Frische Brise

9. Februar 2020

Der VfL feierte in Wiesbaden einen insgesamt glücklichen, aber eminent wichtigen Auswärtssieg vor Orkan Sabine. Das 0-1 in der Brita-Arena, auf einer Baustelle vor 5.300 Fans, sicherte Bochum Platz 14. und einen Anschluss an Hannover, Nürnberg und Darmstadt. 1300 Bochumer Fans feierten ihre Party. Dieser Sieg ließ eine Menge Steine von VfL-Herzen plumsen, denn das Matchglück war heute auf Bochumer Seite. Nach drei Niederlagen in Serie konnte Reis Team vor dem Stuttgartheimspiel bei einem direkten Konkurrenten nur deshalb ohne Gegentor siegen, weil Riemann, Soares, Decarli, Leitsch und Gamboa einen Sahnetag hatten und alle für das Ziel Auswärtssieg kämpften.
In der ersten Halbzeit entwickelte sich schnell ein Schlagabtausch, wobei die Hessen die besseren, heißt klareren, Chancen hatten. Bei Bochum fehlte Ganvoula das Glück, aber er musste den Job für drei Offensive machen und war am Ende des Spiels platt wie ne Flunder.

Wehen konterte gefährlich und hatte 3-4 klare Dinger. Bochums Fans supporteten ihrerseits leidenschaftlich, man hatte akustisch ein Heimspiel, aber beide Teams lieferten sich ein munteres Rauf und Runter. Bochum gewann am Ende der ersten Halbzeit die Oberhand und Simon Zoller erzielte folgerichtig das 0-1. Das war nicht schlecht, aber Wiesbaden blieb gefährlich. Es ging zum Pausenbier und alle waren etwas erleichtert, aber skeptisch.

Dann kamen 20 Minuten die Hausherren, schnürten unser Team hinten ein und es war nur eine Frage der Zeit bis zum 1-1. Aber es fiel nicht, weil alle fighteten und WW auch nicht das Zielwasser erfunden hatten und Schaeffler an einem glänzenden Riemann scheiterten.

Und wir hatten mal Glück, was uns gegen den HSV fehlte und klar, Wiesbaden ist auch Hammerwurf, nur wir halt auch. Die Offensive, da würde ich an Ganvoulas Stelle explodieren. Der Mann hat keinen Blum zur Seite, manchmal einen Zoller und einen stumpfen Weilandt. Mehr ist das nicht, auch wenn Maier für Zujl kam und auch Eisfeld dazu eingewechselt wurde, von dem Fußball kriegt man Augenkrebs.

Und dass man das 0-1 hielt, war enorm wichtig, aber nicht der Sieg der überlegenen fußballerischen Mittel. Man konnte sich freuen und dennoch meckern: Wenn wir nicht besser spielen, gehen wir gegen Stuttgart unter.

Aber die Freude war da, die Fans machten Party und wir kamen im ICE nach Frankfurt Flughafen und dort war Schluss, Sabine hatte schon weiter nördlich gewütet: Wir hatten drei Punkte und Dirk, Wuppi, Benny, Patient und ich den FlixBus nach Hause: Der Rest fuhr Taxi. Dennoch dank an Marwan, die Capos der Ultras und diesmal auch an das VfL-Team. Anders als so scheint es nicht zu gehen und das Ende bleibt völlig offen.

Zum Glück war es diesmal kein Orkan der Wut, sondern nur das Wetter, das eine richtig gute Tour beendete.

Tom;CB`93

Mit dem Audi Quattro nach Wiesbaden

7. Februar 2020

Auf geht’s zum ersten Endspiel bis Mai 20, nach Wiesbaden. Hört sich irgendwie an wie ein Kurort, so wie Bad Nauheim. Dirk meint, die Stadt selbst sei hässlich im Vergleich zu Mainz. Ich persönlich war noch nie da, wir Bochumer werden Sonntag sehen, wie das da so ist. Mal gucken was der Kambodschamann sagtVor allem wird es punktemäßig recht wichtig, dort nicht zu verlieren, ein 1-1 wäre schon fast ein Traum. Aber sonst fällt mir zur Stadt Wiesbaden nur BKA, Britta-Filter, Landeshauptstadt Hessen und die Konkurrenz zu Mainz ein. Angeblich ignorieren sich die beiden Städte durch fehlende Verkehrsschilder. Hat vielleicht jemand mal jemand anderem die Kühe gestohlen, wer weiß das schon.

Der VfL fährt Sonntag zum vermeintlichen Zwerg nach Wiesbaden, ist aber in den letzten 12 Monaten selbst zum blau-weißen Zwerg geworden. Vor einem Jahr wurde nach einem Sieg gegen Duisburg und danach vier Niederlagen beschlossen, vom Duo Dutt/Sesi, das “Team über dem Zenit” muss umgebaut werden. Der notwendige Umbau sollte ein Abbau-West deluxe werden und als man vor einem halben Jahr 0-3 gegen die Bonsaihessen zurücklag, warf Dutt quasi genervt hin und Riemann und Co wendeten das Blatt zum 3-3. Danach kam Reis und er und Sesi haben den Karren mit dem umgebauten Kader richtig in den Sand gesetzt. 4 der letzten 5 Spiele wurden seit Dezember verloren und Bochum droht in Wiesbaden der vorletzte Platz und ein moralisches Waterloo.
Dabei hat Bochum seit zwei Jahren eine schlimme Auswärtsbilanz und Wehen wird Sonntag sicher alles raushauen und versuchen, den eigenen guten Trend zu verteidigen. Nur Wiesbaden ist zu Hause schlecht und Bochum hat immer noch vermeintlich die besseren Einzelspieler.

Ob Reis nun wieder den Catenaccio-Castroper anmischt, mit drei Sechsern im 4-4-2 werden wir sehen. Offensiv verliert er seine besten Leute wie Blum und Ganvoula, weil er an dieser Steinzeittaktik festhält. Nun kann man argumentieren, dieses Team kann nicht mehr verteidigen als 70 Minuten hinter Beton. Das sah man gegen den HSV nach dem 1-0 durch Zoller, da fielen drei schnelle Gegentore. Aber die Strategie ist ja dann auf ein 0-0 ausgelegt und vorne hilft der liebe Gott, so war es in Bielefeld. Das ist optisch grausam und Murks Deluxe. Bochums Bilanz auswärts ist echt Horrorshow.

