Teststarre

8. Januar 2017

Das (Fußball-)Jahr 2017 begann kalt, mit einem Westschlager, das Verletztenlazarett des VfL beginnt sich zu lichten und der erst Test gegen den favorisierten 1.FC Köln stellte sich überschaubar dar.

Vor 3000 frierenden Zuschauern hatte Bochum die erste Doppelchance in der 2. Minute, doch zweimal scheiterte Bochum an der Kölner Abwehr. Schade. Konnte man auf Youtube streamen, den krassen Shit.

Das 0-1 machte der wieder genese Kölner Clemens, weil die Torgarantie Modeste zweimal an Dornebusch vor der Ost kapitulierte. Der Franzose ist noch nicht drin, seine Präsenz im FC Sturm ist dennoch enorm gewesen an diesem unsonnigen Samstag. Sonst wären bei einem Punktspiel 30.000 da gewesen, so konnten ein Zehntel der Fans sehen, warum Köln dieses Jahr gut ist: weil man dominant spielte in der 1. Halbzeit, Bochum kaum zur Entfaltung kommen lies. Weder Gündüz, Wurtz noch Merkel konnten sich richtig empfehlen, das war beim 3-4 im September anders.
Köln vergab das 0-2 per Freistoß, Modeste hatte noch eine Chance und Bochum fand zu wenig Mittel, um den Ballbesitz kreativ zu nutzen. Eine fade Nullnummer im Sturm….

Dann wechselte der FC sechsmal und man konnte die dritten Torhüter Müller und Kompalla bewundern, Jojic und Hector waren da schon draußen bei Bochum kam Fabaian, Celozzi und Riemann jedoch nicht.

Bei Bochum spielte dazu eine 41 mit, die viel wollte, der aber nicht soviel gelang. Aber auch einige andere Leute brauchen noch Zeit, Stöger und Eisfeld leider bis Mai. Leider. Vielleicht sollte man Terrazzino von den Hoffenheimern wegholen, vielleicht viellicht. Wer weiß was 2017 bringt, ich hoffe nicht zu viele Spiele wie gestern, ohne zu große Spannung.

Füße verloren gegen Kälte, Bochum vergab eine weitere dicke Chance und so musste der 11. der zweiten Liga sich gegen 1. FC Köln verdient geschlagen geben.

Es war ein erster Aufgalopp, man testet auch noch in Leverkusen, aber außer einigen Zweite-Reihe-Pölern sahen die 2500 Bochumern nichts Neues.

Es ist noch ein langer Weg vom 11. Platz zum 4. oder 5., das war aber nicht erst seit gestern klar.

Gut, dass der Kambodschamann nicht da war.

Aber gegen den KSC am 5.2.2017 wird’s anders laufen.

Tom;CB’93

P.S.: Gruß an den Angler Taischak und keinen Gruß an die Front, falls die da war

Antifa-Hooligans oder nicht online sein

18. Dezember 2016

Das 1-1 von St. Pauii war von einem für mich schrecklichen Vorfall überschattet. Ich war offline. Im Ernst. Also, nach dem Spiel. Krass oder? Als ich dann noch meine 18 Mann starke Meute verlor, merkte ich, wie sich offline sein kann “anfühlen kann”, für einen Social-Media-Junkie wie mich. Über den Schiri des Spiels noch erregt, den vergebenen Sieg, etwas schicker und ohne Crew konnte ich garnicht im Internet surfen. Da lief ich rüber zum Millers, dafür hätte ich vom Schiri des Spiels vermutlich Gelb gekriegt. Meine Freunde kamen dann auch und nutzten meine Mitcommandanten “mein offline sein” gnadenlos aus, ich wollte am liebsten Mark Zuckerberg anrufen und mich beschweren, aber Anrufen konnte ich ohne Saft halt auch nicht. Ein paar Becks später war’s dann egal, sogar fast der verschenkte Sieg am Millerntor.
Der Spiel wäre fast in der 3. Minute mit einem 1-0 für Pauli losgegangen. Aber Perthels verunglückter Befreiuungsschlag landete an der Latte. Lienen hatte das Heimpublikum aufgepeitscht und das 1-0 fiel nicht, weil Bochum im Prinzip gut stand und mehr nach vorne Tat. Mlapas Schuß war durch seine verdeckte Natur nicht zu halten. Es stand 0-1, doch die spielentscheidende Szene kam nach einer hohen Tritt für Perthel: Der Schiri warf ihn runter und Bochum musste 65 Minuten mit einem Mann weniger auskommen und der Schiri war ein echter Heimschiri, der uns wie eine Kloppertruppe darstellte. Das kostete uns letztendlich den Sieg, bei einer Truppe, die aus ein paar echten Hammerwerfern besteht. Dann fehlte nicht nur Perthel, sondern als Folge Sturmtank Mlapa.
Lienen lässt hingegen einen Fußball von gestern spielen (Wie einst Funkel und Neururer) und das braun-weiße Hamburg bleibt Letzter mit dem Punktgewinn. Das Publikum ist zwar stets politisch korrekt (”Antifahooligans” lief im Stadion!), aber sehr unfair besonders auf der Tribüne. Der Schiedsrichter knickt ein, aber der entscheidende Fehler des VfL war nicht Perthels Rot oder Riemanns Faux-Pas beim 1-1, es war, das 0-2 (Wurtz wäre dran gewesen)nicht zu suchen und die wenigen Konter nicht richtig zu Ende zu spielen.

Hamburg bleibt eine schöne Stadt (außer unser Hotel), man muss dem Kiez-Club aber trotzdem nicht solche Geschenke machen. Der Kambodschamann würde die Touristen bemängeln, aber Bochums 3000 Mitgereisten feierten ihr Team nach dem 1-1 dennoch.
Hoogland und Losilla waren die Türme in der Schlacht.

