Wer einsnull führt….

18. März 2019

….der stets verliert. Diesen Spruch hab ich schon Kind mit der Lederpocke auf dem Garagenhof doof gefunden: Ich mag ihn seit diesem Jahr noch weniger, seit der VfL nach einer Auswärtsführung von 1-0 fast regelmäßig verliert. Gestern auf der Alm war es mal wieder soweit. Erst mal waren 2500 Bochumer trotz Sauwetters gut drauf und es gab Pyroshow und gute Laune, was nicht nur am Buskonvoi nach Bielefeld lag. Bielefeldspiele sind seit den Neunzigern in Bochum en vogue, so wie gestern gewöhnt man es den Fans ab.

3-1 schlug die Arminia verdient Bochum, weil das nicht gut war und man einen typischen Heimschiri gegen sich hatte. Aber letztendenlich war man wie so oft in den letzten Wochen verdient Verlierer. Die Ostwestfalen gaben nach der Kölnklatsche von Anfang an Gas - mit den Mitteln rennen und kämpfen -und Bochum zeigte sich wiederholt launisch (verliert jedes zweite Spiel) und begann die erste Halbzeit schlecht. Also man fing schwach an - das ga es auch schon mal schwächer - und verbesserte sich ein wenig. Bochum hatte zweimal Aluglück und ging mit 0-0 in die Pause und damit konnte man zufrieden sein, wenn man im Block A2 in der Sonne saß.

Dass Bochum ohne Hinterseer, Sam und Kruse vorne etwas schwächer ist, geschenkt, aber wenn man dann zweimal ein Tor macht und es wegen Abseits nicht gegeben wird - dann wird es sehr schwer im alten Westderby. Bochum aber machte das 0-1 durch Fabian und ich hatte eigentlich ein gutes Gefühl. Da muss man taktisch dann erst mal das Spiel beruhigen und vom Tor weghalten, theoretisch leicht.

Aber der VfL wirkt schon seit November (man rettete sich in die Winterpause) unstrukturiert, plan- und daher erfolglos. Da hilft kein Schönreden Herr Dutt, die schöne Extrabeilage mit den Fotos vom Trainingslager, wovon zeugt sie? Was haben die Bemühungen seit einem Halben Jahr für das Team gebracht. Viele Spieler sind offensichtlich nicht mehr beim VfL, sondern bei sich und der Zukunft.

Die Arminen spielten einen langen Ball über 60 Meter, Klos kann den locker abtropfen lassen, Schuß von Vogelsammer 1-1. Dann kam noch kurz was von den grünen Bochumern, solange bis die Pfeife zum Handelfer erklang. Klos verwandelte das Geschenk von Janelt und dem Schiri, 2-1 für die Stadt, die es angeblich nicht gibt. Dann konnte ich endlich ne Wurst und ne Pommes holen. Es fiel das 3-1, Bochum brach zwischen 70-88. Minute auseinander und Gyamerah holte sich Rot, um blos nicht gegen den HSV spielen zu müssen. Dieses Profitum ist symptomatisch für den VfL 2019 und macht den Fans wenig Lust auf mehr.

Die meisten gingen stumm nach Hause, wir gingen zu unserem von BO-Ost organisierten Bus und man konnte sich freuen auf Fiege und Gequatsche, Punkte gabs nicht, Rot und sicher eine Strafe für Pyro nahm man mit nach Hause.

Diese 5 Niederlage im 7 Spiel seit Duisburg zeugt und viel, was zZ nicht klappt: Führung halten, auswärts siegen und die Fans begeistern.

Der VfL ist 2019 ein Abturner und so richtig Hoffnung kommt für 2020 nicht auf, da war der Hagelbeginn um 15.00 Uhr passend zur Spielweise.

Robin Dutt und Sebastian Schindzielorz müssen schnell, weise und gut handeln, sonst geht es uns wie Duisburg, Essen oder Wattenscheid. Es ist noch nicht soweit, aber es pressiert.

Oder - um es mit Kai zu sagen #life is good # there is always sun after the rain

Tom,CB’93

P.S.: Grüße an die Ost’ler, Jimbo and the crew

Es fährt ein Bus nach Bielefeld

11. März 2019

Es fährt ein Bus nach Bielefeld. Wenn der VfL Bochum am Sonntag zum Evergreen gegen Arminia Bielefeld auf deren Alm antritt, fahren sicher mehrere Busse, PKW und vielleicht sogar die Bahn – so Gott will – nach Ostwestfalen. Normalerweise ist dieses Duell Ruhrpott gegen Ostwestwesten, speziell aber für Bochum, immer was Besonderes – ein ewigjunger Schlager, etwas worauf man tagelang hin fiebert oder sich zumindest die Woche über freut, ein Westschlager wie sie bei WDR 2 Sabine Töpperwin oder Sven Pistor sagen hören würden.
Man konnte sich Montag mit dem Hamburger Derby (0-4 durch Prinz Asi-Pott Lasogga) aufwärmen, Dienstag erstaunt über den CFC „was ganz schön Braunes hören“ wird und Mittwoch die roten Bayern gegen Roten von Liverpool gucken, um dann Sonntag heiß wie Frittenfett mit dem richtigen Bein auf zu stehen, den Schal anzulegen und ein persönliches Ritual (ich hab da bei Heimspielen eine Bulette bei der Metzgerei Drees im Angebot) zu begehen. Man ist dann schon nervös und etwas fahrig, allein beim Gedanken gleich die Jungs und Mädels zu treffen, dann gemeinsam Unfug zu quatschen, zu trinken und wenn jemand im Auto (oder dem Bus oder dem Zugabteil) furzt, herzlich zu lachen. Aber das täuscht dann nicht darüber hinweg, wie aufgeregt man ist, wenn man an der Gartenanlage (mit der verwinkelten, ganz coolen Bierlokation auf der Alm) ankommt, zum Gästeblock geht, nicht ohne die unzähligen Schlachten mit Yves Gaukler, Matthias Jack, Zoran Mamic, Peter Peschel, König Darius und Co zu erwähnen, die man gemeinsam erlebt hat. Der echte Fan erlebt seinen Schauer dann beim Gang über den Ascheplatz, der auch schon mal tiefgefroren war und der nun wohl windig sein wird.
Aber wenn man dann in Block A eintritt, links unten die Fahnenshow sieht, die Stimmung einatmet, dann vergisst man, dass es nur 9. beim 10. Ist. Man vergisst, dass es um weniger geht, als man in der Erinnerung der glorreichen Zeit erzählt bekommen hat, dass Spieler wie Kruse, Saglam oder vielleicht auch Gyamerah und Hinterseer weniger motiviert sind als wir die Fans. Dass sich vielleicht schon vor dem Ruhrpottderby gegen Duisburg Diskussionen im Team um Zollers Gehalt, das eigene Gehalt und Verträge, die sportlichen Dinge beim VfL nach hinten treten ließen. Da verlor als Folge man viermal in Folge - ehe man dann gegen Dresden und Heidenheim einen Abstiegskampf vermied. Doch die Saison ist damit de facto durch, man geht als Mittelfeldteam ins 10. Jahr Zweite Liga.
Nun Bielefeld verlor 5-1 in Köln und unser Ex-Stürmer Terodde hatte daran großen Anteil. Viele waren traurig als er in Bochum ging und nun droht mit Hinterseer dasselbe, weil auch er einen sehr lukrativen, heißt teuren Vertrag wünscht, auch Gyamerah wird sein Gehalt beim HSV 4-5 Mal mit dem Bochumer Gehalt multiplizieren können. Aber gut, der HSV zahlt vermutlich auch 50.000 Euro, wenn man ihm vor die Tür kackt.
Aber genug der Verbalinjurien, auf zum Match bei den Ostwestfalen. Bochum endlich wieder leicht im Trend nach oben, Bielefeld etwas gedrückt durch das Fiasko in Köln, aber was heißt das schon. Klos, Vogelsammer (bei mir bei Fifa 19 leider auch Bröker) sind sicher gegen den VfL zu hause noch mal motivierter und heiß wie manche Fans. Das brauchen wir, selbst die Langsamkeit eines Fabian, der jedoch alles gibt für seinen Verein.
Der Dutt ist schlau beraten, wenn er eine gute Mischung aus, Neue und Verletzte einbauen und das Grundgerüst, die Grundordnung bewahren und frische Impulse setzen für 2020, mittelt. Da ist er mit Butcher, Sesi und Kaenizg in der Pflicht in der Gegenwart die Zukunft zu bauen. Hoogland schien zuletzt reif für eine Pause und ich würde auch Kruse oder Ganvoula nicht total abschrieben, aber die Spieler, die im Training wohl für vorzeitigen Abgang sorgten, stehen natürlich unter besonderer Beobachtung und haben derzeit einen Nachteil.
Eisfelds Comeback gelang direkt nach dem Pantovic, vielleicht kommen ja Maier und Leitsch bald auch noch mal wieder und wir warten diesmal sogar gerne auf den Sam.

