Eine fette Sause

14. Oktober 2019

Nach dem ersten Sieg des VfL in Heidenheim, war es relativ still am WE an der Castroper Straße in der Länderspielpause. Da man nach dem 1-4 in Uerdingen nur Bapohs schlimme Kreuzbandverletzung zu beklagen hatte, war es der ideale Zeitpunkt eine große Party der Ultras Bochum zu besuchen. Es sollte sich lohnen.
Da waren um 500 geladene Gäste, die sich zunächst um 16.00 Uhr am Raum trafen. Einige hatten sich schon Mittags am Dorfbrunnen getroffen und waren Schnitzelessen im Paulaner, schließlich hatte man ja Gäste aus München und Bologna, da brauchte eseinen traditionellen Rahmen.
Der Dorfbrunnen am Bahnhof war in den Neunzigern, der Ort wo sich Bo-City 1982, UB`99 (Supreme Corps gabs auch mal) und Commando`93 vor den Heimspielen trafen und daher war es ein sinnvoller Start. Ich kam erst um 17.00 Uhr mit Blablacar nach Bochum und wollte dann schnell zum Ruhrstadion, weil die Leute am Raum sich schon aufmachten zum Ruhrstadion fürs Gruppenfoto. Marco hatte noch schnell ein Fiege an der Hopfendolde und so ging es mit der 8/18 zum Stadion.
Dort fand man einen großen Haufen mit allerlei Prominenz aus den Fanszenen Bochum-Bayern-Bologna, der Richtung Stadion ging. Da merkte man schon, da kommen dann teilweise mehr Leute als so zu manchem Spiel aus unserer eigenen Fanszene, obwohl auch nicht alle da waren. Es gab Gesänge, ein Gruppenfoto und viel Rauch auf der Ost. Es war eine sehr feierliche Atmospnäre, dazu Gesänge die unter die Haut gingen. An dieser Stelle muss man sagen, der der nicht dabei war hatte was verpasst. Ich fühlte mich wie an einem besonderen Anlass und wäre ich nicht dagewesen, hätte ich etwas Besonderes verpasst, obwohl ich vorher nicht so genau wusste, was mich erwartet. Laute Gesänge wie der VfL-Bochum-Walzer oder “Gegen alle Stadionverbote” waren darunter, unser “Wir sind Sauna, ihr seid FKK!”-Geschenkbanner und die Leute, die seit 30-40 Jahren waren darunter wie junge Fans von 18-22.
Dann ging es in die Ritterburg für einige, weil zwei Transfershuttles nicht alle auf einmal schafften zum Tarmcenter, der Partylokation zu bringen. da wurde Fiege und Rose’ getrunken und man freute sich auf die Feier.

Angekommen am alten Tarm an der Rombacher Hütte, gab es erst mal viel zu bequatschen, Leute zu treffen und dann ab 20.00 Uhr auch den gut organisierten offiziellen Teil. Da wurden dann einzelne Reden gehalten, Geschenke überreicht (man bekam als Gast eine alte orangene Sitzschale); es waren welche von den Ostlern da ebenso wie Freunde Block A, ich habe Treue gesehen und einzelne andere Leute (einige hab ich dem Alkohol geschuldet vergessen), Bo-City stellte viele Gäste, ebenso die Münchener Schickeria-Gruppe. Man konnte reden, tanzen und trinken, abhängen, nur den Mitternachtssnack habe ich verpasst, da war ich wohl im Tanzzelt.

Man konnte immer schön Fiege, Fiege-Radler, holen und man bekam verschiedene Arten von Kurzen hinter der Theke verabreicht.

Ich habe das ganze sehr genossen, war um 7.00 Uhr im Bett und da kann man nur sagen, danke für die fette Sause, danke für viele Dinge in den letzten 20 Jahren und vielleicht geht man ja gestärkt in die Zukunft.

Gruss an alle, die ich vergessen habe, Gruss an alle Trink-/Quasselpartner des Abends, es waren viele.

Tom;CB´93

Ein Zombie hing am Glockenseil

6. Oktober 2019

Wie tot man sich als Bochumfan diese Saison fühlte, sah man nach Ganvoulas 1-3 - kurz nach der Pause. Normalerweise ist da ein Spiel praktisch durch und man spielt so lange safe, bis man die Chance zum 1-4 kriegt. Das ist so das, was dann im Normalfall passiert, nicht immer, aber oft. Aber jeder, wirklich jeder Bochumer, egal ob die 600-700 im Gästeblock oder die im Dauerregen in NRW daheim Gebliebenen, guckte öfter auf die Uhr und schien das 3-3 quasi herbei zu unken, obwohl die Mannschaft in Blau heute eigentlich von ihrer Körpersprache recht sicher wirkte. Nun das 2-3 fiel, aber dabei blieb es auch die letzten zwei Minuten; da stand dann am Ende der erste Sieg der Saison der Bochumer, der erste Auswärtssieg des VfL seit Dezember 2018 und das an der Stelle, wo Ex-Trainer Dutt mit einer Niederlage startete vor 20 Monaten.

Die Elf von der Ostalb zeigte zwar Einsatz, fand aber gegen Bochums Kompaktheit heute nicht die Mittel, die zum Remis für die Würtemberger hätten führen können. Bochum startete fix und traf gleich die Latte des Heimkeepers. Wenig später traf Zoller zum 0-1 nach einer Flanke von Links und Blum machte fix das 0-2. Das war Gold wert an einem regnerischen Sonntag, vor allem damit man in der Länderspielpause den Kopf etwas frei kriegt und gegen den KSC personell und mental aus dem Vollen schöpfen kann. Aber nach dem 0-2 schlug der FC HDH zurück und machte nach einem Standard per Kopf das 1-2 in der 23. Minute. Das Spiel hatte also ordentlich Tempo eingelegt, aber Bochum blieb cool und sollte am Ende zum vierten Mal in Folge nicht mehr besiegt werden unter Thomas Reis. Das ist mal eine Miniserie.

