Die Levercoolen oder wie ich lernte Polyurethanschaum für Samt zu halten!

Die Nummer eins der Bundesligatabelle kommt ins Ruhr-Stadion, Spitzenreiter BAYER, seit 20 Spielen sind die Rechtsrheiner ungeschlagen, sie sind vor Schalke, Dortmund, Mönchengladbach und Köln die klare sportliche Nummer eins in NRW. Seit 15 Jahren die sportliche Nummer eins am Rhein neben “In-Städten” wie Köln, Düsseldorf und Bonn. Doch ihnen fehlt die Anerkennung, ihn haftet das Image des Pillendrehers, des Plastikhaften an…

Neben den vier Vizetiteln in der Liga und drei verlorenen Finals (u.a. 2002 CL-Finale mit Ballack) haben sie auch zwei Titel geholt, immerhin den UEFA-Cup 1988 und den Pokal 1993. Insofern sind sie gegen abstiegsunbeusamen Bochum auch “ein Titelmonster”, dazu eine millionenschwere, sauteure Truppe mit neuer Zeitgeistarena am Stauknotenpunkt, die in Wirklichkeit insgeheim vermutlich Angst hat, erneut “zu versagen”, vor allem weil der grosse FC BAYERN MÜNCHEN im Nacken ist, der solche Situationen liebt. Heynckes, der Coach, gibt sich cool, erfahren und souverän, die Presse im Rheinland baut die schön spielende Truppe so langsam zum Titelfavoriten auf. Freitags spricht Manuel Friederich vom Titel, Herrlich hält den Ball wie immer flach. Drei LEV-Bombensiege zuletzt, dazu drei Returns gegen Bayern und Schalke, das lässt “Vizekusen” vorerst vergessen. Dann fährt man “abgeklärt” nach Bochum, Hypiä übernimmt wie Friederich den Job des Vor-dem-pussierlichen-Bochum-Warners, alle erwarten in BILD KÖLN eine konternde Heimelf im Herzen des Potts, die über den Kampf kommen wird. Das brutale Pressing der Pilllen hat Bochum schon im Hinspiel gekillt, “nur” 2-1.

Während beim VfL Bochum der chronisch kranke Klimo und Voigt fehlen, ”schwänzen” bei der Werkself nur Sinkievicz und erneut Dauerpatient Rolfes. Renato Augusto und Helmes lauern “frustig” auf der Bank, sollten Derdiyok und Kießling ausnahmsweise nicht treffen. Ein Hammersturm, hinter dem Vidal, Shooting-Star Kroos und Barnetta lauern, vergesst also Zdebel. Hinten ist auch Beton mit Hypiä, Kadlec, Reinartz und Adler, d.h., es wird hammerhart für unseren geliebten VfL zu punkten - ein SIEG wäre eine Vorkarnavalsgaudi ohne gleichen. Der Totto- oder Oddsettipper würde Geld auf ‘ne 2 setzten, der Neutrale tippt 1-3 und ich hoffe auf ein 2-2. Kampf und Glück wie gegen Schalke, nein, noch mehr Sestakgenalität, Holtbyfinten, Hashdribblings, Dedicsprints, Epallemomente und Fuchsfreistöße braucht der VfL, um zu siegen. Die Heimschwäche bleibt, dazu ist unsere Siegeskälte weg, nur der Trend spricht für Beide.

Es gibt sie, Maltriz Hoffnung, dass Bayer irgendwann verlieren wird und dann sind sie wieder die ollen Pillen und wer weiss, manchmal gibt es Fussballwunder….in den Schlussminuten…

Tom, CB’93, Sektion Rheinland’04

 

Kommentarfunktion ist deaktiviert