Für Sonntag erwarte ich 2000-3000 Bochumer, dazu etwas Sonne, eine kampfbetonte Partie auf Augenhöhe und Punkte. Mein Resultat bei Fifa war eine 1-0 Niederlage, ich aber glaube an ein Auswärtsremis, 1-1 ist also mein Tip - vielleicht gibt’s ja sogar nach langem mal wieder einen Auswärtssieg, nicht unmöglich.

Daher freue ich mich auch und es gibt einfach auch noch Karten an der Tageskasse für ein Duell der Traditionen ohne Schnickschnack.

Aufstellung:
VfL: Riemann - Römling(Celozzi), Hoogland, Fabian , Gyamerah - Zoller, Janelt (Tesche), Losilla - Pantovic , Lee – Weilandt (Hinterseer)
Bielefeld:Ortega - Clauss, Behrendt, Börner, Hartherz - Prietl - Yabo, Seufert -Edmundsson, Klos, Voglsammer

Dauerwurst

9. März 2019

Früher hat man häufiger den Begriff “Dauerwurst” benutzt, heute hört man das nur noch selten wie “gute Stube”. Manches kommt begrifflich aus der Mode, wie Limonade, Gebau oder Quarzchronometer. Der Begriff des “Arbeitssieges” und “Schlüsselspiels” wird in der Fußballersprache immer noch benutzt. Das 1-0 des VfL gegen Heidenheim vor 13.300 Fans stellte auch laut Gästecoach Schmitz als einen solchen verdienten Arbeitssieg dar. Und Dutt gab ihm recht auf der PK:

Heidenheim hatte 10-15 Minuten mit 2-3 gefährlichen Angriffssituationen und es stand immer noch 0-0 im Ruhrstadion, Riemann hiet die Kiste sauber und war mit Zoller und Lee VfL-Mann des Spiels - und das am Weltfrauentag und Bochums Aktionstag gegen Sexismus, mon dieu.

Nach 15 Minuten bekam der neuformierte VfL (ohne den verschollenen Kruse, Hinterseer, Sam, Maier, Danilo, Leitsch) mit Weilandt, Zoller und Lee die Oberhand im Spiel, die bedeutungslose Eckenstatistik sagte hinterher 10-0 für Bochum. Und ganz ehrlich, diese Zahl beweist bei Bochums Standardschwäche nullkommanix, naja vielleicht dass die Gäste von der Ostalb nicht ihren besten Tag hatten.

Fabian triebt das Team mit nach vorne, Janelt vertrat Soares und Bochum zeigte das beste Spiel seit Wochen, auch wenn es nur ein durchschnittliches Spiel war, das einige VfL-Fans sich auch trotz des Freitagstermins gespart hatten. Aber am Ende verpassten sie insofern etwas, was man in Dresden nur in der 1. Halbzeit gesehen hatte, endlich gaben alle Spieler alles, die auf dem Platz standen.

Bei den Westfalen war Simon Zoller überall anspielbar, technisch stark, hätte im Kicker eine 1 gekriegt, hätte er kurz vor Spielende das 2-0 gemacht. Hat er aber nicht und daher war Torschütze Lee für mich “man of match”.

Weilandt, der seinen Vertrag verlängert hatte, traf nur das Gebälk und man ging zum Pausentee (0-0), um sich keine “kalten Eier” zu holen ähm sorry, sich eine leckere Bierin zu holen.

Ich würde einfach vorschlagen, aufgrund der weltbewegenden Diskussionen nach St. Pauli ne Mottofahrt zu machen: “Mit dem Dieselfahrzeug im Indianderkostüm an die Elbe und sich da ein blutiges Steak bestellen” - lebe am Limit. Nein, im Ernst, fahren wir Sonntag erst mal nach Bielefeld und dann schaun wir erst mal, wie wir Arminia und dann den HSV ärgern können, St Pauli ist ja auch immer in der jüngsten Vergangenheit ein Punktealptraum.

Seit gestern ist Heidenheim kein Alptraum mehr, Bochum zog in der 2. Halbzeit die Zügel straffer und der SVH bekam gelb-rot. Der VfL machte noch mehr Druck, die Fans erwachten und Lee machte das 1-0 unter der leichten Mithilfe von Torhüter Müller.

Nun hatte der VfL alle Trümpfe in der Hand, brachte Eisfeld, Celozzi und am Ende Baumgartner, die sich nahtlos einfügten. Spielerisch merkte man das Fehlen einiger Spieler an, kämpferisch aber kaum.

Dutts Team lieferte und im 6. Spiel gelang endlich ein Sieg, der erste seit Januar. Bochum bleibt 9. und fährt mit Rückenwind nach Bielefeld.

