Letztenendes ist Kacke bräunlich, auch im Karneval

6. Februar 2018

Was war da wieder los - diese Woche an der Castroper Straße! Während wir Fans außerhalb Bochums jahrelang nach Neururers Abschied 2014 (Entlassen von Hochstätter wegen vereinsschädigenden Verhaltens!) in der medialen Schweigezone waren, weil Verbeek aufgrund sprachlicher Schwächen Pressegespräche mied, sind die Gazetten bundesweit plötzlich voll vom VfL Bochum - fast nur Horrorstories - und Leute sprechen dich plötzlich in Köln auf der Straße auf den VfL an. Dann weißt du, es ist 5 vor 12 bei VfL. Denn vor dem Spiel gegen Darmstadt 98 geht es nicht nur um den konzeptlosen und ständig die Aufstellung wechselnden Nachfolger von Atalan, Jens R., sondern auch um dessen Mentor CH. Der hat sicherlich in die gewürfelte Aufstellung reingequatscht und in Dresden war es auch der Schiri, der die knappe Partie vorzeitig entschied. Auch Schiris lesen Zeitung und Bochum gibt derzeit ein Bild ab, als sei es das alte Schalke zum Quadrat, nur ohne die bekloppten vielen Fans. Und wer kein Tor schießt, kann halt nicht gewinnen.

Karnevalsfreitag könnte man ja verkleidet ins Stadion gehen. Oder besser, wenn ich dann zurückfahren werde, als vielleicht trauriger Bochumfan im RE1 Richtung Aachen, könnte man denken, dass sei eine superironische Verkleidung: Bochumfan, so wie als Trump oder als Vulkanausbruch zu gehen.

Freitag 18.30 Uhr versucht Rasi, der rasende Aufstellungshexer, seine vielleicht letzte Aufstellungsvariante. Ob der wieder auf die jungen Maxim Leitsch oder Luke Hemmerich setzt, auf Janelt, oder gar Bapoh. Gündüz scheint ja draußen zu sein?

Spielt wieder Dornebusch im Tor oder probiert der Trainer mal den dritten Torwart? Aber seine wahre Suche ist ja nach einer tauglichen Formation, die in der Lage wäre, Tore zu schießen und erste Pfiffe ignorieren kann! Das wird sich auch echt nicht leicht. Spielerseelen sind so sensibel.

Der Gegner Darmstadt 98 verlor unter Neualttrainer Schuster neulich recht unglücklich gegen den MSV 1-2 (wir verdient!), kommt also auch nicht ohne Sorgen an die Castroper Strasse. Aber sie werden natürlich auf den Unmut der wenigen verbliebenen Bochumanhänger hoffen. Und um dem vorzubeugen, bittet der Verein, über Einzelpersonen, die auch teilweise in der Opposition mitgearbeitet haben, um ihre Unterstützung. Da kommt es zu flammenden Apellen a’ la “Wir haben zwei Weltkriege, das Sterben von Kohle und Stahl sowie Nokia und Opelweggang überlebt, dann kriegen wir den Rest nur gemeinsam hin”: Also der ganz große Bogen, jetzt wo alles versagt hat und falsch gemacht worden ist, was ging, die Ultras mit 60 Stadionverboten belegt wurden (ein Schelm wer böses denkt), soll nun der deutsche Michel brav wieder hingehen und VfL rufen. Also irgendwie find ich diese Kampagnen (auch wenn der Ostkurvenmattes und Frank Papke echte VfL’ler sind) zum jetzigen Zeitpunkt plump und unbefriedigend.

Die Mannschaft hat schon so schlecht und saftlos gespielt, als in Kiel, in Braunschweig, vs. Pauli und in Paderborn jedes Spiel auch bei Top-Stimmung verloren wurde ohne eigene Treffer und genauso spielte das Team konstant schlecht zuletzt. Da stimmt nix und ich widerspreche Villis, wenn man 12 Monate alles falsch macht wie Hochstätter, muss auch eher gehen wie Schmadtke in Köln. Und das wird auch in Bochum teuer - klare Sache. Nach Hamburg wechseln wollen (nur Hamburg wollte nicht genug zahlen als Ablöse), den Sohn saudumm zwischen zerrissenem Team und überfordertem Trainer installieren, drei Trainer zerschleißen und nicht besser sondern schlechter werdend - das reicht irgendwann. Vielleicht ist schon Freitag gegen die Lilien Schluss. Wie “Lutscher” Frings ging Atalan irgendwann ohne echte Chance im Vergelich zu dem Aachener Jung und nichts ist seitdem besser geworden in Bochum.

Hochstätter wirft Geld raus, was Bochum nicht hat. Das ist für mich mittlerweile eine vereinsschädigende Personalie geworden, auch wenn sich Christian Hochstätter Senior gestern im Sonnendeck den Fragen der Fans stellte.

In der jetzigen Phase sind Apelle für mich egal, nur die Resultate zählen. Nur wenn es dem Team am Freitag mit einem frühen Tor gelingt, Darmstadt wie im Hinspiel zu schocken, nur dann ist was drin gegen die kampfstarken Nordhessen. Aber die Chance ist nicht groß und selbstverständich haben die vor der Saison so optimistischen Fans, etwas in Hand. Doch, ob ich Wurtz torgefählich machen kann, durch mein Rufen, dann würde ich als nächstes Versuchen nach der Torimpotenz die echte Impotenz bei 60 Jährigen durch Zuruf zu beseitigen. Nee, im Ernst, ich trink mein Bier guck mir das an und alles andere sollen mal die Spieler durch kennen, rennen und grätschen versuchen - oder eben nicht, dann gibt’s halt die Quituung. Ist ein Geschäft Herr Hochstätter, das sie ja behaupten zu können.

Ich glaube, wir treffen das Tor wieder nicht und verlieren 0-1. Und Tschö Rasikowski, danke für Nichts nach der A-Jugend.

Dabei würd es gegen Breitkreutz, Sulu und Bregerie wichtig sein, physisch und psychisch stabil zu sein und die Ruhe zu bewahren, garnicht leicht in der verfahrenen Situation, aber auch nicht unmöglich.
Jones

So könnten sie spielen, Freitag 18.30 Uhr:

SVD: Heuer-Fernandes — Großkreutz - Bregerie - Sulu - Holland — Jones - Medojevic -Dong Won Ji - Niemeyer - Kempe — Platte
VfL: Riemann (Dornebusch) - Danilo (Leitsch), Hoogland, Fabian, Gyamerah - Kruse, Eisfeld (Janelt/Celozzi), Stöger, Losilla, (Wurtz/Kruse) Ochs - Hinterseer

Tom;CB’93

Ein schlimmes Bild

4. Februar 2018

In Köln wurde Hans-Peter-Latour mal in der Weise entlassen, dass man ihn auf der Rückfahrt von einem Auswärtsspiel aus dem Bus steigen ließ und er vorher per Telefon entlassen worden war. “Fahr mit dem Taxi selbst nach Hause” war das Motto der Demission. Bei der kleinen Fortuna aus Köln (…wer weiß, vielleicht ja unser Gegner in der Relegation ;-(((( ) wurde Toni Schumacher mal in der Halbzeitpause rausgeworfen vom besoffenen Schäng: “Du machst ming Verein kapott!”. So geht es auch und es würde beim aktuellen Zustand des VfL nicht verwundern.

Wenn ich ehrlich bin, das würde ich mir wünschen, dass nach “Psycho” Verbeek, “Dorftrainer” Atalan mit “Rasidingens”, der vermeintlich schlechteste Bochumtrainer, an den ich mich persönlich erinnern kann, ginge. Und zwar sofort, nach vier Niederlagen in Folge, kann man den Geschichte sein lassen. Der Mann wirbelte ohne Not von Verletzungen die Mannschaft vor dem entscheidenden Spiel in Dresden auf fünf Positionen durch. Wie ein ehrgeiziger Jugendtrainer ohne Fortune und roten faden, erklärte er erst Dornebusch zur Nummer Eins, um ihn dann vor dem Spiel in Dresden zu rasieren. Eisfeld rotierte er auch raus und rein und raus - und Gündüz war zum zweiten Mal nur auf der Tribüne.

