Scio, ne scio

21. Februar 2017

Ich liebe es über Fußball zu schreiben. Sogar manchmal über den BVB. Fußball ist ein tolles Hobby, auch im Kleinen Wattenscheid. Das schreiben über den vfL Bochumist für mich Erholung und meist einfach schön. Seit dem Bundesliga-Spiel BVB - RB Leipzig vor 2 Wochen habe ich mir zur ausufernden Debatte um dieses Spiel nicht geäußert, weil wirklich jeder, auch jeder Depp außerhalb des Fußballs (und ich bin auch nur ein VfL-Depp), sich dazu äußern musste.D as war wirklich nervig. Der Medienhype war schon brutal zum Kotzen, weil von den reinen Tatsachen her, für ein Bundesligaspiel von 81.000 Leuten recht wenig passiert war. Ich hatte schon Angst, dass neben Gunter A. Pilz aus Hannover, Jessica aus Leipzig und Bundespräsident Gauck, Merkel sich dazu äußert und Trump noch was twittert. “What happened in Dortmund was a total desaster!”. Ich mein, man kann ja den BVB total doof finden und seine Problemszene (Unity, Northside; JUBOS, Deperados, Borussenfront, 0231 usw.) schwierig, aber die Welle der bundesweiten Empörung war nun echt aufgeblasen, vor allem vor dem Hintergrund was wirklich passiert war. Ich finde, es ist wenig passiert, was nicht auch beim Spiel Dormtund-Bayern passiert wäre.

Also was war denn nun genau geschehen, dass eine solche, hyperaktive Debatte rechtfertigte? Mussten wir uns wirklich RB-Fan-Jessica aus Leipzig in der BILD geben, die seit 2009 zu RB fährt und “kaum Platz hatte im Dortmunder Gästeblock”? Ihr Ernst, kaum Fan im Gästeblock, komisch, als ich da war, wurde ich nie “zerquetscht”! Ist das Journalismus, wenn man so eine Scheiße ungeprüft übernimmt? Oder sollte man da nicht besser über Modelleisenbahnen schreiben?

Was war denn nun passiert an der Strobeallee? Die Teile der Dortmunder Ultraszene plus ein paar weitere Hools haben wohl die Sonderzugbesatzung aus Sachsen (davorne gabs wohl auch ein paar RB Ultras) empfangen, wie man den FC Schalke auch empfangen hätte? Wären da Steine “fairer” gewesen? Wäre ein Stein auf einen 35 jährigen Schalker Kerl fairer geworfen als auf einen minderjährigen Konsumenten aus der Gründungsstadt des DFB? Oder hätte man da von einem relativ ruhigen Derby gesprochen, weil am Ende an den Umständen gemessen faktisch relativ wenig Verletzte (Polizisten wie Fans) hatte? Nun kommen natürlich die, die sagen, sowas ist immer schlecht. Das ist kriminell und hat im Fußball nichts zu suchen, kann man sagen. Diese Leute akzeptieren nicht die außergewöhnliche Ventilfunktion einer Volkssportart und akzeptieren auch nicht, was die Dortmunder da angestellt haben, klar. Aber werden die Einzeltaten vor der Roten Erde nicht eh von der Polizei verfolgt, geht es also um die Banner im Stadion? Braucht man Kollektivstrafen? Okay, dass gegen Ralf Rangnick war geschmacklos, aber ist geschmacklos immer auch “kriminell”?

Dann stellt sich die Frage, wieso dutzende Plakate bestraft werden und wo die Freiheit der Meinung durch den Straftatbestand der Beleidigung eingeschränkt wird? Das ist eine Debatte der Gesellschaft und was hat die Borussia Dortmund zu tun? Es wurde getan, als ob Watzke, der gerne und viel redet, zum Hass gegen Leipzig aufgerufen habe, obwohl er selbst einer AG vorstehe! Scheinheilig, mag sein, aber ist scheinheilig “verboten”? Und ist SPD-Schulz nicht auch scheinheilig, wenn er sich zum Anwalt der Armen macht und von der EU bezahlt wurde wie ein moderner Fürst? Auch, aber dennoch mögen das Leute. Und ehrlich, in der Szene fanden viele die Aktionen gegen RB Leipzig gut, auch die aufgeheizte Stimmung. Auch das kann man anprangern. Man muss aber auch aktzeptieren können, das viele aktive Fans diese Hochpotenzierung des Kommerzes nicht wollen. Und die protestieren anders als die katholischen Landfrauen in den Sechzigern!

D.h. doch auch, dass wieder aller Debatten durch einander geraten, die um Gewalt, die um Pyro, die um Choreos (aber bitte nur die lustigen) und am Ende macht Bild daraus ein Risotto Marke “Ultras jagen kleine Kinder!”. Ist das nicht das eigentliche Lächerliche, während in Syrien und der Ukraine realer Krieg herrscht?

Nur mal so:
Diese oder ähnliche Dortmunder (also die von der Roten Erde) sind wohl gerüchteweise auch vor meiner Lesung 2015 im Ultraraum der UBs eingebrochen - und haben u.a. einige Fanschals gestohlen und was mitgehen lassen, um diese bei einem Spiel gegen Bochum zu präsentieren. Rational ist sowas dumm (wir spielen da ja nicht mehr), ist verboten, gehört bestraft.
Nun käme es zum Bundesligaspiel Dortmund vs Bochum, würde ich die Schals dann brennen sehen und mich aufregen, klar, aber es gibt Wichtigeres als die diese Schals.

Und so ist es auch mit den dutzenden Plakaten, die keine Kollektivstrafe dieser Art rechtfertigen, sonst hätten Dynamo, Hansa und Co ständig gesperrte Kurven und bei der Empörung muss man sich auch fragen, wie man als Fan wirksam gegen eine Dauerwerbesendung namens Dosenclub wehren kann, wenn selbst ein Plakat wie in Gladbach des Guten zu viel ist und sofort wörtlich genommen wird. Darf man schrieben “ihr seid gemein, hört auf damit!”?
KSC schrieb in Dresden “Oral raus, anal rein” und St. Pauli machte einen auf Geschichtsnachhilfelehrer “Gegen den doitschen Opfermythos”. Typisch Deutsch wäre St.Pauli wegen Rechtsschreibfehlern zu verdonnern.
Manchmal frage ich mich, ob manche Leute zu viel Zeit haben, wenn sie das alles thematisieren können und sich zwei Wochen daran laben.

Ich persönlich finde 35 % Berichterstattung über ein einizges Spiel hätte gereicht, Geldstrafen für 2-3 Banner und die polizeiliche Ermittlung gegen die Straftaten der Leute, die Steine warfen. Und sonst viel Rauch um Nichts.

Aber was weiß ich schon im Vergleich zu Gunther A. Pilz, dem Erfinder der Hooltras.

Tom;CB’93

Sich hart was Gönnen

19. Februar 2017

Also ich hab’s mir an diesem Wochenende so richtig hart gegönnt. KVB fahren, Schalker mit Plastikschwert nach Köln begleiten. Ganz im Ernst. Das mit mit dem “hart Gönnen” konnte letzten Montag auch der Schiri Herr Stieler von sich sagen, vermutlich hat er sich in einem von Herrn K. finanzierten Club amüsiert, wo man “Masters and Servants” spielen kann. So vermutete ein szenebekantner Fan, nicht unweit von mir, im Stile der “alternativen Fakten”, es wäre quasi eine “rosa” Verschwörung im Gange, die “an der Stadt der unsensiblen Gewaltheten” namens Bochum vorbeigeht. Warum da jetzt Hannover so ein Hot Spot ist, fragt mich nicht ich wohne in Köln.

