Ein Fazit

23. Mai 2017

Am Ende war da etwas wie Enttäuschung im erstmals ausverkauften Ruhrstadion. Platz 6 wäre zeitweise an diesem sonnigen Tag möglich gewesen; Platz 9 ist es am Ende geworden, Platz 12. in der Zuschauertabelle wurde es - hinter Bielefeld, dazu gab es viel Grau zwischen Schwarz/Blau und Weiß bzw. Anfang und Ende des Jahres 2016-2017. Am Anfang den kompletten Sturm verloren - mit Terodde, Bulut, Terrazzino, Haberer -, zwischenzeitlich war das halbe Team verletzt, dazu stellten weder das Glück an sich, noch die Schiris, noch Pfosten oder Latte unsere besten Freunde dar. Es war in Teilen eine Saison zum Vergessen, mit Highlights dazwischen.

Diese Saison sollte eine weitere VfL-Zwischensaison sein, aber sie quälte zu Beginn des Kalenderjahres 2017 die Fans, die Verantwortlichen und die Medienvertreter teilweise über Gebühr. Verbeek fand dann am Ende die richtigen Worte für die Leistungen seines Kaders.

Aber für echten Abstiegskampf sollte die Truppe von Gertjan aber immer zu stark sein, für jedeweden Angriff oben fehlte die Konstanz. Überhaupt fehlte die spielerische Konstanz, mal ein echt eingespieltes Team zu präsentieren. Es fehlte die Konstanz mal drei Spiele zu gewinnen. Es fehlte halt immer etwas.

Gertjan Verbeek schaffte es Spitzenteams wie Stuttgart, Union oder Hannover zu Hause und auswärts paroli zu bieten - und richtig viel schlechter war man nur beim 3-0 in Düsseldorf. Sonst hielt der VfL stets mit, tat aber darüber hinaus zu wenig.

Auswärts konnte man als Fanclub nach Hamburg, Dresden, Würzburg  und München coole Touren machen, meine persönlichen Highlights waren dazu Pauli, ‘60, Nürnberg, Sandhausen, Bielefeld oder der KSC.  

Leider endete der Weg im DFB-Pokal gleich zum Beginn in Hopps Walldorf und die VfL-Fans wussten schnell, wirklich mehr als biederer Durchschnitt war von diesem Team in dieser dezimierten Zusammensetzung nicht zu erwarten. Sollten Rieble, Wydra, Canouse das Turnover schaffen?

Die VfL-Fans waren erstaunlich realistisch, genügsam, besonnen und die chronischen Meckerköppe und Schwarzmaler blieben öfter mal zu Hause oder hielten still. Man ist leider in dieser 2. Liga angekommen, wo man sich nie heimisch fühlen wollte. 

Dort erlebte man ein 5-4 (gegen den Club?) oder auch wichtige Heimsiege gegen Würzburg, Dresden und andere Mittelclubs. Die Heimbilanz blieb bis auf zwei Niederlagen gegen F95 und Pauli sauber, aber es gab lähmend viele (14?) Remis, nicht nur zu Hause, sondern auch auswärts.

 Verbeek und vielen Fans fehlten die Ambitionen des VfL, so quasi ein auf Rasen sichtbares „Adios 2. Liga Plakat“ – und das nicht wie bei 1860 nach unten. Der Glaube ans Happy End fehlt uns nun schon seit 2006, dem letzten Aufstieg.

Wirtschaftlich geht’s dem VfL vor einer möglichen Ausgliederung auf bescheidenem Niveau wieder gut, der Kader ist aufbau-/ausbaufähig, wenn man Geld in die Hand nimmt. Die sportliche Kompetenz scheint gut wie selten, doch das Liebe Geld ist nicht so in Massen vorhanden wie in der direkten Nachbarschaft.

Nur wo käme das Geld sonst her? Goretzkadeal, Teroddeweiterkauf, Platzierungsgelder (teilweise verspielt gegen Pauli) oder eben jene Ausgliederung, die nun bis November ‘17 die spannendste Frage des Vereins VfL Bochum 1848 eV ist – dies sind die Fragen, die wir Fans uns nun stellen müssen und werden.

Bleibt Verbeek bis 2018 - oder bei Aufstieg darüber hinaus, ist Hochstätter noch „on fire“ nach dem geplatzten HSV-Wechsel,  wie wird Wilken E. reagieren, wenn sich nicht 75 % der Mitglieder auf einer (J)HV für die Ausgleiderung entscheiden?

 Ein Fazit dieser Zwischensaison, der ich mal die Note 3- geben würde, hängt auch davon ab, welche Perspektiven nun für 2018 erarbeitet werden. Spielen wir nächstes Jahr wie letztes Jahr endlich oben mit?

Problemzone Sturm: Mlapa ist vor allem in der Rückrunde hängengeblieben in seiner Entwicklung, Wurtz leider auch und Quaschner wird zurecht abgegeben. 

Es fehlen die Flanken von Perthel, die Ballsicherheit von Celozzi und insgesamt das Flügelpiel, wobei ich Gündüz mal als ambitioniert einordne. Ich gönne mir mal hart was.

Wir brauchen Alternativen zu Weiland, dem Stiepermann und die Frage zu Stöger ist, wie fit kommt er zurück?

