Halbe Metamorphose

23. September 2018

Das 2-2 durch J. Serra per Kopf - in der 91. Minute ! - ärgerte die VfL-Fans doch sehr, hatten sie bis dahin doch die Blitztabellenführung inne, eine gute Leistung gesehen und der VfL als starker Gast einen Sieg hoch verdient gehabt. Kurioserweise sieht die Homepage des VfL das grundverschieden. Endlich einen Bochum-Sieg gegen Kiel, endlich einen Sieg im herbstlichen Norden, es wurde leider wieder nichts. Sehr Schade, denn das Spiel kam dem VfL Bochum eigentlich entgegen und ich ärgerte mich zunächst ein wenig, dass ich ausgerechnet diese Partie auserkoren hatte, das erste Pflichtspiel des VfL dieses Jahr zu verpassen. So konnte meine große Tochter “Ei-machen” nach dem 2-2, immerhin.

Aber eigentlich zeigte der VfL nach dem 6-0 gegen Ingolstadt erneut eine starke Leistung an der Förde vor 8800 Zuschauern und niemand musste bange sein, vor den Spielen gegen Dresden und Heidenheim.

Bochum hatte einige Chancen die ersten Minuten, Kiel aber auch und beide Teams lieferten sich einen intensiven Fight bei widrigen Windbedingungen. Bochum knickte diesmal nicht nach 30 Minuten wie vor einem Jahr, im Gegenteil, Lukas Hinterseer machte sein 1-0 und er beendete das Ganze mit einem 2-3, was wegen Abseits nicht zählte.

Der VfL führte 0-1 und Tom Weilandt prüfte den Kieler Torwart, der das 0-2 verhinderte. Auch Riemann musste immer wieder sein Können zeigen und wehrte oft gegen Blaue Störche ab.

Bochum spielte zwar in Grau, aber eben dennoch nicht eine mausgraue Partie, sondern beherzt und selbstbewusst gegen “den echten Norden”. Die Kieler hatten 1-4 gegen Fürth vergeigt und wollten das nun wettmachen. Aber es ging mit der knappen Führung zum Pausentee und dann kamen die Schleswiger motiviert raus und bauten Druck auf, aus dem sich der VfL befreien konnte. Trotz der Langzeitverletzungen von Pantovic, Eisfeld und Bandowski konnte Dutt mit Sam, Lee, Ganvoula Hochkaräter auf die Bank setzen, weil “never Change a winning team” auch heute noch gilt.

Den Kieler Ausgleich verhinderte die Bank leider auch nicht, aber nach dem 1-1 hatte das Holzbein Chancen zum 2-1, aber grau-schwarz eben auch zum 1-2. Das Spiel ging hin und her, aber Robin Dutt, hat Bochum eben so weiterentwickelt, dass Weiland sein Drittes Tor zum 1-2 machte und der Bochumblock diesmal auch wieder mit Ultras jubeln konnte. Sie sind stimmungsmachen ebenso zurück wie die stete Torgefahr, die Anfang der Saison noch ein laues Lüftchen war.

Und nun war wieder das Problem, das konnte nicht vernünftig zu Ende gespielt wurden obwohl nun Sam und am Ende zum Absichern Fabian reinkamen. Fabians Einwechselung sollte gestern unter keinem guten Stern stehen. Kiel machte die letzten Zehn Minuten noch mal Druck mit dem Ostsseewind im Rücken, das war ja klar.

Kinsombi mit Hackentrick, schöne ungehinderte Flanke rein, Leitsch naiv gegen Serra, das 2-2 fiel zur Unzeit und Holstein versuchte gar noch das 3-2, was Bochum aber schoss und es zählte zurecht nicht. Merde. Das letzte Quentchen fehlte, um die Serie auszubauen, aber schon gegen die wiedererstarkten Dynamos Dienstag kann es weitergehen.

Positiv in Bochum ist der gespielte Fußball, der Trend im Verein, die Ergebnisse und dass die Ultras wieder supporttechnisch an Bord sind. machte vor dem TV ein schöneres und lauteres Bild.

Kommt und schaut am Dienstag, schade, so ein Spiel gehört auf einen Fr oder Sa.

Tom;CB’93

Orkan im Fiegegläschen

21. September 2018

Die Redewendung “Sturm im Wasserglas” bezieht sich auf einen kleinen Anlass, um den große Aufregung gemacht wird – oder auch “viel Wirbel um Nichts”. Unter einem Sturm versteht man ein Unwetter mit starkem Regen und Wind. Aber könnt ihr euch den in einem 7 Minuten Fiege-Glas vorstellen?

Der VfL Bochum spielt zum zweiten Mal in der Liga in Kiel und will nicht wieder - wie vor einem Jahr - an der Förde sang- und klanglos mit 3-0 untergehen. Dutt will sicher garnicht verlieren, auch nicht knapp. Nun hat man mit dem 6-0 gezeigt, dass man es kann, wenn es läuft und will dieses geniale Gefühl, in den Herbst retten. Als man gegen Köln 0-2 verlor, war es superheiß und in Flensburg nahte der Herbst schon ein ganz klein wenig. Man verlor wieder. Nun kommen ab Sonntag starke Stürme und auch der Ort des Matrosenaufstandes von 1918 wird ordentlich durchgeblasen. Aber muss man deshalb bei den Störchen den Salat geben? Sicher nicht.