Das erklärt die acht (!) Auswärtsniederlagen jetzt nicht wirklich alle wissenschaftlich, ist aber im trumpistischen Sinne ein interessanter Gedanke. Vielleicht haben da die Mexikaner auch ihre Finger im Spiel. Wer weiß.
Nach diesem Fremdimput muss ich umbedingt ein zweites Buch schreiben, was “111 Gründe, um den Schiedsrichterjob zu lieben - der rosa-rote Komplex” - ihr werdet es lieben.
Nach den Fake News nun die knallharten Fakten (Ich hoffe, ihr seid jetzt an dieser Stelle etwas neugierig und auch etwas aufgeregt, da ich ja sowas bin, wie die Erika Berger der Bochumer Fanszene - gemixt mit Gisela Schlüter ;-) )))
Der großartige Verein VfL Bochum siegte 2-1 gegen den FC Kickers Würzburg vor 11.123 Zuschauern. Der VfL drehte ein lange Zeit als verloren anzusehendes Heimspiel in drei Minuten und behält damit seine blitzsaubere Heimweste. Auswärts wartet man nun auf ein Wunder in Nürnberg, wo der Begriff “brauner Salon” unterschiedlich gedeutet werden kann - genau wie in Darmstadt (Fips Asmussen Gedächtniswitz!).
Bochum spielte in der 1. Halbzeit mies und hatte eine Kopfballchance durch Mlapa. Sonst bemühte sich nur Würzburg, zum Torerfolg zu kommen, was bieder und hausbacken aussah. Und ohne Bochumer Mithilfe wäre der Ball auch nicht hinter Riemann getrudelt - nach 26 Minuten. Hoogland half den Kickers und den sicherlichlich fünf Wattenscheider Fanfreunden zu jubeln. Man war das laut. Da waren noch mehr Menschen im Gästeblock als bei Trumps Amtseinführung. Wenn ich das jetzt schwöre, werde ich bestimmt gleich Bildungsminister in den USA.
Nein, nur Mlapa mit dem Kopf und in der zweiten Halbzeit an den Pfosten - das war zu wenig, die Fans pfiffen zur Halbzeit. Wenigstens hatten meine Sitznachbarn Bier geholt und die Kehle wurde damit proaktiv geölt, ein 1-1 war dann ja statistisch sehr wahrscheinlich, obwohl es 80 Minuten nicht so aussah. Die Bälle wurden aus dem Halbfeld gepölt oder stumpf nach vorne gelöffelt. Ich weiß auch nicht, wann ein Trainer beide Außenverteidiger auswecheln muss, aber dem Rieble hätte sogar ich einen Knoten in die Beine gespielt und mein Kreisliga Kampfname in Gerthe war nicht der weiße Brasilianer.
Und Gyamerah, naja, er kann mehr.
Dass Bochum sich mehr bemühte, kann man schon sagen, aber es war ideenlos. Und wenn Gefahr dem Wulnikowski drohte, dann eher durch Stückwerk. Dass Weilandt und Wydra die Tore machten, dass nenn ich mal hart gönnen. Wydra machte ein tolles 2-1, weil das 1-1 von Weilandt irgendwie erzwungen wurde und der Dominik wird das nicht jede Woche so schön wiederholen können, tipp ich mal. Beide spielten schwach, trafen aber dann. Fußball kurios.
Bei diesem Tor zum 2-1 konnte man als Bochumer schön jubeln. ich war erleichtert und empfand es als ausgeleichende “Un”gerechtigkeit für Montag. Dafür können sich die Kickers nichts kaufen.
Der Rest war Jubel der Spieler, Verbeek fordert ja keiner zum Tanzen auf. Also ich traue es mich nicht, ihr? Aber nach den Pfiffen tat der verunsicherten Manschaft das Bad in der Menge gut und die drei Punkte können am Ende Gold wert sein.
So bleibt Bochum knapp drin (mehr aber nicht) und Verbeek geht im Sommer, weil etwas neues kommen muss nach 2,5 Jahren, zumindest wenn man nur die Leistung der letzten beiden Heimspiele zugrunde liegt.

Schiri Kemper und Amarell…..Moment mal ……

Nein, das Fiege in der Ritterburg schmeckte besser, wenn man es nach einem Sieg trinkt, auch wenn ich beim Versuch am Abend Pizza zu essen, scheiterte. Aber immerhin hab ich jetzt die Jacke des Präsidenten und Bochum 26 Punkte.

Nicht was ihr wieder denkt.

Tom;CB-Saunacommando’93

Gruss an Manuell, den ich für Patrick hielt ;-) ))) ….und den Kambodschamann, der gegen KSC irgendwie fehlte

Wir sind da wieder in so einer Phase

16. Februar 2017

Meine Wut über Herrn Stieler ist immer noch nicht verraucht. Und heute ist schon Donnerstag. Der Hamburger Schiri hat ja nicht nur zwei sehr wacklige Elfer gegen uns gegeben, hat auch mindestens einen glasklaren Handelfer von Sane’ nicht gepfiffen und davor stand es 1-1. Dazu kamen ganz viele alberne, kleine Entscheidungen gegen uns Marke Perl oder Brych. Da schickt uns der DFB, man möge es mir verzeihen, Paradeschwucken. Aber nur wenn es Verbeek und dem Team gelingt, diese (meine und ihre) Wut über diese Schirileistung konstruktiv zu kanalisieren gegen die Würzburger Kickers, dann können wir VfL’ler Montag über was anderes reden, als den knorrigen Trainer und die dezimierte Mannschaft des VfL.

Denn die sind nun in der Pflicht. 8 (!) Auswärtsniederlagen (auch eine in Würzburg 2-0) kann man nicht so herrlich wie die vom Montag mit dem Tomatenschiri erklären. Natürlich war man nur in F95 beim 0-3 chancenlos, oft ging man in Führung und es gab unterschiedliche Szenarien zur Niederlage. Sehr oft konnte man die Niederlage relativieren. Aber das endet bald.

Aber wenn die nun seit zwei Jahren unter Gertjan erarbeitete Heimstärke wie gegen Karlsruhe wegfällt, droht uns Abstiegskampf und noch mehr Ungemach. Es kommen eh nicht mehr als 14.000 Fans: Der VfL Bochum konnten die prominenten Abgänge nicht 1-1 ersetzten (was man auch so erwarten konnte), wir konnten die vielen Verletzungen (Von Eisfeld über Stöger bis Celozzi) nicht so kompensieren, dass eine eingespielte Truppe vor allem auswärts mal eine Führung hält oder ausbaut.

Am Samstag wird Hollerbachs Team beim 13. antreten, wie es der bidere Aufsteiger kann: lauf- und zweikampfstark, kompakt und unangenehm, ohne zu sehr zu spielerisch glänzen.

Und das hat normalerweise nicht gereicht, um in (der Heimmacht!) Bochum zu siegen. Beim VfL Bochum ist zwar die Moral intakt, aber eine breite Brust sieht halt anders aus.

Beide Teams spielen im Prinzip 4-2-3-1 und Bochum kann den balldominaten Ball des Vorjahres mit seiner jetzigen Besetzung einfach nicht mehr spielen. Das muss auch Verbeek einsehen und da ist nicht der Droll schuld. Andererseits sollte eine Mannschaft wo Soriano, Daghfous; Weihrauch und der Ex-Bochumer Rico Benatelli die Stars sind, uns auch nicht Angst machen können in einer angespannten Lage.

Klar, die treuen Fans werden auch Samstag nicht pfeiffen, aber was ist, wenn die kleinen Franken im Ruhrstadion führen? Was ist, wenn sie die Punkte entführen? Holen wir sie dann Karnevalssonntag als Faschingsnarretei wieder? Was ist wenn dann?

Nein, Samstag wird wichtig und wenn nach oben garnichts mehr geht, dann wird es nach unten so langsam eng, kann schon am Wochenende auf drei Punkte wegschmelzen, das Polster wie Palmin in der Sonne.