Wie immer in solchen Situationen, wenn man alles falsch gemacht hat, was man falsch machen kann, kommt die typische Nummer “wir müssen zusammen halten”, “Wir bleiben drin” und und und. Das erinnert an irrationale Propaganda. Das heißt ja im Klartext, wir, die Fans, die offensichtlich mehr wussten als der AR/Vorstand, sollen nun Reis Antifußball und Sesis abgelesene Statements unter die Arme greifen, um irgendwie am Ende erfolgreich zu sein. Ich fürchte aber, das hat wenig Auswirkungen in Wiesbaden und Dresden, allenfalls beim Heimspiel gegen den VfB. Die Stimmung ist nicht unwichtig, aber wenn es im Team nicht läuft, was nutzt mein Support? Wem hilft es wenn Butscher und Reis nicht auf einer Welle funken, ich aber Durchhalteparolen schreibe, an die ich nicht glaube, um die Stimmung zu verbessern? Was soll sowas bringen?

Am Sonntag fahren wir Commandanten mit dem Zug in Hessens Landeshauptstadt und da haben wir sicher - ganz nüchtern betrachtet - Angst vor der 4. Rückrundenniederlage in Serie und dem totalen Absturz. Das wäre typisch, nach einer relativ guten Leistung diesmal tragisch zu scheitern, dann kann man die Schuld schön bei anderen suchen. Ich denke einfach, die Karre ist noch mehr im Dreck, als die schlimmsten Pessimisten je befürchtet haben

Andererseits muss es nicht so kommen, Wiesbaden wie Dresden sind sicher nicht stärker als der VfL auf dem Papier. Aber wir Bochumer scheinen uns seit 2019 selbst zu Superbonsais entwickelt zu haben und fahren nun mental fatalistisch abwärts in Liga Drei. Da gebe ich dem Verein recht, das muss gestoppt werden.

Ich glaube, so lustig die Tour wird, genau wie der Reviersport-Promi an ein 2-1 für WW und dann ganz viele Durchhalteparolen. Wir haben ja in Bochum immer zusammengehalten, wenn es drauf ankam. Das ersetzt nur leider kein Konzept, die Mannschaft drin zu halten in der 2. Liga. Das hat der Verein scheinbar nicht.

Aber, Wiesbaden wird auch nervös sein, wird an unserer Defensivtaktik scheitern und weil niemand zu viel erwartet, hat der VfL Bochum in WW eine Chance die Kette des Verlierens zu durchbrechen. Darauf muss man hoffen.

VfL (Thomas Reis): Riemann - Gamboa, Decarli (Bella-Kotchap), Leitsch (Fabian) , Danilo — Losilla, Weilandt (Zoller) - Janelt- (Tesche) - Blum - (Lee/Zujl) - Ganvoula

SVWW: Lindner - Schwede, Dams, Mockenhaupt, Röcker, Mrowca - Dittgen, Chato, Aigner - Kyereh - Schäffler,

Tom,CB`93

Wenn in China ein Sack Reis umfällt

4. Februar 2020

“Jetzt hamse verstanden!” sagte Thomas Reis auf der Pressekonferenz zum Thema Spieler des VfL. Dass das nach der dritten Niederlage im dritten Spiel in der Rückrunde ein gute Nachricht sein soll, das zeigt wie ernst die Lage an der Castroper Straße ist.
Bochum hatte nach dem Sieg zu Hause im Dezember gestern seine “beste Leistung gezeigt”, so resümierte auch HSV-Coach Hecking, weil es diesmal kämpfte und alles reinwarf. Der VfL verlor erneut und ist nun 16. - punktgleich mit dem KSC, der sich gestern von Coach Schwarz trennte. Bochum ist nun fast am Boden angekommen und fährt Sonntag alles andere als selbstbewusst nach Wiesbaden.
Dabei hatte Bochum blütenweiß begonnen und verlor nach 94. Minuten matschig und leicht unglücklich mit 1-3 gegen Hamburg. 24.000 Fans bildeten eine gute Kulisse im Dauerrregen an der Castroper ging der VfL nicht in Führung, hatte aber 2-3 dicke Dinger. Reis hatte wieder mit 3 Sechsern begonnen, aber anders als in Bielefeld veruchte Bochum auch Angriffe und den Gang nach vorne. Der HSV war souverän im Ballbesitz, aber auch er fand nicht durch Bochums massive Mitte. Hätten Kittel, Jatta und Hinterseer hingegen das 0-1 gemacht, wäre es leicht ungerecht gewesen. Bochum wollte nicht Zuviel vom Ball, spielte dann lang auf Ganvoula, dem sein Partner Blum fehlte. Doch so sah man zwar, wie schwer sich Bochum in Spielaufbau tat, aber durch Kampf und Glück konnte man die spielerische Unterlegenheit bis zum Pausentee kaschieren.

Und dann kam der VfL mit Pressing aus der Kabine, lief schwarz frech an und hatte nun gute Möglichkeiten, in Führung zu gehen und das Spitzenteam zu schlagen. Das war Bochums beste Phase und das 1-0 viel durch eine wunderschöne Energieleistung von Zoller, der sich dreht um den Gegenspieler und dabei unhaltbar für Heuer-Fernandes einnetzt.

Das 1-0 gab Hoffnung und während man sich freuen wollte, fiel das 1-1 durch Leibold, der Schuß unter der Latte saß leider. Dann produzierte Leitsch einen Fehler und der Joker, der für Hinterseer kam machte aus dem Stellungsfehler das 1-2. Die Hanseaten drehten nun auf und machten nicht nur das 1-3, sondern hatten noch 2-3 weitere Chancen. Das Spiel war verloren, was psychologisch ein Problem darstellt, weil man nun dreimal höchst unterschiedlich verloren hatte. Und nun ist Februar und im Mai wird abgerechnet. Der Verein hat nun zwei Spieler geholt und muss nun mit dem Kader und Reis und Sesi drinbleiben. Einfach ist anders.

Reis wird denken, wir kriegen jetzt den Turnaround und in Wiesbaden und Dresden spielt der Fußballgott nun Schiksal.

Die Fans sind in Lethargie, ein paar “Vorstand raus”-Rufer hab ich gehört und dann war ich vor dem Abfiff weg. Leute, das wird übel enden…….aber hoffen wir nochmal das Gegenteil.