Auf der JHV war ich zwar nicht, aber man hört ja dies und das. 100 Gegenstimmen sind ein blaues Auge für Villis, mehr aber nicht. Die Ultras, die die Fans gegen Ingolstadt aufgefordert hatten, zu kommen und riefen indirekt oder implizit auf, gegen die Entlastung des Vorstandes zu votieren. Dann gingen sie. Wir wissen jetzt, unser Ex-Member Ivo sagt, der Verein sei damit für ihn gestorben. Nun denn, Reisende soll man niht aufhalten, selbst wenn es schade ist.

Schade wäre, wenn die Kieler Bochums Kampf um Plätze nahe beim HSV verhindern würden oder einen Dämpfer versetzen würden. Sie tun es nicht, wenn der VfL-Tross fokussiert ist und das Team auf dem stürmischen schleswigschen Wiesengrund auch den Kampf annimmt und - weiterhin ohne Bandowski und Eisfeld - aus dem eigenen Ballbesitz heraus - oder aus dem Angriffspressing heraus schnell nach vorne auf Kruse, Weilandt, Hintersser oder Sam in Schußposition bringen und sagen wir mal 2-3 vollstrecken. Ein dreckiges 1-0 ist auch ok. Man darf gespannt sein auf das Ultracomeback - so es denn kommt - in Kiel, da wo man im Oktober 2017 zuletzt Vollgas gab.

Das wäre ja was, Comeback mit Auswärtssieg, sich oben festsetzen und den Sturm auf der Couch vorbeiziehen lassen, den Sturm im Wasserglas. Hoffentlich.

Tip: 0-1

Statistik von VfL4u:

Samstag, 22.09.18, 13:00 Uhr, Holstein-Stadion

Schiedsrichter: Tobias Reichel (Stuttgart, pfiff den VfL noch nie, war 4. Offizieller beim 1:0-Sieg in Ingolstadt im März 2018)
Assistenten: Asmir Osmanagic (Stuttgart), Tobias Endriß (Bad Ditzenbach)
4. Offizieller: Jan Neitzel-Petersen (Hamburg)

Die letzten Spiele gegen Kiel: KSV - VfL 3:0 (30.09.17; Riemann (ET), Czichos, Drexler); VfL - KSV 1:1 (10.03.18; Stöger; Ducksch)

Voraussichtliche Aufstellungen:
KSV: Kronholm - van den Bergh, Wahl, Schmidt (Thesker), Dehm - Lee, Meffert, Mühling, Kinsombi, Schindler - Serra
VfL: Riemann - Danilo, Leitsch, Hoogland, Gyamerah - Kruse, Losilla, Maier, Tesche, Weilandt (Sam) - Hinterseer

Tom,CB’93

Loaded gun

16. September 2018

Das 6-0 gegen die bewegungsarmen Schanzer heute war ein historisch hoher Sieg und einfach geil für die Fan-Seele. Der VfL Bochum wurde dadurch kurzfristig und unverhofft Zweiter in der Tabelle. Es gab mal ein famoses 6-0 gegen Schalke in der Bundesliga 1980, ein 6-1 gegen Dortmund in der Mitte der Achtziger (sowie gegen Nürnberg am Anfang) und ein 6-0 gegen Pauli 1997. Danach war Bochum erstmals im UEFA-Cup. Das war alles sehr sehr schön. In der Zweiten Liga fällt mir ein 6-0 gegen Aue ein und eben dieses nahezu perfekte Spiel heute gegen die Ingolstädter.

Bochum strahlte im September mit der Sonne um die Wette. 1-0 per verdientem Elfer und dann im nächsten Angriff gleich Pfosten für die Blauen. Die Westfalen drehten weiter auf, ING ohne Torchance, ohne Bewegung und wenn - mit einem unglücklichen bis dummen - Zweikampfverhalten.

Das 2-0 fiel schnell und der Trainer der Bayern musste auf die Tribüne. Doch ob nun mit oder ohne Trainer, Ingolstadt fand nicht statt, das 3-0 nach 28. Minuten war verdient, angemessen und folgrichtig. Bochum um die nimmermüden Losilla, Tesche und Gyamerah aus einem Guss, die teurere Truppe aus der AUDIstadt spielte ihr defizitäres Einsatz- und Spielverhalten lustlos bis zum Pausentee herunter. Ohne Ecke und Torchance taumelte das Team in die Kabine und kam auch genauso raus.

Ich kann mich an eine Torchance für die schwarz-roten Kicker erinnern, das 3-1 fiel nicht, mit Abwehr, Glück und Spucke flog der Ball übers Tor. Dann flog endlich ein Schanzer, auch verdient. Das 4-0 eröffnete dann ein Torfestival, das man so selten erlebt und auch gegen diesen scheintoten Gegner ansehnlich und nicht selbstverständlich war. Lukas Hinterseer traf dreimal und zwei Elfer sind auch gerade für Bochum eine Seltenheiten. 6-0 ist ein Wort, Bochum konnte auf Platz 2 hinter Fürth ziehen.

Eigentlich ein Tag für Bochum ohne Reue und zum Genießen. Aber - es gibt leider dieses Aber! Es gibt ja nun die Gerüchte, die besagen, zum nächsten Spiel in Kiel kommen die Ultras wieder zurück. Die Frage - nicht erst seit heute - wird sein, wie sehr ist die Akzeptanz des restlichen Publikums gegenüber einem Comeback nach 11 Monaten des schweigenden Protestes der Ultras Bochum? Es gab Plakate gegen Engelbracht Wilken (”Lügen”), später gegen Willis und auch gegen einen Pseudonym mit Günna P.. Das ist meintwegen konsequent und in der Logik der ultraaffinen Plakatersteller folgerichtig, passte aber nun mal garnicht zur restlichen sehr euphorischen Stimmung im Stadion, was man nicht planen kann, worauf man aber situativ reagieren könnte. Das tat man nicht und zweimal kam von einem Teil der Ost “Ultras raus” und dann vom Block A ein VfL.

