So weit die Füße tragen…

…”So weit die Füße tragen” ist ein Roman, der zweimal verfilmt wurde, über einen nach Sibirien deportierten deutschen Kriegsgefangenen, der die ganzen 10.000 km bis nach good-old Germany sich durchschlägt und was er dabei alles erlebt. Genau so eine entbehrungsreiche Odysee erlebte der russische Fußball von 1960 an, dem letzten und einizgen internationalen Titelgewinn, bis heute  Immer ganz brauchbare Spieler (Olec Blochin, Borodjuk u.ä.), die ihr Geld im Ausland verdienten, dann 1988 auch im EM-Finale, aber dann, nach dem Ende der Sowjetunion, viel Grütze von der Snoborna und keine großen Turniererfolge mehr bis 2008 - der EM in der Schweiz und Östereich. Nun ist Russland wieder wer (?), manche feierten ihren tollen Fußball gegen verdutzte Käsköppe als “den one-touch-Fußball der Zukunft” und die Stars (ausser dem Absteiger Saenko) wurden heiß umworben, aktuell will Bayern einen Russenstar wie Pxxx***.

Ob der Sieg von Zenith St. Petersburg nur ein ergaunerter Erfolg gegen gekaufte Bayern war oder der neue russische Trend, werden die folgenden Jahre zeigen. Guus Hiddink wird beweisen müssen, dass er ein sehr guter Trainer ist oder ein richtiger Weltklassetrainer wie in Australien und Südkorea. Dann, wenn er Samstag Deutschland schlagen sollte, was wir nicht hoffen, dann werden sie wirklich nach ihm `ne Wodkamarke benennen und Russland wäre in Südafrika 2010 vermutlich dabei. Doch andersherum sollte das Adlerteam wieder mit Ballack, dem “Bierhoffbasher”, Frings, Mertesacker die Rolle spielen, die es nach der WM 2006 spielte: Mutiger Offensivfußball, dort wo man 2001 die Ukraine besiegte, 2006 Polen und gegen Italien 2006 so unglücklich verlor - in Dortmund. Kein schlechter Platz für unser Team ist Dortmund mit dem Westfalenstadion und wenn man beim Abstiegsaspiranten Mönchengladbach gegen Wales spielt, gehts ruhig ne Nummer kleiner, da ist ein Sieg muß.

Diese Woche der Nationalmanschaften nutzt der VfL Bochum zum “Auslaufen gegen Wattenscheid”, gegen die man nicht noch mal 2-1 verlieren möchte. Da spielten auch Schmidtgal, Zajas und Rouven Schröder mit. Auch diesmal wird Marcel Koller seinen Reservisten Spielzeit geben, mal sehen ob Epalle, Grote und Co ihre Chance überhaupt nutzen können. Die Lage ist nach dem medial furiosen 3-3 sicher ruhiger, aber ein Sieg gegen Gladbach muß her, denn 6 Punkte in 7 Spielen ist “laut Kicker eine magere Bilanz” - des stärksten VfL-Kader seit langem. Mavraij sprach recht sympathisch von einer “sich lösenden Verkrampfung”, Yahia wird gegen Gladbach noch nicht dabei sein, also kann der Ex-Darmstädter zeigen, was er drauf hat. Und sonst werden wohl Sestak, Ono und Freier weiter gegen ihre Fromkrise ankämpfen, die sie am besten gegen Gladbach zu Akten legen, aber es gibt ja noch Kanoglu, so langsam eine positive Überraschung, die Fitnessgranate.

Überhaupt ist der Sieg am Freitagabend gegen Mönchengladbach so enorm wichtig, denn danach fährt man zum VfB Stuttgart. Verlöre man gegen die “Auswärtsloser von Niederrhein” und die Schwaben, dann wird auch ein Sieg im Derby nix bringen, ausser die Hardcorewattescheidhasser zufrieden zu stellen.

Also, Jungs um Azouagh, packt sie und zerhackt sie. ALLE, auch das Team vom Joachim Hopp zu seiner Zeit.

Tom, GroupoAnti-SGW, ‘93

 

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