Wer wohnt schon in…… zu Hause

1. Dezember 2020

Der 5-0 Kantersieg des VfL Bochum im 60. Westduell mit Fortuna Düsseldorf ist ein Ausrufezeichen. Im Montagsspiel schoss sich Bochum auf den 2. Tabellenplatz vor den HSV und verhinderte, dass Fortuna 95 nach drei Spielen ohne Niederlage seinen zarten Aufwärtstrend fortsetzt und zu Bochum aufschließt. Der VfL Bochum scheint nun gerüstet für oben und muss sich in Kiel am Freitag als Favorit verstehen. Klar jetzt kann man sagen, man spinnt jetzt mal besser nicht rum, aber dieses 5-0 genieße ich mal-

Dass aus diesem als eng vermutete Duell des Absteigers von 2010 gegen den von 2020 ein Fünfnull werden würde, war zwar erst in der 2. Halbzeit klar, aber die entscheidene Szene sollte schon in der 2. Minute sein: Bochum spielt den Ball in einem schulbuchmäßigen Angriff über die linke Mitte, fix ein Pass nach links aussen und dann auf Zoller, der nur noch einschieben müsste. Dabei wird er in hohem Tempo umgerissen. Die Regel sagt Elfer und Rot und ja, der VAR hat uns wieder geholfen. Zoller hat mächtig gestikuliert und den fälligen Elfer verwandelt Blum nach unten links gegen Kastenmeier. Düsseldorf ist nun ab der 6. Minute einer weniger und mit 1-0 im Rückstand. Das ist bei nieseligem Wetter und Ohne Zuschauer sicher kein Nachteil für die Gastgeber. Elfer wars, Rot auch nach der Regel, aber obwohl das ein wichtiger Fingerzeig Richtung Sieg war, kann man da auch vielleicht Gelb geben, aber das ist nur meine Meinung. So weiß die Fortuna, das wird heute hart in Bochum. Blum hätte die Sache schnell zumachen können, er läuft auf den Düsseldorfer Keeper zu und ballerte den Ball in den Nachthimmel. Das war nicht das 2-0. Das wäre zwar verdient gewesen einerseits, andererseits schaffte es der Gast, im Spiel des VfL nach vorne nicht zu viel zuzulassen, zumindest nicht ganz vorne. Aber Bochum hatte den Ball und Düsseldorf versuchte mit Viererkette statt Dreikette dagegenzuhalten. Es gelang, der VfL konnte die Vorentscheidung nicht vor dem Pausentee erzwingen.

Das 2-0 durch Tesche nach dem Wiederanpfiff per Kopf brach den Rot-Weißen das Genick. Nun war klar, hier spielt und siegt der VfL und sonst keiner: Veni, vidi, vici wurde es nun. Guter Fußball, Spielfreude. Zulj machte das 3-0 und kurze Zeit später das 4-0. (73./74. Minute). Der VfL war Zweiter und Düsseldorf endgültig geschlagen. Das 5-0 machte Pantovic und bombte damit Fortuna und Trainer Rösler endgültig weg, im höchsten Heimsieg nach dem 6-0 gegen Aue. Die Fans vor Sky, einem Stream und bei geheimen Treffen trauten ihren Augen nicht: November, kalt, verregnet und der VfL siegt deutlich und scheinbar mühelos, was nicht ohne Mühen bedeutet…..
So kann es weitergehen gegen Kiel und Paderborn, in einer ausgeglichenen Liga kann man genauso zweimal verlieren. Aber freuen über die Verlade des alten Rivalen von der KÖ darf man sich dennoch. Übrigens, im Duell Rheinland-Ruhrpott (BVB-FC, Gladbach-Schalke, Aachen-RWE - in den höchsten vier Ligen am WE) siegte nur Bochum aus dem Pott, Chapeau.

Es war ein Sieg der Konzentration, Schnelligkeit und der Routine zugleich. Reis hat Mut bewiesen mit Bella Kotchap und dem Joker Ganvoula und wurde voll belohnt. Diesmal die zweite entschlossene Leistung in Serie Aber entschieden wurde das Spiel schon nach 3 Minuten, wobei das Ganze vor knapp 30.000 Zuschauern das Sahnehäubchen gewesen wäre. Hätte, hätte, Fahradkette…..

