Wie der Kambodschamann ganz karibisch wurde

30. Oktober 2018

Um den Kambodschamann wurde es in den letzten Monaten hier ruhiger. Mancher fragte sich, was ist denn nun mit dem? Wo issen der nu? Nun, er, der geheimnisvolle Mann im Kambodschatrikot, war nie weg; er zeigte gestern nur wieder im Gespräch ganz neue Impulse und Seiten.
Er liebte - wie ich in den Achtzigern - das Commodore C64-Spiel “Pirates” von Sid Meier. Eine komplexe Piratensimulation in der Karibik, wo man am Ende “Divide up the plunder” machen musste, bevor man “notorious” wurde als Dutch Pirate. Beide hatten wir - wie viele andere Spieler in der Zeit - eine kopierte Karte der Karibik und plünderte mit ihrer Rowdy Crew wie die Hertha-Hudlums die Städte Tortuga, Cartagena, Havanna oder Florida Keys. Im Ruhrstadion lief “Forever Young” vor dem Heimspiel gegen Waldhof Mannheim vor 8000 frierenden Fans, es gab ein 0-1.

Man suchte Schätze, Gold oder Land und Titel. Inkomplette Schatzkarte, kurze Degen und die große Fregatte sowie Titel waren Objekte der Begierde der Player anno 1987 . Dafür dass das Spiel 1985 oder so auf den Markt kam, sollte man fast wie heute bei Red Dead Redemption 2 sich in virtuellen Welten verlieren, Raum und Zeit vergessen. Kohl war Kanzler. Die Atmo war komplex und eigentlich hätte man sich ein langweiliges Fußballspiel gewünscht, um in Erinnerungen zu schwelgen.

Das - langweilige- war das gestrige last-minute Remis nun wirklich nicht. Es war sauspannend und das obwohl sich HSV und Regensburg unterschiedlich anhören. Das 3-3 gegen den Jahn vor 12.300 verdutzten Fans war wirklich ganz große Zweitligaunterhaltung im Ruhrstadion. Am Ende wirkte es grausam nach (der VfL als “platte” Truppe) und der Schiri plus eigenes Unvermögen verhinderten “den großen Sprung nach vorne” - im Sinne Maos. Das Gesicht des Schiedsrichters und seines Assistenten als Gruselmaske zu Halloween? Top waren wie immer Gyamerah, Riemann, Losilla und Hinterseer….

Die Regensburger starteten kompakt, konzentriert und physisch präsent, nach 5 Minuten erzielten sie das 0-1 per Kopf (Standard/Ecke!). Merde, wie ein Schiffbruch mit einer französichen Barque in Tortuga, so stellte es sich gestern dar, die schnelle Gästeführung. Aber dann, dann kam der VfL - auch ohne Meier, Pantovic und Eisfeld nach vorne mit guten Ideen - doch es fehltezunächst der Killer vorne, Kruse wird fast zu Sam 2. Man hatte bis zur 44. Minute die Überzeugung nicht gesehen, dass Blau-Weiß das 1-1 kann. Es erinnerte ein wenig an das Dresdenheimspiel, auch wenn die Bayern das zweitbeste Auswärtsteam der 2. Liga stellen (und damit besser waren als die Sachsen) und am Ende einen Punkt verdient hatten.

Doch das 1-1 vor dem Pausentee war ein Traumtor (Weitschuss) vom Tesche, nachdem Lee traumwandlerisch vergeben hatte. Das 1-1 sollte eine Tür öffnen und der VfL kam nun noch mehr. Dutt wollte sicher 18 Punkte nach dem Heimspiel haben. Das 2-1, da pfiff der Referee nicht, weil der Abstand des Keepers vom Jahn zum Bochumer Spieler groß genug war - laut seiner Auffassung. Der Ball prallte vom Rücken nach vorne und Lukas machte nach etwas Zögern das 2-1, was nach Spielanteilen in Ordnung war, in der Entstehung glücklich. Nun wackelte Rot-Weiß und Bochums Hinterseer machte auch noch das 3-1, da waren die wackeren Domspatzen geschockt. Doch hier der Hauptfehler des VfL: man änderte das System, spielte nur noch lange Bälle und hielt den Ball zu wenig in den eigenen Reihen. Dutt machte nach dem vergebenen Elfer einen Doppelwechsel Warum keine drei Einzelwechsel? Nein, eigentlich wechselte er ganz brav doppelt Perthel und Janelt ein - nachdem der zweite Elfer gegen Bochum das 3-2 gebracht hatte. Ohne diese doppelte Konzessionsentscheidung wäre Regensburg nie wieder ran gekommen, obwohl sich die Domstädter auch nicht aufgaben. Das war bemerkenswert, die Leistung des Schirigespanns auch. Das 4-1 machte ein Bochumer nicht und nun stand es 3-2 und der Jahn kam, doch Bochum verteidigte tief. Es gab keine Entlastung mehr, der Liniesman vor dem Block A wirkte wie ein kackender Schrat.

Der letzte Blaue stand bereit zum substituieren, ein Bochumer kam zu spät raus auf links, Flanke auf den rechten Pfosten (von links) von Riemann und (aus dem Abseits) kam ein Bein zum 3-3 in der 93. Minute, der Ball im Netz vor der Ost. Schiff versenkt, game over.

Das sollte ein kalter Stich ins freudige VfL Herz sein und nun gilt es erneut gegen Fürth die Bochumer aufzurichten, die manchmal (nicht immer!) die Überzeugung vor dem Tor nicht haben und manchmal sich selbst im Weg stehen, den letzten Schtitt zu machen. Am Ende waren wir zu vogelwild.

Die Stimmung war gestern immer top und die Pfiffe bekam der “Bis-auf-eine-Szene-Immer-gegen-Bochumer”-Schiri plus das diverse Wesen an der Linie vollkommen zu recht.

