Bin ich das Ihr im Wir?

20. November 2019

Nun also OSNA, das erste von zwei Heimspielen gegen VfL Osnabrück und Erzgebirge Aue, damit startet der VfL am Freitag das Heimspiel-Doppelpack gegen zwei Mannschaften, die einerseits im positiven Sinne “Provinz” darstellen und auf der anderen Seite sympathisch effizient und beide sind recht gut gestartet. Aue war schon in der Vorbereitung in Frühform und Osna ist eine der Überraschungen dieser Saison. Wir Bochumer sind das noch nicht, aber wir sind - bis dato unter Reis - ganz gut auf dem Weg und der Pfeil zeigt nach oben. Selbst die obligatorische St. Pauli-Niederlage ließ der VfL unter Thomas Reis weg und nun hofft man auf einen Heimsieg gegen die Lilanen.
Und der VfL muss nur noch auf weniger Spieler verzichten (Gamboa, Bapoh), steht defensiv besser und hat nach vorne und im kreativen Mittelfeldspiel noch Luft nach oben. Dabei sind die Bochumer ja effektiv, wenn sie mal vors Tor kommen, sogar ein Eingriff Dritter ist manchmal möglich.

Es ist so, dass Silvere bei aller Torgefahr auch dafür sorgt, dass unser Mittelfeldspiel etwas langholzlastig geworden ist und damit leicht zu verteidigen. Ich glaube natürlich, dass ein 2-1 oder 3-1 drin ist, wenn wir ähnlich wie gegen Nürnberg und FCB Biss zeigen, wie Thomas es möchte, dann ist viel drin gegen den Aufsteiger.

Osnabrück ist die viertgrößte Stadt Niedersachsens (”Vom Harz bis ans Meer”) und ist damit auch fußballerisch bereit, aus dem langen Schatten von Hannover 96, VfL Wolfsburg und Eintracht Braunschweig zu treten, was nicht heißt dass es passiert, vor allem am Freitag. Gut Meppen hat man hinter sich gelassen, aber das ein anderes Thema. Die Stadt des westfälischen Friedens und Erich-Maria-Remarques kommt sicher überschaubar ins Ruhrstadion, dazu wird es am Licht, Wärme und Gästebesuchern fehlen auf der West fehlen, tipp ich mal. Aber so ist das Leben in der Zweiten Liga und allemal schöner als die Zombiatmo gegen Weißrussland und Nordirland, wo immerhin drei Spieler standen mit Gündogan, Goretzka und Klostermann, die aus dem Bochumer Talentwerk stammen.

Es wird Freitag ab 18.30 Uhr aber besser als gegen SVS, Heidenheim oder Regensburg - und Freitag ist Tag des Bieres und der Wurst, wenn man nicht zu lange arbeiten muss. Kommt, wenn ihr könnt und schreit unser Team nach vorne, die ganze Saison und die Situation um die Castroper könnte nach oben zeigen, nach zwei Siegen Freitag und dann Samstag.

Am Dienstag, den 26.11.2019 - ab 18.48 Uhr - lesen FaBu und ich ein paar Anekdötchen aus unseren Büchern im alten Moritz und das wäre zwischen zwei Siegen noch schöner als so schon.

Dazu müssen wir Freitag OSNA niederringen, ich habe nicht FIFA 20 vorgespielt bis dato, ich traue mich ein 3-1 zu tippen, geil oder? ;-) )))

Sorry, ich mag die Osnabrücker seit 2011 und unserem 1-3 mit Magic Malte schon etwas, aber Freitag soll es frostig für Euch beim VfL werden. Und wenn nicht dann….dann…ach lassen wir das. Scheiß auf Brückentage.

Statistik von VfL4u:

Freitag, 22.11.19, 18:30 Uhr, Vonovia-Ruhrstadion

Schiedsrichter-Ansetzung wird nachgereicht

Die letzten Spiele gegen Osnabrück: VfL - OS 2:1 (12.12.10; Saglik, Tese; Hansen), OS - VfL 1:3 (08.05.11; Pauli; Federico, Maltritz, Saglik)

Voraussichtliche Aufstellungen:
VfL: Riemann - Osei-Tutu, Decarli (Bella Kotchap), Lorenz, Celozzi - Losilla, Tesche (Janelt) - Zoller, Lee, Blum - (Wintzheimer) Ganvoula
OS: Kühn (Körber) - Ajdini, Susac, van Aken, Agu - Taffertshofer - Ouakim, Blacha, Heyer, Wolze - Álvarez

Tom;CB’93

Der Pfeil zeigt nach oben

8. November 2019

Bochum spielte am Freitagabend 1-1 auf Sankt Pauli und hat dabei sowohl auswärts nicht verloren und bleibt auf Platz 16. Der VfL erzielte damit einen Teilerfolg, ohne dass man die 10-Spiele-sieglos-Serie terminierte. Vor dem Spiel ging die traurige Nachricht von Heinz Höhers Tod durch die Medien. Man hatte also vor dem Spiel einen Klos im Hals und ein Gefühl des “Bitte nicht wieder am Millerntor verlieren” und die 2500 Fans hatten dennoch irgendwie gute Laune, denn sie mussten auch nicht das schreckliche Gesabbel des Moderators auf Sky ertragen. Ich denke, am Ende waren alle irgendwie zufrieden, die es mit Bochum hielten.

Reis musste nach Gamboa, Leitsch auch auf Celozzi verzichten und erreichte dennoch eine defensive Stabilisierung des VfL Bochum. Offensiv spielte Weiß zunächst gewitzt gegen Braun, aber das 0-1 war eine Geistesgegenwart von Zoller, der einen Abpraller nutzte gegen Himmelmann. Bochum war kurz 8. in der Blitztabelle und spielte auch etwas frischer als zuletzt in Kiel. Da wirkte Reis, Baby, nein man merkte den frischen Wind des neuen Trainers. Allerdings vernaschte ein Paulianer Lee mit einer Körpertäuschung und überwand Riemann mit einem platziertem Schuss. Das schnelle 1-1 motivierte die Hamburger, die nun aufkamen.

