Von Barock bis Fado

26. Januar 2018

Ich höre ja manchmal WDR 5, ich geb‘s ehrlich zu. Da ist die internationale Musik überschaubar rockig, kein Klaus Fiehe wie auf Einslive am Sonntagabend, dafür sind die Berichte in Leonardo ziemlich interessant vom Inhalt. Letztes Mal, so gegen 16.20 Uhr, war da ein Bericht über die Geschichte des portugiesischen Fado, „von Barock zum Fado“ hieß er, einem melancholischen Musikstil, den 2004 ich persönlich zum ersten Mal bei der EM in Portugal kennenlernte. Es wurden in Porto und Lissabon so Fado-CDs verkauft an mobilen Wagen. Da schoss die deutsche Elf mickrige zwei Tore und schied sang- und klanglos in der Vorrunde aus, Poldi stieg empor und Rudi Völler hatte ausgespielt. Der Fado ist ein echt deprimierend, trauriger Stil, aber Bochum holte in diesem Sommer einen Stürmer namens Lokvencz und sollte gegen Lüttich an Diabangs Blindheit und Edus berühmten Luftloch scheitern. Das scheint alles sehr, sehr weit weg, denn heute ist ein Wurtz ähnlich blind wie einst Diabang, verkaufen tun wir aber Diamantakos und Leader Bastians. Das ist 2018 und nicht 2004.
Wenn Bochum gegen Bielefeld das Montagsspiel der Zweiten Liga bestreiten, spielt der dann 14./15. gegen den 7., Bochum ist seit dem 0-2 gegen Duisburg nicht mehr Favorit, der Heimvorteil bröckelt, gute Stimmung und Vorfreude sehen sicher anders aus. Das zweite Westderby „Westfalen gegen Ostwestfalen“ war mal ein Schlager in den Neunzigern und ist auch immer noch gelebte Rivalität, darauf freut man sich eigentlich. Aber was gibt es am Montag? Der verunsicherte VfL gegen eine abgezockte Arminia und am Ende trifft Vogelsammer.
Gut, 2014 ging man mal beim Maiabendfest 1-4 bitter unter, aber sonst waren Spiele gegen „Kühe, Schweine, Bielefeld“ nicht nur mit „King“ Darek ein Highlight der Saison, auf der Alm oder an der Castroper. Aber die Neunziger sind halt 20 Jahre her und heute, also besser Montag, ist eher Schmalhans Küchenmeister. Auch die Fans strömen nicht mehr so zum VfL zur Zeit, aber die Zuschauerkrise ist sicher eine undifferenzierte Medienente.
Schlimmer noch als das schlechte - ständig das negative suchende - Medienbild : Als Duisburg ziemlich überraschend das 0-1 machte, kam postwendend anstatt Support ein „Hochstätter raus“.
Tja, ein ziemlich unpassender Moment für berechtigte Kritik, aber so ist das mit aufgestauter Wut, sie entlädt sich irgendwann. Villis mahnte im Interview Support für das junge VfL-Team an (23,7 Jahre), womit er prinzipiell recht hat. Aber das Team ist seit zwei Jahren keine Mannschaft mehr, es ist auch dieses Jahr keine geworden. Nach einem hartem Hund, kam ein ambitionierter Newcomer ohne Unterstützung und echte Chance und dann kam ein Typ „Jugend-Zweite-Mannschaft“-Trainer mit dem Charisma von Rudolf Scharping. Ob er nun die Wende bringt und das Team mitreißt?
Das Ganze zu Verantworten hat sicherlich Sportchef Hochstätter, der Neururer einst wegen „vereinsschädigendem Verhalten“ entließ, mit Hamburg geheim verhandelte, fünf Trainer chasste und drei Aufsichtsräte vergraulte und eben auch eine schlimme sportliche Talfahrt zu verantworten hat. Die Kritik an ihm ist daher logisch und folgerichtig. Und die Story mit dem Magnumeis, das der Holländer den eigenen hochtalentierten Sohn holen lies, übertrifft Butternudelgate und ist die Piemontkirsche auf dem charakterlich höchst flexiblen Verhalten des Augsburger-Gladbacher Ex-Profis.
Und nun haben die Leute, die Schnauze definitiv voll. Auch Jesus sprach die Leute aus der 8/18 und brüllte Hochstätter raus, zum Glück nur Gerrits VfL-Jesus. Und nun kommt Bielefeld mit Saibene und Klos, die brauchen sicher gar keinen göttlichen Beistand. Und die Ostwestfalen werden wie Duisburg selbstbewusst kommen, während unsere jungen Spieler mal wieder mit der Unterstützung hadern dürfen. Und die ist wirklich sehr fraglich zur Zeit. Die Ultras suchen immer noch einen Platz im Stadion, die vielen anderen in sich gespaltenen Fans zerfallen in Lethargie, Frust und Fatalismus. Wer freut sich echt auf Montag? Wer glaubt an einen klassischen Heimsieg, der möglich wäre, wenn man die ersten 35 Minuten zugrunde liegt, minus die Abschlussschäche, die wir ja eigentlich seit dem Teroddeabgang haben. Wer also glaubt noch an die sportliche Wende, die dann eben aus Rasiejewski, Hochstätter und Villis entlasten würde
Aber was kann man von Jeff Saibenes Team erwarten? Nun Klos, Vogelsammer, Nöthe, Brandy und Co sind genau wie Duisburg - mit weniger Geld, aber mehr Fortune und Esprit sowie Einigkeit gestartet. Während in Bochum zwei Petitionen rumlaufen, wird Bielefeld mal rasch entschuldet von Dr. Oettker, Schüco und Co. Während Bochum den Weg per 80%-Abstimmung frei macht für Investoren, schafft Bielefeld den Sinn für Investment – Erfolg auf Basis der Möglichkeiten. Statt Bundesligaskandal, Abstiegsrekorden und klammer Kohle ist die Arminia im Aufwind, während der VfL weiter abrutscht. Und dabei machen wir alle kein gutes Bild, von Hochstätter über Gerrit bis VfL-Jesus.
Aber alles Klagen, alles Lamentieren und Protestieren hilft nicht, um zu gewinnen und noch weiter rein zu rutschen. Keiner glaubt dran, Bochum siegt 1-0.
Daten aus der Mini-Vorschau von vfL4u:
Montag, 29.01.18, 20:30 Uhr, Vonovia-Ruhrstadion

Schiedsrichter: Robert Hartmann (Wangen, pfiff den VfL zuletzt beim 0:0 in Duisburg im Dezember 2015)
Assistenten: Christian Leicher (Landshut), Markus Schüller (Korschenbroich)
4. Offizieller: Oliver Lossius (Bonn)

Hinspiel: DSC - VfL 2:0 (21.08.17; Voglsammer, Kerschbaumer)

Voraussichtliche Aufstellungen:
VfL: Dornebusch - Leitsch, Losilla, Hoogland, Gyamerah - Eisfeld, Stöger, Celozzi, Ochs - Kruse, Wurtz
DSC: Ortega - Hartherz, Börner, Salger (Behrendt), Dick - Schütz, Kerschbaumer, Weihrauch, Staude (Putaro) - Voglsammer, Klos

Tom, CB’93

P.S.: Nachträglich Glückwunsch an den Neusser zum 51.