Ich mach jetzt auch keinen Bernd Stelter Witz, dass es Bielefeld nicht gibt. Ich freue mich auf Arminia und den HSV und das ist die gute Nachricht, man freut sich wieder auf den VfL Bochum.

Tom;CB´93

Rommel Abou-Chaker liest auf Berliner Intersex-Toilette die Zeit

7. März 2019

In Heidenheim wurden bestimmte berühmte Persönlichkeiten geboren und das ist lange her. Rommel Abou-Chaker ist ein Berliner Stürmer (und Spielertrainer) beim BFC Preußen und ich weiß nicht, was er von Bushido hält, vermutlich “Snitch”- dasselbe wie Capital Bra wie man so hört. Und ich weiß nicht, ob der Abou-Chaker Filius Marc Schnatterer kennt, in Bochum ist der bekannt. Leider. Ich weiß auch nicht, ob Coach Schmitz Hip Hop hört wie unser Benny, der morgen im Stadion weilt. Ich hab Angst, dass es nur knapp über 10.000 Live Zeugen geben wird Anna Castroper.

In Heidenheim, wo sie - glaub ich - seit 2013 Zweite Liga spielen und immer wieder gut mithalten, gibt das Duo Marc Schnatterer und Trainerfreak Schmitz dem VfL immer - jedes Jahr - neue Rätsel auf. Zuletzt vor einem Jahr, als man Dutts Debüt vor über einem Jahr mit 3-2 versaute, und so ist der SVH auch am Freitag ein Gast, der das Potenzial hat, die Bochumer sieglos Serie auf sechs zu schrauben. Das wird Dutt, der auch vom Süden herkommt, zu verhindern wissen oder verhindern wollen, aber es gibt Hürden. Er nennt in der PK die alte VfL-Mentalität als Vorraussetzung, Zweite Liga ist “Malochen”, der VfL muss wieder da Anknüpfen, wo er gegen Aue und MSV war.

Nun hat Heidenheim auch eine Grippewelle und diverse Ausfälle, aber bei uns sind neben Sam und Maier (mal wieder), Kruse (wo ist der eigentlich?) Danilo sowie Hinterseer wichtige Leute in der Bochumer Offensive. Die Defensive wird durch Fabian verstärkt, der ähnliche Geschwindigkeitsdefizite aufweist wie Hummels und Boateng im Adlerteam. Ok, Boatang hört bestimmt Hip Hop. Das Abservieren des Trios durch Löw verstehe ich in der Sache, ist aber von Stil und Zeitpunkt echt schräg. Aber gut, Dortmund hilft zur Zeit auch das nichts. ;-) Aber das sind Baustellen, da sind wir Vfler meilenweit von weg, obschon mit Klostermann, Goretzka und Gündogan bereits drei Bochumer Jungendspieler das neue Löw Team 2020-2022 mitgestalten werden, aber keiner mehr so richtig lange im VfL-Profi-Team spielte (Gündogan gar nicht)

Und das ist seit 2010, seit dem Abstieg (und dem Abgang Altegoers) das VfL Problem, wir können wenig bis nichts halten, leider. Aber Weilandt ham wa nun und um Hinterseer wird gekämpft. Das ist ja schon mal was-

Morgen werden wir also ohne Stoßstürmer spielen, das ist wie die Umwandlung der Klos vor dem Block A in zwei nigelnagelneue Intersextoiletten, das ist rikant, um inn der Pause in time zum Pieseln zu kommen.

Heidenheim hätte fast oben angeklopft, verlor aber zuletzt gegen Regensburg und nun kommt in Bochum zum schier öden Duell im grauen Bereich. Aber spannend wird ja sein, wie kommt Bochum aus dem Loch und wann vor allem.

Am Besten morgen, am besten mit einem 2-1, ich tippe das mal.

Freitag, 08.03.19, 18:30 Uhr, Vonovia-Ruhrstadion,

Schiedsrichter: René Rohde (Rostocpfiff den VfL zuletzt im Hinspiel)
k Assistenten: Marcel Unger (Halle/Saale), Florian Lechner (Hornstorf)
Vierter Offizieller: Fynn Kohn (Hamburg)

Hinspiel: FCH - VfL 3:2 (29.09.18; Dovedan, Glatzel, Schnatterer; Hinterseer, Hoogland)

Voraussichtliche Aufstellungen:
VfL: Riemann - Römling(Celozzi), Hoogland, Fabian , Gyamerah - Zoller, Janelt (Tesche), Losilla - Pantovic , Lee - Weilandt
FCH: Müller - Theuerkauf, Beermann, Mainka, Busch - Andrich, Griesbeck, Dorsch (Thomalla), Schnatterer - Dovedan, Glatzel

Tom, CB*93

nervt

3. März 2019

Der VfL kann einem echt das Wochenende versauen. Das hat er nun vier Wochen geschafft. Der VfL kann nerven. Greta kann nerven. Staus können nerven. Der VfL kann seine Fans aber auch sehr erfreuen - wie bei den Siegen gegen Köln und Duisburg: Aber das 2-2 bei Dynamo Dresden war irgendwie zwischen Wochenende leicht versauen, doch nerven und irgendwie Hoffnung geben. Am Ende war das 2-2 Remis in Sachsen ein psychologisch wichtiges Zeichen des Duttteams gegen Dresdener, die der Trainerwechsel von Walpurgis nach Fiel inspiriert worden waren.
Dabei konnte man auch dem VfL anmerken, dass die Umstellungen auf fünf Positionen was bewirkt hatten und durchaus Sinn ergaben. Fabian, Losilla, Zoller, Pantovic (erster Einsatz nach Kreuzbandverletzung) und Weilandt begannen für Römling (der später reinkam), Tesche und Lee (der auch für Pantovic reinkam) sowie Baumgartner und Ganvoula (beide nicht im Kader wie Kruse), dazu fehlte der verletzte Eisfeld und auch Sam hatte sich kurzfristig verletzt.
Dresden hatte den Ball, drückte, war aber natürlich nicht sofort mutig nach vorne und war zunächst auf Spielkontrolle bedacht. Dutts Team wirkte schon wacher von der Körpersprache her als gegen Kiel. Weilandt gewann aber wirklich das ganze Spiel kaum Zweikämpfe, wollte aber ebenfalls.
Nach 10 Minuten abtasten schlägt Fabian einen geklärten Ball nach vorne, Hinterseer profitiert von einem Abwehrspieler, der pennt und lässt Torwart Schubert keine Chance bei seinem 13. Ligator - mit einem satten Linksschuss schockt er Dynamo früh. Drei Minuten später klärt ein Dresdener Abwehrspieler einen Ball von Zoller derart ungeschickt, dass der wieder genese Pantovic das 0-2 nachlegen kann. Da haben die Mannen von Fiel kurz den Eindruck gemacht, dass sie das Momentum des Trainerwechsels nicht nutzen können. Zoller vergibt völlig frei vor dem Dresdner Torwart das 0-3 und macht damit den Kruse des Spiels. Nach dem 1-2 der Sachsen kann er wieder eine große Chance nicht verwerten und auch beim 2-2 versucht er noch einen Heber ins Aus. Zoller bleibt uneffektiv wie Weilandt, denen beide wenig gelingt und die in der Drangphase der Dynamos zu sehr abtauchen. Insgesamt ist der VfL zu mutlos in der 2. Halbzeit, in die er ja mit einem 1-2 hinneingeht.

