2-0

6. Juni 2020

Wäre Donald Trump VfL-Fan, würde sein Fazit nach gestern so lauten:

Awesome. Bochum has won against Saint Pauli with two nill. The hamburgers had no Chance and lost. Victory again over Antifa. The Team in white and blue did an excellent job and the other teams watch us rise to the 6. place. We deserve more, the fans are excited without even being there. Dresden is destroyed now, Wiesbaden too. Schalke are not even able to score one single goal, total loosers. The media claim we are just second division but they lie I bet. Total Loosers. They know as much about soccer as Nancey Pelosi. Terrible Person.
We are now in a good position and the trend is our friend as they say in wall street. With the help of Jesus-Banner on the fence the bar of god prevente a japense goal. They only reason we are not playing against Bayern and Dortmund next yaer will be the summer break - and the good damm Democrats. Dortmund also look like honey bees. What a silly joke. Thanks to Thomas Rice we are on our march. He did a great Job like Sesi. I would like to thank them making Bochum great again. Our Manager Bruce Willis will make plenty of money with our name.
We are the Corona Champions! Only terrible reporters doubt this.

Aber auch ohne diese kindliche Innenschau des Narzismus, der die Welt bewegt, kann man sich doch sehr freuen als Bochumer. 39. Punkte hat der VfL nun nach dem 3. Heimsieg in Serie und ist somit fast gerettet. Es fehlt vermutlich nur ein Sieg aus den Spielen gegen ?, Osna, Fürth und Hannover.

Und so souverän wie Bochum gegen die Hamburger spielte, wird auch noch etwas mehr kommen als nur der Klassenerhalt, man kann in der TV-Tabelle klettern. Die Fan freut das alles sehr.

Bochum hatte mit Tesche, Gamboa Erfahrung reingebracht, dazu Winztheimer, der zweimal fast das 2-0 gemacht hätte. Der VfL hatte gegen eine junge FC St. Pauli Truppe mehr vom Spiel und ein ungeschicktes Foul brachte den Elfer durch Zujl. 1-0 in der Minute und der VfL legte nach, hatte dabei aber immer Maß in seinen Aktionen. Reis hat nach dem Fehlstart in Januar - und nach Dutts Rohrkrepierer im Sommer 19 - das Team nach dem 3. Start geeint, homogenisiert und kann die Offensiven Ausfälle kompensieren. Wintzheimer spielte für Ganvoula garnicht schlechter als der von Ajax und Co gejagte Striker. Auch Blum, Zolli und nBapoh, sie wurden ersetzt, wie Maier von Zulj und Decarli von Leitsch. Dennoch fehlte nix gegen die Piraten von der Alster, die mit einer sehr mutigen Aufstellung von Jos kein Land sahen an der Castroper.
Das 2-0 fiel zunächst nicht und der Japaner in Diensten der schwarzen Trikots traf nur die Latte. Riemann hielt auch in 5 Spiel der letzten 6 den Kasten sauber, mit Spukke, Glück und Routine. So soll es sein. Leider konnten die vielen erleichterten VfL-Fans nur vor dem TV die Steine von der Seele plumpsen lassen. Wir bleiben drin, gehen nicht pleite und stehen vor spannenden neuen Aufgaben, also Sesi.

Mit Thomas Reis, Zulj und Lampro stachen seine letzten Leihen bzw. Trümpfe, Glück gehört manchaml auch im Leben dazu. Es hätte anders kommen können, aber Leitsch wurde eher gesund als gedacht und machte gestern dann auch das hochverdiente 2-0. Jubel im leeren Rund, Freude vor dem TV. Bochum ist 6. und schaut nun kaum noch nach unten, sondern nach vorne.

Kann man Ganvoula, Soares, Oseit-Tutu und Co halten und nächstes Jahr überraschen, was diese Saison am Anfang nur negativ gelang. Was war mit Pauli? Wenig, sie müssen weiter zittern und auch wenn es am Ende reichen wird, sie taten offensiv zu wenig und waren defensiv oft zweiter Sieg.

Bochum gewann hochverdient und pulverisierte meinen 1-0 Tip, ein 3-0 oder 4-1 wäre auch möglich gewesen.

Nun hoffen wir auf das Ende von Corona, den Rückkehr zu Normalität, mit Fans, Wurst und der Atmo in unserem Wohnzimmer. Hurra wir leben noch, können unseren Angstgegner besiegen und über die Mängel der ersten Saisonhälfte legen wir mal den Mantel des Schweigens.

Acht Spiele unbesiegt, man of the match Soares, wir wollen 6. werden oder so.

Make Bochum great again, davon träume ich ja immer noch. Warum auch nicht.

Tom;CB`93

1-0

5. Juni 2020

Ich tippe ja oft nicht so gut, viele Sicherheitstipps, viel Remis. Die letzten drei Tipps von mir waren aber in der Tendenz richtig. Ok das 1-1 gegen KSC war ein 0-0, das 2-2 gegen den Club wurde auch ein 0-0. Das 2-1 gegen Kiel hab ich richtig getippt, ihr könnt das kontrollieren. Bei Kicktipp liege ich bei der 1. Liga gut im Rennen, das liegt aber daran, dass da immer viele Leute abspringen und dann tippe ich Ligen ohne Bochum irgendwie besser, vermutlich emotional befreit. Zweite Liga tippe ich nicht so pralle. Und ja, ich bin etwas abergläubisch, wenn ich jetzt 6-0 tippe - wie einst anno 1997 gegen Sankt Pauli in der Liga 1 -, dann kommt es schlimm für das Heimteam, Karma und so. Umgekehrt, am Millerntor hat Bochum schon oft verloren und noch öfter nicht gewonnen. Aber wir spielen heute ja im Ruhrstadion, nur ohne Zuschauer. Gut, 25.000 Fans werden zum ersten Mal bei diesem Duell fehlen, das ist nun so. Diesmal, 2019, spielte man in der Hinrunde 1-1 und nun ist man Favorit gegen die Hamburger, die 1-1 beim KSC spielten. Also vom Papier her eine 1 beim Fußballtoto.

Sankt Pauli Hamburg hat 2011 mal 1-2 im Ruhrstadion gewonnen und ich glaube Dabro hat da ein Tor für uns gemacht und Braun-Weiß das Spiel noch gedreht, ungut war das damals. Warum spielt also der VfL heute abend 1-0 und ich tippe damit dann, falls es so kommt, zum vierten Mal richtig???? Nun, damit wäre der VfL Bochum zum 8. Mal ungeschlagen und der Abstieg 2020 wäre ziemlich theoretisch geworden, es sollte also Wille da sein. Die Bilanz wäre bei einem 1-0 komplett ausgeglichen und die 2. Liga fast endgültig gesichert. Dafür spricht auch, dass Luhukay heute mal wieder seine Abwehr halb umbauen muss, vor allem hinten Lawrence ist raus. Dazu kommen noch 4-5 andere Ausfälle, die wir aber auch haben, Tendenz da remis.

Hat man in der Winterpause den Topscorer Möller-Daehli verkauft, hat man mit Diamantakos nur noch einen, der weiß, wo das Tor steht, eventuell noch Benatelli und so.