Nach dem Pausentee wurde das Wetter nicht besser und die Blau-Roten nicht kreativer, weil Bochum heute kompakt und giftig war. Dann gewann Silvere Ganvoula sein Laufduell und machte an einem für ihn durchwachsenen Tag noch das 1-3. Wie gesagt, viele Teams wären safe gewesen, aber Bochums Defensive wackelte zwar nicht pausenlos, aber beständig. Der Sky-Mod sprach auch von einem gegessenen Spiel, aber als VfLer zittert man oft noch nach dem Schlusspfiff und immer wenn Eisfeld kommt. Pantovic, Zoller und Maier (?) runter, aber das 2-3 für die Gastgeber kam dann am Ende zu spät, um den ERSTEN SIEG des VfL überhaupt zu torpedieren.

Das 3-3 fiel nicht und Reis ist nun doch derjenige, der bis in zwei Wochen das Lenkrad des in den Abgrund trudelnden Wagens rumgerissen hat. Die Angst frisst nicht mehr die Seele auf, die Brust löst das Gefühl des nicht-mehr-Atmen-Könnens auf und der VfL ist 15. und steht über endlich dem Strich, gibt also die Rote Laterne vom Freitag ab, das könnte man, muss man aber nicht in der Roten Laterne feiern.

Reis, Riemann, Losilla, allen konnte man die Erleichterung ansehen und nun sollten sich alle mal die Birne wegblasen und ab Dienstag den KSC-Skalp im Visier haben.

Frank Schmidt sprach von den Fehlern seines Teams, wir haben 19 Gegentore gekriegt, es bleibt also noch sehr viel zu tun im Oktober, bis am Ende die Bayern kommen.

Gruß an Jonas und Drohni

Tom; CB*93

Geschnatter

5. Oktober 2019

Gestern abend haben viele VfL-Fans die Zweitligatabelle getwittert oder auf FB gepostet, der VfL Bochum ist seit dem glücklichen 1-2 von WW in Stuttgart Letzter. Zum ersten Mal seit 2011 ist Bochum ganz unten angekommen in der 2. Liga; und das Team des VfL Bochum hat am Sonntag auf der Ostalb die für die Psyche wichtige Chance, die Scharte 18. der Liga bei HDH auszuwetzen- dazu müsste der VfL am Samstag irgendwie siegen. Nach drei Remis in Folge unter Neutrainer Reis könnten bei einem Sieg die Seelen der VfL-Fans aufhellen. Aber die vertrackte Situation ist sportlich schwierig genug, auswärts siegte der VfL zuletzt im Dezember 2018 in Köln (!) und gesiegt hat der VfL Bochum weder unter Dutt, Butscher noch Reis in dieser Saison 19/20. Das heißt auswärts 10 Monate sieglos, 8 Spiele insgesamt in der laufenden Saison, siegte man nur in Baunatal knapp und glücklich und darf nun gegen die 2-7 Bayern zu Hause antreten. Da ist klar, das vorherrschende Gefühl an der Castroper Straße 145 ist Angst. Verlöre man in der Voitharena 2-0 durch Schnatterer und Co. - wie üblich seit 2012 - dann würde die Panik die Supergaus “Abstieg und Pokalblamage” in Bochum rumwabern. Und das tut sie jetzt schon ein wenig, wenn man mit Leuten spricht. Nun war schnell klar nach dem 2-2 gegen Darmstadt, dass Manuel Riemann zum Schuldigen wenig taugt, auch wenn er beim 1-1 semi aussieht und vor dem 2-2 dumm abschlägt. Aber da sah man auch genau, wie das Team des VfL sich 40 Minuten selbst sedierte, den Gegner nach seinen Umstellungen besser ins Spiel kommen lies und um das 2-2 bettelte. Wie in Sandhausen erarbeitete sich das Reisteam 45 Minuten Übergewicht, aber mehr ist mit diesem menschlich, sportlich und positionstechnisch falsch zusammengestellten Kader schlicht nicht drin. Aber es bringt nun weder was, Dutt, Riemann oder Zoller die Schuld an der Misere zugeben, noch Weltuntergangsstimmung zu verbreiten. Das wäre genauso falsch wie Villis, Kree und Sesi einen weiteren Blankocheck fürs Versagen auszustellen. Für mich brauchen wir im Winter zwar zwei neue Spieler (Stürmer, AV) und einen neuen, berufserfahrenen Sportdirektor, aber zZ gilt es den Anschluß nicht zu verlieren und das Verlieren aus dem Kopf zu kriegen.

Dazu taugen die von oben auf uns in der Tabelle schauenden Heidis wenig, aber wir können uns den Gegner nun mal nicht stricken für Sonntag 13.30 Uhr.

Reis wird weiter auf Lee, Leitsch im Kader verzichten, immerhin hat er mit Weiland und Bapoh Alternativen, falls Ganvoula und Zoller mal schwächeln auf der der Bank, wobei auch der Neucoach seine Positionsexperimente und seine komischen Defensivwechsel lassen sollte, die Polyvalenz ist genau wie die mentale Stärke ein Manko des VfL-Teams. Aber vermutlich startet er wie gegen die Lilien und man wird sehen, ob das Gegenpressing des VfL mal länger durchgehalten wird.

Startet Bochim wie in Sandhausen, ist ein Punkt oder gar ein Dreier drin, obschon sich die Elf von Kulttrainer F. Schmidt sich gerade zuletzt sich nach durchwachsenen Start stabilisiert hat.

Und Wunder gibt es immer wieder und der Situation geschuldet ist Verlieren eigentlich verboten. Schaun mer also mal.

500 Bochumer werden da sein, wo der VfL einst 2011 HDH im Pokal durch zwei Dedictore besiegte oder mit Terrodde 2016 2-4 auftrumpfte. Come as you are.