Schuld war nur das Magnum

24. Januar 2018

Der VfL Bochum rutscht durch die gestrige 0-2 Heimniederlage ganz tief in den Abstiegskampf der 2. Liga. Im kleinen Ruhrpottderby wurde der MSV Duisburg die neue Nummer Drei im Pott, ohne selbst zu überzeugen, zumindests spielerisch blieben beide Ruhrpottteams blass. Der Sieg der Meidericher vor 17.500 Zuschauern an einem nieseligen Dienstagabend war vor allem aufgrund der schwachen Halbzeit des VfL völlig verdient und wurde von 3500 MSV’lern gebührend gefeiert.
14.000 Bochumer schwiegen, riefen „Hochstätter raus“, pfiffen schlußendlich und sahen pflegmatisch zu, wie ihr teilüberfordetes Team fast noch das 0-3 durch Stolpergiraffe Onuegbu kassiert hätten. Am Ende gab’s Pfiffe von der Ost, höhnischen Applaus von Frisurgott Gündüz und „Leader“ Stöger an die wütenden Fans. Die Stimmung sollte sich als komplett im Arsch darstellen im Januar 2018 anna Castroper und nächste Woche gegen Bielefeld hab ich wirklich Angst um den Verein. Das ist nicht die normale Bochumer Angst, die man immer latent hat, sondern eine echte Angst vor dem neuen Bochumer Buch der Apokalypse 2010 reloaded.
Die Anzahl der Baustellen in Bochum übersteigt mittlerweile den Brandschutz am Berliner Flughafen oder die eingestürzte Kölner U-Bahn. Der tiefe Riss durch die Bochumer Fanszene, die sich durch alle Fraktionen zieht, geht direkt über ein führungsloses Team mit blassen Trainer bis hin zu Villis selbst. Hochstätter ist das Zentrum der Wut, das kennt er aus Gladbach, als er Lienen enteierte und Fach installierte.
Dass Bochums jüngstes Startelfteam 23,7 Jahre hatte, machte sich 15 Minuten positiv bemerkbar. Der VfL mit Angfangsschwung, aber eben wie so oft ohne echte Torgefahr und mit zu wenig Chancen in der Box. Wie man mit Wurtz (die Zehn!) dieses Problem angehen will, bleibt das Geheimnis von Rasiejewski. Hinterseer, Diamantakos, Sam, Gündüz und Eisfeld auf der Bank, Merkel auf der Tribüne, Bastians verkauft, Dorne, Ochs, Leitsch und Hemmerich auf dem Platz, bis zum 0-1 in der 40. Minute war es ein Versuch wert. Doch Ochs verlor den Ball an Iljutcenko, über Schnellhardt und Stoppelkamp zu Shootingstar Engin, der wieder Iljutcenko bedient und der mit einem herrlichen 0-1, wenn man ein Jünger des Dietz-Vereins ist. 3500 Zebrafans jubelten, die Bochumer Ost antworteten umgehend mit „Hochstätter raus“. Die Ultras hatten im Block B eine ähnliche Parole gerufen, es scheint so, als ob Christian Hochstätter Senior und Junior mit dem VfL Bochum so langsam durch sind.
Die Entlassung von Verbeek, das Holen „von Dorftrainer Atalan“ und Probiertrainer Rasiejewski, zeigten nicht, warum Hochstätter einst vom HSV umworben wurde oder eben gerade. Der Sportchef ist in Bochum zur Zeit sehr sehr einsam.
Die tiefen Risse in Bochums kleiner Fanszene mit zwei Petitionen und dem schweigenden Protest der Ultraszene, sind der hohe Preis den Villis, Engelbracht und Co für die Ausgliederung bezahlen. Die meisten Leute werden sich schlicht abwenden, wenn Bochum Montag gegen Arminia wieder so spielt, wenn sie es nicht schon getan haben.
Gruev kann jubeln über einen Duisburger Traumstart 2018, weil Janelt (Vorzug vor Eisfeld) den Hajri umsenst und Wolze den fälligen Elfer zum 0-2 verwandelt. Sämtliche Maßnahme des Trainers scheiterten an diesem Abend. „RI-RA-Rückrunde“ kann zur „Adios Zweite Liga Tour 2018 nach unten“ werden, wenn wir nicht schwer aufpassen.
Bochums Zweite Halbzeit war geprägt durch einen fehlenden Leader, zu wenig Spielwitz und eine zweite Szene durch Wurtz, wo er erneut vorbeischoss. Sein erster Fehlschuss in der 1. Hälfte, hätte dem VfL das 1-0 bringen können und damit dem Spiel eine andere Wendung. Aber Wurtz ist soweit vom Torjäger und der 10 entfernt, wie der Verein vom Aufstieg in die 1.Liga. Darauf haben viele, wie auch ich gehofft. Aber seit gestern ist noch klarerer als je zuvor, was Bochum braucht. Einen neuen Trainer zunächst, würde ich mal seit gestern sagen. Dann ganz dingend einen runden Tisch aller, wirklich alles Fans und vermutlich eine Aussprache mit Villis. Hochstätter kann sich für dem Sommer schon mal nach einer neuen Tätigkeit umsehen. Die Situation wird für alle unerträglich werden.
Der Abstieg 2018 wäre eine echte Katastrophe, ähnlich wie 2010. Und auszugliedern ist dann auch nix mehr, außer meine schlechte Laune heute morgen. Was das alles mit Magnum zu tun hat, erfahrt ihr demnächst (Steigerung des Spannungsbogens ;–))))).

Tom; CB‘93

P.S.: Heute mal keine Grüße

Der Feind in mir selbst

21. Januar 2018

Dienstag 18.30 Uhr geht es wieder los anna Castroper. Normalerweise freut man sich seit Tagen darauf, den Weihnachtsspeck abzuschütteln und wegzusingen und ins VfL-Wohnzimmer zu gehen. So war es im Sommer zumindest und mit Ochs hat man ja sogar im Winter einen neuen geholt. Allerdings sitzt man auch auf Ladenhütern wie Merkel, Sam und dem Dauerkranken Perthel.
Also die Bundesliga läuft ja schon seit dem 12.1.18, aber nun rollt auch unter der Woche die 2. Liga im WM-Jahr an. Russland 2018 ist das Ziel für viele Fußballer, für Bochum geht’s gegen den MSV zunächst mal um Punkte für den Klassenerhalt und die zZ sehr geschundene VfL-Seele. Ein Bochumer in Russland wird vermutlich Leon Goretzka sein, der demnächst in Bayern seine Brötchen mit Fußball verdient. Vermutlich der letzte Bochumer für längere Zeit, der so begehrt ist. Wosz und Tenhagen sind jedenfalls schon etwas her.
Beim VfL ist große Vorfreude auf das immergrüne Ruhrpottderby gegen den MSV leider total Fehlanzeige. Mit einer komischen Mischung aus Wut, Enttäuschung, Achselzucken und Lethargie reagieren Bochumfans auf die Testspiele gegen CD Baleares (Sieg, Abbruch), Pauli (1-1) und das 0-1 gegen Aachen. Duisburg, Bielefeld scheinen von Zwergen zu Giganten geworden zu sein 2018. Da hat man eine berechtigte Angst nach unten abzurutschen. Von Aufstiegshoffnungen wie bei mir im Sommer 2017 ist keine Spur mehr. In der Stadt ist die Farbe Grau dominant. Erst setzte man Verbeek nach dem Trainingslager 2017 vor die Tür, dann machte Atalan in 100 Tagen nicht immer das Richtige, was zugegebenermaßen schwierig war in einem Umfeld, das das Wort Vereinsfamilie nicht wirklich beschreibt.
Nach der sportlichen Talfahrt, wurde der Butternudelsklandal zwischen Bastians und Hochstätter, seinem Sohn in den Medien zur grotesken Schlammschlacht aufgebaut. Die Medien mit Droll, Rentsch und Co verstärkten den sich anbietenden Vorfall beim FCN gehörig und man wünschte sich fast die gute alte WAZ und Pohls RS wieder, wo Altegoer mal kurz anruft und für Ruhe sorgt.
Statt Frieden gabs nach der JHV am 7.10.17 nun Stress zwischen Ausgliederungsbefürwortern und Gegnern, die ultraaffinen Gruppen schweigen seit dem und auch das sorgt für Unruhe, die kurz vor Weihnachten noch zusätzlich in dem Rücktritt Deiner ARs mündete. Alles begleitet von süßsauer lächelnden Medien, die Ruhe nicht wirklich wollen, sondern fleißig schreiben und die den Eindruck des “Chaosclub VfL” in die Republik tragen.
Die Wahrnehmung ist - “Was ist denn da beim VfL los?” Schuld ist der Verein aber am meisten selbst an seinem desaströsen Bild, die Kritik bündelt sich in Hochstätter und Villis. Zwei (Online-)-Petitionen bildeten sich zur Einberufung einer außerordentlichen JHV und Abberufung des VV.