Bochum hatte dennoch eine Chance zum 1-2, per Kopf an den Außenpfosten. Pauli bekam dennoch Zugriff aufs Spiel, ohne jedoch zwingend zu sein. Reis hat seinem Team beigebracht, woran Dutt scheiterte: die Mannschaften, die gegen Bochum spielen, zum Torschießen einzuladen. So ging man trotz des 1-1 gut gelaunt in die Pause.

Dann baute Bochum aber in der 2. Halbzeit ab, ohne dass die Elf von Jos Luhukay irgendwie überzeugte. Zwar ließ man die Schauspielerei der 1. Halbzeit weg und die Hamburger machten keine Mätzchen mehr, aber Diamantakos und Möller-Daehli kamen nicht mehr zu zu vielen Chancen.

Irgendwann kamen Losilla - und besonders Lee - zu Chancen gegen Himmelmann, aber der hielt seine Bude sauber, auf der anderen Seite gelang dies auch Riemann. Nur schön spielte der VfL nicht und die erste Halbzeit war stärker. Nun kann man Willens- oder Fitnessdiskussionen führen, der Pfeil des VfL zeigt nach oben und Sankt Pauli ist immer eine Reise wert.

Lustig war der verstrahlte Sankt Pauli Fan am Mikro und die Mischung aus Werbung und politischen Parolen, die so im schnellen Wechsel, Marketing und Parolen genüsslich unterhielten, was das Spiel am Ende nicht mehr tat.

1-1 und eine Woche Pause, nun also OSNA, aber ohne Soares, der eine 5. Gelbe kassierte.

Es geht aufwärts, sicher langsam, aber wir müssen ja “nur drei Deppenteams finden”, die schlechter sind als wir. Mit dem neuen Trainer und der neuen Stabilität kann das klappen.

Tom;CB`93

Neoangstgegner

7. November 2019

Seit fünf Jahren hat der VfL Bochum gegen den FC Sankt Pauli nicht mehr gewonnen, zehn Spiele ohne Sieg gegen Braun-Weiß könnten, positiv gedacht, morgen ein Ende an der Reeperbahn finden. Dazu muss Bochum nach dem erlösenden 3-1 gegen FCN einen zweiten Sieg folgen lassen,um Anschluss ans Mittelfeld finden. Nach zwei überzeugenden Spielen gegen FCB und FCN geht es Freitag in den Norden. Dort gab weder beim HSV, noch bei Kiel was zu holen, ähnlich ging es im Süden in Regensburg und Stuttgart, man fuhr weit und holte nix. Morgen geht es also nicht nur gegen den Auswärtsfluch (nur Köln und Heidenheim wurden in 12 Monaten gewonnen), sondern auch gegen den “Angstgegner” der letzten Jahre, die kleinen Hamburger. Fußballerisch ist St. Pauli stets überschaubar, wie wir seit 2015 auch, aber dennoch verlieren wir regelmäßig gegen die Piraten aus der Hansestadt.

Nun will Reis den Aufwärtstrend, der eigentlich nur durch das Holzbein unterbrochen wurde, am Bunker morgen ab 18.30 Uhr fortsetzen, damit man gegen ONSA mal wieder ein richtig geiles Freitagsspiel hat. Und wenn die Spieler so wollen wie zuletzt, dann geht auch was am Heiliggeistfeld.

Jos Luhukay hatte einen kleinen Disput mit Himmelmann, dieser wurde behoben, und der 9. der zweiten Liga ist nur 2 Punkte vom 16. Bochum entfernt. Während Bochum den Anschluss sucht, drohen die Hamburger abzurutschen, Luhukay hatte wiederholt fehlende Siegermentalität bei den Paulianern festgestellt. Und das kennen wir ja auch, man denkt, man könnte oben mitspielen, den HSV ärgern und findet sich nun unten wieder, weil man nicht abruft, was man meint, an Potential zu besitzen. Das Bochum da nun mit mehr Attitude was holt, scheint unter den Vorzeichen möglich.

Aber was, wenn Reis und Butscher dann doch - ohne Leitsch, Bapoh und Meier sowie Gamboa - aus ihrer neuen Stammelf nicht das rauskitzeln, was drin ist oder drin sein kann? Dann erleben wir das Gesicht, was wir nicht mehr sehen wollen: Herbst, kalt, ohne Punkte Rückreise durch die dunkle Nacht.

Es werden viele Bochumer am Freitag nach Hamburg fahren, die Tour rockt nun mal immer. Der VfL scheint nun etwas gefestigter, seine PS auch auf den Rasen zu bringen. Riemann hat an Charakter gewonnen, Bella Kotchap stabilisiert Lorenz, Lee hat Ideen und Topscorer Ganvoula kehrt zurück, daneben könnte Wintzheimer für Zoller stürmen.

Seit der isländische Adler in Hamburg zum 0-1 traf 2014 wartet Bochum auf einen Sieg an der Alster, da hoffen wir Castroper Straßler auf eine Wiederholung, einen Auswärtssieg beim Neoangstgegner.

Morgen soll es sein, 1-2 für Bochum.