Dann war ich offline und das den ganzen Abend. Weder Mai Thai, Karaoke, noch das gute Essen im Herzblut mit Gerrit und Co konnten mich echt nicht “online” stellen und Bochum hatte wieder mal nicht auswärts gewonnen. Das wäre zwar erst verdient gewesen, aber das Leben ist kein Wunschkonzert. Und mit Schiris haben wir 2016 kein Glück genau wie mit den Verletzten.

Und anders als Dresden kann man in Hamburg entspannt nach dem Spiel feiern und das taten wir auch reichlich. Ich hab dann wohl noch gegen HSV gewettert in deren Kneipe auffer Reeperbahn.

Geht’s dem Esel zu gut, begibt er sich aufs Eis. Ich war auf sehr dünnem Eis.

Tom;CB’93

P.S.: Gruss Mitfeiernden, war lustig Tourist zu sein.

Ich bin dagegen

15. Dezember 2016

Samstag endet das Jahr für den VfL. Da spielt man beim unten festgenagelten St. Pauli, da hat man immer noch viele Leute nicht dabei am Millerntor, aber dafür viele Fans und Touristen. Sie wollen aber die Auswärtsmisere (6 Niederlagen) nicht weiter fortgesetzt sehen, sondern einen Sieg zum Abschluss. Ein Sieg ist ja immer gut. Das haben wir beim überschaubaren 1-0 gegen Sechzig gesehen.
So ein Auswärtssieg ist doppelt gut und wenn dann noch die Reeperbahn ruft, um so besser. Gut, der Kambodschamann wird einwenden, die ganzen Toruis, die die Bochumer Mannschaft begleiten und so, wo waren die in Karlsruhe oder Fürth? Das Leben ist ungerecht, kämen die 2500 Leute Samstag nicht, würde man davon reden, dass die Fans den Verein im Stich lassen.
Aber die Fans halten dem VfL die Treue, es gibt keine Pfiffe, mit 24 Punkten könnte man sich dafür an der Alster belohnen.
Wenn es nach der Statistik ginge, verlören wir Übermorgen. Die 2-0 und 5-1 Niederlagen sind in guter Erinnerung, das muss nicht wieder passieren.

Für Lienen muss das System sich an die Spieler anpassen, bei Verbeek ist der Verein und das System dominierend, die Spieler kommen am Ende. Der Niederländer hat es geschafft eine beispiellose Verletztenmisere zu handeln und ist dem politischen Philosophen Lienen in der täglichen Trainingsphilosophie ein wenig vorraus. Dazu fehlen Pauli die verkauften Thy, Ratsche und Maier und bis zum 2-1 gegen Bielefeld auch ein wenig Glück.

Samstag gilt das Alles wenig, die Wahrheit ist, dass auch der holländische Offensivfußball an Paulis begrenztem Spielwitz scheitern kann, wenn hinten wieder gepennt wird wie in Ostwestfalen, Lautern oder Fürth.

Aber auch wenn es schiefginge, wir haben vorgesorgt. Weihnachtsfeier auswärts.

Aber Niederlage, ich bin dagegen.

Samstag, 17.12.16, 13:00 Uhr, Millerntor-Stadion

Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin, pfiff den VfL zuletzt beim 1:1 gegen St. Pauli im Oktober 2015)
Assistenten: Michael Emmer (Thurmansbang), Johannes Huber (München)
4. Offizieller: Eric Müller (Bremen)

Die letzten Spiele gegen St. Pauli: STP - VfL 2:0 (18.04.16; Picault (2)), VfL - STP 1:1 (30.10.15; Terodde; Kalla)

Voraussichtliche Aufstellungen:
STP: Heerwagen - Keller, Gonther, Sobiech, Hedenstad - Miyaichi (Dudziak), Choi, Nehrig, Neudecker, Sobota - Bouhaddouz
VfL: Riemann - Perthel, Leitsch (Gül/Wydra), Hoogland, Gyamerah - Quaschner, Stiepermann, Wurtz, Losilla, Merkel - Mlapa

Entschleunigung

10. Dezember 2016

Ich hatte es nicht vor, aber kurz vor dem 3. Advent hab ich Tempo rausgenommen aus meinem Leben. Als ich las, dass der RE 1 nach Paderborn 20 Minuten später kommen sollte, entschied ich mich törichterweise für die S 11 von Köln nach Düsseldorf Flughafen. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich, ich sei in der S6, man könne gemütlich in Essen umsteigen, aber dieser spezielle Zug sollte dort nicht enden. Um ehrlich zu sein, ein ambitionierter Jogger hätte diese Bummelbahn vor dem Dormagener Chempark überholt und bis Neuss gnadenlos deklassiert. Der Zug bummelte tuckernd durch die Landschaft wie ein Panoramazug im Südwesten der USA. Nur dass man nicht so viel atemberaubende Landschaft zu sehen hat und man ja nur “die Galaktischen Blauen” sehen will. Man konnte in Ruhe lesen. Immerhin.

Nach 1,5 Stunden ist der Schreiber der Zeilen am Flughafen der Landeshauptstadt (S-Bahn-Haltestelle) und nimmt den Skytrain (!) zum anderen Teil des Flughafens, wo ich dann die S1 nach Dortmund nahm. Es wird etwas schneller, so dass man nun nicht mehr in Sukuta-Pasu-Geschwindigkeit nach Bochum tuckert und dabei Fortuna Köln Fans (ja das ganze Dorf war da!) zum MSV begleitet. Entschleunigung eben. Dann hängt der Zug in Bochum-Ehrenfeld fest und man ist nach zweidreiviertel Stunden an der 08/18 Richtung Gerthe.