Tom;CB`93

Schindzielorz, Bochums Perle

31. Januar 2020

Während die letzten Stunden bis zum Schließen des Transferfensters vergehen, hab ich mal die berufliche Vita des zu Beschreibenden refresht, letztendlich kommt bei mir alles Nachdenken über die Wirkungsweise von Sesi der letzten zwei Jahre zu dem Resultat, dass der überforderte Mann dringenst freigestellt werden muss. Alle Faux-pas des Hochstätter Azubis Schindzielorz kriege ich sicher nicht mehr in die Reihe, aber an Villis Stelle würde ich folgendes tun:
1. Sesi sofort, noch vor dem HSV-Heimspiel am Montag mit sofortiger Wirkung von allen Aufgaben (auch die Koordination Greenkeeping) freistellen, die Causa Osei-Tutu, das dilettantische “wir-haben nur-Reis-als-Trainer-auf-der-Liste” und das Verschlafen der jüngsten Transferperiode plus die peinliche Gesamtperformance des Fragenablesers sind für die Fans inzwischen die pure Provokation, Manche Fans hatten schon Pullis die geschickter agierten als unser Sesi. Dazu holte der Neuling einen Neuling als Trainer, angeblich war dass eine Idee vom Oberbabo Villis, damit der die Mannschaft besser erreicht als Dutt, der uns im Hinspiel in Hamburg zum 1-0 führte. Ich würde mich nicht wundern, verlören wir Montag - selbstverständlich nach einer tollen Leistungssteigerung zu Bielefeld - erneut 0-1. Und das wäre die dritte Rückrundenniederlage in Serie, ich glaub, das der VfL auch in Liga eins selten geschafft, 0 Punkte zum Start, das mit dem U-Meistercoach Reis.
2. Reis sollte von Villis ein Ultimatum kriegen, dass er aus den nächsten vier Spielen 6 Punkte holen muss, sonst braucht man bis zum 17.5. nochmals einen neuen, echten, erfahrenen Trainer.

Der Mann guckt so, als wolle er nachdenkliche Entschlossenheit demonstrieren, seine Maßnahmen sind aber oft spielerisch simpel, so dass man sagt, er sei kein Taktikguru. Das hat man selbst über Lothar Matthäus nicht behauptet. Wie schlecht der Trainer Reis ist, sehen wir zZ noch garnicht, weil wir uns schön reden, er habe ja mit der Mannschaftszusammenstellung nichts zu tun. Mit Verbeek wäre das Team fitter, taktisch variabler und erfolgreicher: Also der ausgegliederte Verein befindet sich in den nächsten vier Spielen vor einer sehr, sehr schwierigen Situation und hängt am Führungsduo Sesi/Reis, dass ist wie mit Dick und Doof zum Physikerkongress zu fahren. Es wird scheitern, was den Abstieg nach sich zieht. Der AR sollte bedenken, was das kostet und vorher handeln.

Viele VfL-Fans haben nach dem schlimmen 2019 die pure Angst und sehen dem Abstiegsgespenst direkt in die Augen, wenn sie Sesi hilflosen Ausführungen zu den Wintertransfers lauschen. Und dann kommt ein hungriger HSV (4-1 gegen den FCN), der Jatta, Hinterseer, Kittel mitbringt und wir setzten Decarli dagegen. Da hat man als Fan schon den Köttel in der Buchse, wenn man das Ruhrstadion am Montag betreten wird. Und der Gedanke, dass Sesi nach Verstärkungen sucht, sorgt für Durchfall in der Halbzeit.

Und was der Trainer dann wieder einfordert, Zweikampfhärte, Wachheit, da rutscht Ganvoula, Blum und Lee die Kinnlade runter, wenn sie die Betontaktik des Trainers sehen, der im Trainingslager geübt haben muss, wie man die eigene Offensive “zerstört”.

Dass sowas passiert, wenn man sieben Defensive aufstellt, hätte einem Kreisligacoach klar sein müssen.

Nun in Bielefeld leistete sich Reis den taktischen Offenbarungseid und hat sich für mich seine Autorität vor der Team verbrannt. Und Sesi findet nur Resterampespieler, weil alle Clubs und Spieler weglaufen vor seinem Angeboten. Jeder Kreisligakicker, mit einem Herz für den VfL fragt sich, ob er sich bei Sesi noch bis zum Ende der Frist bewerben kann, Sesi selbst hat den Posten des GF Sport mit einer Mischung aus Steifheit, Unerfahrenheit und vielleicht schlicht fehlender Cleverness und Vernetzung zum Witz gemacht, no perfomance at all.

Das Schlimmste an der Situation ist neben dem Tabellenstand, bei einer Heimniederlage wie gegen Regensburg droht uns Platz 17, die absolute Lethargie und Hoffnungslosigkeit, die sich immer mehr ausbreitet. Seit 2016 hat man keine echte Hoffnung, dass man oben mitspielt, seit 2018 - und vor allem 2019 - ist die pure Panik unter den Anhängern angekommen. Die meisten haben schlicht keinen Bock diese Nichtmannschaft zu unterstützen: Inwieweit nimmt denn der AR seine Funktion wahr, das Dou Sesi/Reis nach Resultaten zu befragen. Die Entlassung von Dutt hat dieses Machtvakuum noch verstärkt.

Nun spielt der HSV als 2. beim 14. und bringt viele Fans mit, obwohl es ein Montagsspiel ist. Eigentlich ein Feiertag, wenn man den blöden Termin weglässt. Das doofe als Fan, nicht alle können ihre Nerven mit Bier massieren, wenn am nächsten Tag die arbeitsmäßige Pflicht ruft. Und dann muss man sich Reis Ideen live reinziehen, so ging es mir in Bielefeld, bekommt es mit der blanken Angst zu tun. Denn Dresden und Wiesbaden, zwei Teams, die ich bis dato unter uns verortete, haben beide 2020 gewonnen, während wir verloren haben.

Das Gefühl dieser Angst sägt weiter an der Autorität des Trainers, dem die Spieler intern nicht mehr zutrauen, das Rad rumzureißen, wie es einst Peter Neururer gelang. Aber Villis ist kein Altegoer, Sesi kein Hochstätter und Reis kein Verbeek, so dass der Abstieg in die Liga 3 immer wahrscheinlicher wird.

Drewes gibt für Riemann sein Debüt und ich denke Reis wird einen offensiven Mittelfeldspieler (Zoller?) bringen für Tesche oder Janelt, aber im 4-3-3 bleiben. Sollte er die gleiche Defensive Variante wählen wie in Bielefeld, geht der Bochumer Trainer gegen den erfahrenen Hecking zwei Risiken ein: er wird ein 0-0 sehen, was bis zum 0-1 für die Hanseaten spannend ist und dann fällt dem VfL nix ein, um die Hamburger auszuhebeln.

Meistens isset ja so: Lee, passt nach hinten, meidet das 1-1, dann Rückpass auf Riemann und langer Ball nach vorne. Wenn Ganvoula an den Ball kommt, hat er niemanden, an den er weiterleiten kann. Reis hat bis dato keine Lösung für das Problem gefunden, ein offensives Spielkonzept sucht man ebenfalls vergebens, daher würde ich diesem Trainer dringend ein Punkteultimatum setzen.