Dass Dresden überhaupt zum Anschluss kommt, ist eine Bochumer Fehlerkette, die symptomatisch ist für die Bochumer 2019. Riemann schlägt nicht so dolle ab (sonst fehlerfrei!), ein Dresdener auf links kriegt den Ball, macht gegen Hoogland und Losilla den Rastelli (mit etwas Glück!) und lässt Fabian wie eine halbbetäubte Giraffe aussehen, dann macht Attic das 1-2. Da werden die Schwarz-Gelben Fans wieder wach, die Spieler haben sowie ständig den Ball und kommen nun, nachdem der VfL die Chance verstreichen ließ, DD aus dem Spiel zu nehmen, in die Hälfte von Blau-Weiß.

Obwohl das 2-2 auf das ganze Spiel sicher mehr als verdient gewesen ist, fiel das Tor für das Fielteam irregulär. Zwei Bochumer (Soares durch Kopfstoß aus Versehen!) liegen auf dem Boden, der Dresdener mit der 40 foult einen Bochumer, doch es gibt Ecke für Dynamo. Die verpennt erneut Fabian und die Hausherren köpfen das 2-2. Der Skykommentator verliert kein Wort über das Foul und zieht sich endgültig das Trikot in schwarz-gelb an. Nervig.

Die 2. Halbzeit kommt nun zu wenig Entlastung, das Mittelfeld ist weit zurück und die Abwehr ist nun endlich fokussiert und aufmerksam. Römeling und Celozzi kommen noch und die Blauen kämpfen nun, sind aber mit Eier so klein wie in Eiswasser aufbewahrt.

Aber der Wille ist dem Duttteam nicht abzusprechen, nicht das 5 Spiel in Serie zu verlieren. Die Dresdener spielen weiter auf Sieg, bauen aber ab der 80 Minute nun auch ab. Dass nun auch kein vernünftiger Konter kommt, das nervt. Dass es kaum eine Chance auf 2-3 gibt, ist schade und daran sollte der VfL für Freitag, fürs Heimspiel gegen Heidenheim, arbeiten. Aber so war das 2-2 ein Erfolg für unsere Nerven, aber Platz 9 ist auch der reale Stand der Leistung eines Teams, was mehr kann, aber wo hinten und vorne Fragezeichen bleiben.

So hat der VfL mal keinem (nicht mal der SG Dynamo Dresden!) das Wochenende versaut, aber es war ein schwerer Gang, der erst kurz mehr versprochen hatte. Es wird mal wieder Zeit, dass jeder Bochumer Spieler den Kampf annnimt, dann kommen auch irgendwann wieder Siege, im Elbflorenz wurde es keiner, aber eben auch keine Niederlage wie in SVS oder ING.

Tom, CB´93

Elbnarren

27. Februar 2019

Früher, zur Zeit der ehemaligen DDR, hieß die Gegend um Dresden mal das „Tal der Ahnungslosen“, weil sie kein Westfernsehen hatten, das war nicht nett. Dann wurden sie von den BFC’lern (da war doch mal was ;-) verspottet als Hinterwäldler („Sachsen macht Faxen!“ „Ihr kauft Bananen für Fünf Mark Zehn!“) und heute, naja sagen wir mal seit den anderen Montagsdemos mit PEGIDA hat Sachsen wieder ein neues Imageproblem. Dabei könnte der Freistaat Sachsen - und das barocke Dresden - wie Bayern ein dt. Vorzeigeland sein, Industrie, Forschung und Tourismus würden noch mehr boomen und aus dem „armen“ Pott würde man staunen, wie Strukturwandel richtig geht. Die Realität ist eine andere, ich bin zum Glück weder nach Tatort Dortmund noch nach Chemnitzer Randale für das Stadtmarketing zuständig, mir reicht schon das Kölner U-Bahndesaster.
Passend dazu hat Dynamo Dresden ein veritables, „an“ politisiertes Gewaltproblem seit ewigen Zeiten und – seien wir ehrlich – sportlich läuft es auch so semi bis mies. In 10 Spielen wurde 9 Mal nicht gewonnen, zack, da musste Trainer Walpurgis gehen und es kommt am Sonntag der schlingernde VfL. Klar, wenn der Dynamo keine Leistung bringt, hilft nur noch der VfL, der sicher ebenfalls ahnungslos wie die Ahnungslosen in die Krise schlitterte.
Vier Niederlagen am Stück in der 2. Liga gab es 2011, danach musste Friedhelm Funkel gehen. In Bochum gehen nun die Gedanken zum Grund der Sinnkrise in viele Richtungen. Die erste These, „typisch VfL“ bringt einen nicht weiter, weil es keine rationale Erklärung darstellt. Dann wird die Kaderzusammensetzung als Grund aufgeführt in Kombination von den kurzen Vertragslaufzeiten. Stöger ging so verloren, jetzt Gyamerah, vermutlich Weilandt und Hinterseer. Die vielen auslaufenden Verträge erklären das desaströse 0-3 gegen Kiel zur Halbzeit nicht umfassend, denn nur drei-vier der Startformation hatten auslaufende Verträge. Dann wird spekuliert, dass ein hochdotierter Zollervertrag die Mannschaft „grün“ werden ließ vor Neid und dass das 2-3 von Köln viel Sand in die Spieleraugen gestreut hat. Fakt ist, seit dem 21.12.2018 hat Bochum kein überzeugendes Spiel mehr gemacht, nicht in der Vorbereitung, nicht gegen Duisburg und die letzten vier Spiele eh nicht. Dutt wird dabei noch die kleinste Rolle zugesprochen bei der Formbeule des VfL .
Ist Sesis Einkaufspolitik zu naiv und unerfahren oder ist das üble Erbe von Hochstätter einfach zu belastend? Macht Dutt taktisch Dinge, die die Spieler nicht verstehen oder sind die überschätzten Namen von Kruse, Sam über Lee bis Weilandt überfordert mit der Dynamik des Krisenmodus des VfL?
Ist die Identifikation mit dem Verein nur bei Fabian echt oder sind es schlicht verunsicherte Sensibelchen, die nun im Hexenkessel Dresden das Narrenschiff retten müssen?
Dutt ist ein erfahrener Mann, der wie die Meisten Trainer strukturkonservatives Denken bevorzugt und Krisen bei Werder und Bayer kennengelernt hat, inklusive einer Eigendynamik, die wie jede Krise, psychologisch alles von den Protagonisten fordert.
Der durchschnittliche, reisefreudige Bochumfan hätte sicher viele Gründe ins schöne Dresden (am Karnevalssonntag) sein Team zu begleiten, doch leider fällt ihm im Moment kein einziger mehr ein. Die Luft scheint raus, wenn man als 8. der Tabelle - mit elf Punkten nach oben und nach – auswärts fährt, um die 5. Niederlage in Serie zu verhindern.
Einer aus dem Whatsapp-Forum bei uns: „Story für das Spiel Sonntag: Dresden startet total verunsichert, macht irgendwann trotzdem wegen unseres Abwehrfehlers das 1-0 und ist dann befreit 3-0. Ein anderer: Alternativ kein Abwehrfehler, sondern eine krasse Fehlentscheidung des Schiedsrichters, die zum 1-0 führt.“
Es gibt sicher nicht viele, die sich trauen, gegen das Team von Interim Fiel und auf den VfL für Sonntag zu setzen.
Dutt wirkt logischerweise nachdenklich und nun braucht er wirklich seine ganze Profi-Erfahrung, um das blau-weiße Ruder rumzureißen und nicht ahnungslos die 530 km zurück zu tuckern und vor allem wieder ohne Punkte. Dutts Team braucht Eier und müsste persönliche Dinge zurückstellen, damit Rosenmontag nicht Tag des moralischen Katers wird.
Ich denke, es gibt ein knappes 2-1 für Dresden, aber mit meinem 4-2 gegen Kiel lag ich ja auch schon daneben: warten wir es ab, der VfL reist aber wieder mit 350 Unentwegten.
Bochum macht das verdiente 0-1 (bessere Spielanlage nach der Anfangsoffensive der Dynamos), Fabian patzt vor dem 1-1 und das 2-1 fällt kurz vor Schluss nach einem ausgeglichenen Kampfspiel. Danach würde sich irgendwann auch mal die Trainerfrage stellen, denn es ist Profifußball und die milden selbstformulierten Ansprüche würden - trotz „nur“ Platz 25. – nicht erreicht, der Abstiegskampf drohte mal wieder. Und dann wird eben auch über den Trainer gesprochen, der im Januar noch als Traumbesetzung galt.
Die wichtigste Frage für den Verein sind aber neben der Personaldiskussion um Dutt/Sesi und 10 Verträge wie die Perspektive Bochums aussieht von 2020 bis 2022. Gibt es das Konzept auf junge Spieler zu setzen? Setzt man auf den Mix oder was kann man erwarten, was die Ausgliederung bringt bezüglich des Personaletats, der ja trotz der vermutlich sinkenden Einnahmesituation steigen soll?
Aber über allem steht der aktuelle Trend und der zeigt leider nach unten oder zeigt uns doch einfach, dass wir Fans ahnungslos snd!
VfL: Riemann — Danilo, Hoogland, Fabian (Baumgartner), Gyamerah (Celozzi) — Losilla, Janelt (Tesche)— Zoller (Kruse) - Lee, Sam—-Hinterseer (Ganvoula)
Dresden: Schubert – Hamalainen – Gonther –Müller – Burnic – Nicolaou – Benatelli – Wahlqvist – Duljevic –Berko -Kone