Auf Twitter lese ich, dass Debütant Leitsch (auch später verletzt) per Kopf die Latte trifft und sonst passiert wohl überschaubar viel in beiden Offensivreihen - von Mlapa bis Olic. Das entschleunigt die Seele und fühle mein inneres Chi. Ein verstrahlter Typ mit Camperhut kommt auf mich zu und meint, “ich sei ja nun auch zu spät”. Da hat er recht. Er kommt wohl seit Donnerstag aus Salzburg (RBS-S04 2-0) und da muss er nun im Ruhrstadion einen Kumpel treffen. Also, kann man mal machen, Drogen sollen beim Wachbleiben helfen, hab ich gehört. Er war wohl zu hause beim Duschen. Immerhin. Er sucht einen Kiosk, wegen Bier, das braucht er noch kurz, ich überquere die Castroper zum Zuhause. Manche sind immer unterwegs.

Ich bin um 13.27 Uhr endlich nach drei Stunden Fahrt im Stadion, kurz nach dem Präsidenten. Weihnachtsfeiern entschleunigen ebenso….. Dann hatte der VfL wohl noch eine fette Chance vom späteren Siegtorschützen Canouse - und das 0-0 schien die 15.000 Leute nur so mäßig zu fesseln bis dahin. Aber Riemann musste diesmal auch nicht hinter sich greifen. Dämon sollte später sagen, hier war er enttäuscht vom mangelnden Begeisterungsvermögen des VfL-Publikums. Nun, der 16. spielte beim 13. auf und es war fußballerisch eines der schwächeren Heimspiele, daher wohl der gebremste Schaum. Aber es sollte ein wichtiger Heimsieg werden - trotz aller entschleunigender Begleitumstände.

Es fehlten - das muss man immer wieder betonen - neben Fabian, Bastians, Stöger, Hoogland, Eisfeld, Celozzi, Dawidowicz, Bandowski und Baak auch der Funken, der von der Mannschaft zum Publikum übersprang in der 1. Hz. So blieb es ruhig, nur Verbeek musste gehen nach einem Linksschuß: Tribüne. Eine fette Chance von Mlapa, der Ball wurde von Ortega glänzend pariert. Was macht Okotieje wohl gerade? Ob sich Sechzig Fans diese Frage stellen? Sie haben mit Adlung, Bülow, Aigner und und eben Olic eine teuere, nicht mehr ganz junge Truppe, die interminscoach Bierofka ziemlich gut kennt. Das Glück von 1-0 gegen Dresden hatten Sechzig und er heute im Ruhrstadion nicht.

Um nicht abzurutschen, gab Blau-Weiß Gas, dabei ließ man sich im Spielaufbau Zeit; und Stiepermann, naja, der ist da oft gemischt, was den Erfolg seiner Aktionen angeht. Quaschner wurde durch Gündüz erst links ersetzt, dann rückte der Selim nach rechts. Dann machte Roussel Canouse eine Schienbeinbogenlampe als Lupfer und das umjubelte 1-0. Schon vorher war die Stimmung besser geworden und das letzte Heimspiel des Jahres sollte den 5. Sieg bringen. Die Löwen wirkte überschaubar gefährlich, einen Schuß des 3ers blockte ein Bochumer in höchster Not ab. Es kam noch Rieble für Merkel und die Blauen brachten das knappe 1-0 über die Runden. Jubel vor dem dritten Advent. Was bleib, war die Erleichterung von Fans und Spielern über den ersten Sieg seit dem 2-1 über Heidenheim, einem sehr wichtigen Arbeitssieg. Der Abstand zu München bleibt groß genug und gewänne man - gegen jede Logik - in St. Pauli, dann wäre man mit 24 Punkten auf dem Vorjahresniveau. Gegen Union - und am 5.2.17 gegen den KSC - hätte man 5-6 Mann mehr an Bord und die Welt sähe besser aus. So schnell kann das gehen nach 4 Niederlagen.

Eine Garantie auf Besserung gibt es nicht, aber zarte Anzeichen. Bochum kann immer noch besser werden und nun warten wir mal Hamburg ab, ehe wir ein Fazit zu 2016 ziehen.

Später traf man bei der Pottorginalevorführung noch den Tankwart, Dämon, Jan und Co…….Der Film fing etwas später an…Entschleunigung. Da saß ich schon mit drei Punkten im Zug nach Hause. Der Depp, der mit der S-Bahn durchs Land fährt, wollte ich nur einmal sein. RE, alda.

“In der Bundesliga ist allen bekannt, fahren….!” ;-)

Was macht man eigentlich, wenn der Kambodschamann nix von Kambodscha anhat und man will ihn kennenlernen?

Tom;CB’93

P.S.: Gruss an Sebastian Tebbe und seine Weltreise(n)stories und den beredten Tankwart.

