Follow your team to the bitter end!

3. Juli 2008

Nachdem die Vorrunde mit den Orten Klagenfurt und Wien in Österreich absolviert war, konnten Patient, Wuppec, Dirk, Benny und Co. entspannt nach Hause fahren, der erste Teil der EURO 2008 war als Pflichtaufgabe erfüllt. Der 60er Vilgi und die Stuttgarter Gruppe stellten die besten Feierpartner dar am Wörthersee. Drohnie, Kai, Jochen blieben zwar beim Turnier ebenso wie Olec, Sven “Schappi”, Jörg S. und seine Freundin, mußten sich aber 850 km entfernt nach Basel zum Viertelfinale durcharbeiten, wo der Favorit Portugal wartete und überaschend mit 3-2 abgefertigt wurde, das beste Spiel des Turniers, bei dem auch die Kurzfahrer Olli K. und Bernd vor Ort waren, dank des zusammengebrochenen Schwarzmarkts gabs da auch mal billige Tickets, nicht wie gegen Polen und Kroatien Tix von 200-500 Euro als Startvorgabe. Damit war nun auch in Deutschland die Euphorie dar für den von Jogi Löw ausgerufenen “Gipfelsturm”, den ich auf der PSE 3 mit EURO 2008 nur an der Konsole und am TV mitgemacht hatte bis dato. Es juckte und kribbelte wie immer bei den Jungs zu sein.

Mit dem Beginn der Sommerferien begannen die Halfinale in Basel und Wien, Deutschland musste sich mit der ersatzgeschwächten türkischen Elf auseinandersetzen, wo Hamit, mein sprachgehemmter Freund, Altintop, Regie führte. Die Tickets waren heiß begehrt und so freute ich mich tierisch eine Karte zu haben, auch wenn einem dass nicht jeder gönnte. Ich fand Basel-City nett, die Stadt war geschmückt und vom Quartier in Bad Krozingen brauchte man nur 60 km und eine Vignette dorthin. Die Deutschen in der Stadt machten Paddy und die türkischen Fans gehörten ob der Ticketpreise nicht dem Prekariat an, dass einem schon mal auf den Sack gehen kann. Einige machten Public Viewing am Baseler Rathaus, einige versuchten bis zuletzt Tickets zum fairen (?) Preis zu kriegen, aber es war schon hart an diesem sonnigen Mittwochabend, Tickets auf dem Schwarzmarkt zu kriegen. Viele glaubten an Verhältnisse wie beim besten Deutschen EM-Spiel gegen Portugal, aber 10 Euro kosteten schon zwei alkoholfreie Carlsberg Bier im St. Jakobspark.

Die Sicht stellte sich als brilliant heraus, man konnte toll sehen, wie die Deutschen 25 Minuten passiv blieben und völlig verdient 0-1 zurücklagen, ein 0-2 wäre möglich gewesen. Die Präsesfrau der Treuen und der sich rührend um die Bochum-Fans kümmernde Ralf Zänger standen mit uns und litten mit. Doch Poldi und Schweini schlugen überraschend zu und das 1-1 fiel aus dem Nichts. Aber es wurde nur etwas besser in Halbzeit Zwo und die wenigen Türken machten mehr Stimmung als 15.000 Deutsche in der schweizer Chemiemetropole Basel. Die Zweikampfwerte fand ich schlecht, wie schon gegen die Kroaten, und später auch gegen die Spanier war oft weit vom Gegenspieler weg und kam in der Defensive ohne gelbe Karten aus. Die Abwehr, besonders Metzelder, wirkte schwach. Dabei war fast jeder zweite Torschuß drinnen, weil Rüstü genauso blind war wie Riccardo von Portugal. Das 2-1 für die Adlerträger fiel dann auch durch Klose per Kopf, weil der Torwart völlig unmotiviert herauskam und ein richtiger Schnappnix ist. War das der Sieg? 

Das hätte gereicht, doch Lahm, Metze, Mertesacker und Lehmann schauten nur doof zu und der ätzende Sentürk machte das 2-2 und bekam von mir dafür den Mittelfinger - ein Arschloch wie Salvatore Gambino. Doch Lahm machte das last-minute 3-2 und die Party im Stadion begann, nun, das Transparent “Wien ist unser Ziel” wurde enthüllt und “ihr fahrt nach hause”. Happy end!

Also doch noch alles gut in diesem Halbfinale, gegen Russland oder Spanien hätte man so verloren, auch gegen die Kroaten, aber es war die 13. Finalteilnahme eines deutschen Teams. Respekt -soviel hat international nur Brasilien. 