Tom;CB‘93
Grüße an Jonas, Olli und Olli für die Ideen

Wow, das war mal schlecht

23. Februar 2019

Der durchschnittliche und normale Fußballfan kennt Enttäuschungen aus dem FF und der gemeine VfL-Fan sowie. Das 1-3 heute gegen Kiel sollte dennoch einen weiteren Tiefpunkt in einer langen Reihe von Tiefpunkten darstellen. Das 2-3 von Köln und der Sieg gegen Duisburg scheinen reine Augenwischerei gewesen zu sein. Man kann zu dem Spiel eigentlich nicht viel sagen außer: desolat, unterlegen, peinlich und letztendlich - mit dem 1-3 noch gut bedient. Serra sagte hinterher, “er wollte mit dem Wechsel nach Kiel seine Spielpraxis kriegen” und er machte das 0-2 und bereitete das 0-3 vor. Er hat für sich alles richtig gemacht, nicht mehr an der Castroper Straße zu spielen. Dieser VfL spielt hingegen das Stadion leer.

Dabei war heute eigentlich ein wunderschöner Tag. Die Sonne verdrängte die Wärme langsam und ich ging zum ersten Mal mit meiner Tochter ins Stadion. Nun ist es sicher nicht so, dass viele der 13.200 Unentwegten ein 3-0, 4-0 oder 5-1 erwarteten. Es gab sicher viele pessimistische Einschätzungen (oder realistische, bei drei Niederlagen!), aber die Wirklichkeit stellte alles in den Schatten. Das war heute ein Debakel für den Verein für Leibesübungen 1848.

Dutt hatte durch den Druck unnötiger Niederlagen seine Grundordnung von 4-2-3-1 in 3-5-2 variiert und sechs (!) Leute getauscht. Der Impuls ist grundsätzlich verständlich, aber eine vorsichtigere Strategie wäre vermutlich (im Nachhinein) besser gewesen. Es waren viel, zuviele Wechsel, für ein falsch zusammengestelltes VfL-Team, was offensichtlich überaltert, gedankenlangsam und mittlerweile verunsichert über das Feld schleicht. Die Schleswiger in Rot brauchten nicht mal ihren besten Tag um 0-3 gegen Bochum zu führen bis zum Pausentee.

Wie einst Hannover 2010 in Bochum 0-3 siegte, so richtete das vermeintliche Holzbein den hölzernen VfL heute förmlich hin. Bestimmt 10-12 Chancen hatten die Gäste und das 0-1 fiel nach einem erneuten Fehler von Baumgartner, unser neuer IV, der ähnlich regelmäßig wie Riemann patzt. Auch Dutt machte an diesem Tag viel falsch und so wurde aus diesem Tag ein spielerischer Alptraum für die immer noch treuen Fans.

Kiel immer wieder Kiel, bei Bochum wusste keiner, wie er spielen sollte. Hoogland, auch weit über seinen Zenith hinaus, senste Anna Castroper den roten Kieler um wie bei den Holzfäller Games- schlimmer und dümmer kann man nicht agieren, wie in Ingolstadt ist der Marler ein Totalausfall in der Defensive. 0-2 durch Serra und Bochum taumelte weiter rum. Als ich uns eine Fanta und eine Wurst holte, fiel prompt das 0-3. Zweiter Ball, den Riemann klatschen lässt, 0-3. Diesmal hatte Serra das Tor vorbereitet und das 0-3 war mehr als verdient, ein 0-5 drohte. Und ein 0-5 wäre auch korrekt gewesen, das zeigt auch, wie schwach Duisburg beim 2-1 war. Bochum verlor drei Punkte, Grammozis und die gute Laune vollends. Dazu kassierte der VfL drei Tore in elf Minuten, so sieht ein nervlicher Zusammenbruch aus.

