Aue wiedereingliedern

19. März 2017

Für die 5000 Mitglieder des VfL Bochum geht es demnächst (bis zur nächsten JHV) um die Ausgliederung der Profifußballer aus der eV und dass eventuell eine Sponsorengruppe so ca. 5 Mios pro Jahr gibt - und von Bochums Kickern nach 4 Jahren 30 % der Anteile gekauft hat - capice? Wir Mitglieder müssen dann entscheiden, ob das ein guter oder schlechter Deal ist. Heute haben 14.000 Zuschauer ihr Ticket gelöst und auch da bin ich mir nicht sicher, was für ein Deal das war. Eher ein schlechter, weil man zwanzig unterirdische Minuten sah und ei 0-1? Eher ein guter, weil man noch 1-1 spielte und die Erzgebirgler auf Abstand hielt?

Es war zugig, wenn auch trocken, aber es brannte sofort lichterloh in Riemanns Strafraum. Denn Nazarov zirkelte aufs Bochumer Tor und traf nach nicht mal zwei Minuten das Außenalu. Dann kam Kresic Schuß und Hoogland rettete in höchster Not artistisch wie einst Boateng bei der Euro 2016 für den geschlagenen Keeper. Aber die dritte Chance der Auer saß, weil der Schiri ein gestrecktes Bein von Losilla an Nazarov als Elfer wertete, sehr hart bis bochumfeindlich: Das 0-1 verwandelte der vermeintlich Gefoulte selbst in die rechte Ecke, Riemann flog nach links. Bochum wie so oft in diesem Jahr ohne Fortune, trotzdem führte Aue nach 20 Minuten hochverdient und der VfL berappelte sich in den Minuten 20-35 und holte erste Ecken raus und hatte zarte Chancen. Startelfdebütant Palvinidis wurde von Rieble ziemlich alleine gelassen, dafür blieb der Rechtsverteidiger in der Kabine und das zurecht. Vorne fehlte Sturmtank Mlapa und in der Pause wünschte sich manche er wäre auf der Couch geblieben.

Doch Bochums letztes Aufgebot wurde nun giftiger, auch um Aues zeitschindende Spielweise zu bestrafen. Zwar wirkten die Sachsen reifer und hatten mehr Chancen, aber das lag auch an Bochums schlimmer erster Hälfte.

Die zweite Halbzeit zeigten Gayemerah und Stiepermann für Rieble und Wydra mehr Agilität, mehr Biß zeigten auch die übrigen Blauen, bis auf Quaschner, der ohne eine mir in Erinnerung gebliebene Aktion mitlief.

Klar fehlten Mlapa, Eisfeld, Celozzi und Perthel, doch noch mehr fehlte uns der Spirit 90 Minuten alles zu geben. Das 1-1 fiel, weil Bochum drückte und der Ball von Wurtz angekommen wurde, der wechselte das Bein und bumm: 1-1. Damit überholt Wurtz Mlapa mit 8 Treffern, der Peniel hat nur 7. Aber in Sandhausen kann sich das schon wieder ändern.

Palvinidis musste irgendwann kaputt raus und nun hoffte man auf einen lucky Punch wie gegen Würzburg. Aue spielte weiter Zeit, der Schiri pfiff weiter Unsinn, aber die letzten Großchancen hatten die Ex-Wismuter: das 1-2 viel nicht, weil ein Veilchen gegen Manuel Riemann die Nerven verlor und dann beim Heber eines Auers Glück hatte, kein vorzeitiges Osterei im Netz zu haben (Heímspiel gegen den Kräuterfurz!).

Nein, das xte 1-1 war durchaus etwas glücklich, Bochum kann zu hause nicht mehr dominieren und muss sich was grundsätzliches Überlegen, wenn diese Übergangssaison vorbei ist. Wollen wir ausgliedern oder nicht?

Ein paar Fans auf der West demonstrierten dagegen und Aues 400 freuten sich eben auf dieser West über einen wichtigen, verdienten Auswärtspunkt im Ruhrstadion. Es sei den Fans gegönnt, die Mannschaft um den kleenen Männel, Theatraliker Tiffert, Doper Sokou und Nazarow wirkt wie eine abgehalfterte Thekentruppe im 7 Frühling. Der neue Trainer arbeitet vor allem taktisch, das merkt man.

Aber die Thekentruppe war fast besser und hätte in Bochum um ein Haar gewonnen. Das sagt alles. War fast wie das Wetter, der Sonntag im Stadion. Aber es war sicher wie die Buchse von Männel, gegen den modernen Fußball.

Tom;CB’93

P.S.: Gruss an Georg M. - den großen Werner Griechen

Aufstand im Auenland

15. März 2017

Die erste Farbe, die meine Tochter liebt, ist lila. Damit hätte der Aue eine gute Chance bei ihr, rein farblich gesehen. Sonst ist Lila mit Aue, Osnabrück und Co eher dünn besetzt in der Fußballszene (Blau, Rot, Grün etc.). Und auch für Sonntag im Ruhrstadion ist der FC EA nicht so das echte Zugpferd im Vergleich zu den Rot-Weißen aus Düsseldorf. Aber man muss als Heimteam„auch selbst ziehen“, also die Mannschaft des VfL und die drei Heimspiele 2017 gegen KSC, Würzburg und Düsseldorf stellten sich mit Remis, Sieg und Niederlage rein ergebnistechnisch und auch spielerisch als sehr überschaubar dar. Hier muss dann immer der Hinweis auf die vielen Verletzten kommen. Und vom Sommer noch der Hinweis auf die Abgänge. Und der Hinweis aus die Schiris.

Und die Abgänge werden gegen die Veilchen nicht weniger, die Fehlenden werden gefühlt immer mehr. Was ist da los? Da fehlt ganz vorne Mlapa, immer noch Stöger, Eisfeld und dazu Perthel, Celozzi, Fabian und nun auch Hoogland. Das nagt an der Mannschaft, das nagt am Trainer (…der in diesen Sekunden Papa werden könnte, vielleicht mag seine Tochter (?) eher orange!) und es stellt sich ein Mittelfeldplatz ein, der 8 Punkte Luft nach unten bietet.

Das heißt, Bochum sollte nicht verlieren, um Aue nach dem Trainerwechsel und dessen Premierensieg wach zu küssen wie Dornröschen. Das wäre fatal, aber dazu muss es auch nicht kommen am Sonntag um 15.15 Uhr.