Hecking hat mehrere Trümpfe in der Hand: er weiß um den Kader- und Formvorteil seines Teams, sieht die Fehler des jungen Kollegen und - die Leute in Bochum beginnen nun die Geduld mit den Protagonisten zu verlieren.

Jatta macht das 0-1, aber der VfL schafft das 1-1, weil alle Spieler sich am Riemen reißen und Drewes sorgt für frischen Wind.

VfL (Thomas Reis): Drewes - Gamboa, Decarli (Bella-Kotchap), Fabian , Danilo — Losilla, Zoller Janelt- (Tesche) - Blum - Lee (Zujl) - Ganvoula

HSV: (Dieter Hecking) :Heuer Fernandes - Beyer, Letschert, van Drongelen, Leibold - Schaub, Fein, Dudziak - Jatta, Hinterseer, Kittel

Es wird Montag alles halb so schlimm wie wir alle fürchten, für Wiesbaden hab ich kein Gefühl.

Tom;CB93

PS: Gruß an Olli “Präsi” K., alles Gute zum 49.!

the void

29. Januar 2020

Der VfL hat gestern in Bielefeld das erste Spiel 2020 verloren und steht nach der 2. Rückrundenniederlage in Folge, gegen den Jahn und die Arminia, am Abgrund. Die Neuverpflichtung unseres GF Sport Zuij wurde garnicht in den Spieltagskader von Reis berufen, der ungelogen -mit Fabian und Decarli -zwei IVs aufstellte, die in Reis Welt durch drei Sechser geschützt werden mussten - bis zu 60 Minuten. Das hatte zu Folge, das Bochum ohne JEDE Torchance aus dem Spiel verdient 2-0 verlor, den meckernden Torwart verlor der VfL durch Gelb-Rot und nach dem völlig überforderten Sesi nun auch der Trainer Reis völlig überfodert erscheint als 15. der Tabelle. Ein Villis der in der Fußballszene vernetzt ist, hätte nach diesem desolaten Spiel sofort handeln müssen, d.h. Trainer und GF freistellen müssen - wie Fortuna heute Funkel. Das Trainingslager in Jerez bedeutete eine fußballerische Rückentwicklung gemessen an der Darbietung in Ostwestfalen. Doch natürlich passiert nichts.

Es ist jedenfalls aus meiner Sicht frech, sich als Profi-Coach hinzustellen und darauf hinzuweisen, dass die Defensive ja bis zur 32. Minute stabil war- mit sage und schreibe sieben (!) Defensiven, bis den Ostwestfalen das 1-0 durch Vogelsammer nach einem Standard gelang (aus dem Gewühl). Ok, das 1-0 war quasi aus dem Nichts, aber das VfL-Konzept hätte ja nur Erfolg haben können, hätte man am Ende 0-0 gespielt. Das war ja schon die Entscheidung - im Nachhinein, da Reis Plan B oder C nach einem Gegentreffer nicht wirklich griff. Ich setzte mal vorraus, der langsam reagierende Trainer hat einen Plan B. Wissen tue ich das aber nicht.

Bochum spielte weiter überhaupt nicht nach vorne, Weilandt, Zoller und Wintzheimer sollten nach der Pause kommen, aber erst ab der 60 Minute. Aber es brachte zwar eine Bochumer Mannschaft, die mehr nach vorne geschoben wurde, hervor, aber Rot hatte immer noch keine Ideen, vor allem aber null Torchancen !!! Da gab es 20 passablere Minuten, die nach 60 Minuten Arminen-Dominanz in Ballbesitz noch weniger brachten als bei den Gastgebern. Resultat, wieder null Torchancen.

Arminia Bielefeld hatte vor dem Spiel mit knapp 20.000 Zuschauer sich Mühe gegeben, die Unfassbarkeit des Holocaust in einen Bezug zu dem Westfalenderby zu setzen. Das ist bei allem löblichen Argumenten für das gesellschaftliche Engagement natürlich extrem schwierig, die Befreiung von Auschwitz vor 75 Jahren -und dieses Spiel irgendwie zu kombinieren und auch wenn man diese schreckliche Singularität kaum in Worten ausdrücken kann, so spielte doch zumindest der VfL so. dass es ziemlich schrecklich anzuschauen war, also dem Grauen angemessen.

Thomas Reis hatte ernsthaft im Trainingslager üben lassen, so einen ideenlosen Dreck zu spielen und der überraschte Trainer der erfahrene Bielefelder Neuhaus konnte nicht glauben, dass Bochum das Menetekel noch groß über die Presse angekündigt hatte. Dutt hätte so ein klägliches Experiment schnell zurückgezogen, doch Reis saß auf der PK wie ein trotziges Kleinkind und verteidigte - die Fünferkette mit Fabian oder das 4-4-2 mit drei Sechsern , obwohl es offensichtlich die schlechteste Saisonleistung 19/20 bewirkt hatte. Und das war nicht leicht, Bochum ist auswärts so fast überall in der 2. Liga chancenlos, Wiesbaden und Dresden eingeschlossen.

Der AR hätte nach dem Spiel um 20.45 Uhr - und muss weiterhin - Trainer und Sportchef sofort freistellen von ihrem zu großen Ämtern, die sie zZ ausüben; es wirkt wie eine Karikatur von einem Profitrainer, der geholt wurde von einem Geschäftsführer, der seit Ernst das allerschlechteste ist, was wir jemals auf dieser Position hatten. Und das war nicht leicht. Gegen Sesi wirkt “Hilpert wie Uli Honeß” und das Gespann Verbeek/Hochstätter 2015 wie aus anderen Sphären. Sesi wird noch irgendeinen Rohrkrepierer rauszaubern und wir müssen gegen den HSV richtig dolle Angst haben, das sich unser Trainerdebütant was Neues überlegt.

Ich saß gestern insgesamt fünf Stunden im Auto und die Niederlage war mir von vornerein klar, in ihrer klaren Ausprägungsart ärgerte sie mich dennoch maßlos bei der Rückfahrt im Schneeregen. Diese ganze Saison gibt der Verein alles die wenigen Getreuen besonders nachhaltig zu vergraulen, anders kann man den ANTI-Fußball nicht beschreiben und alle Medien - von RS,1848 über Rentsch - beschreiben diese gestrige Niederlage dann auch so desaströs. Nur der Trainer……..drauf geschissen. Vermutlich sagt er gegen HSV, ich hab nochmal nachgedacht, wir waren schlecht.

