Ich wollte es wäre Wiesn und die Preußen kämen

16. September 2021

Samstag ist es soweit, der FC Bayern München empfängt zum ersten Mal nach 11 Jahren den VfL Bochum in der Bundesliga und damit sind wir Bochumer dann endgültig in der Realität der BL angekommen, zumindest um 17.20 Uhr. Und das kann hart werden. Davor haben viele VfL-Fans sicher Angst, dass der BL-Aufschlag sehr hart werden kann, wenn Nagelsmann sein Team zum 6-1 peitscht. Aber warten wir mal ab, Thomas Reis wird auf der PK sagen, dass er sich freut und das Spiel mitnichten abschenken wird. Aber klar, wer die Bayern beim souveränen 0-3 in Barcelona sah, der kann sich eigentlich nicht vorstellen, das Zoller, Polter und vielleicht Blum, 2-3 Tore in München erzielen, wo man schon in Wolfsburg und Köln schon kaum viele Torchancen erarbeitete und sehr tief stand. Das kann man übermorgen in Frötmanning ähnlich erwarten.

Bochum könnte hinten mit Decarli und ABK oder mit Lampropoulos und ABK spielen, dazu Stafylidis anstatt Bockhorn (Soares!), das machte Sinn. Davor müsste sich Löwen qualifizieren anstatt Tesche, der gegen Hertha nach der Einwechselung blass blieb.

Eins ist klar, die Aufstellung ist zweitrangig, wenn man ängstlich, tief stehend, passiv und nach vorne zu unpräzise agiert, dann wird man abgeschlachetet auf der Fastwiesn.

Ja es ist WIESNZeit und Bochum spielt in München, bei den Freunden vom FC Bayern, dennoch hat man keine Lust auf die geölte Maschine mit LEWANDOWSKI ///Sane/Müller/Musiala(Gnabry /// Goretzka/Kimmich und Sabitzer - als Alternative - werden den Ball haben - wir werden diesmal mehr Laufen als vorher, aber man wird sehen, was das bringt.

Das Problem ist nicht das Spiel am Samstag, eine völlig eingeplante Niederlage, sondern dass an gegen Hertha den eingeplanten Sieg nicht holte. Dazu reichte auch ein Kraftakt wie gegen Mainz nicht, weil Hertha fast die gesamten 90 MInuten fokussiert stand. In solchen Situationen mehr man Bopchum an, wie die Bundesligareife fehlt, wenn Bochum kontert und wie sehr Zujl immer noch dem Aufbauspiel fehlt, der VfL muss bei der Anzahl der Torchancen zulegen, wie bei den Pässen in die Box. Für mich reicht das noch nicht in der Bundesliga und dass wird gegen vfB und Leipzig genauso wichtig wie beim Spiel beim FC Bayern München.

Also war sportlich zu Bundesliga noch fehlt ist kluge und mehr Lauflesitung, mehr Angriffe insgesamt und mehr genauere Pässe in den Strafraum des Gegners. Dazu müssen Löwen, Elvis, Blum, Holtmann und Co an den Freistößen und Ecken arbeiten, damit wir nicht nochmal drei Spiele ohne Punkt erleben, was mit der fehlenden Cleverness von gegen Berlin möglich wäre. Gegen Hertha wurde brutal bestraft, wenn man hinten pennt und vorne nicht zu Potte kommt.

Dennoch ist München eine andere Liga, wo sich 16-17 Topleute tummeln und zZ sicher die Nummer 3-4 in Europa sind, die Bayern.

Da kann man Wirtshauswiesn machen, sich betrinken, damit ab 15.30 Uhr nur die Ehre zählt. Damals, 2009 schaffte man ein 3-3 und Dennis Grote, der heute mit Felix Bastians bei RWE zockt, machte ein Tor. Beim letzten Treffen mit den Bayern spielte man 3-1 und der Müller machte alle drei Tore.

Ich hoffe ja zwar auf ein Punkt, aber glaube eher an ein 4-0 oder so, was sicher kein gewagter Tip ist gegen den großen FC Bayern, den Stern des Südens.

Also genießen wir ein tolles We in München und gucken mal,was rauskommt in Fröttmanning.

Bayern: Neuer — Davies - Süle - Upamecano - Pavard —- Kimmich -Sabitzer (Goretzka) —- Coman (Sane) - -Müller - Musiala (Gnarbry) — Lewandowski (Nagelsmann)

VfL: Riemann - Danilo Soares, Bella Kotchap, Lampropoulos (Decarli), Stafylidis - Löwen (Rexhbecaj), Tesche (Elvis R.), Losilla - Holtmann (Antwi-Adjei), Polter- Pantovic/Blum- Ganvoula (Novothny) (Reis)

Tom;CB`93

P.S.: Der Kreuzbandriß aus dem Training von Simon Zoller ist ein riesiger Schock für die VfL-Fans, den Verein , das Umfeld und damit fällt er nicht nur 2021 komplett aus, sondern vermutlich auch die Rückrunde bis Mai, Ganvoula, Novothny oder wer auch immer müssen ihn nun versuchen zu ersetzen. Gute Besserung, Simon!

Glück auf VFL

Kokain und Narzissmus

12. September 2021

Als ich zu Hause war gabs erst mal richtig Frustessen. Ordentlich Pringles, Ferreroküsschen und so, das auf ein paar Fiege, es half nix - Bochum hat das 3. von 4 BL_Spielen verloren. Aber Bochum hat gleichzeitig auch überzeugt, zumindest größtenteils.

Das 1-3 gegen Hertha war passiert und man muss Dinge so akzeptieren, wie sie sind. Bochum hat irgendwie unglücklich verloren, es fehlte das Spielglück, man war in dn entscheidenen Szenen zu wenig abgezockt. Pässe und Flanken sowie Freistöße auf dem Niveau muss der VfL noch üben.. Ich wollte mir nochmal das Spiel im Zusammenschnitt irgendwo im TV angucken und dann sah ich auch noch - aus Versehen - das Triell. Ach, du ahnst es nicht….Und Janine Wissler lächelt mich am Ende an. Oder was das Lächeln gar nicht ernst gemeint? Sag Janine!
Zurück zum Thema……Bochum in Blau, Hertha in Rot…….beide Teams von der ersten Minute absolut hellwach und die Sonne strahlte, auch weil 14.000 Zuschauer eine intensive Partie sahen, kam der Fan auf seine Kosten. Fighting Spirit, Laufbereitschaft und Fouls (von Hertha), aber dosiert und der Schiri macht wenig, die zwei gelben Karten zu spät. Man sieht sofort, die Berliner spielen für Dardai und die Bochumer Umstellungen mit Staffilydis, Elvis, Löwen und Co, die Reis vorgenommen hat, stellten sich auch zunächst als zielführende heraus. Es war ein Kampfspiel beider Mannschaften, wo Bochum viel flankte und nicht alles kam an. Polter versuchte Holtmann einzusetzen, das gelang auch zweimal und die Flanke ging ins Nichts. Hier muss man schnell besser werden.