Es war ein sehr, sehr schöner Abend-

Tom; CB´93

Heute werfen wir mit Masken

28. November 2020

Ein Heimspiel gegen den Absteiger Fortuna Düsseldorf unter Flutlicht, eigentlich ein Traum; man ist nun quasi Verfolger des HSV, aber T. Reis will davon ja Nichts wissen. Ihm sind die Meinungsschwankungen zu extrem. Dazu muss man sagen, die Leistungen des Teams schwanken mindestens genauso extrem. Erst das Spiel gegen Fürth und dann gegen den HSV, das waren
Weihnachtsmarkt, Glühwein und Mandeln, Pyrotechnik im Gästeblock, das am 23.12. In Mainz, man darf ja noch träumen. Nein, die Realität ist Geistermodus vermutlich bis Mai 2021.
Die Alternative: Schlangen der Spätentschlossen an den Kassenhäuschen an der Castroper Straße gegen Düsseldorf……Polizeipferde stampfen nervös; es riecht nach Wurst, Fiege und Pommes …..das Flutlicht leuchtet……Vorfreude auf das Spiel am Freitagabend….die Arbeitswoche liegt hinter mir. Das alles ist so fern wie der Nordstern.
Vieles ist anders beim Montagsspiel gegen Düsseldorf, aber eben nicht alles. Die Vorfreude auf das ewig junge Westduell „Westfalen gegen Rheinland“ ist da, klar, aber es fehlt einiges. Gästefans, überhaupt Fans, der Freitagabend mit Freunden in der Burg, die Massen an der Castroper - all das fehlt seit Februar. Zehn und mehr Monate gehen ins Land und statt dieser prickelnden Atmosphäre nur der MOD von Sky -so wird es auch Montag sein.
Aber die Frage ist ja, schafft der VfL endlich „Sieges-„Konstanz oder schlägt das Pendel aus, nach oben (gewünscht) oder nach unten (bah)? Thomas Reis will eine Entwicklung - weg vom Abstiegskampf - und damit so die Platzierungsspiele 12-5, zumindest ist das so implizit aus dem Kontext PK/interviews zu entnehmen. Oder wollen er und sein Team doch mehr? Ich meine, Montag spielt der 4. Gegen den 8., da ist klar, dass die Fans den Heimsieg wollen und dann im Falle des Falles träumen. Das ist ein Topspiel und niemand wird das in Hamburg, Paderborn oder Fürth das bestreiten.
Düsseldorf kommt wie der VfL mit leichter Euphorie, man besiegte Sandhausen 1916 und sorgte dafür, dass Ex-Fortuna Köln Uwe Koschinat dort gefeuert wurde. Bochum siegte in Hamburg famos, aber war vorher gegen Fürth überfordert. Bochum ist zZ eher Auswärtsteam (minus das Braunschweigding), aber ein kleiner Favorit im Westduell.
Während Thomas Reis ein halbes Jahr brauchte, um wirksam zu werden, suchte auch Uwe Rösler lange nach seinem Königsweg, der so langsam sein Team gefunden hat. Es kann sehr sehr eng werden am Montag, Friedhelm Funkel rechnet mit einem Punktgewinn der vollzähligen Fortuna und das Remis wäre ein logisches Ergebnis. Aber ich tippe nicht Remis, sondern ein knappes 2-1 für Bochum in diesem Geisterheimspiel.
Bochum also im 4-2-3-1 gegen die Landeshauptstädter, die als Absteiger nach Bochum kommen und gleichzeitig heimlich wie der HSV, H96 oder der SC Paderborn vom Wiederaufstieg träumen.
Beide Teams sind sicher sehr fokussiert auf den Evergreen und keiner will das verlieren, man kann also taktische Fesseln erwarten und ein spannendes Montagsabenderlebnis.
Ich freue mich drauf, aber denke ein Heimspiel wie gegen Pauli und Osna wäre möglich mit 5000 Zuschauern, weiß der Geier, warum das nicht sein soll.
Von VfL4u (Danke):
Trainer Thomas Reis
VfL: Riemann - Gamboa, Bella Kotchap (Lampropoulos), Leitsch, Danilo - Chibsah (Tesche), Losilla - Blum (Zoller), Zulj, Holtmann (Blum) - Zoller (Ganvoula)
Trainer: Uwe Rösler
F95: Kastenmaier - Zimmermann, Klarer (Hoffmann), Danso, Koutris (Krajnc, Sobottka) - Bodzek (Piotrowski), Sobottka (Prib) - Ofori (Pledl), Peterson (Borrello) - Karaman (Borrello), Hennings
VfL: Weilandt, Decarli (beide Fußverletzung), eventuell Tesche und Bonga (beide Knieprobleme)
F95: Hartherz (Achillessehnenverletzung), Gül (Mittelfußbruch), Iyoha (Pfeiffer)
Tom,CB`93

Die Raute rund gemacht

23. November 2020

Der VfL Bochum nutzt den Totensonntag, um dem HSV die erste Niederlage (außer im Pokal gegen Dresden – bis dato ungeschlagen!) der Saison zuzufügen. Das hat zwar keine Toten aufgeweckt, für Hamburg rückt keine Zombieapokalypse in den Vordergrund, aber es war ein wichtiger Auswärtssieg für den VfL
Bochum hat den HSV 1-3 besiegt und ist nun verdient Vierter (oder Fünfter), während die Elbstädter Tabellenführer bleiben, dicht gefolgt von Fürth, der Mannschaft der Stunde. Aber das Spiel war eine Mahnung an den Hamburger SV, nicht wieder gut zu starten und stark nachzulassen. Für Bochum gewann das Mittelfeld das Spiel
Bochums Trainer hatte umgestellt, Bella Kotchap, Zulj, Holtmann und Blum ins Startteam gestellt und die Trainer-Idee, die hochstehenden Hanseaten aus zu kontern, sie funktionierte vor allem in der 2. Halbzeit.
Der Schlüssel des Spiels gegen die Ex-Bochumer Gyamerah, Terodde, Wintzheimer, Hinterseer und Heuer-Fernandez sollten Taktik, Einstellung und Spielidee gleichermaßen sein - und ein überragendes Bochumer Mittelfeld.
Der VfL wirkte hinten zum Start hinten etwas nervös, Armel musste für Lampro erst mal reinkommen in den Flow und der HSV hatte eine kurze Anfangsphase für sich, ein Strohfeuer. Aber Bochum war eigentlich früh wach und wollte nach dem „spielerischen Desaster“ gegen Fürth nicht nach unten abrutschen und krempelte einerseits die Ärmel hoch, aber hatte auch den Ball (Passgenauigkeit) und konterte fidel. Der Ballbesitz war also statistisch leicht auf unserer Seite (45-55 1. Hz), das Testspiel in Köln schien den Seelen gut getan zu haben. Hamburg hatte zwar sher beeindruckende Offensivpower (auf dem Rasen und der Bank), doch tat man sich gegen diese Bochumer Mannschaft schwer. Man schaffte nur ein Abseitstor zum 1-0.
Die Rothosen kriegten nicht nur von Soares (gelb!) auf die Socken, sie verloren auch oft den Ball gegen die pressenden VfLer. Da kamen Zulj und auch Zoller auffem Pin zu zwei dicken Chancen, aber es blieb beim 0-0. An genau dieser Chancenauswertung muss man arbeiten. Der VfL passte dem HSV so zwar nicht, aber ich hatte in dieser Phase die Befürchtung, dass das brotlose Kunst bleiben würde. Denn wenn der VfL schon viel Ballbesitz hat, müssen daraus etwas mehr Torchancen generiert werden. Und dann muss man mehr draus machen. Aber gut, dass sollte später was werden. Meine Befürchtungen und die vieler Fans blieben ohne Folgen. Hamburg half in Form seines Torwarts, der einen Bochumer unglücklich in die Beine griff, Das war ungeschickt von Ulreich.
Den fälligen Elfer verwandelte Zulj locker und Bochum führte erstmals beim Topfavoriten von der Alster. Also, weder Lotto King Karl, Kühne oder Thioune konnten diese VfL-Führung verhindern, weil Bochum auf Zack war, nicht nachließ und zuschlug. Das war es heute, eine energisch-energetische Gesamtleistung.
Dann wurde Bochum gegen Ende der 1. HZ noch stärker, ohne den HSV zu Hause zu überrennen. Aber nun untermaute Bochum, dass diese 1-0-Führung kein Zufall war, während die Torscorer in Rot-Weiß nicht genug in Schussposition kamen - und wenn - ,blockte dies ein Bochumer Bein. Es ging mit 0-1 in die Pause und es war verdient
Man dacht sich als Bochumer, ok, das wird nun anders, viel gefährlicher in Halbzeit Zwei. Und es sollte tatsächlich anders werden, Zwar kamen die Hamburger immer wieder in die Bochumer Hälfte, aber eben nicht weiter und sonst hatte Riemann den Ball. Bochum ließ weiterhin nicht zu, dass sich Terrodde, Jatta, Wintzheimer, Leibold, Onana und Hunt sich entfalten konnten.
Bochum konnte sich wie in der Anfangsphase gut befreien und Zoller und Co hatte 2-3 Riesendinger, die man eigentlich nicht vergeben kann, ohne dass es sich das rächt. Simon traf den linken Pfosten, der Ball trudelte angedreht ins Aus nach dem rechten Pfosten. Unfassbares Pech.
Und dann etwas aus dem Nichts, foult Leitsch eine Rothose und der Schiri zeigt wieder auf den Punkt. Terrodde lässt sich das 1-1 nicht nehmen und schießt unten links ein.
„Ach du Kacke“, denkst du dir vor dem TV und jetzt lügt der HSV noch einen rein. So hat man es ja oft erlebt. Übrigens kommentierte der MOD gut bei SKY.
Aber es sollte diesmal total anders kommen. Ganz anders. Bochum drehte auf, obwohl die Hamburger nicht aufgaben. Hamburg war schwach, weil Bochum stark war. Der VfL konnte sich immer wieder befreien. Der VfL hatte nun seine stärkste Phase und antwortete mit schnellen Gegenstößen. Simon hatte da sein Riesendingen.
Ein Ball wird über den kurzen Weg nach Rechts gespielt und auf Danny Blum, der „mit seinem Tor des Monats“ den Sven Ulreich überlupfte und uns Bochumer frenetisch jubeln ließ. Was eine Hütte, was eine Antwort auf den kopflosen HSV!
Aber dabei hatte Thioune VIER Neue gebracht und wollte selbst das 2-1 erzielen nach zwei 1-1 gegen Pauli und Kiel, Pustekuchen. Bochum spielte und die Hamburger staunten.
Blau war am Drücker und Raman Chibsah machte das erlösende 1-3 für die Westfalen und das war auch ein nettes Tor, Fallrückzieher, naja. Und es war der ersehnte Sieg in diesem Sonntagsspiel, dass so anders ausging als man vielleicht erwartet hätte. Und dann verstrichen vier Minuten und ganz Blau-Weiß konnte jubeln.
Für die Fans des VfL sollte dies mehr sein als nur ein Sieg, vielleicht ein Signal nach oben, dem nun Konstanz folgen könnte.
Schade nur, wie gegen Fortuna, die Spieler konnten nur alleine Jubeln.