Stamm wäre der schwankende Riemann (HSV?), Eisfeld, Losilla, Bastians, Fabian, Celozzi, Perthel und der Rest ist für mich optimierbar.

Perspektive haben Janelt, Saglam, Palvinidis oder Gündüz, dazu Bandowski (?) und Merkel (??)! 

Ich persönlich war nach den Heimniederlagen vs Düsseldorf und Pauli besonders sauer, aber sonst sind die ganz großen Enttäuschungen ausgeblieben, zufrieden war man Ende aber eben auch nicht.

 Es steht wieder eine Herkulesaufgabe an, aber in den nächsten beiden Jahren, hat der VfL die Chance, oben anzuklopfen. Das wird aber nicht leicht und viel muss zusammen passen.

 Darauf freue ich mich 2018.

 Tom;CB’93

 P.S.: Glückwünsche an unsere Bayrischen Freunde zur Meisterschaft, an unsere Stuttgarter Freunde zum Aufstieg !

 

 

27.600

21. Mai 2017

Das randvolle Vonovia-Ruhrstadion wurde mit reichlich Sonne durchflutet, die Stimmung in beiden Lagern war prächtig, die Gesänge in der Ost waren laut und euphorisch: Alles war angerichtet: Bochum machte es diesmal schnell, nach 6 Minuten, das 1-0 durch Gündüz, verdient. Im Millionenspiel lag der VfL also fix vorne und die Träume, so die VfL-Fans denn dazu Zeit hatten, waren gerichtet auf die neue Saison, die dann eine bessere sein würde. Doch die VfL-Träume platzen schnell, wie Träume so platzen. Bei Bochum hat man manchmal den Eindruck, solche Träume scheinen da besonders schnell zu platzen. Das 1-1 durch Thy fiel in einer Phase, wo Bochum den Anfangs-Aktionismus eingestellt hatte. Ich stand in der prallen Sonne, der Capo und Dämon peitschten die Ultras plus den Rest an, die Gesänge untermalten einen Traumsonntag bis 16.00 Uhr.

Wäre es nicht um so viel Geld gegangen (Bochum verspielte 1,4 Mios, die möglich waren!), hätte man auch mal lächeln können, als der VfL nach dem Pausentee wirklich das Spielen einstellte bis zur 75 Minute. Fehlte es nun an der richtige Einstellung insgesamt, der Qualität im Spiel nach vorne - oder war es mit Pauli der falsche Gegner - an diesem gefühlten Feiertag?

Doch das flgerichtige 1-1 ließ Bochum immer noch 6. sein, weil Fürth und Heidenheim zurücklagen. Also einfach den Strohhalm nehmen dachte ich und die Sonne strahlte immer noch auf die Ost herab.

Bochum kassierte das 1-2 nach einem Kopfball von Sobiech, weil die Einstellung der Braunen weiterhin stimmte und Bochums Spiel in die Spitze armselig war - zu diesem Zeitpunkt. Wir wollen nicht darüber nachdenken, was Terodde an diesem Tag angestellt hatte. Quaschner spielte nicht (wird zurecht abgegeben), Wurtz wurde zurecht auswechselt und Mlapa spielte wie die gesamte Rückrunde: extrem glücklos - und das ist noch nett ausgedrückt. Man kann auch sagen, er spielte, als hätte man den 1997 Helden Peter Közle in seinem Trikot anstelle des Retrotrikots spielen lassen. Mir wird klar, warum mein Gladbacher Lehrerkollege Mlapa einen Chancentod nennt. Heute war er nicht mal das. Und mir wird klar, warum Köln und Gladbach Terodde jagen und niemand Mlapa. Aber Bochums zweite Heimniederlage kann man nicht an einem Spieler festmachen.

Das 2-2 hätte trotzdem fallen können, aber Hogland vergab in der 75. Minute und Bochum hatte nochmal in der 80. Minute ‘ne Riesenchance und stocherte den Ball nicht rein. In der 85 verlor Bochum, besser Gündüz den Ball und im Konter fiel das 1-3, ich glaube, wieder durch Thy.

Dann hatte Lienen sicher einen guten Tag, Verbeek wird wissen, welche Schlüsse man daraus ziehen muss, aus dem 9. Patz, der sicher auch einer grandiosen Verletzungsmisere geschuldet ist. Aber dass keine Konstanz reinkommt, dass Bochum nach dem 1-2 Sieg nicht auch gegen Pauli siegt, das werden Hochstätter, Verbeek und der Vorstand klären müssen.

Heißt, der Personaletat muss aufgestockt werden, um mehr Qualität in den Kader zu kriegen. Denn das 1-3 kostete nicht nur viel Geld, sondern enttäuschte junge wie alte Fans. Und Bochums Talent Träume platzen zu lassen, ist nicht sexy.

Ich war schon auf der Autobahn nach Köln, als das Frustfiege in der Ritterburg floss. Dort war die Nacht sehr laut gewesen, Köln war ja 5. geworden, wie wir vor 20 Jahren.

Wir sind Neunter in der 2. Liga und Niederlagen wie heute, sind extrem zum Abfucken geeignet, auch wenn man das Saisonziel einstellig erreichte und das trotz Widrigkeiten.