Freiwilliges Asoziales Jahr

8. Dezember 2016

Dass es sowas wie das FAJ geben soll, hab ich auf dem Gesichtsbuch gesehen. Was könnte das wohl sein? Der Kambodschamann weiß das bestimmt. Ein Jahr in Neuköln zur Schule gehen oder auf dem Kölnberg wohnen? Ein Jahr Chef von Amazon(as) sein und trotzdem keine Steuern zahlen, wer als CEO noch als Unternehmen? Ein Jahr an der Uni Frauen stalken und dabei schwarzfahren? Ein Jahr bei Sechzig als jordanischer Investor Hof halten?
Da feuert man Trainer Runjaic, dann Manager Eichin, gibt der gesamten Presse Hausverbot, legt sich mit Hoeneß an und zeigt die Krallen, wenn das Ego beleidigt ist. Das ist Donald Trumpf auf Acid, das ist der ganz normale Löwenzoo.
Gut das letzte ist etwas übertrieben, aber so in etwa ist es ja zur Zeit in Untergiesing. Der 40 Jährige traditionelle Löwenfan dreht sich angewidert in der verhassten Arena um und ignoriert einen weiteren Grottenkick. So überlebte man die Relegation gegen Kiel, Krösus I. pumpte Geld rein und schlug einen Löwenpark neben einen neuen Arena vor und schwafelt von 50+1. Skuril, selbst für Sechzig ist das, was sich zurzeit in München abspielt.
Dann wenn Garnichts mehr geht kommen 15.000 Dresdener und du gewinnst glücklich 1-0. Da hat Sechzig dem VfL vor raus, einen Sieg und das gegen Dresden. Der letzte VfL-Sieg war Heidenheim und mit zurückkehrenden Personal gehen Hochstätter und Verbeek die Ausreden aus, warum man auswärts spielt, als sei man auch ein bisschen Sechzig.

Nein, Samstag ist Bochum wieder unter Druck, eine Heimniederlage wäre Gift. Die bis dato heroisch-ruhigen Bochumer Getreuen würden murren. Die Zuschauer blieben weg und der Rest würde hadern. Dann kam man in Hamburg mit dem persönlichen asozialen Jahr beginnen. Und wir wissen doch alle, wo sowas endet.

Also, positiv bleibt ja die Heimbilanz, die relative Ruhe und der überschaubare Gegner mit Altstars wie Adlung, Bülow, Olic und Mölders. Doch das Überschaubare, das hat uns auf der Alm auch nicht geholfen. Dann kam Voglsammer…

Da war die zweite Halbzeit in Bielefeld des VfL das freiwillige asoziale Jahr der Spieler….

Und ja, wer noch nicht genug hat von dem ewiggleichen Käse, mag auch über Pyros reden.

Ich würde ja lieber lesen, “Der VfL ballert sich aus der Krise” oder “Rausgewurzt”…. oder “VFL-Jesus tanzt mit den Ultras den Merengue!”.

Aber vor dem Wunsch haben die Götter den Schweiß gesetzt.

Ich tippe 2-1.

Aber ich war auch Zivi.

Tom;CB’93

P.S.: Follow Dämon

Statistik wie immer von VfL4u:

Samstag, 10.12.16, 13:00 Uhr, Vonovia-Ruhrstadion

Schiedsrichter: Benedikt Kempkes (Thür, pfiff den VfL noch nie, war Assistent beim 1:1 gegen Karlsruhe im april)
Assistenten: Marcel Göpferich (Bad Schönborn), Patrick Kessel (Norheim)
4. Offizieller: Oliver Lossius (Sondershausen)

Die letzten Spiele gegen 1860: 60 - VfL 1:1 (21.02.16; Okotie; Terrazzino), 60 - VfL 0:2 (DFB-Pokal; 16.12.15; Haberer, Hoogland), VfL - 60 1:0 (31.08.15; Terodde)

Voraussichtliche Aufstellungen:
VfL: Riemann - Perthel, Hoogland, Gül (Dawidowicz), Gyamerah (Wydra) - Quaschner, Stiepermann, Wurtz, Losilla, Merkel - Mlapa
60: Ortega - Wittek, Mauersberger, Uduokhai, Stojkovic - Aycicek, Adlung (Liendl), Bülow, Lacazette, Aigner - Olic (Mölders)

Der Druck ist zurück

4. Dezember 2016

Das 1-0 des VfL bei Arminia Bielefeld vor 17.500 Fans auf der Alm bedeutet zweierlei: Bochum wird 2017 definitiv nicht aufsteigen (frühestens 2018) und hat sich - mit 10 Punkten Rückstand auf Hannover - auch vom rein theoretischen Aufstiegskampf - nach einer potentiell guten Rückrunde - verabschiedet. Bochum kann - bei zwei ausstehenden Spielen gegen die Laternenteams aus München und Hamburg - noch unten reinzurutschen. Vor der Saison schien das abwegig. Daher steht man nun Samstag beim Heimspiel gegen die Löwen noch mehr unter Druck als sonst. Auch, wenn man vorher auswärts verlor. Heute war es zwar sonnig auf der Alm, aber die knackige Kälte untermalte die Herzen der Bochumer Fans nach 15.15 Uhr. Sie waren leer und das vor der besinnlichen Weihnachtszeit. In Hamburg heißt es saufen oder siegen.

Gegen Sechzig kann man nun hoffen, dass Ismanik plant im Las Vegas Stil in Garmisch ‘nen Stadion in Form eines riesigen Glaslöwen zu bauen, mit dieser Leistung in der 2. Halbzeit wird es auch gegen die abgefuckten Kellerkinder schwer.

Dabei startet Bochum in roten Trikots dominant und selbstsicher, hatte 70 % den Ball und Losilla schaffte es, den Ball über 5 Meter am Tor von Hesl vorbeizubringen. Das 0-1 wäre wichtig gewesen.

Nach 15 Minuten kamen endlich die biederen Gastgeber und gleich nach einer Linksflanke war Voglsammer alleine vor Riemann - und die Körner zum 1-0 hatte er - ,auch weil Perthel noch nicht so fit wirkte und beim Gegenspieler hinterherlief.

Das 1-0 aus dem absoluten Nichts. Aber das ist auch oft so gewesen 2016.