Das 0-0 hätte auch zur Pause Bestand haben könnte, weil der VfL zwar wollte, aber Zoller mit dem Kopf verfehlte. Dann kam der erste Angriff von Hertha, Bochums drei Abwehrspieler guckten einmal nur zu und ausgerechnet Serdar, der “faule” Ex-Schalker, rettete zwar nicht drei Schalker Trainer, aber mit dem Schuss wohl Berlin. 0-1, etwas ungerecht, aber der Fachmann spricht dann von “Cleverness” und auf Bochumer Seite vom Fehlen derselben. Und dann , beim 0-2 war auch Bochums Kampfbiest Armel Bella Kotchap und Lampro beteiligt, man kriegte zu dritt den Ball nicht weg: 0-2. Das war ein Schock, da wird selbst Armin Laschet nicht mehr nach Lachen zumute sein gewesen, der Viertplatzierte des Triells……….also, auch im Block C guckte man (ich) doof, ein total unnötiger Rückstand in einem richtungsweisenden Spiel Bochum gegen den vormaligen letzten Hertha BSC. Das tat weh.
Das war natürlich eine kleine Vorentscheidung, denn Hertha spielte vor allem nach hinten total aufmerksam, ohne zu zaubern, wirklich, das war Hausmannskunst. Bei der 4 in Rot, weiß ich nicht, ob der ein Zweikampf verloren hat. Ich glaube nicht. Der war megastark.

Die Stimmung und die Geduld der 14.000 Bochum waren großartig und mit viel Inbrunst, Freude und Empathie für die gute Einstellung ihres geliebten Teams sang man viel, aber ohne die Ultras hört man von C aus halt oft den Gästeblock. Das muss man auch mal sagen, ohne Ultras, Hools und die übrigen Kurvenmenschen ist man vielleicht spontaner, aber nie lauter als der Gästeblock, also das seh ich so.

Aber zurück zum Spiel: Bochum spielte von 70 Minuten 65 Minuten recht ordentlich, drückte, wollte dominant sein, aber Herthas Truppe lauerte und ließ nur bis zum 16 Zehner was zu. Dann irgendwann - ich war Fiege schnappen - setzte sich wohl Holtmann durch und Zoller machte endlich das verdiente 1-2. Es keimte Hoffnung auf, Lossila war schon verletzt runter für Tesche, das Stadion peitschte das Team nochmal nach vorne.

Aber dann, der VfL war bemüht, er war dran, aber zu umständlich in der Box, konterte Hertha in Rot und Bochum guckte wieder nur zu, also Lampropoulos - und ABK verletzte sich dabei (das tut richtig weh) - aber niemand foulte den Herthastürmer und der machte das 1-3 und schoß damit den VfL endgültig ab. Der letzte Glaube schmolz dahin, Bochum geschlagen und der VfL hatte nach dem Abpfiff zwar Applaus und Sympathien, aber eben keine Punkte. Drei Spiele, drei Niederlagen, man trudelt mit Fürth, Bielefeld nach ganz unten und wird sicher in München und Leipzig auch “kein leichtes Spiel” haben, wenn man sich so um den Lohn der eigenen Arbeit bringen lässt.

Auf der anderen Seite, wer Boateng in der 75. Minute bringt und so viel Routine aufbringt, der hat vielleicht einen 100 Millionen Etat und ist ein Big City Club, verkleidet als nette, alte Dame. Das ist immer noch zu viel für den kleinen VfL.

Am Ende war der Hertha-Sieg irgendwie verdient (Uaber für uns megaärgerlich), weil niemand bezweifeln kann, dass der Kader teurer und stärker als der von Bochum ist und man, wenn man muss, eben auch in Bochum gewinnt. Dies taten die Berliner und wer in Berlin regiert, entscheiden die Wahlen und das Stadtderby, Bochums Klassenerhalt entscheidet sich nicht heute. Aber es müssen Punkte her.

Klar, auswärts bleibt bis dato Chancenungleichheit deluxe, aber zu Hause bot man gegen Berlin und Mainz eine ordentliche Gesamtleistung, mit Fehlern, die heute gnadenlos bestraft wurden. Bochum muss diese Liga noch viel lernen und das ist möglich.

„Zieht den Bayern die Lederhosen aus!“ sangen die Bochumer voll Selbstironie und Rot jubelte heute und das war halt so und man kann sich nun nicht beschweren, denn die erste Liga ist schon ein Kaliber, dass man nicht so leicht aus dem Stand mitgehen kann, das sah man auch heute leider wieder.

Aber Bochum ist vom Umfeld, den Medien und der Stimmung mehr erste Liga als je zuvor, nur der sportliche Wettbewerb wird bis zum 34. Spieltag auf Abstiegskampf gemünzt sein, um am Ende erfolgreich zu sein. Das ist immer noch drin, aber wir müssen sehr, sehr schnell lernen. Sonst wird das ein heißer Ritt…..

Aber auf der anderen Seite, der VfL holt das raus was mit dem Kader möglich ist und das ist das, was wir damit zZ erreichen: So würde man vielleicht am Ende absteigen, aber ich hoffe noch auf 10 weitere Siege in 30 Spielen.

Am Ende kackt die Ente….

Gruß an VfL-Alex und Verena

Tom;CB`93

Muss man härter werden?

9. September 2021

Die Länderspielpause kam diesmal den VfL-Fans sehr gelegen (und vermutlich auch dem VfL-Trainerteam) und man konnte beim A-National-Team sehen (3 Siege, 12-0 Tore), was ein Trainerwechsel so alles bringt, also von Löw zu Flick, vorher von Kovac zu Flick, auch von Gisdol über Funkel zu Baumgart und am Ende von Dutt zu Reis vor zwei Jahren. Hat sich ein Trainer überlebt, fühlt er sich leer oder müde, ist ein gezielter Wechsel für beide Seiten gut, manchmal -siehe Kohlfeld zu Schaaf -kommt er zu spät, steigt man ab.

Bei Bochum brachte das Trio Reis, Sesi und Kaenzig in der Coronaausnahmesituation - mit Glück und Geschick - zum Meistertitel der 2. Liga. Plötzlich ist für Sportbild der HSV “unaufsteigbar” und die Medien haben Bochum nach dem 2-0 gegen Mainz viel zu früh in den Olymp gelobt, obwohl man erst 3 Punkte hatte und noch immer hat. Die Euphorie in den Medien und auch unter den sonst so reservierten Fans war größer als der reale Output, die Maus brüllte nur einmal - und das aber richtig. Und es war schön.

Aber in Wolfsburg und in Köln war man total chancenlos - wie in der ersten Halbzeit von Wuppertal - und in der Bundesliga vergab man die Konter kläglich, nur Zoller machte ein Tor in Müngersdorf in der 93. Minute. Das war zu wenig für Bundesliga, da muss man schnell lernen.

Bochum verklatschte noch drei Tests gegen Arnheim, Utrecht - und auch am WE gegen die Go Ahead Eagles Deventer -, wo nur der Name des Gegners Weltklasse ist. Wo steht dieser VfL 21/22 mit seiner neuen Taktik des wenigen Ballbesitzes und des tiefen Konters vom Strafraum aus? Wie tief wird der VfL erst auswärts bei den Bayern und Leipzig stehen? Wir man da die ganz wenigen Chancen nutzen?