VfL: Coach Reis/Butscher// Riemann — Celozzi - Bella-Kotchap, Lorenz, (Decarli) -Soares — Tesche (Janelt/Eisfeld), Losilla — Lee - Blum (Pantovic) - Wintzheimer (Zoller/Weiland)- Ganvoula

Pauli: Himmelmann — Zander - Östigard - Zierreis - Buballa — Flum - Becker — Miyaichi - Möller Sobota - Diamantakos

Tom;CB’93

Ein ganzes halbes Jahr

5. November 2019

Der zeitweise deutliche 3-1 Sieg des VfL Bochum über den abgestiegenen 1. FC Nürnberg war eine solche Erleichterung. Erstmals nach Mai 2019 und seit sechs Heimspielen siegte unser VfL und wir Fans konnten eine furiose 1. Halbzeit der Bochumer Spieler nach 45 Minuten bejubeln. Wie schon vor 6 Tagen gegen den FC Bayern zeigten sich viele Bochumer Spieler als sei das 2-1 in Kiel ein weit entfernter Ausrutscher. Während man gegen Bayern “nur” 1-0 in die Pause ginDabeg und gegen Kiel mit einem 1-1, ging man gestern mit einem 3-0 zum Pausentee.

Immerhin hatten 16.000 Fans Montags (im Regen) ins Stadion gefunden, es war dennoch fast mild und Bochum legte in Weiß los, als wollten sie nochmals die Bayern besiegen. Die kleinen Zwangsbayern hatten in der ersten Hälfte dem Bochumer Pressing und Verschieben wenig entgegen zu setzen. Da hatte man den Bundesligaabsteiger, der unter Boris Schommers runtergegangen war, stärker erwartet trotz der Verkäufe von Leibold und Co. Zuvor hatte der Glubb zwar 2 Chancen, aber das 1-0 machte Soares und damit der VfL, was wichtig werden sollte. Denn nun bestimmte Bochum das Spiel und die Fans ließen sich mitreißen. Blum war stark und Lee, dazu Bela Kotchap und das verlieh Lorenz Stärke. Er war es auch, der das 2-0 für die Heimmannschaft machte und damit die Unerfahrenheit des Nürnberger A-Jugend Keepers ausnutzte. Nun waren die Westfalen oben auf und Schwarz-Rot in der Defensive. Das 3-0 war ein Beini von Wintzheimer, “hasse Scheiße am Schuh, hasse Scheiße am Schuh” galt für den FCN: Dabei hatte Blum sogar noch die Latte getroffen und die Clubberrer waren noch einigermaßen gut bedient. Bochum spielte nicht wie zwischen Wiesbaden und Dresden tabellarisch eingeklemmt, ob es in der Kabine Reis gab, darf nun spekuliert werden. Aber die Halbzeit war eine der besten Saisonleistungen des VfL 2019. Nicht so optimal waren die Schmähgesänge gegen den jungen Keeper, Manuel Riemann leistete Aufbauarbeit, fair geht vor, top.

Nun muss der Coach des Walznerweiherclubs verbal Druck gemacht haben in der Pause und Bochum attackierte nicht mehr so weit vorne und ließ die Nürnberger kommen. Das ging gut bis zum einem Freistoß in der 63. Minute, den Sörensen zum 3-1 nutzte: Dann machte Bochum zu wenig für die Entlastung und reagierte nun ehe in der 72. Minute das 3-2 per Kopf viel und per VAR aberkannt wurde. Bochum hatte Glück, denn dem 3-2 wäre sicher ein 3-3 gefolgt. So brachte unsere Elf das Spiel über die Zeit und den FCN Coach, der Schommers folgte um seinen Job.

Bochum wurde zum 2. Mal zum Coachkiller bei einem Verein aus dem Bundesland Bayern und hat sich auf Platz 16 vorgeschoben und hat vor dem Sankt Martins Zug 2 Punkte Rückstand auf Sankt Pauli. Dort spielt man am Freitag nicht nur gegen die eigene schlechte Serie und um Anschluß ans Mittelfeld, dort will man den neuen Spirit unter Reis zeigen.

Seit gestern denke ich wieder, es ist möglich.

Das Villis raus-Banner und die durchwachsene Leistung von Zoller waren die wenigen Schwächepunkte eines durchweg gelungenen Abends.

Tom;CB*93

Und am Montag sind alle, äh einige - vielleicht - wieder da

31. Oktober 2019

Nach der Kür gegen den befreundeten FC Bayern, dem aber der Rest von Fußballdeutschland, außer dem Schirigespann und den vielen Bayernfans, das Aus wünschte, geht es nun in der Pflicht gegen die Nürnberger ins Montagsspiel um Punkte. Dienstags die Bayern, Montags die Clubberer, das ist eine Bayrisch-Fränkische Woche im Vonovia-Ruhrstadion, die bislang ein famoses 1-2 produzierte.

Skeptiker sagen ein 1-2 nach einem schlechten Spiel vorraus, was den VfL unter einen üblen Druck nach Pauli fahren lassen würde. Fakt ist, Bochum verlor in Kiel 2-1, wechselte Lorenz, Eisfeld, Maier und Weiland aus und verlor erneut 1-2 unter ganz anderen Vorzeichen und versöhnte die Fans und ihre Gefühle, gebracht hat es nichts außer neue Hoffnung.

Aber das VfL-Team konnte spüren - als Einheit - auch die Superstars wie Lewandowski, Gnabry und Coutinhio kann man ärgern und fast Niederlagen zufügen, wenn man den Teamspirit ernst nimmt und jeder für jeden rennt. Dutt verzweifelte daran, die Fans begannen nach Kiel auch schon durchzudrehen und nun hat Reis - minus die Kielpleite - zumindest an der Einstellung so gedreht, dass das bis dato nur postulierte Potenzial auch mal sichtbar wurde, nur bei Wintzheimer hatte ich auch Dienstag meine Zweifel und ja, Zoller wirkte auch nicht immer glücklich, aber alle wollten von vorne bis hinten.

Nun ist Ganvoula gegen die Franken gesperrt, Bapoh und Leitsch sind verletzt, aber - Saglam mal abgezogen, der Rest des Kaders scheint vor dem Halloweenwochende fit, wenn man mal einen Ausfall, der noch kommt, rausrechnet.