So aber war man Sieger und Hamit guckte “ganz traurig”. Der Rest war Feiern, ich mußte mit Coach die anderen vom COMMANDO verlassen, da mit Tanjas Vater und Bruder zurück für die Nacht nach Deutschland nahm, wo ich Donnerstags chillte, bis die Spanier als Endspielgegner feststanden. Ey, caramba.

Der Tag wurde zweimal im Cafe Z genutzt (guter BIO-Rotwein aus France) sowie im sonnendurchfluteten Freiburg, das mir als Auswärtsfahrt ebenso fehlt wie Rostock im Sommer. Am nächsten Tag ging es über Basel nach Zürich, wo wir bei 28 Grad den Zürichsee genossen. Weiter ging es zur Grenze nach Österreich, bis nach Oetz im Oetztal, wo wir jedoch keinen Zwischenstopp machten, sondern weiterfuhren nach Innsbruck. Der Robin T. war dort stationiert und arbeitete im Auftrag des Kapitals eifrig und bemüht vor der malerischen Alpenkulisse. Wir kriegten erst mal die Panik, weil Wien voll war und man nicht auf der Strasse schlafen wollte. Das Hotel der anderen wurde mitgebucht und man pennte dann in einer Jugendherberge im Hochhausghetto von Insbruck.

Die Altstadt hingegen war superb und man konnte das EM-Feeling genießen, wobei die Östereicher das Public Viewing überdimensioniert hatten. Österreich und die Schweiz sind anders als Belgien und Holland und Portugal bei den vorigen EMs keine Fußballländer. So konnte man wieder gediegen Weinschorle schlürfen, doch die erste Abrockung war Samstag in Wien angesagt.

Man schoppte noch kurz in Linz, um dann nachmittags Wien zu erreichen, wo die anderen schon im Weindorf Grinzing verweilten. Es wurde ein geiler Abend mit Jochens Vogelbeerschnaps und der Rückweg war dann Filmriß nach 8 Litern Wein für 5 Leute. Kai, Drohnie und der Koblenzer zauberten noch bis 6.00, ich war schom um 24.00 bedient. Hab wohl noch Schappi an der Hotelbar getroffen, aber über das niveauvolle Gespräch kann man nur spekulieren: Ging es um den Chemieergänzungskurs bei Herrn Herscher? Man kann nur spekulieren. Olec jedenfalls bekam keine Info mehr aus Herren Scharpenberg heraus.

Der Tag des Spiels begann verkatert und ohne Frühstück so gegen 12.00, wie es sich für Leute gehört, die bis 6.00 zaubern. Dazu kamen dann Coach, Faxe und Schland, Mani war über Nacht mit Olec angereist. Wir fuhren zum Stephansdom, wo mit Karten gedielt wurde, ich hatte tatsächlich eine Finalkarte, das war unwahrscheinlicher als der Wiener Operball oder die Festspiele in Bayreuth. Das war die reine Freude. Bei Kaiserwetter ging es zum Prater, wo mit Fuest die F95 dazustießen. Wo blieb 09-Carlos und wo Sechziger Vilgi? Naja, wir wuchsen auf 12-15 Leute an und heizten den Ösis, die das 4 Trikot des Turniers anhatten, mächtig gesanglich ein, vor allem auf der Bimmelbahn und im Schweizer Haus. Schnäpse, Gespritzer und Bier hatten für Regenaration gesorgt für die müden Krieger, für einige war es das 6. Spiel, Drohnie hatte sogar ne Serie vom EM-Endspiel 1996 bis zum Endspiel 2008, alle EM-Spiele ohne Pause gesehen zu haben. Hut ab.

Doch was zählte war nur der Cup und ein Drittel der spanischen Fans sollten im Ernst-Happel-Stadion Ösis sein. Leider waren wir nur 10 Minuten frisch, Klose vergab die Chance zum 1-0. Spanien wurde stärker und beherrschte das Verschieben perfekt, ein Patzer von Metze bedeute fast das 1-0, das dann durch das Missverständnis von Lahm und Lehmann echt fiel. Leider galubte das DFB-Team wieder ohne gelbe auszukommen und das spanische Mittelfeld stellt uns so zu, das erst in der 63. Minute Ballack zur Großchance kam, Schweine und Poldi waren alleine auf weiter Flur, Schneider fehlte sehr. Das 2-0 hätte fallen können, Roberto - die Italotuke - Rosetti gab ne Rote für Silva nicht, so konnten die Spanier auch noch foulen und wir zogen zwar etwas an, aber auch Gomez und Kuranyi konnten die Wende nicht herbeiführen. Das 1-1 hatte Klose auf dem Fuß, aber klar, der Spagetti lies es nicht zu, das wir unverdient zum 1-1 kamen.