Der Frühling bringt oft gute Laune, hoffen wir Fans, dass es Sonnabend der VfL macht. Und das ist möglich. Wir haben immer noch das Potential zu Hause jeden Zweitligisten zu schlagen und dann mal mit einem Sieg nachzulegen, gerade weil der Club heimschwach ist.

Gehen wir ins Stadion und geben uns mittelfränkische Wochen. Bangemachen gilt eh nicht und meckern kann man hinterher, aber vorher kauft man ne Karte und ne Wurst plus Fiege.

Ich hoffe, das Klatern wird man Sonntagabend nicht müssen. Denn sonst käme die Panik (bei mir) auf.

Würzburg: Robert Wulnikowski — Nothnagel - Weil - - Neumann -Russ –  Lagos - Schmitt — Daghfous - Nagy - Weihrauch - Königs (Soriano)

VfL: Riemann - (Perthel) Rieble, Bastians, Hoogland, Gyamerah - Quaschner (Saglam), Stiepermann (Merkel), Wurtz, Losilla, Weilandt - Mlapa

Tip: Bochum 1 - Würzburg 1. Mlapa, Sorlano, 13.600 Zuschauer.

Tom; CB 93

P.S: Der A-Jugend des VfL Glückwunsch zu den Siegen über die zwei Borussias aus Dortmund und Gladbach

Hoyzeresque

14. Februar 2017

Die unglückliche und ungerechte 2-1 Niederlage des VfL Bochum bei Hannover 96 ließ in ihrer Art und Weise am Montagabend rund um Bochum und im Gästeblock die Wut hochkommen. So manche Bierflasche ist fast ins TV geflogen. Nicht nur, dass man wieder einmal eine 0-1 Führung verspielte, nicht nur, dass man endgültig unten reinrutschte, nein, man wurde selten so brutal verschoben wie gestern von Herrn Stieler.

Vielleicht hat dem Schiri ja die Ultra-Pyroshow missfallen, er ist norddeutscher Lokalpatriot oder er hat jetzt einen neuen Heimtrianer.

Der Schiedsrichter pfiff - nach dem schon für 96 recht glücklichen 1-1 zur Halbzeit - nicht nur einen unberechtigten Elfer gegen uns, nein, gleich zwei, als hätte ein reicher Indonesier auf drei Harniktore im Spiel gesetzt  - im Wettbüro von Ante S. Also, dass dann mindestens (!) ein Handelfer für Bochum nicht gepfiffen wurde, das setzte dem Ganzen die absolute Krone auf. Und stilecht zu einem wirklich schlimmen Heimschiri auch noch Pech – Losilla an die Unterlatte. Stiepermann hatte in der 1. Halbzeit einen vergeblichen Versuch (34. ten) ans Gebälk. Pleiten, Pech und Pannnen an der Castroper oder besser wenn man weg davon ist. 

1-0 verdient geführt durch einen Konter über Gündüz zu Wurtz, zwei Elfer gegen dich (durch Harnik), Minimum (!) einen Handelfer für dich nicht gegeben, dazu einmal, nein zweimal Latte: “Haste scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß!“ sagte ja schon Marc Aurel, äähhm Konfuzius, ähm, wer auch immer. Scheiße hatten wir gestern reichlich am Fuß.

 Aber war es nur Pech (mit Verletzten und Alu), eine DFB-Verschwörung oder der Bonus der Hannover-Connection? Nein, nicht nur, es war auch ein wenig eigene Schuld….aber eben gestern wenig. Es ist ja imemrhin die 8. Auswärtsniederlage.

 Zur Kritik an Verbeek und seinem Team: Wieder mal 0-1 geführt, wieder ähnlich glücklos agiert, die Chance zum 0-2 durch Mlapa direkt danach vertan. Die Geschichte der Auswärtsspiele wiederholt sich. Das Maß an Beschiss an diesem Montagabend war neu. Immer wieder lässt sich der VfL „umdrehen“.

Das 1-1 fiel allerdings nicht wegen des Tomatenschiris, sondern weil Bochums rechte Abwehrseite mit drei Mann - und auch Gyamerah – den 96ziger Sarenren-Bazee nur körperlos begleitete und nicht an der Flanke hinderte. Der Ball trudelte zu Harnick, Nico Rieble 3-4 Meter weg von ihm, der Hannoveraner Routinier lies Riemann keine Chance. Der Zeitpunkt war…ihr ahnt es schon.

Aber dieser kleine Knackpunkt war es am Ende nicht ganz, der das Spiel wirklich drehte. Denn so harmlos die Niedersachsen vor 25.000 Fans waren, so ideenlos stümperte der jetzige zweite der 2. Liga weiter auch nach dem 1-1 rum. Stendals Männer kämpften nach Niederlagen, aber wenn, war es eher Bochum, das was nach vorne brachte und Fußball spielte.

Aber insgesamt gesehen verloren beide Teams zu viel im Mittelfeld an Bällen und Kontrolle. Und Hannover versuchte es oft mit Kontern im eigenen Stadion oder mit der Brechstange. Da war auch viel Verunsicherung auf beiden Seiten.

 

Dann musste Gertjan Verbeek (er hatte Kaptain Fabian auf der Bank gelassen) den platten Jan G. rausnehmen - und der neue Spieler machte den 96zigern die Bochumer rechte Seite, die vorher schon oft offen war, endgültig auf. Perthel fehlt einfach sehr, ebenso Celozzi. Und nun rückten die Sobiechs, Schmiedebach, Sarenren-Bazees und Harniks nach (bei H96 fehlte Uffe Bech) und der Schiri war der beste Freund von Herrn Kind an diesem Abend, hat wohl auch das Aufstiegszertifikat geschrieben und brauchte nicht nur ein neues Hörgerät. Wirklich nicht zu ertragen für VfLler, wie er die erste Berührung von Merkel an einem Roten namens Prib pfiff: Das stellte Neururer mit dem Sport1-Kommentator klar, kein Elfer, nur berührt. Harnik war’s egal, 2-1, zweites Tor und nun hatte der VfL seine stärkste Phase. Also nachdem Martin Harnik sein „beinahe drittes“ Tor in den Nachhimmel über das Tor in der HDI-Arena geschossen hatte, kämpften nun Weilandt, Wydra, Merkel und Co gegen die zweite Niederlage in 2017 an. Vergebens, sie kam.

 

Es scheiterte, weil Losilla am Ende nur die Unterlatte von Tschauners Tor traf und Bochum echt zwei fällige (einer zumindest) Elfer nicht bekam und das, weil der Schiri vermutlich eher noch einen dritten Elfer für die Elf von der Leine gepfiffen hätte, als Bochum einen zu geben. Skandalös parteiisch dieser Mann.

Bochums eigene Schuld war es indes, dass Stiepermann und Mlapa nicht in der 1. Halbzeit trafen, dass man immer das vorzeitige 0-1 „nur“ verwaltet und dass insgesamt die Pass- und Fehlerquote zu hoch war bei uns. Klar, da fehlen Leute und die Formation wechselt, aber geht das nicht besser in der 3. Saisonhälfte? Es muss.

Aber gestern hat der Schiri Bochum um ein verdientes Remis gebracht und „Heimschiedsrichter“ ist nur eine harmlose Bezeichnung, was er tat. Er hat übelst rumgehoyzert.

Verbeek lachte nur höhnisch und nun muss die gesamte Bochumer Wut gegen die Würzburger Kickers gebündelt werden. Das ist der Weg. Kommen gegen Nürnberg, Aue und Düsseldorf die Verletzten zurück, werden die Kritiker und Zweifler verstummen, die sicherlich in den nächsten Wochen die Bochumer Meinung anführen werden. Aber ich meckere nach Düsseldorf, nach Walldorf oder Karlsruhe zu Hause, gestern hat der VfL vieles richtig gemacht und ein Remis verdient. Das ist kein Schönreden, das war so.