So macht vor dem Spiel gegen den schwankenden “Big City-”Club die eigene aktuelle Bilanz mehr Angst als der Gegner selbst. Der Letzte der BL-Tabelle hatte nach dem 0-5 gegen die Bayern richtig Krach, als Dardei medial seinen Rücktritt anbot und Bobic quasi unterstellte, er suche nach einem neuen Trainer für den Umbruchumbruch-Kader, der zwar irgendwie teuer ist, aber auch zusammengestellt ist wie ein salziges Erdbeerrisotto. Boateng hatte Rücken, Selke soll abgesägt werden und der ausgeliehene Löwen stellte klar, Pal Dardei hatte beim Klassenerhalt wenig zu melden bei der Aufstellung. Alles harter Berliner Tobak, der Hoffnungen beim VfL weckt. Der Löwen soll Zulj bei den Bochumer Standards ersetzen und 14.000 Fans entzücken - mit einem möglichen Freistoßtor wie bei Olympia.
Leitsch, Gamboa und Asano fehlen (uns) teilweise muskulär bedingt und auch Blum wirkte gegen Deventer weder fit noch agil und wurde von Reis ebenso angezählt wie Ganvoula nach seiner Bockloshaltung in WOB beim Reinkommen.

Nun hat Hertha weder Frieden im Club noch ausreichende interne Kommunikation, noch Kontinuität im Kader, aber viel Investorenkohle vom Kohlfanboy Windhorst. Das kann ja nur eigentlich schief gehen wie einst bei Schalke, HSV, Werder und Co., aber das hängt auch an Diven wie Serdar, Boateng, Selke und so, deren Einstellung in Bochum so oder so sein kann. Schafft die alte Dame den Neustart oder macht der VfL ein zweites Mainzerlebnis im Wohnzimmer wahr?

Rein statistisch hat Bochum die Berliner 13 Mal in Serie zu hause besiegt, dann kam der letzte Abstieg und die letzten fünf Spiele blieb man gegen die Charlottenburger sieglos.

Aber das sind ja alles nur alte Zahlen. Fakt ist mit einem Kraftakt wie gegen Mainz 05 hätte man gegen HBSC eine gute Chance, weil die alte Dame zur Zeit Bluthochdruck und Rücken hat. Aber spielt Hertha härter als zuletzt, setzen sie uns unter Druck wie Wolfsburg oder Köln, wird es defintiv schwer für Bochum, das seine Rolle noch nicht fand. Versucht sich Dardai an der Fünferkette oder steht Bochum unter Reis plötzlich höher in der 1. Liga, zeigt Biss von der ersten Minute an? Wir werden es sehen in unserem Wohnzimmer, Hertha ist härter angezählt als wir.

Als am Montag der VVK losging, bliebt so mancher Bildschirm grau, da war sie irgendwie wieder die alte, fiese. graue Maus, aber sie mutiert auch gerne mal zum bunten Einhorn, je nach Tagesform. Holti, Zolli, Antwi, Blumi, nehmt den Männersport wieder an, spielt schnell und konsequent hinten raus, damit Pal bald wieder Jugendtrainer ist und weil wir zZ wirklich nur zuhause punkten werden.

Wir sehen uns im Wohnzimmer, Block C, und eins steht mal fest: Die Lokalrivalen Union (wo Polter herkommt), Viktoria und BFC kratzen am Stadtthron der Lady von Charlottenburg und wir Bochumer müssen Gras fressen, leiden, härter werden, sonst sind wir schneller unten als man gucken kann.

Aber ich glaube, es wird ein Remis, außer die Jungs spielen gegen Pal und er ist müde, aber ich denke, es wird ein 1-1, 2-2 oder so. Ich hoffe aber, ich irre mich.

Von VfL4u:

Sonntag, 12.09.21, 17:30 Uhr, Vonovia-Ruhrstadion

Schiedsrichteransetzung wird nachgereicht

Die letzten Spiele gegen Berlin: BSC - VfL 2:0 (30.03.13; Schulz, Ronny), VfL - BSC 0:2 (19.10.12; Ndjeng, Kluge)

Voraussichtliche Aufstellungen:
VfL: Riemann - Danilo, Bella Kotchap, Lampropoulos, Bockhorn - Löwen (Rexhbecaj), Tesche, Losilla - Holtmann (Antwi-Adjei), Polter, Zoller
BSC: Schwolow - Mittelstädt, Stark, Boyata, Zeefuik (Pekarik) - Ascacibar, Boateng, Serdar - Maolida, Belfodil, Richter

Tom;CB`93

Jeck op Auswärtsniederlagen

29. August 2021

Der VfL Bochum verliert in Köln mit 2-1 - und zahlt in Müngersdorf- wie in Wolfsburg - Lehrgeld “Marke Bundesliga”. Niederlagen sind nie schön, vor allem wenn man 82 Minuten ein Remis hält und die 1400 Bochumer in Nordtribüne auch nach dem Spiel dem VfL applaudierten. Es war Beifall für das Bemühen, das nicht von Erfolg gekrönt war.
Nun sind die Ergebnisse auswärts für sich betrachtet normal und nichts Dramatisches. Aber es gab Phasen in dem Spiel in Wuppertal, in Wolfsburg und in Köln, die werfen schon die Frage auf, ob alle VfL-Spieler in dieser ersten Liga mithalten können. Vor allem die Bochumer Bockhorn und Pantovic hatten einen rabenschwarzen Tag erwischt in Köln.
Die ersten dreißig Minuten stand Bochum tief hinten drin und Modeste traf schnell den Pfosten und obwohl Uth sowie Thielmann fehlten hatte Bochum den Rückwärtsgang eingelegt. Und wenn man dann mal auf Holtmann spielte, waren 2-3 Effzeh Spieler zur Stelle. Eine solche erste Halbzeit mit 0-0 zu überleben und das ohne Leitsch und Tesche ist auch schon eine Qualität. Da auch in Köln keine Ultras als Gruppe im Stadion waren, sollten die 1400 Bochumer die 25.000 Kölner Fans manchmal übertönen.

Der VAR halt Kölns 1-0 zu verhindern, Riemann und Bella Kotchap warfen sich in die Bälle, aber die wenigen Konter wurden leider nicht konsequent zu Ende gespielt, was Riemann bemängeln sollte. Und mir gefiel im Stadion das Zweikampfverhalten nicht gut, da war gegen Mainz vor einer Woche eine andere Attitude unterwegs. Reviersport sprach “vom Männersport, der nicht angenommen wurde”.

Bochum überstand die erste Halbzeit mit Glück, Alu, VAR, machte aber erneut viel zu tief stehend die Wege nach vorne nicht.

Köln hingegen hatte unter Baumgart, den ich nach ein paar Bier Pagelsdorf nannte, einen anderen Spielstil. Man muss auch sagen, dass Baumgart alles an Stürmern aufgeboten hatte, was der Kader hergab. Und dann wirkte Köln etwas ratlos, als das 1-0 auch nach der Halbzeit nicht fiel. Hier hätte Bochum nun kontern müssen und sich nicht nur mit dem leicht fehlerbehafteten Verteidigen begnügen müssen. Die Konter kamen ja, aber auch immer wieder Fehlpässe, die ja viel Energie kosteten in der Vorwärtsbewegung. Man sieht, dass Antwi-Adjei oft etwas überhastet abschloss- genau wie Pantovic - und insgesamt die Cleverness bei den Kontern fehlte.