Und das wird - wie könnte es anders sein - genüßlich in der Presse zerlegt. Flagschiffe wie Gerrit S., Uwe F., Andreas W. und Co machen mobil “gegen den Vorstand” und “eine GroKOo der Fans für den VfL” scheint in weiter Ferne. Schafft der VfL sich ab? Dabei wäre jetzt Einigkeit total wichtig.

Und nun kommen selbstbewußte Meidericher zum Start, die nicht mehr nur billig, namenlos sowie austauschbar sind - und Steiftier Onuegbu auf dem Pin haben, sondern wo Grilic und Co. eine echte Mannschaft aufbauten, die funktioniert. Stoppelkamp, der Wandervogel wird heimisch, Volze, das Talent wird reif. Und gegen Bielefeld sieht das mit dem erneuerten Gegner übernächsten Montag nicht anders aus. Zwerge werfen zZ riesenhafte Schatten auf uns Dauerkrisler und wir würden uns am liebsten verkriechen.

Ja, der Vizemeister 1963/64 ist für mich nach dem Kaltstart leichter Favorit aufgrund der Umstände, nicht aufgrund des Kaders. Ein Auswärtssieg wäre leider keine Überraschung, aber er passiert hoffentlich auch nicht.

Wir wissen für Dienstag gegen Dietz’ Meidericher wenig, nach kurzer Vorbereitung und wenig Testspielen, ist die Kapitänsfrage geklärt (Celozzi für den China wechselnden Ex-Bastians), Dorne oder Teamego Rieman ist nicht klar für Rasi, der PKs gibt wie einst der blasse Neitzel. Auch da weiß man nicht, wofür der dritte Bochumtrainer dieses Jahr steht und ob er der letzte sein wird bis Mai. Es bildet sich sowas wie ein Team ab- mehr aber auch nicht. In der Defensive wird umgestellt werden müssen. Und?

Leitsch und Hemmerich werden Bastians vertreten, d.h. man hatte wenig Zeit, für die Westduelle eine neue IV einzuüben, dazu wackelt der Torwart, das hört sich nach Gegentoren an. Der Sturm bleibt seit 2 Jahren, seit dem Teroddeabgang, eine Baustelle und ist es noch. Nur Stöger und Kruse spielten eine passable Hinrunde, Diamantakos und Hinterseer enttäuschten, dazu ist Wurtz nicht wirklich torgefährlich. Wer soll also die Tore schießen, die uns aus dem grauen unteren Mittelfeld nach oben schießen? Kruse? Der will wie Hoogland angeblich weg.

Andererseits fehlen Bochum nur die zwei Heimsiege gegen die alten Rivalen, Arminia und MSV, um 5. und 6. zu werden und die Stimmung ein wenig zu drehen - und Gräben zuzuschütten. Aber kann der junge Coach seine Jungs ausreichend motivieren? Kann die wackelige Abwehr standhalten und der laue Sturm liefern gegen die Zebras? Kann man endlich ein Spiel-System erkennen oder wirkt Bochum - immer noch - wie seit letzten Sommer wie ein Team in der Probe- und Testspielphase? Ist es überhaupt eine Mannschaft und ziehen beim Verein wieder alle halbwegs an einem Strang? Haben wir Dienstag vor ca. 20.000 wieder eine echte eigene Kurve? Wird diesmal der gestreifte Anhang die Stimmung machen und wir wieder leise sein? Kippt die Stimmung nach einem Rückstand?

Statt “Zebras in den Zoo” hat man mehr Angst vor negativer Nabelschau und internen Querelen! Und die Nachbarn vom Binnenhafen/Ruhrort kommen gut getestet und intakt zum Derby, wir “mit Köttel in der Buchse” und der Sehrnsucht nach einer Serie und Konstant. Das spielt auch keine Rolle, ob wir 4-4-2 oder das 4-3-3 spielen, ob Sam, Hinterseer, Diamantakos und Eisfeld noch in der Hinterhand sind.

Beide Revierclubs kommen vermutlich wohl so:

MSV Duisburg: M. Flekken — Hajri - Bomheuer - Nauber -Volze —Souza - Fröde — Schnellhart- Stoppelkamp — Iljutcenko -Taschny
VfL Bochum: Riemann/Dornebusch — Celozzi (C) - Leitsch - Hoogland- Gyamerah - - (Soares)— Hemmerich - Janelt (Eisfeld) - Ochs — Stöger - Kruse - Wurtz (Hinterseer)

Mein Tip: Wir starten solide, Duisburg antwortet nach 10 Minuten und macht das 0-1. Bochum müht sich sehr und gleicht in der 60. Minute aus zum finalen 1-1. Der dringend benötigte Heimsieg gelingt dann vielleicht gegen Arminia.

Tom, CB’93

P.S.: Lasst uns im unserem Wohnzimmer bitte wieder gemeinsam heimisch werden- und Glückwünsche an unsere Commandanten Calle P. und Makko H. zum Wiegenfest!

Arschlöcher

24. Dezember 2017

Unser Ex-Trainer Verbeek, der in Holland gerade Erfolg mit seinem Team hat, benannte die Leute von Bild-Sport mal so: “Ihr seid doch Arschlöcher!”. Dieses unweihnachtliche Wort mit A……… wird sicher ganz vielen Bochumfans wieder eingefallen sein, als vorgestern sich im Internet die Nachricht verbreitete, dass drei (!!) Aufsichtsräte des VfL im Sommer 2018 zurücktreten werden von ihren Posten. Uns hat diese schlimmer Meldung auf der Weihnachtsfeier im Yamas ereilt. Und wir waren geschockt wie alle anderen auch, das ist ein Erdbeben.