Auch Lorentz für Bella-Kotschap, Weilandt für Zoller, Eisfeld oder Maier für Tesche sind möglich gegen die Schalker Freunde vom Walznerweiher, ebenso Janelt oder erneut Lee, Reis und Butscher können nun fast aus dem vollen Schöpfen gegen den Achten der Liga, der ohne späte Gegentore Erster wäre laut Kicker-

So sind die Nürnberger eher Mittelmaß, statt oben zu stehen wie der HSV, der VfB oder Bielefeld. Schommers stieg mit dem Club ab und der neue Trainer sucht noch die Rolle der Nürnberger, ähnlich wie Breitenreiter in Hannover.

Bochum muss die sechs restlichen Spiele im Herbst und Winter mehr Punkte holen als zuvor, am besten 9-12. Aber das ist die graue Theorie, holt man nur 3-5 Punkte kann man sich schon mit dem Abstieg anfreunden und das will niemand an der Castroper Strasse 145. Der Existenzkampf wurde von Riemann und Sesi ausgerufen und Montag ist der VfL mittendrin.

Bochum hat nun 23 Partien, um nicht abzusteigen, Potenzial dazu scheinen Teile des Teams ja zu haben, aber wer weckt diese dauerhaft?

Wenn Reis derjenige wäre, würden sich alle so freuen, wie am Dienstag 82 Minuten. Und wenn ein Cello, ein Losilla, ein Soares und ein Lee so rennen wie gegen den FCB, wird es ungemütlich für den FCN-

Umgekehrt wird es kalt für uns auf den Tribünen zeigt der VfL sein “Kiel-Regensburg-Gesicht”: kaum gewonnene Zweikämpfe, Stückwerk und Langholz, das wird gegen die Franken nicht reichen.

Ich rechne mit einem Mittelding, einmal dem euphorischen Gesicht - gegen Bayern oder WW in der 2. Hz - und dazu auch mit dem Kiel-Regensburg-Gesicht, denn das ist unser Kader dieses Jahr, ein besonderer Charakter.

Nürnberg wird uns wehtun, wenn die Spieler es zulassen, daher rechne ich mit einem Remis. Muss das auf Fifa 20 vorspielen, dann weiß ich mehr zum Kürbisfest.

VfL: Coach Reis/Butscher// Riemann — Celozzi - Bella-Kotchap (Lorenz), Decarli -Soares — Tesche (Janelt/Eisfeld), Losilla — Lee - Blum (Maier/Pantovic) - Zoller (Weiland)- Ganvoula (Wintzheimer)

Nürnberg: Christian Mathenia - Asger Sørensen, -Tim Handwerker -Oliver Sorg -Georg Margreitter -Hanno Behrens -Lukas Jäger -Patrick Erras- Nikola Dovedan -Robin Hack -Iuri Medeiros

Tom;CB`03

Flirt mit Scarlett Johansson am Bahnsteig

30. Oktober 2019

Der VfL Bochum ist in der 2. Runde des DfB-Pokals denkbar knapp mit 1-2 ausgeschieden gegen den FC Bayern München. Dabei hat es die auf vier Positionen veränderte Mannschaft des VfL geschafft, die gegen Kiel vergraulten Fans zu versöhnen, ohne etwas Zählbares zu erreichen. Ganz viele Leute in Deutschland und die 20.000 VfL-Fans im Stadion hofften nach der 1-0 Führung für Bochum auf ein Sieg David gegen Goliath im Pokal. Bis zur 82. Minute hielt die Führung fast 50 Minuten, die Blum vorbereitete und Davies in Neuers Tor wuchtete. Dann kam Gnabry und der geniale Bella Kotchap musste Rot riskieren, um nach einem 1-1 nicht das 1-2 zu verschulden. Er kassierte Rot und dann machte Müller das 1-2 und wie immer seit 1968 siegte der FCB in Bochum im Pokal. Kovac musste sich was anhören und der VfL ist irgendwie moralischer Sieger, ohne etwas in der Hand zu haben. Das war gestern ein kurzer Flirt mit Scarlett Johanson am Bahnsteig, die dann ihre Sonnenbrille aufsetzt und mit einem Lächeln verschwindet. Und man steht da und malt sich aus, was hätte sein können.

So war es gestern, ab 20.00 Uhr brannte das Flutlicht (bis zum Teilausfall in der Halbzeit) und die VfL-Fans schwelgten in ihrer eigenen Bundesliganostalgie. Die Ultras mit einer Gänsehautchoreo zum eigenen 20.ten, die Fans mit guter Laune, weil die Bochumer Elf um jeden Ball kämpften, die Bayernspieler doppelten und Bochum präsent in den Zweikämpfen war wie selten zuvor. Da dachte man es sei wie damals.

Bochum hatte eine Chance durch Zoller und dann dachte man eigentlich, die Bayern würden anrollen, aber Kovac Elf hatte keinen Plan, wie man Bochums Abwehr knacken sollte und das ist kein Witz. Ich habe 1-5 getippt, aber die Realität war völlig anders: Der VfL lieferte sich einen Pokalfight und die Bayern ließen viel zu größe Abstände und spielten viele Fehlpässe. Bochum nutzte das Momentum und ging tatsächlich in Führung wie 2011, damals durch Federico.

Aber die Seelen der VfL-Fans heiterten sich schon auf, als man bis zur Pause kaum Chancen zuließ, nur einmal machte Coman Ernst gegen Celozzi, der sonst famos spielte, wie Losilla, Tesche und auch Soares. Bochum verteidigte auch dann das 1-0 als erst Lewandowski, Coutinho und am Ende Müller kamen, nur das es natürlich enorm Kräfte kostete. Einmal hätte der nicht mutige Schiri Rot gegen Rot, sprich Boateng geben könne, er tat es nicht. Blum hätte einmal das 2-0, damit das Tor seines Lebens machen können, doch Neuer stand goldrichtig. Das dann irgendwann Ganvoula schwere Beine hatte, ist logisch, da er oft Anspiele bekam, die für CR7 technisch schwierig gewesen sind. Bochum hatte ab der 75. Minute eine reale Chance nach 15 Jahren Bayern im Pokal früh stolpern zu lassen und hätte Fußballgeschichte schreiben können, aber dazu hätte man eben ein Tick Glück haben müssen.

