Die ungeschlagenen Jungs von der Castroper Strasse

Die letzte Auswärtsniederlage stellte das 1-2 am Allerheiligentag bei Eintracht Franktfurt dar. Die letzte Heimniederlage datiert man am 12. Dezember, eine herbe 1-5 Klatsche gegen die Mannschaft, die heute möglicherweise Tabellenführer gegen Hamburg wird: FC BAYERN MÜNCHEN. Seit acht Spielen ist der neue VfL Bochum ungeschlagen, neun Punkte hat er Vorsprung auf einen Abstiegsplatz, chapeau Herr Herrlich. Das sind alles Zahlen, die müssten die Fans in Scharen an die Castroper Strasse locken. Müssten…

Doch mit einer Billigaktion brachte man es gerade mal auf 24.000 Zuschauer, der Zahltag kommt dann doch wohl erst gegen den BVB…die Fans des VfL bleiben im Winterschlaf…

Man muß aber auch sagen, was die Leute zu sehen bekamen, war, hier schlage ich mal die Seite der Miesmacher vom TV an, “sehr taktisch geprägt”, anfangs “uninspiriert” und vor allem in Halbzeit eins, meist langweilig. Ein 0-0 halt. Bochum stand gut hinten, wobei ich solangsam Yahia für den den ausgereizten Mavraj bringen würde. Dabro und Maric sorgten für Stabilität vor der Viererkette, der Ex-Bochumer Ilkay Gündogan für Nürnberger Ballbesitz und Spielwitz. Nach ganz vorne ging bei den Cluberrern zu wenig, die Spieler Chopou-Moutong und B. wurden weitgehend neutralisiert. Es gab wenig Strafraumdrama…

Bochum hatte eine Riesendreifachchance vor der Pause zum 1-0, doch Schäfer rettete dreimal vor den Bochumer Stürmern. Auch 2 andere Chancen, eine durch Dabro, hätten eine schmeichehafte Führung der Hausherrren bedeuten können. Insgesamt wirkte Bochum zu leidenschaftslos und passiv, Holtby war zu unpräzise bei den Anspielen…Aza schmorte auf der Bank…

Die 2. Halbzeit war auch weiterhin davon geprägt, dass keiner verlieren wollte. Nürnberg brauchte zwar den Sieg, Bochum wollte auch nicht verlieren, der Sieg wäre ein Bonus gewesen. Ab der 60. Minute wurde der VfL stärker, doch die wachsende Dominanz wurde in der Sturmspitze zu selten deutlich. Wenig Strafraumdrama, obwohl dem VfL wohl ein Elfer versagt blieb…

Ballverluste im Vorwärtsgang und zu wenig Ideen kennzeichnen erneut ein Heimspiel des VfL m(nur 2 Siege), dass auch eine Hashemian-Herreinnahme nicht entscheiden konnte. Dedic blieb lauffreudig, auch er nutzte die eine Chance nicht. Das Problem sind aber eben die zu wenigen Chancen, kein Stürmer macht alle rein.

Nürnbergs Zündler im Gästeblock machten Anfangs Feuer, das auf die anderen Zuschauer nicht übersprang und die gelb-rote Karte gegen einen Nürnberger in der 85. Minute ist Statistik und die Statistik stimmt, der Trend auch.

Nur schön, begeisternd und spannend war es nicht wirklich, ausser man arbeitet viel mit Taktiktafeln…

Biedere Hausmannskost an einem Tag, an dem die Frühlingssonne strahlte, ohne das Frühling war…

Tom, CB’93

 

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