finde richtig, dass der Verein mit Villis, Kree und Sesi sich Zeit lässt und mit Thomas ne Lösung finden wird. Erinnern wir uns an Taktikrakete Verbeek, der hat echt Respekt gehabt von den Spielern von Terrodde über Latza bis Bulut, fünf Siege in Serie 2015, nach einem 1-1 in Sandhausen stürzte man in einen depressiven Herbst, gewann nicht mehr und aus dem Trainerguru, wurde der NL- Freak, der nur durch sein wirklich cooles Bildbashing auffiel (”Ihr seid Arschlöcher”), aber diese sportliche Leitung endete am Ende leider nur auf Rang 5. Der Trainer konnte vieles gut, aber eben auch alles besser, Hochstätter fand danach keinen Schlüssel mehr. Daraus haben wir gelernt, der lange Atem ist es, der einen hochbringt und kontinuierliche Arbeit mit dem, was da ist. Und wir haben es in der Hand, wird Blum schnell fit, können wir bis Februar-März weiter Punkte sammeln im Geisterheimspielmodus. Und das wäre eine Story mit Sesi und Reis nach oben, zu schön um wahr zu sein. Die Verfolgung des HSV und das Hoffen auf einen Einbruch bei demselben ist nur ein Nebenaspekt. Viel wichtiger ist was Kiel, Führt, F95, H96 und eben auch der KSC machen.

Der KSC siegte zB gegen Hannover und spielte 1-1 gegen Heidenheim, der Phoenix aus BW bleibt eine harte Nuss und das wird wieder sehr, sehr eng am Sonntag.

Da wird die Birne vielleicht auch mal leer sein, die Beine etwas schwer, die Regeneration zu kurz und da kann man theoretisch mal mit einem Remis gegen Karlsruhe zufrieden sein. Aber nein, das ist falsches Denken, der neue VfL muss gierig sein, - die Ausrutscher von F95 gegen Würzburg nutzen - undden Abstand auf den Dritten wenn möglich vergrößern wollen. Dieser Geist kann uns nach oben bringen.

Beide Teams sind 2021 noch ungeschlagen und so wird es eine heiße Kiste am kalten Sonntagmittag, der Präsident des CB`93 wird 50 und da kann man sich als VfL nur einen Sieg erlauben. Er sagt gerne, ich erwarte einen Heimsieg. Tun wir das mal alle und gucken, was herauskommt.

Ich bleibe bei meiner Tipplinie, eher 1-1, Hofmann und Zolli.

Der VfL darf den Start nicht wieder verpennen und muss eben auf Ecken beim KSC warten, die insgesamt nicht so viele Chancen verstreichen lassen werden wie beim 0-1 im Hinspiel. Daher sagt mir mein Gefühl nur Remis.

Die Statistik von den Gurus von VfL4u (Danke, Danke!)

Das Hinspiel:
KSC - VfL 0:1 (27.09.20; Zoller)

Die Bilanz des VfL gegen den KSC:
Gesamt: 22-24-14
Gesamt Heim: 15-11-5
2. Liga: 5-12-4
2. Liga Heim: 2-7-1

Die aktuelle Tabellensituation:
VfL: Platz 2 mit unfassbaren 36 Punkten
KSC: Platz 6 mit 29 Punkten

Die letzten fünf Spiele im Gleichklang:
VfL: S-S-S-U-S
KSC: S-S-S-U-S

So könnten sie spielen:
VfL: Riemann - Gamboa, Bella Kotchap, Leitsch, Danilo - Tesche, Losilla - Pantovic (Bockhorn), Zulj, Holtmann - Zoller
KSC: Gersbeck - Thiede, Bormuth, Kobald, Heise - Wanitzek, Gondorf - Goller (Fröde), Choi, Lorenz (Kother, Groiß) - Hofmann

Wer alles fehlt:
VfL: Blum (Wadenverletzung), Bonga (Trainingsrückstand), Lampropoulos (Adduktorenverletzung)
KSC: Carlson (Ermüdungsbruch Kreuzbein), Jung (Oberschenkelprobleme), Hanek (Aufbautraining)

Drohende Gelbsperre:
VfL: Danilo (4)
KSC: Hofmann, Wanitzek, Heise (alle 4)

Die Seitenwechsler:
Simon Zoller, Daniel Gordon

Aktuelle Statistiken zum Gegner:
Hinrunde Platz 7 mit 26 Punkten
sehr auswärtsstark, Platz 4 mit 16 Punkten aus 9 Spielen
viele Treffer erzielt (31), aber auch relativ viele bekommen (26)
gerne mal in Serien unterwegs (3 Niederlagen, 4 Siege, 3 NL und 3 Siege jeweils am Stück)

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