Es ist also vor der JHV am Dienstag und selbst bei einem möglichen Sieg an der Kieler Förde mitnichten alles so toll wie es nach einem furiosen Sieg erscheint. Das 6-0 nehmen aber alle Bochumer mit und es ist ein wichtiger sportlicher Schritt. Beim Rest müssen alle vorsichtig aufeinander zugehen, auch nach den letzten nicht leichten 12 Monate.

Aber wenn mir jemand gesagt hätte, wir machen locker sechs Buden, hätte ich ja auch milde gelächelt.

Tom, CB’93

P.S.: Das war heute einfach nur schön !

General Lee

13. September 2018

Zwei Glorreiche Hallunken“ ist einer meiner Lieblingswestern, ach Lieblingsfilme. Er heißt im Orginal “The good, the bad und the ugly!”. Clint, Lee van Clief und Tuco sind schon lange auf dem Kutschbock unterwegs während des US-Bürgerkrieges. Dann kommen ihnen graue Soldaten entgegen geritten. Tuco brüllt freudig: „Es lebe die Konföderation – es lebe General Lee! -Gott hasst die Yankees!“ Die Soldaten putzen sich wortlos den Staub von den Uniformen und es sind Nordstaatler. Clint sagt sehr ironisch zu Tuco: „Gott hasst Idioten wie dich!“.

Ich mag diesen Film aus der Italo-Western-Zeit sehr, da war der VfL sicher noch unabsteigbar oder so.
Nun die Bochumer Fans sind sicher etwas grundskeptischer als Tuco, aber den neuen VfL-Lee wird man sicher schnell feiern, falls er treffen sollte. Oder zumindest Treffer vorbereitet. Oder einfach nur der Blaue Drache ist. Hey Mann, wir haben damals Matthias Jack gefeiert!

Nach der Länderspielpause kommen die Ingolstädter nach Bochum und dabei ist nun der VfL-Papierfavorit. Gut oder ganz gut gestartet, Heimspiel gegen bis dato lahme Schanzer und dazu mit Maier und Lee zwei Leute in Dutts Kader, die Hoffnung machen. Ok, Phillipp Rentsch würde jetzt sagen, die spielerischen Leistungen Bochums waren sehr überschaubar, man schießt 1 Tor pro Spiel und Pantovic, Eisfeld und Bandowski fehlen dem VfL als kreative Alternativen. Dazu hat Ingolstadt einen Spielerwert von 22,6 Mios, Bochum “nur” von 15,2 Millionen. Die Bayern haben zwar zuletzt dreimal verloren (im März als Gündüz ins leere Tor laufen wollte und ins Abseits lief, gute Besserung übrigens Selim!) gegen uns, aber davor spielte man vor allem im AUDI-Park ganz gerne gegen uns. Man kann sich da an ein 3-0 oder 4-1 erinnern, oft war schwarz-rot stark und wir zu unentschlossen gegen einen Verein, den man nicht so richtig gut wegpacken kann. Kein reiner Werksclub wie WOB oder LEV, nicht so sympathisch wie Freiburg ohne Streich, aber eben auch kein Hoffe oder RBL. Mal schaun, was die Zeit so bringt, aber sportlich und finanziell ist der FCI langfristig gut aufgestellt, auch wenn die Massen in Bayern eher dem FCB, Nürnberg, Augsburg, 1860 folgen, kann der Club aus der alten Hauptstadt Bayerns gut mithalten mit dem Großkupferten. Spielte man letztes Jahr eher gegen den Abstieg (wie Bochum auch vor Dutt), so ist man nun wieder Geheimfavorit wie Union, Pauli oder Mitabsteiger Darmstadt aus dem vorletzten Jahr. Ging es zehn Jahre bergauf, geht es jetzt auch wieder etwas runter und sicher Sonntag werden keine 350 Fans mitreisen.

Bochum muss also noch einmal ohne Ultrasupport, fette Kulisse und dafür mit Esprit, Witz und Spucke dagegenhalten. Sam, Maier und vielleicht auch Lee können helfen, damit es am Ende nicht wieder heißt, Igitt oder “the south will rise again!”.

Nein, wie immer wird es ein zähes Stück Arbeit werden, wenn Soares, Hinterseer und auf der anderen Seite Matip und Heerwaagen auf ihre einstigen Mannschaften treffen.

Weder ein Torfestival noch totaler Hammerwurf ist zu erwarten, also tippe ich mal 2-1.