 

Dabei sind Spiele gegen die Erzgebirgler immer etwas kurios. Ich kann mich persönlich an eine 2-1 Niederlage und eine 0-1 Niederlage in Aue erinnern - und eine schlimme 6-1 Verlade im Schnee. Da war der Ball orange und ständig hinter der Linie, bin während des Spiels wutentbrannt nach Höhenberg zum Spiel von Viktoria Köln gegen RWE gefahren, um das 6-1 zu verpassen.

Aber da war auch ein grandioses 6-1 gegen die alte Wismut zu hause und in der Hinrunde siegten wir 2-4 auf der Baustelle Erzgebirgsstadion. Es gab auch große Siege.

Aue spielt wie Bochum - mal so, mal so -, diese Saison meistens eher nicht so gut, was für das Duell am Sonntag nichts heißt.

 

Denn Bochum bleibt auch nach dem Last – Minute - Ko gegen Düsseldorf heimstark, das Spielerische kommt dann in zwei Monaten wieder. Ach Mist, da ist ja nur noch das Heimspiel gegen St. Pauli! Schade.

 

Die Heimstärke Bochums muss aber 2017 neu bewiesen werden: Quaschner und Wurtz müssen Sturmtank Mlapa ersetzen, über die Flügel werden Gündüz und Weilandt kommen und hinten bleiben Rieble, Gayamerah, Dawidowicz und Bastians erste Wahl.

 

Im Mittelfeld fehlen Eisfeld und  Hoogland (auch hinten) sowie Stöger dem Spielwitz des VfL wirklich sehr. Die alten Außenverteidiger Perthel und Celozzi machen als fehlende Flankengeber von sich reden. Die Lücke ist einfach wirklich zu groß, als das Rieble, Wydra und Co das stemmen können, zumindest vom Spielwitz. Aber rennen, kämpfen und laufen kann man immer.

Andererseits hat man letztes Jahr nach einem tollen Auftakt, auch Spiele verloren oder nicht gewonnen, weil bei guter Spielweise der letzte Witz und Punch fehlte. Das fehlte auch in Stuttgart, wo man wieder vergaß das 0-2 zu machen.

 

Aber wenn am Sonntag „Schachtscheißer gegen Schachtscheißer“ spielen, der 11. gegen den 16. der Tabelle, dann erwartet auch niemand einen Schönheitspreis dafür, als spielten Paris gegen Barcelona in der Championsleague oder Brasilien gegen Argentinien in der Copa. Das wird das Duell Dezimiert gegen Maurer featuring Hausmannskost. Und das kennen wir ja an der Castroper Straße, das ist okay.

 

Die Mannschaft aus Sachsen muss siegen, will man die Aufholjagd fortsetzen und der neue Trainer Tedesco hat gegen den KSC die Abwehr schon mal stabilisiert. Dazu kommen Routiniers wie der Ex-Bochumer Tiffert und Nazarov, dazu junge wie Pascal Köpke. 

Das heißt, beide Teams werden ihre Probleme haben ein herausgearbeitetes Tor zu schießen und die 14.000 Fans, die dann live dabei sind, wollen sehen, dass die von Aue viel größer sind. Bochum ist daher schon Favorit gegen Aue und wir wollen gewinnen.

 

Denn, um Teams wie Aue zu dominieren, braucht man Geduld, Zähigkeit und 100%-Aufmerksamkeit, bei einem Rückstand könnte es schwer werden. Und das will ich sehen.

 

Ich tipp nicht 1-1, keine Angst, ich tippe 1-0.

 

Bochum würde damit die Abstiegszone aus dem Blick kriegen und in der Tabelle weiter nach vorne rutschen. Das scheint nicht das ganz große Ziel, aber ist realistisch. Und so „Hans-Guck-In-die-Lufts“ sind ja nicht so viele im Vonovia-Ruhrstadion.

 

 

Tom,CB’93

 

P.S.: Happy Birthday, Mats, du wurdest beim 1-0 gegen BMG (gestern) vor 13 Jahren geboren ;-)

 

 

 

VfL: Riemann - Rieble, Bastians, Dawidowicz, Gyamerah –Stiepermann, Losilla — Gündüz - Weilandt - Wurtz

Tom,CB’93

 

 

 

 

 

 

 

Wenn man das Fritzle sediert und es dann erwacht

10. März 2017

Ich hatte ja Angst, dass unser grantliger Trainer [”ANDERS”] - diesmal ohne Interview bei Sky - in der Halbzeit hört, dass er Vater geworden sei - und dann aufgedreht bei einer 0-1 Führung rauskommt - aus der Kabine - und vor lauter Freude das Fritzle niederstreckt. Sowas soll ja vorkommen. Aber nein, er ging grußlos am Fritzle vorbei, wechselte doppelt (Gyamerah, Canouse) und dann nochmal (Mlapa raus): soweit, so normal: Die Führung hält lange an, über 70 Minuten, bis sich Hoogland sehr wehtut und behandelt werden muss. Dann bereitet Maskenmann Terodde das 1-1 gut vor, spielt nach außen, der flinke Stuttgarter flankt clever rein, der eingewechselte Ginczek knallt das 1-1 an Riemann vorbei. Nun, 1-1 ist kein schlechtes Ergebnis beim Spitzenreiter VfB. Aber das 0-1 Bochums nach 9 Minuten war hochverdient und Mlapa sowie Wurtz hätten das 0-2 machen müssen. 30 Minuten spielte nur Bochum, ehe Stuttgart etwas aufkam. Doch das 0-2 auswärts machen wir nie, das 0-1 fast immer, kurios. Wir hatten dann auch noch eine gute Phase, aber hielten das 0-1 und waren wie vor einer Woche 7. zur Halbzeit. Aber gegen Düsseldorf verloren wir 1-2, sollte es wieder so kommen?

Nein, Bochum schaffte es, das 1-1 - und Tim Hoogland - in die 94. Minute, zum Abpfiff in der Mercedes-Benz-Arena zu schleppen. Als der diskrete Heimschiri abpfiff, hatte Terodde nicht getroffen, man hatte nicht das 1-2 kassiert und war mit dem Ergebnis aus Bochumer Sicht zufrieden. Stuttgart wirkte lange zu müde nach dem 1-1 in Braunschweig vor nur 4 Tagen und der VfL am Anfang frischer, agiler und mutiger. Bochum verliert seine Auswärtsmisere nachdem es den Heimnimbus verloren hat - so what?