Tom;CB‘93

P.S.: Gruß an die VfL-Fans, die in Hamburg wohnen, Tina, Martin und so

Eingebildetes Auswärtsspiel

20. November 2020

Einfach sich vorstellen, man fährt „wie immer“ zum Auswärtssiel nach Hamburg, das ist doch auch eine Möglichkeit der Prokrastination wie Fensterputzen. Man steigt aber nicht ins Auto, den Bus und fährt die A1 hoch Richtung Norden; man trifft sich 2020 per Zoom-Konferenz, trinkt ein Bier am Schreibtisch (zu Hause) und notiert das auf der Bierbuddy-App. Was ein Ersatz! Das sind Auswärtsfahren im Corona-Jahr. Danke Merkel. 😉
Nein, ich mache Spaß, viele Maßnahmen sind natürlich richtig und wichtig, aber viel versteht man im Vergleich zu weiteren Maßnahmen oder der Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen untereinander nicht mehr ganz: man darf in eine Galerie gehen, die Museen sind zu. Zumindest mir geht das so, ich verstehe nicht mehr alles, was da im Infektionsschutzgesetz steht. Es könnten ja nicht 5000 Bochumer nach Hamburg fahren - wie vor 2 Jahren (sie sahen ein 0-0), aber 100 fänd ich dennoch besser als null Fans, vor allem wenn ich einer der 100 wäre. So steige ich nur virtuell aus dem Auto, in Hamburg - oder in 2 Wochen in Kiel – wäre dann zur Hotelrezeption getapert, eingecheckt und los, ab in die Stadt. Aber man müsste ja 2020 „illegal einreisen“ in die Hansestadt, illegal im Hotel übernachten und dann ist die Gastro geschlossen, gibt ja alles so auch keinen Sinn, die „gesperrte Reeperbahn“ quasi. Man kann nicht mal wie LaOnda das Spiel in der Kneipe gucken. Auch das Zacher in der Bochumer Innenstadt hat zu, soweit ich weiß. Was machste also, du tauchst ab in die Welt der Fantasie, des Alkohols, von SKY oder machst was anderes, Garten, Baumarkt, Playstation oder so.
Für die Leute, die interessiert, wie der VfL in Hamburg und montags gegen Düsseldorf abschneidet, also die vielen treuen VfL-Fans, ist es schon sehr spannend, wie Bochum gegen den Topfavoriten von der Alster spielt. Denn nach der überdeutlichen Niederlage gegen Fürth - steht zwar ein geglückter Test gegen Köln da – aber nichts ist zZ unklarer als die Stärke des VfL-Teams. Hatte man sich mit zwei Siegen nach oben geschossen, zeigten die Kleeblätter dem VfL zu Hause seine Grenzen auf. Reis verzockte sich, das Team war selten so schlecht gegen einen sicherlich starken Gegner. Bochum wurde entzaubert.
Wie wird der HSV sein? Stark, denn man gewann die ersten 5 (?) Spiele und spielte dann gegen Pauli und Kiel remis. Die Stürme Terrodde, Wintzheimer, Hinterseer und Wood haben hohe Qualität und Silvere ist müde. Kommen Novotny, Zoller oder Blum zum Start in Hamburg zum Zuge, wenn Bochum sich als Verfolger etablieren will.
Nun kommt der HSV nicht vom Kampf wie der KSC, Pauli, Würzburg oder so, sondern die Elbmacht wird das Spiel machen wollen gegen die Westfalen. Und Trainer Daniel Thioune wird das Spiel machen wollen, Bochum hat mit dem 3-1 Testspielsieg gezeigt, die Mentalität stimmt nach dem Fürthschock noch. Nun wird man nicht 6-0 verlieren, wie Löws Elf in Sevillia, aber man ist in vier Zweitligaspielen noch sieglos gegen den HSV. Aber es gab große Siege gegen die Hamburger, nicht nur 1988 im HF, sondern auch ein 1-4 in Hamburg oder 2007/2008 ein 0-3 dort.
Thomas Reis will sicher gerne an diesen Teil der Tradition anknüpfen und Favorit ist der Gastgeber als Tabellenführer.
Bochum hat nicht den Druck, aber eine Niederlage gegen die Rothosen, würde den VfL gegen Fortuna unter Zugzwang setzen.
Sonntag, 13.30 Uhr ist der traditionsreiche Vergleich erstmals ohne Zuschauer und Bochum würde die Raute gerne rund machen.
Reicht es aus, dass man an der Castroper Terodde, Hinterseer und Wintzheimer so gut kennt, um sie am Tore schießen zu hindern? Sicher nicht, wenn man verteidigt wie gegen Greuter Fürth, dann kriegt Riemann, der Elfmeterkiller, die Bude voll.
Mein Tip, leider 2-0 für Hamburg.