Die Statistik liefern die Jungs von VfL4u:

Sonntag, 16.09.18, 13:30 Uhr, Vonovia-Ruhrstadion

Schiedsrichter: Robert Kempter (Stockach, pfiff den VfL zuletzt im April 2018 beim 1:1 in Fürth)
Assistenten: Marcel Schütz (Worms), Marcel Gasteier (Weisel)
4. Offizieller: Dominik Jolk (Köln)

Die letzten Spiele gegen Ingolstadt: VfL - FCI 2:0 (24.09.17; Bastians, Kruse), FCI - VfL 0:1 (05.03.18; Tesche)

Voraussichtliche Aufstellungen:
VfL: Riemann - Danilo, Leitsch, Hoogland, Gyamerah (Celozzi) - Kruse, Losilla, Maier, Tesche, Sam - Hinterseer
FCI: Knaller - Lucas Galvao, Gimber, Matip, Ananou - Kittel, Kerschbaumer, Schröck, Pledl (Osawe) - Röcher, Lezcano (Kutschke)

Tom,CB’93

Landbrote zu Sandwiches

2. September 2018

Das 2-2 des VfL in Paderborn war ein Kessel Buntes. Zunächst mal bestes Wetter, sonnig, aber nicht zu heiß, Freitagabends von der Woche erholen für 2500 Bochumer? Zunächst ein klares Jein.
Überschaubar der Spielwitz bei Aufsteiger Paderborn, was man den Ostwestfalen auch nicht wirklich vorwerfen kann. Im Gegensatz zu Mitaufsteiger Magdeburg punktet man auch manchmal und tat das auch vorgestern im Schatten der Wewelsburg.

Bochum wie immer auswärts in grün und mit der besseren Spielanlage auch ohne Sam, Eisfeld und zunächst Maier, der später kam.

Die Paderborner zeigten vor 12.500 Fans zwar nicht die Kunst, die die Heide brennen lassen würde, aber sie waren stets bemüht anzugreifen. Bochum musste auswärts auch nicht auf Atacke gehen und ging dementsprechend dosiert ins Spiel. Hinter mir meckerten einige Fans, wie schlecht das Spiel sei, ich finde aber, es war schon eine leichte Steigerung zu erkennen und de Partie wurde immer munterer.

Hatte ich vor dem Spiel Angst, der VfL würde mit Aussicht auf die Freitagstabellenführerschaft verkrampfen, so machte eine feine Kombination der Grünen den Wachmacher vor der Pause her: nach rechts gespielt erzielte die 14 per Flachschuß das 0-1. Wie sagt man da psychologsich günstiger Zeitpunkt.

Nun witterten die 2500 Fans Morgenluft, aber dann spielte der Schiri ab der 55. Minute Schiksal. Ein Elfer, wo es darum geht, trifft der Abspieler zunächst den Ball oder erst den Gegenspieler wurde gegeben. 1-1. Dann ein Paukenschlag gegen geschockte Westwestfalen: 2-1 für Schwarz-Blau aus abseitsverdächtiger Position und nun eine Starre beim VfL-Team, die man aber verstehen konnte. Maier, Ganvoula brachten Schwung, aber nun musste man Angst haben, vor der Länderspielpause erneut in der Provinz zu verkacken.

Ein vorher blasser Kruse drehte auf und Ganvoula stand richtig: 2-2 und lauter Jubel des Bochumer Anhangs. Und war nun der lucky punch noch drin, obwohl der Zeiger der Uhr nun runterlief? Ja, aber einen Traumkonter vergab Ganvoula äußerst knapp und dann noch mal der Schlußviertelstunden Kruse frei vor dem Tor, aber letztendlich fehlte dem VfL-Sturm die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor.

Es ist müssig über Schiris zu reden, aber der war schon wie der Referee gegen Köln eindeutig kein Bochumfreund. Das hat uns den Sieg gekostet, aber unter dem Strich bin ich mit der Steigerung zum Schluß, dem Fanauftritt und dem Remis ziemlich zufrieden, auch wenn ein Sieg durchaus möglich gewesen wäre mit Bayern- oder Dortmunddusel.

Die Pause mit Rückkehr der kreativen Spieler, einer möglichen Rückkehr der Ultras ins Fannleben und die Hoffnung auf den goldenen Sonnenaufgang irgendwann, sie bleiben uns.

Einen neuen Stürmer kann man sich nicht backen, aber alle zusammen können noch zulegen und dann kann es ein gutes Jahr werden.

Und dann hat sich der Herbst angesagt und der ist in Bochum gerne kalt.

Tom, CB’93

P.S.: Grüße an MaD, Markus und dem, der mir was schicken wollte.

Von der Monstranz der Bodenständigkeit

29. August 2018

Wenn man von Lippstadt, Bielefeld oder Paderborn spricht, gibt es unterschiedliche Ansichten: die einen bestreiten die Existenz von Bielefeld, die nächsten “nageln” gegen LIP-Nummernschilder (”low intelligent persons”) und die Stereotype über Paderborn gehen von Zentrum des Katholizismus, Hermann Löns über die Libori-Kirmes bis hin zu Landbroten. Viele loben die Bodenständigkeit von dieser Region und den Menschen dort, oft ist das ein Synonym von seriöser, guter unterschätzter Arbeit. Aber im gleichen Atemzug meinen die Menschen dann auch oft, das sei langweilig, provinziell und etwas zu bieder. Wie man es macht, man macht es verkehrt.

Sportlich ist Paderborn dreimal abgestiegen, das letzte Mal rettete sie der Absturz der Giesinger. Dann Aufstieg und man kegelte Bochum 2-0 aus dem Pokal im letzten Jahr, auch weil Rasi rotierte und Sam keine Bindung hatte. Der fehlt ja noch übermorgen, ebenso noch immer Eisfeld und Bandowski und vielleicht Gyamerah.