Olec und ich schwänzten draussen die Siegesfeier, bis wir das Feuerwerk sahen, die ganze Show um das Spiel ist eh nix für mich. So verliessen wir den Ground, gingen am Schwedenplatz ins Krah Krah und dort sollten uns Ösi wanna-be-models verhöhnen - wer öfter vor die Tür geht tritt auch öfter in die Scheiße.

Es war wohl nicht mehr drin 2008, Vize-Europameister, weil die Mannschaft viele Spieler ausser Form hatte und der Fightgeist nicht immer stimmte, dazu Bayern das Stürmertriplett irritierte und dann kamen die ganzen Verhöhner aus ihren Löchern, aber als Bochumer weiß man ja, Schadenfreude ist das einizge der Habnichtse, um das Leben ohne Spaß und Triumpf zu ertragen.

Tom, CB’93

 

Follow your team to the bitter end!

3. Juli 2008

Nachdem die Vorrunde mit den Orten Klagenfurt und Wien in Österreich absolviert war, konnten Patient, Benny und Co entspannt nach Hause fahren, der erste Teil der EURO 2008 war als Pflichtaufgabe erfüllt. Der 60er Vilgi und die Stuttgarter Gruppe stellten die besten Feierpartner dar. Drohnie, Kai, Jochen blieben zwar beim Turnier ebenso wie Olec, Sven “Schappi”, Jörg S. und Freundin, mußten sich aber 800 km entfernt nach Basel durcharbeiten, wo der Favorit Portugal wartete und überaschend mit 3-2 abgefertigt wurde, das beste Spiel des Turniers, bei dem auch die Kurzfahrer Olli K. und Bernd vor Ort waren, dank des zusammengebrochenen Schwarzmarkts gabs da auch mal billige Tickets, nicht wie gegen Polen und Kroatien Tix von 200-500 Euro als Startvorgabe. Damit war nun auch in Deutschland die Euphorie dar für den von Jogi Löw ausgerufenen “Gipfelsturm”, den ich auf der PSE 3 mit EURO 2008 nur an der Konsole und am TV mitgemacht hatte bis dato. Es juckte und kribbelte wie immer bei den Jungs zu sein.

Mit dem Beginn der Sommerferien begannen die Halfinale in Basel und Wien, Deutschland musste sich mit der ersatzgeschwächten türkischen Elf auseinandersetzen, wo Hamit, mein sprachgehemmter Freund, Altintop, Regie führte. Die Tickets waren heiß begehrt und so freute ich mich tierisch eine Karte zu haben, auch wenn einem dass nicht jeder gönnte. Ich fand Basel-City nett, die Stadt war geschmückt und vom Quartier in Bad Krozingen brauchte man nur 60 km und eine Vignette dorthin. Die Deutschen in der Stadt machten Paddy und die türkischen Fans gehörten ob der Ticketpreise nicht dem Prekariat an, dass einem schon mal auf den Sack gehen kann. Einige machten Public Viewing am Baseler Rathaus, einige versuchten bis zuletzt Tickets zum fairen (?) Preis zu kriegen, aber es war schon hart an diesem sonnigen Mittwochabend, Tickets auf dem Schwarzmarkt zu kriegen. Viele glaubten an Verhältnisse wie beim besten Deutschen EM-Spiel gegen Portugal, aber 10 Euro kosteten schon zwei alkoholfreie Carlsberg Bier im St. Jakobspark.

Die Sicht stellte sich als brilliant heraus, man konnte toll sehen, wie die Deutschen 25 Minuten passiv blieben und völlig verdient 0-1 zurücklagen, ein 0-2 wäre möglich gewesen. Die Präsesfrau der Treuen und der sich rührend um die Bochum-Fans kümmernde Ralf Zänger standen mit uns und litten mit. Doch Poldi und Schweini schlugen überraschend zu und das 1-1 fiel aus dem Nichts. Aber es wurde nur etwas besser in Halbzeit Zwo und die wenigen Türken machten mehr Stimmung als 15.000 Deutsche in der schweizer Chemiemetropole Basel. Die Zweikampfwerte fand ich schlecht, wie schon gegen die Kroaten, und später auch gegen die Spanier war oft weit vom Gegenspieler weg und kam in der Defensive ohne gelbe Karten aus. Die Abwehr, besonders Metzelder, wirkte schwach. Dabei war fast jeder zweite Torschuß drinnen, weil Rüstü genauso blind war wie Riccardo von Portugal. Das 2-1 für die Adlerträger fiel dann auch durch Klose per Kopf, weil der Torwart völlig unmotiviert herauskam und ein richtiger Schnappnix ist. War das der Sieg? 