Riemann ist hingegen in Topform, unsere Abwehr ist mit Monster Riemann und Gamboa, Leitsch, Lampo und Danilo in Topbesetzung, top drauf und damit theoretisch eine Mauer in weiß. Wir halten, zumal zu Hause, heute beim Freitagsspiel man hinten dicht. Aber vorne drückt Reis Team der Schuh, wenn mit Blum, Zoller, Bapoh und Maier Alternativen ausfallen, dazu fehlt Decarli. Also wie wird Thomas auf Hamburgs Beton reagieren? Wird es ein zähes Spiel wie KSC und FCN?

Ich persönlich verstehe Reis nicht, warum er Celozzi, einen typischen Savespieler Bella Kotchap vorzieht….also außer dass Celozzi vermutlich sehr viel mannschaftkompatibler ist. Aber fußballerisch ist das so wie die Offensive Leistung in Nürnberg - ausbaufähig…..ohne Stefano und mit Bella. Aber das ist nur mein Gefühl.

Aber vorne haben wir noch Wintzheimer und im Mittelfeld Eisfeld als Alternativen, leck die Ziege, das ist dünne. Wen bring ich rein, wenn die Paulianer doch führen, irgendwie?

Also, ein 1-0 heute, wir wären gerettet vor Dresden (1. Absteiger) und Wiesbaden und vermutlich der Relegation und das wäre das Ultimative dieses Jahr. Da kann man nun die Rollen von Sesi/Reis so und so sehen, es wäre enorm wichtig.

Wichtig wäre auch nach oben zu klettern in der Tabelle und nach der Rettung mal über allgemeine Dinge im Profifußball diskutiert, damit man nicht so wird wie Schalke, denn das aktuelle Schalke ist sowas wie das “trumpistische des dt. Fußballs”, irgendwo zwischen Hertha und HSV zZ.:

“Nennen Sie Gründe für ihre Rückerstattungserklärung!” Das muss man erst mal bringen. Und dann sich verpissen und sagen hat der Ticketshop gemacht.

Nein, sowas wollen wir in Bochum nicht, sowie so nicht, aber so schon garnicht.

Aber St. Pauli bleibt dennoch ein VfL-Angstgegner der letzten 5 Jahre, daher muss der Bock nun umgestoßen werden. Das Piratenschiff soll heute mal leck laufen und der VfL kann sich nach einem Heimsieg mal einen hinter die Binde kippen. Skol. Prost Moritz.

So soll es kommen. Das sind nette Leute in Hamburg aber die Punkte bleiben an der Castroper.

Daten von VfL4u:

Freitag, 05.06.20, 18:30 Uhr, Vonovia-Ruhrstadion

Schiedsrichter: Florian Heft (Neuenkirchen, pfiff den VfL zuletzt beim 3:0 gegen Heidenheim vor 3 Wochen)
Assistenten: Marcel Pelgrim (Hamminkeln-Loikum), Dominik Jolk (Köln)
4. Offizielle(r): N.N.
Video-Assistenten: N.N., N.N.

Hinspiel: STP - VfL 1:1 (08.11.19; Sobota; Zoller)

Voraussichtliche Aufstellungen:
VfL: Riemann - Gamboa, Lampropoulos, Leitsch, Danilo - Losilla, Janelt (Tesche) - Osei-Tutu, Zulj, Pantovic (Blum) - Ganvoula
STP: Himmelmann - Ohlsson (Zander), Östigard, Buballa (Carstens), Coordes - Benatelli (Flum), Knoll - Miyaichi (Flum), Sobota, Gyökeres - Diamantakos (Veerman)

Es fehlen, sind fraglich (letztere mit einem ? gekennzeichnet):
VfL: Decarli (Fersen-Op), Bapoh (Reha), Zoller (Außenbandteilriss), Blum (Wadenzerrung, zumindest ?)
STP: Buchtmann (Achillessehnen-OP), Ziereis (Meniskus-OP), Conteh (muskuläre Probleme), Lankford (Muskelfaserriss), Lawrence (Muskelfaserriss), Buballa (Oberschenkelzerrung, ?), Ohlsson (Schulterprellung, ?), Miyaichi (Knie, ?)

Seitenwechsler: Diamantakos, Benatelli (beide Ex-VfL, letzterer in der Jugend, aber eigentlich qua Geburt, da dem Frank sein Sohn), Maier (Ex-Paulianer)

Bilanz aus VfL-Sicht: Gesamt 7-14-13, Zweite Liga Gesamt 3-10-8, Zweite Liga Heim 2-4-4

Tom;CB`93

Die Null steht

31. Mai 2020

Der VfL Bochum bleibt auch nach diesem sicherlich überschaubaren 0-0 in Nürnberg im 7. Spiel ungeschlagen. Aber Bochum schaffte wieder nicht den möglichen 2. Sieg in Serie. Gegen eine auf dem Papier starke Nürnberger Mannschaft wählte Thomas Reis eine vielleicht zu vorsichtige Taktik, aber “mühsam ernährt sich das Eichhörnchen” und der VfL punktet erneut. Der nun 9. Platz ist das Ergebnis einer starken Zwischenphase der Bochumer Mannschaft, deren Grenzen man aber ebenfalls sah. Die zweite Liga bliebt brutal ausgeglichen.
Wieder mal Geisterspiel, wieder mal sammelten sich die Fans dank Corona irgendwo zum Gucken und wieder mal spielte der VfL Bochum auf 0-0. Ich kann mich an ein Spiel in Bielefeld erinnern, wo das Ziel ähnlich war und ein 1-0 auf der Alm die Entscheidung war. Da ist Bochum nun weiter. Diese Taktik ist legitim und zu Zeit erfolgreich, aber sie sieht natürlich nicht schön aus. Man steht aber damit über acht Mannschaften und mehr ist dieses Jahr - und war nie- mit diesem Kader drin. Insofern liefert der Trainer das, was mit den Spielern möglich ist.
Ganvoula wird angeblich von Ajax, Istanbul, Mainz und Schalke beobachtet, seine Leistung zur Zeit rechtfertigt das nicht wirklich. Lustig ist ja, dass dieser Spieler von Gelsenkirchen umworben wird, die ja ziemlich pleite sind und klar, gute Spieler, die wissen wo das Tor steht, brauchen, aber woher wollen die die für die Verpflichtung notwenigen Körner nehmen? Na gut, Thönnies, Gazprom und Co machen es möglich. Silvere müsste dafür in so für ihn gebauchten Spielen, einfach mal mehr Willen demonstrieren und genau wie Pantovic zeigen, dass er den unbedingten Willen auch wirklich mitbringt. Sicher ist Ganvoula für Bochum ein unersetzlicher Spieler, für die Bundesliga braucht man jedoch etwas Phantasie ihn dort dauerhaft zu sehen, selbst auf Schalke.

Aber insgesamt geht nun die Reistaktik immer besser auf und Bochum bewegt sich weiter Richtung Klassenerhalt, alles andere wäre dieses Jahr blabla.
Und Sesi profitiert von seinen Last-Minute Schüssen Lampo und Zujl, die allerdings eine schwierige Gesamtplanung besonders im Defensivbereich übertünchen. Nur Soares, der viel gefoult wurde beim FCN, ist von der Kickerstartformation noch im Abwehrstamm, Decarli und Lorentz spielen nicht, Oseit Tutu auf anderer Position.
Dazu kommen ungünstige Ausleihbedingungen, die es dem VfL für nächstes Jahr schwer machen, manche Leute zu halten. Aber auf der anderen Seite garantieren diese Leihspieler, dass Bochum nicht unter Dresden und Wiesbaden stehen. Die Bewertung der Arbeit des sportlichen Leiters fällt gemischt aus, die des Trainers so langsam positiv, obwohl das torlose Remis nun wirklich nicht schön war.
Es war nach Darmstadt, KSC das dritte torlose Remis in Serie und das ist vor allem deshalb gut, wenn ein Heimsieg folgt, der am Freitag gegen Pauli drin wäre. Wobei normalerweise….aber was in dieser Zeit schon normal, außer das Schalke immer verliert.