Daten von VfL4u:

Sonntag 22.11.20, 13:30 Uhr, Volksparkstadion
Schiedsrichteransetzung wird erst am Spieltag bekanntgegeben
Die letzten Spiele gegen den HSV
VfL - HSV 1:3 (03.02.20; Zoller; Leibold, Pohjanpalo, Kittel), HSV - VfL 1:0 (16.08.19; Hinterseer)
Die Bilanz des VfL gegen den HSV
Gesamt: 23-21-35
Auswärts: 5-10-25
2. Liga: 0-2-2 (dafür liegen wir in der ewigen Zweitligatabelle 69 (!) Plätze vor dem HSV)

So könnten sie spielen
HSV: Ulreich - Gyamerah, Ambrosius, Heyer (Leistner, Leibold) - Onana (Heyer) - Wintzheimer (Hunt, Vagnoman), Kittel - Dudziak (Kinsombi) - Narey, Terodde, Jatta
VfL: Riemann - Gamboa, Lampropoulos (Bella Kotchap), Leitsch, Danilo - Losilla, Chibsah (Tesche) - Zoller (Blum), Zulj (Eisfeld), Holtmann (Pantovic) - Ganvoula (Zoller, Novothny)

Wer alles fehlt
HSV: van Drongelen (Kreuzbandriss), Gjasula (Quarantäne nach Länderspiel)
VfL: Decarli (Fußverletzung), Weilandt (ebenso), Bonga (Knieprobleme), Römling (Erkältung)

Die Seitenwechsler
Robert Tesche spielte von 2009 mit kurzer Unterbrechung bis 2014 bei den Rothosen.
Der umgekehrte Weg war deutlich voller, gleich fünf ehemalige VfL-Spieler sind derzeit beim HSV unter Vertrag:
Der gebürtige Bochumer Daniel Heuer Fernandes spielte von 2008-10 und von 2011-13 beim VfL, jedoch nie bei den Profis. Zu Saisonbeginn wähnte er sich als Stammspieler noch im Himmel-, dann kam jedoch noch Sven Ulreich und seitdem sitzt er auf der Bank.
Jan Gyamerah, von 2011-19 beim VfL, kurbelt derzeit nicht nur die Merchandisingerlöse beim HSV an, sondern auch das Spiel des HSV. Er kommt mehr und mehr in eine tragende Rolle hinein und ist oft erster Aufbauspieler.
Ebenso wichtig für das Spiel der Hamburger ist Top-Torjäger Simon Terodde, dessen Zweitliga-Stern beim VfL in den Jahren 2014-16 erst so richtig aufging.
Ähnlich erfolgreich verlief die Zeit von Lukas Hinterseer beim VfL (von 2017-19), allerdings ist er beim HSV nach passabler Debütsaison derzeit hinter Terodde, Manuel Wintzheimer und auch Bobby Wood nur noch Stürmer Nummer vier und kam bisher lediglich auf eine halbe Stunde Spielzeit.
Manuel Wintzheimer, in der letzten Saison noch Leihspieler beim VfL, ergeht es da deutlich besser. Er ist mittlerweile unumstrittenerer Stammspieler, wenn auch auf unterschiedlichen Postionen (dazu unten mehr).

Tom, CB`93

Total loosers

7. November 2020

Die 0-2 Niederlage des VfL im Heimspiel gegen Greuther Fürth fiel noch zu niedrig aus, sie war aber mehr als verdient. Selten hat im Kalenderjahr 2020 eine Bochumer Mannschaft so wenig Chancen gehabt wie der VfL heute bei seiner ersten Heimniederlage der Saison. Bochum kam nie in sein Spiel, nie. Der VfL kam zwar als Zweiter ins Stadion, aber im 4. Heimspiel in der 1. Halbzeit nicht zu einer echten Torchance. Blau war komplett abgemeldet.-

Leitl hatte die Reis-überschaubare Taktik gut ausgeguckt und in den ersten Minuten spielten die Grün-Weißen ein fulminantes Pressing, das in der 8. Minute zum 0-1 führte. Führt führte (eigentlich zu spät) und das war nicht nur verdient, die Mittelfranken ließen Bochum auch weiterhin keine Luft zum atmen. Bochum bekam keinen Zugriff auf das Spiel. Dann gab es Elfer für Greuter Fürth wegen Fouls an Hrgota und Greens schlechten Schuss (nach rechts unten) hielt Riemann fest. Er war der einzige Bochumer in Normalform. Aber es wurde nicht besser in der 1. Halbzeit. Pantovic blieb blass, Losilla überfordert und bei Eisfeld wartet man im 5. Jahr auf den Durchbruch, eine never ending story ohne happy end. Der Eisfeld, der Tesche (später für Chibsah), der Losialla, der Pantovic machten unser Mittelfeld zur Problemzone, Reis warf in diesem Spiel den Schlüssel weg, das zu ändern.

Nach 10 Minuten kam Bochum nicht nach vorne, nach 20 Minuten nicht, dasselbe Bild nach 30 Minuten und auch nach 40 Minuten, wobei der VfL sich aus dem ganz engen Griff etwas befreite, sogar nun nach vorne kam, da konterten die Gäste schnell.

Ein langer Pass, Gamboa zu weit weg vom Kleeblattspieler, 0-2. Den Fürthern muss man nur vorwerfen bis zum Pausentee nicht 0-4 zu führen, sonst spielte das Kollektiv der Lauffleißigen und Schnellen nach Hannover Bochum auseinander. Es wäre ein gellendes Pfeifkonzert gewesen, wären Zuschauer an der Castroper dabei gewesen. So schien die Sonne und man hätte eigentlich nicht mehr anpfeifen müssen.