Klar stellte der Trainer wieder um, aber das Spiel war schon nach der Halbzeit verloren - genau wie in Ingolstadt. Bochum taumelt nach vier Niederlagen in den Abstiegskampf mit einer Mannschaft, die für alle erkennbar keine ist. Hier rennt 2019 keiner mehr für den anderen. Einige sind schon weg - Gyamerah, Kruse, einige zu alt - Hoogland, Losilla, einige wissen, sie haben es hinter sich wie Sam oder Lee, dazu ist dieses Konglomerat eben keine, junge, hungrige Einheit, sondern zerfällt vor aller Augen. Die Körpersprache der Spieler ist schlimm, die Einzelaktionen unfreiwillig komisch, Fußball als verlorene Lebenszeit. Viele gingen in der Halbzeit aus dem Block A direkt in die Kneipe.

Das Ausmaß der VfL-Katastrophe bestätigen ja nun auch Trainer und Sportvorstand nach der Heimniederlage, denn nun droht “einem VfB Stuttgart der 2. Liga” der Abstiegskampf. Das ist wie beim Todesstern in Star Wars Episode 4, die Feinde sind zu klein für die Turbolaser. Das 1-3 gegen Kiel fiel, weil Holstein das Resultat verwaltete und ein Bochumer den Torwart foulte, Zoller machte das irreguläre 1-3, sein zweites Tor. Ganvoula spielte zunächst überraschend in der Startelf, aber die ganze Mannschaft spielte so desolat, dass man quasi jedem eine 4-6 als Kickernote geben musste. Einzelkritik ist sinnlos bei so einem Kollektivversagen, bei VfL4u können sie gegen Dresden wieder Kochrezepte tauschen.

Nach dem Abpfiff, nein, es wurde nicht mehr spannend, Pfiffe, das Team mürrisch zur Kurve, aber viele waren einfach schon weg wie meine Tochter. Wer bald noch wiederkommt, wir werden sehen.

Spaß macht das alles 2019 nicht und wenn nicht bald irgendwas passiert, Dutt also den Schlüssel findet, droht der Supergau, der Abstieg in Liga 3.

Wer also ein echter Narr ist, fährt nach Dresden und feiert da verkleidet als Narr den VfL.

Das Ganze ist nun auf einem Level wie bei Rasiejewski und droht komplett aus dem Ruder zu laufen.

Das ist normalerweise der Punkt, wo Nichtchristen anfangen zu beten, zu rennen oder man einfach still nach Hause geht.

Tom,CB`93

P.S.: Lieber kleiner Tom aus Hattingen, wir vom Commando Bochum grüßen dich zurück

Holzbein oder Holzkopf

20. Februar 2019

Samstag ist es mal wieder so weit. Der VfL versucht sich an einem Heimsieg, den ersten nach dem 24. November 2018 gegen Aue - und dem Spiel gegen Duisburg - drei wirklich unnötigen Niederlagen in Serie will - und muss - Dutts Team gegen die höher stehenden Kieler siegen, „koste es, was es wolle“. Also, so werden wir Fans es abgewandelt hören, vermute ich mal. „Endlich mal wieder siegen und über 90 Minuten Konstanz zeigen“ „über den Kampf ins Spiel kommen“ wäre also auch mein Plan - und es wird Butscher und Dutt schwerer fallen als sonst, einen Matchplan gegen das Holzbein zu erstellen. Denn die Leute rund um die Castroper Straße murren logischerweise nach drei Misserfolgserlebnissen gegen vermeintlich schwächere Teams, entweder beim Bäcker oder in den berühmten sozialen Netzwerken.

Ich tippe auf kanpp unter 11.300 Livezeugen und eine desinteressierte Ruhe - außer am Bierstand - gegen die Macht aus Schleswig-Holstein (noch vor dem mächtigen Weiche Flensburg und krassen Lübeckern). (Un-)Lustig ist, Bochum verlor in den Neunzigern 3-0 in Lübeck, vor 15 Monaten 3-0 in Kiel und im Sommer 1-0 in Flensburg, lag ess an der guten, rauhen Seeluft?

Riemann begann seine eigene Fehde mit dem Fehlerteufel (schon damals in Kiel 2017!) gegen den MSV, setzte sie beim SVS fort, vergaß auch gegen Ingolstadt nicht doof auszusehen bim Tor. Nein, ich mache hier weder Witze über die Frisur des Keepers, noch hole ich olle Kamellen von vor dem Kartoffelkrieg raus, aber zu viel ist zu viel, diese Quote muss runter. Dass er das nicht extra macht, davon gehe ich aus, das wäre auch noch bescheuerter. Aber ich kann und will nicht die Leute verurteilen, die dann etwas blöd und unangemessen ausrasten, sondern die permanenten Fehler benennen der Profispieler. Und ich weiß auch ehrlich gesagt nicht, wie das gehen sollen, Herr Hoogland, Fehler konkret zu benennen - ohne Namen zu nennen, man verliert ja auch als Team – und dann auch noch fair sowie sachlich zu bleiben und konstruktiv. Und dann kann man sagen, ja, alle machen Fehler, das stimmt, aber Riemanns waren nun mal maßgeblich daran beteiligt, 2019 fußballmäßig zu versauen. Und es gab sie immer und immer wieder – die Fehler, bei allen Elf, die auf dem Platz waren. Stimmt es in der Mannschaft nicht, kommt der Schlendrian aus mangelnder Anspruchshaltung der Profis? Warum versagen unsere Stürmer vor dem Tor? Ist die Krise bereits nach Dortmund weitergezogen?

Kruse hätte das 2-3 machen könne gegen Paderborn, Baumgartner ist auch oft fehlerhaft, Leitsch war es (beide sehr jung und müssen lernen wie Zagadou eine Liga höher) und Fabian ist eben nicht mehr der schnellste. Hoogland ging lasch in die Zweikämpfe mit dem rechten Flügelspieler, Celozzi pennt gegen Kittel und und und. Was immer Dutt im Trainingslager (2.Ball?) geübt hat oder was immer man sich vorgenommen hatte, einzig die permanente Unkonstanz hat beim VfL Konstanz. Und zuletzt nicht mal das, der VfL fällt bald nach unten, Ende offen. Der Aufstieg ist seit dem Spiel gegen Paderborn nur noch Treibsand, in dem man mental versinkt.
Den nach Kiel gewechselten Janni Serra könnte man Samstagmittag gut gebrauchen, dafür ist nun der zuletzt gesperrte Silvere Ganvoula wieder im Kader, ebenso hoffe ich auf den zuletzt formschwachen Hinterseer und auf Kruses Trotz. Dann ist da ja auch noch Simon Zoller, der zumindest oft vorbereitet.
Im Mittelfeld hat man vermeintlich sehr viele gute Fußballer, aber zu wenig Biss und Galligkeit, „pomadig“ beschreibt es schon gut und seit neustem auch wieder die gute alte „Verunsicherung“.