Und ich fühlte mich an 1985 an die Spiele gegen Waldhof und Uerdingen erinnert. Aber Merkel - und nicht Kohl - ist noch Kanzler”in”.

So, wirst du immer kurz vorm “es könnte was geben” ein “doch nicht” rufen! Kiel, Dresden, Regensburg, da wäre mehr drin gewesen für Dutts tapfere Mannen. Aber wäre wäre Fahrradkette…..

Im Pokal gucken wir erst auch einmal zu….

Tom,CB’93

P.S.: Gruss an den Jogi für seine konstruktiven Ideen sowei Mareike, Patient und Marco

Der Montag

27. Oktober 2018

Montags ist die kritische Schwiegermutter unter den Wochentagen, am Montag kann man auch einen guten Wochenstart haben. Montags Fußball ist seit 25 Jahren Realität in der 2. Liga, der VfL kennt Montagsspiele zu genüge. Montags wurde das Commandobanner berühmt. Montags sich nach einem Wochenende voller Fußball sich zu motivieren, noch mal ins kalte Stadion zu gehen, weniger zu trinken, weil morgen Dienstag ist, stellt nicht für jeden Menschen einen echten Hochgenuss dar. Die Zweitligisten wollen dafür lieber mehr Anstoßzeiten als den grauen Montag, liest man so.
Nun Montag fängt die Schule wieder an und der Jahn spielt erstmals Montags und dann noch an der Castroper Straße, unserem Wohnzimmer. Premiere. Lust? Nein? Warum nicht? Achter gegen Neunter - kommt!

Montag könnte unser Tag werden, aber leider sind Maier, Ganvoula, Eisfeld, Pantovic und Bandowski nicht mit dabei bei Bochum. Gewännen wir gegen die unangenehmen Regensburger “Domspatzen”, dann……dann spiel(t)en wir Freitag auch weiterhin in Fürth.

Nein, diese Träume von zwei Siegen in einer Woche, die haben wir uns in Bochum irgendwie abgewöhnt, wir gucken lieber nach dem faktisch machbaren. Von Spiel zu Spiel denken, ist zwar ne üble Phrase, aber trifft voll zu. Man sieht an FC und HSV, diese Liga ist irre ausgeglichen. Das gilt auch für uns, wir representieren das quasi.

Das heißt, ein hartes Stück Fußballarbeit gegen die kleinen rot-weißen Bayern steht an. Sie, die Jahner, siegten 0-5 beim HSV und schaufelten damit Trainer Titz ein Stück weit sein Trainergrab, wir erledigten in Hamburg letzte Woche den Rest bei unserem 0-0.

Hinten stehen wir zZ stabil, hinten arbeitet Regensburg auch wie die alte Steinbrücke der Stadt, höchst fest, langatmig und stabil.

Seriöse Arbeit ohne Gedöns an einem kalten Montag, damit Mittwoch nur der Kürbis und nicht die Tabelle gruselt, das muss Dutts/Butschers Team liefern. Geduld haben die Fans sicherlich, vorne fehlt uns manchmal Fortune und der Killer. Aber vielleicht haben Kruse, Hinterseer und Lee ja einen Sahnetag gegen die Bayern.

Irgendwie könnten wir schlimme Montagsszenarien entwerfen, das geht auch gegen Darmstadt und Pauli. Wir sollten uns mit dem Schwarzmalen Zeit lassen.

Humorlos und frierend siegt der VfL 1-0: sagen mir die Montagsmaler.

Statistik auf VfL4u:

Montag, 29.10.18, 20:30 Uhr, Vonovia-Ruhrstadion

Schiedsrichter: Martin Petersen (Stuttgart, pfiff den VfL zuletzt am 25.09. beim 0:1 gegen Dresden)
Assistenten: Christian Gittelmann (Gauersheim), Katrin Rafalski (Bad Zwesten)
4. Offizieller: Daniel Riehl (Bremen)

Die letzten Spiele gegen Regensburg: JR - VfL 0:1 (09.12.17; Kruse), VfL - JR 1:1 (13.05.18; Wurtz; Grüttner)

Voraussichtliche Aufstellungen:
VfL: Riemann - Danilo, Hoogland, Gyamerah, Celozzi - Kruse, Losilla, Lee, Tesche, Weilandt - Hinterseer
JR: Pentke - Nandzik (Föhrenbach), Sörensen, Correia, Saller - Vrenezi (Stolze), Fein, Geipl, George - Grüttner, Adamyan