Heiko Butscher machte das Interview vor dem Spiel auf SKY und hatte dabei mehr Charisma als sein Chef und mehr Traute als Hochstätter. Und ob der Jens nun nicht sprechen kann (Erkältung, heiser) oder normal spricht, immer bewegt sich der wichtigste Mann in einem Verein leicht auf dem Niveau eines Sprachminimalisten.
Die Stimmung im VfL-Team ist zumindest - wie man hört -in Teilen gegen ihn und freu mich schon auf die Beteuerungen am Montag in Presse, dass die Mannschaft ja gewollt habe, vor allem zu Beginn der 2. Hz.. Und das hat sie: Also als der Schiri nach einer Minute auf eine schlechte Schwalbe hereinfiel, da war es im Grunde um die Blauen schon geschehen. Röser machte locker das 1-0 und Bochum war nur 10 Minuten geschockt. Ein 2-0 in der 15. Minute zählte zurecht nicht, aber nun kam Bochum wieder mehr in Ballbesitz und kriegte Dresdens laue Offensive in den Griff. Mlapa hatte alle alten Kollegen geherzt, spielte aber nicht, dafür kamen auf Dynamoseite Benatelli und Kone’ am Ende des Spiels rein.
Bochum hatte mehr Ballbesitz (Losilla war sehr präsent, Sam lief auch viel) und Bochum kam nach 15 Minuten besser ins Spiel, aber erspielte sich bis zur 30. Minute keine echte Torchance. Hochstätter holt im Winter einen Stürmer von BVB 2 namens Serra und verkauft Diamantakos, aber Bochum hat keinen Inbox-Spieler, der in Form ist. Hinterseers erster Kopfball war wirklich schwach nach einer halben Stunde, E-Jugend versucht es mal. Und Kruse stand heute ebenfalls neben der Spur. Dresden gab uns zwischendurch ordentlich auf die Socken und Neuhaus hatte den Seinen nach der glücklichen und geschenkten Führung eine dosierte Kontertaktik verorndnet. Aber Dynamo hat Riesenprobleme im Abschluß, wie auch wir - und machte nicht draus, aus seinen vielen Halbchancen.
Es flogen Tennnisbälle aus Protest gegen die Westkruvensperrung aus dem Block des Gastes, der Verein gönnt sich zur Zeit viele Baustellen und macht keine davon fertig Ein Bild gibt der VfL nach außen ab, das Mitleid erregt. Ganz oben Villis, der davon ausgeht, dass die Mannschaft Abstiegskampf kann. Dann soll man sich klar machen, eine Mannschaft, die für die Spitzengruppe von CH erdacht wurde, verliert 4 Spiele in Folge und der AR denkt nur daran, dass auszusitzen, vermutlich um nicht zu verlieren, was er im Verein hat. Ironie des Schicksals wäre, wenn er durch das sture Festhalten an CH und JR genau das täte. Und der Supergau Abstieg in Liga Drei droht mehr denn je.
Bochum kam indes mutig aus der Pause und hatte das Spiel bis 16-Meter-zum-Tor im Griff. Aber dann aber vergaben Stöger, Kurse oder Hinterseer die wenigen echten Torchancen kläglich - wie immer. Es reichte für Dynamo die Blauen den Ball erst kurz vor dem Strafraum abzujagen. Bochums 8tes Jahr Zweite Liga wird so torungefährlich mit einer Katastrophe enden - siehe oben. 18 Tore sprechen für sich, mit dem FCK die Zweitwenigsten der Liga. So ist man mit Fürth und dem FCK heißer Abstiegskandidat.

Ochs kam für Kruse, der grußlos ging und der hatte vor dem entscheidenden 2-0 durch Kone’ die Riesenchance zum 1-1 für die Castroper. Er scheiterte an Schubert und es könnte bald einer wie Gladbachs Ex-Coach Schubert die letzte Patrone des VfL sein.

Das 2-0 in der 88. Minute war der endgültige Siegtreffer und machte drei Spiele 2018 mit 0-5 Toren und 0 Punkten klar. Schlechter geht’s nicht im Profibereich. Was sich Hochstätter dabei dachte, den U-19 Trainer mit einem Vertrag bis 2019 auszustatten, wird er wohl demnächst häufiger beantworten müssen.
Und natürlich zerlegen die schon unter Verbeek attackierten Medienvertreter den VfL, aber der Verein gibt sich auch alle Mühe, diese Saison in jedes Fettnäpfchen zu treten, was rumsteht.

Bochum verlor im vierten Rückrundenspiel zu 4. Mal. Wir, von inneren Querelen zerrissenen Bochumer, brauchen nun echt einen echten Retter.

Denn der Retter muss dem Sturm Selbstvertrauen geben, die Abwehr ordnen und den Fans den Glauben zurück und sie einen. Nur gibt es den?

Und sonst hilft nur noch Beten gegen Darmstadt, Heidenheim und Nürnberg.

Ich hab richtig Angst um meinen Club, auch weil immer mehr Leute zurecht ihm den Rücken zudrehen.

Tom;CB’93

Es läuft nicht mehr

2. Februar 2018

Beim Dynamo ist die Luft raus, beim VfL Bochum ist Dauerkrise seit Anfang Oktober: Sonntag spielt Bochum in Dresden zum Duell der Nullpunkterückrundenteams, Existenzkampf pur an der Elbe. Eigentlich ein Grund in Massen den VfL zu begleiten wie in den Duellen der Neunziger Jahre. Doch in Bochum ist man nach dem 0-2 gegen Duisburg und 0-1 gegen Bielefeld und der Pleite Ende Dezember in Pauli gefühlt so richtig im Arsch. Man entschuldige meine Ausdrucksweise, “aba et is zur Zeit so kacke, dass die Unterhose kaum noch weiße Stellen enthält”. Da hilft nur noch beten oder ein Fußballwunder.

Bochum schoß 18 Tore in 20 Spielen und fehlt genau wie den Dresdener Dynamos ein Spiel, was vorne echte Durchschlagskraft entwickelt. Das thematisiert der Bochumer Trainer regelmäßig, indes seit 4 Monaten kann er herzlich wenig daran ändern. In Kiel verkackte der VfL 3-0 und Atalan wurde gefeuert, warum Rasijejewskis Vertrag bis 2019 verlängert wurde, darüber kann jetzt mal spekulieren. Der Mann, den Verbeek mal in die 2. Reihe schickte, weil er mit der Mannschaft nicht klar kam (”Wir erinnern uns, das ging Hoichstätters Sohn ähnlich!”) soll also theoretisch bis nächstes Jahr im Sommer unser Team gegen Köln oder den HSV, so sie denn abstiegen, ins Rennen führen. Offensichtlich hat der einst vom HSV umworbene und nun bei Bochum sehr anfeindete Hochstätter seinen Humor nicht verloren. ;-) )) Dieser blasse Trainer soll motivieren, Spieler entwickeln, Leute mitreißen und den Karren aus dem Dreck holen, in dem er seit dem Sommer 2017 steht. Wenn das klappt, dann lerne ich Klavierspielen und Jumbos fliegen, wenn ich Pensionär bin, denn dann geht wirklich alles im Leben. Es wird scheitern, da setze ich jeden Betrag drauf, der Trainer ist eine totale Luftpumpe, der schlechteste Trainer, den wir je beim VfL hatten, so wirkt es auf mich, ganz ehrlich das ist garnichts. Die Geier wie Schubert oder Slomka saßen im Regen letzten Montag auf der Tribüne gegen Bielefeld und eine erneute Niederlage in Dresden wird Jens nur mit viel Fantasie überleben. Und was sagt der dann gegen Darmstadt? Wie gesagt, man braucht Humor.