Aber so gut der VfL begann, so clever wie man in Blau-Weiß konterte, man machte nach dem 0-1 eben kein 0-2 gegen den roten Brustring. Das ist aber der einzige Vorwurf, den man Verbeeks Elf heuer machen kann. Sie fighteten sich zurück, vor allem als der Druck des Heimfavoriten vor 44.000 Zuschauern zunahm. Da zeigte sich die gute Moral der Truppe zurzeit, denn es gilt immer noch Celozzi, Eisfeld, Perthel, Stöger und gegen Kellerkind Aue nun Mlapa und vielleicht auch Hoogland zu ersetzen. Gegen die Erzgebirgler wird es im Ruhrstadion was anderes geben, aber das Team funktioniert. Das Verbeek bleibt ist nicht wahrscheinlich, aber es hemmt scheinbar niemanden. Gleichzeitig wackelt der Bochumer Wolf nicht, nach zwei 1-1, weil der VfB von oben grüßt und aufsteigen wird, ohne uns einmal zu besiegen.

Aber heute in Stuttgart zeigte sich der VfL Bochum insgesamt erholt vom Sudden Death gegen die Landeshauptstadt Düsseldorf und man holte in der Landeshauptstadt Baden_Würtembergs einen wichtigen Punkt der Moral, des Kampfes und des Willens. Wurtz hatte zwei- bis dreimal den Sieg auf dem Schlappen, Mlapa einmal.

Aber eins hat Bochum diese Saison nicht: Glück: …entweder Verletzte, scheiß Unparteiische oder einfach Pech, der VfL bleibt im Mittelfeld - und Stand heute - ist das ein Erfolg.

Ich bin zufrieden, obwohl vier Leute nacheinander absagten und ich die Fahrt zum Coach auch absagte. Schade, Stuttgart ist nicht nur zum Wasen oder Besen eine Reise wert. Aber man spielt ja auch noch in Karlsruhe 2017 oder 2018.

Gruss an ihn zum Geburtstag, das Fritzle, Mandy Z. und die Reisedrohne

Tom;CB’93

P.S.: Gegen Aue spiel ich auf Amateur

Besen

8. März 2017

Gegen Düsseldorf letzten gab es drei-vier Schlüsselszenen: Bochums glückliches 1-0 durch Mlapa vor der Pause - Düsseldorf über links mit Schmitz, Bastians pennt in der Mitte gegen Hennings, der mit etwas Massel zum 1-1 “einkniet”. Gündüz kriegt Gelb am Ende, Wydra mit Gelb-Rot raus, Gündüz foult Bebou am rechten Strafraumende, der macht den Elfer selbst zum 1-2 rein: eine verdiente, aber überflüssige Heimniederlage, die Bochum nun für Freitag beim absoluten Topfavoriten Stuttgart unnötig unter Druck setzt, zu punkten.

Hätten Dawidowicz oder Mlapa das mögliche 2-1 erzielt, würde der VfL fast druckfrei an den Neckar fahren. Nun haben Verbeek und Co. die Maßgabe, nicht in die Aufholjagd von 1860, Pauli und KSC/Aue zu geraten. Das kann immer noch passieren, auch wenn die Siege gegen Würzburg und Nürnberg für Entlastung sorgten.

Nun muss der VfB unter Wolf sein Starensemble weiterhin zum Heimdreier führen, nicht erst seit dem 1-1 in Braunschweig: Bochum ist 12., also ohne den Neustuttgarter Terodde nur Mittelmaß, d.h. nicht Gewinnen ist für die erfolgsverwöhnten Schwaben eigentlich übermorgen verboten - wie immer.

Die Causa Großkreutz ist für die Mannschaftsqualität - unabhängig von der in der Diskussion schwebende Doppelmoral - nicht so entscheidend wie für die öffentliche Wahrnehmung. Was es für Freitag bedeutet, ist offen.

Im Gegensatz zu Hannover ist das Schiff des VfB voll auf Kurs, abgesehen von den Entlassungen von Jos L. und Kevin G., Erster, vor Braunschweig fünf Siege in Folge - Stuttgart wird aufsteigen, ein 4. Platz scheint ausgeschlossen.

Der VfL hingegen hat auswärts immer seine Probleme und es drohen die 2-3 Fehler, die uns in der Mercedes-Benz-Arena ziemlich sicher den Garaus machen werden.

Im Hinspiel legte der VfL seine Heimstärke in die Wagschale und spielte 1-1. Am Ende waren eher die Jungs vom Neckar froh, dass es 1-1 blieb, das würde Freitag um 20.15 Uhr nicht mehr gelten. Das wäre ein 1-1 gegen die biederen Castroper ein Graus und wir können in Cannstatt drauf bauen, dass auf uns keiner setzt.

Positiv ist die Stimmung in Hannover und Nürnberg gewesen, sammelte sich ein guter Haufen im Gästeblock. Dafür ist Freitags natürlich ein doofer Termin für über 400 km Auswärtstour, aber wenn man am Ende einen Punkt oder drei mitbrächte, würde sich die Gurkerei lohnen.

Gute Tour, aber wenn nur so wenige von uns von Canstatt nach Backnang ins “Kick and Rush” fahren, dann ist das hoffentlich kein schlechtes Omen für den VfL.

Aber im Fußball ist alles möglich, daher tippe ich laut FIFA17 Orakel 1-1. Mutig, mutig ;-) ))

Daten von VfL4u:

Freitag, 10.03.17, 18:30 Uhr, Mercedes-Benz-Arena

Schiedsrichter: Benedikt Kempkes (Thür, pfiff den VfL zuletzt beim 1:0 gegen 1860 im Dezember 2016)
Assistenten: Holger Henschel (Braunschweig), Patrick Kessel (Norheim)
4. Offizieller: Michael Bacher (Amerang)

Hinspiel: VfL - VfB 1:1 (23.09.16; Wurtz; Gentner)

Voraussichtliche Aufstellungen:
VfB: Langerak - Insua, Pavard, Baumgartl, Zimmer(mann) - Brekalo (Green), Asano (Özcan), Grgic, Gentner, Carlos Mané - Terodde
VfL: Riemann - Rieble, Bastians, Hoogland, Gyamerah - Quaschner, Stiepermann, Wurtz, Losilla, Gündüz - Mlapa

Tom,CB’93

Grüße wie immer an Coach, Angerhofer, Walnuss, Michtie B,. Berti und die übrigen Jungs

Keine Karmarückzahlung

4. März 2017

Nach 90 kurzweiligen, aber nicht guten Minuten stand es leistungsgerecht 1-1, beim Spiel des VfL Bochum gegen Fortuna Düsseldorf. Wydra war mit kurz zuvor mit Gelbrot vom Platz geflogen, Gündüz hatte zweimal diskutiert und senste nun einen roten Düsseldorfer um. Elfer, Bebou tritt an und verwandelt zu 1-2, der ersten Bochumer Heimniederlage seit längerer Zeit. Nein, der VfL ist diese Saison nicht Schiris Liebling.