Tom;CB’93

Pressekonferenz einberufen

22. Oktober 2018

Am Freitag platzte die mediale Bombe schlechthin. Also, wir Commandanten waren teilweise auf der Anreise nach Hamburg und die Gerüchte (wenn man die PK nicht gesehen hat), was in der angekündigten Pressekonferenz des FCB geschehen war, verbreiteten sich via sozialen Medien rasend schnell. Man konnte den wahlweise Eindruck kriegen, die Führungsriege des FCB stand entweder unter Drogen, machte Satire a‘ la Titanic oder hatte sich mit Söders Wahlkampfteam von Bavaria One geistig inspizieren lassen – abgehobener Quatsch aus Bayern. Eigentlich hätte die kuriose Show dazu dienen sollen, von einer Krise der Mannschaft abzulenken (den Druck von Trainer und Team zu nehmen) – die PK wurde ein Feuerwerk der Fremdschämmomente von Ulli, Kalle und Hassan. Hassan selbst hatte einen kleinen Redeanteil („Ich war ersetzt“), Rummenigge legte mit dem Grundgesetz Artikel 1 los (wie wärs mit den 10 Geboten?)- und ich bin mir sicher bei Akki Watzke oder Tönnies in der Stammkneipe gab es Lokalrunden und der Fernseher wurde lauter gedreht. Gelacht haben eigentlich alle, ob das Hämische oder Respektlose nun juristische Konsequenzen hat oder nicht, das wird die Zukunft zeigen. Und Emails darf man dem Vorstand nun auch nur noch sehr vorsichtig schicken. Emails an Ulli. Kalle und Kleinhassan, herrlich, Post vom Anwalt.
Ich müsste als Blogger, wäre der VfL der FCB (für mich ist es ja anders als bei Ulli der VfL der wichtigste Verein in Deutschland)), vorsichtig sein, die Leistung von Stürmer Kruse als heute (!) schlecht zu bewerten, Note 4-5. Kickernoten als Gegendarstellungsmöglichkeit? Dementi vom Pressesprecher: Wäre das unfair und respektlos zu sagen, viele VfL-Pässe fanden den Mitspieler nicht. Er, der Australier, vergab den möglichen Auswärtssieg und auch Hinterseer machte sein 0-1 eben nicht. Und so wurden die 52.000 Zuschauer 90 Minuten generell nicht mit Toren beglückt. Auch Hamburg stellte sich blind an vor dem Tor, besonders in der 2. Halbzeit. Das wird man ja noch mal sagen können, auch in den Zeiten „der Lügenpresse“ und „Fake News“, beide Teams mit Abschlußproblemen. Lesart, es fehlt die Überzeugung.
Dutts Pressekonferenz nach dem 0-0 beim HSV hab ich nicht gehört, aber sie wird sicher nicht so kontrovers gewesen sein wie Verbeeks Watschn für Droll oder Kumpelhaft wie bei Peter. Die Bildzeitung, NTV-Sport, Sky, alle bekamen von Kalle und Ulli was ab. Unfair, ahnungslos und polemisch – respektlos - sei die Kritik am FCB nach den Spielen gegen Gladbach und der Nationalmannschaft in Holland gewesen. Gut, und? Ach ja, sie werden es nicht mehr tolerieren. Der erhobene Zeigefinger für Leute, die kein Problem haben auf Lothar Matthäus, Christoph Daum oder Juan Bernat einzurprügeln. Ebenfalls respektlos, aber das sind ja sie.
Nun Bochum spielte bis zur Pause einen ordentliches System, spielte mit mit dem großen HSV und war vielleicht einen Tick überlegen - ohne vorne allzu zwingend zu sein. Der HSV kämpfte und rannte – hatte ähnliche Mängel. Die Hanseaten hatten zwei dicke Chancen vor der Pause und keine ging rein. Hinten waren Riemann, Gyamerah, Hoogland und meist auch Soares richtig sicher und hielten den Kasten sauber.
Damit Bochum aber mal ganz oben angreift, da wo auch der HSV hin möchte, muss man konstanter werden und sich nicht in Ansätzen verlieren wie in der 1. Halbzeit.
Die zweite Halbzeit wurde nicht besser und viele, viele Fehlpässe nach erkämpften Bällen kosteten Kraft, die am Ende des Spiels unseren fehlte. Die Balleroberung klappte gut, aber dann wurde oft der Ball schnell wieder ohne Not verloren. Kruse hatte noch eine Riesenchance, aber nun kam nach 50-60 Minuten der HSV stark auf. Lassogga kam noch rein, doch auch der Prekariatsheld Jean-Michelle traf auch nicht.. Auch Holraumversiegelung an der Birne macht einem nicht zum Tormonster. Dafür durfte Hunt duschen.
Die Schlussoffensive verpackte der Hamburgdino in Weitschüße, die man mit der Mütze fangen konnte. Titz sollte das später ebenso bemängeln wie das vierte 0-x-Unentschieden im Volkspark.
Vorher hätte ich das Remis gerne genommen, so muss man sagen, schade, 2 Punkte verloren, wobei man am Ende noch fast verloren hatte.
Viel Rauch um Nichts, wie beim Pyro im Gästeblock? Mitnichten, Bochum spielte kampftstark – bis auf Sam – und es war am Ende weder Fisch noch Fleisch. Wir waren übrigens mit vier Typen im Fischrestauarant Labskaus essen, das war so ähnlich halb-und-halb wie das nicht so dolle Spiel.
Müde nach zwei Tagen Feierei, den Kopf geleert, wartete man wie andere Bochumer auf dem Parkplatz der Barclaycard-Arena auf die Abfahrt. Vielleicht, aber nur vielleicht guckte man die PK an der Säbenerstraße lieber als die vom netten Herrn Dutt. Ulli, das war zwar unterhaltsam für Bayernhasser, aber auch vereinsschädigend aus der Sicht vieler Mitglieder.

Brazzo, hol mir mal den Kaffee, bin noch müde.

Tom;CB‘93
P.S.: Gruß an HSV-Julia-Lewis-Holtby-Fan-Girl, sie hat 1-0 getippt, ich 0-1, beide hatten unrecht

