Hätte er geschwiegen, wär’ er Philosoph geblieben

23. April 2017

Dieses 2-0 des VfL in Braunschweig ist schon arg ärgerlich gewesen. Bochum ist nun wieder in Abstiegsnähe, mit einem Sieg wäre man fast Siebter gewesen. Der VfL spielte heute über weiten Strecken passabel, beide Teams waren defensiv, spielerisch und taktisch stark, die Eintracht als Spitzenteam hatte das glücklichere Ende für sich. Am Ende entschied ein Elfer im Nachschuß das Match Die Pause hatte leider für den VfL nur negative Aspekte, es stand verdient 0-0. Danach traf Braunschweig und geriet in dieser sehr engen Partie damit auf die Siegerstraße. Mit dem Sieg sind die Niedersachsen bis Montag erst mal Zweiter.

Vorher hatte Nyman eine große Chance für die Niedersachsen zu 1-0, doch der Bochumergegentorbann hielt noch. Lieberknecht und Verbeek sind beides ausgewiesene Taktiker, der Pfälzer ändert gerne mal was, diesmal hatte er mit Hernandes, Kumbela und Nyman, Boland die volle Offensivpower. Doch gegen Bochums Dreierkette tun sich auch Mannschaften von oben zur Zeit schwer.

Leider leidet unter dem aktuellen taktischen Dogma das Offensivspiel der Westfalen. Bochum ist gefällig, aber der Punch vorne fehlt. So war das 0-0 ein gutes Ergebnis zur Pause.

Doch man kam leider vertäumt aus der Kabine, Nyman nutzte das zum 0-1. Riemann reagierte erst top, aber am Ende war’s ein unglücklicher Gegentreffer.

Aber nun kamen die vorher gegen Hannover unterlegenen Niedersachsen auf und forderten Elfmeter, den es nicht gab. Aber als Wurtz eine Riesenchance hatte, sollte sich Gegenzug ein Elfmeter entwickeln, der aus einem Abseits resultierte.

Nymans Elfer parierte Nyman, doch den Nachschuß verwandelte der Schwede zum Doppelpack. Einen einfachen Torschützen hatte Bochum auch in Mlapa nicht, genau wie vorher in Quaschner, der Sturm bleibt stumpf.

Ob das nun ein Folge des lahmen Flügelspiels ist oder die Harmlosigkeit der Stürmer ein Form- oder Qualitätsproblem ist, sollte man den Trainer fragen. Der weiß doch soviel über Fußball.

Ich weiß, wer keine Tore schießt, gewinnt nicht. Gegentore fallen dann auch mal. Dann verliert man. So wie heute der VfL.

Vier Punkte bis Aue und Freitag kommt ”die Faust des Ostens”.

Da gilt es besonnen zu sein - oder besoffen. Das ist mein Ziel. Ziel Burg und dann Zelt.

Da trink ich einfach diesmal nur kein Jägermeister mehr.

Tom, CB’93

Jägerwurst im Speckmantel

21. April 2017

Am Sonntag spielt der VfL in Braunschweig, einer Stadt, eine Löwenstadt, wo auch meine Oma geboren ist und die sich im ewigen Zweikampf mit der Landeshauptstadt Hannover befindet. Im Fußball war Braunschweig 1967 Deutscher Meister, Hannover zuletzt 1953, Wolfsburg immerhin 2009. Zwei der drei niedersächsischen Meister haben also Schalke was vorraus, weil sie nach 1958 noch mal Deutscher Meister waren, aber das ist nur Statistik.

Bekannt geworden ist die Stadt durch einen Likör aus Wolfenbüttel, die Einbürgerung eines Österreichers, dazu sie haben mal Paul Breitner geholt und werben für die Volkswagentochter Seat. Heute steht der Verein solide da, ist auch nicht durch ein Bundesligajahr nicht abgestürzt wie Paderborn. Man kämpft oben mit, kann durch einen Sieg gegen Bochum Dritter werden - und verlor letzte Woche das Niedersachsenderby gegen Hannover 1-0. Das war ein Rückschlag im AUfstiegskampf.

Verbeek kann bei den Blau-Gelben wieder Celozzi und Wydra zurückgreifen, beispielsweise Quaschner und Gündüz, die gegen Fürth starteten, auf der Bank lassen, wenn er mag.

Riemann hofft auf ein 5. Spiel ohne Gegentor, doch die Braunschweiger werden ihr Heimspiel unbedingt gewinnen wollen.

Bochums Perspektive ist ein Sieg (nach dem Sieg) und das Knacken der psychologisch wichtigen 40 Punkte Marke und das anschließende Gefühl, den Klassenerhalt sicher zu haben. Die Lizenz bekam man ohne Auflagen, das Team ist jung und lernfähig, garnicht so schlechte Perspektiven für nächste Saison. Und das soll dann die gute, starke AUsgangslage für die im Oktober zu beschließende Ausgliederung der Profis sein, um Investoren anzulocken.