Statistik von VfL4u:

Sonntag, 06.10.19, 13:30 Uhr, Voith-Arena

Schiedsrichter: Michael Bacher (Amerang, pfiff den VfL zuletzt beim 2:2 in Dresden im März)
Assistenten: Tobias Fritsch (Mainz), Johannes Huber (München)
4. Offizieller: Lothar Ostheimer (Beratzhausen)
Video-Assistenten: Christian Dietz (Kronach), Steffen Brütting (Nürnberg)

Die letzten Spiele gegen Heidenheim: FCH - VfL 3:2 (29.09.18; Dovedan, Glatzel, Schnatterer; Hinterseer, Hoogland), VfL - FCH 1:0 (08.03.19; Lee)

Voraussichtliche Aufstellungen:
FCH: Müller - Theuerkauf, Beermann, Mainka, Busch (Strauß) - Griesbeck, Dorsch, Kerschbaumer - Leipertz - Schnatterer, Kleindienst
VfL: Riemann - Soares, Lorenz, Decarli, Gamboa - Blum, Janelt, Zoller , Losilla, Pantovic - Ganvoula

Tom, CB`93

P.S.: Bei Fifa 20 siegte ich 5-0 mit vier Ganvoulatoren, mein Tip ist aber 1-1

Vincent kriegt jetzt auch beim VfL keinen mehr hoch

26. September 2019

Dieses Lied mit “Vincent” im Radio auf WDR 2 zu hören ist schon kacke, in den USA wäre Sarah Connor nicht mal bei Hooters am “All you can eat chicken Tuesday!”-Bedienung, in D ist sie Sängerin. Dieses Lied nach dem 2-2 von Bochum gegen Darmstadt 98 zu hören, ist der Punkt, wo man sich fragt, ob man nicht mal nach Australien auswandert und sich den ganzen Mist von anderen Ende der Welt anschaut. Dabei hat man ja eine Kiste Fiege im Auto, aber sich damit am Rasthof Remscheid im Regen zu besaufen, das mach ich erst, wenn wir wirklich absteigen sollten. Aber mit acht Spielen ohne Sieg surft man hart auf der Abstiegswelle, auch gerade wenn der dritte Trainer keinen einzigen verdammten Sieg schaffte - nach weniger als einem Viertel der Saison schon ziemlich am Arsch der Zweitligatabelle. Dementsprechend gab es viel Fan-Unmut am Spielende, im Block A riefen einige Dutzend “Riemann raus!”, einige von uns zeigten den Vogel, irgendwie muss der Frust schon raus. Aber man sollte nicht alles auf die Goldwaage legen.

Dabei hatte das Ganze bei nieseligem Wetter flott begonnen, das 1-0 wurde nach 3 Minuten knapp verfehlt. Der VfL machte Druck und SVD98 powerte auch und hielt dagegen. Das 1-0 fiel durch VAR, man fragte sich “Elfer - wofür?”, es war wohl Hand. Dann machte the silver gun das 1-0 und die Stimmung der 15.000 war trotz Nieselwetter gut. Das 1-1 der Hessen durch Höhn fiel auch, weil Ganvoula immer noch im “ich lass mich feiern”-Modus - weit weg vom Gegner war. Doch der VfL zeigte unter Neutrainer Reis in der 1. Halbzeit erneut eine gute Leistung und Ganvoula machte auch das 2-1. Wenn das Spiel nach 45 Minuten beendet gewesen wäre, alle der 14.000 Bochumer wären zufrieden nach Hause gegangen. Aber dieses Team hat 2019 auch nach “dem Umbruch” keine gute Mentalität oder ausreichende Qualität oder beides nicht - für erwartbare 90 starke Minuten. Es steht zu befürchten, dass das auch nichts mehr wird diese Saison. Und jede Woche steigt die Anzahl der Leute, die für den Verein das Schlimmste befürchten, vor allem wegen der 2. Halbzeit droht uns unter Villis, Sesi, Reis - und wer eventuell danach kommt, der erste Abstieg aus dem Profifußball nach 55 Jahren. Da muss man sich nicht wundern, wenn jede Woche ein neues “Villis-Raus-Plakat” in der Kurve hochgehalten wird. Den Schuldigen sucht man immer an der Spitze und ich würde nicht wirklich Merkel die Schuld geben.

Die Fans hinter uns - und im Block Q - haben kurzfristig Riemann als Schuldigen ausgemacht und riefen “Riemann raus”, weil für sie das 1-1 haltbar erschien und Manuel immer wieder seine Vorderleute anmacht, wenn sie Fehler machen, was sie auch immer wieder tun - er aber eben auch. Ein Teufelskreis, aus dem der VfL nicht rauskommt und das 2-2 durch den Bonner Heller schickte Bochum auf den Relegationsplatz. Vorrausgegangen waren 35 Minuten Inaktivität, Ergebnis verwalten und mangelnde Kondition oder Mentalität, ich weiß es nicht, jedenfalls war es richtig schlecht und fast hätten wir 2-3 und wären nun Letzter. Es kann also alles noch schlimmer kommen, ich gewinne ein WDR2-Konzert mit der “wahnsinnig nette” Sarah Connor und Reis wechselt weiter wie ein Hasenfuß und bringt Tesche, Winzheimer und Bapoh auf komischen Positionen. Wo ist der Fortschritt, wenn man nie siegt? Das dritte Remis in Serie war wieder eine gefühlte Niederlage und der Riemann brüllte dann noch was Richtung Kurve, was nicht jugendfrei war, aber viel schlimmer ist, dass im Team des VfL nur Einzelspieler sind, die falsch zusammengestellt und falsch aufgestellt, mit einer latenten Selbstüberschätzung Richtung Abgrund segeln, am 17.05.is Zahltag. Dann wird abgerechnet. Dann gibt es keine Ausreden, denn seit der Vorbereitung, die zu spät begann, segelt man ins Verderben - ohne Erfahrung beim Segeln.

Zwei Jahre nach einer höchst umstrittenen Ausgliederung und mit einem Kader, der Mourhinio zum Weinen bringen würde, geht der VfL mit seinen soliden Zahlen dem Untergang 2020entgegen. Herr Villis ist - glaube ich zumindest mit den Greenhörnern Schindzierlorz und Reis - noch viel schuldiger als Manuel Riemann, Mimöschen Eisfeld, Pantovic, Maier, denke ich, aber jedes Mosaikstückchen bringt uns dem Abgrund näher. Heute bleibt nur ein Punkt, sonst nichts.

Folgendes ist mein Plan, die E-Roller vor dem Block A kann man doch weit werfen oder?

