Viel Rauch um Nichts

Wer diese alten 70ziger und 80ziger Filme (Cheech und Chong????) kennt, weiß, dass sich “die Handlung” darum dreht, dass zwei durchgeknallte Typen viel kiffen und wenig passiert im Endeffekt, ausser eben genau den Witzen über deren sinnloses Grassqualmen und sonstigen Nichtigkeiten. So muss es vielen der 4000 Bochumer heute auf der 120 km Rückfahrt nach Bochum gegangen sein, viel Rauch um nix eben. Ich hatte sogar 200 km Zeit darüber nachzudenken und hab mich auch dafür entschieden, dass eben eigentlich nicht viel passiert ist. Das 2-2 ist das neute unbesiegte Spiel in Serie und eben nicht der neunte Sieg, Tabellenführer bleibt Hertha. Sie siegten 6-2 in Karlsruhe.

Vielleicht war das Problem eben, dass nun jeder einen klaren Sieg des Dritten beim 18. erwartete (und konnte) und der designierte Drittligist wollte laut Trainer Lienen sich bei den Fans in diesem kleinen Westfalenderby versöhnen. Es ist teilweise gelungen, doch Bielefeld gelang eben nicht mehr und ein Punkt ist für Arminia B. zum Sterben zu viel, zum Leben zu wenig. Verdient war der Bielefelder Punkt allemal. Mehr auch nicht, lieber rechthaberischer Herr Altlinkklugscheißzettel-LIENEN.

Bochum begann wie gegen RWO ohne breite Brust, obwohl man MSV, Aue und Augsbrug geschlagen hatte. Das überrascht schon. Wie schon gegen RWO fehlte oft die letzte Überzeugung, in der Mitte war man zu dünn präsent und die Außen machten Fehler. Bochum begann unter Arminendruck zu geraten, die um ihre letzte Chance kämpften. Dem VfL schien die Begeisterung um die mögliche Tabellenführung eher zu lähmen, nie gelang es als potentieller Aufsteiger den fastsicheren Absteiger spielerisch zu dominieren. Dass das bisweilen psychologisch hart sein kann, ist klar, doch insgesamt führte der VfL ja nach 12 Minuten durch ein Aydintor und hätte die Ostwestfalen locker auskontern können. Es fehlt die Qualität einer Ramos oder einfach dicke Eier? Funkel hatte Tese und Aza verständlicherweise draußen gelassen (auch Johannson, warum?), doch Federico und Saglik nutzten ihre Chance wieder nicht. Auf tiefem, matschigen Boden kamen die Schwarz-Weiß-Blauen besser ins Spiel und Bochum stolperte und rutschte vor allem hinten rum, die Fehlerquote im Aufbau (erneut) zu hoch. Das 1-1 fiel dann kurz vor der Pause hochverdient, 13.000 Bielefelder jubelten zurecht. Doch Bochum in Mintgrün kam erst zaghaft aus der Kabine  -und 20 Commandanten um Präses, Olli das OMEN, im Familienblock B2 wollten nun sehen, dass der VfL Tabellenführer werden würde, da der KSC 1-0  geführt hatte. Doch Hertha machte das 1-1 und 1-2 und ab der 60 Spielminute kam Bochum endlich besser rein; Dabro, Yahia und Aydin fighteten endlich zurück, der Schiri war eher Heimschiri, obschon am Ergebnis unschuldig. Dass Aydin mit einem Traumkopfball das 1-2 machte, schien Bochums Optimisten zu beflügeln. Motto: Bochum siegt immer. Vorher hatte der Hattinger Aydin schon eine große Chance, doch Eilhoff parierte toll. Weiter gab’s eine weitere Chance zum 1-3, es wäre nicht verdient gewesen. Dabro sah etwas hart gelb-rot, der Armine fiel theatralisch um. Dass nun Bielefeld kam, war klar und Bochum wackelte bedenklich, die 4000 Blauweißen zitterten, Eilhoff ging nach vorne und das 2-2 per Weitschuß fiel diesmal kurz vor Schluß, diemal gegen uns, das musste wohl einfach mal passieren. Man hatte 41 statt 43 Punkte und dreimal Rauch aus dem Stehblock gesehen. Viel Rauch um nichts eben, Freitag gegen Fortuna Düsseldorf (ohne Dabro) gehts wie immer um die Wurst.

Bielefeld feierte den Punkt als moralischen Sieg, Lienen meinte euphorisch, seine Mannschaft sei “besser gewesen” und Bochum hätte “überhart” gespielt. Ich wünsche dem altlinken Topverdiener und Unterschichtenflüsterer viel Glück bei der Weltrevolution und beim Wiederaufstieg in Liga drei oder vier.

Uns wünsche ich Freitag einen geilen Abend unter Flutlicht mit voller Hütte, viel Fiege und einen Heimsieg. Dann ist die Welt perfekt…ganz ohne Jolly… ;-) ))

 

Tom, SmögCommando’93

 

 

 

Kommentarfunktion ist deaktiviert