Das Problem ist ja, nicht nur der Notnagel, auch der Sportvorstand muss weg, aller spätestens im Sommer 2018. Aber wenn Rasiejejewski gegen DD oder D98 flöge, also nach 4-5 Niederlagen, dürfte Christian-”most-hated-man-in-Bo” zZ seinen vierten Trainer suchen, mit einer Mannschaft, die maßlos überschätzt wurde (von mir und anderen!) und sich selbst total überschätzt. Seit August verlor man auswärts meist alles und das ist nun auch zu Hause so. Nun beklagen die Herren Profis durch Hinkelbein Fabian sich, dass soviel Unruhe im Vorstand sei, im Verein und unter den Fans. Das stimmt ja auch für sich betrachtet. Bis auf die unselige Ausgliederung - die sie einst, entsprechend teilnahmslos hinnahmen, war zum Start ungewohnte Euphorie und die Herren Profußballer verkackten damals schon genau so wie heute, Unterschied null. Wer solch einen Druck nicht abkann, der ist, das mein ich nicht böse, generell, generell im Profifußball falsch - wie unser Trainer, der sich alle Mühe gibt wie Valium rüberzukommen.
Villis hat Angst, wenn er sich auf die Empfehlungen einiger Ex-Vorständler stützt und Hochstätter opfert - vor der wütenden Masse, dann verliert er seinen letztenendes Posten und dieser Dominoeffekt schlägt durch und alles stürzt ein, was er sich mit 3-5 Jahre lang aufbaute. Das tut es auch, aber vor allem, wenn er versucht, alles auszusitzen. Die Lage ist vertal, auch weil die Fanspaltung seit 4-5 Monaten noch dazu kommt.

Rasivalium wird nicht nur Kruse und Stöger abfucken, er wird das Team auch kaum gegen Dresden einschwören können, dass die Ausredenprofis endlich alles niederennen. Das wäre notwendig, richtig Eier und ne Einstellung.

Umgekehrt haben Mlapa, Röser und Co bisher kein Scheunentor im Elbflorenz getroffen, Kone’ und Müller hat Minge als Alternativen besorgt. Sonntag heißt es also fast zertifiziert “Not gegen absolutes Elend” in Sachsen. Und die treuen Fans, einst Dynamos Zierde und auch Bochums faustpfand, sind auch verständlicherweise zurückhaltend. Im Klartext, es könnte spannend werden am Sonntag.

Ich muss zugeben, ich habe zur Zeit keine Lust dahinzufahren. Ich denke so für mich, macht doch euren Rotz mal alleine. Ich kann mich an ein 0-0 erinnern, was uns letztendlich vor dem Abstieg bewahrte und ein cooles 0-3 mit Dabro im Winter. Wir haben im Pokal unter Neururer da mal 2-1 verloren und auch mal so 2-1. Es wird auch Sonntag vermutlich wieder sehr eng und danach kommt der Karneval und für Rasi die Erkenntnis, in der 2. Reihe besser aufgehoben zu sein. Die wird kommen, nur wann.

Es wird ein überschaubarer Gästeblock und die Hoffnung stirbt immer zuletzt, auch wenn es nicht mehr läuft für Bochum und für Dresden: Dresden bemüht sich etwas mehr - und siegt 2-1. Die Hoffnung ist, mit meinen Tips lag ich zuletzt immer falsch, so auch nun gegen Schwarz-Gelb? Ich hoffe es immer noch.

Die wahren Helden sind die, die da Sonnatg hinfahren. Forza VfL!

Daten wie immer bei VfL4u

Sonntag, 04.02.18, 13:30 Uhr, DVV-Stadion

Schiedsrichter: Christian Dietz (München, pfiff den VfL zuletzt beim 2:0 gegen Sandhausen im Oktober 2017)
Assistenten: Johannes Huber (München), Lothar Ostheimer (Pfaffenhofen an der Ilm)
4. Offizieller: Jonas Weickenmeier (Frankfurt/Main)

Hinspiel: VfL - DD 3:2 (27.08.17; Bastians (2), Hinterseer; Heise, Aosman)

Voraussichtliche Aufstellungen:
DD: Schubert - Heise, Franke, J. Müller, Seguin - Berko, Konrad, Hauptmann, Aosman (Benatelli/Horvath) - Röser, Mlapa
VfL: Dornebusch - Leitsch (Danilo/Hemmerich), Hoogland, Fabian, Gyamerah - Kruse, Eisfeld (Janelt/Celozzi), Stöger, Losilla, Ochs - Wurtz (Hinterseer)

It’s going by the book

30. Januar 2018

Für den typischen VfL-Pessimisten war das Gefühl nach dem unglücklichen 0-1 gegen den alten Rivalen aus Bielefeld wie - „ich habe es doch immer kommen sehen“. Für die VfL-„Apo-„oposition aus einem Schauspieler, einem Jesus, einem Fotografen und einem Sozialisten light ist es eine Bestätigung, dass beim VfL „der Fisch vom Kopf her stinkt und der Moder von den Bossen nun ganz unten angekommen ist“ – sie werden sagen, CH und der Villis müssen nun endlich weg. Für Ultras ist es ein weiterer Beleg, dass seit dem „Pro zur Ausgliederung“, der ganze verkaufte Verein den Bach runtergeht und ihr Schweigen viel zu milde ist. Und für Fachleute vom Kicker, hat man auch gestern - wie gegen MSV - wieder gesehen, wie zu wenige Chancen kreieren in Tormähe und mangelnde Überzeugung vor dem Tor zu einer echten Torkrise wird und am Ende Abstiegskampf. Und für alle anderen durchgenässten Fans und Zuschauer war es gestern ein Abend, um in Angst und Panik zu verfallen, außer man kam aus einer Stadt, die es ja angeblich nicht gibt.
Bochum begann noch dosierter als gegen Duisburg, wo man 15 Minuten Strohfeuer ohne Tor beendete. Diesmal begann man vorsichtiger, um nicht in einen Konter zu laufen und die neuentschuldeten Ostwestfalen waren auch begrenzt in ihrem spielerischen Potential. Trotzdem war der Unterschied zwischen einem Team, was im Juli mal aufsteigen wollte und einem, das für unten vorgesehen war, nicht da. Der Trainer, jetzt fast vier Monate im Amt, lässt wenig Begeisterung erkennen und vermittelt auch überschaubaren Schaum. Dass nach dem schwierigen Freak Verbeek, der „VordieMannschaftsteller“-Atalan nicht erfolgreich war oder sein konnte, ist klar. Dass Rasiejewski irgendwas anderes ist, als ein Platzhalter, wie ein Term in Mathe, zeigte er noch nicht.
Er forderte zurecht nach der Duisburgschlappe eine Verbindung zwischen Fans und Spielern, aber sein Team zeigte von der 20 - 45 Minute auch nicht die Überzeugung, unbedingt gewinnen zu wollen. Es gibt logischerweise Verunsicherung, es gibt Angst allüberall und wie immer unten- Pech.
Das 1-0 durch Kruse war wohl knapp kein Abseits und wie Wurtz Dingen gegen Duisburg hätte eine Führung geholfen. Die 11.000 Bochumer halfen ihrem Team, aber 2000 Bielefelder waren lauter. Ja und klar, hier hätte der Support der Ultras geholfen, noch etwas besser zu supporten.
Aber entscheidend ist das nicht. Denn weil Bochum mit 0-0 in die Pause ging, wäre anders als beim 0-2 in der Vorwoche was drin gewesen. Aber man muss ein Tor machen. Jens brachte Hinterseer (Gündüz schrieb was auf Facebook zu seiner Kadernichtberücksichtigung), Leitsch und Sam. Der war gestern mit Stöger bester Bochumer, aber nicht alles, was der Trainer tat, war nachvollziehbar, aber es war auch nicht alles Unfug. Aber reicht das alles, um gegen Dresden den Umschwung zu bringen und Darmstadt zu hause zu besiegen?
Es ist alles sehr eng beieinander, das gilt noch immer. Aber die Stimmung ist aus fast jeder Perspektive mies. Und miese Stimmung ist Gift im mental anstrengenden Abstiegskampf. Und als es schief lief kamen dann auch spät Rufe wie „Hochstätter raus“ und „wir haben die Schnauze voll“.
Das kam, als Hoogland umfiel, statt das verdiente 1-1 zu machen. Das kam, als wieder wenig Struktur zu erkennen war und ständig der Ball in der Vorwärtsbewegung verloren wurde. Aber vor allem, weil die Hoffnung schwindet, dass man nicht absteigt. Die Mannschaft kann Abstiegskampf, sagt Villis. Er gehe davon aus, sagt er. Hochstätter wird seinen Trainer erst stützen und irgendwann eiskalt feuern. Und dann? Den Sommer überlebt er nicht und das er immer noch mit seinem Sohn ins verregnete Stadion geht, ist wohl seine Variante „von Vater sein, zum Sohn Stehen“. Und Rasiejewski, der wird weiter probieren und die Fans werden am Ende immer öfter wütend, lethargisch und traurig sein. Das verbindet dann alle, die Unzufriedenheit mit der Situation. Und derweil rutscht das Team weiter ab und Fabian redet sich den Frust von Seele.
Ich schreibe. Aber langsam fällt mir dazu nur ein, 0-2, 0-1, Dresden, ach leckt mich doch.