Bochum strebt den frühzeitigen Klassenerhalt an und Hack hatte eigentlich was dagegen. Einen missglückten Pass vom sonst untadeligen Leitsch, da tauchte Hack vor Riemann auf. Der Torwart ist zZ extrem stabil und siegte im 1-1. Als Hack in den Achtzigern vier Bochumer austanzte, verhinderte nur die Latte das 1-0 für die Franken. Man merkte daran, Nürnberg hat keinen Lauf und Keller versuchte vergeblich mit 5 Wechseln was daran zu ändern. Aber wir kennen das ja, “hasse Scheiße am Fuß, hasse Scheiße am Fuß”. Das gilt zur Zeit wohl für Nürnberg und Schalke, Fanfreundschaft im torlos bleiben.

Für Bochum wars ein Minischritt, der nicht gut aussah. Diese Strategie auswärts auf nullnull zu spielen untermauerte Reis mit der belastungssteuernden Auswechselung von Ganvoula. Celozzi bekam für Gamboa Spielpraxis und Bochums Serie hielt und gegen Sankt Pauli gilt es ne sieglos Serie zu brechen.

Wenn das gelingt sind wir auf einem guten Weg in merkwürdigen Umständen.

Das ist nicht gut, das ist nicht befriedigend, aber es ist vermutlich ausreichend.

Tom,CB`93

Zwei Siege in Serie

29. Mai 2020

Der VfL tritt morgen Mittag im Max Morlock Stadion zu Nürnberg an, das 1988 - damals noch von Franz Josef Strauß Gnaden - gebaut wurde. 2020 sind Bochum und Nürnberg Zweitligisten, beide müssen sich vor dem Fall in die dritte Liga retten. Damals war der Club stolzer Erstligist und spielte auf der Baustelle gegen AS Rom, Bochum war 1988 gegen Frankfurt im Pokalfinale. Der Koch ging ab bei Radioreportagen aus dem Frankenstadion und der Valznerweiher waren ein heißes Pflaster.
Das ist mittlerweile 32 Jahre her und Nürnberg stieg mit Boris Schommers aus Bundesliga ab, auch das ist in Bochum mit Wosz schon wieder 10 Jahre her.

Seitdem versucht der VfL wieder hoch zu kommen, aber bis auf 2-3 Jahre spielte man meist eher unten mit. So auch diesmal, Bochum kämpft um Punkte gegen den Abstieg, so auch der Club. Beide wollen nur noch drei Teams hinter sich lassen, beide entließen den Trainer und seitdem versuchen Reis und Keller den Traditionsclubs Konstanz zu geben. Wenigstens da hat der VfL die Nase vorn. Und fährt nun als Favorit ins Frankenland, zumindest für die Medien.

Bochum ist “coronaübergreifend” seit sechs Spielen ungeschlagen, Nürnberg kommt nach dem Neustart nicht aus den Puschen. Bochum siegte gegen Kiel 2-1 und ist nun etwas entspannter, ein Sieg auswärts und man hätte eine Vorentscheidung im Abstiegskampf, auch ein Remis könnte helfen.

Nürnberg steht brutal mit dem Rücken zur Wand und Jens Keller hat eine gruseligere Ausbeute als sein Vorgänger. Fast könnte man meinen, die Franken wechselten noch mal das Pferd.

Eigentlich der Moment, wo Sesi und Reis ihre Kritiken genießen könnten, nach all den Schmähungen und Zweifeln. Doch dafür müssen die Profis mitspielen, dafür muss der Kader, die 18, die Samstag mitfahren, die Elf auf dem Feld, voll fokussiert sein. Und dann wäre es der ZWEITE SIEG in SERIE.

Aber schaffen die Spieler des VfL, die Ganvoulas, die Janelts (für Tesche?), Osei-Tutu für Pantovic sich zu konzentrieren, damit der Club seine individuelle Klasse nicht abrufen kann.

Das gelang beim 3-1 im Hinspiel und wie beim Heimsieg gegen Hannover am 14.12. hatte ich beim Sieg gegen den FCN den Eindruck, dass die Clubberer ihre PS als Team nicht aufs Feld bringen: Das sollen sie auch morgen nicht tun.

Aber es wäre nicht Bochum, wenn man nicht vor genau sowas Angst haben müsste.

Bochum verpennt ne Phase und gerät in den Rückstand. Umgekehrt ist eine Führung gegen Nürnberg meist der Sieg.

Also wäre mein Tip für morgen eigentlich ein 1-1 und das fänd ich ok.

Aber es kommt anders, 3-1 für die Franken.

Wuppec würde sagen, Halt die Klappe.

Die Statistik von VfL4u:
Samstag, 30.05.20, 13:00 Uhr, Max-Morlock-Stadion

Schiedsrichteransetzung wird erst am Spieltag bekanntgegeben

Hinspiel: VfL - FCN 3:1 (04.11.19; Danilo, Lorenz, Wintzheimer; Sörensen)
Heimbilanz FCN diese Saison: 3-6-5
Gesamtbilanz FCN - VfL: 14-12-25

Voraussichtliche Aufstellungen:
FCN: Mathenia - Sorg, Sörensen (Margreitter), Mavropanos, Handwerker - Geis, Nürnberger - Dovedan, Behrens, Heise (Hack) - Ishak (Zrelak)
VfL: Riemann - Bella Kotchap (Celozzi, Weilandt), Lampropoulos, Leitsch, Danilo - Losilla, Tesche - Osei-Tutu, Zulj, Pantovic - Ganvoula

Es fehlen:
FCN: Klandt, Mühl, Margreitter (fraglich), Valentini, Misidjan,
VfL: Decarli, Blum (fraglich), Gamboa, Bapoh, Zoller

Tom,CB´93

Der neue Spuk der blau-weißen Serie

27. Mai 2020

Der VfL Bochum siegt 2-1 im 2. Geisterheimspiel gegen Holstein Kiel, damit ist der VfL DER Sieger der Zeit nach Corona im unteren Teil der 2. Liga. Dieser heutige Sieg ist - wie jeder Sieg - enorm wichtig. Die Erleichterung der Fans vor dem Fernseher war groß, das 2-1 hielt bis der gute Schiri das Spiel abpfiff.

Dabei war die Serie, die zunächst hielt, 5 Stunden ohne Gegentor in der 74. Minute hinfällig. Da machte Meffert nach einer Ecke das 1-2 für Kiel und etwas schwamm Bochum dann auch bis zur 94. Minute. Dann war das Spiel aus, Bochum mit 7 Punkten ohne Fans nach der 2. Pause der Saison, dazu der 10. Platz. Reis hat den Tournaround nach einiger Anlaufzeit geschafft. Das hätte ich nach dem schwachen Start gegen Bielefeld nicht gedacht, umso mehr freue ich.