Die Alten Damen

18. Oktober 2018

Die Alten Damen gibt es nicht. Also es gibt alte Damen, kein Thema. Also Frauen ab 70…..Also nicht, was ihr denkt, so Filme Anno 1940, oder so ;-) ))) Aber ich meine sowas Analoges zu den Alten Herren im Männerfußball, im Ultraseniorenbereich, etwas vergleichbares bei den Frauen; das wären die alten Damen von Kornharpen, beispielsweise. Es gibt die alte Dame, die Hertha, da hat Bochum mal einen über den Sack bekommen in der 2. Liga, in Berlin Ostern 2013, mit Hilfe eines gewissen brasilianischen Ronnie - per Freistoß. Die andere alte Dame ist Juventus Turin, mit neuem Logo und CR7 auch gefühlt älter als Red Bull Leipzig, Hoffe, aber nicht so alt wie Huddersfield Town oder der VfL Bochum 1848.
Bochum spielt nun am WE beim HSV, nach 55 Jahren auch mal abgestiegen, später, am 10.12., zu Hause gegen Pauli, sehr oft abgestiegen. Beide Hamburger Clubs - oft diametral gegenüber - stehen zZ tabellarisch über uns und wir hoffen, dass sich das just Sonntag ändert. So um 15.30 könnte Bochum 2.-3. sein in der zweiten Liga. Ok, das ging schon ein paarmal schief im Norden. Hier schon mal vorab mein diesmal optimistischer Tip, 0-1 durch Lee. Der soll mit Maier (falls er kann) und Weilandt 3 von 5 Mittelfeldpositionsmöglichkeiten belegen, damit wären Sam und Kruse erst mal auf der Bank: Soweit die Kickertheorie. Vorne wäre Lukas die personifizierte Torgefahr und hinten fehlt noch Leitsch sowie die Dauerfehler Bandowski, Eisfeld und Pantovic. Da kann Dutt aber diesmal mit Sam, Kruse, Ganvuola, Perthel und Janelt ordentlich Power auf der Bank lassen, mein lieber Scholli.
Dutt wird vielleicht im 4-2-3-1 spielen, vielleicht auch nicht. Das 1-0 gegen Bielefeld kehrte den Trend nach 2 Niederlagen um und bliebe der HSV torlos - wie in den Spielen gegen Sankt Pauli, Regenburg und Kiel,- dann haben wir ne gute Chance dieses WE was mitzunehmen. Daher tippe ich statistisch ein 0-1. Aber grau ist alle Theorie und die Wahrheit liegt ja auf dem Platz. Dann kommt es wieder anders, Naray bombt oder gar der Bottroper Depp Lassogga. Gott bewahre uns davor, also vor Gegentoren .
Über 3000 Bochumer werden das Wochenende und die Herbstferien nutzen, um mal wieder - wie zuletzt 2010 - im Volksparkstadion zu spielen und nicht „nur“ immer am Millerntor. Ok, da spielen wir im Mai 2019 am Hafengeburtstag, ABER das wird auch ne Sause überübermorgen.

Der HSV spielt ohne die verletzten Arp und Papadopoulus sowie Jung, aber mit dem abgezockten Holtby und eben Naray sowie Huwang. Der Lewis hat uns Bochumer mal arg hängen lassen, als Wosz der Trainer war. Vor dem Endspiel gegen Hannover am 8.5.2010 meldete er sich ab und unterschrieb just beim 0-3 Endstand in Mainz. Heidel sagte damals, solche Profis brauche er nicht und verpflichtete den von Schalke geliehenen Spieler dann dennoch für 05. Nicht nur Reschke erzählt mit Wahrheitsbiegung.
Dieser abgezockte Typ namens Holtby ist wie Wood (zu 96), Lassogga und früher Mavraij ein hochbezahltes Problem für Trainer Titz, dessen neuer-Beseneffekt ziemlich aufgebraucht ist. Titz kann das Schicksal ereilen wie viele HSV-Trainer vor ihm, Kühne holte teure Leute von Walace über Santos und bis hin zu Holtby - der Etat wird aufgebläht wie das saudische Königshausentourage. Und abgestiegen ist man dennoch.
Davon wollte man weg, man hat aber im Gegensatz zu Köln wenig mit Zweitligaerfahrung geholt und die Fans, die anfangs euphorisch waren im August, sind langsam erneut, seit 2009 zum xten mal, sehr tief enttäuscht von ihre alten Liebe aus Hamburg.

Alte Damen würden sagen, komm, gib mal Schnäpschen, der VfL-Fan sagt, gib mal die Pulle, dat geht auffe Fahrt runter wie Öl, oder watt.

Wir sehen uns in Hamburg.

Statistik von VfL 4u:
Sonntag, 21.10.18, 13:30 Uhr, Volksparkstadion

Schiedsrichter: Christof Günsch (Berlin, pfiff den VfL zuletzt beim 1:3 gegen St. Pauli im Mai 2017)
Assistenten: Steffen Brütting (Nürnberg), Julius Martenstein (Cölbe)
4. Offizieller: Stefan Zielsdorf (Lingen)

Die letzten Spiele gegen Hamburg: HSV - VfL 0:1 (22.11.09; Grote); VfL - HSV 1:2 (11.04.10; Dedic; Tesche, Johansson (ET)), VfL - HSV 1:0 (29.07.16; Freundschaftsspiel; Mlapa)

Voraussichtliche Aufstellungen:
HSV: Pollersbeck - Douglas Santos, van Drongelen, Bates, Sakai - Narey (Ito), Holtby, Mangala, Hunt, Hwang - Arp (Lasogga/Janjicic/Moritz)
VfL: Riemann - Danilo (Perthel), Gyamerah, Hoogland, Celozzi - Kruse, Losilla, Maier (Lee), Tesche, Weilandt - Hinterseer

Tom,CB‘93

Back to the roots

15. Oktober 2018

Als Deutschlands formlose und einfallslose Eliteauswahl 0-3 gegen die biederen Niederlande verklatschte, sollte dem letzten l Daueroptimisten klar gewesen sein, dass ist das endgültige Ende der #Mannschaft als aufgeblasenes Marketingprodukt a la Bierhoff. Zu alt, zu torungefährlich, auch nach dem WM-Aus nur noch eine tote, leblose Hülle ist die Deutsche Nationalmannschaft, so rutscht die DfB-Elf in die Abstiegszone der Nationsleague, viel zu wenig für den Anspruch und Kader.Für Niveajogi wird es nun uncremig. Er wird eine hohe Niederlage in Paris am Dienstag fürchten müssen (Mbappe!), der Herbst ist diesmal Krisenzeit für Grindel und Co. Der ganze Hype von 2014 um den 4. WM-Titel ist passe: Er ist tot wie der HSV im letzten Sommer - und hoffentlich, wenn Bochum Sonntag 0-1 siegt in Hamburg, bleibt das auch so beim Dinosterben im Norden. Der Trainer und sein Sportdirektor des DfB haben den “Back to the roots”-Sprung deutlich nicht geschafft und die Elf (vier der letzten 5 Spiele torlos) ist in der Dauerkrise, Fans und Zuschauer wenden sich ab. Ich hab auch nichts geguckt gestern, keine Lust.

