Herber Klartext statt süßer Brause

Der VfL bestreitet vermeintliche das Sport 1-Spitzenspiel der Zweiten Liga, das zweier ungeschlagener Teams, VfL Bochum gegen Union Berlin, am Montag ab 20.15 Uhr, im wunderschönen Ruhrstadion.
Bochum muss sich eventuell die Tabellenführung von einem anderem Club dieser Liga, dem mit künstlichen Farbstoffen versetzten Brauseproduktclubdistributor aus Leipzig, wiederholen. Es wird schwer genug.

Ein Sieg gegen einen richtig erdigen Arbeitenclubaus Berlin-Köpenick ist am Montag dazu wichtig, das wird eine harte Nuß. Denn nach einem Traumstart der Castroper werden die Eisernen am Montag vermutlich sehr konzentriert gegen Terrodde, Sestak, Simuek und Co vorgehen. Union hatte letztes Jahr schon für ihre Verhältnisse eine Startruppe: Köhler, eben Terrodde, Özbek, Mattuschek, Brandy und der konstante Trainer Neuhaus wollten oben mitspielen, es wurde nicht so richtig was draus, es gab Mismut. Nach Jahren des stetigen Aufbaus (Fans bauten das Stadion aus), der bundesweiten Credibility (Weihnachtsfeiern mit 20.000 und die WM als “Kinowohnzimmer”) und des Besserwerdens, stagnierte man - und Paderborn machte vor wie es auch geht: Aufsteigen ohne Stars. Darauf hatte man in Ostberlin auch gehofft.
Das kleine Modell Ostwestfalen, genau wie der Weg von E. Braunschweig, sollte der VfL als Blaupause für die nächsten zwei-drei Jahre nehmen. Das wäre ein Weg auch ohne Kohle langsam zu steigen.

Nach dem Sieg gegen die uneingespielten Stuttgarter krönte der VfL das 5-1 gegen die überforderten Auer. Aber gegen die Schlosserjungs wirds Montag ein ganz, ganz enges Spiel, das knappste 1-0 würde mir reichen. Ich tippe 2-2.

Während Esser, Jungwirth, Holthaus und Gündüz am Samstag gegen RWE mit Bochum 2 ran dürfen (und sollen), ist Klostermann “der Judas des Jahres”, schlimmer noch als Goretzka vor Jahresfrist.
Nach sieben Spielen für den VfL ohne Profivertrag, wechselt der 17 Jährige Youngster zum Rasenball Leipzig, das sich auf den Weg macht, zum “most hated Club der Republik” zu werden. Für mich sind sie sehr nah an Schalke rangerückt, vielleicht haben sie die Ückendorfer schon überholt.

Dass Produkt aus Thailand machte einen Ösi sehr reich, der nun die gummibärchenartige Brause mit einem “Ostclub” promoten will - ekelhafter als das Produkt ist die arrogante Agressivität bei Transfers, das CL-Geseiere und die Witzfiguren im Fanblock. Doch während die Wuhlheider gar kein Ostimage haben, versucht RB mit dem Schwaben Rangnick und jungen, überbezahlten Spielern den Durchmarsch zu wagen und es kommen bestenfalls Konsumenten, die den Eindruck einer Identität vermitteln sollen. Das ist, als ob Bifi behauptete, ein Teil von Dresden zu sein.
RB ist und bleibte eine üble Retorte ohne irgendeine Identität, RB ist überflüssig, unsympatisch und regt die Fans regionsübergreifend auf. Wenn etwas gesamtdeutsch ist, dann ist es die Ablehnung gegen dieses komische Marketingprodukt, das nun mal nichts mit dem Osten oder der ehemaligen DDR-Oberliga gemeinsam hat außer dem Standort. Aber Düsseldorf soll ja auch mal ein Thema gewesen sein.

Union Berlin trieft hingegen vor Osttradition, während Clubs wie Dresden, Rostock, Chemnitz, Cottbus oder Magedeburg sowie Halle darben, wirbelt der neureiche Großkotz wie Graf Koks durch die Ligen und macht selbst den Jugendabteilungen von BMG, Bochum oder Stuttgart Beine.

Nein, dazu der mit Stars überforderte “Professor” Rangnick - und man fragt sich, wie Hochstädter und Neururer auf der PK, auf der Klostermanns Abschied verkündet wurde, so cool bleiben können, bei so einem unappetitlichen Vorgang. Leipzig hat mit seinen gewedelt wie ein saudischer Prinz bei russischen Beautyqueens.
Für mich heißt das umso mehr, wir müssen in dieser Situation wie 18.000 fanatische blau-weiße Lemminge dem VfL-Team folgen, um den unsympatischen Neusachsen keinen fußbreit Erfolg zu lassen.Nein, Union muss Mo bluten für ihren ätzenden Konkurrenten, den sie sicher auch nicht mögen.
Ich spreche nicht nur die Bannbulle gegen die Bullen aus, ich hoffe umso mehr, dass wir oben mithalten können, um den Kampf nicht aufzugeben oder besser, ihn noch leidenschaftlicher pro VfL zu führen.
Im Team, mit dem Bewußtsein, echt anders zu sein, können wir uns Montag oben festkrallen.
Mich würde ein Rückschlag nicht unbedingt wundern, aber irgendwie fühle ich mich auch entschlossener, dieser kranken Sportentwicklung nicht nachzugeben, sondern meiner “echten Liebe” zu folgen, gemeinsam mit Kramer Montag live das Team zum Sieg zu brüllen.
Ich bin kein Sozialromantiker, aber wenn wir nach VfL Wolfsburg und den Hoffes auch diesen Mist akzeptieren, dann sind wir nicht nur sportlich-finanziell, dann sind wir auch moralisch tot.
Vorfreude mischt sich mit Entschlossenheit, der VfL ist wieder da…..

Tom,CB’93
Nein, Bochum ist echt, erdig und hat etwas was ein Konzern nicht kaufen oder erschaffen kann: Eine Identität, natürlich Tradition und echte Tradition im Sinne eines Deutschen Vereinswesens, das 5000 Mitglieder umfasst. Union Berlin in Bochum, das mögen mir die Hertha und BFC Fans verzeihen, das ist ein echtes Zweitligatypenduell.
Weltmeister und Ex-Spieler Kramer ist dabei wir haben das Dreieck auf der Brust und kein Frimenlogo. Union kann aber leider gut in Bochum, siegte zuletzt 0-4 und bleibt Geheimfavorit auf den Aufstieg.
Das neue 3-5-2-System von Düwer könnte in Bochum so aussehen
Haas
Puncec Leistner Schönheim
Kreilach Özbeck
Trimmel Zenjulahu Dauch
Brandy Nebihi

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