Komisches Ende.

Tom;CB’93

Gruss an die Mädels hinter mir, die waren schon ordentlich laut

Entspannungsbad

17. Mai 2017

Was war das für eine Woche für VfL-Fans! Nach Klassenerhalt und Auswärtssieg fuhr der Verein diese Woche ein Anzahl guter, möglicher finanzieller Nachrichten ein. Die Zukunft scheint wieder etwas rosiger als zuletzt, als man ganz langsam nach unten zu gleiten schien. Gertjan war zwar bei der PK in der Allianz-Arena der gewohnte Grantler, aber er hatte seine “Roten” top eingestellt auf blau-weiße Löwen, die am Ende nasse Pussis waren. An diesem Wortwitz habe ich eine Mittagsaufsicht gefeilt. Wet Tiger babies?

Spaß beiseite, Sonntag kommt Pauli, das Freudenhaus der Liga, das Stadion wird voll und Bochums Ambition ist Platz 6 und ein Heimsieg. Intern hatte man Platz 8 angepeilt, damit hätte man das Soll übertroffen und das bei überschaubarem Glück (alleine in München wieder 2 mal Alu) und viel Verletzungspech.

Gegen Pauli wird neben Perthel, Celozzi, Bandowski, Stöger auch der der Rieble fehlen, dennoch ist Bochum Favorit gegen die Mannen von Ewald Lienen. Aber im Fußball weiß man halt nie, daher hätte auch Würzburg ne Chance in Stuttgart, auch wenn die minimal ist.

Die Kiezkicker ihrerseits können mit jedem Auftritt das Vertrauen in den Cheftrainer wiederherstellen, das man nach dem 1-1 gegen unseren VfL im Hinspiel fast verloren hatte. Da sollte er gehen, er blieb und spielte mit den Braun-Weißen eine respektable Rückrunde.
Ich hätte denen unterwegs mal den Abstieg gegönnt, aber Hamburg ist wie Berlin und München natürlich auch ‘ne spitzen Auswärtstour, nicht so krass wie D. Dresden oder U. Berlin, aber krass genug für Kopf und Brieftasche.

Bochum wird Sonntag siegen wollen und bei vollem Haus, will die Mannschaft nochmal zeigen, was in ihr steckt. Konstanz wäre schön gewesen, aber die Heimstärke und die Endbilanz lassen und ein wenig vergessen, was uns fehlte.

Sicher der Start der letzten beiden Jahre, ein Torjäger, der vor Wurtz und Mlapa trifft, zwei gescheite AVs und einen etwas konstanteren Torwart und die Konstanz überhaupt, mal zwei bis drei Spiele verdient zu siegen, das hat uns gefehlt.

Tip, 3-2 für den VfL.
Voraussichtliche Aufstellungen:
VfL: Riemann - Bastians, Hoogland, Gyamerah - Stiepermann, Janelt, Eisfeld, Losilla, Gündüz (Weilandt) - Quaschner (Mlapa), Wurtz

Aufstellung St. Pauli

Tom,CB’93

Munich Tigers Defeat

15. Mai 2017

Bochums 1-2 Auswärtssieg über die Blauen aus Giesing machte 38.000 Sechziger ziemlich still in der Arena. Auch Herr Ismanik wird ziemlich geschockt gewesen sein, dass der VfL seine Löwen auf Platz 16 schoss. Ich gebe zu, ich hab mit einer Niederlage gerechnet und es wurde ein verdienter Sieg. Es rundete ein perfektes Wochenende in München und Umland ab

Das Wochenende startete für mich mit einer 10 Stunden Flixbusfahrt nach München, dann ins Hotel und morgens ab nach Wolfrahtshausen zum Floss. Dann riß der Himmel auf, vorher konnte man auf der 95 nach Garmisch die Wolken sehen. Das Augustiner vom Fass tat sein Teil dazu, dass selbst Schützen aus Grevenbroich lustig werden. Okay, ich musste mein Trauma von 2011 von Schiri Perl loswerden, sonst blieb alles friedlich, teilweise nass, aber immer sonnig. Nach 6-7 Stunden die Isar runter, wurde dann der letzte Stoffel zum Umarmer und alles war gut, bierselig und selbst der Angermeier parlierte über seine Sechziger. Dann wurde man fast bei der Abfahrt vergessen vom Busfahrer, aber schließlich checkte man in der Arnulfstrasse ein, beim Augustiner. Prost hieß es auch da und dann gab es erste Ausfälle. Ich wurde im Hotel übelst ausgeschlossen, dann fehlte mir plötzlich ne lange Hose und - uuupssss, es stand ne Papiertasche mit ‘ner Hose auffem Gang. Wurde angezogen, weil sie passte und trocken war, doch dass die abgestellt war, um den aufgerissenen Hintern zu verdecken, fiel mir nicht auf. Kann am Augustiner Edelstoff gelegen haben, doch es ging weiter ins Hofbräuhaus, wo ich den Endgegner traf.

Die Giesinger trafen keine Roten und keine Bochumer Ultras, die wegen Nichterlaubnis des Hereinnehmens eines Banners draußen blieben. Das Experiment Stimmung ohne Ultras, es ging schief.