Der TUS Harpen ging am Wochenende den anderen Weg: volksnah, basisbewußt, sympatisch warben Daniel Danger, Denis und Drohni für das Event des Jahres am Bockholt - nach den Maischützen: der TUS Harpen 3 spielte gegen den ungeschlagenen Tabellenführer aus Riemke. Der Andrang der über 2800 Zuschauer sorgte dafür, dass das Spiel 20 Minuten verspätet angepfiffen wurde. 1000 Leute wollte man erreichen, es wurden annähernd 3000. Einslive sorgte für Reichweite und Airplay, Mastermind Olli D. für die Planung und das Zusammenbringen der Leute. Die Riemker waren angesickt wegen der zwanzigminütigen Verspätung und beide Teams ob der ungewöhnlichen Kulisse nervös. Logo dass es dauerte bis da Spielfluß war, aber von ewigem Ballbesitzfußball haben wir seit dem Sommer genug, bei Bayern und der Nationalmannschaft. Peps Stil ist auch tot, nix tiki-taka mehr.

TUS Harpen kam zu Torchancen und die 200 Riemker Fans waren ordentlich laut. Es stand noch 0-0 bis Kevin Schönberger das fulminante 1-0 erzielt. Eine Story die schöner nicht sein kann, er hatte Krebs und konnte 1,5 Jahre nicht spielen und er machte nicht nur das 1-0, sondern nach der Pause sogar das 2-0. Dann brachen die Riemker Abwehrdämme und die Zuschauer konnten Sonne, Bratwurst, Waffeln und Bier genießen, dazu gab es jetzt sogar richtig guten Fußball für die ganze Familie. Das 3-0 den anderen Schönberger sollte die Entscheidung sein, aber noch nicht das Ende. Das 3-0 von Amsterdam war aber, da bin ich mir sicher, Jogis Ende (im November?).

Harpen war nun euphorisiert, die erste und zweite Mannschaft hatte schon gewonnen. Alle drei Harpener Teams siegten: Der Gerrit S. hatte den richtigen Riecher, denn VfL-Jesus machte einen Platzsturm und wurde von den Ordner abgespielt. Das war Unterhaltung, oder watt? Das 4-0 und das 5-0 führten zu Freudentänzen auf den immer noch vollen Rängen und der Rest war Harpener Jubel. Hurra, das ganze Dorf war glücklich.

Es wurde eine lange Nacht für Kai Hoffmann (der soll mal was mit Lippenstift in Berlin gemacht haben, mon dieux), Kevin S. und Co, der Drohni kam so langsam wieder an und 10 Commandanten standen Spalier für ihren Member, der seit über 40 Jahren beim TUS ist.

Dann quatschte man noch lange in der Nacht, die Harpener waren tolle Gastgeber, man sah Grümerbaumer, Hiltroper und Gerther.
Der Fußball ist an der Basis noch intakt.

Jogi, es ist Zeit für dich zu gehen: Espresso austrinken und abtreten. Der Dutt steht übrigens nicht zur Verfügung, aber vielleicht der Titz.

Und der Trainer von Harpen, Guido Brüggemann, er wohl auch nicht.

Tom,CB’93

P.S.: Grüße an Babs, Ömpes, Jochen und die ganzen Kowalkes

Ich geh fremd am Tag der Amateure

12. Oktober 2018

Das hört sich dramatisch an “Ich geh fremd am Tag der Amateure”, ist es aber nicht. Es wird toll am Sonntag. Es ist ein Rekordversuch meines ehemaligen Konkurrenzvereins aus der Kreisliga C2-C4, dem TUS Harpen 3, dem man Sonntagnachmittag ab 17.00 Uhr beiwohnen kann.

Klar, als Ex-Steinkuhler, der in SV Gerthe 1911 3 spielte, ist der neue Platz am Bockholt theoretisch “feindliches” Territorium - mit vielen netten Typen. Der Ronnie, der Karl, der Nico, der Chise, der Nejat, der Burn, der Drohnie, der Dirk, der Makko, der Frosti…..und und und…nee wat waren die Neunziger cool in Bochums Kreisligen.
Der VfL zockte 1998 unter Toppi im UEFA-Cup, der Ralle Z., der Glate, der Sunny, der Most, der Ralle P., der Marc H., der Klaus H. - und manchmal auch ich - spielten oft gegen den TUS Harpen 3, fast dort, wo beim Maiabendfest das Festzelt steht.

Übermorgen werden dort vielleicht 1000 Zuschauer dort sein - und es ist kein Testspiel des VfL - in der Länderspielpause. Das Warm-up-Spiel ist die Nations-League Holland gegen Deutschland in der Amsterdamer-Arena, wo der VfL 1997 4-2 verlor, nachdem man 0-2 führte. O tempora, o mores.

Daniel Danger, Denis und Drohnie rühren die Werbetrommel für ein Event der Extraklasse, vierstellig gegen Teutonie Riemke, damit ist diesmal nicht das Resultat gemeint. Der Hype rennt.

Pedda kommt eh, der Gerrit auch, vielleicht Günna P., der Ben und wer weiß wer noch alles da sein wird von Babs bis Becker…..Das wird ein Spaß, der neue Platz von Harpen bekommt so eine Kulisse, wie ihm gebührt, ein Hype von dem ich in den Neunzigern nur träumen konnte.

Ich konnte meist so 20 Zuschauer am Rand sehen, wenn ich von Werne über Kornharpen bis Hiltrop und Grümerbaum zockte, eben alles was den Bochumer Norden ausmachte und noch ausmacht.

Die Riemker ordern Karten für den Gästeblock….und Bild wird sicher titeln, “Das ist der echte Fußball lebt in Bochum!”. Der VfL hat halt auch mal Pause am Tag der Amateure.