Finanzvorstand Wilken Engelbracht sowie die Aufsichtsräte Matthias Knälmann und Frank Goosen haben mit dieser Nachricht Bochums Fans in Panik versetzt und die Schockwellen durch den Verein, Medien und die Stadt könnten nicht größer sein. Rentsch spricht wie Droll von “Chaos beim VfL”, Villis dementiert. Es riecht nach viel größerem Chaos unter der Oberfläche.  Bei Philipp wird man den Eindruck nicht los, der strebsame Schreiber “einer Schülerzeitung” will immer ganz weit vorne sein mit den schlechten Nachrichten über unseren Verein und der VfL tut ihm freundlicherweise den Gefallen, viel bad news produzieren.

Nach dem letzten Spiel gegen St. Pauli hatte Felix Bastians schon ein Interview bei Radio Bochum genutzt, um seinen persönlichen Wegganggedanken Richtung China Nachdruck zu verleihen. Christian Hochstätter ist aus der Perspektive von Bastians “der Oberarsch”, die Fans sehen nun beide Protagonisten höchst kritisch. Der tolle “Urbochumer” Bastians will nach China, angeblich weil ihn Hochstätter auf einer Pressekonferenz öffentlich demütigte, einem “echten VfL’ler” wie Wilken Engelbracht wird Leverkusen angedichtet. Auch da wird, genau wie in China, mehr Geld gezahlt als in Bochum. Alle beide wollen weg, obwohl sie doch angeblich so ein totales VfL-Herz haben. Bastians würde der Defensive sicher sehr fehlen, Wilken Engelbracht, bester Mann den der VfL je auf dieser Position je hatte, wird dem VfL überall fehlen. Und dass Wilken vor zwei Monaten auf der Aufgliederungsversammlung angebliche Schalker als Ausgliederungsgegner ausmachte, die sich frisch angemeldet hätten, hat im Nachhinein ein besonderes Geschmäckle. Und dann geht auch noch Sympath Frank Goosens, man weiß jetzt nicht genau warum, aber es steht zu vermuten, dass sowohl die anstehende Ausgliederung sowie die Personalie Hochstätter damit zu tun haben könnten. Oder ist er ausgelaugt von Querelen im Verein?

Jetzt ist also wieder die Zeit des Spekulierens gekommen, aber was sollen die Leute, denen der VfL am Herzen liegt auch tun, denn sie wissen ja nicht, was da intern schon alles schiefgelaufen ist. Und das wird eine Menge sein. Von der Verbeekentlassung zu Unzeit, von Atalans komischen Intermezzo abgesehen, ist auch die Personalie Rasiejewski nur als Versuch Hochstätters zu sehen, keinen starken Trainer zuzulassen, damit er weiter fest im aalglatten Sattel sitzt. Damit kommen wir zu einem der Hauptbrandherde: Christian Hochstätter. Der Mann, der in Gladbach bei Namensnennung dazu führen kann, dass einem Prügel angedroht werden, hat - das sei noch mal angemerkt - Peter Neururer wegen “vereinsschädigenden Verhalten” entlassen. Und wie würde er wohl selbst als Außenstehender sein Verhalten nun  deuten? Er, der seinen Sohn gleichen Namens (!) als Teambetreuer zwischen Team und Mannschaft installierte, hatte eine Schimpfkanonade ausgelöst von Felix, der nur der Glückliche heißt, aber wohl nicht ist. Bastians und Hochstätter haben nun ein Verhältnis wie die Sith und die Jediritter und Christian Hochstätter wird so etwas wie der böse, dunkle Lord des VfL. In Plakaten in Hamburg und auf der Mauer hinter der Ost wird längst sein Rücktritt gefordert, die sozialen Netzwerke sind voll mit “Hochstätter raus”-Threads und nach der umstrittenen Ausgliederung gab es viel Kritik an ihm. Es scheint sich nun auch durch den Rücktritt der drei Aufsichtsratsmitglieder eine Situation zuzuspitzen und ich tippe mal, den Sommer 2018 wird Herr Hochstätter bei der Stimmung in der Stadt nicht überleben. Schon sein Hamburgflirt zeigte, in welche Richtung es für ihn gehen könnte, Buhmann 2018 reloaded. In manchem arabischen Land würde man vermutlich eine Verschwörungen von jüdischen Menschen vermuten, aber die Option existiert beim VfL nun nicht und das ist auch gut so.

Also wer ist der Böse? Hochstätter, Engelbracht, Villis, die Spieler?

Die Fanszene war und ist tief gespalten über die Ausgliederungsentscheidung und deren bizarre Beigeräusche und wird sich nun wieder vereinen unter dem Banner “Hochstätter raus!” - sowie Bastians kann auch gleich gehen - und es werden noch mehr folgen (Kruse und Hoogland?) und und und. Leider werden auch einige Fans dem VfL den Rücken zudrehen, einmal sportlich und weil es nicht mehr “ihr VfL ist” und die Lage könnte sportlich wirklich existenzbedrohlich werden. Das hätte ich im Sommer nie vermutet, aber es ist nun so.

Die Ausgliederungsgegner unter den Fans - und die schweigenden Ultras - werden sich nun logischerweise überraschend deutlich bestätigt sehen in ihren Bedenken gegen die Ausgliederung durch Leute, denen man offensichtlich nicht trauen kann und denen man das Wertvollste anvertraut hat, “unseren VfL als Verein”. Das wird nun zum Bumerang und es ging schnell.

War man über die Reaktion der Ausgliederungsgegner zunächst überrascht, so kommt sie einem jetzt fast zu milde vor. Wir 80.20 Prozent haben uns mächtig verarschen lassen.

Man kann gespannt sein, was zum Rückrundenauftakt in vier Wochen gegen Duisburg los sein wird. Das wird ein Spaß.

Mir bleibt nur mal wieder zu hoffen, dass das irgendwie am Ende doch gut ausgeht.

Und noch was, “ihr seid Arschlöcher!”. Das seid ihr. Und das wird schon den Richtigen treffen, irgendwie.

Tom,CB’93

Der Norden liegt uns nicht

19. Dezember 2017

Nach dem desaströsen 3-0 von Kiel und dem mauen 1-0 von Braunschweig verlor der VfL auch gestern auf St. Pauli sein drittes Spiel im Norden mit 2-1. Bochum löschte sein eigenes Strohfeuer nach zwei Siegen mit einer unnötigen Auswärtsniederlage im Montagabendspiel der zweiten Liga. Dabei hatte die Chance bestanden, mit einem Triple an Siegen 2018 noch mal oben anzugreifen, doch das gelang nicht. Bochum verlor etwas unglücklich beim FC St. Pauli. Die Hamburger waren 2017 ein echter Angstgegner für Bochum.

Der VfL in Weiß begann recht stark am Millerntor und Himmelmann musste gegen Kruse bravorös retten. Man sah, warum der St. Pauli Keeper vor Ex-VfL’ler Heerwagen den Vorzug erhalten hatte. Doch auch Ösi Hinterseer machte es nicht nicht besser als Aussie Kruse -  er scheiterte an einem braunen Abwehrbein, weil er nicht sofort schoß. Es fiel leider kein psychologisch wichtiges 0-1 und die stark ersatzgeschwächten Kiezkicker kamen über Kampf nach 15 Minuten besser ins Spiel. Das bedeutet auch, beim “neuen defensivstarken” Bochum schnell die Führung, nach dem Drehbuchbuch “der vfL alles unterm Strich im Griff gehabt bis dato, aber nicht in Führung gegangen, dann schießt der Gegner einmal aufs Tor- Tor”. Nun, das taten die Hamburger, die nach einem Standard das Glück hatten, dass zwei Bochumer zum Kopfball flogen, keiner ihn traf - und Soares ihn unglücklich abprallen ließ. Lasse Sobiech machte dann das 1-0 per Flachschuss. Zack. So kann es gehen im Fußball, manch Bochumer im Gästeblock und vor dem TV ahnte wieder, wie die Sache zu Ende gehen würde.

