Ich will anders sein, will nicht so sein wie Du!

Das war der Refrain eines Punksongs in den Achtzigern, in dem es um die Ablehnung - durch die Bandmitglieder - gegen die spießbürgerliche Gesellschaft und ihre Ikonen, die Marken und Symbole, geht. Es geht dabei auch um Geltungskonsum und die Unehrlichkeit der Mehrheit, das Sich-Selbst-Anlügen sowie die emotionale Kälte, die die Punks empfanden. Daraus resultierte eine klare Ablehnung gegen dieses Gebahren sowie ein postuliertes Anderssein. So ähnlich könnte man das Label “Unbeugsam” deuten, als bewußtes Anderssein, nicht aus der Not heraus, aus Überzeugung und letztendlich höherer moralischer Norm? Oder sind es die Titel, die schiere Masse des Gegners, die man ablehnt, so als gallisches Dorf gegen die Übermacht? Die “300 Spartaner im heroischen Kampf gegen die Perser” als Folie für den Kampf gegen die meist in jeder Hinsicht überlegene Nachbarschaft, gegen Werksteams und den Rest. ´

Umbeugsam wirkte unser Team gegen BVB, Bremen und H96, doch nur drei Punkte aus Trotz gegen ergebnisorientiertes Denken? Wohl kaum. Eher einer Abschlußschwäche nach Gekas und dem alten Sestak, die nun auch Koller erkannt hat. Im Kicker fallen wir von Platz 1 auf der Chancebauswertungsstatistik auf den letzten Platz.

Unbeugsam gegen Hertha am Samstag? Zumindest Punkten sollte man diesmal wieder nach gefühlten Monaten ohne Sieg, denn anders sein, sollte nicht “erfolglos sein” heißen.

Die Frage ist, will der gemeine Fan “anders sein”, “unbeugsam sein”. Wir waren mal unabsteigbar, jetzt sind wir unbeugsam. Koller hat solangsam wieder den ganzen Kader und er darf auch selbst wieder ran auf der Bank, neben dem unbeugsamen Funny.

Es wäre gut, die schlechte Bilanz von Berlin in Bochum zu NICHT beenden. Und ein Punkt ist nicht “unbeugsam”, es ist zu wenig.

Tom, CB’93

Tip: 1-1, wir siegen erst gegen den HSV wieder.

 

 

 

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