Valium 90

Es gibt ja für alles ein Mittel, meint der Laie, wenig hilft echt weiß der Facharzt und Apotheker. Was dem Patienten VfL Bochum nach dem 0-2 über Dresden helfen soll, konnte man auch schon nach dem 2-1 in der Glücksgas-Arena (davon hätt ich gerne ein Zug!) fragen.

Es sind nun 24 Spieltage gespielt und Bochum spielt zwar mit Torwart, aber irgendwie ohne Abwehr. Das 0-1 durch Dedic sollte wohl ein schlechter Scherz sein, das stand einfach in der Mitte, keiner der Innenverteidiger, man war ohne Druck zu machen, zu weit aufgerückt. Es waren nicht nur Malle und Aqua, die schliefen, auch Concha sollte einen rabenschwarzen Tag haben, nur Kopplin begann sicher, baute aber auch ab.

Dabro spielte so langsam, als habe er das Buch “Die Wiederentdeckung der Langsamkeit!” selbst geschrieben. Er war Sonntag mit Sohnemann beim BVB und hat bei der Fortblidung wenig gelernt. Was Dabro spielt, ist Tiki Taki Fußball auf Valium.

Davor mühten sich Gelashvili und Aza um Strutkur, Inui kämpfe mehr mit sich als dem Gegner. Als ein Dresdener durchzog flog der Japaner wie ein Monchichi auf Ecstasy durch die Luft

Der Rest des Teams war so unauffällig und in Schockstarre, dass man meinen konnte, die spielen in Zeitlupe, Dresden nicht. Mit drei Exen Trojan, Fiel und Dedic machte man den Bochumern mit einfachen Mitteln das Leben schwer, dafür brauchte Lose keine Siegtaktik, er musste nur 11 Dynamos aufs Feld stellen!

Und die waren zielstrebig, auch wenn man Geli einen Elfer verweigerte, weil er zu theatralisch abhob und Schmerz mied. Kein 1-1, kein Heimtor mit Ginczek, Aydin fehlte als Keilstürmer trotz seiner mäßigen Form.

Das 0-2 fiel nach der Pause durch Pote’, wieder wie beim ersten Tor pennte die IV und ein langer Pass trickste Bochums Alteherren und Grünschnäbel aus. Wieder wie beim ersten Tor sollte Luthe beim 1-1 den kürzeren ziehen! Bochums Fans sangen von belegten Broten mit Schinken, Zyniker machten Schalparaden und die Gedenkminute für Balu bewegte die Leute, das Spiel nicht!

Bochum ist nach zwei Niederlagen und dem Spiel in Paderborn und auch in Duisburg, wenn es doof läuft unten dabei:

Die Mannschaft absorbiert Können und macht sie zu Gulasch aus der Gulaschkanone, Bochums Fans dösen weg, auch wenn 15.000 noch mal einen ordentlichen Rahmen bildeten.

Die Polizei war nervös, das Fiege Lecker, die Dönninghaus gut, aber das Spiel von Bergmanns Elf wirkte wie durch Valium sediert: statisch, langsam, fragmentarisch und viel zu wenig eingespielt. Die sechs Änderungen zu Fürth kamen in einer lethargischen Truppe zu einem negativen Flow.

Da braucht mancher Diazepham, damit man gut schlafen kann.

Tom, CB’93 Agnostiker

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