Bochums Team war’s egal, gleich ein Ball an die Latte - und Bochum in Rot war präsent und dominant in der 1. Halbzeit. Dann noch mal Alu, diesmal war es abseits. Aber der stets bemühte Mlapa tunnelte den Keeper der Löwen: 0-1. Verdient, aber nun kam weiß-blau und machte das schnelle 1-1. Schade, denn Bochum war konzentriert, fokussiert, Verbeek hatte seine Spieler passend an ihre Einstellung erinnert.

Den Giesingern gelang nicht viel, auch sie waren bemüht, aber spielerisch fehlte einiges. Während Bielefeld Braunschweig abfertigte und Fortuna in Nürnberg gewann, spielte Bochum professionell. Allerdings fehlte wie die ganze Saison die Konstanz, über 90 Minuten zu zeigen, was möglich ist bzw. wäre.

In der 2. Halbzeit - möglicherweise hatte Ismanik mit seinem Geldkoffer die Bochumer Kabine nicht gefunden - kamen der TSV 1860 auf und hatte mehr vom Spiel, ohne vorne zu gefährlich zu werden.

Als Weilandt kam, wechselte Gertjan den Sieg ein, der Ex-Fürther machte sein 3. Saisontor und der Torjubel der Roten Bochumer vor unserem Block rundete ein perfektes Wochenende ab. Der Himmel über Frötmanning machte die Schleusen auf, aber die Sechziger mit Ihrem “Icho de Puta”-Trainer kamen nicht mehr zum 2-2 und rutschten auf Platz 16 ab.

Würzburg geht, Stand heute, mit dem KSC runter in die Dritte Liga und Bochum schunkelte sich aus dem Wochenende, bierselig, mit Punkten und glücklich.

Noch ein Heimsieg gegen Pauli, dann wäre man vielleicht 6., kassiert für Goretzka (der nach Bayern gehen soll) und dann ham wir einen guten Abschluss einer durchwachsenen Saison. München war top, nein perfekt.

Stimmung ohne Ultras war so wie Münchens Stimmung ab der 82. Minute. Leise. Der Himmel hat geweint und vielleicht müssen die Sechziger nach dem Jahn.

Und Ismanik braucht bald keine Pyramiden aus Glas mit Löwengehege aus Glas mit echten Löwen, er braucht bessere Fußballer und einen sozial verträglichen Trainer.

Vielleicht benennt er die Sechziger um in “Munich Tigers”, wegen dem internationalen Ansatz.

Tom, CB’93

P.S.: Grüsse an Sven B. und Christian vom Commando Ampertal und an den Wolfgang Weiland von Tief im Süden

Munich Tigers Defeat

15. Mai 2017

Bochums 1-2 Auswärtssieg über die Blauen aus Giesing machte 38.000 Sechziger ziemlich still in der Arena. Auch Herr Ismanik wird ziemlich geschockt gewesen sein, dass der VfL seine Löwen auf Platz 16 schoss. Ich gebe zu, ich hab mit einer Niederlage gerechnet und es wurde ein verdienter Sieg.

Das Wochenende startete für mich mit einer 10 Stunden Flixbusfahrt nach München

Jede Minute hat 60 Sekunden

10. Mai 2017

Eigentlich war letzten Sonntag gegen Bielefeld am Ende alles gut. Bochums erneutes 1-1 bedeutete den letzten theoretischen Schritt Richtung Klassenerhalt 2017, Planungssicherheit für 2018 und eine Butterfahrt nach München, wo es nun nur noch um die Goldene Ananas geht - und darum eine überschaubar coole Bochumsaison bierseelig abzuharken. Das können wir gut. Abharken und Bier trinken.

Aber es ist leider im Wesen des Menschen, Dinge zu hinterfragen, zu verbessern und irgendwann wieder eine spannendere, weil erfolgreichere Saison hinzulegen. Ob mit oder ohne Verbeek (gab’s dazu schon mal was halb Offizielles???), mit oder ohne den formschwankenden Riemann, mit oder ohne den nicht unumstrittenen Mlapa auf dem Pin, mit dem Quaschner, Stiepermann, Weilandt oder Gündüz, all das wird auf der Agenda von Hochstätter stehen. Denn am liebsten würden sie, der Christian und der Wilken, im November einen Aufstiegsfavoriten ausgliedern und keinen mausgrauen Zweitligisten, der wir derzeit sind.

18.500 Fans sahen im Ruhrstadion mal wieder ein Mentalitätproblem in der 1. Halbzeit und ein Sturmproblem in der 2. Eine bemühte, aber schwache Arminia wurde nicht nach hause geschickt, nicht nur weil Bastians kein Stürmer ist, sondern weil uns das ganze Jahr der Punch fehlt - im Schatten von Terodde. Dazu eine Verletzten- und Glücksmisere (Alumeister!), das hält eben kein Team 34. Spiele aus und Fragen über Fragen. Die Fans kommen dann nicht in Scharen.

Was wäre mit Celozzi und Perthel passiert, warum kommt Merkel nicht, wann kommt Gündüz am Gegenspieler vorbei?

In München am Sonntag ist das alles nur Nebensache. Die 59 Euro-Sonderzugfahrer, die 2000 Bochumer und uns interessiert am Wochenende fast nur noch der Spaß – zum Glück.