Dann kam es, wie es oft kommt, Bayern macht das 1-1 und nun fehlten Körner, um noch einen Osei-Tutu einzusetzen und Ganvoula nochmal in eine Kopfballposition zu bringen: Dann kriegte Bella Kotchap Rot und 10 Bochumer versuchten die Stimmung zu retten, aber das 1-2 fiel durch Müller, der Bochum wohl mag.

So geht es oft und Bayern kam mit dem Schrecken vor dem Ausscheiden davon. Nun ärgerte man sich doch, die Riesenchance versemmelt zu haben, aber Scarlett fuhr davon und man steht alleine am Bahnhof und es bleibt nur die Erinnerung.

Die Zukunft ist Nürnberg und Pauli, aber die Bilder im Kopf, die sich diesen Abend einbrannten, die bleiben wie das Lächeln von Scarlett.

So ging es in die kalte Nacht mit einem wohligen Gedanken.

Tom;CB`93

Davidchen

28. Oktober 2019

Morgen ist es soweit, das Spiel des Jahres in an der Castroper Straße für den VfL. Gegen die erfolgreichste deutsche Mannschaft aller Zeiten und den siebenfachen aktuellen dt. Meister seit 2013 und dazu aktuellen Ersten - den FC Bayern München - spielt der Zweitligasechzehnte VfL Bochum im Pokal. Normalerweise ein Spiel, das beide Seiten sehr erfreut,aber diesmal eins, wo der VfL mit Angst und Kovac Bayern mit ungewohnten Selbstzweifeln reingehen. Während Bochum 2-1 in Kiel verlor, siegte Bayern in Priäus und gegen Union knapp mit 2-3 und 2-1. Bei den Titelmonstern aus München ist die Spielweise und Dominanz nicht wie einst unter Guardiola und Heynkes, der Kovac als Hoeneßziehsohn muss wie vor einem Jahr medial leiden. Während Bochums aktueller Niedergang nur die Lokalpresse bewegt ist zwischen Kicker, Sportbild und Sky die Bayernstory, die BVB-Story und gar die Nagelsmann-Leipzigstory ein Thema.

Für uns ist morgen eigentlich nicht die Frage, wie können wir DIE Sensation schaffen, sondern wie vermeiden wir die totale Blamage, die Southampton gegen das befreundete Leicester beim 0-9 erlitt. Sowas kann im in Krisenmodus angekommenen Bochum zur Zeit keiner gebrauchen; da geht es morgen vermutlich um Schadensbegrenzung und unseren Leuten, das David-gegen-Goliath-Feeling wiederzugeben, wenigstens ein bisschen. Und dann, ach nee, da denke ich nicht weiter.

Wir sehen Goretzka wieder, den Müller, der uns beim 3-1 2010 trippelte und den Hermann. 2011 verlor man 1-2, später 0-3 im Pokal und 1981 auch mal 1-2, d.h. Pokalspiele gingen seit 1968 immer verloren gegen die Bajuwaren. Wenn die Statistik keine Hoffnung macht oder die aktuelle Lage beim VfL auch nicht, dann vielleicht das: irgendwann passiert das Unwahrscheinlichste auch so.

Und wenn nicht, es wird voll, es kommen persönliche Freunde und die Freunde aus Bayern und man kann Bundesligaatmo schnuppern, vielleicht für ganz ganz ganz lange Zeit das letzte Mal. Aber in die Glaskugel kann ich auch nicht sehen, daher tippe ich mal 1-5. Die Bayern kriegen 1-2 Tore, Lewa und Müller machen auch viele, das ist nicht gewagt zu tippen.

Genießen wir morgen, das was zu genießen ist. Meine Vorfreunde ist persönlich gedämpft, aber das ist sie seit der Vorbereitung. Lasst uns alle irren, das wäre schön.

Tom; CB`93

VfL: Coach Reis/Butscher// Riemann — Celozzi - Lorenz, Decarli -Soares — Janelt (Eisfeld), Losilla — Lee - Blum (Maier/Pantovic) - Zoller (Weiland)- Ganvoula (Wintzheimer)

FCB: Kovac/_________ Neuer — Kimmich - Boateng - Pavard - Alaba — Goretzka - Thiago — Gnabry - Coutinho - Coman — Lewandowski