Tom, CB`93

P.S.: Grüße an Mr. Burns

Turbulenzen

25. September 2019

Nach der vieleicht turbulenten JHV vom Mittwoch, die mit xyz Gegenstimmen zur Entlastung enden wird, wird es am Samstag, den 28.9. 13.00 Uhr gegen den SV Darmstadt 98 nicht leichter. Das achte Spiel ohne Sieg würde wie „Blei auf den Seelen der VfL-Spieler lasten/liegen“ und das will an der Castroper Straße 145 wirklich niemand. Es geht nicht nur um den ersehnten ersten (Heim-) Sieg der Saison 19/20, ein Sieg gegen die Nordhessen als direkten Konkurrenten für unten, würde zeigen, „Hey Fans, wir leben noch und sind noch wettbewerbsfähig in Liga Zwei“, obwohl man das eigentlich schon gegen Sandhausen gezeigt hatte. Das 0-1 hatte ja fast eine Halbzeit Bestand und man war schon gefühlter Sieger, ehe in der 88. Minute das 1-1 durch Bouhadouz fiel. Da war die Laune im Eimer. Sonst eher unter der Rubrik „Kann mal passieren, waren ja optisch irgendwie besser“ abzuhaken, war das Remis in der Gemengelage VfL 2019 auswärts eher schlimm. Und dann kam die JHV, wo Villis, Sesi und der neue Coach Reis aus unterschiedlichen Gründen unterschiedlich warm empfangen wurden. 2017 haben nicht alle vergessen. Und sportlich Pfui, wirtschaftlich Hui gilt nicht für den VfL, da wir kein Produkt sind, sondern im herzen immer noch der Verein.
Aber wie man auch immer die Ereignisse und Wortmeldungen auf der JHV bewerten möchte, der Sieg gegen Darmstadt am Samstag kommt existenzieller Bedeutung zu, um nicht die ganze Saison faktisch “ganz unten drin zu stehen”. Und das tun wir, wenn wir Samstag nicht siegen und nicht gegen Heidenheim ein Remis nachlegen. Da beißt die Maus keinen Faden ab, egal ob man Optimist ist (die warten Woche für Woche, dass die Mannschaft ihr Potenzial zeigt) oder Pessimist ist und die ganze Scheiße genau so kommen sehen hat. Was jeder hat kommen sehen, ist ja, dass nach dem lange sicheren Hinterseer-Weggang ne Lücke entsteht, die mit Zoller und Wintzheimer vermutlich nicht gefüllt wird. Da wurde fahrlässig geplant.
Es gab ja keine Saisonvorgabe, es wurde von Umbruch geredet, aber Dutt war nicht der Richtige, um den Prozess mit dem grünen Sesi zu Ende zu führen. Wenn der Trainerwechsel von Dutt über Butscher was bringen soll, dann müssen schnell 2-3 Siege her, sonst ist der Effekt schneller weg als erhofft. Und Sesi beobachtet den Markt, vielleicht die ärmste Sau, die ohne Kohle zaubern soll. Und dann strukturiert er den Greenkeeperbereich um.
Ich entwerfe gar nicht erst das typische Herbstszenario, denn wir sind seit August drin. Verliert sich der „Reiseffekt“, verletzt sich Ganvoula tragisch und es bricht weitere Unruhe bei den Fans aus (nach einer JHV), wird die Mannschaft nicht wie gewohnt zusammenwachsen. Und dann droht der Abstieg - trotz eines spielerischen Potenzials des Teams, was sicher auch 10-12. werden kann.
Aber ganz ehrlich, hätte Sesi, bevor er Zoller von Köln nach Bochum lockte, mit für Bochumer Verhältnisse mal viel Geld, statt der wirkungslosen Scoutingabteilung mal den Mann unter der Brücke in Ossendorf gefragt, wie Zoller so trifft, er hätte ihm das gesagt, was Zoller in SVS zeigte.: Er bleibt ein Chancentod, Maier eine Mimose, Lee eine verletzte Versprechung und so ist der ganze Kader höchst laienhaft zusammengesetzt. Und Villis schaut zu und meldet just dann Gespräche mit Investoren an, wo wir fast spielerische (im Mittelfeld mit Pantovic) Konkursmasse sind. Ein Zufall?
Nun hat Darmstadt, was das Team angeht, ähnliche Sorgen, hat just in Heidenheim verloren und kommt nun ins Ruhrstadion, wo Bochum immer noch überzeugen kann, das Publikum im Notfall auf seine Seite kriegt.
Das weiß uns er Ex-Grammozis, der unserer A-Jugend fehlt; er wird hoffen, dass es Chaos auf der JHV gibt und frühe Pfiffe der Fans am Samstag, wenn unser Mittelfeld keine Ideen hat. Dass Pantovic je das Trikot der Bayern trug, scheint ein Scherz zu sein. Aber wir müssen clever und ruhig agieren, dennoch leidenschaftlich.
Sei es drum, lachen können wir Samstag eh nicht ohne Fiege und so tippe ich ein äußerst knappes 1-0 von zwei kämpferischen Teams, diesmal hält die Defensive.
Wenn nicht, ach lassen wir das.

VfL: Riemann –- Gamboa, Decarli, Lorenz, Danilo –- Losilla, Janelt (Tesche/Saglam) – Osei-Tutu, Pantovic , Blum, Eisfeld, (Maier), (Winztheimer/Weilandt), (Zoller) – Ganvoula
Es fehlen: Lee, Leitsch

SVD98: Stritzel -– Holland - Dumic –Höhn –Hermann —Palson – Palk — Schnellhardt – Starke – Heller –Dursun

Tom;CB‘93

Sieben

22. September 2019

Der VfL Bochum hat gestern gegen den SVS vor 5.300 Zuschauern am Hardtwald 1-1 gespielt. Die Auswärtsniederlagenserie wurde mit einer guten Leistung gestoppt. Der Tabellensiebzehnte VfL bleibt Tabellensiebzehnter über beklagenswerten Wehenern und Bochum bleibt sieglos. Ich kann hier nur ohne bewegte Bilder zusammenfassen, was ich aufgeschnappt habe, aber das muss nicht schlechter sein als ein Heimspiel auf 2,0 Atu zu gucken, wie ich es gegen Darmstadt vorhabe.