Dabei hatte 18.30 Uhr alles ganz hoffnungsfroh begonnen: Der VfL vor voller, eigener Hütte, unter Flutlicht, zwei Siege im Rücken und die seit neun Spielen sieglosen Düsseldorfer vor der Brust, da konnte man rein statistisch von einem Sieg ausgehen gegen Funkel und Co. Dann holte der Bochumer sich auf der vollen Ost, Fiege und Wurst sowie ein Schwätzchen ab, dann hätte es losgehen können: HEIMSIEG. Aber es spielte eigentlich nur Düsseldorf, das ja nun so einen schwachen Kader auch nicht hat und das Funkels Fußball kein Tiki Taka ist, weiß ja auch jeder. Diese Trainer wie Funkel, Neururer und Lienen, haben viel Erfahrung und das Ballspiel ist etwas Neunziger. Das größere Problem ist, wie der VfL zZ spielt: nämlich nicht schön, man generiert kaum Torchancen,Ecken und ging mit dem ersten Torschuß in der 44. Minute in Führung, gerade als der Schreiber dieser Zeilen die berühmte “fehlende Fliese” besichtigen wollte. Losilla hatte bei einem roten Gewimmel schön Platz gemacht und Mlapa machte sein erstes Tor 2017, indem er die Kugel humorlos an Rensing vorbei unter die Latte donnerte. 1-0 und die Stimmung war gut, weil man mit diesem Sieg im Westschlager 7. in der Tabelle gewesen wäre, allerdings zum dritten Mal ohne zu überzeugen.
Aber dieses unverdiente 1-0, Fortuna noch ohne Fortune, wurde in der 48. Minute egalisiert, als der Hattinger Schmitz sich auf links durchtankte und der seit 12 Spielen torlose Rouven Hennings den Ball mit dem Knie traf und Riemann keine Chance lies. Fortuna und ein Tor, das ist 2017 wie ich und Salsatanzen. Keine Frage, das 1-1 war hochverdient, denn die Landeshauptstädter hatten sich stets bemüht und waren auch garnicht so defensiv, wie man erwartet hatte. Bochum lies erneut sehr viel zu. Viel zu viel Passivität wird bestraft und so wird es sicher beim VfB Stuttgart im nächsten Flutlichtspiel (ohne Kevin Großkreutz) ganz ganz schwer. Mit dieser Leistung wird der VfL sich wieder nach unten orientieren. Mit einem Sieg hätte Bochum….lassen wir hätte.
Düsseldorf erspielte sich weitere Chancen und Ecken, aber es fehlte den Fortunen der Punch im Sturm. Nun begann Bochum irgendwann sich zu erinnern, wofür die 25.000 gekommen waren und Mlapa donnerte an den Pfosten und so verpasste der VfL die Chance, sich seinen wiedergekommenen Zuschauern als strahlender Sieger zu präsentieren. Das 2-1 wäre glücklich und wichtig gewesen. Wenn man diesen alten Westschlager sah, hatte man ab der 80. Minute den Eindruck, Fortuna reicht das 1-1 und Bochum übernahm etwas die Initiative ohne zwingend zu werden. Aber ich hoffte im Block A in dieser Phase des Spiels auf den “lucky Punch” aufs Düsseldorfer Glaskinn. Es wäre eng geworden für Friedhelm Funkel. Doch ohne Celozzi, Perthel und Eisfeld fehlen dem VfL zündende Ideen und Zweitligaerfahrung. Wydra flog und Gündüz zeigte in der letzten Minute Ehrlichkeit und Unerfahrenheit gleichermassen: Elfer, Gegentor, Heimniederlage, der VfL als erneuter Aufbaugegner, da fiel dem Kamdoschamann zwar das rosa Kartell ein, aber mir nicht mehr viel. Ab in die 8/18, den Zug, die Düsseldorfer schienen auch nicht arg euphorisch, ob ihres Überraschungssieges und man konnte in die Nacht starren oder auf die Party im Oblomow gehen. Ich starrte in die Nacht. Warum war der VfL so oft Aufbaugegner und warum fehlt uns so oft das Glück? Warum warum warum? Ob’s Verbeek im Sommer noch juckt?

Wenn man die letzten drei Spiele so nüchtern betrachtet, war keines überzeugend, das letzte, was etwas taugte, war die 1-2 Niederlage in Hannover. Eigentlich hat man 2017 noch garnicht überzeugt und muss erneut verhindern, nach unten abzurutschen und einen heißen Saisonausklang gegen 1860 und Pauli zu haben. Die Niederlage war also verdient.

Den erhofften spielerischen Schritt nach vorne im Vergleich zur Vorsaison hat man sicher verpasst, es bleibt Schadensbegrenzung und ein weiteres Jahr zweite Liga, vermutlich nicht nur eines. Das finde ich sehr, sehr schade und da ist dann auch Fiege keine echte Hilfe. Sondern nur in die Nacht strarren!

Gruß an Florian, Bakker (?), Carsten, Fuest

Tom;CB’93

Die Fortuna aus Düsseldorf am Rhein

1. März 2017

Freitag geht es weiter mit einem VfL, der wenig attraktiv Fußball spielt, aber erneut knapp siegt. Das würden sicher alle Fußballbochumer unterschreiben. Und wünschen darf man sich das - und hey, es wäre mit der Verbeekschen-Heimstärke und 17.000 Fans im Rücken - kein Wunder, es wäre fast erwartbar. Fortuna 1895 hingegen hat sich richtig in die spielerische Überschaubarkeit gefunkelt, solide und grau. Seit dem 11.11., lese ich auch VfL4u, bis Aschermittwoch gab es in der Helau-Landeshauptstadt nur einen Sieg zu bejubeln. Aktuell ist man 9 Spiele ohne Sieg, die Ritterburg kann die Siegesbiere eigentlich kaltstellen. Aber wir wissen alle, das ist kein Profi-Fußball, das ist Laberei ohne Substanz, aber mit Hoffnung. Das ist für Fans auch legitim, bedeuten tut das wenig.