Spieler wie Merkel oder Stiepermann kritisieren ist das eine, dem Verein jetzt den Rücken zu stärken das andere, was wir Fans tun können.

 

Nein, da hätte ich lieber die Flasche in den Fernseher geworfen als die Mannschaft und den Trainer, die Fehler machen, auszupfeifen. Das tat die Pfeife gestern oft genug (falsch) und nun sind wir 13, mit sechs Punkte nach unten. Es ist wie ist.

Gute Besserung an Riemann (der stark verletzt wirkte am Ende der Partie) - und Perl, Brych, Stieler und Co. ihr seid ………super.

UND MIT MUT, WUT UND ELAN GEGEN KICKERS WÜRZBURG….

Tom;CB’93

P.S.: Gruss an Volker S. und die Fiege-Crew , die mit dem Zug fuhren

 

Hoyzeresque

14. Februar 2017

ihrer Art und Weise an den Fernsehgeräten am Montagabend rund um Bochum die Wut hochkommen. So manche Bierflasche ist fast ins TV geflogen. Nicht nur, dass man wieder einmal eine 0-1 Führung verspielte, nicht nur, dass man endgültig unten reinrutschte, nein, man wurde selten so brutal verschoben wie gestern von Herrn Stieler.

 

Vielleicht hat dem Schiri ja die Pyroshow missfallen oder er hat jetzt einen neuen Heimtrianer.

 

Der Schiedsrichter pfiff - nach dem schon für 96 recht glücklichen 1-1 zur Halbzeit - nicht nur einen unberechtigten Elfer gegen uns, nein, gleich zwei, als hätte ein reicher Indonesier auf drei Harniktore gesetzt im Wettbüro. Also, dass dann mindestens (!) ein Handelfer für Bochum nicht gepfiffen wurde, das setzte dem Ganzen die absolute Krone auf. Und stilecht zu einem wirklich schlimmen Heimschiri auch noch Pech – Losilla an die Unterlatte, Stiepermann hatte in der 1. Halbzeit einen vergeblichen Versuch (34. ten) ans Gebälk. Pleiten, Pech und Pannnen an der Castroper oder besser wenn man weg davon ist.

 

1-0 verdient geführt durch einen Konter über Gündüz zu Wurtz, zwei Elfer gegen dich (durch Harnik), Minimum (!) einen Handelfer für dich nicht gegeben, dazu einmal, nein zweimal Latte: “Haste scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß!“ sagte ja schon Marc Aurel, äähhm Konfuzius, ähm, wer auch immer. Scheiße hatten wir gestern reichlich am Fuß.

 

Aber war es nur Pech (mit Verletzten und Alu), eine DFB-Verschwörung oder der Bonus der Hannover-Connection? Nein, nicht nur, es war auch ein wenig eigene Schuld….aber eben gestern wenig. Es ist ja imemrhin die 8. Auswärtsniederlage.

 

Zur Kritik an Verbeeks Team: Wieder mal 0-1 geführt, die Chance zum 0-2 durch Mlapa direkt danach vertan. Die Geschichte der Auswärtsspiele wiederholt sich. Das Maß an Beschiss an diesem Montagabend war neu. Immer wieder lässt sich der VfL „umdrehen“.

 

Das 1-1 fiel allerdings nicht wegen des Tomatenschiris, sondern weil Bochums rechte Abwehrseite mit drei Mann - und auch Gyamerah – den 96ziger Sarenren-Bazee nur körperlos begleitete und nicht an der Flanke hinderte. Der Ball trudelte zu Harnick, Nico Rieble 3-4 Meter weg von ihm, der Hannoveraner Routinier lies Riemann keine Chance. Der Zeitpunkt war…ihr ahnt es schon.

 

Aber dieser kleine Knackpunkt war es am Ende nicht ganz, der das Spiel wirklich drehte. Denn so harmlos die Niedersachsen vor 25.000 Fans waren, so ideenlos stümperte der jetzige zweite der 2. Liga weiter auch nach dem 1-1 rum. Stendals Männer kämpften nach Niederlagen, aber wenn, war es eher Bochum, das was nach vorne brachte und Fußball spielte.

 

Aber insgesamt gesehen verloren beide Teams zu viel im Mittelfeld an Bällen und Kontrolle. Und Hannover versuchte es oft mit Kontern im eigenen Stadion oder mit der Brechstange. Da war auch viel Verunsicherung auf beiden Seiten.

 

Dann musste Gertjan Verbeek (er hatte Kaptain Fabian auf der Bank gelassen) den platten Jan G. rausnehmen - und der neue Spieler machte den 96zigern die Bochumer rechte Seite, die vorher schon oft offen war, endgültig auf. Perthel fehlt einfach sehr, ebenso Celozzi. Und nun rückten die Sobiechs, Schmiedebach, Sarenren-Bazees und Harniks nach (bei H96 fehlte Uffe Bech) und der Schiri war der beste Freund von Herrn Kind an diesem Abend, hat wohl auch das Aufstiegszertifikat geschrieben und brauchte nicht nur ein neues Hörgerät. Wirklich nicht zu ertragen für VfLler, wie er die erste Berührung von Merkel an einem Roten namens Prib pfiff: Das stellte Neururer mit dem Sport1-Kommentator klar, kein Elfer, nur berührt. Harnik war’s egal, 2-1, zweites Tor und nun hatte der VfL seine stärkste Phase. Also nachdem Martin Harnik sein „beinahe drittes“ Tor in den Nachhimmel über das Tor in der HDI-Arena geschossen hatte, kämpften nun Weilandt, Wydra, Merkel und Co gegen die zweite Niederlage in 2017 an. Vergebens, sie kam.

 

Es scheiterte, weil Losilla am Ende nur die Unterlatte von Tschauners Tor traf und Bochum echt zwei fällige (einer zumindest) Elfer nicht bekam und das, weil der Schiri vermutlich eher noch einen dritten Elfer für die Elf von der Leine gepfiffen hätte, als Bochum einen zu geben. Skandalös parteiisch dieser Mann.

 

Bochums eigene Schuld war es indes, dass Stiepermann und Mlapa nicht in der 1. Halbzeit trafen, dass man immer das vorzeitige 0-1 „nur“ verwaltet und dass insgesamt die Pass- und Fehlerquote zu hoch war bei uns. Klar, da fehlen Leute und die Formation wechselt, aber geht das nicht besser in der 3. Saisonhälfte? Es muss.

 

Aber gestern hat der Schiri Bochum um ein verdientes Remis gebracht und „Heimschiedsrichter“ ist nur eine harmlose Bezeichnung, was er tat. Er hat übelst rumgehoyzert.

 

Verbeek lachte nur höhnisch und nun muss die gesamte Bochumer Wut gegen die Würzburger Kickers gebündelt werden. Das ist der Weg. Kommen gegen Nürnberg, Aue und Düsseldorf die Verletzten zurück, werden die Kritiker und Zweifler verstummen, die sicherlich in den nächsten Wochen die Bochumer Meinung anführen werden. Aber ich meckere nach Düsseldorf, nach Walldorf oder Karlsruhe zu Hause, gestern hat der VfL vieles richtig gemacht und ein Remis verdient. Das ist kein Schönreden, das war so.

Spieler wie Merkel oder Stiepermann kritisieren ist das eine, dem Verein jetzt den Rücken zu stärken das andere, was wir Fans tun können.

 

Nein, da hätte ich lieber die Flasche in den Fernseher geworfen als die Mannschaft und den Trainer, die Fehler machen, auszupfeifen. Das tat die Pfeife gestern oft genug (falsch) und nun sind wir 13, mit sechs Punkte nach unten. Es ist wie ist.

 

Gute Besserung an Riemann (der stark verletzt wirkte am Ende der Partie) - und Perl, Brych, Stieler und Co. ihr seid ………super.