Davor, vor dem Pokalaus, siegte man vor 3 Jahren in der Liga 0-1 in der Benteler-Arena und dann startete man mit fünf Siegen unter Verbeek. Das ist die statistische Geschichte, man wird sicher unter Optimisten rechnen, dass man mit einem erneuten Auswärtssieg wie in Duisburg über Nacht mal erster wäre, das ist wie im Monopoly die Ereigniskarte, “du hast den dritten Platz bei einer Schönheitskonkurrenz gewonnen, ziehe 200 Mark ein” anstatt einen Bahnhof zu kriegen.

Aber gut, ich würde Samstagmorgen dann ja doch auf die Tabelle gucken, bin ja so ein Videotextstarrer.

Wer das 1-0 gegen Sandhausen und das 0-2 in Duisburg analysiert, wird sagen, Dutt hat die richtigen Schlüsse aus den Pleiten gegen Köln und Flensburg gezogen. Und wer Schönheit sehen will, soll PSG, Barca oder die Harlem Globetrotters verfolgen.

Ganz so ist es aber nicht! Denn wer zu lange den Dusel irgendwie auf Sparflamme am Leben hält, der wird mit dieser Mittelmäßigkeit am Geburtsort der Mittelmäßigkeit scheitern, nämlich schon morgen in Paderborn.

Ich hab ein doofes Gefühl, viele Bochumer fahren da hin, Commandanten nehmen einen Bus, man könnte ja durch einen Sieg oben angreifen, dann brennt die Heide oft in der falschen Art und Weise.

Aber irgendwie gibt es keinen Weg das Gesamtszenario zu vermeiden, das ernsthaft wieder von Null angehen und am Ende seriös, bescheiden und unverdient siegen, natürlich wenn, 0-1. Ich tippe 1-1. Und das ist schon geschönt.

Tom;CB’93

P.S.: Gedanken an Lothar, der gestern vor 2 Jahren verstarb und damit auch an Bernie, der seit 5 Jahren nicht mehr bei uns ist und den Herren Schneider von Ruhrpott 1848, der Samstag verstarb. Guckt bitte von oben wohlwollend zu.

Daten von VfL4u, manche sagen das beste VfL-Forum

Freitag, 31.08.18, 18:30 Uhr, Benteler-Arena

Schiedsrichteransetzung wird nachgereicht

Die letzten Spiele gegen Paderborn: SCP - VfL 0:1 (26.07.15; Haberer); VfL - SCP 4:0 (11.12.15; Mlapa (2), Hoogland, Bastians); SCP - VfL 2:0 (24.10.17; Pokal; Michel, Wassey)

Voraussichtliche Aufstellungen:
SCP: Zingerle - Collins, Strohdiek, Hünemeier, Boeder - Antwi-Adjej, K. Gjasula, Klement, Schwede (Zolinski) - Michel, Tekpetey (Ritter)
VfL: Riemann - Danilo, Leitsch, Hoogland, Celozzi (Gyamerah) - Kruse, Losilla, Weilandt (Maier), Tesche, Pantovic (Ganvoula) - Hinterseer

Verdienter Dusel

25. August 2018

Der 1-0 Heimsieg gegen den SVS war wie das 2-0 in Duisburg ein Riesenschritt für den VfL. Man wurde über Nacht Dritter, das hätte man nach dem 0-2 gegen Köln und das 0-1 gegen Flensburg nicht jeder erwartet. Die Bartholomäuskrimes in Lütgendortmund wurde “zwangsweise” ein Ort unserer VfL-Freude. Zack, da guckste. :-)

13.400 Fans wurden nicht zu euphorisch, als der VfL seinen ersten Heimsieg schaffte. Aber Dutt musste hinterher die Fans ermahnen, die eindeutig etwas zu früh pfiffen - nach seiner und auch meiner Meinung. Der Teil der Ultras, der auf der Haupttribüne seinen neuen Platz findet, reckten wenigstens mal wieder ihre Schals in der Höhe. Könnte der Beginn eines Neubeginns sein !

Nach 36 relativ ereignislosen Minuten hatte Bochum eine zweite Chance, während Sandhausen aggressiv begann, der VfL aber mehr den Ball hatte. Aber es stand 0-0 zur Pause, irgendwie verdient. Der VfL war zwar fokussiert, aber konnte abermals im Aufbauspiel nicht so glänzen, obwohl Weilandt und Kruse verbessert waren. Sam, Eisfeld und Maier haben hoffentlich bald mehr Ideen demnächst als gestern das Mittelfeld der Blauen.

Bochum legte nach dem Pausentee zu und bleibt DER Angstgegner der Kraichgauer, die nun mit Duisburg im Keller stehen. Zwar konnte man den Schwarz-Weißen keine fehlende Einstlung vorwerfen, aber sie waren halt auch nicht wirklich torgefährlich. Das sah man vor allem in der Schlussphase. Da traf der Kevin Behrens nur die Latte - zum Glück.

Bochum konterte überschaubar, aber es reichte und Siege sind ja bekanntermaßen immer unter dem Strich sexy. Die Art und Weise wir Bochum sich rettete, auch mal ohne jeden Schönheitspreis, das macht Mut bzgl der Effizienz. Dutts Routine ist einfachs Atalans überlegen, das geht aber logischerweise zu Lasten der Attratktiviät. Man kann nicht alles haben - an der Castroper, daher ist das Ergebis aller Ehren wert und megwichtig. Und vermutlich muss man Teams wie Sandhausen eben genauso spielen. Und Dortmunde spielte ja im Pokal in Fürth auch nicht anders, obwohl die Offensive unserer Freunde aus dem Osten sicher besser besetzt ist.