Da reagierte Reis, brachte 2 neue fürs überforderte Mittelfeld, aber warum musste gerade Chibsah raus, warum waren Zulj und Holtkamp (angeblich erkältet) nicht als Alternativen auf der Bank? Warum waren Blum und Ganvoula auf der derselben? Reis hatte sich gegen einen bärenstarken Gegner vercoacht und zeigte sich in dem Spiel taktisch starr und mental unflexibel.

Hinten zu weit weg vom mann oder schlecht verteidigend, im Mittelfeld undynamisch - und vorne naiv, ungefährlich, bzw. unfähig eine einzelne Flanke reinzukriegen, das war Betrug am eigenen Fan, metaphorisch gesprochen. Da ging heute nix, total loosers die Spieler in blau.

Als dann Bochum etwas besser wurde, weil uns der Gast ein wenig das Spiel überließ, da war man immer noch nicht zwingend vor dem Fürther Keeper. Klar, Zoller hatte ne Chance mit dem Kopf, später auch Ganvoula per Direktabnahme, das wars eigentlich. Dabei hatten die Kleeblätter Chancen zum 0-3, sie verwalteten aber lieber geschickt den Vorsprung und sind nun 2. So ist Greuther FürthTopfavorit auf den Aufstieg neben dem HSV.

Bochum wurde vieles gezeigt, z.B. dass der aktuelle Trainer kein intellektueller Taktiktüftler ist. Dazu sah man die Mängel im Mittelfeld und wo es hinten und vorne hakt. Viele Dinge waren vorher bekannt und wurden unter der Woche angesprochen, die Fehlpässe im Aufbau z.B.. Aber am Ende wurde das ganze wie durch ein Brennglas fokussiert und brutal aufgedeckt.

Man zahlte heute viel Lehrgeld und es fehlte noch, dass Bochums Spieler heute den Fürthern applaudierten nach der Heimniederlage, aber so wurde gespielt.

Ein echtes Kackspiel an einem sonnigen Tag. Reis hats vercoacht, war zu starr im Spielgeschehen und das Team hatte ne einen Einstieg ins Spiel. A total desaster.

So hab ich Angst vor dem HSV, Fortuna und Kiel.

Aber so muss es nicht weiter gehen.

Tom,CB`93

Geführt, Sieg erklärt und abgebrochen

5. November 2020

Das ist ja immer so eine Sache mit der Politik. Oft ist sie öde, manchmal wichtig, selten unterhaltsam. Man kann Trump viel vorwerfen, auch z.B. Narzissmus, Lügen und komische Haare, langweilig ist er dennoch nicht. Und sein “stop the vote” und “they are finding votes everywhere” hat das Zeug zum Klassiker: Für Bochum im Heimspiel gegen Fürth am Samstag 13.00 Uhr heißt die US-Wahl garnichts, wobei Henry Kissinger soll ja Fürthfan sein und die haben den US-Spieler Green. Wenn wir Bochumer führen….”stop the Gegentorcount” und “they are finding Fürther Tore everywhere”.

Nun, es werden - wie gegen Aue - nur wenige Leute da sein im VONOVIA-Ruhrstadion, wenn das Kleeblatt in Bochum antritt. Es ist ein Spitzenspiel am Samstag, wenn der 2. gegen 5. antritt. Bochum ist DER Favorit in dem Heimspiel, aber die Grün-Weißen sind brandgefährlich. Sie siegten 4-1 gegen Mitfavorit Hannover und sind auch ohne Keita-Ruel, Caliguiri und Wittek brandgefährlich zZ.

Reis und sein Team sind da im Bilde und Thomas hat schon mal vor der Erwartungshaltung Aufstiegskandidat gewarnt, kein “Bochum first”-Geträume also, zumindest vorerst.
Der Trainer sagt zurecht, vor 2 Wochen waren wir nach 1-2 gegen Braunschweig die Deppen, nun sind wir sicher nicht die Helden nach 2 Siegen, nur weil wir 2. sind - und im Falle eines Heimsieges - ,den HSV beim absoluten Topspiel besuchen würden. Ach nee, ist ja Corona, da darf der VfL nicht mit 5000 Mann hin wie vor 2 Jahren, 2018, ein 0-0. Ist und bleibt kacke, der Virus, sicher nicht nur deshalb.

Bochum muss an der Passgenauigkeit in die Spitzen arbeiten und die einfachen Ballverluste weg lassen, das hat schon oft zu Punktverlusten geführt, nicht nur - aber auch an der Castroper.

Was wohl der Kambodschamann darüber denkt, das Spiel gegen Greuther Fürth, keine Fans und Trump oder Corona, ich weiß es nicht. Aber eins ist klar, den Sieg wollen alle Bochumfans und er ist drin.

Die Bank ist prall gefüllt und Ganvoula, Zulj und Blum drängen zurück in die Startelf und Peter Peschel sagte jüngst, zehn Jahre zweite Liga reichen nun aber. Und da hat er recht, das bedeutet aber Übermorgen nix.

Wie immer gilt es konzentriert zu beginnen, fokussiert zu bleiben falls man führt und dennoch die Spieldominanz zu balancieren. Das wird gegen die starken Mittelfranken nicht einfach und ist das richtige Vorspiel für den HSV. Und dann kommt die Pokalauslosung und wenn uns das Los nicht passt, für das Spiel vor Weihnachten, gilt, noch mal losen, Anwalt, Betrug und so.

Ich verspreche, ich meckere nicht über VAR und Freistoßspray, denn ich weiß, “bochum first”, irgendwann, ich habe gelernt zu warten!

von
VfL4u, gut wie immer ;-)

Samstag, 07.11.20, 13:00 Uhr, Vonovia-Ruhrstadion

Schiedsrichteransetzung wird erst am Spieltag bekanntgegeben

So könnten sie spielen:
VfL: Riemann - Gamboa, Lampropoulos, Leitsch, Danilo - Losilla - Chibsah, Eisfeld - Pantovic, Zoller - Ganvoula
SGF: Burchert - Meyerhöfer, Jaeckel, Mavraj, Raum - Seguin, Sarpei, Ernst, Green - Nielsen, Hrgota

Weitere Startelfkandidaten oder erste Wechseloptionen:
VfL: Novothny, Blum, Zulj, Tesche
SGF: Stach, Leweling, Tillman, Abiama, Barry

Wer alles fehlt:
VfL: Decarli (Fußverletzung), Weilandt (Fußverletzung)
SGF: Berggreen (muskuläre Probleme)

Die letzten Duelle:
VfL - SGF 2:2 (21.06.20; Tesche, Osei-Tutu; Hrgota, Ernst), SGF - VfL: 3:1 (07.12.19; Hrgota (2), Leweling; Ganvoula)

Die Bilanz gegen Fürth aus VfL-Sicht:
Gesamt: 7-12-7
Heim: 3-6-4
2. Liga: 5-12-7

Die Seitenwechsler:
Zwei ehemalige Fürther spielen mittlerweile beim VfL: Jeweils drei Jahre kickten Tom Weilandt (2013-16) und Robert Zulj (14-17) am Ronhof.
In guten alten Bundesligazeiten gehörten Mergim Mavraj (von 2007-11) und Mirko Reichel (1997-98) zum Bochumer Kader. Reichel leitet heute die Fürther Nachwuchsabteilung.