Aber nun als Bochum die Chance gehabt hätte, Nadelstiche zu setzen wurde immer das letzte Duell verloren und damit stand es 0-0 bis zu der Minute, als Bockhorn den Ball verlor und das zum 1-0 führte. Nach zweimal Alu, ein paar gefährlichen Fernschüssen, dem VAR und Riemanns Paraden deutete sich das leider an.

Und nun kam Bochum auf und versuchte etwas, was viel früher hätte kommen müssen. Aber auch da fehlte die letzte Durchschlagskraft und Köln machte dann noch das 2-0, womit der Sack in der Nachspielzeit zugewiesen wäre, hätte nicht Zoller das 2-1 gemacht, aber das war noch noch Ergebniskosmetik.

Gut, so konnte man noch im Block jubeln und noch ein labbriges Bier trinken, aber das wars dann und Bochum hatte das zweite Auswärtsspiel verloren und geht geerdet in die Länderspielpause, wo hoffentlich einige Verletzte wiederkommen. wie Blum oder Leitsch.
Man muss analysieren, woran die Niederlage festzumachen ist, an der Raute dem Gegner, der höheren Laufleistung der Kölner oder am geschickteren Zweikampfverhalten oder oder oder.
Die große Euphorie und der Medien-Hype um Bochum sind, so schön sie waren, erst mal wieder vorbei. Und leider kann man nicht sagen, so klappt das ganz sicher mit dem Klassenerhalt, das war aber auch nicht zu erwarten.

Man kann aber sagen, der Medienwirbel, der nach dem Auftaktsieg in der Bundesliga losbrach, die Fokussierung auf den Gegner Köln nicht gefördert zu haben scheint. Das ist nicht dramatisch, wenn man diesen Fauxpas gegen Hertha wieder mit einem Heimsieg beantwortet. Ansonsten hat der Abstiegskampf schneller begonnen, als uns lieb sein dürfte.

Gruß an die Emmericher - Olli und Jan - sowie den Rest der Bande.

Tom, CB`93

Der große Sprung nach vorne

25. August 2021

Was medial nach dem 2-0 Heimsieg gegen Mainz im positiven Sinne auf den VfL Bochum und seine Fans einprasselte war phänomenal, unglaublich und auch etwas surreal. Holtmanns Messitor, die Stimmung der Fans und der Verein hatten plötzlich die Größe eines Heißluftballons, der 2012-2013 auch mal gefühlt die Größe einer Erbse hatte. Aber das alles tat gut, so unglaublich gut, das man nach Reissportstudioauftritt meinte, Bochum hätte schon den Klassenerhalt safe oder wäre schon fest etabliert in der Bundesliga. Wir glauben das dann in diesem Moment - wir wollen das alles so gerne glauben, dieses wunderbare Luftschloß, vom Mythos Bochum, vom Kultclub und ich habe auch schön geträumt. Es war so überfällig. Aber es ist eine süße, gefährliche Frucht, diese Hoffnung aus Überschwang.
Denn Bochum hat nach einem recht chancenlosen Auftritt in Wolfsburg gegen Mainz Eier gezeigt und gut gespielt, aber Mainz damit auch überrascht. Und nun geht es nach Köln, nach Müngersdorf, wo man letztes Jahr fast wieder abgestiegen wäre mit Gisdol, Funkels Minimalismus rettete Köln.
Letztendlich holten die Kölner mit Baumgart einen guten Typen, der einen offensiven Auftritt seines Teams mit Modeste, Uth und Shkiri, Horn und Co bevorzugt. Zu Hause schlug man Hertha und verlor recht knapp gegen die Bayern mit 3-2. Man darf gespannt sein, wie das alte Westduell Köln-Bochum am Samstag im Rheinenergiestadion vor 26.000 Zuschauern ausgeht - und ja das ist total offen.
Beide Teams werden selbstbewusst sein und Fußball spielen die Kölner vielleicht schlechter als Wolfsburg aber zZ sicher besser als Mainz und daher gibt es keine automatische Favoriterolle beim ewigen Duell Rheinland gegen Pott.

Die Kölner glauben auch nicht mehr, sie wären die besten, wie in den Sechziger, Siebziger und Achtziger Jahren, z.B. 1978 als man Doubelte oder 1983 als man Fortuna Köln im Pokalendspiel bezwang. Nein nach sechs Abstiegen ist man erstaunlich realistisch am Geißbockheim, gewarnt vor dem VfL ist man nun durch das Presseecho.

Geht Köln das Spiel seriös an und Bochum schenkt die erste Halbzeit ab, dann verliert man locker 2-0 oder 3-1. Aber so leicht ist Fußball nun auch nicht, sonst wäre Southgate Trainer des Jahres, weil die besten Elferschützen im Training im EM-Finale auch Treffen. Es kam anders und daher kann es auch Samstag anders kommen und Köln gewinnt sein Spiel nicht. Aber auch dafür gibt es keine Garantie, denn Bochums Heimsieg war ja ein Arbeits- und Willenssieg, den man nicht beliebig oft wiederholen kann, auch wenn ich mir das natürlich wünsche.

Die 1250 Tickets sind ziemlich schnell weg gegangen und die Euphorie in Bochum ist die Woche eher größer als kleiner geworden. Entscheidend wird sein, wie Reis die Köpfe der Spieler einfangen kann und wieder erdet. Das wird er versuchen, genauso wie Baumgart vor Bochum warnen wird.
Der VfL hat eins von von 11 Spielen gewonnen, die es braucht, um die Klasse zu halten. Und man hat ein Zeichen gesendet, dass man mithalten kann in der Eliteliga, aber das muss man immer wieder beweisen.

Natürlich ist der FC nicht so schwierig wie Leverkusen, WOB, BVB oder FCB, das macht das Spiel so wichtig und ein positives Ergebnis wäre ein Fingerzeig, dass Mainz keine Eintagsfliege war.

Da der FC sehr risikoreich spielt, werden Zoller, Polter, Holtmann, aber auch Asano und Co ihre Chancen kriegen und beide Teams werden versuchen nach vorne zu spielen und Tore zu machen. Vielleicht schafft Bochum auch Remis, eine Wiederholung des 2-3 von 2018 wäre umso besser. Aber auch da gibt es ja kein Bochumer Gewohnheitsrecht, aber natürlich die Hoffnung der Anhänger in Blau und Weiß.

Bochum wird ohne Gamboa auskommen müssen, Blum und Antwi können eventuell in der Domstadt auch noch nicht helfen, Bockhorn wackelt. Also, von seiner objektiven Bestformation wäre Bochum entfernt, aber wie gegen Mainz kann das ja auch so klappen, mit dem Glück-Auf statt Alaaf.