Das hätte gereicht, doch Lahm, Metze, Mertesacker und Lehmann schauten nur doof zu und der ätzende Sentürk machte das 2-2 und bekam von mir dafür den Mittelfinger - ein Arschloch wie Salvatore Gambino. Doch Lahm machte das last-minute 3-2 und die Party im Stadion begann, nun, das Transparent “Wien ist unser Ziel” wurde enthüllt und “ihr fahrt nach hause”. Happy end!

Also doch noch alles gut in diesem Halbfinale, gegen Russland oder Spanien hätte man so verloren, auch gegen die Kroaten, aber es war die 13. Finalteilnahme eines deutschen Teams. Respekt -soviel hat international nur Brasilien. 

So aber war man Sieger und Hamit guckte “ganz traurig”. Der Rest war Feiern, ich mußte mit Coach die anderen vom COMMANDO verlassen, da mit Tanjas Vater und Bruder zurück für die Nacht nach Deutschland nahm, wo ich Donnerstags chillte, bis die Spanier als Endspielgegner feststanden. Ey, caramba.

Der Tag wurde zweimal im Cafe Z genutzt (guter BIO-Rotwein aus France) sowie im sonnendurchfluteten Freiburg, das mir als Auswärtsfahrt ebenso fehlt wie Rostock im Sommer. Am nächsten Tag ging es über Basel nach Zürich, wo wir bei 28 Grad den Zürichsee genossen. Weiter ging es zur Grenze nach Österreich, bis nach Oetz im Oetztal, wo wir jedoch keinen Zwischenstopp machten, sondern weiterfuhren nach Innsbruck. Der Robin T. war dort stationiert und arbeitete im Auftrag des Kapitals eifrig und bemüht vor der malerischen Alpenkulisse. Wir kriegten erst mal die Panik, weil Wien voll war und man nicht auf der Strasse schlafen wollte. Das Hotel der anderen wurde mitgebucht und man pennte dann in einer Jugendherberge im Hochhausghetto von Insbruck.

Die Altstadt hingegen war superb und man konnte das EM-Feeling genießen, wobei die Östereicher das Public Viewing überdimensioniert hatten. Österreich und die Schweiz sind anders als Belgien und Holland und Portugal bei den vorigen EMs keine Fußballländer. So konnte man wieder gediegen Weinschorle schlürfen, doch die erste Abrockung war Samstag in Wien angesagt.

Man schoppte noch kurz in Linz, um dann nachmittags Wien zu erreichen, wo die anderen schon im Weindorf Grinzing verweilten. Es wurde ein geiler Abend mit Jochens Vogelbeerschnaps und der Rückweg war dann Filmriß nach 8 Litern Wein für 5 Leute. Kai, Drohnie und der Koblenzer zauberten noch bis 6.00, ich war schom um 24.00 bedient. Hab wohl noch Schappi an der Hotelbar getroffen, aber über das niveauvolle Gespräch kann man nur spekulieren: Ging es um den Chemieergänzungskurs bei Herrn Herscher? Man kann nur spekulieren. Olec jedenfalls bekam keine Info mehr aus Herren Scharpenberg heraus.

Der Tag des Spiels begann verkatert und ohne Frühstück so gegen 12.00, wie es sich für Leute gehört, die bis 6.00 zaubern. Dazu kamen dann Coach, Faxe und Schland, Mani war über Nacht mit Olec angereist. Wir fuhren zum Stephansdom, wo mit Karten gedielt wurde, ich hatte tatsächlich eine Finalkarte, das war unwahrscheinlicher als der Wiener Operball oder die Festspiele in Bayreuth. Das war die reine Freude. Bei Kaiserwetter ging es zum Prater, wo mit Fuest die F95 dazustießen. Wo blieb 09-Carlos und wo Sechziger Vilgi? Naja, wir wuchsen auf 12-15 Leute an und heizten den Ösis, die das 4 Trikot des Turniers anhatten, mächtig gesanglich ein, vor allem auf der Bimmelbahn und im Schweizer Haus. Schnäpse, Gespritzer und Bier hatten für Regenaration gesorgt für die müden Krieger, für einige war es das 6. Spiel, Drohnie hatte sogar ne Serie vom EM-Endspiel 1996 bis zum Endspiel 2008, alle EM-Spiele ohne Pause gesehen zu haben. Hut ab.