 

Weil Spaß hatten wir auch zu selten an Stiepermann, Quaschner, Weilandt und Co., die schnell zusammengeholt nie wie eine flüssige Einheit auf dem Platz wirkten, die Automatismen griffen bis zuletzt zu wenig. Sicher hatte Verbeek selten dieselbe Elf auf dem Platz, aber mehr Einheit, „mehr Eintracht Braunschweig“ hätte ja dieses Jahr schon geholfen.

 

Sonntag geht es nach einer Floßfahrt auf die Isar (so der Pegel sinkt) und viel Hellem um die goldene Ananas für die Fans und um viel Platzierungsgeld und Ehre für den Verein.

 

Das ist okay so, aber eben nicht mehr. Während die Sechziger wieder mit ihren üblichen chaotischen Verhältnissen kämpfen (der Trainer beschimpfte Lieberknecht als Hurensohn?), der Ismanik hat eh die Kappe verbogen, kämpft das Team Sonntag ab 15.30 gegen den Abstieg.

Und da machte man letztens beim 1-2 Sieg einen großen Schritt, nach 5 Spielen ohne Sieg, um für die Giesinger die Klasse zu halten, vielleicht etwas weniger knapp als bei der Relegation gegen Kiel. Vermutlich sind nächstes Jahr sowohl Kiel als auch 1860 unsere Gegner in der 2. Liga. Zwei coole Touren stehen dann an.

 

Da bei Bochum der ganz große Druck raus ist, wird es schwer in der Allianz Arena eine starke Leistung der Westfalen zu erwarten über 90 Minuten

 

Ich glaube eher, es wird für die Bochumer Auswärtsfans eine coole Tour mit einigen Roten, aber es gibt keine Punkte.

 

Tip, 2-0 für Giesings S-Bahnfahrer.

Voraussichtliche Aufstellungen:
VfL: Riemann - Bastians, Hoogland, Gyamerah - Stiepermann, Janelt, Eisfeld, Losilla, Gündüz (Weilandt) - Quaschner (Mlapa), Wurtz

Aufstellung 1860: Ortega - Pongracic, Ba, Uduokhai - Busch, Lacazette, Liendl, Lumor - Aycicek, Gytkjaer, Aigner.

Tom,CB’93

Klassenerhaltsparty ultra light

7. Mai 2017

Das heutige 1-1 gegen Arminia Bielefeld vor 19.000 Zuschauern sollte ein Spiegelbild der gesamten Saison sein. Keine totale Seuchensaison, sehr durchwachsen, nicht richtig schrecklich, aber eine ohne jedes Glück, komische Schiris, Pfostentreffern, mit vielen, vielen Verletzten und am Ende ist neben dem Klassenerhalt immer noch Platz 6 möglich. Wenn uns vorne nicht so der Punch fehlen würde, wir zwei etatmäßige Aussenverteidiger hätten……wenn…..wenn….wenn.

Hatte zwar auf Heimsieg getippt, aber das 1-1 war ein logisches Ergebnis, auch wenn ein 2-1 fast noch gefallen wäre. Von Bastians vier Chancen brauchen wir hier gar nicht zu reden. Vier Chancen die Bielefelds Begräbnis hätten sein können, aber Felix hatte einfach kein Glück und ließ die Ostwestfalen leben. Bis zu ihrem Match gegen Braunschweig können die Almboys noch hoffen, aber es steht zu befürchten, dass sie dem KSC folgen werden, was ich ihnen bei aller Rivalität nicht gönne. Aber mir schwant nichts Gutes.

Der Luxemburger Coach hatte seine Mannschaft auf einigen Positionen geändert, die Bielefelder waren in Rot gekleidet und auch bissig, aber eben limitiert. Sie begannen aggressiver und Bochum verpennte wieder mal den Start bei guten äußeren Bedingungen. Rot kam und Blau spielte unpräzise, vor allem Stiepermann und Weilandt. Riemann patze übel beim 0-1 und seine Leistung heute war insgesamt richtig schlecht. Komische Abwürfe, merkwürdiges Stellungsspiel. Was ist mit dem Keeper los, der angeblich vom HSV umworben wird?

Insgesamt zeigte der VfL nach dem 0-1 etwas Sommerfußball und auch wenn Verbeeks Mannen immer besser ins Spiel kamen - 1-2 Chancen hatten die Gäste noch das 0-2 zu machen und heute wäre wohl kein 2. Dresden drin gewesen.

Schade um die vielen Kinder und interessierten Zuschauer, die eher die Choreos und die Bielefelder Einheitstracht bewundern sollten, als das, was Bochum auf dem Rasen bot.

Nach dem Pausentee wurde es etwas besser, aber Fehlpässe waren viel zu oft die Regel. Stiepermann folgte Weilandt unter die Dusche und Bochum bekam mehr und mehr die Ballkontrolle. Saglam, Güngüz und Quaschner machten nun Alarm, wobei nicht alles gelang.