Köln wird im 4-1-3-2 gegen Bochums 4-4-2 versuchen das Spiel zu dominieren, Bochum seinerseits schnell zu kontern und Nadelstiche zu setzen, dabei ist der Efzeh zu Hause immer noch leichter Favorit vor 26.000 Fans und will die Ziege tanzen lassen und wir wollen den Sprung nach vorne fortsetzen. Samstag 17.30 Uhr wissen wir alle mehr, aber letztendlich ist jedes Spiel der 32 bleibenden zu genießen, vor allem so lange die Sonne noch scheint.

Köln (BAUMGART) : Horn (1) — Czichos (5), Hübers (4), Schmitz (2) —-Hector (14), Kainz (11), Ljubicic (7), Skhiri (28) -Uth (13), Thielmann (29), Modeste (27)

VfL (REIS): Riemann––Decarli/Stafilydis - Bella Kotchap -Lampropoulos - Danilo — Losilla-—Rexhbecaj —-(Asano) - Pantovic - Holtmann — Zoller —— Polter

Tom, CB‘93, Tip: 2-2

Die Auferstehung

21. August 2021

Dieser leicht vereinshistorische Artikel könnte man so beginnen: Der VfL Bochum besiegt den FSV Mainz 05 mit 2-0 und sichert sich die ersten drei Bundesligapunkte. Besser wäre: Der VfL ist wieder da und wetzt die Scharte gegen Wolfsburg aus und besiegt die Mainzer Narren im furiosen Spiel. Oder formal: Der Aufsteiger Bochum holt wichtige Punkte gegen den Abstieg, indem sie Mainz zu Hause vor 12.500 Zuschauern besiegen. Oder dramatisch: Die Mainzer Diva stolpert gegen Ronaldo Holtmann und 10 weitere fightende Bochumer in einem gutklassigen Bundesligaspiel. Oder einfach: Die Sonne strahlte, das Fiege lief, Mainz stolperte an der Castroper Strasse und 12.500 waren glücklich.
Es gibt kaum Worte auszudrücken wie wichtig diese drei Punkte waren. Noch wichtiger war fast, wie Bochums Spieler dieses Match begannen.
Endlich wurde mal nicht wie in Wuppertal oder Wolfsburg 30 Minuten gepennt. Der VfL war da, in Spieler hellwach und warfen sich 90 Minuten in jeden Zweikampf, Mainz wurde niedergekämpft, niedergelaufen und es wurde auch Fußball gespielt.

Bochum begann nach dem Fanmarsch vom Kuhirten und der Euphorie der Fans im Stadion wie die Feuerwehr in Werne und drängte nach vorne und versuchte Mainz zu beschäftigen und die Bälle zurückzuholen. Und während Lacroix und Brooks in der IV letzten Samstag Antwi, Zolli und Asano jeden Ball abnahmen, hatten die Rheinhessen viel zu tun, mit Holtmann, Polter, Zoller und Losilla.

Reis hatte sein Team umgestellt, eingestellt und gepusht, es lief 90 Minuten wie aufgezogen. Man fragt sich, was noch möglich ist, wenn sich solche Leistungen wiederholen, man weiß nun, Bochum ist wettbewerbsfähig in der 1. Liga, aber damit nicht automatisch unabsteigabar.

Aber auch die Rot-Weißen hatten Nadelstiche gegen Bochum parat, die Riemann, Held der Fans, stets parierte.

Und Bochums Chancen entwickelten sich bis zur 21. Minute, als Holtmann plötzlich und zunächst gar etwas unsicher 7 Spieler austanzte und das 1-0 machte. Das wird bestimmt das Tor des Monats August in der Sportschau, das ist zumindest nicht unwahrscheinlich.
Der Holti versuchte noch einen weiteren goldenen Schuß und Zolli einen Fallrückzieher, nach dem Motto, Weltklasse kann ich auch. Die Stimmung im Team des VfL war, wir wehren uns diesmal und spielen mutig nach vorne und das taten sie.
Zoller machte dann das 2-0 und Bochum stand auf den 4 Tribünen Kopf, die Stimmung stellte sich euphorisch dar.

Dieser VfL spielte gut, tat was nach vorne und gefiel. Das 2-0 galt nicht wegen VAR, der Zolli hatte den Ball an die angelegte Hand bekommen.

Mainz kam in dieser Phase nicht viel zur Entlastung und musste nun das Spiel machen, wie BO Svenson später sagte, war das 1-0 der Knackpunkt im Spiel der Schachbrettgemusterten. Merve dachten die sich sicher oft, die Bochumer nerven.

05 machte nicht etwas Druck bis zur Pause, doch Bochum hielt dagegen und führte nun erstmals zur Pause, hatte keine Minute verpennt. Das war das, was die Fans sehen wollten. Wir sind wieder da.

Mainz wechselte dreimal und man erwartete nun Mainzer Chancen. Hatte Mainz vor der Halbzeit uns eingeschnürt und kam nun logischerweise, da Bochum ja nur 1-0 führte. Aber wie oft Toto, Armel, Vassili und Manu retteten, entnervte die Gäste mit zunehmender Dauer, da brachten die 5 Wechsel von Juiste und Co am Ende nichts für die Rheinhessen.

Zolli passte auf Polter in der Mitte, der zum 2-0 verwandelte. Der Österreicher ist ein echter Drecksack, der ständig Unruhe beim Gegner schürt. Dafür dass er erst ein paar Tage da ist, redete er schon viel mit seinem neuen Team und 05 hatte dann doch seinen Coronazoll zu errichten.

Bochum war auf ein Tor an Dortmund dran und so schnell geht das imFußball manchmal.

Gamboa, Pantovic, Holti gingen raus und Bockhorn, Masovic und Asano kamen, der VfL musste viel Fußball arbeiten und die Mannschaftsleistung war heute 1+.

Und dann, um 17.30 Uhr lagen sich alle in den Armen und Bochum feierte die Widerauferstehung, die Medien feierten den VfL und die Fans feierten die Spieler.

Es ist nun so, dass wir da wieder sind, wo wir elf Jahre nicht waren und wir sind gekommen um zu bleiben.

Die Gefühle der Fans, kann man garnicht so genau in Worte fassen, denn das Glücksgefühl ist unbeschreiblich.

Tom,CB‘93

Die Schalmei des Grauens

20. August 2021

Wir sind keine Narren in Bochum. Es ist klar, dass es gegen Mainz gilt und das man punkten muss. Nach der im Nachhinein betrachteten passablen Niederlage in Wolfsburg und dem blauen Auge von Wuppertal gilt es gegen die Narrenhochburgen von Mainz und auch Köln nach der Eichhörnchenmethode zu punkten. Da kann die Narrenkappe keine Ausrede sein, dass man eine weitere Niederlage schön reden könnte.
Nun kommen die Fans zurück, zwischen 9.000 bis 13.500 Fans werden ein Bundesligaspiel des VfL sehen und das gegen den Papierangstgegner Mainz 05.

Dazu werden Antwi-Adjei, Löwen, Leitsch, der gesperrte Tesche und ein paar andere nicht mitwirken können, um den ersten Sieg schaffen zu können.