Der VfL Bochum trat bei in der 1. Halbzeit schwachen Sandhäusern auf, wie man es erwarten kann. Nach dem “O`zapft is” aus München schienen die Bochumer den Marschbefehl für Angriff zu haben in BaWü und schoben die Schwarz-Weißen nach hinten und hatten eine Vielzahl an hochkaretigen Möglichkeiten zum 0-1. Bochum bot laut Livezeugen die beste erste Halbzeit der Saison, was man als relatives Lob werten kann. Dass man nicht 0-1 führte, lag an der mangelnden Chancenauswertung der VfL-Offensive.
Das 4-4-2 von Thomas Reis funktionierte gut und die Hardtwälder schienen überrascht zu sein - vielleicht von einem neuen Geist im VfL-Team - konnten aber zu ihrem Glück mit 0-0 in die Pause.

Da haderten schon die Leute im CB`93-App-Forum mit Zoller und Co und befürchteten eine weitere Niederlage in der Fremde, während sich fleißig das Glücksrad drehte an meinem Spielstand. Die Dresdensituation stellte sich aber nicht ein.

Irgendwie fiel das 0-1 durch VfL-Top-Scorer Ganvoula dann doch in der 52- Minute und - eine Premiere - Bochum führte erstmals: Was für eine Freude. Das 0-1 sah ich auf dem Ticker und konnte es fast nicht glauben, dennoch waren Freude und Erleichterung groß. Vielleicht ging es nicht nur mir so, sondern auch den 700 Mitgereisten und dem Trainerteam des VfL, dass natürlich irgendwann auf Absicherung der Führung bedacht war, d.h. die psycholisch wichtige Führung zu verteidigen. Das erscheint logisch in einer Situation, es ist aber meist falsch, nicht auf das 0-2 zu gehen. Celozzi kam nun, was ein Akt der Vernunft aus der Sicht des Vereins ist.

Mittlerweile hörte ich WDR 2 mit Sven Pistor, der sich ein wenig (dezent!) über den VfL lustig machte. Aber auch dort wurde kritisiert, dass man nicht auf 0-2 ging. Irgendwie hatte ich da dann aber ein gutes Gefühl - wird schon reichen- zu Unrecht: Bouhadouz machte in der 89. Minute das 1-1 und dann hatte Bochum noch Glück, das 2-1 nicht zu kassieren. Ich sah das als Ticker auf dem Kölner Westkreuz und auf HR vermeldete man wohl gar ein Bochumer 0-1, wie unsere CB-Außenreporter vermelden.

Nun, ein 1-1 bei den bis dato starken Sandhäusern (unter Uwe Koschinat) stellt ein ganz gutes Ergebnis dar, was an der Stelle 7. Spieltag ohne Sieg sich andererseits relativiert. Vor der Jahreshauptversammlung am Mittwoch und dem kalendarischen Herbstbeginn, bleibt Bochum auf einem Abstiegsplatz. Die Trainerabfolge Dutt, Butscher rund Reis stellt eine Steigerung in Punkto Einstellung, Aufstellung und Spirit dar. Die Mängel Chancenverwertung, Mittelfeldspiel und Abwehrlücken bleiben uns über den Herbst erhalten.

Wie von vielen bei der Kaderzusammensetzung erwartet, steht der VfL im Abstiegskampf und einige sehen Luft nach oben, andere den VfL genau dar, wo er steht: in Abstiegsgefahr, Ende offen.

Mittgliederzahlen stagnieren seit 2 Jahren, die sportliche Entwicklung stagniert nicht nur, sie gibt wenig Hoffnung, dass es ab 2021 nach oben gehen könnte.

Dass 1-1 ist eben nicht nur Pech, es ist ein Ausdruck einer gewissen Perspektivlosigkeit, obwohl die Tendenz leicht nach oben geht und nun gegen Darmstadt der Bock umgestoßen werden muss. Aber das zumindest ist mit der gezeigten Leistung von gestern drin.

Villis, Kaenzig, Sesi und Co. werden sich Mittwoch einiges anhören müssen, ich hab Kindergartenelternabend. Ich hätte einiges zu Meckern, mit dem VfL, nicht kmit dem Kindergarten. Aber der Verein verkommt zur Zeit für mich etwas zu dem Ort, wo es egal ist, ob ich dabei bin oder nicht. Und das geht sicher nicht nur mir so. Und das ist trauriger als ein last Minute 1-1.

Tom;CB’93

Jungfrau

19. September 2019

Der VfL Bochum will am Samstag beim SVS, am 7. Spieltag, endlich siegen. Da noch kein 2. Liga-Sieg bis dato klappte, ist der VfL noch “Jungfrau”, was Siege angeht. Ob der VfL Lust hat, mit Wehen Wiesbaden den Wettbewerb der “eisernen Jungfrau” zu gewinnen, darf nämlich auch bei nicht so ambitionierten Spieler aus unserem Kader bezweifelt werden. Der Druck wird nicht kleiner von Spieltag zu Spieltag und ob das 2-2 gegen Dresden tatsächlich als moralischen (Teil-)Erfolg bewertet werden wird, wie Reis es zZ tut, wird man sehen.
Als auswärtsschwaches Team (bisher drei Niederlagen) fährt man zum selbstbewussten Tabellensechsten nach Sandhausen und wird rein statistisch 1-0 zurückliegen, wie in den vergangenen sechs Spielen. Dann startet man, kompakter und kämpferischer geworden unter Reis, eine Aufholjagd, beginnt mit Langholz-Offensive plus Schusskraft Blum und dreht zum 1-2 und wird mit 3-2 oder 2-2 abgefrühstückt. Das sagt die Normalität des VfL-Teams, wo Rentsch viele Risse ausmacht, während Dieckmeier den Club von 1916 als El Dorado für das nur auf den Sport konzentrieren kennzeichnet.

Bei Bochum kann man konstatieren, wird man aus dem Kader nun das Beste machen müssen und das wäre der Nichtabstieg, so würde auswärts normalerweise ein Remis reichen. Die Zeiten, wo man als großer Käse nach Heidelberg fuhr, dort eincheckte und zum Dorfclub fuhr, sind für Bochum etwas vorbei.

Das Spiel wird zum Stimmungsmesser für die JHV am 25.9. und wird daher besser nicht verloren. Denn immer mehr Mitglieder fragen sich, wie man Sesi einen solchen Kader basteln lässt, wo man vor zwei Jahren eine umstrittene Ausgliederung beschloss, um just diesen damals stärkeren Kader weiter zu verstärken in Blick auf Liga Eins. Die Frage ist erlaubt, was erlauben Villis?