Natürlich kommt nach wie vor die Stimmung der Spiele kurios rüber, wenn Bayern im leeren Westfalenstadion 0-1 siegt oder Bochum eben 2-1 gegen Kiel. Das Genießen des Sieges ist zumindest für mich gleich wie vor Corona. Die Erinnerungen des Geruches des Stadions von Fiege und Bratwurst, der Schnack mit den Freunden und dann im besten Fall der Sieg……das ist anders, aber schön war das Gefühl um 20.20 Uhr dennoch.

Dabei begann Bochum in weiß abwartend, Kiel spielte in Rot zunächst aggressiver und hatte mehr vom Spiel. Bochum blieb 42. Minuten ohne echte Torchancen. Blum, Bapoh und Zoller fehlen der Mannschaft als Alternativen, Pantovic zunächst zurückhaltend nach vorne.

Kiel hat eine Riesenchance, als aber das 0-1 dennoch nicht fiel. Kiel war besser als Karlsruhe in der Spielanlage, aber der KSC hatte größere Chancen, beide überwanden Riemann nicht in der 1- Halbzeit. Und dann kam Bochum wieder besser aus der Pause.

Und dann machte es Tuttut. Osei frei vor dem Keeper der Kieler, er netzt ein zum 1-0. Kiel wechselt dreimal, aber Bochum machte wieder einen tödlichen Pass durch den demnächst gelb-gesperrten Gamboa und Ganvoula das 2-0. Bähm, sollte es so laufen wie gegen Heidenheim.

Nein, so lief es nicht gegen das Holzbein, aber das 2-1 hielt und hatte bestand. Riemann diskutierte noch, vielleicht über das fast 2-2 eines Holsteiners.

Aber es siegt erneut Bochum, das in drei Monaten ungeschlagen ist und nun mit breiter Brust nach Nürnberg fährt zu Pfingsten.

Ach Mensch, was hätte ich Bock den Klassenerhalt zu feiern. Aber wenn es so läuft wie bisher, dann nehm ich von dem Scheiß noch etwas mehr.

Ist fast wie parfümierte Scheiße…..

Tom;CB`93

Wenn das dritte Holzbein im Geräteschuppen bleibt

26. Mai 2020

Die englische Woche geht heute weiter, mit dem Spitzenspiel der Bundesliga, Dortmund gegen Bayern, zur Ermittelung des ersten deutsche Geistermeisters 2020. Wow, hört sich klasse an. NOT: Genauso künstlich wie El Classico, aber vor allem finde ich Dortmund hat sich ein Beispiel an den Bayern genommen und sehr viele Spieler für Prestige geholt. Aber das soll nicht mein Problem sein genau wie die Ausgliederung von Schalke ist das, was
Morgen sind wir Bochumer also dann wieder dran, der VfL spielt gegen Kiel um 18.30 Uhr im Wohnzimmer und hofft seine kleine Serie, drei Spiele ohne Gegentor, fortzusetzen und natürlich will man gewinnen. Und wie man gegen Heidenheim gesehen hat und 60 Minuten gegen den KSCm, dieses VfL-Team ist mental besser gewappnet als in der Hinrunde, aber weit davon entfernt konstant zu sein. Da sah man 30 Minuten die Karlsruher, die 3-0 hätten führen können. Und dann zeigte Bochum, was sie könnten, wenn sie immer so fokussiert wären. Wenn…..

Und nun kommt Holstein Kiel, eine Gegner, gegen den Bochum noch nie gewann, nur irgendwann mal 2002 im Pokal, wie die Gurus von VfL4u rausfanden- Aber uns muss klar sein, morgen gegen die Schleswiger und bei den Franken, das wird wieder harte Arbeit, ob mit, ob ohne Fans, für den VfL ist mit diesem Team ALLES harte Arbeit, selbst wenn se wie bei WERNER gegen Holzbeim Kiel spielen würden, sie hätten Probleme die Performance 90 Minuten zu bringen.

Bochum selbst muss auf Zoller, Decarli, Janelt, Bapoh und vielleicht auch Blum verzichten. Da fehlen etwas die Alternativen vor allem nach vorne, da kommt es sehr darauf an, dass die Übrigen mental top drauf sind. Aber gegen Heidenheim waren sie es ja und siegten glatt 3-0, eine solche Wiederholung wäre auch gegen Holstein Kiel erwünscht. Aber was man sich zu sehr wünscht….

Kiel selbst siegte im Hinspiel 2-1 und das obwohl Bochum einen obskuren Elfmeter bekam, wo ein Spieler, vorher außerhalb des Spielfeldes, den Ball von Ganvoula innerhalb stoppte, eine Kuriosität. Aber wir waren ziemlich schwach und verloren 2-1.

Morgen wäre ein 1-2 bitter, aber möglich, falls wir wieder eine 1/2 Stunde verpennen. Aber vielleicht kriegt das Team auch die Kurve und gewinnt nochmal zu null, dass das wichtig und nötig wäre, darüber brauchen wir nicht mehr zu reden.

Drei Siege aus den restlichen sieben Spielen und der VfL bleibt drin. Die Frage, wie man diese komische Situation bewertet, aus VfL-Sicht, hängt sicherlich stark von dem Ergebnis der Saison ab. Als Fan hofft man auf den Klassenerhalt, aber hofft man auch auf einen Erhalt des Status Quo und des Systems Profifußball? Nicht nur die Ultragruppen der Verein stehen diamentral gegen, auch die eher konsumorientierten Fans finden Riberys Goldsteak, Sanes Klamotten und Geisterspiel eher schräg als spannend.

Auf der anderen Seite, interessiert alle Fans zunächst mal das Abschneiden ihres Teams und ihre Bewertung des Ganzen. Aber so nimmt auch das Produkt Profifußball Schaden, die ganze Sache von der WM in Kuwait, über Club-WM, Neymars Spinnereien bis hin zum größten Scheiß vom Merchandise stellen die Geduld der Fans auf die Probe, so das ein zurück und weiter so nicht einfach möglich ist.

Aber wie geht es weiter im Herbst?

Nun Bochum spielt dann hoffentlich gegen Duisburg in der 2. Liga ein Derby und fährt auch wieder an die Kieler Förde, um da eben nicht 3-0 zu verlieren wie 2017. Da kann gerne alles so bleiben wie es ist.

Aufs Kiel Entwicklung können wir in Bochum nur neidisch blicken. Der Club, der für uns Bochumer vierzig Jahre gefühlt unterklassig war wie Preußen Münster, hat uns überholt wie einst Mainz, Freiburg und Augsburg vor 10 Jahren.

Und das Ding ist wir tollen Fans, für die wir uns so gerne halten, treu und leidensfähig, sind auch schuld. Denn während wir den Kommerz beklagen, stolze Traditionalisten des Fußballs sind, meckern wir, wenn wir sportlich im Hyperwettbewerb stagnieren oder zurückfallen.

Dann heißt es (auch natürlich “der raus” und “der raus”), aber bloß alles mit Fiege, Karabalta und Kacors Jupp, Romantik meets Mittelstand!

Es ist leicht, wenn man für den alten Fußball von Ahlenflelder, Lameck oder Gerland ist, aber dann doch kalte Füße bekommt und Angst hat ausgliedert zu werden und zum Pappaufsteller und Statist der Werbeindusturie zu werden. Das ist ein Dilemma und das gab es weit vor Corona.