Hauptproblem bisher waren schlimme erste Halbzeiten von Bochum, wo man kaum eine Torchance herausspielte. Der Verlust von Zulj scheint immer noch am Aufstiegsteam von der Castroper zu nagen, aber mit Rexbejai, Antwi-Adjei, Löwen und Polter sind vier gute Neue grundsätzlich Hilfen in der 1. Fußball Bundesliga.

Aber das Ganze überzeugt bis dato noch nicht im Erscheinungsbild, es macht sogar ein bisschen Angst, dass es nicht reichen könnte für die Bundesliga. Für die Neurotiker wären zwei weitere Niederlagen gegen Mainz und in Köln Gift, dazu wäre die Psyche der Bochumer Spieler angenockt. Das gilt es zu verhindern für Reis und Co.

Mainz hingegen kommt mit extrem dicken Cochones nach Bochum und hat einen Sieg in Leipzig im Rücken plus eine Bochumknackserie in der Vergangenheit, obwohl Mainz ja auch mal 2002 nicht genug Punkte hatte. Bo Svenson und Heidel kennen das und haben seit Weihnachten ein fabulöse Serie im Kreuz, aber am 23.12.2020 verlor man im Pokal gegen Bochum. Im Fußball soll ja alles möglich sein.

D.h. es nicht zu erwarten, dass wir Mainz morgen überrennen wie Fortuna Düsseldorf im letzten Jahr mit 5-0. Bochum wird an FSV Mainz 05 zu knacken haben und jedem Zuschauer, der dabei ist, wird klar sein, es geht nur gemeinsam zum Sieg, vor allem im Falle eines Rückstandes oder eines Schocks wie ein Platzverweis nach 2 Minuten.

Mir fehlt zur Zeit etwas die Fantasie, einen klaren VfL-Sieg auszudenken, aber gerade daraus sollte der Fanfunke erwachsen. Denn dieses “Wir mit dem Rücken zur Wand” kann das Team mit den Zuschauern wachsen. Und auch wir Fans müssen erst mal wieder beweisen, dass wir erste Liga können und nicht nur meckern.

Es muss auf dem Rasen der Zweikampf gewonnen werden, es muss variantenreich nach vorne gespielt werden und es muss malocht werden - mit kühlem Kopf und heißem Herzen- für diesen VfL Bochum in der Bundesliga. Aber kommt es so?

Vielleicht. Ich persönlich hoffe natürlich auf einen Heimsieg, auf drei Punkte, tippe aber eher auf ein 1-1. Mainz ist eine harte Nuss in der Situation, die sich aus der Gemengelage Form-Fitness-Momentum ergibt, aber hat natürlich auch sein Coronapaket zu tragen.

Ich tippe auf die beste Saisonleistung, aber eben auch auf für uns etwas zu starke Mainzer, die wir nur niederringen können, wenn alle Anwesenden 101 % geben.

Vorfreude ist da auf unseren VfL, den Fanmarsch vom Kuhhirten ab 13.00 Uhr und all das, was man so lange vermisste. Nur die blöde Heimniederlage, sie würde nicht ins Bild passen.

Sehe ich also den ersten Sieg in der Bundesliga nach fast 12 Jahren oder den Kambodschamann? Ich weiß es nicht, ich weiß nur eins, ich freue mich wieder da zu sein.

VfL (REIS): Riemann–— Gamboa –(Decarli/Stafilydis), Bella Kotchap -Lampropoulos - Danilo — Losilla-—Rexhbecaj —- Asano - Pantovic - (Holtmann) — Zoller —— Polter

Mainz 05 (BO SVENSSON): Zentner; Niakhate, Bell, Hack; Widmer, Tauer, Barreiro, Martin; Burkardt, Lee, Nebel

Tom,CB`93

Nicht mit den Wolfen heulen

15. August 2021

Das Bundesligacomeback des VfL Bochum in Wolfsburg nach 11 Jahren war schon teilweise schön, immer emotional und bewegend, die Sonne strahlte warm über Niedersachsen an der Aller, aber dennoch scheiterten die Bochumer daran auch Punkte mitzunehmen an die Castroper Straße. Die Anhänger feierten ihr Team dennoch, als es punkt- und torlos zurückkam. Dennoch muss man analysieren, was in den 1. Halbzeiten in Wuppertal und Wolfsburg passierte und was sich schnell ändern muss, obwohl es länger brauchen wird. Allerdings ist Fußball-Bochum in den letzten 18 Monaten extrem zusammen gewachsen, es gibt ein neues Bochumgefühl in der Stadt, bald auch in der Bundesliga?
Mein Gefühl im Stadion vor Ort war Vorfreude, schnell Angst, dann Bangen und am Ende etwas Freude und dann auch wieder Zuversicht.
Aber hatte Riedle Baku noch die Unterkante der Latte getestet, so war man schnell im Spiel und Angriff auf Angriff rollte auf das Tor von Manuel Riemann. Dann nach einer Ecke sprang der Ball Tesche an die Hand und wir feierten im Block zunächst, dass Bochum drei Hochkaräter überstanden hatte, so entschied der Schiri nach VAR auf Hand-Elfer und Rot gegen Bochums „most valuable player“ nach 5 Minuten. Das war hart, regelkonform, wenn man das als absichtliche Bewegung zum Ball deutet und bereits praktisch die Entscheidung des Spiels, als das Abenteuer Bundesliga für Bochum gerade erst begonnen hatte.
Baku, Arnold und Steffen und Weghorst hatten Riemann bis zum Elfer getestet und scheiterten an ihm und auch der Elfer wurde vom besten Mann auf dem Platz, Manu, gerettet, aber man war jetzt nur noch zu zehnt.
Im Mittelfeld tat sich ein Loch auf und es sah nun so aus, als würde Wolfsburg Bochum zum Start überrollen, fast so wie es Stuttgart mit Fürth machte.
Die Bochumer im 4-4-1 nach dem Platzverweis (vorher 4-3-3!) wirkten wie schon in Wuppertal komplett überfordert und hinten taten sich Lücken auf, die man auch in der Vorbereitung gegen Arnheim und Utrecht gesehen hatte.
Weghorst machte dann auch in der 22. Minute das hochverdiente 1-0 und nun bekam ich Angst im AOK-Wölfi-Familienblock. Der Wolf drohte dem Fußballlamm Bochum, was erneut wie gelähmt erscheinte, sich aber langsam reorganisierte. Insofern war es ein Bochumer Teilerfolg das 1-0 in die Pause zu nehmen, wäre das 2-0 und 3-0 gefallen (wieder hatte Weghorst eine Chance), dann wäre „Polen offen gewesen“, wie man früher erzählte.
Natürlich waren die Bedingungen nun für Bochum auch nicht mehr optimal. Man startet bei dem lange Zeit Dritten (am Ende Vierten) des Vorjahres, man startet schlecht, ok, aber diese Dreifachbestrafung Rot, Elfer und Sperre gegen Robert T. sind einfach nur hart und man hätte im Kölner Keller auch anders entschieden können, aber Bochum ist halt nicht die Bayern.
Und die DFL lässt uns nicht daheim starten, sondern bei den körperlich starken CL-Teilnehmern aus Niedersachsen. Bochum war dann auch in der 1. Halbzeit dementsprechend krass unterlegen.
Dafür kann der VfL nix, aber mal einen Zweikampf besser gestalten, nicht die erste Halbzeit verschlafen, da sind nicht Schiri und die DFL Schuld. Da muss Reis sein Team sich noch mal an die eigene Nase lassen.
Tesche, Lampro und Gamboa waren die Verlierer dieses Spiels aus Bochumer Sicht, Wolfsburg vergab zu viele Chancen für einen möglichen Kantersieg.
Asano und Antwi-Adjei speilten nicht gegen Wuppertal und Zulj fehlte schon noch stark.
Und klar der VfL Wolfsburg spielte zwei Klassen besser bis zum Pausentee und nur Riemann verhinderte ein Debakel.
Aber Bochum fing sich, reorganisierte sich und fand sich ab der 55. Minute immer mehr, als der grüne VfL die Entscheidung vergab, wieder sollte das Wout Weghorst tun.
Es kamen Pantovic für Asano, Ganvoula für Lampro und Bockhorn für Gamboa und da änderte sich etwas. Was sich nicht änderte, waren eine unclevere Zweikampfführung, zu wenig Chancen vorne und am Ende blieb eine Chance für Pantovic, die er nicht nutzte. Es war die einzige, Zoller kam nicht zum Abschluß, der eingewechselte Silvere auch nicht. Aber dieses 1-1 wäre Gold wert gewesen für die Psyche und zätte gezeigt, wir sind wieder da.
So pfiff der Schiri ab und fühlte sich erst am Ende, als hätte man eine Chance gehabt, die es faktisch nicht gab, gefühlt aber schon.
Bochum verlor 1-0 und fuhr dennoch psychologisch gestärkt nach Hause, irgendwie paradox.
Nun gegen Mainz kann man auf Blum, Löwen oder Polter hoffen, aber auch das wird nicht ausreichen, wenn man komplett Halbzeiten verschwendet.
Während die 100 Bochum-Fans nur mit Tricks ins Stadion kamen und schon wieder Spaß hatten wie Zwölf Jahre zuvor, stehen das erste Tor und der erste Sieg noch aus.
Man darf als Fan diese Saison nicht die Nerven verlieren, man darf nicht schönreden, aber man muss trotzdem dran glauben, was paradox klingt.
Bochumfans haben Nachholfbedarf und diesmal sicher die Nerven, ihr Team durch schwierige Zeiten auf Platz 15 der Bundesliga zu begleiten, aber die Mannschaft muss dass die kommenden 33 Spieltage auch anbieten.
Dazu braucht man Fortune, aber das muss man auch erzwingen. Die ersten Halzeiten gaben das nicht her, weder in WSV noch bei WOB.
Aber wir blicken dennoch in eine gute Zukunft, die Wolken wegschieben müssen wir aber noch lernen.