Eingriff Dritter - ohne Relevanz

25. Oktober 2019

Das 2-1 von Kiel, beim alten Holzbein, stellte eine hochverdiente Auswärtsniederlage des VfL Bochum dar. In der Förde verlor der VfL viel zu niedrig, ein 3-0 oder 4-1 hätte Bochums Versagen heute besser abgebildet. Es war meiner Ansicht nach die schlimmste Leistung seit Regensburg: Thomas Reis hatte nach dem 3-3 gegen den KSC eine Aussprache in der Mannschaft initiiert, die voll verpuffte, nein, im Gegenteil, die Mängel unseres Teams noch mal brutal offenlegt. Eine lahmarschige Abwehr beim 1-0 und der falsche Lee nahm einen von Riemann doof gefausteten Ball dankend an, vorher hatte Soares gepennt. Er, Danilo, hatte die Spielnote 6 verdient (auch Decarli), ebenso wie unsere drei 10er Eisfeld, Maier und Weilandt - später auch Wintzheimer. Das Mittelfeld an sich passt gar nicht, Ganvoula hängt in der Luft. 30 Minuten schlecht agiert, gegen den KSC waren das erst nur 15 Minuten, reagiert nur Holstein Kiel als Gastgeber. Bochum in Rot kam sehr oft zu spät (gedanklich wie körperlich), hatte wieder kaum einen nennenswerten Spielaufbau und kam nach 30 Minuten zum ersten Mal vors Tor der Störche. Silvere vergab und der Ball wäre belanglos ins Aus getrudelt, wenn nicht ein Auswechselspieler wie Ebertwein ihn kurz vorher gestoppt hätte. Er stand gerade da, bis dato null Einsätze für die Holsteiner. Auf einem Schlag wird diese Kuriosität zum Fußballhit, denn der Schiri gibt nach VAR einen Elfer für Bochum. Der Eingriff Dritter führt zum Strafstoß und der zum 1-1, völlig, ja völlig aus dem NICHTS und wie immer fast unverdient, wenn Bochum ein Tor macht. Soviele VARs können wir garnicht kriegen, wie die Gurkentruppe um den bemitleidenswerten Capitano Losilla verursacht. Kiel machte weiter Druck bis zur 45 Minute (plus 3) und kriegt einen Elfer, weil Bochums schlechtester Danillo sein Bein zu hoch hatte. Diesmal hält Riemann wieder - wie gegen den KSC - einen Elfer und hält ein schmeichelhaftes 1-1 fest. Die Roten können sich bei allem bedanken, nur nicht bei ihrer Nichtleistung. Maier, Weilandt, Eisfeld, die Totalversager des Mittelfelds, ohne Energie, Körpersprache und da brauchen wir nicht über Bella Kotchaps Posts oder Osei-Tutus Integration ins Team zu reden, wir müssen über das schwächste Bochumer Mittelfeld seit Jahren reden.

Reis stellte auch wieder drei “10er auf”, keiner weiß warum. 2019 wird eines der schlimmsten Jahre in der über 170 Jährigen Geschichte des VfL Bochum, Dutt, Sesi, Kree, Villis haben ganze Arbeit geleistet, diesen Traditionsverein kaputt zu machen, Wattenscheid lässt grüßen.

Nach der schwachen ersten Halbzeit zeigten die Westfalen eine noch schlechtere zweite Halbzeit, kurzum, das Spiel war noch schlimmer als unter Dutt und Butscher. Da könnte der liebe Gott oder Jesus von außen eingreifen und selber aufs Tor schießen, das würde in der Verfassung nix helfen. Alarmstufe Rot war das Motto des Abends im hohen Norden und 12.300 Zuschauer sahen einen schwachen VfL wie beim 3-0 vor 3 Jahren.

Sera, der den Elfer noch zunächst vergeben hatte, traf gegen seinen Ex-Club zum 2-1, auch das war klar, danke Saulo. Da kam zwar so etwas wie eine leichte Reaktion nach Minute 65-70 von den Westfalen, nachdem Wintzheimer, Zoller und unser Lee noch kamen, ein Tor erzielte keiner der von Sesi geholten Leichtmatrosen. Zwar war das Spiel keine Arbeitsverweigerung, aber kurz davor. Das 2-2 wäre ein Witz gewesen wie der Elfer zum 1-1, obschon regelkonform. Selbst solche Geschenke helfen dem VfL Bochum nicht, zZ steigen wir ab, wenn es so bleibt.

Es fiel nicht, anders als der KSC geben wir uns eigentlich auf und können 18. werden vor den Spielen gegen Bayern und Nürnberg (ohne Ganvoula) sowie Pauli. Beide Spiele plus Pauli verlieren wir wahrscheinlich und dann hat Reis fertig, bevor er mit dem Sahnekader richtig angefangen hat. Und da brauchen wir nicht nach Neururer zu rufen oder einem Messias, aber irgendeinen Retter werden wir zur Weihnachtsmarktzeit rufen müssen, ich würde Imke Wübbenhorst vorschlagen. Bei uns sind sicher nicht Morinhio oder Ragnick “Schattenmänner”, aber die brauchen wir vermutlich auch bald plus Druck aus dem Umfeld. Vielleicht arbeitet Villis an einem Investor, “der zu uns passt” und Sesi beobachtet den Markt (man hat Angst, er findet einen Spieler), Saglam schmort auf der Tribübne und Leitsch ist weiter in der Reha. Es brennt lichterloh vor Halloween an der Castroper, schon heute und in 9 Tagen sicherlich lichterloh, außer jemand von außen greift ein, Bruce Lee, Chuck Norris wären gut.

Mein Notfallsezanario für den Winter, 3-4 Neue holen lassen durch einen Sesinachfolger, ansonsten geht Villis nicht nur bei den Ultras als Totengräber des VfL ein - in die titelarme Historie. Nur Britta Steilmann war schlechter, aber wir in Bochum haben nun noch mehr Angst als jemals zuvor. Und noch was, der DFB ist nicht schuld an dem Abstieg, der mit Leistungen wie heute sicher wäre.

Tom;CB`93

Tatort Kiel

23. Oktober 2019

Der VfL-Troß muss spätestens Freitagmorgen die 444 Kilometer nach Kiel angehen, das VfL-Team hat vor dem Wochenende und kurz danach, am Dienstag, mit Holstein Kiel und dem mächtigen FC Bayern München zwei sehr unterschiedlich schwierige Aufgaben, deren Bewältigung dem aktuellen VfL-Kader differenziert schwer fallen wird.

Im Normalfall spielt Bochum Freitagabend höchstens Remis, 2-2 an der Förde oder verliert knapp, und verliert hoch gegen den FCB 2-5 zu Hause im Pokal, was bei Wettanbietern nur ein Achselzucken hervorrufen würde. Das wäre dann das Ende aller Pokal-Träume und brutaler Abstiegskampf bis zum 17.5.2020 wäre angesagt, Ende offen. So kann es kommen und außer unserem Vorstand und dem AR, die wohl immer noch mehr Potential im Kader sehen, das er fast nie zeigte, würde das nicht viele Leute (Zuschauer, Fans) überraschen.