So freue ich mich dennoch wieder auf diese amputierten Heimspiele, die manche heimlich im Darkroom gucken in Gruppen, weil es meine Erinnerung an die Jugend ist, die vergeht, ja vergehen muss. Aber dass das so hart wird, dass haben wir schon RBL, Hopp und Leuten wie Rummenigge zu verdanken.

Da fühlt sich Bochum gegen Kiel noch erdig an, obwohl es das auch schon nicht mehr wirklich ist als Geisterheimspiel.

Ach ja, den Gegner habe ich recherchiert, das sollen die Kollegen von Einsachtvieracht machen, ich tippe aus dem Bauch 2-1, Heimsieg.

Lass kesseln, Thomas.

Statistik von VfL4u:

Mittwoch, 27.05.20, 18:30 Uhr, Vonovia-Ruhrstadion

Schiedsrichteranestzung wird erst am Spieltag bekanntgegeben

Hinspiel: KSV - VfL 2:1 (25.10.19; Lee, Serra; Ganvoula)

Voraussichtliche Aufstellungen:
KSV: Gelios - Neumann, Wahl, Thesker, van den Bergh - Porath (Özcan), Meffert, Mühling - Reese, Lee, Iyoha
VfL: Riemann - Gamboa, Lampropoulos, Leitsch, Danilo - Losilla, Tesche - Pantovic, Zulj, Osei-Tutu (Weilandt) - Ganvoula

Bilanz aus VfL-Sicht 0-2-3 in 2. Liga / 1-2-3 Gesamt (ein Sieg im Pokalspiel 2002)

Kleine Info-Häppchen am Rande:

- Serra mit Bochumer Vergangenheit, Hille Weilandt mit Kieler.
- Tesche wird am Spieltag 33.
- Erinnert sich noch einer an unseren kuriosen 11er aus dem Hinspiel?

Tom; CB`93, P.S: Gruß an Martin Busche und Jan S. aus Steinkuhl, die sich unnachahmlich auf Facebook verbal duellierten ;-)

“Sagen wir unentschieden!” (der schwarze Ritter aus Monty Python)

24. Mai 2020

Für die vielen Freunde der Mathematik, die Leute von VfL4u und die Statistike des Kicker war schon längst vorher klar, Bochum gegen Karlsruhe in der 2. Liga, das geht zumeist remis aus. Und so kam es dann auch im umzubauenden, leeren Wildparkstadion, Unentschieden. Der VfL Bochum bleibt im Mai wie im März 2020 ungeschlagen, verpasst aber dennoch den möglichen Befreiungsschlag. Deutscher Coronameister 2020 wird eh nur der Schalker Fan als Geisterbahnmeister von Tönnies Gnaden - ohne Tore. Der VfL Bochum ist eher solide in “die 3. Runde der Saison” gestartet, das 0-0 auswärts kann man nehmen, hört sich nur nicht sexy an.

Bochum hatte eigentlich auf Rückenwind gehofft nach dem formidablen 3-0 gegen Heidenheim. Der KSC hingegen hatte zuletzt gesiegt und davor mal verloren, davor irgendwie zuletzt im Dezember, wenn ich den Einsachtvieracht-Podcast richtig verstanden habe. Beide Teams also unten und dennoch im Aufwind, das hat sich am Ende neutralisiert. Das habe ich mir fast gedacht, aber der Tip von 2-2 impliziert Tore, doch die fielen nicht. Vielmehr war das 0-0 von der Ausbeute her ein krasses Kontrastprogramm zum 3-3 der Hinrunde, aber es war dennoch genau so wechselhaft heute. Beide Teams haben vorne die 1-1 Dinger nicht gemacht; Riemann und Uphoff mit Bestnoten.

Die Badener begannen von der 1. Minute stark und hatten 3-4 fette Torchancen, doch Manuel Riemann war bester Mann der Roten. Den ersten und zweiten Hundertprozentigen holte Manu raus - im 1-1 und auch die gefährlichen Standards parierte Riemann. Die Karlsruher agierten und Bochum schaute entfernt so zu, dass man mit dem 1-0 minütlich rechnete. Es fiel zum Glück nicht. Bochums Keeper brüllte die Spieler an (Philipp macht vielleicht einen Sonderbericht über die Sprachwahl, Special needs) und versuchte die eigene Truppe wachzurütteln, die gegen Heidenheim so total hellwach war. Es gibt wohl doch einen Heimvorteil im leeren Stadion.

Aber der KSC vergab insgesamt 4-5 Großchancen und Leitsch und Lampo fanden sich ein, irgendwann. Osei Tutu groovte sich nicht ein und musste nach 34 Minuten runter, Höchststrafe nach einem perfekten letzten Match. Da wusste endlich auch der Skyreporter, wer Rot und wer Blau ist. Der Otto ! Da spielten nun auch die Westfalen mit, da hatten sie nun die Kontrolle übernommen, die Reihen standen enger und man hatte sich auf die Nickligkeiten der Gastgeber eingestellt.

Pantovic für OT brachte etwas mehr Drive rein, Zoller kam nun über die andere Seite und man hatte nun was vom Spiel. Die erste halbe Stunde gehörte dem Heimteam, nun gehörte das Spiel etwas mehr dem VfL. Die erste dicke Chance für Bochum war nun auch nicht das 0-1, das wäre zu diesem Zeitpunkt auch sehr glücklich gewesen.

Der VfL startete indes überlegen auch in der 2. Halbzeit und Ganvoula hatte zwei Riesenchancen zum 0-1 und als Zoller seine Chance hatte, da war mit 5-4 das Großchancenverhältnis ausgeglichen. Die Nordbadener hatten aber wesentlich mehr Körperlichkeiten zu bieten als die Schwaben der Vorwoche.

Bochum wehrte sich, brachte Weiland und Maier für Zoller und Losilla, ab der 75. Minute ging Reis fast all in zu gehen, aber es stand immer noch 0-0 und der Spielfluss verflachte. Nun war es oft nur noch nicklig, zerfahren und der Spielfluss litt. Aber dennoch hätte der VfL in Führung gehen müssen und wäre mit 34 statt 32 Punkten einer der Gewinner unten gewesen. Es sollte nicht sein, weil die Gastgeber eben auch alles reinwarfen. Vorne fehlte ihnen aber die Präzision und Ganvoula wurde seinerseits noch einmal doppelt geblockt, das wars für ihn.

Auch Bochum traf nicht, hat aber nun drei Spiele in Serie ohne Gegentor, für Bella Kotchap wird es schwer in diese Abwehr zu kommen. Vorne werden den Bochumern Mittwoch gegen Kiel nicht nur Bapoh, Blum und Zoller fehlen, es wird eine erneute Herkulesaufgabe gegen das Holzbein zu siegen.

Denn von einer Konstanz ist dieser VfL weit entfernt, sodass jedes Spiel eine Achterbahnfahrt ist, so auch dieses, was unspektakulär 0-0 endete.

Reis hat tatsächlich hinten dichtgekriegt, die Bochumer Spieler wehren sich mehr, aber am Mittwoch müssen die Bochumer an der Castroper siegen, denn unten bleibt es eng, für DD; WW und den KSC. Und diese Liga ist oben wie unten erstaunlich homogen.

Da sagte der schwarze Ritter ohne Arme und Beine: “Sagen wir unentschieden!”

Und ich widerspreche nicht.