Dann wurde Arminia Bielefeld etwas frecher, doch Bochum hielt gut organisiert dagegen, hatte zunächst 0-6 Ecken und kam selten echt in Gefahr. Kramny hatte seinem Team Konter verordnet, denn mit Klos und Voglsammer schien man den Schlüssel zu haben, um Bochum zu knacken. Das war Bielefeld in der letzten Saison nicht gelungen. Diesmal sollte es leider klappen. Das lag nicht daran, das Arminia gut spielte, sie wollten einfach mehr.

Die Bochumer zündeten ein Feuerwerk, doch es waren die Fans, nicht die Spieler Verbeeks. Leider bedeutet es Strafe statt Punkte, obschon es schön aussah. Die zweite Halbzeit sollte richtig schlimm werden. Bochum nicht mehr mit genug Ballbesitz und ohne Passsicherheit. Da fehlten Eisfeld, Wurtz, Stöger, Bastians, Celozzi, aber auch das letzte Aufgebot in Dresden war passsicherer gewesen. Die Fehlpässe kamen wieder zu Bielefeld, die ihrerseits mit dem Ball nichts anfangen konnten. Das war in Teilen richtiger Antifußball von beiden Seiten.

Nein, das war gar nix mehr - bis zur 85. Minute. Die letzte echte Chance vor der Pause hatte Dawidowicz per Kopf, dann testete Hoogland noch mal, ob er wusste, wo das Tor ist. Dann kam die Schlussoffensive, Gündüz war gekommen und Mlapa und Hoogland hatten noch mal zwei Hundertprozentige. Hesl parierte einmal toll, ein Bielefelder traf noch das eigene Gebälk. Sicher, hier hätte das dann auch verdiente 1-1 fallen können. Hätte. In den vier Minuten Nachspielzeit fehlte dem VfL auch Glück wie so oft in der Hinrunde. Aber richtig erzwingen wollten es die Mannen um Losilla, Stiepermann und Merkel nicht. Letztere waren wie Perthel erstaunlich schwach.

Aber die vielen Verletzten, die formschwachen, die Offensivabgänge und das Pech - oder die blöden Schiris - sind nicht schuld an der Leistung der 2. Halbzeit - oder wenigstens nur teilweise. Und das war ja nicht das erste Mal, dass man Tore kassiert, nachdem man 20 Minuten das Spiel fest in der Hand hatte. Ob die Verletzten falsches Training bedeuten, ob man die falsche Taktik auswärts wählt, ich glaube es nicht. Aber Verbeek muss nun Lösungen finden.

Aber genau diese stetigen Auswärtsniederlagen nehmen uns jede Chance nach oben und wenn wir nun zu Hause mal verlören, müssten wir uns eher an Aue orientieren und nicht mehr an Braunschweig.

Das klingt sehr bitter, ist aber Realität, denn niemand ist gefährdeter als der Abstiegskandidat, der seine Rolle unten gar nicht wahrnimmt.

Waren die Fans zusammen mit Villis und Wurtz bis dato die Sieger dieser Hinrunde beim VfL, wird das auch wieder diskutiert werden.

Nee, der Bochumer Herbst zieht sich in den Winter rein und ich wird melancholisch. 2006 Ostern war der letzte Aufstieg, kommt es 2018 oder 2019 dazu? Werden wir lange warten?

Ich weiß es nicht, ich weiß nur, das 3-60 hatte das falsche Timing sich dieses Spiel als Betriebsausflug zu wählen. Und die Sonne war schön - oh war die schön.

Danke Sonne.

Tom, CB’93

Das Kalb muss zur Kuh

3. Dezember 2016

Vor zwanzig Jahren stellte das Duell von Bochum in Bielefeld ein ähnliches Highlight dar wie Duelle in Dortmund, Schalke oder Mönchengladbach. Man fieberte tagelang dem West(falen)derby entgegen, Wosz rockte die Alm, Colding holte vor dem VfL-Awaysupport die Eckfahne raus und Mamic hat mal im Schnee “ins Tor geschissen”- We made memories. Es war die gute, alte Zeit von Stratos, van Heesen, Lamm und von Stickroth, Gaukler, Toppi und Peschel, eigentlich eine schöne Zeit “im Fahrstuhl” für beide Teams. Unabsteigbar war man nicht mehr, aber man fetzte sich mit der ostwestfälischen Provinz, Bochum hatte leicht die Nase vorn.

Heute wäre man froh, wenn man diese Nach-Bosmannurteilzeit noch mal mit dem alten Commando-Banner vor dem Block A nochmal erleben könnte. Aber die Welt dreht sich weiter, die Zeit rast und die Realität könnte bald wieder Abstiegskampf sein, aber eine Liga darunter.

Arminia spielt eh gegen den Abstieg, mit Klos oder Vogelsammer (der heißt wirklich so) auf dem Pin, dazu sehen wir Cacutalua wieder. Rehm musste als Meiernachfolger schon gehen, dann kam kurz Rupp und der Debütant Kramny siegte mit Bielefeld wieder und nun kommt der alte Rivale Bochum.

Bielefeld sieht den Absturz von Paderborn (Liga 4 ist möglich) sicher mit einem Schmunzeln und Bochum ist diese Saison auch nicht so stabil wie letztes Jahr, vor allem auswärts schwächelt Bochum.

Man siegte zwar in der Schießbude Aue, verlor aber auch viermal auswärts und erzielte zwei Remis, d.h. die VfL-Tendenz geht statistisch wieder zu einem Unentschieden wie im Vorjahr.