Konstant war zuletzt beim VfL-Team fast nur Sam, der gegen die Oberbayern ebenso wie Maier nach einer äußerst schlechten Leistung raus musste, der Kicker gab dreimal ne 5, Riemann und eben jene beiden. Aber Riemann gegen Dornebusch austauschen, das wäre so der Tedescostil, Nübel gegen Fährmann, ex und hopp. Also schwierig nicht überflüssigen Aktionismus zu vermeiden, aber dennoch die Probleme nicht auszusitzen.
Holstein Kiel hat die verlorenen Relegationen jeweils relativ gut weggesteckt und ist nun wieder vor dem VfL, wie auch im letzten Jahr eine feste Größe, obwohl der Ex-Trainer Anfang 5 Leute mit nach Köln nahm, lebt Kiel wie eh und je. Davor muss man schon mal den Hut ziehen.
Sesi muss jetzt schaun, dass man ähnlich wie Paderborn und Kiel junge und hungrige Leute holt, nicht so sehr Namen wie sein Vorgänger Hochstätter und das die Mentalität im neuen Kader stimmt. Das wird nicht leicht. Der Umbruch ist eine Chence für den Manager, aber es kann eben auch immer schief gehen.

Ganz ehrlich, das Profis nicht immer alles geben, kennt jedes Profiteam und die Fans geben sicher auf ihrer Arbeit nicht immer alles, aber so wie zuletzt darf sich Bochum einfach nicht präsentieren, Punkt.

Da sie um ihre Verträge spielen, denke ich, gegen Kiel gibt’s einen Ruck und ein 4-2.

Was der Kambodschamann wohl dazu sagt? Wer hat ein Holzbein und wer ist der Holzkopf?

VfL: Riemann (Dornebusch) — Danilo –Hoogland, Fabian — (Baumgartner), Gyamerah (Celozzi) — Tesche (Saglam), Janelt (Maier)— Zoller (Kruse) - Lee, Sam—-Hinterseer (Ganvoula)

Kiel: Kronholm —Dehm, Schmidt, Wahl, J. van den Bergh —Karazor –Mühling — Meffert, Benes — Schindler -Serra

Tom,CB‘93

P.S.: Gruß an die Tipgeber für kleinere Fehler, Losilla ist gesperrt, Danke

Wochenende versauen

17. Februar 2019

Also ich hatte ja überlegt, ob man Ingolstadt - wie Heidelberg zwei Wochen zuvor - einen Besuch abstattet. Das lohnt sich ja wie Rothenburg ob der Tauber, wenn man die ehemalige bayrische Hauptstadt besucht, aber für den VfL lohnt sich zur Zeit nichts mehr. Der VfL verlor- auch wieder irgendwie verdient - 2-1 gegen die Schanzer und das 6-0 aus dem Hinspiel ist Geschichte wie der bayrische Erbfolgekrieg. Bochum taumelt durch die zweite Liga wie ein Ire im Etherrausch, am Ende fällt man meistens hin. Von den letzten 7 Spielen hat man 5 verloren, obwohl Verletzte zurückkommen und man Zoller holte, macht der VfL Bochum zur Zeit vieles falsch. Ich hatte schlicht keinen Bock mehr nach Oberbayern zu fahren und das mit recht. Fünf Stunden im Auto sitzen, in die Nacht starren, das wirkte wenig königlich, dort wo mal der bayrisch König residierte. Der VfL hat uns das Wochenende versaut.
Die ersten 45 Minuten waren dann auch sehr schlecht und Audi 04 ist unter Jens Keller bereit, den VfL früh anzulaufen, zu kämpfen und das reicht zur Zeit leider schon.

Obwohl Dutts Aufstellung plausibel wirkte, stimmte die Einstellung sofort nicht. Pomadig, zweikampfschwach und am Ende trotz Lossila, Maier, Sam, Lee und Zoller unkreativ. Dem Team des VfL fehlt nicht nur die Galligkeit, ihm fehlt auch die Zweikampfhärte und der Torabschluß, der den Treffer erzwingen will.

Ing auf rechts, Hoogland lässt lässig durch, Celozzi träumt und Sonny Kittel sagt DANKE in der Mitte: 1-0. Das, was nun folgte 15 Minuten war “Pleiten, Pech und Pannen”. Und das heißt einmal pro Spiel baut Riemann einen Megabock, gegen den MSV, SVS und nun auch gestern im Audipark gegen ING. Kittel schießt auf die Torwartecke, wieder unzureichend angegriffen, Riemann lässt wie beim Hobbymannschaftenturnier, wenn der Dicke ins Tor darf, durch und leitet damit das Niederlagedreierpack ein. Einige der 1000 Bochumer (und Bayernfans) verloren nun nach dem 2-0 ihre Geduld und beleidigten wohl den Keeper unter der Gürtellinie, das warum ist wohl unwidersprochen, über das wie kann man diskutieren. Aber ich wars nicht da und ich weigere mich jetzt über Reaktionen von Leuten zu reden, die im Gegensatz zur mir bereit waren, die 1100 km zu reisen, um einen VfL zu sehen, der einem das Wochenende versaut, weil er nicht mehr alles gibt, unter seinen Möglichkeiten bleibt und der sicher kein Team hat, was sich zum Erfolg quält oder diesen 100% will. Es war sicher richtig, Gyanerah mal ne “verletzungsbedingte” Denkpause zu geben und janelt sowie Weilandt pausieren zu lassen. Aber hinten war Baumgartner nicht besser als Celozzi, Hoogland oder eben der neue Buhmann Riemann. Aber die Fehler von vor 2 Jahren halten beim talentierten Keeper einzug, der wie Sam im Team wie ein Fremkörper wirkt. Da nützt es auch nichts, dass solche Spieler ein Riesenpotential haben, aber entweder zu oft verletzt sind (Maier) oder eben immer was ist, warum sie patzen: Riemann, Baumgartner und Co.
Dann stimmt was mit dem Zugriff auf die Mannschaft nicht - durch Butscher oder Dutt, da stimmt es im Team nicht oder die Namen, die wir lesen, sind mehr Name als Leistung. Das konnte man gut gegen Paderborn sehen.

Weilandt und Janelt sorgten in der zweiten Halbzeit für mehr Druck (für Sam und Maier), prompt lief es für den VfL, der nun endlich Meter machte. Kruse, Zoller und Weilandt vergaben drei fette Chancen, ehe Janelt ein Tor des Willens schoß: 2-1 - und es waren noch 15 Minuten zu spielen, aber weder Uli Potofski noch die 1000 Fans im Block glaubten noch an ihren VfL. Bochum ist in einer Krise (klein oder groß?), droht abzurutschen und die Torwartdiskussion ist - so oder so - da. Ob eine Trainerdiskussion dazukommt, hängt von Holstein Kiel und Dynamo Dresden ab. Verliert der VfL auch diese beiden Spiele, versaut der VfL nur noch den Leuten das Wochenende, die sich das live reinziehen. Ich habs nicht gemacht und das hat den Ruhepuls beruhigt, aber die die da waren, waren logischerweise stinksauer. Mal schauen wie das Spiel weitergeht.

