Hässlige…

Der letzte Beweis, wenn es den noch bedurfte, dass der VfL Bochum gegen Zweitligaspitzenmannschaften nichts zu bestellen hat, gab es gestern gegen die Eintracht aus Frankfurt. Die war gestern an einem herrlichen Oktoberabend - vor allem in der ersten Halbzeit  - überlegen und lies 30 Minuten keine echte Torchance der Hausherren zu. Bombenalarm gabs zwar am Bochumer Hauptbahnhof, wegen ein Dunstabzuteiles und eines Teppichs fing die Partie 30 Minuten später an, aber im Frankfurter Strafraum war nix bomiges los!

Die knapp 20.000 Zuschauer sahen dann ein irreguläres Tor der Frankfurter, weil ein Spieler, vor dem Aquistapace retten wollte (Hoffer?), im Abseits war, in die Situation eingriff und somit war das 0-1 nicht korrekt, der schwache Schiri Gagelmann sah das natürlich nicht. Er sollte die 17.000 Bochumfans noch später genug ärgern…. Er sorgte für Emotionen negativer Art!

Dabei hatte Bochums Team sich bemüht, Bergmanns one-touch-Fußball zu spielen, aber das frühe Tor machte dem VfL ein Strich durch die Rechnung. Die 3000 Hessen feierten und wir Block A’ler schafften es nicht “Huren, Nutten, Eintracht Frankfurt” oder “hässliche Hessen überall” zu singen, Bochums Publikum blieb zurückhalten, wohl auch weil man diese Überlegenheit der Adlerträger befürchtet hatte. Das 0-2 war dann die Gewissheit, dass man die Frankfurter nicht wirklich an die Grenze bringen konnte. Die Hessen spielten nicht berauschend, aber köperlich überlegen, druckvoll und dominant. 15 Punkte Vorsprung auf den VfL stehen zu buche…

Das 2-0 fiel auch, weil niemand der IVs Ex-RWE’ler Benny Köhler deckte und Luthe zu weit vor seinem Kasten stand. Da waren sie wieder - unsere alten Abwehprobleme, die Funkel mit Beton kompensiert hatte.

Dann kann ich mich noch an einen Schußversuch von Freier und den Klobesuch mit fehlender Fliese (ich check das!) in der Halbzeit erinnern. Viel zu klar war die Überlegenheit in Halbzeit Eins, als dass man sich wirklich über die vergebenen Chancen von Inui, Tese und Co ärgern wollte in der Ostkurve und auf der Tribuna Sud. Die Stimmung wurde zwar besser, bis dato hatte man nur eine tolle Kurvenchoreo gesehen, aber die Schwarz-Roten um Nikolov, Idrissou, Köhler, Hoffer und Meier verwalteten ein Spiel, das noch hätte kippen können, wenn sie Maltritz, Kopllin, Federico - und vor allem Freier - nicht so einen gebrauchten Tag angedreht hätten.

Der Rest des Teams schaffte es nicht gegen den neuen Tabellenführer anzustinken, was das Fiege in der Ritterburg zu Frustbewältigung noch reichlicher fliessen lies.

Mir fehlte hinterher Geld, Erinnerung und - weit ab von Bochumer Sorgen hatte ich in K-Mühlheim meinen Spaß. Ich glaube, ich habe staunenden Kneipenbesuchen verkündet, wie sehr sich die tollen Dortmunder Fans sich anziehen können, wenn sie die Castroper hochziehen. Das war so real wie die Ankündigung, George Bush mal ordentlich die Meinung zu sagen, wenn man ihn im 3-60 trifft.

Leider hatten die treuen Bochumer bis auf die Kurvenchoreo und die den tollen Sonnenuntergang keine weiteren Gründe sich über diesen Abend zu freuen!

Hässlige Hessen……

Tom, Abgelenktheits-/Oberflächlichkeitscommando’93

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