Denn nun spielten die befreiten Braun-Rot-Weißen auf und Bochum stand mächtig unter Druck und wackelte. Dornebusch konnte sich nun auszeichnen und war wie beim 0-1 nicht eben nur dran, sondern rettete wirklich. Der Wittener ersetze Riemann, hatte gute und schlechte Szenen, er bleibt wohl 2018 die Nummer Zwei. Dass es kaum Entlastung gab in dieser Phase ist typisch für den VfL in dieser Saison, allerdings zeigte sich dann in der 2. Halbzeit, dass Bochum gefestigter ist als noch vor Wochen. Man sieht so langsam die Konturen der Mannschaft, die man eine Hinserie oft vergeblich suchte.

Bochum überstand die Drangphase am Millerntor bis zur Pause, es hätte locker 0-2 stehen können. Unser Weiß kann nicht drauf, wenn die gegnerische Mannschaft zu eng steht, rennt und früh attackiert. Zumindest, wenn bei uns der Schlendrian einreißt, dann fallen wir ab. Das ist auch so ein Muster.

Dann fingen die spielerisch mit Potenzial ausgestatteten Bochumer zwar besser an, dominierten optisch am Ball nach dem Pausentee, doch die über 28.000 sahen wieder nur Kruse und Celozzi beim guten Versuch, was Zählbares sprang aber nicht heraus. Paulis Keeper war auch Zack und uns fehlt der Killer vorne.

Dann war Sam unterirdisch im Zweikampfverhalten - das war nicht das erste Mal bei ihm - verlor das Laufduell, der Ball wurde nach vorne gepasst - und Schneider schloß den Konter von rechts zum 2-0 ab. Zack - aus die Maus, dachten sich da alle Bochumer. Lieder war das ja dann auch so. Pauli hat dem VfL 2017 durch drei Niederlagen viel viel Geld und Nerven gekostet.

Desweiteren spielte weiterhin Bochum in guter Grundordnung, spielstark und schnürte St. Pauli hinten ein, aber den Knipser haben wir 2017 nicht, müssen uns einen backen 2018-2019-2020.  Wie man hört, zieht es nicht nur Terodde, sondern auch Bastians nach Köln, Gerüchteküche. Er bat wohl um Freigabe. Reisende…..;-)

Bochum machte dann doch noch den verdienten Anschlusstreffer und das 2-1 war nur ein Hoffnungsschimmer für Bochum. Sankt Pauli wurde angefeuert, Bochums Block blieb stumm. Nun spielte zwar fast nur Bochum, die 2. Halbzeit machte Hoffnung, dass 2018 besser wird, aber das 2-2 machte Rasiejewskis Elf eben nicht. Das 2-2 wäre psychologisch sehr wichtig gewesen, um gegen MSV und Arminia volles Haus zum Start zu haben.

Aber das Leben ist kein Konjunktiv. Der VfL Bochum verlor gestern 2-1, der VfL ist nun grauer 12. - und Bochum ist eher im Abstiegskampf als im Aufstiegsfieber. Bochum fährt 2018 nicht nach Berlin zum Pokalfinale 2018 und die letzte Tour nach Union Berlin im Mai wird vermutlich kein Aufstiegshalali.

Bochum beendet 2017 mit einem in Teilen uneinigen Team, mit Querelen im Verein, Streit der Fangruppen und sportlich unter den Erwartungen. Die Hoffnung auf eine bessere Zukunft bleibt, die bleibt aber immer.

Ich wünsche Euch eine frohe und friedliche Weihnachtszeit, viele Geschenke und einen guten Rutsch und wenig Streit und Zank.

Wer ihr auch seid, bitte bleibt dem VfL treu. Es ist unser Club.

Tom;CB’93

P.S.: Gruß an die Livecommandanten ToFob, Drohne, Marco M.

Ich will meine Punkte zurück

16. Dezember 2017

Morgen ist der dritte Advent. Die pittoresquen Weihnachtsmärkte glühen ihre gebrannten Mandeln schon seit Wochen durch, der Schnee fiel schon ein wenig - und fällt, die Geschenke sind zT gekauft und Montag geht’s zum Traditionsduell 1910 vs. 1848. Der FC St Pauli Hamburg gegen den VfL Bochum, da reisen sonst immer gut und gerne 2500-3500 Bochumer an die Elbe, um ihren VfL zum Kultspiel begleiten. Doch diesmal, Ende 2017, werden es leider nur ein paar hundert sein, wenn der Neunte beim Fünfzehnten antritt. Das liegt nicht nur daran, dass der VfL schon im Hinspiel unter Atalan seine erwartungsfrohe Anhängerschaft so derbe enttäuschte. Der mit vermeintlichen Topspielern ausgestattete VfL enttäuschte nach der Verbeekdemission die ganze Hinrunde. Ärger, chronische Unkonstanz, dazu eine umstrittene Ausgliederung in eine KGAA mit üblen Nebengeräuschen, der VfL war eine richtige Skandalnudel dieses Jahr und kriegte die mediale Rute.

Das kennt man so nicht von Bochum, es war sehr unschön. Zweitligastars und Sternchen wie Sam, Tesche, Merkel, Eisfeld wurden mit Youngstern wie Palvinidis, Saglam, Leitsch, Janelt, Bandowski, Gündüz, Baak und Bapoh keine funktionierende Einheit. Hochstätter sorgte - wie vor einem Jahr mit HSV-Abwanderungsgerüchten - auch eher für mehr Unruhe und Rasiejewski rotierte und orgelte uns in Paderborn erst mal aus dem DFB-Pokal.

Gegen die Ostwestfalen flogen auch die kleinen Hamburger raus, beide Clubs enttäuschten ihr treuen Fans mitunter und das wird man auch am Montag an der Stimmung im wie immer vollen Millerntor auch irgendwie merken.

St. Pauli ist sicher nicht so peinlich wie der HSV in den letzten 5 Jahren. Das ist aber auch nicht der Maßstab, wo Elbphilharmonie, Hafenstraße, Fischmarkt und Hanseaten zusammenkommen. Braun-Weiß ist immer noch etwas Anders, aber auch dort gelten mittlerweile die knallharten Regeln der Profifußballbranche: hire and fire.

Hielt man nach der katastrophalen Hinrunde 2016/2017 zu Trainer Lienen, spielte man die Beste Rückrunde der Vereinsgeschichte. Im Schatten des Doms gab’s ein 1-1 gegen uns, in Bochum siegte man 1-3 - und Lienen wurde zum technischen Direktor weggelobt. Jansen kam als Coach und trickste Atalan erst mal aus, Bochum verlor ein zweites Mal 2017 gegen den Kiezclub. Wir Bochumer wollen nicht, das Sankt Pauli unser neuer Angstgegner wird. Genau das droht aber, wenn wir übermorgen da wieder verlören, umso mehr als Pauli ersatzgeschwächt ist.