Denn beim 3-0 im Hinspiel wurde Bochum richtig demontiert und wer nach neun Spielen ohne Sieg ins Westderby geht, der kann nicht verlieren, der kann nur positiv überraschen. Und dieser Schlager der Siebziger, Achtziger und Neunziger ist nun ein Zweitligaderby, das 3000 Fortunen begleiten wollen. Es ist Freitag, es ist old School, das Spiel kann sich lohnen, zapft an, möchte man den Wirten des Bermuda Dreiecks zurufen. Doch damit Fortunafans nur ein Trostbier trinken, um den Aschermittwochskater zu vertreiben, wartet jede Menge Arbeit auf den VfL.

Spielerisch legte man - wenn auch der Personalsituation geschuldet - nur überschaubare Darbietungen hin, siegte zweimal recht glücklich. Aber Fortune muss man sich erkämpfen, gegen Fortuna muss als in 48 Stunden der Rasen brennen.

Die Pässe müssen besser sitzen, die Verluste des Balles im Spiel nach vorne muss man bekämpfen. Die Flügel sollten brennen und die zweite Reihe - wie Wydra (wenn er spielt) - muss wie gegen die Franken Schüsse probieren. Mlapa präzise köpfen und die Fans brennen wie in 96 und beim Club. Pfiffe sind tabu.

Soweit, das was sein könnte, wenn alle ihr Bestes geben. Aber die Wahrheit ist auf dem Platz. Logo.

Damit es nicht wieder ein 1-1 wird, tippe ich auch mal 2-1. Über mein Fifa-Resultat will ich nicht reden, nicht mal mit dem Kambodschamann.

VfL4u

Freitag, 03.03.17, 18:30 Uhr, Vonovia-Ruhrstadion

Schiedsrichter: Martin Petersen (Stuttgart, pfiff den VfL zuletzt bei der 1:0-Niederlage bei Union Berlin im April 2016)
Assistenten: Justus Zorn (Freiburg), Pascal Müller (Löchgau)
4. Offizieller: Christoph Bornhorst (Damme)

Hinspiel: F95 - VfL 3:0 (20.09.16; Sobottka, Hennings, Bellinghausen)

Voraussichtliche Aufstellungen:
VfL: Riemann - Rieble (Perthel), Bastians, Hoogland, Gyamerah - Quaschner, Stiepermann, Wurtz, Losilla, Gündüz - Mlapa
F95: Rensing - Schmitz, Bormuth, Akpoguma, Schauerte - Bellinghausen, Fink, Sobottka, Gartner (Ayhan), Bebou - Hennings

Bayern 3 dreht durch

26. Februar 2017

Weiberfastnacht, also am Donnerstag, ging’s mir aber mal richtig schlecht, so richtig. Nicht was ihr denkt. Aber so mies, da hätte nicht mal Zlatans Tore, der Kambodschamann und seine Theorien geholfen oder gar drei Ibuprofen. Ich hatte zwei, nur mal so. Da war der Freitag im Vergleich richtig gut und ich hörte beim Weg zum Supermarkt in Zwiesel, Niederbayern mal Bayern 3. Ihr denkt….., ihr habt recht. Die hatten die Sendung “Bayern 3 dreht durch”, das Motto einer Faschingssendung, wo sich Hörer Dinge wie “Cheap Thrills”, “Summer of 69″ oder “Hupabaluba” geben konnten, so richtig verrückt - ihr versteht schon.

Ungefähr so kreativ und funky wie die DJane des Bayrischen Rundfunks spielte der FCN heute - gegen den auswärts seit Oktober 16 in Aue sieglosen VfL. Der Glubb verschlimmerte mit dem 0-1 vor 25.000 Livezeugen seine trostlose Zweitligaheimbilanz in dieser Saison. Bochum feierte den zweiten Sieg in Folge, zwar erneut ohne spielerisch zu glänzen, aber mit Kampf, Willen und Spukke. Diese neuen Tugenden erzwangen das Glück im Grundig-Stadion, das in Hannover fehlte. Nun ist Bochum 10., hat etwas mehr Luft nach unten und erwartet frohen Mutes F95 am Freitag im alten Westschlager.

Doch das alles begann ja nicht so, das man sagen konnte, war eh klar. Erst mal drehte Bochum in drei Minuten am Samstag ein 0-1 zum 2-1 gegen Würzburg. Das machte Kräfte frei im Kopf, das sorgte aber dafür, dass neben Eisfeld, Stöger, Celozzi, Perthel, Bandowski und Fabian auch noch Stiepermann und Weilandt fehlten (5. Gelbe Karte!).

Bochums Trainer Verbeek hatte nur 17  fitte Spieler, die er im ICE nach Nürnberg schickte, aber die bildeten eine Einheit, die um die Bälle und Räume kämpften, bissen und kratzten.

Und Nürnbergs Trainer Schwartz fehlten eben Burgstaller (und Schöpf ;-) )) in seinem Team jegliche Form von Killerinstinkt. So lachte die Sonne über der Max-Morlock-Allee 1, aber das Glück und die Torgefahr fehlten an diesem Sonntag.

Bochum fand 30 Minuten nach vorne nicht statt, aber man kann auch sagen, Verbeek hatte den 11 Leuten, die er hatte, das verordnet, was möglich war. Rennen, kämpfen und kratzen, das taten die weißen Bochumer, aber bis zu Wurtz Pfostenschuß stand Bochum nur defensiv stabil. Riemann musste 2-3 Mal toll parieren, aber sonst blieben die schwarz-roten recht ideenlos.

Dann Gyamerah auf rechts, tolle Vorarbeit, Schuss an den Fünfer und Quaschner, ja Quaschner nagelt ich unter die Latte. 0-1, das war nicht unbedingt so zu erwarten, aber enorm effektiv.

Dass man das 0-1 zur Pause hielt war wichtig. Bochums Block war prall gefüllt - und das muss man auch mal erwähnen - ohne die unermüdlichen 200 Ultras gäbe es auswärts vermutlich nicht nur einen ziemlich kleinen und extrem leisen Block. So war er laut und richtig gut und das 0-1 machte irgendwie Mut.

Dann kamen die Franken und erspielten sich viele Situationen, aber hatten eben keinen Punch, keinen Torjäger. Aber Riemann schien wirklich einen Sahnesonntag erwischt zu haben und blieb sauber. Bochum konnte nicht auf 0-2 spielen, Nürnberg rannte stumpf an. Als Mlapa ging, kam Canouse, da hielt man irgendwie bis zur 94. Minute das 0-1. AUSWÄRTSSIEG!