Ob Dutt (bis 2020 )vorbeikommt, Christoph Kramer sneakt oder der seilge Gerd Harpers von oben zuguckt, der Fußball lebt von der letzten bis zur zweiten Liga, manchmal sogar noch in der 1. Liga, aber eben auch in Harpen.

Lasst uns den Sonntag in TUS Harpen 3 das Feiern, was allen gehört, den Fußball ohne Profis, Kommerz und Ich-AGs beim TUS.

Ich gehe fremd und nehme meinen Gerthe-Schal mit, wetten?

Tom,CB’93

P.S.: Gruß an Page, Marc Hellwig und Böhmi

Barbie kommt aus Bielefeld

7. Oktober 2018

Barbie hat vielleicht eine andere Geschichte als wir denken. Sie ist möglicherweise gar nicht mit Ken zusammen. Möglicherweise sieht sie auch garnicht so künstlich aus und ist auch kein Topmodel. Sie ist Arminia-Fan und Mitglied bei den Fettkatzen: In dieser Welt hat Bielefeld auch nicht 1-0 verloren und Jeff Saibene guckt nicht traurig nach dem Spiel auf der Trainerbank in die Leere. Er hatte Freitag allen Grund dazu. Seine Bielefelder waren nicht schlechter als die Dresdener im vorigen Heimspiel. Seine Ostwestfalen hatten mehr vom Spiel als die Bochumer. Diesmal gab es kein Offensivspektakel wie gegen Ingoldstadt und kein Auf-und Ab- wie in Heidenheim und Kiel.

An diesem sonnigen Freitagabend hatten sich fast 20.000 Fans versammelt und Bochum legte eben nicht los wie die Feuerwehr, führte aber dennoch noch 8 Minuten 1-0. Das führte aber nicht dazu, dass der VfL seine vorsichtige Marschroute verlies. Man konnte also während dieses herrlichen Herbstwetters mal das Fiege wegbringen, quatschen (mit dem Kambodschamann) oder sich der Taktikfähigkeiten der Trainer erfreuen.

Aber Rot war dominierend, Riemann hielt die Bude reine und auch ohne Leitsch brach die blaue Wand nicht auseinander. Dennoch wäre schön, wenn einige angeschlagene Spieler beim HSV zurückkehren. ich rechne mir insgeheim an der Alster sicher nicht als einziger was aus. Ein Sieg dort und man wäre wieder auf Kurs.

So testeten die roten Spieler 2-3 Mal die Bochumer Viererkette, Bochum aber hielt bis zur Pause das 1-0. Dass es nicht der ganze große Feiertag der Fußballschule wurde im Westderby lag an der Situation. Beide hatten jüngst verloren und niemand wollte dies erneut tun.

Dass Bochum im 4-2-3-1 ohne Eisfeld, Soares, Losilla, Leitsch und Co dichthielt lag diesmal am funktionierenden Kollektiv. Nach seinen zwei verlorenen Spielen hatten Dutt und Butscher Kurse, Hinterseer, Gyamerah und Tesche die richtigen Tips gegeben und hatten am Ende das Glück des Tüchtigen.

Die Bielefelder Ultras, die Boys und die Fettkatzen zeigten das Banner “UB wieder zurück, immer noch kein Heimvorteil. Dutt halts Maul!”. Kann man entgegnen: “Und ihr fahrt endlich mal wieder ohne Punkte Heim” - ihr Dummies!

Und so war es. Bochum siegte, ist 7. vor der Länderspielpause und kann beim HSV den Topfavoriten (neben Köln) ärgern. Lets do it.
Ich wäre dabei.

Dazu muss Bochum an der Konstanz arbeiten, einige Verletze zurückkommen und auch die Schirifortune haben. Die gemeinsame Ost aus den Trümmern der JHV vor einem Jahr wächst zart, dass wir einen diesjährigen Krisenherbst vermeiden können.

Hope. Und Barbie ist dieses Wochenende halt mal traurig. Arminia ist im Abstiegskampf angekommen, ohne dass wir durch Klos, Vogelsammer und Co geärgert wurden. Sehr gut, darauf ein Mortz Fieäsch.

Grüße an die Berts, den Koblenzer und Daniel F.

Tom,CB’93

Bavaria one, Lipper two, Bielefeld three, Ostfriesland four

4. Oktober 2018

Der Söder will ins All. Manche würden ihn dahin schießen, wenn nicht ihn dann zumindest Seehofer. Also, nicht er, Markus Söder, will als Erster auf der Sonne laufen, sondern er will für “Bavaria One” (das kleine “America First”) sicher - Pfaffenhofen und Wegscheid - ganz groß rausbringen. Bayern will das Banner tragen - auf den Mars, dabei logiert die deutsche Ruft- und Raumfahrt auch in Köln-Porz. Man könnte aber auch die Provinz in NRW ganz groß rausbringen, also nicht das Sauerland, “wo die Misthaufen qualmen” (Zoff), sondern das verschlafene Lipperland. Das Lipperland als das Oberbayern von NRW, da ein zweites Cape Canaveral oder ein Baikunur, wie wärs? Bielefeld würde dann die Metropole neben dem Weltraumbahnhof sein und Dortmund stünde doof da mit seinem Miniflughafen. Zack, nimm dies Aki Watzke.
Bielefeld selbst versucht sein Stadion zu verkaufen, 10 Mios für die Schücopleitealm, dann wäre die Arminia wieder flüssig wie Flitzekacke. Und Jeff Saibene, der alte Luxemburger könnte mal Spieler kaufen, die nicht Vogelsammer heißen. Würde er sicher auch mögen. Aber morgen kommt der Ostwestfalenterror mit einer überschaubaren Mannschaft ins Ruhrstadion. Und die großen Träume sind bei Gastgeber Bochum auch schon in kurzer Zeit von Kiel nach Heidenheim geplatzt, quasi auch in der Provinz, wo der VfL nicht mehr der Märchenprinz ist.
Bochum wurde vom Kicker zum “englischen Patienten” ausgerufen und gegen den alten Rivalen muss nun zur besten Anstoßzeit ein Sieg her.