Dann hatte Bastians seine vier Chancen. Es begann mit einem Kopfball, der eine Rückgabe war. Dann folgten zwei weitere und einmal wurde die Latte getroffen. Nun sollte das 1-1 durch Gündüz folgen und das war nun hoch verdient. Denn die Ostwestfalen versuchten 45 Minuten vor ihrem zugegebenermaßen tollen Block das 0-1 zu halten, ohne für Entlastung zu sorgen. Sowas geht selten gut. Dann, nach dem 1-1, drückten sie kurz, bis sie merkten, mehr ist heute doch nicht drin und sich einigelten.

Dann fiel fast noch das 2-1, aber ganz ehrlich: Wurtz und Mlapa waren heute einfach nicht torgefährlich, da muss für nächstes Jahr was passieren.

Vielleicht gehört den jungen Spielern ja die Zukunft, aber die Klassenerhaltparty fiel nach dem gefühlten 50ten 1-1 etwas milder aus, Party ultra light. Naja, nach dem Dresdenspiel war ja so eher die Klassenerhaltparty, heute war Sonntag und das Spiel so lala.

Als interessierter Zuschauer wäre es mir zu fade gewesen. Als Fan war ich am Ende erleichtert, dass 1860 und Pauli Spaßtage werden.

Und der Kambodschamann ging auch schon früher. Sonst hätte er auch noch was gesagt.

Am Ende war es die Freude, dass es bald zu Ende ist. Der VfL hat uns dieses Jahr wieder gezeigt. Abhaken und neu starten.

Bis 1860 … da wird die Isar schiffbar gemacht.

Tom,CB’93

Kann man mit dem Fahrrad zu McDrive?

3. Mai 2017

Wenn der VfL-Bochum Sonntag am 32. Spieltag im Vonovia-Ruhrstadion gegen Arminia Bielefeld spielt, dann könnten sich 15.000 VfL-Fans fast entspannt zurücklehnen. Also wenn man sich auch theoretisch retten will, für die Ehre oder wenn man noch 5. ter werden will (wie ich!), dann nicht. Aber nach dem 4-2 Sieg gegen Dynamo und 40 Punkten, ist der große Druck raus. Hätte Arminia gegen Fürth gewonnen, hätte Dresden das 0-3 gemacht, dann wäre unsere Westwestfalen in Not gekommen. So sind Sonntag die Ostwestfalen in Not, es könnte die Arminia gut erwischen. Nicht, dass ich das will, das nicht, aber ich fürchte, die beißen ins Grass mit dem KSC. Schade um zwei Traditionsclub, aber auch eine Mahnung an uns selbst, wie es laufen kann. Dafür steht der MSV vor der Rückkehr in die 2. Liga - und das ist gut so. Wir brauchen wieder mehr Westduelle. Aber soweit den Ostwestfalenidis am nächsten We was zu wünschen, so weit geht die Liebe nicht.

Nein, die sollen mal schön verkacken und ihre Auswärtsbilanz ist auch mies. Beim VfL kann man personell aus dem Vollen schöpfen und nervenfrei aufspielen. Das birgt auch Risiken in sich, aber ein dritter Heimsieg in Folge würde nicht nur Planungssicherheit bringen, es würde auch zeigen, “wir greifen nächste Saison wieder oben an”.

Die Ausgliederungsdiskussion ist dann verstärkt eröffnet, weil die zusätzlichen Mittel, die dann versprochen würden, interessanter erschienen.

Aber das ist zuviel in die Zukunft geschaut, denn Spieltag ist immer Feiertag und auch Sonntags, wo man saufmäßig eher halbgas macht und dann natürlich auch mehr vom Spiel mitkriegt.

Ich denke Bochum wird sich nicht so eine 1. Halbzeit leisten wie gegen Dresden und Würzburg, aber die 2. Hälfte wird auch nicht so furios. Mein Tip, wir gewinnen 2-1 und baggern dann an Klos, wenn Bielefeld absteigt.

Aber hey, wenn sie Sonntag verloren haben, wünsch ich den Bielefeldern doch sogar etwas Glück, soll doch Würzburg runtergehen.

Bis dahin “Tod und Hass dem DSC!” ;-) )))

Voraussichtliche Aufstellungen:
VfL: Riemann - Bastians, Hoogland, Gyamerah - Stiepermann, Janelt, Eisfeld, Losilla, Gündüz (Weilandt) - Quaschner (Mlapa), Wurtz

Tom,CB’93

Dü dü dü dü dü dü …scheiß Dünamo

30. April 2017

Das 4-2 des VfL gegen Dynamo Dresden vorgestern im Ruhrstadion war sicher einer der ewig unvergesslichen VfL Bochum-Abende. Viele Fans der 17.200 (minus die 1500 Dresdener!) Zuschauer werden sich noch lange an diesen triumphalen Heimsiegabend erinnern und die biermäßigen Nachwehen.