Doch was zählte war nur der Cup und ein Drittel der spanischen Fans sollten im Ernst-Happel-Stadion Ösis sein. Leider waren wir nur 10 Minuten frisch, Klose vergab die Chance zum 1-0. Spanien wurde stärker und beherrschte das Verschieben perfekt, ein Patzer von Metze bedeute fast das 1-0, das dann durch das Missverständnis von Lahm und Lehmann echt fiel. Leider galubte das DFB-Team wieder ohne gelbe auszukommen und das spanische Mittelfeld stellt uns so zu, das erst in der 63. Minute Ballack zur Großchance kam, Schweine und Poldi waren alleine auf weiter Flur, Schneider fehlte sehr. Das 2-0 hätte fallen können, Roberto - die Italotuke - Rosetti gab ne Rote für Silva nicht, so konnten die Spanier auch noch foulen und wir zogen zwar etwas an, aber auch Gomez und Kuranyi konnten die Wende nicht herbeiführen. Das 1-1 hatte Klose auf dem Fuß, aber klar, der Spagetti lies es nicht zu, das wir unverdient zum 1-1 kamen.

Olec und ich schwänzten draussen die Siegesfeier, bis wir das Feuerwerk sahen, die ganze Show um das Spiel ist eh nix für mich. So verliessen wir den Ground, gingen am Schwedenplatz ins Krah Krah und dort sollten uns Ösi wanna-be-models verhöhnen - wer öfter vor die Tür geht tritt auch öfter in die Scheiße.

Es war wohl nicht mehr drin 2008, Vize-Europameister, weil die Mannschaft viele Spieler ausser Form hatte und der Fightgeist nicht immer stimmte, dazu Bayern das Stürmertriplett irritierte und dann kamen die ganzen Verhöhner aus ihren Löchern, aber als Bochumer weiß man ja, Schadenfreude ist das einizge der Habnichtse, um das Leben ohne Spaß und Triumpf zu ertragen.

Tom, CB’93

 

Oooooh Tührkieeyh

22. Juni 2008

Die EM kann am Mittwoch für mich persönlich erst so richtig beginnen, da war sie für Frankreich, Portugal und Holland schon wieder vorbei, ein großer Kader voller guter Fußballer bedeutet bei einem Turnier noch lange keinen Sieg. Taktik, Teamgeist und ein gutes Timing hatte Deutschland gegen die favorisierten Portugiesen und siegte3-2 im besten Spiel mit deutscher Beteiligung. Nach der Depression gegen die ebenfalls ausgeschiedenen Kroaten und der Würgsieg gegen die östereichischen Hammerwerfer - nun wieder die tolale Euphorie, typisch deutsch, das Schwanken zwischen zwei Extremen. Die typisch türkischen Tugenden wie blinder Fantismus, krasser Hassgesang und Blutsnationalismus a la Terrim wurden in diesem Turnier mit Willensstärke und Kampfgeist erweitert. Im Halbfinale im Baseler St. Jakobspark werden die Karten völig neu gemsicht und egal, ob Deutschland Favorit ist, ob die Türken nur noch 14 Spieler haben, einen Tag weniger Ruhe hatten, die Bilanz gegen die deutsche Elf schlecht ist, es fängt von Null an - und die Tagesform entscheidet. Vermutlich ist für die Türkei im Finale mit Last Minute Goales Schluß, doch das haben die Portugiesen gegen die Griechen auch 2004 gedacht. Löw muss seine Mannen so beschwören, das Spiel am, Mittwoch mit Willen und Kraft 100 Prozent zu geben, damit den Fans in Deutschland das rote Fahnenmeer am Mitttwoch erspart bleibt. Endspiel vermutlich Deutschland-Italien könnte man meinen. Doch Vorsicht, Siegeszuversicht ist der erste Weg raus aus dem Turnier….siehe Niederland - Rußland.