Und daran ist nicht die Presse schuld, der bigotte DFB, der S04 oder wer auch immer, sondern nur wir selbst.

Am Ende eine Zeile von den Dubliners: „And now it’s time for panic and for christians time to pray!“

Tom,CB‘93

P.S.: Gruß an den Mann aus Unna, der so herrlich auf dem Klo schimpfte

Von Barock bis Fado

26. Januar 2018

Ich höre ja manchmal WDR 5, ich geb‘s ehrlich zu. Da ist die internationale Musik überschaubar rockig, kein Klaus Fiehe wie auf Einslive am Sonntagabend, dafür sind die Berichte in Leonardo ziemlich interessant vom Inhalt. Letztes Mal, so gegen 16.20 Uhr, war da ein Bericht über die Geschichte des portugiesischen Fado, „von Barock zum Fado“ hieß er, einem melancholischen Musikstil, den 2004 ich persönlich zum ersten Mal bei der EM in Portugal kennenlernte. Es wurden in Porto und Lissabon so Fado-CDs verkauft an mobilen Wagen. Da schoss die deutsche Elf mickrige zwei Tore und schied sang- und klanglos in der Vorrunde aus, Poldi stieg empor und Rudi Völler hatte ausgespielt. Der Fado ist ein echt deprimierend, trauriger Stil, aber Bochum holte in diesem Sommer einen Stürmer namens Lokvencz und sollte gegen Lüttich an Diabangs Blindheit und Edus berühmten Luftloch scheitern. Das scheint alles sehr, sehr weit weg, denn heute ist ein Wurtz ähnlich blind wie einst Diabang, verkaufen tun wir aber Diamantakos und Leader Bastians. Das ist 2018 und nicht 2004.
Wenn Bochum gegen Bielefeld das Montagsspiel der Zweiten Liga bestreiten, spielt der dann 14./15. gegen den 7., Bochum ist seit dem 0-2 gegen Duisburg nicht mehr Favorit, der Heimvorteil bröckelt, gute Stimmung und Vorfreude sehen sicher anders aus. Das zweite Westderby „Westfalen gegen Ostwestfalen“ war mal ein Schlager in den Neunzigern und ist auch immer noch gelebte Rivalität, darauf freut man sich eigentlich. Aber was gibt es am Montag? Der verunsicherte VfL gegen eine abgezockte Arminia und am Ende trifft Vogelsammer.
Gut, 2014 ging man mal beim Maiabendfest 1-4 bitter unter, aber sonst waren Spiele gegen „Kühe, Schweine, Bielefeld“ nicht nur mit „King“ Darek ein Highlight der Saison, auf der Alm oder an der Castroper. Aber die Neunziger sind halt 20 Jahre her und heute, also besser Montag, ist eher Schmalhans Küchenmeister. Auch die Fans strömen nicht mehr so zum VfL zur Zeit, aber die Zuschauerkrise ist sicher eine undifferenzierte Medienente.
Schlimmer noch als das schlechte - ständig das negative suchende - Medienbild : Als Duisburg ziemlich überraschend das 0-1 machte, kam postwendend anstatt Support ein „Hochstätter raus“.
Tja, ein ziemlich unpassender Moment für berechtigte Kritik, aber so ist das mit aufgestauter Wut, sie entlädt sich irgendwann. Villis mahnte im Interview Support für das junge VfL-Team an (23,7 Jahre), womit er prinzipiell recht hat. Aber das Team ist seit zwei Jahren keine Mannschaft mehr, es ist auch dieses Jahr keine geworden. Nach einem hartem Hund, kam ein ambitionierter Newcomer ohne Unterstützung und echte Chance und dann kam ein Typ „Jugend-Zweite-Mannschaft“-Trainer mit dem Charisma von Rudolf Scharping. Ob er nun die Wende bringt und das Team mitreißt?
Das Ganze zu Verantworten hat sicherlich Sportchef Hochstätter, der Neururer einst wegen „vereinsschädigendem Verhalten“ entließ, mit Hamburg geheim verhandelte, fünf Trainer chasste und drei Aufsichtsräte vergraulte und eben auch eine schlimme sportliche Talfahrt zu verantworten hat. Die Kritik an ihm ist daher logisch und folgerichtig. Und die Story mit dem Magnumeis, das der Holländer den eigenen hochtalentierten Sohn holen lies, übertrifft Butternudelgate und ist die Piemontkirsche auf dem charakterlich höchst flexiblen Verhalten des Augsburger-Gladbacher Ex-Profis.
Und nun haben die Leute, die Schnauze definitiv voll. Auch Jesus sprach die Leute aus der 8/18 und brüllte Hochstätter raus, zum Glück nur Gerrits VfL-Jesus. Und nun kommt Bielefeld mit Saibene und Klos, die brauchen sicher gar keinen göttlichen Beistand. Und die Ostwestfalen werden wie Duisburg selbstbewusst kommen, während unsere jungen Spieler mal wieder mit der Unterstützung hadern dürfen. Und die ist wirklich sehr fraglich zur Zeit. Die Ultras suchen immer noch einen Platz im Stadion, die vielen anderen in sich gespaltenen Fans zerfallen in Lethargie, Frust und Fatalismus. Wer freut sich echt auf Montag? Wer glaubt an einen klassischen Heimsieg, der möglich wäre, wenn man die ersten 35 Minuten zugrunde liegt, minus die Abschlussschäche, die wir ja eigentlich seit dem Teroddeabgang haben. Wer also glaubt noch an die sportliche Wende, die dann eben aus Rasiejewski, Hochstätter und Villis entlasten würde
Aber was kann man von Jeff Saibenes Team erwarten? Nun Klos, Vogelsammer, Nöthe, Brandy und Co sind genau wie Duisburg - mit weniger Geld, aber mehr Fortune und Esprit sowie Einigkeit gestartet. Während in Bochum zwei Petitionen rumlaufen, wird Bielefeld mal rasch entschuldet von Dr. Oettker, Schüco und Co. Während Bochum den Weg per 80%-Abstimmung frei macht für Investoren, schafft Bielefeld den Sinn für Investment – Erfolg auf Basis der Möglichkeiten. Statt Bundesligaskandal, Abstiegsrekorden und klammer Kohle ist die Arminia im Aufwind, während der VfL weiter abrutscht. Und dabei machen wir alle kein gutes Bild, von Hochstätter über Gerrit bis VfL-Jesus.
Aber alles Klagen, alles Lamentieren und Protestieren hilft nicht, um zu gewinnen und noch weiter rein zu rutschen. Keiner glaubt dran, Bochum siegt 1-0.
Daten aus der Mini-Vorschau von vfL4u:
Montag, 29.01.18, 20:30 Uhr, Vonovia-Ruhrstadion

Schiedsrichter: Robert Hartmann (Wangen, pfiff den VfL zuletzt beim 0:0 in Duisburg im Dezember 2015)
Assistenten: Christian Leicher (Landshut), Markus Schüller (Korschenbroich)
4. Offizieller: Oliver Lossius (Bonn)

Hinspiel: DSC - VfL 2:0 (21.08.17; Voglsammer, Kerschbaumer)

Voraussichtliche Aufstellungen:
VfL: Dornebusch - Leitsch, Losilla, Hoogland, Gyamerah - Eisfeld, Stöger, Celozzi, Ochs - Kruse, Wurtz
DSC: Ortega - Hartherz, Börner, Salger (Behrendt), Dick - Schütz, Kerschbaumer, Weihrauch, Staude (Putaro) - Voglsammer, Klos

Tom, CB’93

P.S.: Nachträglich Glückwunsch an den Neusser zum 51.