UND MIT MUT, WUT UND ELAN GEGEN KICKERS WÜRZBURG….

 

 

Tom;CB’93

 

 

P.S.: Gruss an Volker S. und die Fiege-Crew , die mit dem Zug fuhren

 

Hoffnung klonen

11. Februar 2017

“Jeden Tag ein Kind, jeden Tag ein Kind, bis es 96 sind!” Irgendeiner aus der Gegend hat mir das damals mal im Studium an der RUB vorgesungen, ist so ein Schwachmatengesang wie ”Ihr habt keine Schwänze, ihr habt Busen, ihr seid die Fans von Bayer Leverkusen!” oder “Willste Kacken, hast kein Papier, nimmste…..!”, ach lassen wir das: Wahrscheinlich ist das in 10 Jahren verboten, wenn es nach dem Willen der produktorientierten DFL geht.  Da hat man nun eine Woche die mediale Sau durchs Dorf getrieben, Motto “Ultras jagen kleine Kinder und werfen Steine” und geht weiter zum Alltag. Jessica aus Leipzig sprach und natürlich der omnipräsente Schwatzke, der nun neuerdings ”der geistige Brandstifter aus Westfalen vor der gelben Wand” ist. But who really cares?

Da kann man froh sein, dass wir in Bochum seit Verbeek weder mit bigotten Boulevardmedien noch mit ausuferndem Kommerz  in etwa so viel zu tun haben (nein, die Satzungsänderung im Mai lass ich hier mal weg), wie ein Schwein mit dem Geigenspielen.

Der Grund ist schlicht, 2017 sind wird ins Ultragraue gerutscht. Wir waren 2016 noch 5., am Ende 10. und nun 12. So grau ist der VfL, dass es niemanden interessiert, ob wir 12. oder 13. sind - und selbst wenn wir an der Leine eine Siegesserie von 3 Siegen starteten -, es wäre eine Kicker-Randnotiz, hinter, “haben sich Watze und Ralle endlich wieder vertragen”, “ist Robben fit” und “wer kommt in Wolfsburg neu”. Eine Relegation gegen den HSV spielen wir eh nicht, weil wir nach oben 10-12 Punkte Luft haben und der Abstand nach unten schrumpft.

Ein Punkt gegen den KSC, eine Niederlage bei Union lassen zum Spiel beim Ex-Spitzenreiter Hannover nichts Gutes befürchten.

Dabei ist Hannover ein Reminder. Ich war mit dem VfL 2009 zuletzt da, es war bitterkalt, -16 Grad und die Balljungs kippten um. Bochum drehte ein 0-2 mit Epalle und machte ein 2-3 draus. Enkes Freitod und die Krise bei den Roten machten rund um die Schröderconnection die Runde. Bochum hatte nach einer Führung in Hannover 14 Punkte auf einen Abstiegsplatz und verlor dann alles unter Herrlich. Wosz weinte am Ende nach dem 0-3 gegen Hannover und Bochum war abgestiegen. Einmal Relegation, einmal Fünfter, sonst war der VfL in Liga Zwei eher das, was man lange in Liga 1 war: die poussierliche, kleine graue Maus.

Gertjan machte den VfL vor zwei Jahren wenigstens zur Heimmacht, verlor ab in dieser Saison bereit siebenmal den roten Faden.

Wenn der VfL Montagabend beim Sport 1-Spiel verloren ginge, wäre die Ruhe der letzten zwei Jahre auch intern und bei den Hardcore-Fans vorbei. Zwar verzeihen die VfL-Fans zZ einiges, aber ein erneuter Abstiegskampf wäre auch ihnen nicht zu verkaufen. Bastians ist nicht mehr Kaptain, Riemann legt sich mit den Fans an und muss zurück rudern. Das sorgt nicht für Ruhe und Verbeeks “Krieg mit den Medien” würde weiter gehen, denn wer nicht punktet hat immer Unrecht. Und ob Verbeek im Sommer noch bleibt, ich halte es für sehr unwahrscheinlich.

Darunter würde natürlich seine Autorität leiden und seine raue Art würde mit Sicherheit wieder einmal öffentlich diskutiert werden.

Zu den Verkauften und den Verletzten gesellen sich die Unzufriedenen und außer Mlapa und Riemann fehlen die Profiteure im System des Holländers.

Hannover hat 2017 - man verzeihe mir den Wortwitz  - ein leichten Hangover. In Fürth als Spitzenreiter rasiert, in Frankfurt mit Sane’ als Elferdepp, die Elf Stendels braucht auch einen Heimsieg gegen Bochum, um erst gar keine Minikrise entstehen zu lassen. Kind hat ja schließlich eine Aufstiegsgarantie ins Gebetsbuch geschrieben…. wer kann, der kann. Der trifft sich sicher auch gerne an der A2 mit Watzke und Rangnik.

Uns kann das alles sowas von Latte sein. Obwohl uns 2017 keiner außerhalb der Stadtmauern mehr wahrnimmt, müssen wir nichtsdestotrotz siegen bei den Niedersachsen.

Ich denke, die vielen Auswärtsniederlagen (außer bei Fortuna), zeigen, wie es gehen müsste. Das 1-1 aus dem Hinspiel zur Motivation, dann mal nicht ausrutschen oder patzen und ein dreckiges 0-1 einfahren. Wurtz oder Mlapa wissen ja, wo das Tor steht.

Diesmal trifft mal Quaschner zu 0-1 und Harnick gleicht aus. Sane’ wird keinen Elfer mehr schießen nach der 96. Minute im Pokal gegen Frankfurt.

Montagabend fahren nur wenige Blaue mit gedämpfter Hoffnung nach Osten, aber wir müssen 2017 die Hoffnung klonen, damit das ein schönes Fußballjahr wird.

Sonst kann man sich Karnval wieder als Bochumer verkleiden und die Leute sagen “Was ein witziges Kostüm”  - kotz.

Tip: 1-1, da H96 auch von der Rolle und Bochum die Brechstange rausholt

Daten von VfL4u. THX!

Montag, 13.02.17, 20:15 Uhr, HDI-Arena

Schiedsrichter: Tobias Stieler (Hamburg, pfiff den VfL zuletzt beim 1:2 gegen Lautern im September 2015)
Assistenten: Norbert Grudzinski (Hamburg), Robert Wessel (Berlin)
4. Offizieller: Eric Müller (Bremen)

Hinspiel: VfL - H96 1:1 (26.08.16; Wurtz; Sané)

Voraussichtliche Aufstellungen:
H96: Tschauner - Prib, Sané, Anton, Sorg - Klaus, Schmiedebach, Bakalorz, Sarenren Bazee - Karaman, Harnik
VfL: Riemann - Perthel (Rieble), Bastians, Hoogland, Gyamerah - Quaschner (Saglam), Stiepermann (Merkel), Wurtz, Losilla, Weilandt - Mlapa

Tom;CB’93

Gruß an die 96ziger aus der Familie meiner Frau ;-)

Statistik

5. Februar 2017

Das Spiel des VfL gegen den KSC endete in acht von zehn Vergleichen remis. Das Spiel der Bochumer von 1848 zum Heimspielstart im Jahr 2017 gegen den Karlsruher SC wurde stilecht und statistikkonform 1-1 abgepfiffen. Und die Frau, die das Spiel pfiff war fast das Beste an diesem freien Tage. Sie hatte einen Fehlpfiff und zeigte einem Gelben den Einwurf, besser als nix. Zur besten Zeit des Tages also, anstatt an einen Sonntagsspaziergang mit Frau, Kind und Kegel zu machen, lockte unser VfL 15.200 Fans ins Ruhrstadion. Bei frühlingshaftem Wetter langweilten sich diese phasenweise bei der Partie des 15. der 2. Liga beim 13., dem Gastgeber Bochum. Der VfL ist seit zwei Jahren zu Hause eine Macht, bleibt das vom Papier her. Doch das Spiel, was zu diesem Unentschieden führte, war harte Kost über große Strecken.