Für Dirk, Wuppec, Patient und Benny ist das Turnier in der Vorrunde am Wörthersee gewesen, für Drohnie, Mani und Kai die ganze Vorrunde bis zum Spiel gegen die Portugiesen, für Olli, Bernd und Co. das Spiel in der KO-Runde insgesamt und nun beginnt es für mich. Hoffentlich seh ich zwei Siege, das wäre doch was.

Tom, CB’93

 

Ich wollt’ ich wär ein Huhn, ich hätt nicht viel zu tun!

18. Juni 2008

Die CB-Crew zog über Klagenfurt nach Wien, dann über Insbruck nach Basel und all überall gab es viel zu feiern, die Gruppe B wurde, wie im Vorfeld erwartet, mit Kroatien, die dreimal siegten, überstanden. Die Commandanten hatten wohl ne gute Zeit.
Im Viertelfinale gegen Portugal in Basel steht nun mit den Portugiesen um Deko und Christiano Ronaldo ein Hammer im Weg, ein anderes Kaliber eher so Richtung Holland oder Italien. Das wird hart und da werden die mangelnde Flexibilität im Mittelfeld und die Stürmerformschwäche Probleme bereiten. Die Abwehr hat sich ein wenig stabilisiert, aber Schweini wird die Aufgabe haben, Lücken zu reißen, da Ballack und Fritz die Defensive ordnen müssen. Gomez und Klose müssen endlich ihre Formlkrise überwinden und losballern, damit Deutschland ins Halbfinale kommt.

Wenn Do alles vorbei ist, wäre es doch sehr schade, denn man könnte im Halbfinale gegen die Kroaten oder Türken ein Traumfinale gegen Holland/Italien erreichen.

Hätte, könnte oder so gibt es aber nicht, wie gegen Argentinien wird das am Donnerstag ein echter Kracher in Basel.

Ich hab übrigens Bundesjugendspiele, das passt ja.

Tom, CB’93

Cordoba am Wörthersee

13. Juni 2008

Schockzustand in Deutschland nach dem 1-2 gegen Kroatien, wo dem deutschen Team alles fehlte, was man zum Siegen braucht: Laufbereitschaft, Kampfgeist, Härte, Nervenstärke und Ordnung in der Defensive und Torgefahr. Ganz schwarz war der Tag von Marcell Jansen, der beim 1-0 von SDRGRNPF, oder wie der Typ heißt, Pate stand. Dann war das Adlerteam nur noch konfus, gegen fanatische, aber nicht überragende Kroaten. Wir in Bochum wissen schon lange, Kroaten kochen fußballerisch nur mit Wasser, aber das deutsche Team schien Valium genommen zu haben und lies sich von den heißblütigen HRWSTKAs beeindrucken. Wenn man einen Kovac in der Abwehr hat, erinnert man sich als VfL’ler sehr gerne an die Dortmunder, die erst in Bochum drei Tore kriegten und dann in Bayern fünf. Für Klose und Gomez schien dieser Mann übermächtig, nur Poldi mit seiner Klebe gab die richtige Antwort. Das 1-2 fiel zu spät und Schweini kam ebenfalls zu spät, denn die Einwechselungs des Ex-Dortmunders Odonkor verstand bei dieser Spielsituation wohl keiner der deutschen Fans im Stadion und vor dem Fernseher.

Nun wird das Match gegen Österreich spannend - und bei allem Respekt vor den Menschen aus unserem schönen Nachbarland - wenn man jetzt vor Austria Angst hat, wäre das so als würde Bayern München jetzt mit den Hosen voll nach Bochum fahren.

So schön dass wär, fußballerisch ist der Unterschied zu Österreich noch größer.

Es kann Montag nur heißen, 4-1 für Deutschland.

Tom, CB’93

 

…noch ist Polen nicht verloren

8. Juni 2008

Als das polnische Hetzblatt FAKT wie schon gegen Vertriebenenorgane gegen das deutsche Team um Ballack und Jogi loslederte, wußte jeder, das typische antideutsche Spiel hatte begonnen und da die Engländer nicht da waren, mußten die polnischen Medien im Geiste der Zwillingspolitiker übernehmen: Motto: polnisch, national und katholisch, mit den üblichen Ressentiments gegen Fremde, im polnischen Fall Deutsche, naja und ein bischen Antisemitismus ist ja auch wieder en Vogue. Dem holländischen Trainer des polnischen Teams platze der Kragen und der BILD-Zeitung gefiel diese Vorlage, um ein Grund zu haben, ebenfalls für “Stimmung” zu sorgen.