Dann stellte sich nach 93. Minuten Erleichterung ein, bei vielen Fans gar wieder das leichte Träumen, obwohl in Bochum nicht soviele Hans-guck in-Lufts wohnen.

Nein, am Ende waren fast alle Zuschauer zufrieden, außer die 200 Sandhäuser, für die nun üble Zeiten anbrechen könnten.

Ich hab etwas Kopfweh, ich hab so eine Theorie, womit das zu tun haben könnte. Zum Glück hab ich fast vergessen, wie es zum 1-0 Abstaubertor durch Tesche kam. Es fiel auf der richtigen Seie, Gott sein Dank.

Grüße an alle Berts, Lars und Kersstin sowie Julien.

Tom MacGregor

Aus der Nähe von Heidelberg

21. August 2018

In der Nähe von Heidelberg gibt es einen Ort namens Sandhausen. Da kann man gut sein Schnitzel-Pommes im Vereinsheim essen oder schnell ins wunderschöne Heidelberg um Shoppen fahren. Dieses tapfere Fußballdorf ist fast wie das kleine, berühmte gallische Dorf, es wehrt sich tapfer in schwarz-weiß in der 2. Liga gegen die „bösen“ Mächte aus Bayern, Stuttgart, Frankfurt, Freiburg und Hoffenheim und immer noch den FCK und den KSC. Der SV Sandhausen ist insofern seit Jahren ein Verein, den man mögen muss, wenn man das Duell David gegen Goliath mag.
Aber wenn SVS 1916 am Freitagabend an der Castroper Strasse vorbeischaut, da muss man in der Ritterburg keine Extrafässer wie gegen Köln anzapfen, die Polizei erwartet auch nicht die Dresdener, Magdeburger und HSV’ler sondern eben 120 Schwarz-Weiße und – wer weiß – vielleicht auch Hoffenheim Kai. Das ist nicht so prickelnd, da muss man ehrlich sein.
Waren beim 0-2 gegen Köln noch 26.700 Fans im Ruhrstadion, werden am Freitagabend bei möglichen Unwettern statt brütender Hitze höchstens 16.000 Fans im Stadion sein. Sportlich ist der Gegner sicher eher wie der MSV als beim FC einzuordnen; machbar, wenn….
Und das wenn ist entscheidend….
Da müssen wir nun nochmals über das erneut viel zu frühe Pokalaus in Flensburg reden. Das verständliche Durchrotieren von Dutt (5 Neue! Zum Start) im Pokal war wie das Rotieren von Rasiejewski ebenso ein Fehler, weil die vorhandene zweite Reihe leider einen Qualitätsabfall bedeutet. Dorne wird vorraussichtlich trotz aller Wackler von Riemann nie an ihm vorbeikommen, Frise ist da auch egal. Machten beide – Riemann und Leitsch – (zwei) Fehler beim 0-2 gegen Köln, entschied gegen Weiche Flensburg eben eine Fehlerkette aus Hoogland, Dorne das Spiel. Und hier liegt das Problem - und es ist nur bedingt der Taktik und der Aufstellung geschuldet. Führt der Ballbesitzfußball mangels Schnelligkeit und Konsequenz vor dem Tor zu Fahrkarten, schwindet die Überzeugung überhaupt noch ein Tor machen zu können. Dann kommt hinten der Fehler wie gegen Köln oder Millwall. Man hatte in Schleswig-Holstein den Eindruck, Bochum hätte einen Spieler weniger auf dem Platz. Fehlende Galligkeit in den Zweikämpfen wird man indes an der Einstellung festmachen und die ist eben dann als „pomadig“ zu bezeichnen und das Angriffsspiel als „plan- und einfallslos“. Das Ergebnis mit dem Aus gegen den erstmals im DFB-Pokal qualifizierten Flensburger ist dann peinlich.
Fakt ist gegen Gladbach, Wolverhampton, Millwall, Köln und Flensburg bleibt man ohne Tor, weil Hinterseer, Kruse, Wurtz und Ganvoula eben viel zu oft eben nur bemüht sind.
Dahinter ist ein Mittelfeld mit Eisfeld und Maier verletzt, Sam nun auch, das Midefield, das Backupspieler hat wie Weilandt, Pantovic oder Janelt - und überfordert ist, die Stürmer schnell und wirksam einzusetzen. Dann wirkt das Spiel nach vorne planlos, ideenlos und Stürmer wie Ganvoula rennen sich 70 Minuten einen Wolf, um dann platt aufzugeben.
Die Fans in Flensburg schwiegen und keine Frage, der fehlende Ultrasupport wirkt sich bei weiten Auswärtsspielen eben auch nicht belebend aus.
Zuguterletzt, trotz Sesis Ansprache ans Team, irgendwie hat man den 8. Der Regionalliga eben doch unterschätzt. Das hoffe ich zumindest.
Sandhausen kassierte gegen Fürth und HSV 6 Gegentore und kommt mit Null Punkten am Freitag ins Vonoviva-Ruhrstadion und Bochum ist als Heimteam immer noch Favorit. Aber wenn der SVS es schafft, endlich effektiv zu verteidigen wie gegen RWO wird es für den VfL hart und das ganze endet am Ende 0-0.
Hätte man Sam, Eisfeld oder Maier fit dabei, würde sich der SVS einigeln müssen, um nicht unter die Räder zu kommen. Aber hätte, hätte….
So werden wieder Weilandt, Pantovic oder Janelt wieder sich beim Flanken und Passen versuchen. Ich will endlich weniger Fehlpässe in der Vorwärtsbewegung sehen und geübte Standards. Hoffnung macht Perthel, dessen Zusammenspiel mit Soares durchaus Potenzial hat, genau wie Neuverpflichtung Ganvoula, wenn entlastet. Hinterseer und Kruse brauchen eben Zeit und Geduld, bis sie in Form kommen und dann endet diese schreckliche Phase der Tordiät.
Denn nur dann rutscht Bochum nicht unten rein, hält den Blick nach oben, wie es Sandhausen jetzt schon ist. Ich tippe mal 1-0 für Bochum.
VfL: Riemann - Danilo, Leitsch, Hoogland, Celozzi - Kruse, Losilla, Janelt, (Maier), Tesche, Pantovic (Weilandt/Ganvoula) - Hinterseer
Tom,CB‘93
P.S.: Gruß an Ronnie (Bier?) und „Mietbike“ Neuhaus