Schuld war nur das Magnum

24. Januar 2018

Der VfL Bochum rutscht durch die gestrige 0-2 Heimniederlage ganz tief in den Abstiegskampf der 2. Liga. Im kleinen Ruhrpottderby wurde der MSV Duisburg die neue Nummer Drei im Pott, ohne selbst zu überzeugen, zumindests spielerisch blieben beide Ruhrpottteams blass. Der Sieg der Meidericher vor 17.500 Zuschauern an einem nieseligen Dienstagabend war vor allem aufgrund der schwachen Halbzeit des VfL völlig verdient und wurde von 3500 MSV’lern gebührend gefeiert.
14.000 Bochumer schwiegen, riefen „Hochstätter raus“, pfiffen schlußendlich und sahen pflegmatisch zu, wie ihr teilüberfordetes Team fast noch das 0-3 durch Stolpergiraffe Onuegbu kassiert hätten. Am Ende gab’s Pfiffe von der Ost, höhnischen Applaus von Frisurgott Gündüz und „Leader“ Stöger an die wütenden Fans. Die Stimmung sollte sich als komplett im Arsch darstellen im Januar 2018 anna Castroper und nächste Woche gegen Bielefeld hab ich wirklich Angst um den Verein. Das ist nicht die normale Bochumer Angst, die man immer latent hat, sondern eine echte Angst vor dem neuen Bochumer Buch der Apokalypse 2010 reloaded.
Die Anzahl der Baustellen in Bochum übersteigt mittlerweile den Brandschutz am Berliner Flughafen oder die eingestürzte Kölner U-Bahn. Der tiefe Riss durch die Bochumer Fanszene, die sich durch alle Fraktionen zieht, geht direkt über ein führungsloses Team mit blassen Trainer bis hin zu Villis selbst. Hochstätter ist das Zentrum der Wut, das kennt er aus Gladbach, als er Lienen enteierte und Fach installierte.
Dass Bochums jüngstes Startelfteam 23,7 Jahre hatte, machte sich 15 Minuten positiv bemerkbar. Der VfL mit Angfangsschwung, aber eben wie so oft ohne echte Torgefahr und mit zu wenig Chancen in der Box. Wie man mit Wurtz (die Zehn!) dieses Problem angehen will, bleibt das Geheimnis von Rasiejewski. Hinterseer, Diamantakos, Sam, Gündüz und Eisfeld auf der Bank, Merkel auf der Tribüne, Bastians verkauft, Dorne, Ochs, Leitsch und Hemmerich auf dem Platz, bis zum 0-1 in der 40. Minute war es ein Versuch wert. Doch Ochs verlor den Ball an Iljutcenko, über Schnellhardt und Stoppelkamp zu Shootingstar Engin, der wieder Iljutcenko bedient und der mit einem herrlichen 0-1, wenn man ein Jünger des Dietz-Vereins ist. 3500 Zebrafans jubelten, die Bochumer Ost antworteten umgehend mit „Hochstätter raus“. Die Ultras hatten im Block B eine ähnliche Parole gerufen, es scheint so, als ob Christian Hochstätter Senior und Junior mit dem VfL Bochum so langsam durch sind.
Die Entlassung von Verbeek, das Holen „von Dorftrainer Atalan“ und Probiertrainer Rasiejewski, zeigten nicht, warum Hochstätter einst vom HSV umworben wurde oder eben gerade. Der Sportchef ist in Bochum zur Zeit sehr sehr einsam.
Die tiefen Risse in Bochums kleiner Fanszene mit zwei Petitionen und dem schweigenden Protest der Ultraszene, sind der hohe Preis den Villis, Engelbracht und Co für die Ausgliederung bezahlen. Die meisten Leute werden sich schlicht abwenden, wenn Bochum Montag gegen Arminia wieder so spielt, wenn sie es nicht schon getan haben.
Gruev kann jubeln über einen Duisburger Traumstart 2018, weil Janelt (Vorzug vor Eisfeld) den Hajri umsenst und Wolze den fälligen Elfer zum 0-2 verwandelt. Sämtliche Maßnahme des Trainers scheiterten an diesem Abend. „RI-RA-Rückrunde“ kann zur „Adios Zweite Liga Tour 2018 nach unten“ werden, wenn wir nicht schwer aufpassen.
Bochums Zweite Halbzeit war geprägt durch einen fehlenden Leader, zu wenig Spielwitz und eine zweite Szene durch Wurtz, wo er erneut vorbeischoss. Sein erster Fehlschuss in der 1. Hälfte, hätte dem VfL das 1-0 bringen können und damit dem Spiel eine andere Wendung. Aber Wurtz ist soweit vom Torjäger und der 10 entfernt, wie der Verein vom Aufstieg in die 1.Liga. Darauf haben viele, wie auch ich gehofft. Aber seit gestern ist noch klarerer als je zuvor, was Bochum braucht. Einen neuen Trainer zunächst, würde ich mal seit gestern sagen. Dann ganz dingend einen runden Tisch aller, wirklich alles Fans und vermutlich eine Aussprache mit Villis. Hochstätter kann sich für dem Sommer schon mal nach einer neuen Tätigkeit umsehen. Die Situation wird für alle unerträglich werden.
Der Abstieg 2018 wäre eine echte Katastrophe, ähnlich wie 2010. Und auszugliedern ist dann auch nix mehr, außer meine schlechte Laune heute morgen. Was das alles mit Magnum zu tun hat, erfahrt ihr demnächst (Steigerung des Spannungsbogens ;–))))).

Tom; CB‘93

P.S.: Heute mal keine Grüße

Der Feind in mir selbst

21. Januar 2018

Dienstag 18.30 Uhr geht es wieder los anna Castroper. Normalerweise freut man sich seit Tagen darauf, den Weihnachtsspeck abzuschütteln und wegzusingen und ins VfL-Wohnzimmer zu gehen. So war es im Sommer zumindest und mit Ochs hat man ja sogar im Winter einen neuen geholt. Allerdings sitzt man auch auf Ladenhütern wie Merkel, Sam und dem Dauerkranken Perthel.
Also die Bundesliga läuft ja schon seit dem 12.1.18, aber nun rollt auch unter der Woche die 2. Liga im WM-Jahr an. Russland 2018 ist das Ziel für viele Fußballer, für Bochum geht’s gegen den MSV zunächst mal um Punkte für den Klassenerhalt und die zZ sehr geschundene VfL-Seele. Ein Bochumer in Russland wird vermutlich Leon Goretzka sein, der demnächst in Bayern seine Brötchen mit Fußball verdient. Vermutlich der letzte Bochumer für längere Zeit, der so begehrt ist. Wosz und Tenhagen sind jedenfalls schon etwas her.
Beim VfL ist große Vorfreude auf das immergrüne Ruhrpottderby gegen den MSV leider total Fehlanzeige. Mit einer komischen Mischung aus Wut, Enttäuschung, Achselzucken und Lethargie reagieren Bochumfans auf die Testspiele gegen CD Baleares (Sieg, Abbruch), Pauli (1-1) und das 0-1 gegen Aachen. Duisburg, Bielefeld scheinen von Zwergen zu Giganten geworden zu sein 2018. Da hat man eine berechtigte Angst nach unten abzurutschen. Von Aufstiegshoffnungen wie bei mir im Sommer 2017 ist keine Spur mehr. In der Stadt ist die Farbe Grau dominant. Erst setzte man Verbeek nach dem Trainingslager 2017 vor die Tür, dann machte Atalan in 100 Tagen nicht immer das Richtige, was zugegebenermaßen schwierig war in einem Umfeld, das das Wort Vereinsfamilie nicht wirklich beschreibt.
Nach der sportlichen Talfahrt, wurde der Butternudelsklandal zwischen Bastians und Hochstätter, seinem Sohn in den Medien zur grotesken Schlammschlacht aufgebaut. Die Medien mit Droll, Rentsch und Co verstärkten den sich anbietenden Vorfall beim FCN gehörig und man wünschte sich fast die gute alte WAZ und Pohls RS wieder, wo Altegoer mal kurz anruft und für Ruhe sorgt.
Statt Frieden gabs nach der JHV am 7.10.17 nun Stress zwischen Ausgliederungsbefürwortern und Gegnern, die ultraaffinen Gruppen schweigen seit dem und auch das sorgt für Unruhe, die kurz vor Weihnachten noch zusätzlich in dem Rücktritt Deiner ARs mündete. Alles begleitet von süßsauer lächelnden Medien, die Ruhe nicht wirklich wollen, sondern fleißig schreiben und die den Eindruck des “Chaosclub VfL” in die Republik tragen.
Die Wahrnehmung ist - “Was ist denn da beim VfL los?” Schuld ist der Verein aber am meisten selbst an seinem desaströsen Bild, die Kritik bündelt sich in Hochstätter und Villis. Zwei (Online-)-Petitionen bildeten sich zur Einberufung einer außerordentlichen JHV und Abberufung des VV.