Tom, CB`93

Warum gibt es in der VW-Kantine keine Currywurst mehr?

12. August 2021

Samstag den 14.8.2021 geht es los in Wolfsburg. Der VfL Bochum startet nach über 11 Jahren Zweiter Liga (das 0-3 gegen Hannover am 8.5.11!) wieder in der ersten Bundesliga als Mannschaft. Als am Pfingstsonntag `21 der Aufstieg und die Meisterschaft endgültig feststand, da war der Jubel in Bochum schier grenzenlos und die Feier uferte etwas aus auf dem Kirmesplatz. Auch darüber wird in Bochum unter dem Eindruck einer neuen Polizeiführung noch immer gesprochen intern.
Noch mehr geredet wurde unter dem Eindruck der verlorenen Testspiele gegen Arnheim und Utrecht (0-2, Generalprobe) und des knappen Sieges über Wuppertal (1-2 nV) , wie erstligatauglich un d -erfahren die Aufstiegself ist. Und die Zweifel sind in der ersten Halbzeit am Zoo nicht weniger geworden, nicht nur bei den notorischen Pessimisten. Da stürmte nur der mittelprächtige WSV als Vierligist und drei von vier Abwehrspielern spielten LULU (Gamboa, Soares und Bella Kotchap). Dazu war Holtmann von der Rolle (der ist an der Aller eh verletzt), Tesche zu langsam (aber mit dem wichtigen Siegtor), Capitano Losilla nicht dolle und Ganvoula nach der Einwechselung wie immer eher unfreiwillig komisch und hilflos.
Gut, da hat Sesi reagiert und ist an dem nicht unproblematischen Polter dran. Nur Asano und Antwi-Adjei boten sich eigentlich für die Bundesligapremiere am Samstag an. So hat Sesi weiterhin viel zu tun und sollte 5-6 Leute abgeben, um noch einen holen zu können. Aber vielleicht stabilisiert sich die Lage auch, wenn die absolute Fokussierung auf den Vierten der BL der Vorsaison kommt.
Mark van Bommel soll Glasner ersetzen, der als menschlich schwierig, aber guter Trainer galt in der VW-Stadt. Nach einem 5. Und 6. Platz wurden die Wölfe 4. Und bleiben vor Hannover, Braunschweig, Osnabrück, Meppen und Havelse “die Macht in Niedersachsen”, zumindest wenn es um sportlichen Erfolg geht, fast wie Bayer Leverkusen in NRW ;-) .
Ach nee, da gibt es noch Dortmund und Gladbach, die man an der Castroper Straße ALLE empfangen wird. Man weiß halt weder, wie sich das sportlich entwickelt mit dem Meister der 2. Liga 2021, noch wie viele Bochumer gegen Mainz und in Köln live dabei sein können. Corona nervt schon hart, was Planung angeht. Und dann kommt da noch die sportliche Fragestellung, unter die sich alle unterordnen müssen: schafft Bochum Platz 15 oder 14?
In Wolfsburg im Ticketing haben sie echt genervt, in dem sie erst Buchungen zuließen, dann stornierten, ihr Stadion aber nicht richtig voll kriegen zum Start vor 10.000-12.000 Fans.
Dazu blamierte sich der neureiche VfL Wolfsburg, in dem er im Pokal in Münster in der Verlängerung den 6. Spieler einwechselte und Schmadtke sicher “nicht amused” ist, welche Unruhe vor dem BL-Start aufkommen könnte. Dazu verloren die Wölfe fünf Tests in Serie, sogar gegen Hansa Rostock - und das “neue System” von Beißer-Trainer Van Bommel hatte das Team bei den Preußen noch nicht verinnerlicht. Ist der Mann vielleicht zu stur?

Stark besetzt ist der VfL Wolfsburg bei den Damen und den Herren. Eigentlich hätte man mit Castels, Lacroix, Arnold, Philipp, Nemcha und Baku, mit Weghorst sogar Ansprüche auf Platz 2 stellen können - vor Leipzig und BVB, weil man selbst alle (!) Leistungsträger hielt. Aber insgesamt will der Konzern sein Flagschiff international platzieren und vermutlich gelingt dies erneut. Für einen Aufsteiger ein Hammerjob, da zu punkten. Ob es Bochum packen kann?