Fucking Weichenstellung

20. August 2018

Mal wieder raus im DfB-Pokal, mal wieder ist der VfL in der 1. Runde (oder mal 2. Runde) gescheitert: Diesmal eine richtige Blamage, ein 0-1 in Flensburg, wieder ein Spiel, wo man vermutlich auch in 120 Minuten kein Tor gemacht hätte. Die Elf Freunde¬-Redaktion hatte es geahnt, Herr Dutt „ihr Team schießt zu wenig Tore“. Über 500 Bochumer Mitgereiste schwiegen fast 90 Minuten bedröppelt, Während dreißig Dorfprollsauf Flens - aus dem Stadtteil Weiche - ihren Festtag hatten, sah man im Bochumblock (doof) zu, Bier zu kriegen.
Eine Frau im Magentafantrikot brauchte gefühlte 45 Minuten ihr Bier zu kriegen, vor mir kämpfte man mit Wespen, mal wieder ein völlig gebrauchter Bochumtag – von 15.30 bis 17.23. Bochum braucht immer öfter 90 Minuten und schießt am Ende dennoch kein Tor.
Bochums Coach hatte kräftig durch rotiert und es kamen ein neuer Torwart, Perthel, Weilandt und Janelt in die Startelf. Dazu gab Baris später noch sein Debüt von Baris, Wurtz, Soares kamen ebenfalls dazu – es nützte nichts, wer kein Tor schießt und hinten einen Fehler macht, kann nicht siegen.
Mehr Laufbereitschaft und vor allem Leidenschaft in den Zweikämpfen hatte Weiche 08. Wir spielten ohne Passion, ohne Biss, ohne den letzten Willen. Dazu kamen altbekannte Mängel: Flanken oft ein Vollkatastrophe, dann ungenaue Anspiele im letzten Drittel, der Gegner spritzt giftig dazwischen und schon hatte weinrot-blau-weiß seine Momente - ohne all zu viel zu zaubern. Das reichte hier und heute und reicht für den VfL.
Gegen Bochum zu spielen heißt zZ. Räume engmachen und verschieben, unangenehm in die Zweikämpfe gehen und Sturmzuspiele auf Hinterseer und Ganvoula verhindern, wobei Lukas heute ein Totalausfall wie Tom Weilandt, Celozzi und Pantovic sein sollte.
Silvere G. war der agilste vorne und nach zwei Chancen der Bochumer und Flensburgs verdientem 1-0 hatte der neue Stürmer eine Riesenchance – und vergab aus 5 Metern. Er war dennoch bemühtester und irgendwie bester Feldspieler. Dornebusch war auch fast fehlerlos, sah aber beim 1-0 der Holsteiner nicht so Weltklasse aus. Dutts Rotation zahlte sich nicht aus. Bochum hat früh ein Mentalitätsproblem.
Die Özilierung des Bochumer Spiels konnte man in der ersten Halbzeit gut beobachten, Das VfL Spiel passt sich dem bemühten Niveau des Gegners an, diesmal eher (8.) der Regionalliga als der Zweiten Liga wie gegen Duisburg und Köln.
Die Bochumer Fans wurden immer (noch) ruhiger und es blieb auch über den Pausentee hinaus bei der Führung der Grenzländer.
Man hatte den Eindruck die Flensburger waren immer ein Mann mehr auf dem Feld und sie gewannen die wichtigen Zweikämpfe. Bochum wechselte, die Fans sedierten sich selbst und nichts änderte sich wirklich. Im Gegenteil, der hohe Norden konnte kontern und wir liefen u oft hinterher, wenn wiedermal eine Flanke, ein Anspiel nicht bei Grün, sondern beim Gegner landete. Der Ballbesitz ohne Effekt wurde durch Läufe ins Abseits und Flanken auf gedachte 3-Meter-Giraffen ergänzt. Da läuft man als Spieler eben ständig hinterher und muss den Ball kraftraubend wiederholen, Sandhausen kann diese Flensburger Strategie sicher mühelos am Freitagabend kopieren.
Die Flensburger nutzten am Ende ihre Räume und nur Dorne rettete zusammen mit Hoogland, Leitsch und Co in höchster Not - das endgültige Aus im Pokal wurde in die Nachspielzeit verschoben; es fiel indes nie, kein Problem; Bochum trifft an solchen GEBRAUCHTEN Tagen einfach nicht.
Dutt hat nun früh in der Saison ein Problem. Zwar ist alles doppelt besetzt im Kader, aber das nutzt oft nichts vorne. Er ist raus im Pokal - wie Vorgänger Rasi oder Verbeek, hat also nix auffa Patte, um z.B. Simon zurück zu holen (4 Tore beim BFC!) und wird nun grübeln . Die Fans haben den Kaffee schon teilweise auf, bei weiten Auswärtspartien droht ein Trauerblock.
Denn nun ist die Frage, war das heute nur ein erneuter einmaliger Pokal- Ausrutscher, man siegt doch gegen Sandburgen und Landbrote am Ende oder man rutscht schon vor dem Herbst in die xte Krise und spielt gegen unten zusammen mit Duisburg, Sandhausen und Co.
War` ne fucking Weichenstellung - nach unten heute.
Keine Ahnung, was jetzt genau alles zu tun ist, ich werde gegen SVS (nicht nur deshalb) viel Bier trinken und nicht drüber nachdenken, wie dumm das heute meinen Urlaub beendete:
Schade und ärgerlich. Der Frust der Fans ist wie in Walldorf, Paderborn riesig.
Grüße an Andreas und seine Familie, dazu die Wespenfigtherinnen vor mir.