Bochum stabilisierte sich nach dem desaströsen 3-0 in Kiel nicht sofort, aber der Erst-Interims- und nun echter Coach Jens R. stabilisierte die VfL-Abwehr (Fabian ist Bankdrücker und damit Saisonverlierer mit Merkel, Dauerpatient Perthel, Wurtz und Diamantakos) und siegte gegen Union und den Jahr zuletzt, so dass der VfL auf sechs (!) ungeschlagene Spiele nach St Pauli fährt. Und wenn es dort keine Butternudeln gibt….ach lassen wir das.

Also, während der VfL eine leichte Trendwende schaffte, steht die den alternativen Hamburgern noch bevor. Jansen flog raus, Uwe Stöger (Sportvorstand, neu) und der Vorstand ließen den telegenen Lienen in eine TV-Show, wo er kolpotierte, “nichts von der Trainerentlassung” zu wissen und schmierte damit seine oberen Mitstreiter ordentlich an. St. Pauli ist also auch nicht mehr so wirklich anders. Klingt nach abgezockten Profispielchen, fühlt sich schrecklich bekannt an. Bonjour Tristesse.

Den Braun-Weißen Kickern flogen die Bälle beim 0-4 in Fürth und 0-5 in Bielefeld nur so um die Ohren. Spielte man gegen den Trainer? Hat man Probleme im Team wie in Bochum? Ist das Team ein Flickenteppich der egomanen Individualisten? Fakt ist, Bochum, St Pauli und Union Berlin, die selbst ernannten oder getippten Aufstiegsfavoriten, wurden in unterschiedlichen Phasen der Saison ihren eigenen hohen Ansprüchen nicht gerecht. Punkt.

Bochum fehlt andererseits nur ein Sieg auf den 5./6. Platz. Und vieles wäre besser, wenn auch nicht alles in Butter, gewänne man zum Rückrundenstart. Es gab auch in Regensburg Protestplakate gegen CH und es gärt weiter in der Szene. Aber ein Sieg, wie auch immer der zustande kommt, und man kann die Weihnachtsfeier etwas lockerer angehen, die bescheurt-blinkende Weihnachtsmannmütze aufsetzen und von einer besseren Zukunft träumen: Das verbindet Bochum und Hamburg, man träumt von einer besseren Zukunft und lebt von der Hoffnung, irgendwann kommt der Erlöser, der Weihnachtsmann, die Utopie.

Zeit “Träume endlich mal wahr werden zu lassen”, man fühlt sich sonst wie beim BER oder bei der Kölner Nord-Süd-Bahn. Und das will niemand, weder an der Castroper, noch am Millerntor.

Statistische Daten von VfL4u:

Montag, 18.12.17, 20:30 Uhr, Millerntor-Stadion

Schiedsrichterin: Bibiana Steinhaus (Langenhagen, pfiff den VfL zuletzt beim 3:2 gegen Dresden im August)
Assistenten: Markus Häcker (Waren/Müritz), Thomas Stein (Weibersbrunn)
4. Offizieller: Felix-Benjamin Schwermer (Magdeburg)

Hinspiel: VfL - STP 0:1 (28.07.17; Buchtmann)

Voraussichtliche Aufstellungen:
STP: Himmelmann - Buballa, Avevor, Sobiech, Zander - Sobota, Flum, Kalla, Cenk Sahin - Dudziak (Schneider), Allagui
VfL: Dornebusch (Riemann) - Danilo, Bastians, Losilla, Gyamerah, Celozzi - Kruse, Janelt, Stöger, Wurtz (Sam) - Hinterseer

Tom, CB’93

Tip: 1-1. Das logische Ergebnis

Feuerwehrmann Sam

9. Dezember 2017

Da sitzte mal grippal auffa Couch - und Deine Tochter will den Feuerwehrmann Sam sehen. Ker du. Nun Sam kam für Wurtz in der 71. Minute, doch das war nicht das, was sie wirklich wollte. Ob die Bochumer Fans das wollten, kann man nicht sagen. Johannes war bienenfleißig, Sidney bringt mehr Struktur nach vorne, mehr Kopf. Der VfL präsentierte sich nach der bei den Fans umstrittenen Vertragsverlängerung für den bisherigen Interimscoach Jens Rasiejeweski erstaunlich strukturiert in der Domstadt Regensburg. Bochum stand hinten sicher und machte das, was man gegen eine Mannschaft der Stunde macht: hinten drin stehen.

Der Jahn hatte 4 von 5 Spielen gewonnen und begann bärenbstark gegen die Westfalen. Der Rot-Weiße, der per Fallrückzieher fast das 1-0 für Regensburg gemacht hat, wird sich ärgern. Dann wäre das ehemalige Nettoderby sicher anders gelaufen: Aber dann fängt Bochum einen Ball ab, schneller Pass nach vorne auf Kruse. Der Aussie lässt dem Keeper keine Chance und macht das 0-1. Doch der Jahn wirkte nicht geschockt. Im Gegenteil, die Obverpfälzer kamen, rannten und kämpften, aber der VfL Bochum wirkte sicher und souverän im Defensivbereich. Die Domstädter wirkten sehr dominant und waren ständig im Ballbesitz, aber Blau stand wie die Bank von England vor Dornebusch. Einmal gab es keinen Elfer, ein anderes Mal hatte Hinterseer die Riesenchance zum 0-2. Doch das knappe 0-1 hatte Bestand zur Pause, der Pausentee beruhigte mich vor allem auf dem Sofa. Mich hatte das VfL-Feuer wieder. Wir waren Siebter in der Blitztabelle.
Dann kamen die Rot-Weißen aus der Pause, als wollten sie da weiter machen, wo sie aufgehört hatten. Aber sie kamen zu selten in die Abschlusssituation, sie pölten zu oft hoch oder weit. Für das VfL Bochum des Dezember 2017 kein Problem.
Kampf hatte nun auch Bochum vermehrt zu bieten und das reichte. Bochum hatte noch eine Riesendoppelchance über Sam, doch das wurde nix. Der Feuerwehrmann ist wohl nicht nur für meine Tochter der bessere Sam. Aber Regensburgs Kräfte und Ideen froren nun ein, die wenigen Bochumer Gästefans hofften auf den ersten Doppelpack der Saison. Die drei Nikoläuse im Block mussten für diese Blauen nicht den Knecht Ruprecht rufen und ich war wirklich zufrieden mit diesem VfL. Zwei knappe, aber verdiente Siege hieven Bochum nach oben und sorgen nach vielen Enttäuschungen und Rückschlägen 2017 endlich wieder für so etwas wie Resthoffnung.

Bochum klettert auf Rang 8, aber man sollte die letzten beiden Spiele nicht überbewerten, aber auch nicht in die gute alte Herbstdepression zurückfallen. Hochstätter riskiert viel mit Rasi und bis dato hat er mit seiner letzten Patrone Erfolg.

Es war heute eine runde Leistung und mit zwei Siegen klettert man erst mal aus dem Keller und hat aber auch nur 5 Punkte auf den Religationsplatz.

Kämpfer wie Bastians (klärt einmal an den Pfosten!), Soares und Striker Kruse zeigen an, was möglich ist, sollte sich das Team doch noch finden. Wir könnten St Pauli nächste Woche abfucken wir sie uns im August beim 0-1, dann wäre die Tabelle zwar nicht unter dem Weihnachtsbaum, aber zumindest ein warmes Gefühl.