Tom,CB’93

Alter, Zweiter

1. November 2020

Der VfL Bochum siegt bei den tabellenletzten Unterfranken aus Würzburg verdient mit 2-3. Bochum ist damit erstmals seit langem wieder Zweiter und hat sich mit zwei Siegen aus den Spielen gegen Aue und Kickers aus der Minikrise nach der Braunschweigniederlage rausgeschossen. Der VfL blickt nun voller Hoffnung auf der Heimspiel gegen Fürth und ist für eine Woche der Verfolger des schon etwas enteilten HSV.

Es waren 0 Zuschauer bei diesem Geisterspiel der Würzburger Kickers gegen den VfL Bochum da und Reis begann das Ganze wie gegen Aue mit Novothny, Eisfeld, Pantovic und Chibsah für Ganvoula, Zulj, Blum/Holtkamp und Tesche. Das gleiche Konzept was gegen Erzgebirge Aue überschaubar schön aussah ging gleich richtig ab in der Flyeralarm Arena. Antwerpen hatte seine Truppe auf Kämpfen eingestellt und im Mittelfeld holte sich ein Roter einen Ball per Kopf, Konter auf halblinks und Riemann hatte in der 7. Minute das Nachsehen gegen Munsy. Die Führung der Würzburger macht Bochum wütend, Losilla hätte fast gelb-rot gesehen, nach 2 Fouls. Glück gehabt in Himmelblau, man fühlt sich kurz fast wie ein Italiener bei Cattenaccio.

Bochum will mehr nach vorne und eine Fehlerkette von Torwart und Abwehr in Rot-Weiß nutzt Novothny zu seinem ersten Tor für den VfL aus einem Gestocher. 1-1 und der VfL ist immer noch balldominant, aber auch die Kickers bleiben gefährlich. Riemann und die Abwehr müssen immer wieder klären und auch der VfL geht aufs zweite Tor. Und Soares macht das 1-2 und der VfL scheint das Spiel zu drehen. Aber beide Abwehrreihen waren in Geberlaune, Sontheimer machte das 2-2 nur kurz nach der Bochumer Führung.

Tesche hatte Losilla ersetzt und Bochum stand hinten nicht massiv wie früher, auswärts gibts jetzt immer zwei Dinger. Das kann von daher heiter werden beim HSV.

Das 2-2 zur Pause war aber verdient, Tabellenletzter sah man eigentlich nur an den Abwehrfehlern.

Bochum versuchte es weiter und auch die Würzburger blieben dran. Zweimal verfehlte ein Kickersspieler den Ball zum 3-2, hier fehlte Glück und Abgezocktheit. Dann konnte Reis mit Ganvoula und Blum Qualität nachlegen als die Kickers etwas müde wurden und Zoller hatte auf halblinks Platz zum kontern und zeigte seine Muckis nach dem 2-3.

Und nun wackelte Bochum erneut und die Roten hatten Chancen, eine ganz große in der Schlußphase als Riemann zum Matchwinner wurde, er fischte einen Unhaltbaren links unten aus dem Toreck. Weltklasse. Bochum ist nun zweiter und hat ein Heimspiel, d.h. wie immer hilft der Coronalockdown dem VfL, warum auch immer. Ich wäre gerne dabei, aber so macht es eine andere Art von Spaß.

Zweiter, Alter.

Tom, CB`93

Final Shutdown of the Würzburg Wave

30. Oktober 2020

Montag macht wieder alles zu - bis auf ALDI, die Schulen, Bayer und die 2. Bundesliga. Sonntag muss der VfL an Allerheiligen in Würzburg ran. Das wäre die Möglichkeit gewesen im Spätherbst zu den dort heimischen Kickers zu fahren und das ist nun im Jahr der geplatzten Träume ein weiteres Geisterspiel. Mittlerweile nimmt man das mit einem Schulterzucken hin, der Amateursport wird komplett gebremst, man ist froh im November spielen zu dürfen. Aber dort, in Unterfranken, zu verlieren - wie in Braunschweig - ist dennoch keine Option, die sich die einkasernierten VfL-Fans wünschen. Thomas Reis Elf will nach dem holprigen Arbeitssieg gegen Aue den mentalen Schwung nutzen, um den Aufsteiger aus Franken zu besiegen. Felix Magath will dem fränkischen Konkurrenten von Nürnberg und Fürth helfen, aus dem großen Schatten vom Club und dem Kleeblatt zu treten. Beim letzten Aufstieg stieg man gleich wieder ab, aber nun soll endlich anders werden. Dazu muss man auch mal gegen Bochum gewinnen, es ist ja nicht so, dass man den Fußballpropheten beleidigt, wenn man das sagt. Es ist möglich wenn Bochums Team Räume lässt, überheblich spielt wie bei Eintracht - und nur in kurzen Phasen – sein Können zeigt.
Aber Bochum fährt als 5. als Favorit zum Aufsteiger. Das Team um Trainer Reis wird die Woche hart arbeiten, um diese Braunschweig- und die Hannover-Experience zu vermeiden.
Gegen Aue trat man im 4-1-4-1 an, mit Novothny, Chibsah, Pantovic und Eisfeld an, man könnte auch im alten 4-2-3-1 mit Ganvoula, Tesche, Blum und Zulj antreten. Der Thomas hat die Qual der Wahl und das ist gut so. Vermutlich wird er eine Mischlösung aufgrund der Trainingseindrücke wählen.
Der Kickers Coach Michael Schiele wurde nach nur drei Auftaktbiederlagen entlassen und Neucoach Marco Antwerpen (zuvor bei Braunschweig entlassen) soll es nun richten. Matthias Lust als Co soll ihm helfen und Magath macht den Flyeralarm Chief of Headquarter Sport. Ob das hilft?
Fakt ist Würzburg ist Letzter mit einem Punkt, ist in der 2. Liga noch ohne Sieg und der VFL Bochum kommt mit der besseren Fußballmanschaft. Nimmt Bochum das Spiel der körperbetonten Kickers an, als wären sie Regensburg, sieht die Chance des VfL gut aus auf einen Auswärtssieg.
Hinfahren kann man Sonntag nicht, aber man kann nochmal in die Kneipe gehen und mein Tip wäre das Zacher (bei Calle) im Bermudadreieck, „support your local pub - before the wavebreak shutdown“.
Es ist wieder die Zauberkugel in die wir Fans gucken müssen, was an dem Tag nach Halloween passiert, aber es ist keine Zauberei, die den Sieg bringt, sondern die harte Trainingsarbeit unter der Woche oder das Fehlen derselben. Aber wir haben Angst vor der üblichen Horrorshow.
Ich hoffe, das Bochum, dass diesmal anders angeht als in Niedersachsen und die Appelle des Trainerteams auf fruchtbaren Boden fallen.
Daher mein Tip, wir siegen knapp 1-2, echt Horrorshow für Würzburg.