Und das wird - wie könnte es anders sein - genüßlich in der Presse zerlegt. Flagschiffe wie Gerrit S., Uwe F., Andreas W. und Co machen mobil “gegen den Vorstand” und “eine GroKOo der Fans für den VfL” scheint in weiter Ferne. Schafft der VfL sich ab? Dabei wäre jetzt Einigkeit total wichtig.

Und nun kommen selbstbewußte Meidericher zum Start, die nicht mehr nur billig, namenlos sowie austauschbar sind - und Steiftier Onuegbu auf dem Pin haben, sondern wo Grilic und Co. eine echte Mannschaft aufbauten, die funktioniert. Stoppelkamp, der Wandervogel wird heimisch, Volze, das Talent wird reif. Und gegen Bielefeld sieht das mit dem erneuerten Gegner übernächsten Montag nicht anders aus. Zwerge werfen zZ riesenhafte Schatten auf uns Dauerkrisler und wir würden uns am liebsten verkriechen.

Ja, der Vizemeister 1963/64 ist für mich nach dem Kaltstart leichter Favorit aufgrund der Umstände, nicht aufgrund des Kaders. Ein Auswärtssieg wäre leider keine Überraschung, aber er passiert hoffentlich auch nicht.

Wir wissen für Dienstag gegen Dietz’ Meidericher wenig, nach kurzer Vorbereitung und wenig Testspielen, ist die Kapitänsfrage geklärt (Celozzi für den China wechselnden Ex-Bastians), Dorne oder Teamego Rieman ist nicht klar für Rasi, der PKs gibt wie einst der blasse Neitzel. Auch da weiß man nicht, wofür der dritte Bochumtrainer dieses Jahr steht und ob er der letzte sein wird bis Mai. Es bildet sich sowas wie ein Team ab- mehr aber auch nicht. In der Defensive wird umgestellt werden müssen. Und?

Leitsch und Hemmerich werden Bastians vertreten, d.h. man hatte wenig Zeit, für die Westduelle eine neue IV einzuüben, dazu wackelt der Torwart, das hört sich nach Gegentoren an. Der Sturm bleibt seit 2 Jahren, seit dem Teroddeabgang, eine Baustelle und ist es noch. Nur Stöger und Kruse spielten eine passable Hinrunde, Diamantakos und Hinterseer enttäuschten, dazu ist Wurtz nicht wirklich torgefährlich. Wer soll also die Tore schießen, die uns aus dem grauen unteren Mittelfeld nach oben schießen? Kruse? Der will wie Hoogland angeblich weg.

Andererseits fehlen Bochum nur die zwei Heimsiege gegen die alten Rivalen, Arminia und MSV, um 5. und 6. zu werden und die Stimmung ein wenig zu drehen - und Gräben zuzuschütten. Aber kann der junge Coach seine Jungs ausreichend motivieren? Kann die wackelige Abwehr standhalten und der laue Sturm liefern gegen die Zebras? Kann man endlich ein Spiel-System erkennen oder wirkt Bochum - immer noch - wie seit letzten Sommer wie ein Team in der Probe- und Testspielphase? Ist es überhaupt eine Mannschaft und ziehen beim Verein wieder alle halbwegs an einem Strang? Haben wir Dienstag vor ca. 20.000 wieder eine echte eigene Kurve? Wird diesmal der gestreifte Anhang die Stimmung machen und wir wieder leise sein? Kippt die Stimmung nach einem Rückstand?

Statt “Zebras in den Zoo” hat man mehr Angst vor negativer Nabelschau und internen Querelen! Und die Nachbarn vom Binnenhafen/Ruhrort kommen gut getestet und intakt zum Derby, wir “mit Köttel in der Buchse” und der Sehrnsucht nach einer Serie und Konstant. Das spielt auch keine Rolle, ob wir 4-4-2 oder das 4-3-3 spielen, ob Sam, Hinterseer, Diamantakos und Eisfeld noch in der Hinterhand sind.

Beide Revierclubs kommen vermutlich wohl so:

MSV Duisburg: M. Flekken — Hajri - Bomheuer - Nauber -Volze —Souza - Fröde — Schnellhart- Stoppelkamp — Iljutcenko -Taschny
VfL Bochum: Riemann/Dornebusch — Celozzi (C) - Leitsch - Hoogland- Gyamerah - - (Soares)— Hemmerich - Janelt (Eisfeld) - Ochs — Stöger - Kruse - Wurtz (Hinterseer)

Mein Tip: Wir starten solide, Duisburg antwortet nach 10 Minuten und macht das 0-1. Bochum müht sich sehr und gleicht in der 60. Minute aus zum finalen 1-1. Der dringend benötigte Heimsieg gelingt dann vielleicht gegen Arminia.

Tom, CB’93

P.S.: Lasst uns im unserem Wohnzimmer bitte wieder gemeinsam heimisch werden- und Glückwünsche an unsere Commandanten Calle P. und Makko H. zum Wiegenfest!

Arschlöcher

24. Dezember 2017

Unser Ex-Trainer Verbeek, der in Holland gerade Erfolg mit seinem Team hat, benannte die Leute von Bild-Sport mal so: “Ihr seid doch Arschlöcher!”. Dieses unweihnachtliche Wort mit A……… wird sicher ganz vielen Bochumfans wieder eingefallen sein, als vorgestern sich im Internet die Nachricht verbreitete, dass drei (!!) Aufsichtsräte des VfL im Sommer 2018 zurücktreten werden von ihren Posten. Uns hat diese schlimmer Meldung auf der Weihnachtsfeier im Yamas ereilt. Und wir waren geschockt wie alle anderen auch, das ist ein Erdbeben.

Finanzvorstand Wilken Engelbracht sowie die Aufsichtsräte Matthias Knälmann und Frank Goosen haben mit dieser Nachricht Bochums Fans in Panik versetzt und die Schockwellen durch den Verein, Medien und die Stadt könnten nicht größer sein. Rentsch spricht wie Droll von “Chaos beim VfL”, Villis dementiert. Es riecht nach viel größerem Chaos unter der Oberfläche.  Bei Philipp wird man den Eindruck nicht los, der strebsame Schreiber “einer Schülerzeitung” will immer ganz weit vorne sein mit den schlechten Nachrichten über unseren Verein und der VfL tut ihm freundlicherweise den Gefallen, viel bad news produzieren.

Nach dem letzten Spiel gegen St. Pauli hatte Felix Bastians schon ein Interview bei Radio Bochum genutzt, um seinen persönlichen Wegganggedanken Richtung China Nachdruck zu verleihen. Christian Hochstätter ist aus der Perspektive von Bastians “der Oberarsch”, die Fans sehen nun beide Protagonisten höchst kritisch. Der tolle “Urbochumer” Bastians will nach China, angeblich weil ihn Hochstätter auf einer Pressekonferenz öffentlich demütigte, einem “echten VfL’ler” wie Wilken Engelbracht wird Leverkusen angedichtet. Auch da wird, genau wie in China, mehr Geld gezahlt als in Bochum. Alle beide wollen weg, obwohl sie doch angeblich so ein totales VfL-Herz haben. Bastians würde der Defensive sicher sehr fehlen, Wilken Engelbracht, bester Mann den der VfL je auf dieser Position je hatte, wird dem VfL überall fehlen. Und dass Wilken vor zwei Monaten auf der Aufgliederungsversammlung angebliche Schalker als Ausgliederungsgegner ausmachte, die sich frisch angemeldet hätten, hat im Nachhinein ein besonderes Geschmäckle. Und dann geht auch noch Sympath Frank Goosens, man weiß jetzt nicht genau warum, aber es steht zu vermuten, dass sowohl die anstehende Ausgliederung sowie die Personalie Hochstätter damit zu tun haben könnten. Oder ist er ausgelaugt von Querelen im Verein?