Da können die Zollers, die Pantovics, die Bella Kotchaps nun wirklich ihrem AR/Vorstand helfen, den Blick nach oben zu richten in der Tabelle. Aber damit wir nicht letzter werden vor einer für Villis, Kree, Känzig und Co wirklich schwierigen Jahreshauptversammlung, muss Reiss am Samstag um 14.45 Uhr geliefert haben. Und das muss irgendwie klappen, schön ist da eh egal. Drei Punkte müssen Samstag her.

Aber ist das wahrscheinlich? Wahrscheinlich nicht, vermutlich spielt eher Iron Maiden im ZDF-Fernsehgarten, als dass wir AUSWÄRTS siegen, aber im Fußball ist ja grundsätzlich alles drin. Auch in Sandhausen muss man nicht verlieren.

Der SVS ist heimstark und Bochum ist auswärts eine Desaster Area 2019, d.h., ich kann vermutlich froh sein, dass ich Samstag Schulfest habe und das Ganze nicht mal im TV sehen kann, der Nachbericht wird daher “etwas verkürzt” sein. Da hätte ich mich früher schon mal doller geärgert.

Nun, 3-2 oder 2-2 wäre mein Tip für das vierte Auswärtsspiel des VfL, auch mit Blum, Ganvoula und Zoller erarbeiten wir uns zu wenig Chancen mit unserem blinden Mittelfeld, die Kampfkraft hilft da auch nicht weiter. Kader passt nicht mit fünf 10ern, aber das wurde xmal diskutiert.
Aber es gibt immer Überraschungen und vielleicht verpasse ich auch einfach die Siegperemiere, wer weiß. Das soll sogar ohne Sidney Sam möglich sein, auswärts zu siegen. ;-) ))) Und sogar ohne Peter N., der dereinst in Sandhausen siegte.

VfL: Riemann –- Gamboa, Decarli, Lorenz, Danilo –- Losilla, Janelt (Tesche/Saglam) – Osei-Tutu,(Pantovic/ Blum, Eisfeld, (Maier), (Winztheimer), (Zoller) – Ganvoula

SVS:Fraisl - Diekmeier , Zhirov , Nauber , Paqarada - Zenga , Paurevic , K. Behrens , P. Förster , M. Engels - Gislason

Tom,CB’93

Tip: 2-2, Hardi du Wurst

Aloneunterhalter

15. September 2019

Also ich versuche wieder kein Wortspiel mit Reis zu machen. Mal gucken wie lange ich das durchstehe. Das 2-2 des VfL gegen Dresden erinnerte einerseits an das 3-3 gegen Wehen oder Bielefeld,was die Moral angeht, oder die Comebackqualität, hatte aber denooch einige neue Aspekte. Die 17.000 Fans genossen die Sonne im Vonovia-Ruhrstadion und feierten mit Atta in den 70. Geburtstag, aber eine spielerische Fiesta war es dennoch nicht in der 1. Halbzeit.
Bochum begann mit Eisfeld auf links und Arbeitstier Ganvoula auf dem Pin. Und wenn Reis erst mal Zweikämpfe sehen wollte, sah er sie. Eine sagenhafte Zweikampfquote von 72 % sahen die Bochumer Fans, die Ata auf einem Plakat exztra gratulierten, das war ein toller Tag nicht nur für den VfL-Fan Club Attas Erben Hattingen.
Aber vor dem Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt- So hatte Reis seine Debüt mit einer veränderten Elf, aber er hat halt fünf Zehner, die er irgendwo unterbringen muss. Sesi hat dem Thomas einen Kader überlassen, da kann man Motten kriegen. Aber diese Elf zeigte erneut, dass sie meist will, aber nicht immer kann und Fiels Truppe ist eben auch nicht von der Sambaschule in Rio, sondern er der rustikale Bautrupp aus Meißen.

Lorenz - und vor allem Decarli - hatten so ihre Probleme und der Schiri ließ die schwarz-gelbe Kloppertruppe gewähren, erkannte aber das Abseits 0-1 nicht an: Die Dribblings von Dynamo sahen anders aus als die von CR7 in der CL, aber für unsere Abwehr war das schon genug. Dieser Bochumer Einsatz gefiel den Fans, aber es ging einher mit dem Verlust an Spielkultur und so gab es Langholz nach vorne, nur Pantovic gab keine gescheiten Assists für Ganvoula.

Aber dass es 0-0 zur Pause stand lag auch daran, dass Ganvoula einmal vergab und sonst zu wenig nach vorne spielte. Silvere Ganvoula gibt nach und nach den Alleinunterhalter im Sturm, Zoller und Wintzigheimer kamen erst später.

Dann kann direkt nach der Pause in der 48. Minute der Schock, der neue Costa Ricaner auf rechts sah da nicht so gut aus und es stand 0-1. Für das Selbstvertrauen unter dem neuen Trainer des VfL war der Rückstand Gift und gab den Sachsen Auftrieb, die ihre Fahne über die Anzeigentafel hielten und hissten. Das Werk war sicher kein Chagall, eher so ein Motiv, wo man nicht mit auf die Kunsthochschule kommt (politischer Witz). Aber die Dynamos drehten sich, auch wenn und Eleganz sicher anders aussieht, sie führten. Bochum reagierte auf die Umstellungen bei Dresden, aber die Dresdener versuchten es, das Ergebnis auszubauen und Bochum hielt dagegen wie es konnte. Man mag sich gar nicht ausmalen, wie Bayern solche Schwächephasen im Pokal nutzen könnte. Aber Dresden nutze es auch und machte das 0-2. Da hatte man eigentlich kurz den Eindruck, da ist der Deckel drauf. “Villis raus” und “wir wollen Euch kämpfen sehen” kam genauso wie Anfeuerungen der Ost und von den Blöcken. Aber 1500 Dresdener zeigten sich freudig, Bochum antwortete mit “scheiß Dynamo”.