Tom, CB’93

Wenn jedes Spiel ein Auswärtsspiel ist

22. Mai 2020

Ein Gastbeitrag von Martin Bursche:

Am Sonntag spielt der VfL gegen den KSC um sechs Punkte. Vor Corona wäre ich mitgefahren, unseren VfL unterstützen. Wie so oft in den letzten 50 Jahren. Ich kann nicht anders. Wenn wir Fans im Stadion gemeinsam „1848, unsere Heimat, unsere Liebe, in den Farben Blau und Weiß“ anstimmen, kriege ich Gänsehaut. Wenn Grönemeyer „Bochum“ singt, muss ich oft weinen.
1985, nach dem Abi bin ich losgezogen, quer durch die Republik: Münster, Hamburg, Berlin, Dresden, Saarbrücken, wieder Berlin, wieder Saarbrücken, wieder Hamburg. Immer den Jobs nach,

In all den Städten hatte ich viele Freunde gewonnen, die aber auch oft wieder gegangen sind, wenn ich weg war. Aus den Augen aus dem Sinn. Meine Liebe zum VfL, zu Bochum, zum Ruhrgebiet ist immer geblieben. Kürzlich hat der VfL ja diese Soliaktion für die Bochumer Gemeinschaft gestartet und Musiker im Stadion für einen guten Zweck spielen lassen. Beim TV-Schwenk über die Stadt ist mir im ganz anders geworden. Ich hab in meiner Hamburger Wohnung an meine sehr alten Eltern in Weitmar-Mark gedacht, mich gefragt, was die jetzt wohl so machen, bei Corona. Ich wusste, es geht ihnen nicht gut damit. Ich habe meiner Schwester in Sundern eine SMS geschickt, weil die die sich rührend um die alten Leute kümmert. Ich habe meinen Bruder telefoniert, der aus Duisburg angefahren kommt, wenn meine Schwester nicht kann und meine Eltern Hilfe brauchen. Das passiert ziemlich oft. Ja, wir sind echte Bochumer und wir Brüder zu 100 Prozent VfLer. Für uns gibt es kein Leicester City, keine Fanfreundschaft zu Bayern. Für uns gibt es nur den VfL.

Wir waren sechs als Papa zum ersten Mal mit uns ins Stadion gegangen ist und wir noch so klein waren, dass wir unter dem Drehkreuz drunter kriechen konnten, Papa deshalb keinen Eintritt zahlen musste. Ahnung von Fußball, hatten wir Dötze nicht, aber jeder eine kleine VFL Fahne in der Hand. Auch der Support klappte noch nicht so recht. Statt VFL riefen wir „Faules L“. Das war lustig, ja, aber auch richtig laut. Deshalb muss mir heute niemand erzählen, der aus Grumme, Harpen oder Hofstede nie rausgekommen ist, einen Steinwurf vom Stadion wohnt, was ein echter Vfler zu tun oder zu lassen hat, was er so denken soll und was nicht. Ich bin einer, wenn auch ohne Dauerkarte, die hatte ich noch nie. Sie lohnt nicht, wenn alle Spiel Auswärtsspiele sind, auch die in Bochum. Freitags kann ich nur selten, Montags eh nicht und Sonntags 17.30 Uhr ist auch scheiße. Mein Geld für die Dauerkarte investiere ich in die Bahn. 200 Euro hätte mich der Trip von Hamburg nach Karlsruhe und zurück gekostet und 16 Stunden meiner Zeit. Das bedeutet jede Menge Einsamkeit. Andere Bochumer treffe ich im Zug fast nie. Wir sind ja nicht so viele. Dabei wäre Quatschen cool. Vor Auswärtsspielen wie das jetzt in Karlsruhe habe ich oft Schiss um unsere Verein. Warum auch immer. Aber sag das mal deinem zufälligen Sitznachbarn im Zug. Der hält mich doch für bescheuert. Also besser nichts schweigen und hoffen, dass vielleicht Philipp Rentsch schon seinen Text auf Facebook geschrieben hat oder Tom McGregor seine Kolumne. Damit es überhaupt mal irgendwo um den VFL geht, in den vielen Stunden Fahrt.

Sonntag ist der KSC ja keine wirklich Übermannschaft und eigentlich ist der VFL doch gut drauf. Unser griechischer Neuzugang stabilisiert die Abwehr, Osei-Tutu kann offenbar besser stürmen als verteidigen. Gut zu wissen, wird auch Zeit. Ganvoula scheint wieder in Form zu kommen, ist Blum eigentlich wieder fit? Das wäre gut. Schon Darmstadt war ja ganz okay. Da war ich natürlich auch.
Doch der VFL spielt ja mal so und mal so. Sandhausen war bitter, Kiel eine Unverschämtheit, Bielefeld hatte ich keine Zeit, Gott sei dank. Aber Wehen war cool, Dresden mega. Man kann also nie wissen und das beste hoffen.
In Karlsruhe selber und sonst wo auf der Fußballwelt wartet mein Bruder auf mich. Von Duisburg aus ist er früher in Karlsruhe als ich, beim Spiel in Kiel hätte ich die Logistik klar gemacht. Das bedeutet Schließfach für das Gepäck reservieren und ist nicht profan, sondern essentiell,
In vielen Stadien ist ja Rucksackverbot, auch in Bochum. Wir müssten dann draußen bleiben, nur wegen des beschissenen Gepäcks. Kaffeetrinken am Karlsruher Schloss, während nebenan der VFL spielt. Da will ich gar nicht drüber nachdenken. Ist auch noch nie passiert. In Karlsruhe dürfte das Gepäck auch kein Problem sein. Mein Zug fährt in Hamburg um kurz nach fünf Uhr morgens los, ist um 11:16 Uhr da. Da wird noch was gehen am Schließfach. Der nächste ICE käme erst um 12.50 Uhr an. Da wäre alles zu spät. 13.30 Uhr ist Spielbeginn. 17.10 Uhr geht es zurück nach Hamburg. Mit drei Punkten. Was sonst, Ankunft in Hamburg 23.09. Dann war ich gut 16 Stunden unterwegs. Glück auf, VFL.

Wie immer an dieser Stelle ein Gruß, diesmal an Tom McGregor, der mir erlaubt hat, meinen Gedanken hier freien Lauf zu lassen.

Traditioneller Vorbericht von Tom MacGregor:

Hier direkt zu antworten, hätte dann was von June Carter und Johnny Cash in ihrem Duett “If you were a Carpenter und I was a Lady!”. Etwas schwülstig.

Daher schreib ich hier nur kurz die Spieldaten, die Situation ist unverändert: knallharter Abstiegskampf oder - wenn man 8 mal siegt Relegation gegen xy. Spinnen soll erlaubt sein. Auch in Zeiten der Pandemie hofft der VfL-Fan, dass er am Ende besser dasteht als vorher, die Hoffnung stirbt zuletzt. Vielleicht kriegen Kaenzig, Sesi, Reis und das Team, besser die Kurve in der seriösen Situation. Gegen den FCH sah das fast so aus, ohne den Druck von Rängen blühte ein Osei-Tutu richtig aus. Der Gegner war allerdings dreimal zu spät am Mann, es ist die Frage ob das bei den Karlsruhern ähnlich sein wird.