Das Fußballerischen wurde mit Polemik gepimpt, das Spiel an sich wäre spannend genug. Wer ersetzt Schneider, spielt Schweini, spielt Poldi, hält die Abwehr, flattert der Ball Jens um die Ohren? Siegen die Polen erstmals, gewinnt Deutschland seit 1996 wieder ein Spiel?

Robin war als erster da, in Innsbruck, Drohnie, Kai und Mani folgten nach Klagenfurt, dann fuhren Dirk und Wuppec sowie Patient und Vilgi, d.h. sie werden Coach und Andi Weiß treffen und hoffentlich die Polen in Grund und Boden pfeiffen.

Und wenn die Polen tatsächlich siegen sollten, was wir nicht hoffen wollen, dann geht die Saat der Hetzkampagne tatsächlich noch auf. Schön.

Polen aber wird immer dieses Spiel treiben müssen, damit sie zwischen Deutschland und Russland nicht nur im Fußball, sondern auch im echten Leben, wahrgenommen werden - und das nicht nur in schlechten Witzen.

Wir Bochumer wissen ja, was es heißt, klein zu sein. Viele Sympathien werden die Polen in Bochum trotz Thomas Waldoch oder Marcin M. nicht haben.

Haut se wech…

Tip: 1-0 durch Gomez

 

Serbia - zero points

29. Mai 2008

Am Samstag ist es wieder soweit: Live-Fussek. Das ist zwar nur das letzte Testspiel der deutschen Mannschaft vor der EM, nach den Streichkandidaten Marin, Helmes und Jones, doch besser als nichts. Das Methadonprogramm in Gelsenkirchen ist die Alternative zu Erfurt-Fortuna Düsseldorf oder Union Berlin-RWO oder VfL Leverkusen gegen Fortuna Köln in Liga 5. (!!!).

Die Serben haben wie die Kroaten und Slovenen sowie Bosnier gut Fussballer, sind aber nicht qulifiziert zur EURO 2008. Die lahme 2. Halbzeit gegen Weißrussland in Kaiserslautern mit zwei Lehmann und Metzelderpatzern zeigte Probleme in der Defensive auf, die es in den nächsten 9 Tagen bis zum Start gegen Polen in Klagenfurt abzustellen gilt.

Der Test für die A-Elf soll Fragen klären, Hitz the Hammer oder Boworowski im Mittelfeld, Gomez oder Poldi im Sturm und wer spielt auf der rechten Aussenbahn in KLagenfurt.

Früher wären “serbic streetfighters” gekommen, solche Zeiten sind wohl vorbei, oder?

Tom, CB’93

 

Vienna Calling…

23. Mai 2008

Vorbei ist diese 45. Bundesligasaison erst eine Woche, da sind schon 6-7 Personalien geklärt (Hasch, Freier, Aza, Ono?) kommen/bleiben, Bechmann (Freiburg), Meichelbeck (Fürth) und Beylik (Donezk) sind weg. Der Dauerkartenverkauf für die neue Saison wird angekündigt, der !2. Platz zumindest stellt zufrieden.

Und die EM wirft ihre Riesenschatten voraus? Wer hat Karten, wer nicht? Wer fährt hin, wer hat wo sein Quartier? Holt die deutsche Natioalmannschaft mehr Punkte als 2000 und 2004, nämlich 1 Punkt und schießt mehr als ein Tor. Alle hoffen ja.

Der Rookie Trebbe fährt nächste Woche nach Insbruck, dann folgen Drohnie, Mani und Kai. Patient, Wuppec und Dirk sind ebenfalls in Klagenfurt eingebucht, genau wie der Coach, der Andy Weiß und seine Folks, weitere Leute werden Olec, Schappis, Calle, die Griechen, Bernd, Olli (?) und Co sein, es ist also auf jeden Fall wieder eine COMMANDO-Truppe vor Ort.

Doch wie ist die Euphorie iN Deutschland? Wie 2006? Wie ist das Public Viewing? Läßt sich der Ausfall britischer Teams verkraften?

Und vor allem, kommen wir Deutsche ins Halbfinale nach Basel? Dann wäre auch ich dabei…hihi

Fragen über Fragen…

Herberger wußte die Antwort, die Antwort ist auffem Platz…

Tom, CB’93

 

 

Vorbei

21. Mai 2008

Nun ist es vorbei, es war doch schön. Nur am Ende nicht mehr so, die Saison endete wie Kaugummi, das 1-2 gegen Rostock typisch. Die zweite Niederlage gegen Hansa war erneut Folge einer unterirdischen Leistung vor 18.000 Fans im ostkurvengesperrten Ruhrstadion. Es hing von uns das alte ULTRAS Tribuna Sud und das vom Radevormwald Sektion CB’93.