Der KSC in Gelb-(Rot) mag auf stabil in der Defensive Konter ausgerichtet gewesen sein, wirkte aber irgendwie einen Tick besser an diesem Tag. Die gelbe Sieben wirbelte komisch rum und der rechte Bochumer Außenverteidiger war stets überfordert. Darüber fiel irgendwann in der 73. Minute auch das 0-1. Aber erst als Gündüz auf dieser Seite für Gyamerah gekommen war.

Bis zu dem Zeitpunkt, wo das 0-1 fiel, hatten beide Teams ein paar Möglichkeiten. Obschon der Sommer noch weit entfernt ist, zeigten beide Mannschaften im Februar irgendwie einen Sommerkick. Nur die Tore fielen lange nicht. Bochums Spielaubau war zu oft von langem Pölen und Fehlpässen geprägt.

Die mit 5 Leuten verstärkten Badenser Abstiegskämpfer stellten sich im Abschluß arg talentfrei an, wirkten aber so, als ob sie den Sieg sehr wollten. Aber ihnen fehlten einfach die Mittel. Das wird Montag in Hannover anders sein.

Bochums Rumpftruppe (ohne Eisfeld, Stöger, Fabian [neuer Kaptain], Celozzi, Perthel - freiwillig ohne Merkel] hat(te) ein Qualitätsproblem beim Aufbau- und Flügelspiel, dennoch hatte Peniel zwei Chancen zum 1-0 gegen Vollath. Aber das wäre irgendwie glücklich gewesen, Mlapa selber mit Hoogland bester Bochumer Feldspieler. Die übrigen Spieler des VfL scheinen das zu geben, was sie zZ können, aber das heute auch nur phasenweise. Ballstafetten und Dominanz wurden auch im Ruhrstadion seit Verbeeks Amtsantritt vor 2 Jahren kultiviert. Sie befinden sich seit dem letzten Sommer wieder auf dem Rückmarsch.

Und so ging es spiel- und statistikkonform in die Pause. Ich labte mich vor dem Spiel an einem 0,4 l Kaffee und den brauchte ich auch. Denn es ging nochmal 30 Minuten so weiter, Bochum zu oft planlos und ohne Esprit und dem KSC fehlten die Mittel.

Man konnte die Annäherung ans Tor des Gegners auch in der 2. Halbzeit bewundern, ehe Slomka zweimal wechselte. Der neue Mugosa spielte dem ebenfalls neuem Saglam einen vor, Hoogland wurde überspielt (Wydra pennte): 0-1. Mist, dachte man sich etwas lethargisch, auch wir im Block A.

Nun drohte also - etwas aus dem Nichts und dennoch nicht ganz unverdient - eine zweite Niederlage. Das wäre ein Fehlstart ins Jahr 2017 gewesen, unter welchen Vorzeichen auch immer.

Dann hatte Bochum vom Willen her die stärkste Phase (ohne Stiepermann) und drückte, aber nun konnte man den Schalter nur in soweit umlegen, dass man vor der OST drückte.

In der 85. Minute wurde der VfL belohnt, Wurtz stocherte (Assist von Mlapa) die Kugel irgendwie rein, 15.000 Bochumer durften auch mal jubeln.

Doch das 2-1 wäre des guten Zuviel gewesen und so war das gefühlte 35te 1-1 in den letzten drei Jahren das logische Ergebnis. 1-1 wie im Hinspiel, aber Pfiffe kamen vom Rand der Ostkurve.

Großen Applaus hatte das Spiel nicht verdient, die Pfiffe waren dennoch etwas über. Aber gut die Angst dennoch unten rein zu rutschen, ohne Chancen nach oben zu haben wächst ob dieses schwachen Spiels.

Und in H96, FCN, VfB und EB braucht der VfL viel mehr Esprit, Personal und Fortune. Da nützt auch das Shake-Hands zwischen Verbeek und Slomka nichts. Ein weiteres lahmes Übergangsjahr droht, was weder Fisch noch Fleisch ist.

Naja, mir wurde schlecht nach dem Rundflug im X-Wingfighter im VR, einigen Fans bekam die Spieldiet nicht und mir fehlt zur Zeit etwas der letzte Biss. Aber vielleicht ist auch einfach nicht mehr drin-

Tom,CB’93

VfL-Chabos wissen, wer der Tor-Bapoh ist!

2. Februar 2017

Ihr fragt Euch, was für ein komischer Titel im besten VfL4u-Style, da kommt doch immer die Statistik her?

Ja, nun, sicherlich, der inoffizielle Musikbeauftragte des CB’93 “DJ Benjamin - aka Azzuri Gerthe - Puschelinho” hat die Rhymes dafür konkret gekickt! Thx. Probs. “Schwanz ist (zu viel) Trump!” wurde ebenso verworfen wie “Schulz du Sau!”. Alles viel zu politisch für meine Intouchseite, ähm die Coommandoseite über den geliebten VfL. Der VfL Bochum boykottiert quasi zwar dank Verbeeks Sturheit alle auflagenstarken Gazetten des Springer Konzerns (Bild, Sport BILD, Fussball BILD), aber das ist keineswegs politisch. Es ist einfach so. Unsere Medienpräsenz hat den gleichen Stellenwert wie Ginexport in den Iran. Streng geheim, streng limitiert.

Nun, dabei könnte man zu dem Duell am Sonntag gegen Pheonix Karlsruhe einiges sagen. Das One-hit-Wonder vom Wildpark ist im Abstiegskampf. Zunächst mal, der Tip vorweg müsste klar Remis sein, wenn alles so läuft wie in den letzten 7 Jahren. Aber unsere Heimstärke bleibt Fakt. Es gab eine Niederlage beim KSC in der Hinrunde, aber - hey, auswärts hat Bochum diese Saison schon sechs Partien verloren. So eben auch letzten Freitag in Berlin: 2-1. Grande malheute: Verbeek grummelte dem Union-Pressesprecher nachher ins Mikro, als wolle der gute Mann von ihm “alternative Fakten” präsentiert haben. Gertjan hat selten Lust auf solche Plauderunden, erst recht, wenn man zweimal so dumm patzt (Bastians, Riemann), dass ein Auswärtssieg zur erneuten Niederlage wird. Waldorf in der Endlosschleife. Das zumindest sollte in Pauli besser gepasst haben, da blieb es beim mageren 1-1.

Der KSC, der Sonntags um 13.00 Uhr ins Vonovia-Ruhrstadion kommt, hat sich auf fünf Positionen gestärkt, wir auf null. Positiv gesprochen ist das kein hektischer Aktionismus, negativ ist kein Geld da (um Leute wie SAM auszuleihen). Positiv gesehen, sind die Karlsruher auch nach dem 3-2 gegen Bielefeld (auch da haben wir verloren) keine Mannschaft, vor der man mit schlotternden Knien stehen muss, zumal man zu Hause antritt. Negativ gesehen, geht beim VfL alles gerne schief, was schief gehen kann.

Karlsruhes neuer Trainer Slomka (kam für Oral) hat im Ruhrstadion schon mal den Titel mit Schalke verspielt, am Wochenende geht’s für die (Neu-)Badener Trainer auch um drei wichtige Punkte, die man auf die fünf Punkte enteilten Bochumer gut machen könnte. Der KSC will unten raus, wir wollen da nicht rein.

Das Team von der Castroper braucht erneut einen Heimsieg, um Abstiegsspielchen von vornerein einen Riegel vorzuschieben. Verlöre man, ……ja, das wissen wir alle selber. Chabos wissen, wer…..