Im Hinspiel ein furioses und verrücktes 3-3, ich saß mal auf der West neben dem Bobby Bolzer Block - mit Papa und Tochter und ärgerte mich über den späten Ausgleich. Bochum hatte über 60 Minuten einen Mann mehr und versemmelte es dennoch. Der VfL machte das Beste aus einem 0-1 und 1-2 (der KSC stark zu Beginn, Bochum konfus, aber herauskämpfend) und stand dennoch am Ende mit einem Punkt bedröppelt da, wie so oft in dieser Saison. Aber eben nicht letzten Samstag - nach dem perfekten 3-0 gegen Heidenheim, die man gleich zweimal besiegt hat, da stand man plötzlich gut da; und so ein zweiter Sieg in Serie wäre auch eine Saisonpremiere und würde uns alle voll erleichtern. Da würde ich mich drauf freuen, auf das Geisterauswärtsspiel ohne da zu sein. Und da man eben eh nicht vor Ort ist, also ich, kann man vor dem TV aus besser sehen, wie die eigene Mannschaft agiert. Während die internationale Presse den Restart feierte, blieben viele Fans in D skeptisch, in Bochum, der Heimat der Skeptiker, eh.

Die Aufstellungen am Sonntag, 13.30 Uhr im umzubauenden Wildparkstadion…

VfL: Riemann — Gamboa — Lampropoulos (Bella Kotchap), Leitsch — Danilo — Tesche (Janelt) , Losilla - Zulj — Osei-Tutu -Zoller , Weilandt (Wintzheimer) – Ganvoula
KSC: Uphoff - Thiede , Gordon , Pisot , Roßbach - Wanitzek , Fröde , Gondorf , Stiefler , Grozurek - P. Hofmann

Tip 1-1, der VfL ist statistisch DER Remisgegner der Badener in den letzten Jahren. Beide sind im Aufwind, mit Siegen gestartet nach der Pause, das könnte sich neutralsieren.

Martin Bursche (1. Teil)
Tom, CB`93 (2. Teil)

Grüße an ALLE Bochumer

Nur der Jesusfisch hing am Zaun

16. Mai 2020

Wow. Was für ein souveräner Sieg des VfL Bochum gegen den FC Heidenheim, das 3-0 war toll. Leider konnte kein Fan den Sieg an der Castroper feiern. Bochum schreibt Geschichte und siegt im ersten Nach-Corona-Heimspiel - nie gefährdet und in der Höhe verdient. Noch mal wow, das hatte ich, das hatten viele Fans des VfL Bochum so nicht erwartet. So skuril sich das alles darstellte, so komisch das für die Leute vor dem Fernseher aussah, schnell legte sich das Gefühl des Fremdschämens. Bochum spielte dominant und als hätte Reis es geahnt, befreit ging der VfL in Führung. Nach einem Freistoß konnte Losilla nach 11 Minuten das 1-0 markieren, auch weil Müller im FCH-Tor noch im Testspielmodus war. Doch es spielte nur Bochum, man hatte viel den Ball. Blum war ausgefallen und Zoller ersetzte ihn. Vorneweg, Simon Zoller sollte die einzige Bochumer Enttäuschung an diesem Tag sein. Osei-Tutu machte in der 34. Minute ein Tor, indem er zeigte, warum er bei Arsenal London spielen durfte. Der Mann vom offensiven Flügel ließ 2-3 Rote stehen und schoss für Müller unerreichbar zu 2-0 ein. Noch immer spielte fast nur die Heimelf, der ihre Fans an diesem Tag nun wirklich nicht fehlten. Als Riemann daneben griff, passten zwei Spieler im neuen schwarz-dunkelblauen (ich habs noch nicht) Trikot auf und dann war der Manuel immer sicher.
Bochum hatte in dieser Phase mehr Druck von den Ostalblern, aber stand gut und nahm nun gezielt Tempo raus.
Der Pausentee stand wieder unter dem Thema “was ist, wenn wir wieder einbrechen?”, aber es passierte nicht, auch wenn Bochum auf die leere Ost spielte.
Das sah schon gespenstisch aus, aber Tesche, Losilla und Osei-Tutu verdienten sich Bestnoten und die Leistung Bochum war alles andere als gruselig, sie war superb.

Der VfL zeigte die beste Saisonleistung und das das 3-0 machte der bis dahin etwas lethargisch wirkende Ganvoula locker. Trotz Bochums 4-4 gegen SVS hatte man irgendwie das Gefühl, heute passt es. Bochum war 11. der Blitztabelle und ja, der KSC, Bochums nächster Gegner und Abstiegskonkurrent siegte auch. Aber so gut wie Bochum spielte, ist auch nächste Woche was im Geisterwildpark was drin.
Weilandt kam noch, Bella Kotchap ebenso und der VfL hätte eher das 4-0 als die Elf von Frank Schmidt das 3-1 machen können. Man hatte nach der Drangphase das 3-0 zum richtigen Zeitpunkt gemacht. Alle Tore markierten den Weg zum Sieg, der dann unausweichlich wirkte.
Der 4. der zweiten Liga enttäuschte, weil Bochum etwas überraschend richtig gut war.
Auch wenn es keine Zuschauer im Stadion gab, sollten vor dem TV alle richtig happy sein. Man hätte vermutlich nie gedacht, dass Reis seine Truppe mit Zulj und Lampa so auf den Punkt zu einer Einheit geformt hatte, die mental besser mit der Pause zurecht kamen als die Gäste.

Es gab kein “so gehen die Bochumer”, es hing nur der Fisch und das Schwabenbanner still im Stadion, aber drei ganz wichtige Punkte blieben zu Hause, Bochum ist nun ganz lange ungeschlagen, seit Februar.

Geisterspiele, VAR und fünf Auswechselungen, das alles schadet dem VfL Bochum anno 2020 nicht, auch nicht die Ausfälle von Blum, Decarli und Janelt.

Dresden kann am WE nicht aufholen und nächste Woche geht es zum KSC. Da freue ich mich nun sogar drauf, diesmal war die Vorfreude noch überschaubar, so ändert sich das mit Siegen.

Holt die Salzstangen, die Erdnüsse und das Fiege raus, so ist Bochum der neue Meister des Halloween.

Tom;CB´93

Die Maßnahme

14. Mai 2020

“Die Maßnahme” von Bertholt Brecht erzählt von vier Agitatoren, die nunmehr nach erfolgter Propagandamission in chinesischen Gefilden vor einem Parteigericht stehen. Grund der Anklage ist der Sachverhalt, dass die vier Agitatoren auf ihren Propagandafeldzügen einen Genossen erschießen mussten. Die Erschießung des Revolutionärs, der, wie Brecht schreibt, “gefühlsmäßig ein Revolutionär war, aber nicht genügend Disziplin hielt”, wird nun als Maßnahme im revolutionären Kampf geschildert. In ihrer Tat liegt kein Verfahren zugrunde, das Gegenstand einer Verhandlung sein könnte, sondern eine unbedingte revolutionäre Notwendigkeit. Das ist der FAZ vom 13. Mai, Forschung und Lehre” entnommen und hat recht wenig mit dem ersten Geisterheimspiel des VfL Bochum gegen Heidenheim zu tun. Aber wenn man in der Abiaufsicht etwas Zeit hat, kann man ja sekundäre Quellen anzapfen.
Die “Situation”, so schreibt Carl Schmitt im genannten Buch “Legalität und Legitimität”, muss “so wenig berechenbar und abnorm sein, dass die gesetzliche Normierung ihren früheren Charakter verliert und zur bloßen Maßnahme wird”.
Der Re-Start als Maßnahme der DFL in Zeiten von Corona ist dagegen zwar legitim und legal, aber sie scheint in ihrer pekuniären Notwendigkeit zugleich abnorm und notwendig? Hier entscheidet - anders als bei Brecht - das Individuum, der Fan, nach eigener Maßgabe, nicht als Revolutionär, ganz unabhängig wie wichtig der Neustart mit Geisterspielen für die Vereine, AGs und KGaAs usw. sein mag. Ich hab übrigens drei Karten für das Spiel erworben, um es im Fernsehen zu sehen. Das ist entweder sehr idealistisch oder Abgrund tief dumm.