Das ist drin. Aber Dutt muss weiterhin ohne Eisfeld, Bandowski, Pantovic, Soares, vielleicht auch wieder Maier auskommen. Das hemmt, aber gibt auch neue Möglichkeiten. Hätte Bochum gesiegt, wäre die Hütte voll, die Überzeugung groß, doch so hilft morgen nur gute Brause als Katalysator. Leute, ehrlich, die Rivalität mal größer, die Vorzeichen besser (beide verloren zuletzt), aber ich freue mich sehr auf morgen.

Lasst es uns einfach halten, Heimspiel, keine Systemexperimente, Einsatz und Konzentration und dann kann das hinhauen.

Freitagnacht in Bochum (mit Party danach), Flutlicht, leckere Bratwurst, die Hopfenkaltschale, die Schmähgesänge der wieder vereinten Ost gegen die komischen Ostwestfalen, ach ker, labert mich nicht voll, ich bin dabei.

Tip: 3-1 für uns gegen DIE

Statistik von VfL4u:

Freitag, 05.10.18, 18:30 Uhr, Vonovia-Ruhrstadion

Schiedsrichter: Lasse Koslowski (Berlin, pfiff den VfL zuletzt beim 0:0 gegen Nürnberg im Februar)
Assistenten: Henry Müller (Cottbus), Robert Wessel (Berlin)
4. Offizieller: Stefan Zielsdorf (Lingen)

Die letzten Spiele gegen Bielefeld: DSC - VfL 2:0 (21.08.17; Voglsammer, Kerschbaumer), VfL - DSC 0:1 (29.01.18; Hartherz)

Voraussichtliche Aufstellungen:
VfL: Riemann - Perthel, Leitsch, Hoogland, Gyamerah (Celozzi) - Kruse, Janelt, Lee (Maier/Gyamerah/Sam), Tesche, Weilandt - Hinterseer
DSC: Ortega - Hartherz, Salger, Börner, Brunner - Lucoqui (Staude), Seufert, Prietl, Edmundsson - Voglsammer, Klos

Tom,CB’93

P.S.: Gruß an Berne, Benny und Alex L.

Heidentrauma

29. September 2018

Der FCH nutzte die in der Anfangsphase leidlich offene (hoch stehende) Bochumer Abwehr aus, 1846 spielte steil in die Mitte, die aufgerückten Perthel und Hoogland viel zu weit vorne und weg, Leitsch rutscht beim Konter beim Zurücklaufen aus. Ein Heidenheimer läuft alleine auf den Bochumer Torwart zu. Der Rote alleine gegen Riemann, keine Chance für unseren Keeper im 1-1, weil der Heidenheimer die Nerven behält. 1-0 liegt der VfL früh auf der Ostalb zurück, steckt aber null auf. Das wird später auch Kraft sein, die fehlt. Graue Trikots bedeuteten zunächst keine graue Spielweise. Bochum über rechts zur Grundlinie, Pass in die Mitte zurück, Lukas Hinterseer sicher halbhoch zum 1-1. Dann pennt der FCH. Doch der VfL war nicht zufrieden mit dem Ausgleich - oder nahm kein Tempo raus, er legte nach. 1-2 bei einem weitergesteckten Ball im Strafraum durch Hoogland und der VfL hatte das Spiel gedreht. Jubel der 400 Gästefans. Nun strahlte die Sonne für uns. Doch Bochum wäre nicht Bochum, wenn sie nun weiter auf 1-3 hätten spielen können. Nein, Losilla flog kurze Zeit nach der Führung vom Platz (38. Minute) und damit fehlt Bochum ein ganz wichtiger Leader auf dem Platz. Nach der Demission des Kaptains hält sich Bochum zwar einigermaßen sicher, trotzdem kommen Schnatterer und Co zu Chancen. Aber irgendwie muss Sam raus, Janelt kommt und man rettet sich in die Pause.
Der VfL muss nochmal seine Taktik ändern und es ist klar, dass auf der Ostalb nun mit 10 gegen 11 am Ende der englischen Woche die Kraft wenig werden könnte.
Bochum macht das zunächst geschickt, überlässt dem Team von Frank Schmidt den Ball und die können weniger damit anfangen, als man meint. Es wird eine relativ chancenarme zweite Halbzeit zunächst. Die dicksten zwei hat dannBochum um die 75. Minute, erst Gyamerah per Weitschuss, der gegnerische Torwart Müller rettet bravorös. Dann Celozzi an den Pfosten, Bochum kann das 1-3 nicht machen. Das wird der Knackpunkt sein.
Im Gegenzug kommt eine Flanke optimal auf den roten Kopf – 2-2. Dann erhöht der FCH den Druck und Bochum fehlen die Körner. Oder hat Dutt wie gegen Dresden nicht den richtigen Riecher? Gelbe Karten gegen Gymerah und Lee, dann Freistoß für Bochumschreck Schnatterer. Man ahnte es schon vor dem TV. Er “guckt Riemann aus” und zirkelt den Ball rechts halbhoch rein zum 3-2. Schock für tapfere 10 Graue.
Klar, Dutt kann Ganvoula noch bringen, aber der VfL ist nun stehend KO. Das 4-2 könnte nun fallen, jetzt ist Riemann im Bilde. Beim 3-2 hätte ich gesagt haltbar.

Es hilft alles nicht. Niederlage Nummer zwei in Folge, erneut unverdient, aber erneut 0 Punkte. War Bochum in der Blitztabelle 2. um 14.30 Uhr, fällt der VfL auf 11. um 15.15 Uhr.

Bei mir liegt seit gestern Fifa 19 auf dem Wohnzimmertisch. Ich muss die englische Woche nochmal nachspielen auf dem Screen. Ein Punkt statt neun, da müssen wir uns an der Castroper Straße noch mal schütteln, der Herbst ist da. Erbarmunglos wie immer. Und kalt wie immer ab Oktober, tip ich.