Klar, der Gündüz gab alles, hatte einen Cut, hatte fast das 0-2 vorbereitet….aber man erzitterte sich ein 0-1,was nicht hochverdient, aber enorm schön vom Resultat her war.

Man kann sagen, Nürnberg können wir (dafür baut Nürnberg stabile Stadionparkplätze), wir können sogar auswärts zu Null, wir können Fasching ohne Mummenschanz und zweimal in Folge siegen.

Ich fuhr vom Bayrischen Wald nach Mittelfranken an einem tollen Tag, hörte BR Klassik (um Bayern 3 zu vermeiden) und fühlte mich toll, erleichtert und glücklich. Fußball ist sicher nicht alles im Leben. Aber mit Siegen seines Herzensteams ist so Vieles leichter und den Sonnenuntergang war richtig romantisch. Ich will nicht wissen, was passiert wäre, wenn Weilandt und Wurtz Sonnabend nicht gedreht hätten.

So hab ich die Backen voll gegen Fortuna.

Tom;CB’93

P.S.: Gruss an Sven B. plus Kumpel, die Fiege Botschaft Passau, Olli und Melanie und an meinen Papa

Der Glubb

24. Februar 2017

Das dreifache Projekt „Närrische Franken in der zweiten Liga“ erlebt für den VfL Bochum am Karnevalssonntag einen zweiten Teil und das im altehrwürdigen Frankenstadion von 1988. Die Arena wurde wie einst der Rhein-Main-Donau-Kanal noch von Franz-Josef-Strauss in ihrer Entstehung amigomäßig betrieben - und hat wie der Club Patina angesetzt.
Letztes Jahr schaffte der 1. FCN die Relegation - und scheiterte dort- , Nürnberg musste wie der VfL und St Pauli fast alle Offensiven verkaufen und ist nun immerhin 8., wohingegen Bochum 13. ist und immer noch Angst haben muss in Abstiegsgefahr zu geraten. Pauli ist 16. und lautert quasi von hinten.
Der 2-1 Sieg gegen die Unterfranken aus Würzburg war enorm wichtig für den Auftritt in der Stadt mit der Burg. Bochum hätte sonst nicht nur das Punktepolster wegschmelzen lassen, es wäre auch die Unruhe im Verein gewesen, die es zu fürchten galt.
Der knorrige Holländer wurde zuletzt in Frage gestellt von einigen Seiten und wechselte mit Wydra und Weilandt den Sieg ein. Es war der erste Sieg 2017 und er macht Hoffnung, doch nimmt er sicher nicht alle Probleme.
Zwar ist die Heimbilanz des VfL sehr imposant seit 2016, aber die letzten Heimspiele gegen den KSC und Würzburg waren spielerisch sehr mickrig. Viele hohe Bälle, wenig effektives Flügelspiel, die Abwehr immer wieder mit individuellen Aussetzern und am Ende spielt der Faktor Glück bei den Toren eine zu große Rolle.
Aber zu Hause wurden 2017 immerhin vier Punkte geholt, in Berlin und Hannover null. Die sieben Auswärtsniederlagen (plus eine in Waldorf) sprechen eine deutliche Sprache, Bochum ist nicht ohne Grund 16. in der Auswärtstabelle. Herrn Stieler wollen wir da mal außen vor lassen und seine Rolle beim 1-2 in Hannover. Aber die Auswärtsschwäche, die nur in Aue und St. Pauli teilweise unterbrochen wurde, steht auf dem Spiel.
Ja, wir müssen diese geistige Barriere durchbrechen. Der VfL fängt meist geordnet an, steht passabel, dem Gegner fällt recht wenig ein. Oft macht Bochum das Führungstor und zieht sich zurück, leider kommen dann oft schlimme defensive Patzer, die das Spiel kippen lassen. Bochums Offensive spielt zu selten auf 0-2, wenn sie 0-1 führt, sie verwaltet ein Spiel, warum das so ist, darüber kann man spekulieren. Ist es eine andere Spielweise, aufgrund der Verletztenmisere oder fehlt die Qualität im Flügelspiel, sprich sind die Spieler Stiepermann und Weilandt zu schwach. Tom hat wenigstens 7 Assists, aber das Flügelspiel hilft Mlapa zu wenig und Wurtz ist Konterstürmer, was Quaschner ist, scheint mir noch unklar.
Bei den Verläufen der Auswärtsspiele muss man bedenken, dass der Club keine Heimmacht ist und die Zuschauerzahlen auf 25.000-28.000 gesunken sind. Das heißt Bochum muss keine Angst haben vor dem FCN. 2002/3 war man dort mal zu Erstligazeiten Spitzenreiter geworden nach einem 1-4 Auswärtssieg. Nun, soviel Fame können wir im Trubel der Karnevalswehen 2017 nicht erwarten, auch weil es ein Duell des unteren Zweitligaklassements geworden ist. Aber es ist bedeutsam, weil Siege immer wichtig sind, nicht nur 2017. Es ist wichtig, weil Bochum zeigen will, dass die Abgänge von Terodde, Bulut, Haberer und Terrazzino besser kompensiert wurden als die von Burgstaller, Schöpf und Weiler (Coach). Ja, beide Teams wurden leergekauft und hängen nun fest.
Während Bochum etwas realisitscher an die neue Situation rangegangen ist, denkt man am Valznerweiher immer noch, man sei ein gehobenes Fahrstuhlteam. Und das waren beide in den Neunzigern und Nullerjahren, heute sind sie es nicht mehr. Heute sind sie die graue Mitte der zweiten Liga und das gefällt auch bei uns an der Castroper Strasse nicht.
Aber um das zu ändern müssen wir erst mal die Psychologie und Dramturgie der Auswärtsspiele etwas modifizieren. Mal auf 2-0 spielen, mal gewinnen. Die Innerverteidigung der Schwarzelf ist sehr jung und unerfahren. In Sechzig zeigen die Schwarz-Roten eine schwache Leistung und konnten nicht mit dem vorderen Mittelfeld der zweiten Liga mithalten.
Bei Bochum kann Celozzi bald wieder spielen und Ösi Wydra droht mit einem Startelfeinsatz. Das klingt nicht nach ganz großem Kino, aber wir werden sehen.
Die Aufstellungen für einen schönen Sonntag:
Nürnberg: Krischbaum – Kammerbauer, Hovland, Mühl, Lippert, -Petrak- Behrens – Hufnagel, Möhwald, Sabiri – Matavz

Bochum: Riemann – Gyamerah, Hoogland, Bastians, Rieble – Wydra, Losilla – Gündüz, Wurtz, Quaschner - Mlapa

Ich freue mich auf das Spiel in Nürnberg, die Stadt und auch die traditionelle Kulisse. Aber irgendwie habe ich kein gutes Gefühl. Nicht nur dass uns Eisfel, Stöger, Perthel, Celozzi (?), Weilandt und vielleicht sogar der umstrittene Stiepermann fehlen, nein es fehlt auch im Team bis dato die Mentalität, solche Spiele wie beim 1. FCN zu gewinnen.