Der 13. fährt mit 2500 Fans beim 16., das wiederum hört sich nach einem grauen Sonntagvormittag an mit überschaubarem spielerischem Glanz. Dafür hat der VfL auch guten Grund: fielen bei Dynamo 11 Spieler aus, so helfen Verbeek wieder 3-4 Rückkehrer. Wurtz wird gelbgesperrt “sehr” fehlen, dazu Eisfeld, Stöger und hinten Bastians und Fabian - das ist immer noch ein Brett.

Zwar ist der VfL immer noch in der Spielanlage reifer und Arminia wird vermutlich nicht stumpf anrennen, aber die Ostwestfalen werden sicher gepusht vom Heimpublikum versuchen, Bochums Defensive 1-2 Mal zu überwinden. Das ist nicht unmöglich, also müssen auch Mlapa, Quaschner und Weilandt für uns treffen. Auch sie werden es uU tun. Diesmal gibt’s ein 1-1, was zu wenig wäre.

Es sind die Wochen der tabellarischen Wahrheit für den VfL, 10 Punkte nach Plattz 3 und 7 Punkte nach unten, gegen Arminia, 60, Pauli entscheidet sich, wohin im Februar die Reise gehen kann.

Trotz der Offensivabgänge und des epidemischen Verletzungspechs unterstützen die treuen Fans ihr Team noch vorbildlich. Damit das so bleibt, brauchen wir 7 Punkte aus diesen drei Spielen gegen Teams aus der Abstiegszone.

Umgekehrt, verlören wir in Pauli, Bielefeld und siegten nicht gegen die Chaoslöwen, dann hängt man sich diese Tabelle nicht unten den Weihnachtsbaum.

Es wäre ein weiteres verlorenes Jahr und der Abstiegskampf drohte.

Das Kalb muss zur Kuh und nicht umgekehrt.

Wir sehen uns auf der Alm.

“Ostwestfalen……..!”

Tom;CB’93

Der Rest wie immer von VfL4u:

Sonntag, 04.12.16, 13:30 Uhr, Schüco-Arena

Schiedsrichter: Harm Osmers (Hannover, pfiff den VfL zuletzt beim 2:1-Sieg in Nürnberg im März 2015)
Assistenten: Guido Kleve (Nordhorn), Henry Müller (Cottbus)
4. Offizieller: Franz Bokop (Vechta)

Die letzten Spiele gegen Bielefeld: VfL - DSC 2:2 (06.03.16; Terodde (2); Ulm, Nöthe), DSC - VfL 1:1 (22.09.15; Klos; Terodde)

Voraussichtliche Aufstellungen:
DSC: Hesl - Schuppan, Börner, Behrendt, Lang - Hartherz, Schütz, Prietl, Ulm (Junglas), Voglsammer (Hemlein/Görlitz) - Klos
VfL: Riemann - Perthel, Dawidowicz (Gül), Hoogland, Wydra (Gyamerah) - Novykovas (Weilandt/Rieble), Stiepermann, Quaschner, Losilla, Merkel - Mlapa

Abrutschen in Zeitlupe

26. November 2016

Gebratene Mandeln, Glühweinduft, Stollen und “Last Christmas”, da lockte in Dresden der legendäre Striezelmarkt die VfL’ler - und Bochums Auswärtstroß kam in die Landeshauptstadt - mit ihrem nicht immer guten Image aber der Traumsilhouette. Der VfL spielte am Ende 2-2 bei Dynamo Dresden. Ein Punkt, ein Sieg der Moral, etwas glücklich, aber aller Ehren wert - mit der Bochumer Rumpfelf. Punkteteilung, zwar drittes Spiel sieglos in Serie, aber die 6. Auswärtsklatsche (mit dem Pokal) in dieser Saison noch mal verhindert, das 19. oder 20. Spiel saisonübergreifend mit Gegentoren……wir rutschen in Zeitlupe nach unten…aber ganz, ganz langsam, trotz des Punktes - oder wir bleiben 11.ter.

Am 1. Advent gab es in Dresden einen wichtigen Punkt für die Moral zu holen - für ein sehr, sehr stark ersatzgeschwächtes Bochumer Team, das sich stets redlich mühte. Aber hinten bekamen die Bochumer Grünschnäbel den Laden nie richtig dicht. Und oft hatte Bochum nur Glück, nicht um die Pause zwei bis drei weitere, mögliche Gegentreffer kassiert zu haben. Rieble, Gül, Hoogland, Wydra, (!!!) - dazu ein erneut schwacher Stiepermann - hätten wie der VfB Stuttgart bei Dynamo enden können - mit ‘ner fetten Klatsche. Aber Bochums Moral bleibt intakt. Und das alleine macht Hoffnung für Ostwestfalen und die Löwenjagd.
Dazu muss man auch noch sagen, war der wackere VfL in Anfangsphase unfähig, einige glückliche Fingerzeige zu nutzen. Dresden hatte - wie letzte Woche der VfL - ein reguläres Heimtor geschossen, der Ball war über der Linie, doch auch diesmal gab der Schiri das 1-0 zu Unrecht nicht. Das war erst mal Glück für den VfL und seine Elf.