Aber es muss garnicht so weit kommen, man kann auch positiv rangehen. Sesi wird noch einer und Thomas Reis vermittelt nicht nur Einstellung, sondern vermittelt auch solide Spielkultur im Mittelfeld und stabilisiert die Abwehr- man soll die Hoffnung nie aufgeben.

Unter Thomas Reis blieb der VfL auch im vierten (fünften?) Spiel beim 3-3 gegen Karlsruhe weiterhin ungeschlagen und Bochum hat gegen SVS und KSC zwei Siege in der Schlußphase auch deshalb verschenkt, weil der Kopf der Spieler nicht mehr oben ist und damit das Selbstvertrauen fehlt. Das kann man ändern: Ich will hier gar nicht die bekannten Defizite der Abwehrkette - und vor allem in der IV - breit treten, die zwei Innenverteidger sind permanent eine Gefahr für Rumpelstilzchen Riemann und sorgen für regelmäßig zwei bis drei Gegentreffer, sogar bei Concordia Wiemelhausen oder Baunatal, erst recht bei durchschnittlichen Zweitlisgisten wie Wehen W., Heidenheim oder Regensburg. Es fehlen die verletzten Leitsch und Fabian als Alternativen. Sesi hat wie im Sturm verpasst, eine echte Konkurrenzsituation zu generieren. Hier muss ein Hebel angesetzt werden, im Winter nachgebessert werden.

Im Mittelfeld besteht am Ehesten Optimierungspotenzial aus dem Kader heraus, denn hier ist man auf dem Papier mit Lee, Maier, Weilandt, Pantovic vermeintlich besser besetzt, als man faktisch spielt. Gegen die gewitzten Karlsruher konnte man Ballgewinne oder Ballbesitz nicht mal in Überzahl nutzen, weil dann ständig der Ball weg war. Da fehlte ein Lee, der in Form Ballsicherheit gibt, da fehlt Verbeeks Ballbesitzspiel. Es reicht aber auch gezielt zu kontern und dann Nadelstiche zu setzen und diese Führung verwalten zu können.

Bochum fehlt es sicher an Potential, weil man mit Hinterseer, Gyamerah, Kruse, Sam abgab, aber weder talentierte Jugend noch hungrige Profis holte. Das führte zu Frust bei den Fans, schlechten Ergebnissen und letztendlich dem Fehlen jedweder Spitzenqualität. Villis hatte die Mitglieder mit der Hoffnung gelockt, genau davon würde man sich mit der Ausgliederung verabschieden. Man holte einfach zu wenig Qualität für die eigenen Ansprüche, da gibt es Parallelen zum Tatort Kiel.

Eine Lösung aus Reis Sicht wäre schrittweise sich weiter zu entwickeln und an der Förde zu siegen und sich gegen Bayern Selbstvertrauen zu holen, indem man sich nicht verprügeln lässt, während die Bayernspieler sich von Kovac verabschieden durch ne Nichtleistung in Bochum. Das wäre ein Traum.

Aber die Kieler haben da sicher was dagegen, siegte man doch auch durch eine rote Karte begünstigt, wo Bochum jedoch verlor. Kiel trennt sich von Schubert wie Bochum von Dutt und dadurch wurde nicht alles besser, aber eben einiges.

Im Sinne von Reis würde man sich wünschen, dass die Abwehrsorgen, die fehlende Abstimmung mit dem Torwart, die Konflikte Jung gegen Alt, die Mittelfeldprolematik von Übermorgen bis Dienstag mal zurückstehen und man in Schleswig Holstein nicht verliert, vielleicht sogar Punkte zurückholt und gegen Bayern die Außenseiterposition nutzt und sich nicht verprügeln lässt.

Kiel hat sich seit 2-3 Jahren in Liga ZWO etabliert und siegte vor 2 Jahren humorlos 3-0 gegen uns und Marco und ich konnten dann nur noch am Hafen trinken. Ein späteres 2-2 und eben übermorgen, entscheiden, ob Kiel für Bochum zum guten Pflaster wird im “echten Norden”.

Sera und Lee haben was dagegen, Zoller und Ganvoula treffen für uns, also wird es statistisch ein 2-2.

Dann kämen München und Nürnberg ins Ruhrstadion und man könnte endlich Sicherheit und Selbstbewusstsein aufbauen. Es wird also erneut viel davon abhängen, wie Reis Truppe den Nackenschlag verschenkter Sieg verkraftet, sich an der Förde präsentiert und wie die Mannschaft als Team in der Lage sein wird, 90 Minuten alles zu geben und nicht zu enttäuschen.

Das wäre mein Ziel, meine Hoffnung: Nach 0-3, 2-2 doch ein 1-2 Auswärtssieg. Das Straftraining von Osei-Tutu bringt vielleicht was und Bella Kotchap postet nur noch blaue Flecken.

Die Teams am Freitag um 18.30 Uhr in Holstein Kiel:

Kiel: 30 Gelios—–3 Schmidt-7 Lee -8 Mühling-13 Özcan—–15 van den Bergh-17 Baku- 23 Serra -24 Wahl (C) -25 Neumann -26 Meffert

VfL: Riemann — Gamboa - Lorenz, Decarli -Soares — Janelt (Eisfeld), Losilla — Blum (Lee) - Maier (Pantovic) - Zoller (Weiland)- Ganvoula (Wintzheimer)

Tom,CB`93

P.S.: Gruß an die Auswärtsdrohne

Logische Enttäuschung

20. Oktober 2019

Das 3-3 des VfL Bochum gegen den frechen Aufsteiger aus Karlsruhe stellt ein logisches Ergebnis dar, endeten doch 9 der letzten 11 Vergleiche zwischen den Traditionsteams Remis und so auch heute. Aber vom Verlauf her stellte das 3-3 der Badener im heimischen Ruhrstadion natürlich eine “gefühlte, bittere Niederlage” dar, vor allem, weil man nach 32 Minuten 3-2 führte - bis zur 90. Minute - am Ende fehlten zwei Minuten am ersten Heimsieg seit April/Mai; ich kann man mich wirklich nicht mehr daran erinnern. Aber bis auf Duisburg im Januar und noch zwei Teams (vergessen welche) hat 2019 überhaupt keiner im Ruhrstadion verloren, die Bayern werden sicher schon extrem Angst haben vor uns.

