Aufbaugegner

Das 2-1 des VfL Bochum in Fürth ist für sich betrachtet etwas unglücklich. Man muss dann nicht viele Worte machen, diese Niederlage tut wie immer sehr weh. Bochum rutscht ab, verliert am Ronhof jeden Kontakt nach oben und kann gegen Eintracht Braunschweig auch nicht mehr auf ein volles Haus hoffen. Diesmal haben die Fans, die da eventuell zu Hause bleiben nicht ganz unrecht.

Bochum reagierte diesmal anders als in Lautern erstmal und dominierte nicht die erste Viertelstunde, sondern reagierte geschickt. Wieder war ein Defensiver ausgefallen, dabei bin ich ganz froh, dass der Rutscher vom Betzenberg, nicht dabei war. Diesmal hielt der VfL auch ein zu Null zur Halbzeit, wie gegen Heidenheim. Trotzdem stand am Ende das 2-1, zwei Gegentore scheint neues Bochumer Recht.

Nein, für sich betrachtet, geht so eine Niederlage klar: in der Serie in Walldorf, Würzburg, Düsseldorf, Lautern, Fürth geht diese Auswärtsbilanz gar nicht. Ein Sieg in Aue dazwischen macht den Kohl nicht fett.

Also, Bochum hielt gegen kleinen Franken, die seit 4 Spielen nichts getroffen und nicht gewonnen haben, das 0-0 mit drei Ex-Fürthern.

Das Hauptproblem heute war zum einen Pech und Unvermögen hinten beim 1-0, bei dem Freis Glück hat. Vorher macht ein Bochumer, die 100%-Chacce nicht, ein Grün-Weißer macht das 1-0. So ist das Leben, so ist Fußball.

Bochum zeigt sich danach entschlossen im Aufbau und erarbeitet sich Chancen - aber ohne Punch. Aber weder Mlapa noch Wurtz sind Tormaschinen wie Terodde mit Terra eine war. Und da beißt die Maus keinen Faden ab, die fehlende Effektivität bei vorhandenen Chancen ist auswärts der Knackpunkt, dazu ein ersatzgeschwächte Abwehr. Daher verliert Bochum sein 4. Auswärtsspiel (plus eins im Pokal), obwohl Gündüz nach 1,5 Jahren mit einem Tor furios beim Comeback trifft. Welcome back Selim.

Probleme Nummer 2 ist die Spielweise: Mlapa läuft sich bei dem Fritz-Walter-Wetter kaputt und Quaschner sitzt noch auf der Bank. Was soll der Trainer tun, einen echten Stürmer kann man sich nicht stricken, dies allerdings ist ein Problem mit Ansage.

Fürth macht in der 82. Minute das 2-1. Gegen uns würde vermutlich Fortuna Hagen zweimal treffen, da pennt Hoogland, der wie Riemann seit Wochen in einer höchst wechselhaften Form.

Der Regen plätschert weiter, Bastians hätte das 2-2 machen können und Bochum ist der ideale Aufbaugegner, Ruthenbeck gesaved. Sauber. Bielefeld und St. Pauli können sich freuen und wir Hardcorefans können Freitag wieder von vorne anfangen.

Ganz ehrlich, bin etwas genervt. So wie der VfL zur Zeit ist, schlaf ich vor der Halbzeit auf der Coach ein: Gut dass der Kambodschamann nicht neben mir saß. Aber das sagt alles, 2016 sind wir auswärts langweiliger Aufbaugegner. Leider.

Tom,CB’93

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