Das 1-0 durch Mavjrai lies noch hoffen auf den 10. Platz, aber das 1-1 folgte prompt durch einen Latufehler. Die Fans forderten selbst nach dem 1-2 noch Meichelbeck. Zum 2-2 reichte es nicht mehr.

Der Rostocker Block machte viel Rauch und Stimmung und benahm sich später ordentlich daneben , was zeigte, dass die DFB-Strafe gegen Bochum seine pädagogische Wirkung voll entfaltet hatte.

Naja die Neuverpflichtungen zeigen, nächstes Jahr will und muss man bis zum 34. Spieltag alles geben.

Schöne Ferien, ihr Spieler.

Tom, CB’93

Ich bin mit der Gesamtsituation zufrieden!

11. Mai 2008

Als am Mittwoch Nürnberg den MSV schlug, war der theoretische Klassenerhalt geschafft. Das war überfällig und hochverdient; aber glanzvoll war es nicht, denn man hatte zehn oder elf Spiele nicht gesiegt und zuletzt gegen Bielefeld und Schalke nicht mal das Tor getroffen. Samstag im Wildpark beendete man die Flautenphase und schlug durch ein Traumtor von Azouagh - im “Manni der Libero-Style”, durch Dabros (”Maskenmann”) Kopfballtreffer und Sestaks Tor den ebenfalls schwächelnden KSC mit 1-3.

Mit einem Heimsieg gegen Hansa am nächsten Wochenende wäre die 44 Punktebilanz im Endeffekt mit den bescheidenen Mitteln sehr zufriedenstellend. Note 2. Leider ist bei dem Spiel die Ostkurve leer, weil in Bielefeld ein Ordner sehr schwer verletzt wurde und einige Bochumer durch einen richitg lauten Knall und die Explosionsfolgen geschädigt wurden.

An dieser Stelle möchte ich zunächst mal die Hoffnung ausdrücken, dass der Ordner wieder schnell ganz gesund wird und möglichst keine Langzeitfolgen davonträgt. Was da passiert ist auf der Alm, muss aufgeklärt und genauso bestraft werden, wie es sich für eine versuchte schwere Körperverletzung üblich ist. Dass BILD am Donnerstag drei Fotos von Opfer und Täter ganz dick druckt, wirft die Frage auf, wieso die Springerpresse an solche Daten der Polizei rankommt, die ja wohl eigentlich für den Dienstgebrauch gedacht sind. Vielleicht gibt es auch andere Quellen, dem Opfer ist damit nicht geholfen. Eher schon durch die Spende des VfL, der auch beim Schalkeheimspiel noch mal sehr sachlich bemüht war die Sache zu kitten. Den Machern der BILD kann man nur raten wie im Ärztesong “lass sie reden” sich wieder auf “ANGST, HASS, TITTEN und den WETTERBERICHT zu konzentrieren!”. Schade, man hätte über die tolle Arbeit des VfL der letzten Jahre berichten können, doch der typische Spießer hört vermutlich lieber, wie wilde, böse Horden von links, rechts und dem Fußball sein Leben bedrohen und vergessen wir dabei nicht die hohen Spritpreise. Widerlich, diese Art der Zeitungsmache, der Familie des Opfers hilft das sicher genausowenig wie der fairen und notwendigen Aufarbeitung der Geschehnisse.

Im übrigen gabs Pfingsten etwas sehr schönes für mich. Ich saß in einer Kölner Pinte und guckte die Premierekonferenz, da gabs faktisch den VfL nicht. Dann fiel das 0-1 durch Azouagh und ein Rentner sagte, “Mensch, die in Bochum zaubern immer wie Talente wie Haschemian, Christiansen, Gekas und Sestak hervor und müssen jede Saison wieder neu aufbauen!”. Das hat mich ein wenig stolz gemacht und da wußte ich, auch wegen der Reaktion des Clubs auf die Vorkommnisse letzte Woche, dass ich gerne ein Bochum-Fan bin. Auch wenn dieses Leben nur 22.000 teilen, es kann halt jeder Idiot Schalker werden oder Dortmunder, aber ich bin einfach froh, dass wir im dritten Jahr in der Bundesliga sind.

Tom, CB’93