Statistik von VfL4u
Sonntag, 01.11.20, 13:30 Uhr, Flyeralarm-Arena

Schiedsrichteransetzung wird erst am Spieltag bekanntgegeben

So könnten sie spielen:
FWK: Giefer - Toko (Ronstadt), Dietz, Ewerton (Douglas), Feick - Hägele (Toko), Sontheimer - Kopacz (Staude), Lotric, Baumann (Herrmann) - Munsy
VfL: Riemann - Gamboa, Lampropoulos, Leitsch, Danilo - Chibsah (Tesche), Losilla - Zoller, Zulj (Eisfeld), Pantovic (Blum) - Ganvoula (Novothny)

Wer alles fehlt:
VfL: Decarli, Weilandt (beide Fußverletzung)
FWK: Hoffmann (Rückenverletzung)

Die letzten (und bisher einzigen) Duelle:
VfL - FWK 2:1 (18.02.17; Weilandt, Wydra, Hoogland (ET)), FWK - VfL 2:0 (09.06.16; Soriano, Benatelli)

Die Bilanz bisher:
Gesamt: 1-0-1

Die Seitenwechsler:
Luke Hemmerich spielte in der Saison 2017/18 für den VfL und nun für Würzburg.
Den umgekehrten Weg ging Patrick Drewes, der von 2017-19 bei den Kickers spielte. Und Matthias hatte beim VfL keine Lust mehr, weiterhin die U19 zu betreuen. Er ist nun bei den Unterfranken Co-Trainer.

Tom, CB`93

Wenn der Jörg einen Steifen hat….

25. Oktober 2020

Der VfL Bochum gewinnt sein erstes Heimspiel (im dritten Match) gegen Erzgebirge Aue verdient mit 2-0. Während man als Bochumer erleichtert in der Tabelle auf Platz 5 schaut, ist Aue durch die zweite Niederlage in Folge ohne eigenes Tor nun unter Bochum gerutscht. Guckt man an der Castroper Straße wieder nach oben, fährt mit einem guten Gefühl nach Würzburg, so verdanken wir Bochumer das auch den vier Neuen in der Startelf des VfL.

Reis ließ Dampf ab, baute um und ließ Eisfeld für Zujl, Nowothny für Ganvoula, Chibsa für Tesche und Pantovic für Blum spielen. Bei Aue in Orange kannte man Männel, Testroet, Cacutalua und Coach Schuster und nach dem Kommentator von Sky auch die drei Damen von der Bank. Aber der Mod würzte sein Spielkommentar nicht nur mit den sächsischen Physiotherapeut*innen, nein, es gab die Kugelschreiberstory, ein Abseitstor von Bochum, die Rote Karte gegen Aue und der Schnürsenkel und am Ende natürlich die Ladies von der Bank: Dabei hätte das Spiel gereicht, aber Dahlmann kommentierte Tauben, Zuschauer und Kugelschreiber als berichtete er vom summer jam und nicht aus dem VONOVIA-Ruhrstadion. So mancher vorm TV dachte, man was labert der für eine gequirlte Kacke.

Bochum machte das 1-0, aber es zählte nicht, da hatte Jörg schon seine Kugelschreiberstory. Bochum hatte das 1-0 sich verdient, ging aber nicht mit einem 1-0 in die Pause. Die Elf von Dirk Schuster war defensiv vielbeinig, aber Bochum weiter, auch nach dem nicht gegebenen 1-0, dominant und ließ fast nichts zu. Die Elf aus dem Erzgebirge hatte wie beim HSV wenig Chancen, weil Bochum hinten fest stand. Vorne spielte der VfL gefällig und hatte Chancen, die man bis zur Pause aber nicht mehr nutzte.

Aber der Auer, der sich nach einem Foul von Soares an ihm beschwerte, senste so “nach”, dass er völlig verdient vom Platz musste. Aber Jörg sah einen Schnürsenkel, der ihn, den Gästekicker, zum Foul zwang. Das sah aber der Spieler anders und Rot blieb verdient Rot. Und wenn man überlegen ist, der Gegner nur sporadisch vor Riemanns Tor kommt, dann ist eine Rote ab der 30. Minute eine Vorentscheidung. Aber bis zur Pause hatten die Blauen ihre Dinge, aber noch zappelte der Ball nicht in Männels Tor. 0-0 vor 300 Leute im Dauerregen, aber Jörg war hoch erregt, wenn z.B. Tauben ins Bild flogen.

Und dann klatschte Testroet mit 3 (in Worten drei) Frauen auf der Bank ab. Nun brach der verbale Samenstau sich endgültig den Weg, der Linienrichter hatte einen Doktortitel und war immerhin kein kommunaler Verwaltungsbeamter. Jörg war in seinem Element und auch Bochum legte wieder zu, war spielbestimmend und wollte sich nach dem 2-2 und 1-1 nicht ein 0-0 gönnen. Indeed, das 1-0 fiel durch Zulj und diesmal zählte es. Und es war sowas von verdient, man ließ Aue einfach nicht nach vorne kommen und hatte eben Zulj und Blum gebracht, dann folgte Ganvoula und am Ende Tesche für Eisfeld, der solide und unauffällig spielte.

Nach dem 1-0 in der 74. ließ Bochum nicht nach und nach einer Traumkombi a la Plaise machte Ganvoula das 2-0 und damit den Deckel drauf gegen 10 Mann. Auch das spielerische der Gäste war überschaubar, aber das war es bei Braunschweig auch und man verlor 2-1.