Aber das Team zeigte nun erneut Moral und nicht nur Kampfkraft und Langholz, sondern auch Kombinationen. Lossilla, Ganvoula und Co ackerten wie die Tiere und Blum erzielte den wichtigen Anschluss zum 1-2 per Willensschuss. Dann begann eine Aufholjagd, die wie die gegen Wehen am Ende nur knapp den Heimsieg verfehlte; hatte ich das Team verflucht und das Team ums Teams verwünscht, sah ich nun Willen, Einsatz und Leidenschaft. Die Anfeuerung, die Sesi sich für die Mannschaft wünschte, kam nun von den Fans und Bochum spielte. Ganvoula verpasste das 2-2, blieb aber dennoch bester Bochumer. Wenn der sich verletzt, geht bei uns das Licht aus.

Aber das 2-2 machte Losilla per Kopf, der Kapitän geht wie meist voran und sorgt damit für den dritten Punkt. Der erste Sieg (im 6. Spiel), das wurde nichts mehr, schade für Thomas Reis, schade für uns. Gegen Sandhausen und Darmstadt muss der erste Sieg her, wie Paderborn in Liga Eins und Wehen Wiesbaden in unserer Liga, bleibt der VFL Bochum auch unter dem neuen Trainer sieglos.

Sesi und Villis hoffen vermutlich auch, dass Thomas das Wunder schafft und den falsch zusammengestellten Kader irgendwie ins Ziel bringt, also mit dem Klassenerhalt. Die Hoffnung der Westfalen lebt und das Team ist nicht tot, aber schön war das heute wieder nicht. Das war vorher klar, aber so wird es eine echt anstrengende Saison.

Grüße an den Lüdi von der Bochumer Society….irgendwie kann ich mir heute wenig merken.

Nächste Woche auswärts, da geht das Hoffen und Bangen weiter.

Tom CB’93

Tom,CB`93

Reisig

13. September 2019

Eigentlich fällt es mir schwer einen Vorbericht über das erste Spiel des neuen Trainers Thomas Reis am Sonntag gegen Dynamo Dresden zu schreiben, ohne ein diummes Wortspiel mit “Es gibt Reis Baby” oder irgendwas “mit Reis” zu verwenden und fail, anstatt “riesig” nenn ich den Artikel “reisig”. Gemäß des Brecht’schen Verfremdungseffektes müsste ich jetzt aus meiner Rolle als Fan heraustreten und den Mensch hinter dem Schauspieler Tom zeigen. Ich versuchs mal.

Im Brechtschen Sinne hat unser Gegner Dresden ein massives Problem mit Rechtsradikalismus im dörflichen Sachsen und der Verein Dynamo Dresden mit dem Image als Chaos-/Skandal- und Gewaltverein, da laufen Ordner mal als “Faust des Ostens” rum oder mit den verbotenen Totenkopfsymbolen, nichts Neues im Freistaat. Gut, solche Probleme gibt es auch beim östlichen Ruhrgebietsnachbarn, Dorstfeld lässt grüßen, aber Sachsen scheint Bayern als “neue Region der Bewegung” abzulösen, wenn man sich die aktuelle AfD-Wahlkarte anschaut. Aber das nur mal am Rande, die Dresdener haben auch mal die Bierbude im Gästeblock des Ruhrstadions zerlegt und die Kasse mitgenommen. Die Punkte haben sie aber zumeist Anna Castroper gelassen.

Da ist also viel, was Bochum von Dresden in West und Ost trennt, aber es gibt auch einige Gemeinsamkeiten. Man hat einerseits ein Fanpotential und Selbstverständnis für die erste Liga, aber man darbt seit Jahren unter visionsloser Rumdümpelei und chronischer Erfolglosigkeit, während Kiel, Darmstadt und Heidenheim, ja selbst Sandhausen besser mit ihren Möglichkeiten umgehen als der VfL und Dynamo: Dafür lässt man andere Schuld sein, den Westen, den Soli, den DFB und und und.

Selbst wenn man mal annimmt, dass man unter Thomas Reis ab Sonntag einen neuen Geist im Team sehen wird, spielt man ja höchstens in der mausgrauen Mitte der Zweiten Liga mit als VfL. Haben die Pessimisten recht, kann Thomas das Ruder nicht “rum reißen” (zweites schlechtes Wortspiel” und am Ende fällt “alles in Scherben”? Auch wieder so ein politisch besetzter Begriff: Das muss nicht sein mit dem dauernden Verlieren und am Sonntag rechne ich persönlich mit einem 2-1 Arbeitssieg, zu Hause waren wir ja auch gegen Bielefeld und Wiesbaden nah dran am ersten Sieg der Saison. Die Moral der Truppe stimmt, so die offizielle Lesart, weil man nach offensichtlicher Arbeitsverweigerung in der ersten Halbzeit beim Heimspiel gegen Wehen W. noch ein 3-3 machte, Riemann raus, lange Bälle, Ende mit dem Duttschen Taktikwirrwar. So wird man es also dann lesen, wenn es einen Heimsieg gegen die Schwarz-Gelben geben sollte, hat die Mannschaft unter der richtigen Ansprache endlich positionsgetreu ihre innere Mitte wiedergefunden. Das wird auch Zeit im sechsten Spiel, dass der VfL mal wieder siegt, auch weil ein Spiel im Sandkasten keinen automatischen Sieg bedeutet. Gibt es beispielsweise ein Remis am Sonntag um 15.15 Uhr als Endresultat, dann fährt man mit dem eigenen braunen Streifen in der Unterbuchse - wie ein politischer Dynamohool - nach SVS. Sieben Spiele ohne Sieg liest sich superscheiße, in Ost, in West, in Nord, in Süd.

Aber es werden sich Spieler fit melden für den neuen Trainer, denn mit Weilandt, Zoller, Lee, Leitsch, Maier und den gesperrten Bapoh fehlen reissche Alternativen. Gyamerah Reha ist auch beim HSV wieder en vogue, wird exportieren Verletzungsmisere und Karma, trotzdem gute Besserung, Jan. Aber Karma fickt halt jeden.