Dann kontrollierte der VfL Bochum das Spiel auch kurzzeitig, und nach einer Ecke, machte der (freie) Wurtz das 0-1. Jubel der 800. Dieser saarländische Striker wird uns in Bielefeld gelb-bedingt nun auch noch fehlen - Käse. Da hätten die Westfalen nachsetzen können und müssen, wer weiß, was nach dem 0-2 passiert wäre. Das Problem ist aus dem Vorjahr bekannt, man setzt nicht genug auf ein weiteres Tor und kriegt vermeidbare Gegentore. Aber dieses totale Schwimmen der Abwehr erinnert an die Anfangszeit unter Verbeek, wo man hinten auch schon mal “vogelwild” spielte. Da werden “Lügenpresse”-Fragen kommen auf Pressekonferenzen, die man nicht mehr so leicht arrogant wegwischen kann. “Wieso wird Bochums Abwehr so oft zum Torso?” - wird da gefragt werden: Klar, Fabian, Bastians, Perthel und Celozzi sind die komplette (absente, weil verletzte) Viererkette und diese fehlte in Sachsen augenscheinlich (Dazu Eisfeld, Stöger und Quaschner) und damit war für Neuhaus’ Dresdener der Weg frei zum verdienten 1-1 Ausgleich (Stiepermann zu langsam). Und dann stürmte der SVD zum schnellen 2-1, weil Novikovas am 16er dumm dribbelte und Kutschke Riemann alt aussehen lies. Dynamo kippte das Spiel furios, dann drehte Schwarz-Gelb richtig auf vor über 27.000 Fans.

Bochums wenige Chancen verpufften nun etwas in der Vorweihnachtszeit. Man kriegte Angst vor dem TV als VfL’ler.

Dresden kam dominant aus der Pause, Riemann, Alu und Glück retteten die Bochumer über die Zeit hinweg, bis Gertjan mit Dawidowicz, Gyanerah und Gündüz neue Impulse setzte - und Mlapa und Wurtz nun versuchten, aus den großen Schuhen von Terodde, Bulut und Terra hinauszutreten. Erst gab es zwei bis drei Fahrkarten, dann machte Mlapa das 2-2 und bestrafte die Dünämös, die allzu siegessicher und passiv geworden waren. Der Hattinger Neuhaus darf nun im CE31 von Bochum nach Hattingen fahren, ohne sich allzu diebisch zu freuen. Fuchs Verbeek hatte das Ruder mit der intakten Moral seines Notteams rumgesissen und die Fachleute und die Fans ziehen den Hut. Aber in der Tabelle sieht man das nur bedingt.

So geht es mit Trotz nach Bielefeld. Und ohne Wurtz……..aber mit heißem Herzen. Diesmal nehm ich den Zug.

Aber irgendwie kriegen wir auf der Alm elf Mann aufs Feld, wetten?

Tom;CB’93

P.S.: Gruss an die vielen Sonderzugfahrer (auch die, die den Zug verpassten) und die Geburtstagsdrohne

In the middle of nowhere

24. November 2016

Wenn man 7 Punkte nach oben und 7 Punkte nach unten hat, ist man im gesicherten Mittelfeld. Das ist aufgrund des Verlustes an wichtigen Torgaranten und dem fast biblischen Verletzungspechs (Bastians kam dazu!) aller Ehren wert. Allerdings sehen die Zuschauer sowas anders als die 14.000 treuen Fans, die fast immer da sind. Bochum ist nicht mehr unter den Zuschauertopten der 2. Liga und das obwohl Verbeek Heimstärke garantiert, während Neururer dies eher als Zielformulierung hatte. Doch auswärts hat der VfL ein doppeltes Problem. Man kassiert immer 2-3 Tore und schießt öfter mal keins. In Würzburg, in Düsseldorf, in Kaiserslautern und mit einem Tor in Fürth zwar, aber dennoch sieglos, gingen die letzten vier Asuwärtsauftritte verloren und nun muss man zu den Mentalitätsteam aus Dresden unter Ruhri Neuhaus. Der kennt den Pott und auch Verbeeks Taktik, dazu seine Misere mit den fehlenden Bastians, Eisfeld, Stöger, Celozzi, Fabian, Gyamerah, Saglam und Bandowski. Und neusten Gerüchten zufolge auch Quaschner und Perthel…….Der Uwe N. verlässt sich sicher auf den K-Block-Roar, Gogia und einen soliden Aufsteiger, dazu Bochums Auswärtsschwäche.
Was also macht Samstag Hoffnung bei 10 Verletzten? Der Sonderzug und die damit insgesamt 700 Bochumer hoffen auf ein ersatzgeschwächstes Team, das konzentriert kämpft und antizipiert. Aber was soll uns VfL’ler Hoffnung geben, dass es zu Null bleibt? Riemann ist auch nicht immer fehlerfrei und vor ihm fehlt sicher die Konstanz, für die Dawidowicz und Gül keine Garanten sein können!

Wenn in Dresden der Striezelmarkt auf ist, die Christstollen über die Ladentheke gehen, bleibt der VfL eine Wundertüte aus spielerischen Möglichkeiten und Abwehrfehlern. Am Ende muss der Bock zweimal auswärts umgestoßen werden (auch in Bielefeld), will man den Kontakt nach oben für eine immer noch mögliche Rückrundenaufholjagd nicht verlieren. Terodde mag man nachweinen, aber Mlapa, Quaschner und Merkel sind die Realität und ein Wunschkonzert ist die 2. Liga nach 7 Jahren für die Westfalen immer noch nicht.

Sollte man in Sachsen verlieren, ist die Fahrt zur Alm ein anderes MÜSSEN, denn Bochum braucht dann Punkte gegen unten. Und das will nach einem Jahr als 5.ter an der Castroper niemand. Villis, Hochstätter, Engelbracht und Verbeek haben gut gewirtschaftet (Türkeiabsage nicht nur aber auch um Geld zu sparen!) und das sollten die Fans auch wieder am Tabellenplatz erkennen.

Doch weder Elbkaida, noch die Faust des Ostens, noch der Herr Neuhaus oder Herr Minge werden groß beeindruckt sein, vom 1-1 gegen Spitzenreiter Braunschweig.

Es geht schlicht um Punkte und außer in Düsseldorf und Walldorf hatte man in allen Auswärtsniederlagen stets den Keim eines möglichen Auswärtssieges. Den müsste man mal pflegen.