Aber ein 1-4 in Mönchengladbach, wo Bapoh zweimal traf, gibt zumindest Hoffnung, dass 2017 nicht so schlecht wird, wie es in Köpenick begann. Und trotz Bastians statt Rieble für Perthel und Hoogland für Celozzi, soll unser Flügelspiel besser werden. Auch Weilandt und Merkel sind Sonntag vermutlich zusammen gefordert, endlich mehr Bälle auf Sturmtank Mlapa zu bringen. Der wird einfach zu wenig eingesetzt. Und ihm droht eine Sperre. Wetten er holt sie sich Sonntag?

Desweiteren muss vor allem von Stiepermann mehr kommen, damit der VfL endlich wieder nach oben guckt als nach unten, zu Teams, die in der Winterpause viele Spieler holten wie Pauli, KSC und 1860 (aber auch der VfB) und uns auf die Pelle rücken werden, wenn wir nicht anfangen zu gewinnen.

Die Verletztenmisere und die neuerdings fehlende Balldominanz konnten mit den Sommertransfers von Fürth nur zahlenmäßig umgesetzt worden. Ist das das Problem oder fehlt die professionelle Einstellung der VfL-Spieler wirklich, konstant Leistung zu bringen und sind unsere “Ausrutscher” dabei, zur Regel zu werden.

Ist Verbeeks 4-2-3-1-Offensiv-Fußballphilosophie untauglich, bei so einem limitierten Kader so geartet spielen lassen zu wollen? Er würde solche Fragen abkanzeln, stellen muss man sie ihm dennoch.

Gegen den alten KSC und auch gegen die frischen Würzburger muss der VfL siegen, weil gegen H96, FCN, BTSV und VfB vermutlich nicht vier Siege rausspringen. Obwohl, man weiß ja nie….

Und eine VfL-Niederlagenserie käme zur Unzeit und Talente wie Bapoh würde man verheizen, brächte man sie in der VfL-Krise ins Team. Gündüz ist die einzige, echte Bankalternative nach vorne, der VfL ist mässig bestückt im Vergleich zu 34 Profis bei 1860.

Aber gut, die Faxen dafür gerne mal zu spät. Damit wir in Zukunft noch darüber gemeinsam mit dem Kambodschamann lachen können, reicht Sonntag kein Remis.

Mein Tip 1-1, meine Hoffnung 1-0.

Bapoh, Bapoh, ole’.

Tom;CB’93

P.S.: Gruss an Benny, den Heidelberger und natürlich - wie immer - an den Kambodschamann.

2017 heißt für die VfL-Fans Geduld haben beim xten Umbruch, der Fahrstuhl steckt fest, die Unruhe, die aufzukommen droht, muss vorgebaut werden.

VfL: Riemann - Bastians, Hoogland, Fabian, Gyamerah - Stiepermann , Losilla - Weilandt, Merkel, Quaschner - Wurtz- Mlapa

KSC: Vollath - Kinsobi, Thoelke (no Wim!), Jordi Figueras, Kempe - Prömel, Yamada - Mavrias, Stoppelkamp, Hoffer - Diamantakos

Holter die Polter

27. Januar 2017

Das erste Ligaspiel des VfL Bochum 2017 ging 2-1 verloren. Typisch, mag man sagen, bei der Vorbereitung. Wie die ganze Saison gewinnt der VfL auswärts keinen Blumentopf, Aue war die rühmliche Ausnahme. Wieder eine Führung verspielt, wieder nicht wirklich spielerisch unterlegen gewesen, aber auch nicht gut, wieder verloren auf des Gegners Platz.
Klar, wieder hatte man Verletztenprobleme (ohne Celozzi, Gyamerah, Dawidowicz, Eisfeld, Stöger), klar wieder fehlten die Scorer und Vorlagengeber des Vorjahres (Terodde, Bulut, Haberer, Terra), aber diese Vorraussagbarkeit der (Auswärts-)Niederlagen schmerzt sehr. Dazu baut man zwar eine Heimmannschaft mit toller Kulisse auf, die aber auch überschaubar gut war, es reicht aber gegen unseren VfL. Ist es die von Verbeek nach der Niederlage in Münster angesprochene Arroganz, ist es das Pech der dummen Gegentore oder einfach fehlende Substanz im Kader? Ist es die logischerweise fehlende Breite oder einfach nur verdammtes Pech nach 63 Minuten?

Nun, es begann ja recht gut, die Blauen hatten mit Fabian einen Stabilisator dabei, der Bastians und Riemann zunächst sicherer machte. Mlapa testete den Goalie der Unioner, fast wäre ein Beinschuss gelungen. Aber das 0-1 fiel dann nach einer schönen Merkelfinte, Flanke von Links, Hoogland köpft einen Unioner an, zack 0-1.

Nicht so unverdient die Gästeführung, obwohl die Schlosserjungs mehr Ballbesitz hatten. Der Skymod argumentierte Guardiolaesk, sah die Berliner als besseres Team. Vielleicht war es die Rache für das glücklich gewonnene Hinspiel, vielleicht Karma. Pal Dardai auf der Tribüne zeigte keine Regung, Verbeek oft auch nicht.
Bochum ließ den für Quaner gekommenen Polter bis dahin keine Chance, bis zum Pausentee köpfte Rot einmal schlecht aufs Tor (Ball nicht gedrückt) - das wars: 0-1. Verdient wie ich finde!

So gesehen war das 0-1 also okay und auch nach dem Wechsel legten die Wuhlheider zwar etwas zu und kamen nun zu wenigen Chancen, aber die waren zu unplaziert und konnten locker von Blau entschärft werden. Noch traf der Ex-Queens-Park-Ranger Polter nicht, wie von der neuen Bild-Fussi angekündigt, aber er sollte. Denn, wenn man denkt, okay, diesmal hat man geschickt aber nicht schön gespielt (wenn auch ohne die kreative Offensive des Vorjahres), vielleicht geht ja was, machen einzelne Spieler saudumme Fehler. Wieder, beim 1-1 patzte Urbochumer Bastians, er rutscht eben aus, Polter spielt aus vollem Lauf an Riemann vorbei: 1-1. FUCK.
So, nun endlich agierte Bochum wieder, was sich bei jeder Führung auswärts zurückzieht und dem Gegner das Heft überlässt. Das ist nur in Teilen erklärbar und eben eine Frage des unbedingten Willens. Und nun wusste nicht nur der VfL-Kenner, jetzt muss man das 1-1 halten, mehr geht nicht. Aber klar Berlin will und wollte nach der guten Rückrunde nach oben und drückte nun - und zwang unsere ersatzgeschwächte Offensive zu Fehlern. Das kann man überstehen. Bochum tat es wieder nicht. Dieses Muster nervt.

Es sieht einfach schlechter aus als im Vorjahr und das 2-1 13 Minuten nach dem Ausgleich, drehte nicht nur dieses Spiel und könnte den Abstiegskampf eingeläutet haben.

Denn in Hannover, Stuttgart oder Nürnberg holen wir so nur Paybackpunkte beim Tanken an Aralautobahntankstellen, keine echten.

Wieder sah Riemann nicht gut aus beim entscheidenen 2-1, wieder ging also der VfL in Berlin als Verlierer vom Platz in Köpenick. Da kannste die Punkte demnächst mit der Post hinschicken, wenn du nicht die Bochumer Botschaft treffen willst oder ne Touritour machst. Dass das 3-1 nicht fiel hatten wir zweimal Kenny Prince zu verdanken.

Überflüssig zu erwähnen, dass der Ultrabus liegen blieb. Bochum hat aber zu oft die Scheiße am Fuß seit letzten Sommer, wir hängen fest in der Entwicklung.

Die Gründe dafür können fehlender letzter Biss, Verletzte, Verkäufe oder der Fußballgott sein, die Frage ist, wie lange sich das zu Hause mehr als 12.000 antun werden und wie Verbeek im Sommer reagiert.

Er wirkt oft emotionslos, aber das kann auch Enttäuschung sein. Ich bin jedenfalls enttäuscht.