Irgendwie denke ich, wir verlieren 0-2 und es wird schlapp wie in Düsseldorf. Aber was heißt das schon.

Tom, CB’93

P.S.: Freu mich sehr auf den Auswärtssteherblock beim FCN

Scio, ne scio

21. Februar 2017

Ich liebe es über Fußball zu schreiben. Sogar manchmal über den BVB. Fußball ist ein tolles Hobby, auch im Kleinen Wattenscheid. Das schreiben über den vfL Bochumist für mich Erholung und meist einfach schön. Seit dem Bundesliga-Spiel BVB - RB Leipzig vor 2 Wochen habe ich mir zur ausufernden Debatte um dieses Spiel nicht geäußert, weil wirklich jeder, auch jeder Depp außerhalb des Fußballs (und ich bin auch nur ein VfL-Depp), sich dazu äußern musste.D as war wirklich nervig. Der Medienhype war schon brutal zum Kotzen, weil von den reinen Tatsachen her, für ein Bundesligaspiel von 81.000 Leuten recht wenig passiert war. Ich hatte schon Angst, dass neben Gunter A. Pilz aus Hannover, Jessica aus Leipzig und Bundespräsident Gauck, Merkel sich dazu äußert und Trump noch was twittert. “What happened in Dortmund was a total desaster!”. Ich mein, man kann ja den BVB total doof finden und seine Problemszene (Unity, Northside; JUBOS, Deperados, Borussenfront, 0231 usw.) schwierig, aber die Welle der bundesweiten Empörung war nun echt aufgeblasen, vor allem vor dem Hintergrund was wirklich passiert war. Ich finde, es ist wenig passiert, was nicht auch beim Spiel Dormtund-Bayern passiert wäre.

Also was war denn nun genau geschehen, dass eine solche, hyperaktive Debatte rechtfertigte? Mussten wir uns wirklich RB-Fan-Jessica aus Leipzig in der BILD geben, die seit 2009 zu RB fährt und “kaum Platz hatte im Dortmunder Gästeblock”? Ihr Ernst, kaum Fan im Gästeblock, komisch, als ich da war, wurde ich nie “zerquetscht”! Ist das Journalismus, wenn man so eine Scheiße ungeprüft übernimmt? Oder sollte man da nicht besser über Modelleisenbahnen schreiben?

Was war denn nun passiert an der Strobeallee? Die Teile der Dortmunder Ultraszene plus ein paar weitere Hools haben wohl die Sonderzugbesatzung aus Sachsen (davorne gabs wohl auch ein paar RB Ultras) empfangen, wie man den FC Schalke auch empfangen hätte? Wären da Steine “fairer” gewesen? Wäre ein Stein auf einen 35 jährigen Schalker Kerl fairer geworfen als auf einen minderjährigen Konsumenten aus der Gründungsstadt des DFB? Oder hätte man da von einem relativ ruhigen Derby gesprochen, weil am Ende an den Umständen gemessen faktisch relativ wenig Verletzte (Polizisten wie Fans) hatte? Nun kommen natürlich die, die sagen, sowas ist immer schlecht. Das ist kriminell und hat im Fußball nichts zu suchen, kann man sagen. Diese Leute akzeptieren nicht die außergewöhnliche Ventilfunktion einer Volkssportart und akzeptieren auch nicht, was die Dortmunder da angestellt haben, klar. Aber werden die Einzeltaten vor der Roten Erde nicht eh von der Polizei verfolgt, geht es also um die Banner im Stadion? Braucht man Kollektivstrafen? Okay, dass gegen Ralf Rangnick war geschmacklos, aber ist geschmacklos immer auch “kriminell”?

Dann stellt sich die Frage, wieso dutzende Plakate bestraft werden und wo die Freiheit der Meinung durch den Straftatbestand der Beleidigung eingeschränkt wird? Das ist eine Debatte der Gesellschaft und was hat die Borussia Dortmund zu tun? Es wurde getan, als ob Watzke, der gerne und viel redet, zum Hass gegen Leipzig aufgerufen habe, obwohl er selbst einer AG vorstehe! Scheinheilig, mag sein, aber ist scheinheilig “verboten”? Und ist SPD-Schulz nicht auch scheinheilig, wenn er sich zum Anwalt der Armen macht und von der EU bezahlt wurde wie ein moderner Fürst? Auch, aber dennoch mögen das Leute. Und ehrlich, in der Szene fanden viele die Aktionen gegen RB Leipzig gut, auch die aufgeheizte Stimmung. Auch das kann man anprangern. Man muss aber auch aktzeptieren können, das viele aktive Fans diese Hochpotenzierung des Kommerzes nicht wollen. Und die protestieren anders als die katholischen Landfrauen in den Sechzigern!

D.h. doch auch, dass wieder aller Debatten durch einander geraten, die um Gewalt, die um Pyro, die um Choreos (aber bitte nur die lustigen) und am Ende macht Bild daraus ein Risotto Marke “Ultras jagen kleine Kinder!”. Ist das nicht das eigentliche Lächerliche, während in Syrien und der Ukraine realer Krieg herrscht?

Nur mal so:
Diese oder ähnliche Dortmunder (also die von der Roten Erde) sind wohl gerüchteweise auch vor meiner Lesung 2015 im Ultraraum der UBs eingebrochen - und haben u.a. einige Fanschals gestohlen und was mitgehen lassen, um diese bei einem Spiel gegen Bochum zu präsentieren. Rational ist sowas dumm (wir spielen da ja nicht mehr), ist verboten, gehört bestraft.
Nun käme es zum Bundesligaspiel Dortmund vs Bochum, würde ich die Schals dann brennen sehen und mich aufregen, klar, aber es gibt Wichtigeres als die diese Schals.