Jetzt ist also wieder die Zeit des Spekulierens gekommen, aber was sollen die Leute, denen der VfL am Herzen liegt auch tun, denn sie wissen ja nicht, was da intern schon alles schiefgelaufen ist. Und das wird eine Menge sein. Von der Verbeekentlassung zu Unzeit, von Atalans komischen Intermezzo abgesehen, ist auch die Personalie Rasiejewski nur als Versuch Hochstätters zu sehen, keinen starken Trainer zuzulassen, damit er weiter fest im aalglatten Sattel sitzt. Damit kommen wir zu einem der Hauptbrandherde: Christian Hochstätter. Der Mann, der in Gladbach bei Namensnennung dazu führen kann, dass einem Prügel angedroht werden, hat - das sei noch mal angemerkt - Peter Neururer wegen “vereinsschädigenden Verhalten” entlassen. Und wie würde er wohl selbst als Außenstehender sein Verhalten nun  deuten? Er, der seinen Sohn gleichen Namens (!) als Teambetreuer zwischen Team und Mannschaft installierte, hatte eine Schimpfkanonade ausgelöst von Felix, der nur der Glückliche heißt, aber wohl nicht ist. Bastians und Hochstätter haben nun ein Verhältnis wie die Sith und die Jediritter und Christian Hochstätter wird so etwas wie der böse, dunkle Lord des VfL. In Plakaten in Hamburg und auf der Mauer hinter der Ost wird längst sein Rücktritt gefordert, die sozialen Netzwerke sind voll mit “Hochstätter raus”-Threads und nach der umstrittenen Ausgliederung gab es viel Kritik an ihm. Es scheint sich nun auch durch den Rücktritt der drei Aufsichtsratsmitglieder eine Situation zuzuspitzen und ich tippe mal, den Sommer 2018 wird Herr Hochstätter bei der Stimmung in der Stadt nicht überleben. Schon sein Hamburgflirt zeigte, in welche Richtung es für ihn gehen könnte, Buhmann 2018 reloaded. In manchem arabischen Land würde man vermutlich eine Verschwörungen von jüdischen Menschen vermuten, aber die Option existiert beim VfL nun nicht und das ist auch gut so.

Also wer ist der Böse? Hochstätter, Engelbracht, Villis, die Spieler?

Die Fanszene war und ist tief gespalten über die Ausgliederungsentscheidung und deren bizarre Beigeräusche und wird sich nun wieder vereinen unter dem Banner “Hochstätter raus!” - sowie Bastians kann auch gleich gehen - und es werden noch mehr folgen (Kruse und Hoogland?) und und und. Leider werden auch einige Fans dem VfL den Rücken zudrehen, einmal sportlich und weil es nicht mehr “ihr VfL ist” und die Lage könnte sportlich wirklich existenzbedrohlich werden. Das hätte ich im Sommer nie vermutet, aber es ist nun so.

Die Ausgliederungsgegner unter den Fans - und die schweigenden Ultras - werden sich nun logischerweise überraschend deutlich bestätigt sehen in ihren Bedenken gegen die Ausgliederung durch Leute, denen man offensichtlich nicht trauen kann und denen man das Wertvollste anvertraut hat, “unseren VfL als Verein”. Das wird nun zum Bumerang und es ging schnell.

War man über die Reaktion der Ausgliederungsgegner zunächst überrascht, so kommt sie einem jetzt fast zu milde vor. Wir 80.20 Prozent haben uns mächtig verarschen lassen.

Man kann gespannt sein, was zum Rückrundenauftakt in vier Wochen gegen Duisburg los sein wird. Das wird ein Spaß.

Mir bleibt nur mal wieder zu hoffen, dass das irgendwie am Ende doch gut ausgeht.

Und noch was, “ihr seid Arschlöcher!”. Das seid ihr. Und das wird schon den Richtigen treffen, irgendwie.

Tom,CB’93

Der Norden liegt uns nicht

19. Dezember 2017

Nach dem desaströsen 3-0 von Kiel und dem mauen 1-0 von Braunschweig verlor der VfL auch gestern auf St. Pauli sein drittes Spiel im Norden mit 2-1. Bochum löschte sein eigenes Strohfeuer nach zwei Siegen mit einer unnötigen Auswärtsniederlage im Montagabendspiel der zweiten Liga. Dabei hatte die Chance bestanden, mit einem Triple an Siegen 2018 noch mal oben anzugreifen, doch das gelang nicht. Bochum verlor etwas unglücklich beim FC St. Pauli. Die Hamburger waren 2017 ein echter Angstgegner für Bochum.

Der VfL in Weiß begann recht stark am Millerntor und Himmelmann musste gegen Kruse bravorös retten. Man sah, warum der St. Pauli Keeper vor Ex-VfL’ler Heerwagen den Vorzug erhalten hatte. Doch auch Ösi Hinterseer machte es nicht nicht besser als Aussie Kruse -  er scheiterte an einem braunen Abwehrbein, weil er nicht sofort schoß. Es fiel leider kein psychologisch wichtiges 0-1 und die stark ersatzgeschwächten Kiezkicker kamen über Kampf nach 15 Minuten besser ins Spiel. Das bedeutet auch, beim “neuen defensivstarken” Bochum schnell die Führung, nach dem Drehbuchbuch “der vfL alles unterm Strich im Griff gehabt bis dato, aber nicht in Führung gegangen, dann schießt der Gegner einmal aufs Tor- Tor”. Nun, das taten die Hamburger, die nach einem Standard das Glück hatten, dass zwei Bochumer zum Kopfball flogen, keiner ihn traf - und Soares ihn unglücklich abprallen ließ. Lasse Sobiech machte dann das 1-0 per Flachschuss. Zack. So kann es gehen im Fußball, manch Bochumer im Gästeblock und vor dem TV ahnte wieder, wie die Sache zu Ende gehen würde.

Denn nun spielten die befreiten Braun-Rot-Weißen auf und Bochum stand mächtig unter Druck und wackelte. Dornebusch konnte sich nun auszeichnen und war wie beim 0-1 nicht eben nur dran, sondern rettete wirklich. Der Wittener ersetze Riemann, hatte gute und schlechte Szenen, er bleibt wohl 2018 die Nummer Zwei. Dass es kaum Entlastung gab in dieser Phase ist typisch für den VfL in dieser Saison, allerdings zeigte sich dann in der 2. Halbzeit, dass Bochum gefestigter ist als noch vor Wochen. Man sieht so langsam die Konturen der Mannschaft, die man eine Hinserie oft vergeblich suchte.

Bochum überstand die Drangphase am Millerntor bis zur Pause, es hätte locker 0-2 stehen können. Unser Weiß kann nicht drauf, wenn die gegnerische Mannschaft zu eng steht, rennt und früh attackiert. Zumindest, wenn bei uns der Schlendrian einreißt, dann fallen wir ab. Das ist auch so ein Muster.

Dann fingen die spielerisch mit Potenzial ausgestatteten Bochumer zwar besser an, dominierten optisch am Ball nach dem Pausentee, doch die über 28.000 sahen wieder nur Kruse und Celozzi beim guten Versuch, was Zählbares sprang aber nicht heraus. Paulis Keeper war auch Zack und uns fehlt der Killer vorne.

Dann war Sam unterirdisch im Zweikampfverhalten - das war nicht das erste Mal bei ihm - verlor das Laufduell, der Ball wurde nach vorne gepasst - und Schneider schloß den Konter von rechts zum 2-0 ab. Zack - aus die Maus, dachten sich da alle Bochumer. Lieder war das ja dann auch so. Pauli hat dem VfL 2017 durch drei Niederlagen viel viel Geld und Nerven gekostet.