Diesmal gab es endlich den Heimsieg und man kann trotz verschenkter Punkte nach oben schauen, die 300 Bochumer freuten sich diebisch. Nur Jörg hat SÜD oder NORD oder so.

Fährt man jetzt so fokussiert als Team nach Würzburg und punktet da, ist man für Fürth, den HSV und die Fortuna gerüstet. Das sind viele Abers und das B-Team fällt in manchen Positionen zu stark ab, das es konstant Druck auf die Arrivierten machen kann.

Das bleibt Reis Problem, der diesmal von Taktik über Auswechselungen vieles besser machte als zuletzt.

Schade, dass die meisten das nicht live im Stadion, sondern nur mit Jörgs Kommentar erleben durften. Das ist irgendwie als ob, deine Mutter beim Sex reinkommt, aber zumindest da hätte der Skymod was Qualifiziertes zu zu sagen. Und ich weiß jetzt auch, wer mein neues Sexsymbol ist, außer Matthias. ;-)

Tom, CB’93

BiWis

22. Oktober 2020

Was sich in ein bis zwei Wochen für den Fan gefühlt ändern kann! Letztes Heimspiel gegen OSNA träumte ich - wie viele Fans - von der Blitztabellenführung nach dem Masselsieg in Karlsruhe. Und dann kam die Länderspielpause und man konnte Jogis Ratlosigkeit bewundern, wie man Führungen aus der Hand geben kann, immer und immer wieder. Wir fanden uns da gegen Pauli und Osna wieder, dachten uns, ach guck, so geht es anderen auch.
Dann kam das Spiel in Braunschweig und 22 Minuten war man vor Sky zufrieden, denn als Risikobochumer durften man nicht einreisen. Doch dann verlor die Mannschaft, Führung, Faden und Spielkontrolle und wurde niedergerungen und stellte sich – Fair play hin oder her – dumm an, um zum ersten Mal in der Saison zu verlieren. Eigentlich kann das passieren, so ist Fußball. Die Art und Weise jedoch schockte die optimistischen Fans vor dem TV ein wenig. Okay, es ist Herbst, die Blätter werden gelb und rot und in der Kälte friert so manches Mal das VfL-Fanherz ein. Da nimmt sich Bochum gerne mal ne Auszeit. Und so kam es dann auch. Bochum verlor 1-2. Aber es war erst die zweite Pleite seit März 2020, seit dem ersten Lockdown. Geisterspiele wie Aue vielleicht schon eins sein wird, sind ja garnicht so schlecht, wenn die eigenen Fans nervös werden.
Diese Saison ist aber auch keine Umbruchssaison für den VfL, der Start schien machbar, nun ist man 10. und der Gast vom Sonntag Aue ist trotz des Heimspiels anna Castroper im Moment leichter Favorit. Naja, beim Fußball-Toto würde man vielleicht sagen 33,333 Prozent für jedes Ergebnis. Aber der große Optimismus ist dahin, Sonntag ist Nagelprobe für Reis Team. Und klar, die Gäste aus dem Erzgebrige werden es uns nicht leicht machen, hatten allerdings gegen den HSV beim 3-0 null Chance. Die Hamburger werden wohl durchmarschieren. Wer dann kommt, wird man sehen, wir werden es wohl leider nicht sein. Dabei hatte ich diesmal wirklich drauf gehofft und vier Siege getippt. Robin, ich bin ehrlich, ich tippe diesmal nur 1-1.
Dann kam Dienstag die JHV und die gab richtig zu denken. Nicht weil sie die erste virtuelle war, nein, es wurden von März 2020 bis Mai 2021 mögliche 10 Millionen Einnahmeverluste beschrieben, die natürlich die sportlich nicht automatisch auf Aufstieg gepolte Situation verschärfen könnte.
Hat Reis einen Plan B für sein Team? Wie baut er um gegen Erzgebirge Aue und wechselt er diesmal früher als 74. Minute, wenn der Gegner durch taktische Umstellungen Bochums Spiel zum Wackeln bringt? Man hat dann wieder Zweifel und grübelt wie man die Situation umgehen soll. Denn wenn man jetzt die Wende gegen Aue, Würzburg und Fürth mit drei Siegen furios hinlegt, droht der Verkauf der 2 besten Spieler wie einst in den Achtzigern, damit ging der Vorstand auf der JHV in die mediale Offensive für Offenheit.
Und die Konstanz für zwei Siege hatte dieses Team selten, dazu kommt mit Aue ein kompakter, eingespielter Gegner, der das spielen wird, was er kann, nicht das, was der VfL will. Bochum ist aber vom Papier her immer noch die bessere Mannschaft mit dem besseren Kader.

So kann man, nach dem Ärger nach der Braunschweig-Niederlage mit einem neuen Realismus in das Spiel gegen Veilchen gehen. Irgendwie gewinnen, vielleicht 2-1, das wäre ein Eukalyptus-Balsam auf die erste Herbsterkältung.

Wie könnte Bochum also Sonntag spielen, das tippe ich jetzt man ohne VfL4u, 1848 oder die PK. Natürlich wird Reis nicht sein 3-4-2-1 ändern (gegen Aues 4-1-4-1) oder die eingespielte Stammformation. Er kann maximal Ganvoula, Blum oder Tesche eine Denkpause geben für Nowotny und Chibsa, Meier oder Bonga. Er hat wieder mehr Alternativen, aber der Start war ja nun auch nicht so schlecht, 4-5 Leute aus dem Team zu nehmen. Also wenn Corona und Verletzungen im Training nicht Fakten schaffen maximal Ganvoula draußen - oder Tesche, aber vermutlich nicht mal das. Dann wird Bochum die übliche kontrollierte Offensive starten und hoffentlich etwas länger und konstanter das Spiel kontrollieren: Aue ist eventuell etwas müde vom HSV und daher bleibt die Hoffnung, dass das in Braunschweig nur eine kleine Delle nach unten war.

Ach ja, hat jemand von euch 10 Mios?

So könnten sie spielen:
VfL: Riemann - Gamboa, Lampropoulos, Leitsch, Danilo — Tesche (Masovic) , Losilla - Zoller, Zulj, Blum (Pantovic, Holtmann) - Nowotny (Ganvoula)
Aue: Männel - Rizzutu - Breitkreuz - Gonther- Cacutalua –Riese —- Hochscheid - Samson - Fändrich - Krüger —– Testroet

Tom,CB`93