Tom;CB‘93

P.S.: Jonas, wie lange hasse für Dein Bier gebraucht? Miss Magenta sehr lange

Weichenstellung

17. August 2018

Das Gefühl der Erleichterung und Freude nach den ersten #Pflichtspieltoren der Saison (in Duisburg) - und dem ersten Sieg - machte sich in dieser Woche rund um die Castroper Straße breit. Das verhinderte einen klassischen VfL-Fehlstart und die Fußballwelt schien plötzlich wieder ok in Bochum. Nicht auszumalen, wie groß der Druck nach einem zusätzlichen unglücklichen Erstrundenpokalaus gewesen wäre - und dann das Freitagsheimspiel gegen Sandhausen auch nicht entspannt gewesen. Aber nun fährt man mit dem gewohnten Gefühl in die deutsch-dänische Grenzstadt: Bitte nicht verlieren, alles andere ist egal.
Rasiejewski, der alte Marburger, hätte krass durchrotiert wie einst in Paderborn oder man wäre baden gegangen wie Verbeeks Team in Walldorf dereinst.
Nein, bei Weiche Flensburg muss man auch ohne Sam nicht verlieren und das Verlieren in der ersten Runde ist auch für einen Zweitligisten ein Nogo.
Nun feierte man in der VfL Mitgliederzeitung gerade das 50 Jahre alte Pokalfinale gegen Köln (1-4 in Ludwigshafen) und auch Berlin 88 ist schon 30 Jahre her. Wird Zeit für eine neue Story; eigentlich ist es auch schon 10 Jahre her, dass wir VfLer von neuen Helden träumten und irgendwo muss es starten, warum nicht in Schleswig Holstein?
Flensburg ist Neuland, nicht im Profifußball, das ist Kiel, sondern auf der Landkarte der Fußballinteressierten und ein echtes Schmankerl für Groundhopper wie Drochtensen oder Worms. Da werden 600-700 Bochumer unter den 3500 Zuschauern sein, die ihren VfL weiter nach vorne peitschen wollen, diesmal nicht in der Tabelle, diesmal im Pokal.
Wie einst in Münster, Lotte oder Bahlingen hoffe ich auf eine nette Reise mit netten Mensche (das wird bei BFC gegen Köln sicher anders) und am Ende einen Erfolg (mit Weilandt für Sam und vielleicht Celozzi für Gyamerah).
Ob Dutt noch was anderes ändert bei der Mannschaftsaufstellung, um Reize zu setzen, wird sich zeigen, ist aber nicht so wahrscheinlich. Butscher wird sicher auch mithelfen, genau hinein zu hören, was dieses Team braucht gegen den Außenseiter, der gegen Cottbus die Relegation zur Dritten Liga verlor.
Von Flensburg ist eben kein dominanter Ballbesitz zu erwarten, sondern er Kampf und Konter. Ein frühes Tor des Favoriten aus Bochum wäre Sonntag ab 15.30 Uhr nicht schlecht.
Ich glaube, Bochum gewinnt 0-2 und löst seine Pflichtaufgabe auch ohne Sam.
Bochums starke Achse gegen Duisburg waren eh Losilla, Tesche und Hoogland, da muss dann gegen den Viertligisten eben auch mal ein Kruse oder Wurtz (so er denn spielt) treffen.

Auf den neuen Ground können auch noch Bochumer sich spontan freuen, es gibt noch Karten in allen Kategorien.

Statistiken von VfL4u:

Sonntag, 19.08.18, 15:30 Uhr, Manfred-Werner-Stadion

Schiedsrichter: René Rohde (Rostock, pfiff den VfL zuletzt beim 2:1 gegen Darmstadt im Februar 2018)
Assisten: Marcel Unger (Halle/Saale), Florian Lechner (Hornstorf)
4. Offizieller: Max Burda (Berlin)

Bisherige Spiele gegen Flensburg: Fehlanzeige

Voraussichtliche Aufstellungen:

SCW: Kirschke - Paetow, Jürgensen, Wirlmann - Keller, Hasanbegovic, Hartmann, Thomsen, K. Njie - Empen (Noel), Isitan
VfL: Riemann - Danilo, Leitsch, Hoogland, Celozzi - Kruse, Losilla, Maier, Tesche, Pantovic (Weilandt/Ganvoula) - Hinterseer

Tom,CB‘93