Ähnlich wie meine Tochter beim Feuerwehrmann hat…

Tom; CB’93

P.S.: Gruß an Jonas

walhalla

7. Dezember 2017

Die leicht kitischige Ruhmeshalle von König Ludwig im schönen Regensburg, mit berühmten dt. Persönlichkeiten, hat traditionell wenig mit Fußball zu tun - und wenn, wären dann sicher sehr wenige Bochumer drin, von zeitgenössischen Fußballern ganz zu schweigen. Ob dort ein VfL-Jesus oder der Tankwart jemals eine Chance bekäme, muss ich gegen Duisburg mit dem Kambodschamann mal besprechen.

Überhaupt mit Ruhm bekleckert hat sich in Bochum keiner, auch nicht beim wichtigen 2-1 Sieg über Union Berlin. Wenn wir VfL’ler an der Castroper Straße ein blau-weißes Miniwalhalla hätten, wäre es überschaubar voll und vom aktuellen Kader nicht so viele drin. Nein, am kalten letzten Sonntagmittag glänzte kaum einer von Dornebusch, Losilla über Janelt bis Sam. Im Gegenteil, zwar überzeugten Bastians, Soares und Celozzi, Hinterseer machte das goldene Tor, aber bis auf Stöger spielte kein Blauer ruhmreich oder außergewöhnlich gut. Dieser Ösi namens Stöger war top und nächsten Samstag könnte auf seiner Seite Aussie Kruse dazukommen, dann wäre Bochum auf links top. Und bei der Wuhlheider Union war nach dem schnellen 0-1 so sehr die Luft raus (auch weil Bochum in der 2. Hz kämpfte wie selten!), dass man gleich danach Jens Keller an dieselbe setzte. Das kam überraschend. Bochum hatte vorher drei Teams von unten nicht bezwingen können (FCK, Fürth und Aue), aber hatte zumindest hinten den Laden dicht bekommen. Es klappte gegen ein Topteam aus Köpenick, dem der letzte Wille fehlte. Und den kann man bei uns diese Saison auch oft suchen, zumindest über 90 Minuten. Nun fällt Egoriemann aus, dazu der Mann von Ramona Perhel, aber insgesamt ist der VfL-Laden hinten etwas mehr dicht - und wir hoffen, dass es an der Donau so bleibt. Doch vorne fehlen mit Kruse und einem fitten Diamantakos die zwei, die den Unterschied ausmachen könnten - was den Killerinstinkt in der Box angeht.

Aber die zwei Auswärtsspiele in Regensburg und Hamburg stehen unter dem Stern der chronischen Auswärtsschwäche (nur ein Sieg in Darmstadt!) und dem der Abschiedstour einiger Spieler aus dem VfL-Blähkader. Verlassen könnten den über ambitionierten Kader Leute wie Palvinidis, Tesche, Saglam, Gündüz oder Merkel, um nur ein paar zu nennen. Und wer dann als Trainer käme (Vogel und Kauczinski nicht mehr!), hängt natürlich von den Resultaten bis in 11 Tagen ab. Oder bleibt der Hochstätter Favorit Rasiejejski?

Mit einem Auswärtssieg in der Stadt an der Donau könnte man einen netten Weihnachtsmarktbesuch verbinden und die Hinrunde irgendwie versöhnlich beenden. Dann würde man entspannter nach Hamburg fahren und die VfL-interne Weihnachtsfeier fiele freundlicher aus.

Unter dem Strich ist man von Hamburg über Berlin bis Darmstadt bis nach Bochum enttäuscht nicht in der Rolle von Kiel oder Düsseldorf zu sein. In Bochum war dies diese Saison ein Trainerproblem, denn von Verbeek über Atalan bis zum aktuellen findet der Übungsleiter nicht den Schlüssel zum Herzen der launigen Spieler.

Das sorgt für Wut bei den treuen Fans, den VfL-Mitgliedern und etwas Frieden täte diesem VfL Bochum in der Weihnachtszeit ‘17/18 echt gut.

Bochums Macher täten gut daran, das 2-1 nicht über zu bewerten, dazu den Jahn ernst zu nehmen und sein 0-1 gegen Darmstadt als Warnung zu betrachten. Auch die Mannen von Frings hatten sich mehr erhofft, gegen den formidablen Aufsteiger, der auch ohne Herrlich die 2. Liga aufhorchen lässt. 1860 war nur das erste Promiopfer der Oberpfälzer, die mit neuer Conti-Arena und Nonameteam unter Coach Beierlorzer. Der Jahn kommt und hat ‘nen Lauf. Doch wenn es schneit, Bochum in den ersten 25 Minuten ein Gegentor kriegt, ist die Messe bei uns schnell gelesen (siehe Braunschweig, Bielefeld, Paderborn und und und). Umgekehrt, passt das Team auf, erspielt sich im Laufe der Zeit ein Übergewicht, könnte ein 0-1 wie damals durch Kevin Scheidhauer dem VfL einen guten Rückrunden Abschluß ermöglichen gegen die Händelmeiers. Dann nach Pauli, erneut siegen, 5. werden…..neee, lassen wir den Scheiß….dat wird nix mehr….

Aber bei Jahn Regensburg ist ein Dreier uU drin. Wer nach dem Spiel noch ein Fiege trinken will und kurz nach PASSAU hoppt, gerne in der Zeche 14 bei Maurice Kremers, der Bochums südlichsten Außenposten bewirtet. Die Bochumer Jungen waren wohl schon mal da. Just try…oder versackt in Regensburg kalt und romantisch.

Daten wie immer von VfL4u

Samstag, 09.12.17, 13:00 Uhr, Continental-Arena
Schiedsrichteransetzung wird nachgereicht

Letzte Spiele gegen Jahn Regensburg: VfL - JR 0:2 (10.02.13; Djuricin (2)), JR - VfL 0:1 (02.09.12; Scheidhauer), dazu das “Netto-Testspiel” am 23.07.16: JR - VfL 2:2 (Thommy, Grüttner; Eisfeld, Mlapa)

Voraussichtliche Aufstellungen:
JR: Pentke - Nandzik, Knoll, Nachreiner, Saller - Adamyan (George), Lais, Gimber, Stolze - Nietfeld, Grüttner
VfL: Dornebusch - Soares, Bastians, Losilla, Gyamerah, Celozzi - Janelt (Hoogland), Stöger - Kruse (Wurtz), Sam (Wurtz, Eisfeld, Diamantakos) - Hinterseer

Tom,CB’93

P.S.: Gruss an die Commandanten Fobbe und Drohni, die wie einst in Würzburg die Fahne in Bayern hochhalten

Ein Sieg

3. Dezember 2017

Was so ein Sieg alles bewirken kann. Morgens ging überall in Deutschland Schnee runter. Er wurde zu Eisregen, der den Nebel vertrieb und aus den dunklen Wolken kam, ekelig und eisig. Viele der 13.199 werden wie ich gedacht haben, warum bist du nicht in der Stube geblieben, die erste Adventskerze an und Kekse genascht. Dann hätte man Fifa 18 gespielt und die Aufstellung ähnlich experimentell wie der Trainer gewählt. Doch diesmal hatte unser Jens die Nase vor dem anderen Jens. So kann es gehen.