Einzelkritik ist schwierig, dass Ganvoula kaum am Ball war, Lee seinen Sohn nicht mal als Torwart der gegnerischen Minikicker überlupfen würde - und Tom Weilandt die spielende Krise ist. Und Riemann schaft wieder richtig schlimme Abwürfe und sieht wie der Kartenschiri 9 (!) Gelbe gibt und holt sich dennoch Gelb-Rot ab. Das war gestern nicht mal Waldesrand Linden in Bielefeld, das war Bochum vor dem Armageddon des Abstieges 2020. Die Gefahr ist real und das haben alle im Verein begriffen, aber sie haben, auch das wurde gestern klar, nicht mal den Ansatz einer Idee das zu ändern. Immer auf Decarli zu setzen, ist jedenfalls fußballerischer Selbstmord.

Die 2000 Bochumer vor Ort, die sich ernsthaft diese Scheiße in der Kälte reinziehen mussten, werden ihre Vereinsfunktionäre in der Nacht noch ordentlich verpflucht haben und ich bin so sauer, ich könnte den Laptop anschreien.

Bringt alles nichts, am 17.5.2020 wird abgerechnet und ich fürchte, die Bilanz wird noch weniger freundlich ausfallen als dieses hier. Ihr habt es noch in der Hand, aber im Frühling kann das ganz schnell vorbei sein.

Tom;CB’93

P.S:: Gruß an Volker

Wie kommt man auf sowas?

24. Januar 2020

Erstmal: Wer kommt auf die Idee, eine Rückrunde an einem Dienstag zu starten? Es gibt Leute, die stehen auf Zahnarztbehandlung ohne Betäubung, ein Meet-and-Greet mit Björn Höcke, Platten von Hootie and the blowfisch und eben auf einen Start der Zweiten Liga an einem Dienstagabend in Bielefeld. Soll es alles geben.
Dabei fahren wir Bochumer eigentlich gerne auf die Alm, sie ist das einzig verbliebene Auswärtsspiel im Westen. Trotzdem fahren nur 1500 Bochumer dahin, was einerseits an dem bescheuerten Terminen der DFL liegt, dann an den fast fehlenden Transferaktivitäten des GF Sport, an der mangelnden Auswärtsüberzeugungskraft des Teams 2019, an was auch immer es liegt, fakt ist, fast die Hälfte der üblichen Fanmasse in Bielefeld werden auch diesmal da sein. Vor ab mal zum ewigen Thema „was machen die Ultras“, nun die werden sicher fast komplett da sein.
Aber Reis gibt auf der Pressekonferenz des selbst bewussten Trainer, ja klar, Bielefeld hat seine Qualitäten, ist zu hause stark, klar, wir kennen deren Scorer Klos und Vogelsammer, unsere Abwehr ist bestens vorbereitet. Aber was bedeutet diese Aussage?
Fakt ist mal, Arminia ist 1. Und wir 14., wir sind auswärts ähnlich stark wie die Bravehearts of Scotland und nun kommt also hinten die Wende, weil Fabian reaktiviert wurde, ein Spieler, der sich vor 4,5 Jahren zum vierten Mal sein Kreuzband riss.
Schön für ihn, dass er reaktiviert wird, rein inhaltlich halte ich es für Blödsinn zum 3. Mal ohne Not auf den Mann zu verzichten. Aber Sesi beobachtet nun schon den Markt seit Oktober und das ist scheinbar so effektiv wie am Eierberg vorbeiradeln und winken.
Nun kann ja sein, dass das Bochumer Experiment Reis-Sesi-Fabian der Kracher wird, für mich steigert es nur die Abstiegswahrscheinlichkeit auf über 50%. Ich gebe ein Beispiel: Hannover propagierte 2019 die Hannoveraner Lösung Slomka, Schlaudraff, Sievers (TT) und Kind hat in 6 Monaten alle drei gefeuert.
Ich denke, der auf seine Beliebtheit bedachte Villis wird eher keinen zu sehr weh tun wollen, doch Sesi könnte es im Fall der Fälle erwischen.
Nun kann man auch positiv rangehen und Reis hat dem Schlüssel zum Team gefunden, Lee, Weilandt und Zoller kommen wieder besser in Form und Ganvoula verletzt sich nicht, wie ich befürchte im Februar oder März. Vielleicht sollte man ein 5 Millionen Angebot annehmen, falls es das gibt und davon einen neuen Hochstätter holen plus einen IV. Aber ich verstehe auch, wenn der Verein das nicht tut.
Die Bochumer Lösung leuchtet mir für den Profifußball nicht ein, die Fünferkette mit Fabian, das wird vor allem zu Lasten der offensiven Attraktivität gehen. Und einem Uwe Neuhaus traue ich zu, sich was zu überlegen, gegen Bochums Trainergreenhorn.
Ich weiß gar nicht, worauf sich Thomas Reis in seinem für mich gespielten Selbstbewusstsein bezieht, dass die Zweikampfstärke, die man in den Tests zeigte, auch unter Flutlicht und auswärts zu seinem Sieg führen könne. Ich glaube der Sieg in Köln ist 14 Monate her, vielleicht meint er auch, dass was selten passiert, ein 0-1 beim Spitzenreiter, wird bald mal wieder fällig. Nun ja…..darf er ja denken, ich halte dagegen, wir verlieren 2-1, Klassisches Torjägerspiel, 0-1 durch Blum, ja, das passiert auch, aber Klos doppelt und dreht das Spiel.
Das Startprogramm an einem Di, Mo, So, Mo, ist nicht nur schwierig, es wird zum Schicksal für den Verein, mit besonderem Fokus auf die beiden Awaymatches in Wiesbaden (9.2.) und Dresden zu Karneval. Wenn dann was nicht funktioniert, wie von Reis und Sesi auspaldowert, dann wir man den AR fragen, was er sich dabei dachte. Herr Villis sollte diesmal schnell handeln.

Ich hoffe sehr, es klappt.

Ich hab ein ganz, ganz mieses Gefühl.