Nach 60 Tagen, nach Bochums 4-4 zu Hause gegen SVS und dem 0-0 bei Darmstadt, beginnt Bochum wie alle 36 Proficlubs einen totalen Neustart in prekärer sportlicher und zugleich auch dramatisch schlechter wirtschaftlicher Lage. Die lange Pause und die Auszeit der Fans vom Abstiegskampf ist nun Samstag vorbei und Bochum startet erneut als 15. der Tabelle gegen den Sensationsvierten aus Heidenheim. Es ist David gegen Goliath, aber nur in der Tabelle? Es klingt schon daher paradox, weil man sich in Bochum eher als Vierter sieht - als die Männer von der Ostalb, die aber einfach einen guten Trainer, unterschätzte Spieler und ein gutes Konzept haben, was der benachbarte VfB Stuttgart, obschon 2., auch gerne hätte. Die Mischung aus reicher Provinz, Understatement und einem guten Plan nach oben - plus die Namen Schmidt und Schnatterer, der sich gegen Bochum traditionell gerne auf der Anzeigentafel als Torschütze verewigt, reicht um bei Bochums Fans eine gewisse Beklemmung auszulösen.

Bochum hat, wenn man so will, einen kleinen Startvorteil gegenüber Dresdens Quarantäne, aber verliert den Vorteil der treuen eigenen Fans gegenüber Wehen Wiesbaden, KSC bleibt gleich stark underdog. Die sind wirtschaftlich noch bedrohter und stehen sportlich unter uns zum Re-Start, zumindest bis zum Spielende am Samstag um 14.45 Uhr im menschenleeren Ruhrstadion. Das wird schon gewöhnungsbedürftig, viermal bleibt das Stadion komplett leer, fünfmal darf man nicht auswärts reisen, was macht das mit Buddes Serie?

Thomas Reis hat mit Bapoh und Janelt nur 2 Leute aus dem 29 Mann Kader nicht fit zum (re-)Start und so darf man gespannt sein, ob Sesis Winterneuzugänge Zulj und Lampropoulos in der Startelf im ersten Heimspiel mit nur 300 Livezeugen stehen. Günther Pohl muss diesmal wohl selbst Fußball auf SKY gucken und neben vielen Possen rund ums Spiel an sich, fühlt es sich für ihn an, wie eine Maßnahme aus dem Stück “Maßnahme”. Aber auch für die Fans ergeben sich skurile Situationen.

Die einen brechen nun endlich mit dem Kommerzsystem, andere wollen sich heimlich treffen, wieder andere wollen Banner aufhängen, obwohl sie ja nicht im Stadion, ihrem Wohnzimmer, sind, sondern vermutlich allein zu Hause wie einst Kevin. Die letzten zwei Monate haben viele Gewissheiten ins Taumeln gebracht, z.B. dass man einfach keinen Lust hat auf ein Heimspiel des VfL, egal wie es um den Club steht. Vielen, nicht allen, geht die Vorfreude ab, viele werden das Spiel schlicht ignorieren (wie die Ultras es bzgl. des umstrittenen Restarts verlauten ließen). Als ich gefragt wurde, ob ich zum Gucken nach Bochum komme (ich verrate nicht wohin), hab ich erst zu- und dann abgesagt, weil meine Frau fragte, wer denn noch mitgucke. Ja, das ist in Zeiten von Corona die Frage nach den Ansteckungsmultiplikatoren, mein Gott vor drei Monaten unvorstellbar. Ich gucke zuhause und obwohl ich mich zwischenzeitlich sehr aufgeregt habe über DFB und DFL, über doofe Profis wie Kalou und Pappaufsteller, werde ich dennoch alles tun, den VfL in diesem verqueren System weiter zu unterstützen. Ja, ich kann nicht anders, die Revolution gegen das System bleibt aus, die anderen Revolutionäre müssen mich wohl “virtuell” erschießen, die sollen sich ja auch nicht mit CoVid 19 anstecken.

Natürlich hatte ich zwischendurch keinen Bock auf diesen Profi-Fußball und mir hat allerhöchstens das Treffen mit Freunden, die Atmo in der Burg und das Schreiben gefehlt, aber das was Samstag kommt, sicher nicht. Man kann auch gut ohne den Zirkus auskommen. Aber will man das wirklich?

Aber ich trage es missmutig mit, dass Bochum gegen Heidenheim vermutlich da anknüpft, sportlich, wo wir im März 2020 aufhörten, mit Nichgewinnen: Das ist das größte Problem, Reis sah ehrlicherweise die gleichen Lücken zwischen den VfL-Reihen wie im Januar und Februar und Bochum ist weiterhin brutal gefährdet am 26. Juni abzusteigen, wieder gegen Hannover. Aber auch das will ich ja anders haben, kann aber vor dem Fernseher rein garnichts mehr tun, diesmal kann uns Fans keiner die Mit-Schuld geben.

Ihr die Profis auf dem Platz, ihr habt es um so mehr in der Hand, ob drin bleiben im Geldspiel oder als Club demnächst betteln müssen.

Sesi, Reis und ihr Team steht ab Übermorgen wirklich alleine auf dem satten Grün und kann sich retten, siegen oder eben absteigen. Mir wird auch Samstag wieder heiß, wenn ich die Aufstellung lese und Bella Kotchap nicht dabei ist und ich werde richtig wütend, wenn wir nicht in jeden Zweikampf gehen und durch zweite Bälle Gegentore kriegen, aber es wird etwas ruhiger zu gehen in meinen eigenen Wohnzimmer. Standards vom Gegner, der werde ich wieder zittern und ja das Gemecker in der Pause auffem Klo im Block A, es fehlt mir. Ich mach da keinen Schlussstrich.

Ich tippe leider 1-2, obwohl niemand weiß, was die Maßnahmen am Ende bewirken. Marc Schnatterer trifft eh, dazu Blum und Leipertz.

Eine Bitte, wie immer Ihr euch entschieden habt, bleibt dem VfL treu, meinetwegen “unbequem und kritisch”, aber beim VfL sind wir nicht durch Pappaufsteller, Töne vom Band und Banner zu ersetzen, jeder von euch zählt. Aber wie ihr das lebt, das wisst nur ihr selbst. Haut rein, bleibt gesund, das ist das Wichtigste.

VfL: Riemann — Gamboa, Lampropoulos (Decarli), Leitsch, Danilo — Tesche , Losilla - Zulj — Osei-Tutu (Zoller), Blum (Weilandt) – Ganvoula
FCH: Kevin Müller — Marnon Busch- Oliver Hüsing -Patrick Mainka- Jonas Föhrenbach — Marc Schnatterer - Konstantin Kerschbaumer - Norman Theuerkauf — Niklas Dorsch Tim Kleindienst -Robert Leipertz

Tom, CB`93