Zunächst einmal wurden die Fans der Blau Weißen hart geprüft. Kaum hatte man Platz genommen oder stand gut, begannen die Dynamos zu wirbeln, Bochum lief 45 Minuten stets hinterher und kam garnicht in die Zweikämpfe. So konnte man das Übel sehen kommen, bei bestem Fußballwetter. Dynamo passte fix, Janelt lief hinterher und zahlte bei Hauptmanns  0-1 Lehrgeld, er bleibt ein Riesentalent. Ein Warnschuß für die Bochumer? Pustekuchen, der VfL verlor weiter jeden Zweikampf (oder standen weit weg) und die Dresdener tauchten vor allem in der linken Seite auf (von uns aus gesehen rechts, Gyamerah fand nicht statt) und führten Bochum in dieser Phase richtig vor. Kutschke hatte auch seine Chance, er traf zum Glück nicht. Das 0-2 durch Gogia begann mit einem Übersteiger und dann sahen Bastians und auch Riemann nicht richtig gut aus. Aber die zwei schwarz-gelben Tore waren aus Sicht der Sachsen dennoch zu wenig; es gab bestimmt 3-4 weitere hochkarätige Chancen. Aber hätte hätte Fahrradkette. Der Dresdener Block war ebenso top, es hätte ein guter Abend für den Dynamo werden können. Aber das 0-3 fiel eben nicht und die 16.000 Bochumer pfiffen zu recht zur Pause.

Was Verbeek seinen Mannen gesagt und was Neuhaus wohl nicht gesagt hat, ist Spekulation, aber nach der Halbzeit ging ein Ruck durchs VfL-Team, die Mannschaft zeigte Herz.

Es verbietet sich davor  ein Einzelkritik, denn alle 11 Spieler kamen die erste Halbzeit einfach nicht ins Spiel und hätten dasselbe schon nach dieser unterirdischen Halbzeit hoch verlieren können. Die Scharpenbergs warteten am Bierstand auf die Wende und das taten vermutlich auch noch andere. Die Hoffnung war eine kleine Pflanze.

Sie verpassten zwei Bochumtore in 42 Sekunden. Eisfeld, von Losilla bedient, verkürzte eiskalt zum 1-2 nach dem Pausentee. Doch dann machte Dresden den Fehler, geschockt zu sein, statt weiter zu machen. Stiepermann bis dato noch nicht der Goalgetter, mit einer Energieleistung, machte das 2-2. Das Stadion schien zu explodieren, Bochum plötzlich ohne Abstiegsangst und die Fans erwacht. Das 3-2 hätte auch sofort fallen können, doch Stiepi machte das Doppelpack nicht. Dafür war die Stimmung an der Castroper prächtig und bei Losillas 3-2 lag man sich schließlich glücklich in den Armen. Das Bier floß nun entspannter die Kehlen runter, der schwarz-gelbe Block schwieg, wir sangen “Dü dü dü dü dü dü, scheiß Dünämö!”.

Dann endlich reagierten die Dresdener wieder, aber sie konnten nun ihrerseits den Schalter nicht mehr umlegen. Man sah also zwei komplett gegensätzliche Halbzeiten. Bochum machte weiter Druck und Saglam erlöste die für Maiabend vorbereiteten Fans mit dem 4-2, der Rest war Jubel, Fiege und Heiterkeit.

“Ihr könnte nach Hause fahren!” hallte es de Gästefans entgegen und die Bochumer Mannschaft hatte mit dem Heimsieg die Klasse wohl klargemacht. Die Bielefelder waren zwischenzeitlich sehr nah dran und kommen nun Sonntag als zitternde Ostwestfalen nach Westwestfalen. Ich freu mich drauf.

Wir könnten sogar noch fünfter werden und eine Mannschaft planen, die sogar wieder oben angreift. Das ist eine Nachricht, die dieser Abend in die 2. Liga entsannte. Aber für uns Fans, war das Balsam auf die geschundene Fanseele. Es gab keinen, der nicht glückseelig von diesem Abend berichten wird. Die Dresdener werden das anders sehen und sollen heute bei Preußen Münster gegen FSV Zwickau auftauchen. Wer sowas mag!

Wir gingen zur Burg - und natürlich zum Zelt in Harpen. Das 629. Maibendfest hatte viel besser begonnen als vor 3 Jahren, als man 1-4 gegen Bielefeld verlor.

Bochum feierte als Stadt den Klassenerhalt und guckt wieder freudig in die Zukunft, die schon Herausforderungen beinhaltet. Aber mein VfL braucht kein Wunder mehr. Fragt mal beim KSC nach, wie sich der Gang in die dritte Liga anfühlt.

Ich bin einfach nur glücklich.

Tom;CB’93

P.S.: Gruss an den VfL-Jesus, der nicht ins Kult reinkam und die Pommesbude am Stadion, netter, schneller Service

Wir müssen zahlen… für die Assozialen

27. April 2017

Diesen Gesang hab ich mal in den Neunzigern im Ruhrstadion in der Ost aufgeschnappt, exakt gegen Dynamo Dresden. Ob’s da nur um den Soli ging, Elbkaida, einfach Assos oder eher so allgemein, man weiß es nicht.

Freitag, ab 18.30 Uhr, geht’s halt auf jeden Fall um den Klassenerhalt und um die Fernsehgelder von SKY 2018, also um mehr als drei Punkte. Also nicht für D. Dresden, die hätten heuer fast noch oben mitgespielt, sondern für uns wackere Westfalen, die wir mal wieder eher unten als oben feststecken. Leider fast normal, denn der VfL, nun schon seit 7 Jahren Zweitligist, ist davon 5 Jahre unten und 2 Jahre oben mit dabei. Insofern ist Verbeeks verletzungsgeplagte Truppe im mausgrauen Soll und so kommt zum 629. Maiabendfest sowas wie Spannung auf - und vielleicht kommen da ja noch ein paar Stadtkinder mehr zum Vorglühen ins Vonovia-Ruhrstadion. Das wäre ja was.