VfL (Thomas Reis): Riemann - Gamboa, Decarli, Fabian (Bella-Kotchap), Danilo — Losilla, Janelt — Tesche - Blum - Lee (Zujl) - Ganvoula
Bielefeld (Neuhaus): Ortega - Brunner -Pieper - Nilsson - Hartherz — Prietl - Yabo - Hartel- Clauss - Vogelsammer — Klos

Tom;CB`93

Du bist das Himmelbett für Tauben

23. Dezember 2019

Die tote Taube war schnell entfernt worden vom Fuße der Plätze 25-26, aber so unschön wie das Spiel für Bernd und mich begonnen hatte, endete es auch. Das 2-3 gegen Regensburg beendete ein schlechtes VfL-Jahr 2019 mit 37 Punkten aus 34 Spielen. Dennoch waren 18.000 Fans gekommen, um am 4. Advent gemeinsam VfL-Lieder zu singen. Das Matchglück war diesmal, anders als gegen Hannover, nicht unseres.
Allerdings muss man den Auftritt der Mannschaft schon ordentlich kritisieren. Da fehlte von Vornerein der letzte Biss, der gegen Hannover, Aue und Nürnberg sichtbar war. Es war nicht so schlimm wie das Hinspiel unter Dutt, aber es war auch nur ein wenig besser, gut war es nicht nur wegen der fehlenden Punkte nicht.

Im Nieselregen begann der VfL leider etwas zu leidenschaftslos, aber überlegen, hatte aber Ballkontrolle und der Jahn kam hin und an zu Kontern. Bochum hingegen war ohne Torchance und geriet nach einer taktischen Umstellung der Regensburger ins Schwimmen, was nicht am uzzeligen Wetter lag.

Warum Reis Bella Kotchap draußen lässt, begründet er mit dem Alter des talentierten Spielers, dass der ja letzte Woche eine Arbeit geschrieben hat und will ihm mit der Pause ein Zeichen geben. Aha. Nicht die einziges Maßnahme des Trainers, die sich für mich heute als Fehler erwies.

Das heißt ja auch, dieser Kader, dem Reis vertraut, wie er sagt, hätte mit Decarli und Lorenz Innverteidiger, die konstante Leistungen bringen. Dem ist nicht so, sie waren fahrig im Aufbauspiel und haben Thomas Reis musste hilflos zusehen, wie das 0-1 und 0-2 durch dicke Patzer viel und ein Oberbayer vor Riemann auftauchte und der nichts zu halten hatte.

0-2 lag man zurück und wer wie wir im Block A auf ein Heimsieg mit zwei Toren hoffte, um ein Punktepolster zum Winter anzusetzen, der wurde enttäuscht. Man wäre 9. gewesen und so bleibt man 14. und fährt Ende Januar vermutlich mit wackligen Knien nach Bielefeld und empfängt dann den HSV.

Ich habe das ganze Jahr schon Angst vor dem Abstieg, aber dieses Spiel gestern hat mich geärgert. Die Spieler tragen mit ihrem Zweikampfverhalten dazu bei, dass die Mannschaft auch nach dem Pausentee nicht so richtig ins Spiel kam, wie immer wurden zu wenig Torchancen generiert und am Ende fiel das 2-1 durch eine schöne Vorarbeit von Zoller durch Ganvoula. Da waren wir zu zweit auffem Klo und mein Mitpinkler hat mit seiner Aussagen, dass Ganvoula keine Form mehr hat, diesen wohl gereitzt. Wer jetzt dachte nach dem 1-2 geht es richtig los, vor allem als der schwache Schiri einen Jahner vom Platz stellte, wurde enttäuscht. Wieder mal macht Regensburg ein drittes Tor in Bochum, der Weggang von Gymerah konnte schlechter kompensiert werden als der von Hinterseer. Die Abwehr wackelte oft genug und damit zu oft.

Bochum kam zum 2-3 und sollte die letzten 10 Minuten drücken, Jahn Regensburg hatte offensichtlich ein bessere Fitnessgrundlage gelegt als der VfL im Sommer.

Dieses 2-3 war eine sehr, sehr bittere Niederlage, dabei war man freudig ins Stadion gegangen und saß mit leerem Blick im Block als die Mannschaft von den Fans getröstet werden musste. Dann kann man sagen, eine verdiente Niederlagen, wo es dem VfL an defensiver Stabilität, Ideen zum generieren von Torchancen fehlt und bei der Teilzeitarbeit, die Teilzeit und nicht die Arbeit im Mittelpunkt stand.

Dieser Kader muss gestärkt werden, es müssen neue Automatismen entstehen im Trainingslager, vor allem weil das Bier bei Montagsspielen in der Menge fehlt, die man braucht, um diese schwere Kost den Hals runterzuschütten.

Die einzige Konstante des VfL ist die Unkonstanz und es bleibt eng bis zum 17.5. Aber das war eigentlich allen klar, die regelmäßig zum VfL gehen und die gestern rausgingen aus dem Stadion und froh waren, dass dieses (Fußball-) Jahr und Jahrzehnt endet.

Man zog ohne die Taubenreste, ohne Punkte und mit viel Fiege intus in den Dorfbrunnen, ins Yamas und ins Hufeisen. Dann wurde es irgendwie doch noch ein guter Tag, aber keine Frage, das Spiel und das ganze Jahr 2019 waren eine einzige Enttäuschung, Siege waren rar wie Wasser in der Wüste Katars.

Der VfL trudelt so wie Kaiserslautern, 1860 und Braunschweig der Drtitklassigkeit entgegen und wer denn nun Schuld hat, fragt sich so mancher Fan. Ganz klar, dieser Kader braucht einen Spielerbetreuer, der Leute wie Osei-Tutu, Bella Kotchap und Winzheimer, bei allen Dingen des Alltags unterstützt, von der Wohnnungssuche, über Kinokarten und wenn`s sein muss sogar beim Schnürsenkel binden.

Sesi wird nun mit Reis sicher nach zwei Wintertransfers suchen und rein Marktbeobachtung wird da nicht helfen. Der Investor kommt 2019 nicht, dennoch, so sagt man, sei etwas Geld da. Besser jetzt ausgeben, als dieses Umbruchjahr in den Abstieg münden lassen, der solche Spiele wie gegen Regensburg braucht, um wahr zu werden.

Was ein Alptraum dieses Team zZ für uns Fans ist, wissen die Spieler vermutlich gar nicht. Aber so leicht wie die Taubenleiche, lässt sich ein Abstieg nicht wegräumen. Da müssen alle im Verein dran mitarbeiten, dass es nicht Wirklichkeit wird. Alles andere muss dahinter zurückstehen.