Aber was soll man da sagen, ersten Heimsieg bitte, wenn man sieht wie Ganvoula - bester Bochumer - alle Schwarzen austanzt, nur das 4-2 erzielt auch er nicht. Aber aus der Sicht der Karlsruher sollte das 3-3 hochverfdient sein (schon beim Elfer in der 48. Minute), denn Reis und Butscher konnten dem Team, was schon unter Dutt immer wackelte, auch keine sichere Spielkultur vermitteln, die eine Führung verwaltet oder gar ausbaut. Der VfL hat keinen sinnvollen Spielaufbau, der ständig durch Fehlpässe und Ballverluste unterbrochen wird. Bochum bleibt daher ganz realer, logischer Abstiegskandidat bis zum 17.5.2020, was nur exklusiv Bochums Führungsriege (angeblich) zu überraschen scheint, sonst aber niemanden - mit zwei Augen im Kopf. Wer mit diesem Kader einstellig sein möchte, will auch mit einem Sack Mehl übers Wasser laufen. Sorry, vom August 2019 sehe ich Abstiegskampf…

Der KSC in schwarz schnürte Bochum vor dem Bobbi Bolzer Block ein, als seien die weißen Spieler der Abwehr in dem Mauskostüm gefangen, so sah das vom H1-Block aus. Die Karlsruher Außen spielten Bochums AV schwindelig, das man zweimal schon dachte, jetzt fällt das 0-1. Das fiel dann folgerichtig schnell (Hofmann) und das 1-1 war optische Schmeichelei, allerdings enorm effektiv, ein VfL-Angriff - ein Tor von Bochum. Nun musste ich Fanta und Wurst holen und da ging ein Karlsruher runter mit Gelb-Rot. Das müsste sich doch ab der 70. Minute spätestens den Badenern viel Kraft kosten. Aber erst mal machten die Schwarzen weiter mit Angreifen und schnürten Bochum ein, ehe dann das 1-2 fiel. Und wer nun dachte, Bochum müsse irgendwie mal nach vorne spielen, sah viele Peinlichkeiten und Fehlpässe. Der KSC war in dieser Phase klar besser.

Im Prinzip stellt Bochums Defensive nicht das größte VfL-Problem dar, sondern die völlige Ideenlosigkeit des VfL im Angriff bzw. Mittelfeld. Wie es geht, zeigte der KSC, der einfach besser Fußball spielte, während Bochum oft Langholz machte und Ganvoula suchte (vom Gegenspieler oft festgehalten), oft mit schlechten Anspielen.

Dennoch reichte es für Bochum, das 2-2 per Elfer war erneut schmeichelhaft und per VAR, wobei ein Abseits von Silvere übersehen wurde. Ohne diesen Mann wäre Bochum 18. hinter WW. Blum verwandelte zum 2-2 und nun fing man -nach einer halben Stunde - von Null an. Auch hier wirkte der KSC gefälliger als die Gastgeber, doch Bochums Gamboa machte das 3-2. Das war total glücklich, stellte einen wichtigen psychologischen Teilerfolg dar. Man brachte das 3-2 in die Pause. Ich konnte Bobbi Bolzer in H2 bestaunen und hatte ne gute Sicht und nette Leute im Block H1. Kann man empfehlen, die West.

Doch nicht der Block A fehlte mir nach der Pause, sondern das fehlende, entschlossene Drücken auf das 4-2. Der VfL schafft das mit seinen Mitteln schlicht nicht, ihm fehlt Kopf, Spielwitz, Cleverness und damit schlicht die Qualität, das Spiel zu lesen und adäquat zu reagieren.

Die Karlsruher beschwerten sich beim Schiri Winter im Dauerregen an der Castroper, doch genau hinzugucken bei Entscheidungen: Doch Reis behielt Gamboa drauf und Reimann war mal wieder “der Teammeckerer ohne Fortune”, der sein Team mit einen Foul in Bedrängnis brachte und das 3.3 dennoch vorerst verhinderte. Der Keeper in Grün bleibt ein paradoxer Held”. Aber das 4-2 war ab Minute 75. möglich, weil der Phoenix aus Karlsruhe fast zu Asche zerfiel. Aber die 70. bis 90. Minute offenbart Bochums Problem, einen Spielaufbau in Überzahl zu kreieren, der nicht peinlich ist. Zwei Chancen hatte man, die blieben ungenutzt.

Das 3-3 durch Fink fiel auch aus abseitsverdächtiger Position und war total unnötig zu dem Zeitpunkt, aber für die Phoenix Suns stellte es ein verdientes Remis über 90 Minuten dar. Ein Drittel der Saison ist gespielt, Bochum muss Freitag nach Kiel (18.30 Uhr) und der VfL-Anhang hatte heute nach dem Schlusspfiff Land unter: Der Dauerregen konnte die feurigen und wütenden Herzen der Fans nicht löschen. Frust regiert weiter an der Castroper Straße, mal wieder im zehnten Jahr der zweiten Liga.

2019 ist dazu ein ganz schlimmes Jahr für uns Bochumer Fans und das totale Fiasko kann man nur mit klugen Neuverpflichtungen abwenden, denn so reicht es nicht zu Klassenerhalt. Wir sind 16.

Tom,CB’93

P.S.: Gruß an Ben, Sarit, Stephan und Moppel sowie Ostkurvenmatthes