Gegen einen Gegner wie Dresden, der ähnlich erfolgreich am Transfermarkt ist wie der VfL, hat Bochum mit der richtigen Einstellung und Aufstellung eine gute Chance. Reis kennt nun alles rund um die Castroper und braucht daher wenig Tipps. Dennoch ist es unprofessionell von Sesi den Wertheimer ohne Alternativkandidaten zu holen. Was passiert wenn Reis als Neuling scheitert, sowas passiert nämlich? Dann werden die Pessimisten mehr als recht haben, die Villis und Sesi als Luftbuchungen klassifizieren. Dann ist Bochum in Not, der Abbau West droht und dann haben wir alle eine Laune wie die Wähler unlängst in der sächsischen Schweiz - Born to loose.

Nein, es kann auch riesig werden mit dem erdigen Thomas, der sich voll mit dem VfL identifiziert. Ich hoffe auf das Strohfeuer am Sonntag und warte ab, was dann vor allem ab, was sich auswärts tut. Und hey, gegen Sandhausen hat unsere Schule Sommerfest ;-) ))

VfL: Riemann –- Gamboa, Decarli, Lorenz, Danilo –- Losilla, Janelt (Tesche/Saglam) – Osei-Tutu,(Pantovic/ Blum, Eisfeld,Maier, (Winztheimer), (Zoller) – Ganvoula

Dynamo: Broll - Wahlqvist, Ehlers, Müller - Ebert, Burnic, Nikolau, Löwe - Hovarth, Jeremjeff, Atik

Und hey, Dresden, Ihr habt auch keinen schlechten Anhang, lasst euch nicht unterkriegen aber lasst bitte die Punkte hier, wegen Soli und so, ach lassen wir das ;-) )))

Tom;CB’93

Buddies beim Absteigen

7. September 2019

Der 17.5.2020 könnte ein schöner Tag werden, meine große Tochter wird 5. Aber ich fürchte, das wird er nicht, besonders nicht für den heute schon leidenden Vater. Denn Bochum spielt an diesem Tag in Hannover - und Stand jetzt- , werden Villis, Kree, Sesi und Neutrainer Thomas Reis den zur Zeit 17. der Zweiten Liga in die Dritte Liga führen. Villis (und seine Berater?) macht das nicht absichtlich, er scheint ein netter Kerl zu sein, aber einen Verein wie den VfL Bochum in die 1. Liga führen überfordert den Mann offensichtlich völlig. Sein 12. Trainer (hab ich nur gelesen, nicht recherchiert) ist Thomas Reis, ein alter Spielerbuddie unseres Supersportdirektors Schindzierlorz. Sesi ist so vernetzt und erfolgreich am Spielermarkt wie ich bei Fifa 19 gegen Schüler ‘ne Chance habe, zero, nada, de rien. Der holt last Minute einen Costa Ricaner, der bei Celtic Nummer drei war und unter Butscher zum Einstand gegen Didavi vom VfB spielt, als sei er ein Zirkuselefant. Zirkuselefanten werden sich wegen dieser Aussage sicher wieder mies behandelt fühlen. Der zweite Neuzugang, die Nummer drei vom HSV und schon vom Namen her fast ein Witz (daher ohne Kaufoption?). Da Ganvoula regelmäßig trifft, wird der sich irgendwann verletzen (alles andere wäre ein Wunder) und dann müssen Zoller und der Witz die Tore schießen. Das ist so, als ob ich mit ‘nem Drachen vom alten Röl mit den Indern zum Mond fliegen wollen würde (dunkle Seite), kann kaum klappen, wird dennoch versucht - gegen jeden Menschenverstand. All das muss der neue Trainer, der dem erfahrenen Dutt folgt, können. Das ist schon mal per se eine Herkulesaufgabe “Brain”Blum, den Dauerverletzten Leitsch, Sensibelchen Maier, Super Bella Brudi Kotchap und Gerippe Eisfeld zu führen und daraus ein Team zu formen: dass aber ausgerechnet einem ewigen Co- und Jugendtrainer (der für einen Einsteiger schon ziemlich alt ist) machen zu lassen, ist entweder schlicht genial, ziemlich gewagt oder der typischen Sesischen Optionslosigkeit geschuldet - ich sage, es ist falsch, gefährlich und dumm und wird unser Sargnagel sein.
Ein professioneller Verein - mit einem klugen Vorstand - hätte mit Kandidaten von Wolf über Breitenreiter bis Sievert oder Kauczinski gesprochen und wenn Reis am meisten überzeugt hätte, na dann wäre es so gewesen, aber das glaube ich nicht. Rentsch berichtet auch was anderes, nur mal so. Und überhaupt darf Villis den “ewigen” Praktikanten von Hochstätter - Schindzierlorz - den Trainer suchen lassen? Das muss Chefsache sein und sollte ein eminent wichtiger Prozess sein, der etwas länger dauert in einer hochbrisanten Situation.
Villis wurde schon beim 2-1 in Stuttgart von den UB`99 erinnert, dass er uns “jedes Jahr dieselbe Scheiße” serviert. Das finde ich noch zu nett, denn es ist dieses Jahr viel schlimmer, das Team ist schlechter und die Sponsorensuche, die die Fans noch immer spaltet, ist so erfolgreich wie Merkels Umweltpolitik oder Flüchtlingspolitik für die Werte der CDU.
Dazwischen sucht Sesi munter Spieler und Trainer, dass ich mich an den 8.5.2010 erinnere.
Der echte Bochumer Darek weinte auf dem Trainerstuhl, Plastikstühle flogen vor mir und Bochum war mit einem 0-3 gegen Hannover abstiegen. Auch der echte Bochumer Reis will sicher nicht nur um seiner selbst willen Erfolg mit dem VfL haben, sondern auch weil er Stallgeruch hat. Das kann im Profibereich gut oder schlecht sein. Aber diesen völlig falsch zusammengestellten und zu schwachen Kader etwas weiter nach oben zu führen, da ist der Thomas meiner Meinung nach der Falsche zu diesem Zeitpunkt. Aber Villis lässt das alles geschehen und Sesi stümpert rum wie eine Mischung aus Bauer Knüwe und Hilpert.
Da kann einem Thomas Reis leid tun und sein Job ist ein wahres Himmelfahrtscommando. Wenn es gelingt, dann hat Reis wirklich was geleistet und Sesi hat seine letzte Patrone genutzt. Ich hoffe das ABER…..
Allein mir fehlt der Glaube.

Tom;CB`93