Grüße an Thomas Eiskirch, Julian und Gerrit sowie den VfL-Jesus…

Tom; CB93

Rise of Regensburg

18. Dezember 2019

Sonntag beginnt die Rückrunde für den VfL, die Bochumer empfangen Regensburg zwei Tage vor Weihnachten. Wir vom krassen Commando machen da keine Gefangenen und gehen nach dem Spiel auf den Weihnachtsmarkt (1. Krassheit), dann ins Yamas (sowieso krass, weil Günni da sein neues Buch präsentierte) und hinterher vielleicht ins gute, alte EISEN (Krassheit pur). Und vorher gehen wir noch zum Spiel (oberkrass): Aber im Ernst, die Mannschaft muss nochmal 90 Minuten, zumindest 70 Minuten, aber keineswegs nur 35 Minuten - wie gegen 96 - Fußball arbeiten und am Ende am besten wieder gewinnen - irgendwie:

Aue, H96 und Regensburg, so müssen Sonntag 15.15 Uhr unsere drei Heim-Opfer heißen. Das ist zumindest mein Plan, ich weiß jetzt nicht welcher Eurer ist, aber ich denke, das deckt sich. Regensburg ist fällig, oder WAT? Die haben zuletzt gegen Aue verloren, 0-1, wir siegten gegen Aue, wir siegten gegen H96, der Trend is our friend.

Aber was ist Reis Plan, was will die Mannschaft, was kann sie leisten gegen den grundsoliden Jahn? Nun, Jahn Regensburg ist mittlerweile fast Establishment der 2. Liga wie wir - und Rot-Weiß hat - unter Beierlorzer - uns starke Probleme bereitet. Im Hinspiel verlor man 3-1 im wunderschönen, sommerlichen Regensburg, die einen neuen Trainer hatten: Damals versuchte Dutt taktisch und spieltechnisch was Neues und man verkackte in der 2. Halbzeit brutal. Brutal war der VfL-Fehlstart insgesamt und am Ende musste Homeoffice-und-ich-fange-spät-an-Dutt gehen. Butscher (in Stuttgart) und Reis sorgten dafür, dass dieser Kader etwas besser wurde, aber dass die Abstiegsangst ganz verschwindet, dafür taugt der 11. Platz nicht, nicht nur wegen Fürth und Kiel. Das Abstiegsgespenst muss vor dem Start nach 2020 auf Distanz gehalten werden und mit einem erneuten Heimsieg ist man sogar den Oberbayern auf den Pelz gerückt, punktgleich, man stiege weiter. Soweit die Theorie!

Nun, das interne Gebilde des VfL durchdringe ich nicht, aber es gibt kleine Risse. Zwei Spieler machten Lee an für sein mangelndes Zweikampfverhalten gegen Hannover, während alles sonst läuft, kämpft und sich reinwirft, geht der Koreamessie blütenweiß runter. Ganvoula, ist seit vier Wochen etwas zu oft ins Abseits gelaufen und hat sich zu oft uneffizient aufgerieben, stand im Abseits, mit dem Kopf woanders? Er hat nun Nackenprobleme und er muss wieder wie Lee ans Team andocken, wie Riemann zeigen, dass sie beide am Ende alles für Team geben, Maier und Leitsch müssen endlich wieder gesund werden und Alternativen sein, bei Bapoh dauert das sicher noch. Wir brauchen neue Impulse für 2020.

Nun, was mit Weilandt ist…..außer seinem veganene Essens-Stil zusammen mit Fabian …. das weiß ich auch nicht, aber das Team muss für 2020 fitter, konzentrierter und damit konstanter werden. Wir brauchen auch noch 2-3 Neue, IV; AV und Sturm.

Aber gegen den Jahn brauchen wir einer Mischung aus letzter Geilheit, unbedingten Willen zur Qual - und Sieg, offensive Spielfreunde und defensiver Kompaktheit und das über mindestens 60 Minuten, dann wird es was mit dem letzten Heimsieg des Jahres und der bombastischen Weihnachtsfeier, vielleicht so legendär wie die alten im Una Mas, mit Reden und Tanzen auf den Tischen. Aber ne, es ist 2019.
Auch Bella-Kotchap musste zuletzt auf der Bank warten, auch da kann man wie bei Lee, Ganvoula, geistige Entfernung von Team vermuten, denn Talent ist genügend da für die Bundesliga, da passen sowohl Decarli und Lorenz gut zu.
Aber reicht es für einen gutklassigen Gast aus Bayern? Echt keine Ahnung, auch kein Gefühl, die Ungeschlagenserie bleibt, aber es wird kein zweiter Sieg, sondern ein Remis, ein 3-3? Kein Plan, ich tippe mal 1-1.

VfL (Thomas Reis): Riemann - Gamboa, Decarli, Bella-Kotchap, Danilo - Losilla, Janelt (Tesche) - Blum, Lee (Pantovic), Zoller - Wintzheimer (Ganvoula)
Jahn Regensburg (Mersad Seilmbegovic) Meyer - Saller, Nachreiner, Correia, Okoroji - Gimber, Besuschkow - Stolze, George - Albers, Grüttner.

Tom;CB`93

P.S.: Gruß an Dirk, der in Valencia weilen wird

Welfenpech

13. Dezember 2019

Was für einen eminent, wichtigen und gleichzeitigen etwas glücklichen Sieg sahen heute 17.000 Fans beim 2-1 des VfL gegen 96. Und außer dem schwarzen Block aus Hannover werden 16.000 Leute richtig zufrieden nach Hause gefahren sein, ich jedenfalls war mehr als zufrieden, hab noch schnell Fanartikel ershoppt und fühlte mich richtig gut bei der Heimreise.

Der erste Grund zufrieden zu sein war Bochums Spiel in den ersten 35 Minuten: Zoller, Blum, Wintzheimer und der etwas unglückliche Ganvoula machten Dampf nach vorne und zeigten tollen Fußball. Das 1-0 durch Wintzheimer war ein Traum und Bochum glänzte diesmal auch mit Toren auf die West. Die Stimmung trotzte dem grauen Wetter, dem Regen und der VfL dominierte 96, die etwas überrascht schienen von Reis Schachzug. Nach 35 Minuten kamen die Roten auf und Kenan Kocak stellte um, denn so konnte es nicht weitergehen für die Gäste, hatten sie doch zuletzt 2 Spiele gewonnen.

Die Bochumer brauchten einmal mehr einen überragenden Riemann, um gegen die Niedersachsen mit dem Fuß und später mit den Händen abzuwehren. Doch dass das 2-0 lange Zeit stand hielt lag nicht nur an einer Krake Riemann, sondern auch an Decarli, Gamboa und zunächst auch Soares.

Losilla als Turm in der Schlacht, Blum als aggressive Leader und - sogar Zoller beim 2-0 - waren echte Kampfsäue und spielten bis zur Halbzeit im Ballbesitz einen guten Ball gegen die verdutzten 96ziger.