Desweiteren spielte weiterhin Bochum in guter Grundordnung, spielstark und schnürte St. Pauli hinten ein, aber den Knipser haben wir 2017 nicht, müssen uns einen backen 2018-2019-2020.  Wie man hört, zieht es nicht nur Terodde, sondern auch Bastians nach Köln, Gerüchteküche. Er bat wohl um Freigabe. Reisende…..;-)

Bochum machte dann doch noch den verdienten Anschlusstreffer und das 2-1 war nur ein Hoffnungsschimmer für Bochum. Sankt Pauli wurde angefeuert, Bochums Block blieb stumm. Nun spielte zwar fast nur Bochum, die 2. Halbzeit machte Hoffnung, dass 2018 besser wird, aber das 2-2 machte Rasiejewskis Elf eben nicht. Das 2-2 wäre psychologisch sehr wichtig gewesen, um gegen MSV und Arminia volles Haus zum Start zu haben.

Aber das Leben ist kein Konjunktiv. Der VfL Bochum verlor gestern 2-1, der VfL ist nun grauer 12. - und Bochum ist eher im Abstiegskampf als im Aufstiegsfieber. Bochum fährt 2018 nicht nach Berlin zum Pokalfinale 2018 und die letzte Tour nach Union Berlin im Mai wird vermutlich kein Aufstiegshalali.

Bochum beendet 2017 mit einem in Teilen uneinigen Team, mit Querelen im Verein, Streit der Fangruppen und sportlich unter den Erwartungen. Die Hoffnung auf eine bessere Zukunft bleibt, die bleibt aber immer.

Ich wünsche Euch eine frohe und friedliche Weihnachtszeit, viele Geschenke und einen guten Rutsch und wenig Streit und Zank.

Wer ihr auch seid, bitte bleibt dem VfL treu. Es ist unser Club.

Tom;CB’93

P.S.: Gruß an die Livecommandanten ToFob, Drohne, Marco M.

Ich will meine Punkte zurück

16. Dezember 2017

Morgen ist der dritte Advent. Die pittoresquen Weihnachtsmärkte glühen ihre gebrannten Mandeln schon seit Wochen durch, der Schnee fiel schon ein wenig - und fällt, die Geschenke sind zT gekauft und Montag geht’s zum Traditionsduell 1910 vs. 1848. Der FC St Pauli Hamburg gegen den VfL Bochum, da reisen sonst immer gut und gerne 2500-3500 Bochumer an die Elbe, um ihren VfL zum Kultspiel begleiten. Doch diesmal, Ende 2017, werden es leider nur ein paar hundert sein, wenn der Neunte beim Fünfzehnten antritt. Das liegt nicht nur daran, dass der VfL schon im Hinspiel unter Atalan seine erwartungsfrohe Anhängerschaft so derbe enttäuschte. Der mit vermeintlichen Topspielern ausgestattete VfL enttäuschte nach der Verbeekdemission die ganze Hinrunde. Ärger, chronische Unkonstanz, dazu eine umstrittene Ausgliederung in eine KGAA mit üblen Nebengeräuschen, der VfL war eine richtige Skandalnudel dieses Jahr und kriegte die mediale Rute.

Das kennt man so nicht von Bochum, es war sehr unschön. Zweitligastars und Sternchen wie Sam, Tesche, Merkel, Eisfeld wurden mit Youngstern wie Palvinidis, Saglam, Leitsch, Janelt, Bandowski, Gündüz, Baak und Bapoh keine funktionierende Einheit. Hochstätter sorgte - wie vor einem Jahr mit HSV-Abwanderungsgerüchten - auch eher für mehr Unruhe und Rasiejewski rotierte und orgelte uns in Paderborn erst mal aus dem DFB-Pokal.

Gegen die Ostwestfalen flogen auch die kleinen Hamburger raus, beide Clubs enttäuschten ihr treuen Fans mitunter und das wird man auch am Montag an der Stimmung im wie immer vollen Millerntor auch irgendwie merken.

St. Pauli ist sicher nicht so peinlich wie der HSV in den letzten 5 Jahren. Das ist aber auch nicht der Maßstab, wo Elbphilharmonie, Hafenstraße, Fischmarkt und Hanseaten zusammenkommen. Braun-Weiß ist immer noch etwas Anders, aber auch dort gelten mittlerweile die knallharten Regeln der Profifußballbranche: hire and fire.

Hielt man nach der katastrophalen Hinrunde 2016/2017 zu Trainer Lienen, spielte man die Beste Rückrunde der Vereinsgeschichte. Im Schatten des Doms gab’s ein 1-1 gegen uns, in Bochum siegte man 1-3 - und Lienen wurde zum technischen Direktor weggelobt. Jansen kam als Coach und trickste Atalan erst mal aus, Bochum verlor ein zweites Mal 2017 gegen den Kiezclub. Wir Bochumer wollen nicht, das Sankt Pauli unser neuer Angstgegner wird. Genau das droht aber, wenn wir übermorgen da wieder verlören, umso mehr als Pauli ersatzgeschwächt ist.

Bochum stabilisierte sich nach dem desaströsen 3-0 in Kiel nicht sofort, aber der Erst-Interims- und nun echter Coach Jens R. stabilisierte die VfL-Abwehr (Fabian ist Bankdrücker und damit Saisonverlierer mit Merkel, Dauerpatient Perthel, Wurtz und Diamantakos) und siegte gegen Union und den Jahr zuletzt, so dass der VfL auf sechs (!) ungeschlagene Spiele nach St Pauli fährt. Und wenn es dort keine Butternudeln gibt….ach lassen wir das.

Also, während der VfL eine leichte Trendwende schaffte, steht die den alternativen Hamburgern noch bevor. Jansen flog raus, Uwe Stöger (Sportvorstand, neu) und der Vorstand ließen den telegenen Lienen in eine TV-Show, wo er kolpotierte, “nichts von der Trainerentlassung” zu wissen und schmierte damit seine oberen Mitstreiter ordentlich an. St. Pauli ist also auch nicht mehr so wirklich anders. Klingt nach abgezockten Profispielchen, fühlt sich schrecklich bekannt an. Bonjour Tristesse.

Den Braun-Weißen Kickern flogen die Bälle beim 0-4 in Fürth und 0-5 in Bielefeld nur so um die Ohren. Spielte man gegen den Trainer? Hat man Probleme im Team wie in Bochum? Ist das Team ein Flickenteppich der egomanen Individualisten? Fakt ist, Bochum, St Pauli und Union Berlin, die selbst ernannten oder getippten Aufstiegsfavoriten, wurden in unterschiedlichen Phasen der Saison ihren eigenen hohen Ansprüchen nicht gerecht. Punkt.

Bochum fehlt andererseits nur ein Sieg auf den 5./6. Platz. Und vieles wäre besser, wenn auch nicht alles in Butter, gewänne man zum Rückrundenstart. Es gab auch in Regensburg Protestplakate gegen CH und es gärt weiter in der Szene. Aber ein Sieg, wie auch immer der zustande kommt, und man kann die Weihnachtsfeier etwas lockerer angehen, die bescheurt-blinkende Weihnachtsmannmütze aufsetzen und von einer besseren Zukunft träumen: Das verbindet Bochum und Hamburg, man träumt von einer besseren Zukunft und lebt von der Hoffnung, irgendwann kommt der Erlöser, der Weihnachtsmann, die Utopie.

Zeit “Träume endlich mal wahr werden zu lassen”, man fühlt sich sonst wie beim BER oder bei der Kölner Nord-Süd-Bahn. Und das will niemand, weder an der Castroper, noch am Millerntor.

Statistische Daten von VfL4u:

Montag, 18.12.17, 20:30 Uhr, Millerntor-Stadion

Schiedsrichterin: Bibiana Steinhaus (Langenhagen, pfiff den VfL zuletzt beim 3:2 gegen Dresden im August)
Assistenten: Markus Häcker (Waren/Müritz), Thomas Stein (Weibersbrunn)
4. Offizieller: Felix-Benjamin Schwermer (Magdeburg)

Hinspiel: VfL - STP 0:1 (28.07.17; Buchtmann)

Voraussichtliche Aufstellungen:
STP: Himmelmann - Buballa, Avevor, Sobiech, Zander - Sobota, Flum, Kalla, Cenk Sahin - Dudziak (Schneider), Allagui
VfL: Dornebusch (Riemann) - Danilo, Bastians, Losilla, Gyamerah, Celozzi - Kruse, Janelt, Stöger, Wurtz (Sam) - Hinterseer

Tom, CB’93

Tip: 1-1. Das logische Ergebnis