ER

Er mag keine Trainerwechsel.Er liebt die Kontinuität um ihrer selbst Willen. Er mag keine Mäzene, Allteilseigner, keine Nedienriesen, kurz alles was seine Stellung relativieren würde. Schon seit 20 Jahren steht er immer treu zum Trainer, der im jeweiligen Herbst ins Trudeln geräte, den er dann immer stützt und “felsenfest” überzeugt ist, dass es nach der Winterpause besser wird, wenn der abgehalfterte Ex-Star vom Sommer besser trainiert und der neue zypriotische Offensive und der inidische Innenverteidiger die Leihgabe aus Mali verstärken. In Bochum kotzen dann fast alle Fans regelmäßig, doch ER hat ja noch Leute wie Pohl (bis auf ein Jahr wo er nicht Pressesprecher wurde) und Kienel, die ihm das schön schreiben, was immer er tut.. WAZ, BILD, SZ, KICKER und Welt machen sich darüber lustig, was sie als Porvinzposse deuten, die Fans wissen nicht, ob sie lachen, schimpfen oder weinen sollen und im Frühjahr folgt der xte Vor-Abstieg in Folge und plötzlich will er, der alles im Team alleine enscheidet, der Garant des mickrigen Status Quo sein, der aber für nix kann. Ohne ihn, der angeblich Mäzänatentum ablehnt, geht nix, angeblich. Aber alles wird einstimmig im Aufsichtsrat beschlossen. Seine Logik ist unlogisch, so glaubhaft wie die These des simbawischen Umweltminister, dass ”die Briten  die Cholera-Bakterien in den Boden gepflanzt hätten”. Wäre diese These von Werner, Pohl hätte es schreiben müssen und Gustl Ernst verbreiten, das nennt er arbeiten im Team. Das erwartet er von den Fans. Und Funny würde neben Koller dazu tanzen, wenn er es will.

Fast 90 % Prozent der Fans foderden die Ablösung des erfolglosen Kollers, doch er bleibt stur. Keine Panik, der big Boss hat alles im Griff. Das ist sogar mutig, verknüpft er doch seine Person an die vom ungeliebten Koller. Vermutlich hält er sich für so unantastbar, dass er sogar einen Trainer durchbringen kann, der erfolgloser und punkteärmer ist als es die kühnsten Pessimisten erwartet hätten. Elf Punkte fichen ihn, den Vorsitzenden nicht an und bei Bayer Leverkusen will man Gekas für eine Million mehr verkaufen, als man bezahlt hat an uns, doch wir wollen nur ausleihen. Betteln zur Vorweihnachtszeit von Gustl dem Managerpraktikanten. Dafür haben Freier und Koller lange Verträge, nur für den Fall, dass Abramovic jemanden haben will oder Barcelona (oder Inter Bochum).

Er provoziert seine zahlende Kundschaft noch mit Sprüchen wie “der beste Mann” und “froh, ihn zu haben” und ist gerne der ANTi gegenüber den Fans des VfL, die er nicht mag, weil sie ihn nicht schätzen und nicht auf ihn hören.

Angsgar Schwenken hat ihm im Falle Kuntz und Koller zweimal 2008 Paroli geboten. Man darf gespannt sein, wann der Zahlenmann des Vorstandes gehen muß, denn Widerspruch duldet er nicht wirklich.

Ernst, der Sportvorstand, muckte kurz auf und wurde wie ein dummer, kleiner Junge blosgestellt und er - der A.- verzeiht selten, wobei “Schmierlapp” Wosz ja nun wieder eine erwünschte Person in Bochum ist. Gerne ist Werner auch Charakterbeurteiler. 

Die Fans des fast abgestiegenen VfL haben gesehen, dass Hammerwerferteams wie KSC, Köln gegen Bochum siegten und gegen totale Thekentruppen wie gegen COT und BMG alles fehlte, was zum modernen, konzeptorientierten Fußball gehört. Was vor allem 2008 fehlte, sind Siege, es gab so um die 6-7. Seit 1992/1993 ist das das schlimmste Jahr, seit langem müssen selbst alte VfL’ler zurückdenken, bis man einen ähnlich erfolglosen VfL erlebte.

Und trotzdem hält man (ER) zu Erfolglos-Koller, Zappel-Heinemann, Super-Adler-Greiber und Capitano-Rückpass-Maltritz, ich-fall-hin-Freier und verletzt-ONO. Konsequenzen sind wie immer leere Worthülsen, man will die deutschen Talente Grote und D. Fuchs abgeben, als ob das die Mannschaft stärker macht oder den Fans Hoffnung gibt.

Man kann sich sicher sein, bis zum 1.2.2009 wird viel geredet und wenig getan.

In Bochum mögen sie ihr Publikum nicht wirklich und tun alles, um das indirekt zu zeigen.

Diese Saat wird er schon im Frühjahr ernten und fühlt sich dann noch unverstanden. Dabei wird er nicht gemocht, weil die Leute sein System verstehen und es auf Dauer so extrem erfolglos ist.

Es wird 2009 sehr hart für ihn, wenn Koller nicht wie durch ein Wunder siegt. Wer sein Team sah, glaubt eher an die “unbefleckte Empfängnis”.

Und das gibt kein Format im Weihnachts-TV, was das beschreiben könnte, was VfL-Fans von ihrem Vorstand denken und wie sie den erleiden müssen. Aber das Leiden paßt ja zumindest zu Weihnachten.

Tom, CB’93

 

 

 

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