Doch dann, nach dem Pausentee, spielte Bochum wieder zu reaktiv gegen die Gäste, die sich aber auch in ihrer Spielanlage stark steigerten. Dann wackelte nicht mehr Zieler und seine Vorderleute, sondern Riemann wurde warmgeschossen. 96 konnte sich auch aus dem teilweisen Angriffspressing der Bochumer elegant befreien und spielte schnell nach vorne. Dann waren da Kampfsäue wie Lorenz, Tesche, Decarli und Gamboa. Da rettete ein Beim, Riemanns Hand oder das Glück.

Hannover drängte auf das 2-1 und machte es dann auch. Bei Bochum kamen Lee, Weilandt und Janelt, dafür ging Ostro bei Hannover runter.

Das 2-1 nach 72. Minuten noch über 20 Minuten halten, daran glaubten wenige unter den 16.000 Bochumern, zumal Hannover pölen kann.

Aber es reichte, es war glücklich und machte glücklich. Bochum ist Elfter, empfängt vor Weihnachten noch Regensburg und dann kommt das Christkind. Für einige Bochumer war heute schon Bescherung.

Tom;CB93

Jeden Tag ein Kind, jeden Tag ein Kind, bis es Sechsundneunzig sind….

11. Dezember 2019

Unter den sinnlosen Fußballgesängen ist ohne Zweifel der obige dabei, obwohl ich mir nicht sicher bin, ob er Freitag im Gästeblock von 96 gesungen werden wird. Noch sinnloser sind nur “Selbst der FC Liverpool hat Angst vor Motor Suhl” und “Ihr habt keine Schwänze, ihr habt Busen, ihr seid die Fans von Bayer Leverkusen” sowie “There is just two Andy Gorhams!”, aber das müsst ihr selbst entscheiden. “Durch die grüne Heide fährt ein kleiner Omnibus, kleiner Omnibus, drinnen sitzt der VfL und ist am Tabellenschluss, am Tabellenschluss!” ist vor allem nicht die Realität, das ist gut so.

Bochum bleibt nach dem vermeidbaren 3-1 in Fürth 14. und hat nur 2 Punkte Abstand auf die Relegation. Mittlerweile, nach über drei Monaten mit diesem “Umbruchteam”, weiß jeder im Verein, selbst Marktbeobachter Sesi, Villis und Kaenzig, worum es geht, auch wenn man das am Rohnhof, genau wie in Kiel nicht immer sah innerhalb des VfL-Teams. Klar, wurde es unter Reis besser als unter Butscher und Dutt, aber wirklich viel hat sich vor dem letzten Spieltag der Hinrunde am Freitagabend gegen Hannover nicht geändert. Auswärts vor allem, aber auch oft zu Hause, spielt Bochum Teilzeitprofifußball und da hat Riemann sogar recht, wenn er sagt “Anmaulen nach jeder Niederlage” bringt nix, das Team kann es nicht besser. Ganvoula, Bella Kotchap und Soares sind längst im Visier anderer Clubs, da kann man aber auch an der Fokussierung auf den VfL zweifeln, wieder andere Spieler können nicht mehr.

Im Mittelfeld und auf den außen scheint die Bochumer Mannschaft irgendwie falsch zusammengesetzt und Bapoh, Maier, Leitsch würden da auch nur in Nuancen helfen, wenn sie dabei wären.

Fakt ist, Bochum hat in 16 Spielen nur dreimal gewonnen und das unter drei Trainern. Die Probleme des fehlenden Tempos nach vorne, der Defensivarbeit und der fehlenden Zweikampfhärte werden gebetsmühlenhaft wiederholt und sind bekannt, Abstellungsversuche belieben auf der Versuchsebene. Viele Fans haben schlicht Angst, dass es den VfL diesmal erwischt und auch der Mannschaft scheint nicht vor Selbstvertrauen zu strotzen.

Nun also soll im 17. Spiel gegen Schiksalsgegner H96 am Freitag Showdown. Ob man 2004 sich 3-1 gegen Hannover für den UEFA-Cup qualifizierte oder 2010 grandios 0-3 unterging, es geht häufiger gegen die Niedersachsen um was. Ob man 3-3 in Hannover 1999 aufstieg oder im DFB-Pokal 1-2 1992 rausflog, es gab gegen die Leinestädter stets ein Kessel buntes.

Slomka, der 2007 mit Schalkes weißer Wand im Ruhrstadion die Meisterschaft verspielte und 2010 dafür tragisch triumphierte, kommt Freitag nicht wieder - er wurde vor drei Spieltagen entlassen und prompt siegten die Roten zweimal, einmal in Pauli 1-2 und auch am letzten WE 3-2.

Damit hat 96 den Moment und wir wieder das Muss zu siegen und vielleicht auch diesmal auf die West Tore zu erzielen. 20.000 Fans erwarte ich zum Vorweihnachtssingen und es wird wie so meist: mieses Wetter, viel Bier und Wurst und jede Menge echte Fußballatmosphäre, mit zwei Mannschaften, die eine begrenzte Fähigkeit haben, zu glänzen. Aber darum wird es nicht gehen. Es wird matschig werden und ich will von Lee sehen, dass er den Kampf annimmt. Ich will von Soares sehen, dass er mit Lossilla zur Kampfsau wird und Ganvoula und Blum die 96 kaputtrennen und schießen. Wie es wirklich wird, wissen wir wie immer nicht und diese Saison schon mal garnicht.

Ich denke wir spielen Freitag Remis und siegen dann am Sonnta gegen Regensburg, aber das ist letztendlich nur Wunschdenken vor dem großen Geschenkefest.

Jeden Spieltag ein Dreier, lieber Jesus, das wäre doch was. Und der VfL-Jesus hilft bestimmt, oder wat?

Tipp: 2-2

Stats von VfL4u

Freitag, 13.12.19, 18:30 Uhr, Vonovia-Ruhrstadion

Schiedsrichteransetzung wird nachgereicht

Die letzten Spiele gegen Hannover: VfL - H96 1:1 (26.08.16; Wurtz; Sané), H96 - VfL 2:1 (13.02.17; Harnik (2); Wurtz)

Die Bilanz gegen Hannover: Zweite Liga 3-4-3, Gesamt 15-11-16, Heim gesamt 11-4-7

Voraussichtliche Aufstellungen:
VfL: Riemann - Gamboa, Decarli, Bella-Kotchap, Danilo - Losilla, Janelt (Tesche) - Blum, Lee, Zoller (Pantovic) - Ganvoula
H96: Zieler - Korb, Elez, Anton, Albornoz - Haraguchi, Bakalorz - Maina, Muslija (Stendera), Hansson - Weydandt

Tom,CB`93