Bochum nur noch Mittelmaß und ich muss mich erst mal schütteln. Klar, es fehlten heute Eisfeld, Pantovic, Meier und Kruse, die Kraft und das Quentchen Glück. Dazu ist das die dritte Niederlage gegen Heidentrauma in Serie, aber ist das wirklich eine Erklärung oder schlicht die gleiche Kacke wie so oft. Ich weiß es nicht, ich weiß nur, gegen Bielfeeld schaun wir nach unten und in Kiel hatten wir bis zur 92. Minute die Tabellenführung. Und nun kommt Bielfeld …

Tom,CB‘93

Geh mal wieder demonstrieren

27. September 2018

Das “Geh mal wieder demonstrieren” ist, glaub ich, ein Songtitel der Ärzte. Ich sag: Gehen wir alle mal wieder demonstrieren für den VfL! Ob der Robin Dutt das linke Credo oder den rechten Mob meinte, als er sagte, “er habe die Schnauze voll, dass jeder gegen alles und jeden demonstriere und das ginge ihm auf den Geist” - oder beides, I don’t know! Eine reiche Nation voller Pinguine mit dem “Dagegen-Schild” statt der vom Neoliberalismus entrechteter Massen, die sich verwirrt von Pegida einfangen ließen? Urteilt selbst. Ist es nötig gegen oder für Erdogan zu demonstrieren? Oder ist das Ganze zum Selbstzweck geworden?

Oder ist der selbstironische Kängeroo-Ösi, der sich im Hambacher Forst an den Baum kettet und nicht weiß, wie lächerlich Karl Marx solche Leute fände, würde er heute leben ein Jokus oder statement? Ist das revolutionär, hip oder einfach die dekadente Scheiße des “alten” Westens? Nun sind bundesdeutsche Fandemos erst mal ethisch-moralisch niedriger angesetzt und Schweigen gegen nervige Pay-TV-Kommerzialisierung ist sicher ziemlich legitim, sinnvoll - und weit weg von den wichtigen Anliegen einer Sophie Scholl. Aber hat nicht auch ein Mensch mit hochbezahltem Background wie Dutt das Recht zu kritisieren, wenn er sagt, uns fehlte schlicht die Unterstützung die ersten 20 Minuten gegen Dynamo? Einfach so?

Ob der Robin die Bochumer Fanszene gut kennt oder nicht, er stellt das Ganze aus seiner Sicht da. Sieht Frank Schmidt von Heidenheim sicher nicht anders - oder doch? Ich hoffe, die befragen nicht den nervigen Streich, Neururer oder Ewald Lienen danach. ;-)

Im Ernst, ab Samstag um 13.00 auf der Ostalb ist das alles egal. Sind eh nur 400 Bochumer da. Ob Dutt nun abgehoben ist - oder nur ehrlich, ob die Ultras nun 1 Jahr brauchten oder zwei Wochen, Samstag starten wir ALLE, alle Bochumfans bei Null. Ich habe nur die Botschaft zu verkünden, wir brauchen dringend drei Punkte am Ende der englischen Woche und der Support wird sicher gerade auswärts besser durch die Ultras. Auch das ist Fakt.

Dazu fehlt Dutt nicht nur Eisfeld, Bandowski, Pantovic, Kruse, sondern vermutlich auch auch Weilandt. Dann könnte der zweikampfschwache Sam ‘ne Alternative sein, Gyamerah ins MF rücken und Celozzi in die Kette zurück. Robin kann variieren, er darf auch Fehler machen, wie gegen Dresden, aber man sollte allen Menschen, eine Chance geben, aus eigenen Fehlern zu lernen.

Der Trainer startete vor einem Jahr mit einer Niederlage an der Brenz und übermorgen wird er zeigen, was er daraus gelernt hat. Und der FCH wird auch wissen, dass man nicht verlieren darf, wenn man nicht weiter in den Abstiegssumpf der 2- Liga will. Und wir müssen am Sonnabend einfach siegen, damit wir nicht ins den kalten Herbst reinrutschen, wie eine Sau in die Matsche.

Das wollen wir nicht, Sam, Ganvoula und Lee sollen ruhig mal wütend sein, dass sie nicht bis dato in der Startelf waren, die Antwort gibt es auf dem Platz. Ich bitte darum als Fan.

Aber eins ist klar, je einiger und entschlossener wir alle sind, desto mehr demonstrieren wir VfL-Stärke, Willen und steigen dann eben 2020 auf, gemeinsam. Das hat sicher keine gesellschaftliche Relevanz, ist aber enorm wichtig für mich und uns.

Statistik von VfL4u:

Samstag, 29.09.18, 13:00 Uhr, Voith-Arena

Schiedsrichter: René Rohde (Rostock, pfiff den VfL zuletzt in der 1. Pokalrunde)
Assistenten: Marcel Unger (Halle/Saale), Florian Lechner (Hornstorf)
4. Offizieller: Lothar Ostheimer (Beratzhausen)

Die letzten Spiele gegen Heidenheim: VfL - HDH 1:2 (17.09.17; Kruse; Glatzel, Wittek); HDH - VfL 1:0 (16.02.18; Verhoek)

Voraussichtliche Aufstellungen:
HDH: Müller - Theuerkauf, Beermann, Mainka, Busch (Strauß) - Schnatterer, Griesbeck, Dovedan, Dorsch, Thiel (Skarke) - Glatzel
VfL: Riemann - Perthel, Leitsch, Hoogland, Gyamerah (Celozzi) - Kruse (Sam/Lee), Losilla, Maier, Tesche, Weilandt - Hinterseer

P.S.: Mein Tip 1-1. Ab morgen kann ich wieder mit Fifa 19 vorspielen, scheiß kannadischer EA-Kommerz