Die Ost wirkte zunächst trist wie in den Achtziger Jahren, dann machte Losilla einen Fehler und Dornebusch sah im Einszueins gegen Polter unglücklich aus: 0-1. Berlin jubelte und das Banner Berliner F—– machte da kurz einen Sinn. Doch die Blauen bemühten sich Fußball zu spielen. Stöger und Celozzi waren top, Kruse fehlte mir. Klar, Wurtz war stehts bemüht, aber der Kambodschamann bemühte sich mich mit “oh Jonny”-Gesängen zu animieren und er spoilerte bei Dirk und mir (und Pascal) Star Wars Acht. Mon Dieux. Aber das Gemecker der Fans wurde weniger, weil das Team so langsam zu Chancen kam, auch vor dem 0-1 hatte man 2. Aber Blau, genauer Stöger nach Vorarbeit von Hinterseer, brauchte ein Rot-Weißen Körper um das 1-1 zu machen. Es fiel in der 40. und war hochverdient: Die Köpenicker waren insgesamt zu passiv, aber Bochum fehlte die Überzeugung nach vier Remis in Serie.

Der VfL machte Druck, manch einer nippte am Glühwein und vom 4. Union kam sehr sehr wenig. Dass die Wuhlheider damit die Chance verstreichen ließen, Nürnberg auf die Pelle zu rücken oder gar Kiel (vermutlich im Winter ohne Anfang), kann man schon als fahrlässig bezeichnen. Bochum seinerseits machte sein bestes Spiel seit ein paar Wochen (Sandhausen/Ingolstadt) und arbeitete gut gegen den Ball. Riemann, Perthel und Co werden dem Team nur helfen, wenn es wie heute die richtige Einstellung an den Tag legt und Spieler wie Celozzi und Sam auf dem Platz füreinander spielen. Sam in der Mitte brauchte Zeit um aufzutauen, fiel in den Meckermodus und wurde von der Ost aufgefpiffen beim Wechsel. Ich finde das empathielos.

Was also sollte nun passieren, wo Bochum gefällig zur Box spielte und da dann den letzten Punch vermissen ließ? Bochum fand eine Traumkombination in der 87. Minute den Hinterseer. Der machte das umjubelte 2-1 und drehte damit ein ganz wichtiges Spiel. Die letzten 7 Minuten hielt man durch und der Rest war erleichterter Jubel, auf Ost, Süd, Nord und West, nur 1000 Berliner waren rot heute, aber nicht glücklich. Der Kambodschamann unterstellte mir noch ein Faible für Lea Organa. Das muss in der Zeit gewesen sein, als Forever Young von Alphaville im Stadion lief 1984 oder so.

So lange ist es nicht her, als ich glücklich nach Hause fuhr aber sicher so 5-6 Wochen. Da kann man Hochstätters lamoyantes Interview, Drolls Kampange und anderes gut ertragen.

Frohen ersten Advent, laßt den Nikolaus fliegen und ganz Harte sind in Regensburg und Pauli.

Der Kambodschmann hat uns fast den Spaß an Star Wars 8 genommen ….

Der Spaß am VfL kam mir heute wieder. Endlich.

Tom;CB’93

Eisig

30. November 2017

Während meine persönliche Stimmung und die vieler VfL-Fans zu Beginn des Julis noch absolut top war, ist sie fünf Monate später im tiefsten Keller und das VfL-Herz in einer alten Eistruhe aufbewahrt und schockgefroren. Der Winter lugt von den Temperaturen her um die Ecke des Ruhrstadions. Bochums Fans sind innerlich total zerrissen und tief gefrustet wie selten und vier Remis in Serie lassen die Abstiegszone nahe kommen. Gewinnt Dresden das Sachsenderby und verliert Bochum Sonntag gegen den als Geheimfavoriten gestarteten Köpenicker Club, ist man auf dem Relegationsplatz (zZ Wehen Wiesbaden). Das wäre der Supergau für den selbst ernannten Aufstiegsfavoriten VfL, der in den letzten zwei Monaten ganz viel Geschirr zerschlug. Die Namen und Zahlen, die uns Vilis, Engelbracht, Hochstätter auf der JHV 2017 präsentierten sind schon jetzt Schnee von gestern.

Rasiejewski vermisst unterdessen gehobene Stimmung, Automatismen und eine Hierarchie im Team. Also, das ist 16. Spieltag und der dritte Trainer, der offensichtlich versucht die Saisonvorbereitung bis zum Weihnachtsfest auszudehnen. Das ist schrecklich und zerrt an den Nerven der immer noch vielen Fans. Der Name Frontzeck wabert um die Castroper als wäre es der Clown Pennywise und wir die Kinder. Die Stimmung war zuletzt leise und schlecht, die schlimmste Sache ist, dass sich immer mehr Getreue mit Grausen abwenden und viele den plötzlichen Absturz nur noch mit Achselzucken und Sarkasmus registrieren. Bochum taumelt nach unten wie ein angeschlagener Boxer. Dabei wollte man sich mit dem Gegner Union messen, hoffte insgeheim auf ein Finale Furioso und nun ist die Angst, die Wut und die Kälte allgegenwärtig. Dabei könnte man doch gegen die Eisernen die Punkte holen, die man in den letzten Wochen so gerne liegen gelassen hat. Man verliert zu Hause meist nicht und ein Sieg wäre wirklich Balsam zum 1. Advent. Aber diese statistischen Daten machen diesmal nur begrenzt Mut gegen die Wuhlheider. Vor einem Jahr unter Verbeek hätte man 1-1 getippt, aber seitdem zwei Trainerazubis an der Seitenlinie wirk(t)en, wird jede Woche Taktik, Formation und Aufstellung variiert, dass sich die Balken biegen. Und der aktuelle Trainer ist bei einer Heimniederlage gegen U.Berlin nur noch Trainer auf Abruf wie Bosz und Stöger eine Liga höher. Da hilft auch nicht, dass Union unter Keller selbst eine kleine Krise erlebt und nur einen Punkt aus zwei Spielen holte.

Wer also wird ALLE Fans versöhnen 2018? Wer führt im VfL-Team Begeisterung, Struktur, Teamgeist und Mentalität ein? Wer verkörpert den Bochumgeist a’ la Gerland, Ata oder Wosz? Wer holt die Emotionen aus der Gruft? Während die Repuplik über das 4-4 im Revierderby staunte, interessierte Bochums 1-1 in Aue nur eine kleine unbeugsame Schar der Ewiggleichen. Wird Zeit dieser Entwicklung entgegenzutreten…es ist nie zu spät…aber es ist 5 vor 12. Und es ist Zeit, dass der VfL zurückkommt.

Tip: 1-1

Daten von VfL4u:

Sonntag, 03.12.17, 13:30 Uhr, Vonovia-Ruhrstadion

Schiedsrichteransetzung wird nachgereicht

Letzte Spiele gegen Union: VfL - UB 2:1 (06.08.16; Bastians, Weilandt; Kreilach), UB - VfL 2:1 (Polter, Skrzybski; Hoogland)

Voraussichtliche Aufstellungen:
VfL: Dornebusch - Soares, Bastians, Hoogland, Gyamerah, Celozzi - Kruse, Janelt, Stöger, Sam - Hinterseer
UB: Busk - Pedersen, Leistner, Torrejón, Trimmel - Hedlund, Kroos, Hartel, Prömel, Gogia - Polter

Tom;CB’93

P.S.: Wie immer “Freibier bei jedem Wurtztor” ;-)