Keller feierte mit seinem Team einen Achtungserfolg im Abstiegskampf und Bochum verspielt viel Kredit, Image und Entwicklung. Ganz ehrlich, gegen Kiel kommen 12.000 und die Spieler spielen ja eh um ihre neuen Verträge, ich bin sogar verhalten optimistisch, dass man da endlich wieder siegt.

Außer da kommt wieder so ein Eigentor von Riemann, Fabian, Baumgartner oder wem auch immer.

Aber die Saison ist de facto gelaufen, weil die Balance in dieser Mannschaft nicht stimmt. Da passen die Spieler nicht so zusammen, dass man wirklich gemeinsam hoch will. Und das liegt nicht am mächtigen HSV oder dem Modeste FC, sondern an unserer lethargischen Mannschaft und dem Schlendrian vorne sowie den Fehlern hinten. Das reicht nur für das viele Grau des Mittelfeldes und so ist die Arbeit des Duos Sesi/Dutts als nächstes auf dem Prüfstand, außer man gewinnt nun plötzlich.

Bei vielen VfLlern hat man das Desinteresse geweckt. Mal wieder, schade, denn es gibt immer eine Chance nach oben, außer man stellt sich eben so an wie wir.

Und viele haben einfach keinen Bock mehr, sich das Wochenende zu versauen.

Samstag kommt wer auch immer.

Tom,CB`93

Lustlosigkeit

13. Februar 2019

Sitze gerade in so einer Betreuung, wo die Schüler - ganz alleine ohne Lehrer - über ihre Probleme bei ihrer Orientierung reden sollen. Das passt ganz gut, denn der VfL – oder besser seine treuen Fans – werden das auch vor dem Auswärtsspiel in Ingolstadt tun müssen. Wo stehen wir im Februar 2019? Ist die Saison in beide Richtungen gelaufen, fehlt die Konstanz, das Können (Schnelligekit) oder der letzte Biss nach oben - oder sind manche Spieler einfach mehr Namen (Sam, Kruse, Eisfeld, Riemann) als regelmäßige Performance?
Startete man die Rückrunde mit einem Doppelsiegpack gegen Köln und Duisburg, legte man ein teilweise peinliches Doppelpack nach - gegen Sandhausen und Paderborn, wahrlich nicht die absoluten Killerteams der 2. Liga. Aber Paderborns junge Unbekümmerheit und Sandhausens kämpferischer Einsatz reichten, weil Bochum eben nur routinierter Spielfluss war, ohne den Punch nach vorne, die Fehlerlosigkeit hinten (Riemann, Fabian, Baumgartner) und zu viel Alter im Mittelfeld. Losilla und Tesche bauen zu oft ab nach 60 Minuten. Der Trainer, obschon erfahren, wird sich fragen müssen, was in der letzten Winterpause getan wurde, um zweifelsohne gute Fußballer zu einer galligen Einheit a‘ la F95 zu formen, die auch wirklich 3. werden will. Will Sie? Kann Sie?.
Den generellen Willen konnte man dem VfL-Team am Samstag garnicht absprechen, Kruse wollte ja, aber der Grad zwischen Motivation und Übermotivtion konnte man bei Ganvoula gegen Sandhausen sehen.
Dutts Team kommt in Ingolstadt die schwierige Aufgabe zu, die Saison zu retten, die seit Samstag eigentlich vorbei ist. Setzt man Gayamerah auf die Tribüne und lässt Junge Wilde spielen wie Holtkamp, Leitsch, Baack (wenn er fit) und Co. Oder wartet man auf Eisfeld, Janelt, Bandowski? Bringt das überhaupt was, wenn im Team ein Schlendrian ist? Setzt man jetzt erst recht auf Namen oder macht man einen radikalen Schnitt?
Meine Lust auf Ingolstadt ist irgendwie in der Woche nicht besser geworden, ich habe mir Mühe gegeben, aber es kam nicht mehr, der Wille, den VfL dort zu unterstützen fehlte irgendwie wie der letzte Wille des VfL in den letzten beiden Spielen.
Der FCI selbst hat seine Talsohle – 2018 war kein gutes Jahr für die Bayern – so langsam unter dem neuen Trainer Keller überwunden, so scheint es zumindest. Da kommt das Spiel am Samstag gerade recht, für beide Teams- sich zu beweisen – dass sie wieder oben auf sind – oder im Falle von Dutts Team, das nach einem Ab ein Auf folgt.
Dabei hatte man ja 2019 erfolgreich begonnen und nun vermeintlich Spiele vor sich, die man laut Kadereinschätzung gewinnen können sollte. Aber hätte wenn und aber sind trügerische Freunde im Fußball, zumal an der Castroper Straße. Sandhausen war tot und Bochum weckte sie auf. Paderborn schnell im Sturm, das war bekannt, trotzdem wurde man überrannt in Teilen der Abwehr, besser individuelle Fehler rissen mal wieder Riesenlücken ins Defensivgebilde
Bochum muss also uns Fans Samstag zeigen, dass die entstandene Aufregung in Sandhausen und gegen Paderborn übertrieben ist, das Team sich weiterentwickelt, wirklich eins ist und wieder punkten gegen den FCI.
Dann ist es so, dass der 17. den 8. empfängt und das sollten die mitgereisten 800 Fans auch auf dem grünen Rasen über die volle Distanz sehen können. Eine erneute Niederlage wäre ein Novum und würde den Bochumer Herbst .im Frühling komplett machen.

Ich denke, der VfL fängt sich in Teilen, obschon Fabian, Leitsch, Ganvoula, Eisfeld und Bandowski fehlen, kann man spielerisch überzeugen, macht diesmal das 0-1 in der Audiwelt, aber die kleinen Bayern schlagen zurück und machen am Ende das 1-1. Die Bayern-und-der-VfL-Party kann aber nur funktionieren, wenn Dutt und Butschers Mannen abliefern, heißt überzeugen UND punkten.

Die Teams:

FC Ingolstadt: Philipp Tschauner — Paulo Otavio- Mergim Mavraj -Tobias Schröck– Bjorn Paulsen—- Almog Cohen- Christian Träsch —-Robin Krausse- Sonny Kittel -Dario Lezcano- Thomas Pledl

VfL: Riemann — Soares, Hoogland, Baumgartner, Gyamerah (Celozzi) — Losilla, Tesche (Janelt)— Zoller (Kruse) - Lee, Sam—-Hinterseer

Tom,CB;93