Wollte noch was mit Pipo schreiben, noch was mit dem Kambodschamann oder so. Mir fällt dazu nur eins ein.

Sollten wir so weiter spielen, fordern die Grünen bald einen eigenen Toiletteneingang für VfL’ler, weil wir eine gedemügte Minderheit wie das dritte Geschlecht sein werden.

Und das wäre echt bitter.

Tom;CB’93

P.S.: Mein Vorschlag als Wintertransfer, der Grotifant. Der haut wenigstens einen um.

Heiß wie Stahl

20. Januar 2017

Eigentlich müsste ich heiß sein wie öliges Frittenfett. Bin ich nicht! Bin ich eingefroren in Tirol? Der Wintermodus mit Fifa 17 auf Matetee hat mich sediert?
Seit dem grandiosen Weihnachtstrip nach St. Pauli Hamburg mit einem sicherlich überschaubaren 1-1 dürstet der gemeine Bochumer doch nach einem weiteren grandiosen Auswärtserlebnis. Was liegt da näher als der riesige Hauptstadtberlin? Dazu noch die kleinen Unioner, die seit Jahren alles machen, um noch authentischer „fannah zu sein“ als die lustigen, alternativen Wellenreiter von Pauli, lohnen sich immer. Oder ist das auch nur noch Folklore im Kommerzzirkus Profifußball. Also, Union als Trip war top - bei der 2-1 Niederlage im letzten Mai -, abgesehen von dem punktlosen Auftritt und der penetranten Gästefankontrolle. Okay, Benny Köhlers Genesungsprozess wäre alleine ein Grund hinzufahren und mit Unionern nett zu trinken.
Also warum „burnt“ es nicht so richtig bei mir? Zu viel Unsinn im modernen Fußball? Irre ich mich - oder geht’s da vielen VfL’lern ähnlich? Gut, Platz 11 zwischen Fürth und SV Sandhausen ist auch etwas schlechter als erhofft und „reicht auch nicht“ zum wenig prickelnden Abstiegskampf. Im Stadion herrscht „Füsse gegen Kälte“ und der Ultra-Kommerz und die Witterung treibt den old-school Fußballfans zu Randsportarten und Ersatzbefriedigungen wie Darts, Kissenschlacht, Biathlon, Dschungelcamp, Handball oder Football.
Aber Freitag spielt also endlich wieder unser geliebter VfL, unten auf dem Rasen, aber „Freitags auswärts“ ist halt auch nicht leicht, wenn man nicht einen Tag Urlaub nehmen kann - oder sich um 11.00 Uhr auf die A2 werfen kann. Das kann nerven, vor allem wenn man ohne Punkte heimkommt, wie oft in Hinrunde.
Dazu kommt, mit Union, Hannover, FCN und Stuttgart, später Braunschweig und Co muss der VfL 2017 zu den richtig dicken Brocken der Liga Zwei reisen. Und auswärts verlor man in der Hinrunde 2016 bei richtigen Leichtbierschwenkern wie Bielefeld, Kaiserslautern, Würzburg oder gar Walldorf.
Dazu hat der VfL Spieler wie Gül oder Novikowas abgegeben, die „Brutalpersonalrotation“ des VfL seit dem Sommer und die vielen Verletzten schüren nicht gerade die Namenmerkeuphorie und Trikotverkauf rund um den Club, egal wie verbessert die wirtschaftlichen Rahmendaten erscheinen oder sein mögen.
Hoffnung machen die Rückkehrer um Bastians, Fabian, Celozzi, die Kompetenz von Verbeek und Hochstätter - und die Ruhe, mit der die treuen VfL-Fans die Entwicklung betrachten.
Ich merke, auf den zweiten Blick ist doch recht interessant, was die Trainer Keller und Verbeek am Ligastart aufzubieten haben. Wird Rieble reinkommen in das System Verbeek und ist Gyamerah endlich konstant gesund? Wer kann Weilandt, Perhel und Stiepermann Formkonstanz bringen, wenn nicht sie selbst? Wird Riemann auch ohne die direkte Luthekonkurrenz ein sicherer Rückhalt? Wann kommen Eisfeld und Stöger wieder? Gibt es noch einen Nachkauf?
Wer wird Perthel, Celozzi, Hoogland und Dawidowicz an der alten Försterei ersetzen?

Der auf PKs oft knurrige Holländer verlor anders als in den zwei Vorjahren drei Testspiele gegen Erstligisten wie Köln, Darmstadt und Leverkusen, dafür kann Ex-Schalker Jens Keller ein sehr eingespieltes Team aufbieten und Union Berlin will insgesamt doch irgendwie mal in Liga eins, steht finanziell mehr als solide dar. Also wann, wenn nicht jetzt? Also werden die Schlosserjungs angreifen wollen (das haben deren Hools ja schon bei letzten Auftritt in Köpenik gemacht) und haben 2017 eventuell auch die Mittel dazu. Das wird also logischerweise nicht leicht für uns zum Zweitligastart.
Union ist also zu hause Favorit und will noch 3-5 werden. Das wollen wir auch. Union ist aber Papierfavorit.
Wir nicht. Wir sind in eine Saison gestartet und haben intern so was um Platz 8 angepeilt, weil wir die Abgänge von Terorrde, Bulut, Terrazzino und Haberer zwar so mehr recht als schlecht kompensiert haben und von einem epidemischen Verletzungspech geplagt wurden. Das ging Köln, Dortmund und Schalke zwar ähnlich, aber wir haben nicht die Körner, irgendwas nachzukaufen (Siehe gescheiterte Sam-Ausleihe). Wir können den Markt beobachten und das war’s dann meist. Nur gucken, nicht anfassen. Zum Glück tut das weiterhin Hochstätter und Leichtmatrose Todt ist jetzt bei der Katastrophendiva HSV.
Da - mit Platz 11 und vielen Verletzten - enden die Vergleiche mit dem alten Rivalen Schalke, denn S04 holt mal eben Badstuber und Burgstaller, während wir von Leipzig ein Talent ausleihen. Tja, die Fußballwelt von heute ist romantisch wie ein Abendessen als sexy Litauerin mit Donald Trump, dessen Rechnung man nicht selbst zahlen kann.
Aber Verbeek wäre nicht Verbeek würde er nicht diese Challenge annehmen, würde er nicht - ohne zu klagen - nach Union fahren, um dort einen Siegplan zu haben. Aber wird er dort wirklich siegen? Es wäre der erste Auswärtssieg seit dem 2-4 in Aue und es wäre wie immer enorm wichtig.

Das gilt leider auch für die Wuhlheider…..der Heimsieg gegen Bochum….ach lassen wir das.

Die Berliner wollen die - schier sicheren - oberen Drei aus Niedersachsen und Stuttgart ärgern, was im Fußball immer möglich ist. Daher ist für die 800 Bochumer bei den Schlosserjungs nicht nur Auswärtspass drin, sondern auch ein Auswärtssieg,….. wenn wir hinten den Laden dicht kriegen. Ansonsten wäre, bei grassierender Auswärtsschwäche, eher das Nachuntenrutschen drin. Aber auch das ist nicht neu.
Ich frage mich eh, welche sportliche Perspektive wollen die Verantwortlichen des VfL den Fans versprechen, gibt es gegen Union und daheim gegen den KSC nur einen Punkt. Ein Punkt wäre zu dünn.
Umgekehrt könnten zwei Siege für viel Euphorie im Team sorgen und wir Fans würden bis April auftauen.

Und der Kambodschamann kann endlich wieder sein Trikot tragen. Endlich.

Wir haben noch eine Woche Zeit und ich kann mich aufwärmen.

Tom,CB’93

P.S.: Beim Vorspielen mit Fifa hab ich diesmal 2-0 gewonnen! ;-) )) Also tipp ich auch mal mutig 0-2 !