Schlechte Testspiele lieferten Bayern, WOB und Bochum, daher wissen alle nicht so recht vor dem Start, wo sie stehen. Schlimmer ist es nur bei Werder Bremen, die in der 2. Liga noch 3-4 Leute abgeben müssen.
Bochums Team wird von Reis diese Woche ordentlich in den Allerwertesten getreten werden, weil der Euphoriependel extrem von oben nach unten schießt. Aber dass man so wenig vor der Saison weiß, dass ist selbst für uns neu. Ich weiß auch nichts. Ich habe kein Gefühl und gucke die ersten Spiele.

Gut, wenn Annalena unser Trikot trägt, wenn der Sommer nun rauskommt (vor der 4. Welle)und es in der Kantine, wo demnächst Elektroautos erdacht werden, nur Bratlinge serviert werden, kann auch Bochum in Wolfsburg siegen.

Wir werden es versuchen. Ich fürchte, WOB siegt 2-0, weil am Ende die individuelle Klasse der Spieler doch stärker beim Gast ist. Doch man hofft ja trotzdem. Und es wird wichtig werden, cool zu bleiben, zu arbeiten und den Traum weiter zu leben. Ich werde das versuchen. Wir schaffen das wie Union und Bielefeld vor uns knapp.

WOB: Casteels —- Mbabu - Lacroix - Brooks - Roussillion — Schlager - Arnold - Philipp — Baku - Nemcha - Weghorst

VfL: Riemann– Gamboa –Leitsch, Bella Kotchap (Lampropoulos), Danilo — Tesche - Losilla- Asano -— Rexhbecaj (Pantovic), Antwi-Adjei — Zoller

Tom,CB`93

Ich war du

8. August 2021

Nun, als Bochum in Wuppertal 1-2 gewonnen hatte, hätten die 1200 Bochumer am Zoo ja erleichtert sein können, aber irgendwie war man leicht bestürzt, ob der Vorstellung der weißen Mannschaft in Halbzeit 1 gegen Dunkel. Das stellte sich in großen Teilen als besorgniserregende Vorstellung Bochums dar, wo ein mittelstarker Viertligist den Bundesligisten festschnürte, weil dieser sich nicht wehrte. Und diese Lethargie währte 35 Minuten und sorgte für Kopfschütteln in Bochumer Lager und für Puls bei Thomas Reis. Schwarz führte verdient 1-0 und hatte zu diesem Zeitpunkt noch einen Heimschiri auf seiner Seite.
Und Bochum machte lange Zeit nichts: Danilo und Gamboa schwach, Bella Kotchap unterirdisch, nur Leitsch nach hinten ok, aber die Flanken aller Bochumer ein Katastrophe. Es wirkte als käme der VfL mitten im Sommer aus dem Winterschlaf.
Riemann verhinderte trotz erneutem Patzer zweimal das 1-0 und musste dann in der 31. Minute gegen Saric sich geschlagen geben.
Danach versuchte der VfL und der WSV zog sich zurück, einen Zustand den die Wuppertaler auch in der Verlängerung beibehalten sollten. Das war ein Fehler, der letztendlich zu deren Ausscheiden führen sollte.
Aber Bochum machte bis zum Pausensommertee etwas mehr, die Fehlpassquote blieb hoch. Hier stellten sich natürlich Fragen: Ist diese Mannschaft reif für Wolfsburg und die Bundesliga insgesamt. Mit den nach einem Auswärtssieg am Zoo von mir angekündigten dicken Eiern fährt Bochum nun doch nicht in die Käferstadt, nein, man ist voller Fragen: Ist Tesche, trotz des Tores, wirklich schnell genug für die Bundesliga? Kann Soares etwas drauflegen oder ist der am Limit? Kann Ganvoula was anderes als richtig schlecht spielen nach einer Einwechselung?
Asano versuchte am meisten am Anfang und als dann Christopher und Vasilis zur Pause kamen - und später Pantovic und Ganvoula - wurde einiges besser.Aber das gilt leider nicht für Silvere, der wie so oft ein Fremdkörper blieb.
Bochum kam insgesamt verbessert aus der Pause und ließ von nun an die Blau-Roten nicht mehr zur Entfaltung kommen.
So machte Antwi-Adjei ein Megaspiel für Holtmann, der mit anderen 6-7 Mitspielern total unter seinen Möglichkeiten blieb.
Der Sprockhöveler flankte und Zoller machte in der 53. Minutedas 1-1 mit dem Fuß. Dann spielte nun der Favorit wie man es erwarten konnte und blieb dennoch sehr sehr viel schuldig. Klar, man kann vor Wuppertal warnen, wenn man Thomas heißt, die Spieler scheinen es nicht gehört zu haben. Bochum kam aus der Katastrophen-Halbzeit 1. Und der VfL wurde besser, aber das war auch kein Kunststück. Die großen Chancen wurden nun endlich rausgespielt, aber es passierte nicht, das der WSV einbracht und Bochum irgendwann das 1-2 machte. Die Bergischen spielten aber nun nur noch defensiv und kamen sehr selten nach vorne, den Rest regelten Leitsch und Tesche, der dennoch keinen guten Tag erwischte.
Aber in der Verlängerung spielten die Hausherren von vornerein so, als würden sie auf ein Elfmeterschießen gegen England spekulieren. Aber Tesche belohnte das Anrennen in der 2. Halbzeit der Verlängerung mit dem 1-2 und entschied damit ein Krampfspiel für Bochum. Seine Tore sind einfach Gold wert.
1000 Bochumer wurde nun nicht nur durch die Sonne warm, man hörte wenig von den VfL-Fans, man hörte wenig von Wuppertal., wo die Althauer am Stadion chillten.
Bochum brachte das 1-2 über die Zeit und steht in der 2. Runde des DfB-Pokals durch Tore von Zoller und Tesche. Das klingt normal, die Leistungen gegen Arnheim, Utrecht und Wuppertal aber geben Anlass zur Sorge, dass es nicht reichen könnte in der 1. Liga. Die Zukunft ungewiss sie ist.

Das Trainerteam hat eine Woche Zeit zu analysieren, zu üben und dann geht’s nach Wolfsburg, die kurzerhand 2000 Tickets storniert haben, von Fans, die den echten VfL sehen wollen. Da probiert Mark van Bommel ein neues System und die Vorbereitung lief durchwachsen wie die vom VfL.

Es stellen sich viele Fragen rund um den VfL. Findet Sesi noch einen Striker? Ist ein Support ohne zentrale Fankurve immer so leise auswärts? Was war los mit dem VfL die letzten drei Wochen? Kaufe ich das weiße Trikot oder das Blaue? Was wird aus Corona? Inwiefern ist der neue Hauptsponsor VONOVIA Belastung oder Chance? Was macht der Kambodschamann?

In einer Woche und gegen Mainz und Köln wissen wir schonm etwas mehr, gestern sollten wir nicht abhaken, sondern als Mahnung verstehen.
Noch nmal mit einem blauen Auge davongekommen, aber so reicht es einfach nicht zum Klassenerhalt.
Ziel ist nicht die Fahrt nach Berlin, Ziel ist der 15. Platz. Dafür brauchen wir noch so einiges und es ist einige Luft nach oben.

Tom;CB`93
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