Und so ist es auch mit den dutzenden Plakaten, die keine Kollektivstrafe dieser Art rechtfertigen, sonst hätten Dynamo, Hansa und Co ständig gesperrte Kurven und bei der Empörung muss man sich auch fragen, wie man als Fan wirksam gegen eine Dauerwerbesendung namens Dosenclub wehren kann, wenn selbst ein Plakat wie in Gladbach des Guten zu viel ist und sofort wörtlich genommen wird. Darf man schrieben “ihr seid gemein, hört auf damit!”?
KSC schrieb in Dresden “Oral raus, anal rein” und St. Pauli machte einen auf Geschichtsnachhilfelehrer “Gegen den doitschen Opfermythos”. Typisch Deutsch wäre St.Pauli wegen Rechtsschreibfehlern zu verdonnern.
Manchmal frage ich mich, ob manche Leute zu viel Zeit haben, wenn sie das alles thematisieren können und sich zwei Wochen daran laben.

Ich persönlich finde 35 % Berichterstattung über ein einizges Spiel hätte gereicht, Geldstrafen für 2-3 Banner und die polizeiliche Ermittlung gegen die Straftaten der Leute, die Steine warfen. Und sonst viel Rauch um Nichts.

Aber was weiß ich schon im Vergleich zu Gunther A. Pilz, dem Erfinder der Hooltras.

Tom;CB’93

Sich hart was Gönnen

19. Februar 2017

Also ich hab’s mir an diesem Wochenende so richtig hart gegönnt. KVB fahren, Schalker mit Plastikschwert nach Köln begleiten. Ganz im Ernst. Das mit mit dem “hart Gönnen” konnte letzten Montag auch der Schiri Herr Stieler von sich sagen, vermutlich hat er sich in einem von Herrn K. finanzierten Club amüsiert, wo man “Masters and Servants” spielen kann. So vermutete ein szenebekantner Fan, nicht unweit von mir, im Stile der “alternativen Fakten”, es wäre quasi eine “rosa” Verschwörung im Gange, die “an der Stadt der unsensiblen Gewaltheten” namens Bochum vorbeigeht. Warum da jetzt Hannover so ein Hot Spot ist, fragt mich nicht ich wohne in Köln.

Das erklärt die acht (!) Auswärtsniederlagen jetzt nicht wirklich alle wissenschaftlich, ist aber im trumpistischen Sinne ein interessanter Gedanke. Vielleicht haben da die Mexikaner auch ihre Finger im Spiel. Wer weiß.
Nach diesem Fremdimput muss ich umbedingt ein zweites Buch schreiben, was “111 Gründe, um den Schiedsrichterjob zu lieben - der rosa-rote Komplex” - ihr werdet es lieben.
Nach den Fake News nun die knallharten Fakten (Ich hoffe, ihr seid jetzt an dieser Stelle etwas neugierig und auch etwas aufgeregt, da ich ja sowas bin, wie die Erika Berger der Bochumer Fanszene - gemixt mit Gisela Schlüter ;-) )))
Der großartige Verein VfL Bochum siegte 2-1 gegen den FC Kickers Würzburg vor 11.123 Zuschauern. Der VfL drehte ein lange Zeit als verloren anzusehendes Heimspiel in drei Minuten und behält damit seine blitzsaubere Heimweste. Auswärts wartet man nun auf ein Wunder in Nürnberg, wo der Begriff “brauner Salon” unterschiedlich gedeutet werden kann - genau wie in Darmstadt (Fips Asmussen Gedächtniswitz!).
Bochum spielte in der 1. Halbzeit mies und hatte eine Kopfballchance durch Mlapa. Sonst bemühte sich nur Würzburg, zum Torerfolg zu kommen, was bieder und hausbacken aussah. Und ohne Bochumer Mithilfe wäre der Ball auch nicht hinter Riemann getrudelt - nach 26 Minuten. Hoogland half den Kickers und den sicherlichlich fünf Wattenscheider Fanfreunden zu jubeln. Man war das laut. Da waren noch mehr Menschen im Gästeblock als bei Trumps Amtseinführung. Wenn ich das jetzt schwöre, werde ich bestimmt gleich Bildungsminister in den USA.
Nein, nur Mlapa mit dem Kopf und in der zweiten Halbzeit an den Pfosten - das war zu wenig, die Fans pfiffen zur Halbzeit. Wenigstens hatten meine Sitznachbarn Bier geholt und die Kehle wurde damit proaktiv geölt, ein 1-1 war dann ja statistisch sehr wahrscheinlich, obwohl es 80 Minuten nicht so aussah. Die Bälle wurden aus dem Halbfeld gepölt oder stumpf nach vorne gelöffelt. Ich weiß auch nicht, wann ein Trainer beide Außenverteidiger auswecheln muss, aber dem Rieble hätte sogar ich einen Knoten in die Beine gespielt und mein Kreisliga Kampfname in Gerthe war nicht der weiße Brasilianer.
Und Gyamerah, naja, er kann mehr.
Dass Bochum sich mehr bemühte, kann man schon sagen, aber es war ideenlos. Und wenn Gefahr dem Wulnikowski drohte, dann eher durch Stückwerk. Dass Weilandt und Wydra die Tore machten, dass nenn ich mal hart gönnen. Wydra machte ein tolles 2-1, weil das 1-1 von Weilandt irgendwie erzwungen wurde und der Dominik wird das nicht jede Woche so schön wiederholen können, tipp ich mal. Beide spielten schwach, trafen aber dann. Fußball kurios.
Bei diesem Tor zum 2-1 konnte man als Bochumer schön jubeln. ich war erleichtert und empfand es als ausgeleichende “Un”gerechtigkeit für Montag. Dafür können sich die Kickers nichts kaufen.
Der Rest war Jubel der Spieler, Verbeek fordert ja keiner zum Tanzen auf. Also ich traue es mich nicht, ihr? Aber nach den Pfiffen tat der verunsicherten Manschaft das Bad in der Menge gut und die drei Punkte können am Ende Gold wert sein.
So bleibt Bochum knapp drin (mehr aber nicht) und Verbeek geht im Sommer, weil etwas neues kommen muss nach 2,5 Jahren, zumindest wenn man nur die Leistung der letzten beiden Heimspiele zugrunde liegt.

Schiri Kemper und Amarell…..Moment mal ……

Nein, das Fiege in der Ritterburg schmeckte besser, wenn man es nach einem Sieg trinkt, auch wenn ich beim Versuch am Abend Pizza zu essen, scheiterte. Aber immerhin hab ich jetzt die Jacke des Präsidenten und Bochum 26 Punkte.

Nicht was ihr wieder denkt.

Tom;CB-Saunacommando’93

Gruss an Manuell, den ich für Patrick hielt ;-) ))) ….und den Kambodschamann, der gegen KSC irgendwie fehlte