Der Trainer, einst Kind dieser Stadt in einem Vorort, hat nach Union Schwung in den zweiten Osttraditionsclub gebracht und steht Verbeek in Sachen taktischem Geschick sicher nicht viel nach. Uwe Neuhaus kommt an. Die Dresdener kommen morgen mit viel Fans,  Tradition und Power nach Westen, aber auch mit Problemen im Gepäck nach Bochum. Das Image dieser Barockschönheit hat nicht nur unter Bomben sondern auch der Gegenwart gelitten. Egal ob Pegida, Maikrawalle oder rechtsoffene Schlägerfans, der Dynamo aus Dresden (und leider auch der aus Berlin) hat keinen guten Ruf im Westen. Dabei sind die Choreografien top, die sächsische Fußballleidenschaft, Gesangswut und Leidensfähigkeit sind legendär. Aber immer wenn man von der Traditions-Alternative zu Red Bull Leipzig schwärmen möchte, gibt’s Meldungen Krawalle, Ausschreitungen und rechte Ausrutscher - und das sind oft eben keine Fake News. Dagegen tut man viel im Verein, ähnlich wie in Dortmund leidet der Verein unter dem Naziimage ihrer krassen Fans. Bei den Ausschreitungen von Heidenau sieht man eben auch Leute mit dem Doppel-D auf den Shirts. Viele sagen dann einfach, das passt. Klar dass die schwarz-gelben auch andere Fans haben, ihr Image wird geprägt durch die, die in Bochum eine Würstchenbude plünderten.

In Bochum hat man solche Probleme eher weniger, da bleiben schlicht die Zuschauer aus, weil man nicht mehr oben angreifen kann. Egal ob Verkäufe vorne, Verletze hinten und mangelnde Eingespieltheit und Konstanz insgesamt, der Holländer hat nicht unbedingt ein ruhiges letztes Jahr anna Castroper. Dazu fehlt ihm eben ein Team mit Ersatz auf dass er eben nie zurückgreifen kann.

Doch Verlieren tut der VfL zuletzt im heimischen Stadion dennoch selten (nur F95) und die 3000 Sachsen auf der West sind jetzt auch nicht so laut, dass man Angst haben müsste, wie in Dresden beim Weg vom Hbf. zum Glücksgasstadion.

In Bochum sind alle Bochumer Jungen gespannt, ob ein Heimsieg wie gegen Fürth gelingt, denn auch der Dynamo ist vier Tage vor Schluss jenseits von Gut und Böse, will aber die jüngsten Niederlagen ausmerzen. Aber vielleicht fehlt das der letzte Funke.

Ich kann mich an soviele Duelle gegen die Dresdener erinnern, so dass ich mich sehr auf Freitag freue. Also auch wegen des Bieres, klar. Bochums Spieler wissen sicher, worum es geht und werden Vollgas geben, hinten stehen die Bochumer ja eh und Riemann ist fast immer Bombe. Und vorne müssen mal wieder Mlapa und Wurtz bomben, dann wird’s auch was mit dem Heimsieg. Irgendwie glaub ich sogar, die Stimmung wird richtig gut Freitagabend unter Flutlicht.

Nun, Braunschweig fix abgehakt, wo man unglücklich 2-0 verlor (Wurtz muss das 1-1 machen!), Dresden vor der Brust, das ist zumindest nicht langweilig. Leider etwas zu viel Spannung für Kaderplaner, Ausgliederer und Antiausgliederer, denn über allen Themen tront der theoretische Klassenerhalt, den wir bitte nicht am letzten Spieltag gegen Pauli klarmachen müssen, wenn uns nicht die Faust des Ostens, sondern süßer Geruch aus der Fankurve “droht”.

Freitag wird echt Fußball, mit Schützen, Fiege, Stimmung und Bratwurst - und bitte - einem Heimsieg. Okay, der Kambodschamann wird fehlen, aber ich tippe wie immer 1-1. Nein, ich glaube ein 2-1 wie 2012 wird’s, damals machte Slawo das Siegtor und morgen siegt der VfL. Wetten?

Statistik wie immer im VfL4u:

Freitag, 28.04.17, 18:30 Uhr, Vonovia-Ruhrstadion

Schiedsrichter: Lasse Koslowski (Berlin, pfiff den VfL zuletzt beim 5:4 gegen Nürnberg in der Hinrunde)
Assistenten: Henry Müller (Cottbus), Robert Wessel (Berlin)
4. Offizieller: Johann Pfeifer (Rodgau)

Hinspiel: DD - VfL 2:2 (26.11.16; Aosman, Kutschke; Wurtz, Mlapa)

Voraussichtliche Aufstellungen:
VfL: Riemann - Bastians, Hoogland, Gyamerah - Stiepermann, Janelt, Eisfeld, Losilla, Gündüz (Weilandt) - Quaschner (Mlapa), Wurtz
DD: Schwäbe - Heise, Ballas, J. Müller, Kreuzer - Stefaniak, Aosman (Hauptmann), Konrad, Lambertz, Gogia - Kutschke