Was wohl der Kambodschamann dazu sagen würde?

Samstag, 26.11.16, 13:00 Uhr, DDV-Stadion

Schiedsrichter: Sascha Stegemann (Niederkassel, pfiff den VfL zuletzt beim 1:1 gegen Düsseldorf im September 2015)
Assistenten: Johann Pfeifer (Rodgau), Marcel Unger (Halle/Saale)
4. Offizieller: Holger Henschel (Braunschweig)

Die letzten Spiele gegen Dresden: DD - VfL 2:1 n.V. (28.10.14; DFB-Pokal; Eilers (2), Terodde), DD - VfL 0:0 (20.12.13), VfL - DD 1:1 (29.07.13; Fabian; Fiel)

Voraussichtliche Aufstellungen:
DD: Schwäbe - Kreuzer, Ballas, Modica (J. Müller), F. Müller - Berko, Hauptmann, Hartmann, Lambertz, Gogia - Kutschke
VfL: Riemann - Perthel, Gül (Dawidowicz/Canouse), Hoogland, Wydra (Gyamerah) - Quaschner (?), Stiepermann, Wurtz, Losilla, Merkel - Mlapa

Tom;CB’93

Tip: 2-0 für Dynämö

Die Galaktischen

19. November 2016

Also galaktisch war gestern bestimmt nicht der Spitzenreiter aus Braunschweig,aber die Bochumer Notelf spielte zumindest richtig gut beim 1-1 im Ruhrstadion. 18.000 Zuschauer haben mit guter Laune, Bier und Hüpfen dem Wind und Regen getrotzt und das schlechte Schirigespann übertönt.
Bochum bleibt eine Heimmacht unter Verbeek, hätte gar den Sieg verdient gehabt und die Eintracht vergibt wieder mal eine Führung.
Bochum spielte von Anfang an druckvoll, Debütant Merkel zeigte, dass er pölen kann und Losilla wie Stiepermann stabilisierten mögliche Ungelichgewichte gegen Blau-Gelb. Riemann blieb bis zum Pausenpfiff beschäftigungslos und das konnte man vom Braunschweiger Torhüter nicht sagen.

Leider gab das unsichere und fahrige Schirigespann ein klares 1-0 von Hoogland nicht, der Ball war mindestens einen Balldurchmesser hinter der Linie. Da hatte der Schiri ein schlechte Posi und der Linienrichter Tomaten auf den Augen.

Der Kambodschamann nahm das alles mit stoischer Ruhe, er hatte Lederhandschuhe an. Aber das 1-0 fiel dann auch deshalb nicht, weil Bochum bei aller Dominanz der Punch fehlte. Vom Tabellenführer aus der Fastlandeshauptstadt von Niedersachsen sah man nur Reaktion keine Aktion. War das Abwarten Lieberknechts Taktik oder schlicht Bochumer Überlegenheit? Wirkte das bis zum Pausentee so, als sei Bochum wie vor einem Jahr Spitzenreiter und nicht die Eintracht, so änderte sich nach dem Pausentee wenig.

Wieder dominierten die Blauen, die Stimmung war sturmfest in der Ost und die Kumbelas und Bohlands hatten weiterhin Sendepause, der VfL bestimmt das Spiel ohne galaktisch zu sein. Dazu muss man sagen, Mlapa ist vorne weiter spielerisch und läuferisch verbessert, aber weil auf ihm die volle Angriffsperspektive lastet, fehlt ihm manchmal die letzte Konzentration beim Abschluß. Eine Alternative auf der Bank wäre Gündüz gewesen, aber gut, der kam ja auch irgendwann.

Dann, als es fast auf ein 0-0 wie bei meiner FIFA 17-Vorspiel aussah, fiel aus einem Konter das 0-1 für die Gäste durch Striker Kumbela. So geht das, wenn man die Tore entweder nicht macht oder der Schiri sie nicht anerkennt. So ungerecht kann Fußball sein und wer jetzt vom Spitzenteam aus Braunschweig redet, der beschreibt die nackte Tabelle, aber nicht deren und unsere Leistung am gestrigen Abend.

Bochum stellte sich erneut auf, trotz Gegenwind in der 2. Halbzeit (eine Tatsache, die ich den dem Kambodschamann schulde) und die Eintracht kriegt aus einem Gewühl ein Quaschnergegentor. 1-1 und vorher hatte Mlapa Pfostenpech, der Fußballgott musste was tun für den gebeutelten VfL.

Dann, nach dem 1-1 sah man endlich Kampf und Spielinitiative von Blau-Gelb, auch weil dem VfL auf dem schweren Boden die Kraft für spektakuläre Aktionen etwas fehlte. Aber vorher hatte auch 70 Minuten nur unsere Mannschaft gespielt. Hochstättertheater, Verletzungen von Eisfeld, Fabian, Celozzi und Stöger, Länderspielpause und die Fürthniederlage haben uns nicht umgehauen und das honorierten die Fans gestern mit “ihr habt gekämpft, wir haben es gesehen!”. Eigentlich war das gestern fast zu wenig, nicht nur das Remis, auch dieser Gesang. Sie haben gut gespielt, waren besser und sind wieder aufgestanden. Das lässt auf eine gute Rückrunde hoffen.

So gingen alle zufrieden auf den Weihnachtsmarkt und zu Liz. Nur der Rückenproblememann vor dem Block A war froh, dass die krassen Fans den Platz nicht nach dem Schiripatzer stürmten. So hatte er ne ruhige Schicht und die Galaktischen fahren Samstag mit großem Gefolge nach Dresden.

Der Drohni wird ja auch 45…..

Tom;CB’93