Sportlich muss man Riemann halten, die Braunschweiger ihren Keeper, der auch sehr gut ist. Mlapa, Wurtz oder Quaschner wird uns sicher keiner wegkaufen mit viel Geld, wir können also dieses Jahr die Spieler eher halten und Terrodde leise hinterherweinen.

Das Lieberknecht sein 4-4-2 durchzieht, weiß man und er gerne 2 neue bringt auch. Verbeek kann endlich wieder aus dem fast vollen schöpfen (Stöger, Perthel, Bandowski und Dawidowicz fehlen witerhin), die übrigen Spieler können sich empfehlen für 2018. Das gilt ja auch wenn sie wechseln wollen und der Trainer schweigt zu seiner Zukunft.

Das ist ein Grund, dazu die relative Drucklosigkeit, die im Falle eines Sieges winken würde, die mich optimistisch macht, für das Spiel an der Hamburger Straße. Waren die Braunschweiger bis dato eine Heimmacht, gerät die Maschine ohne Kumbela ins Stocken. Darauf müssen wird vorbereitet sein, auf die Braunschweiger Offensive und Sand ins Getriebe gießen.

Wenn Kumbela spielt und trifft, müssen wir halt zweimal treffen, auch wenn unsere letzten Siege je 0-1 waren.

Das geht wieder, das 0-1, aber ich tippe 1-2. Doch mit einem 1-1 wäre ich auch zufrieden, dann kann man gegen Dresden beim Maiabendfest anstoßen mit den VfL Fans am Bockholt.

Junge, da kannste dich drauf verlotten, lotten, lotten.

Sonntag, 23.04.17, 13:30 Uhr, Eintracht-Stadion an der Hamburger Straße

Schiedsrichter: Florian Badstübner (Windsbach, pfiff den VfL zuletzt bei der 3:0-Niederlage in Düsseldorf in der Hinrunde)
Assistenten: Michael Bacher (Amerang), Markus Pflaum (Hallstadt)
4. Offizieller: Marcel Unger (Halle/Saale)

Hinspiel: VfL - EB 1:1 (18.11.16; Quaschner; Kumbela)

Voraussichtliche Aufstellungen:
EB: Fejzic - Reichel, Valsvik, Decarli, Ofosu-Ayeh (Sauer) - Hochscheidt, Boland, Moll, Omladic (Khelifi/Biada/Zuck) - Hernandez (Kumbela), Nyman
VfL: Riemann - Bastians, Hoogland, Gyamerah - Stiepermann, Janelt, Eisfeld, Losilla, Gündüz - Quaschner (Mlapa) Wurtz

Tom;CB’93

Ein anderes Ich

18. April 2017

Wenn man ins Stadion geht, hat man meist seinen angestammten Platz. Das kann auf der Ostkurve sein, Im Block A oder B, in der West oder auch auf der VIP-Tribüne. Menschen lieben Rituale, einen angestammten Platz und ihre Geschichte dazu. Verändert man den, hat man das Gefühl, man sieht alles etwas aus einer anderen Perspektive. Ich hab das Ostersonntag gegen Fürth gemacht und sah den ersten Sieg seit Karneval, wieder auf Stehplatz, wieder mit meinem Vater, wieder ein 1-0, wieder gegen Franken. Soweit zur Standorttreue, Persepktivwechsel und Aberglauben, es war ein verdienter und wichtiger Sieg des VfL vor 11.400 Zuschauern. Bochum hat 37 Punkte, es fehlt vermutlich ein Sieg aus 5 Spielen zum Klassenerhalt. Dem KSC und Arminia Bielefeld geht es nicht so gut, daher sind die meisten Bochumer Sonntag entspannt zum Bräter ihrer Familie oder zum Osterfeuer gewackelt.

Wieder mit Eisfeld, aber immer noch ohne Stöger, Fabian, Perthel und Celozzi, war der VfL präsent, zunächst hatte aber Fürth mehr vom Spiel im Ruhrstadion. Die Weißen mit dem grünen Streifen gefällig am Ball, aber ohne Zug auf das Tor vom vom HSV umworbenen Manuel Riemann. Wenn der Bochumer Keeper was aufs Tor bekam, er hielt es. Dazu verteidigte Hoogland davor bravorös (trotz eines Fastelfers), Eisfeld führte gut Regie und Losilla war sein Backup.

Als Radokis Franken die ersten 17 Minuten den Ball hatten, bekam der VfL mehr Zugriff auf die Heimpartie und kam zu ersten Chancen. Mlapa saß da noch auf der Bank.

Von der Ost konnte man sehen, wie Bochum Oberhand gewann. Eisfeld nutzte einen Assist von Wurtz, der einen Fehlpass von Sarerer nutzte und Thomas bediente. 1-0, noch glücklich, aber Bochum erarbeitete sich Chancen. Das Bochumer Problem dieses Jahr ist, dass man nie ein 2-0 machte. Wurtz versuchte es, doch man ging zum Pausentee ohne den zweiten Treffer.

Dann kassiert man oft das 1-1. Und tatsächlich kamen die Kleeblätter, aber hinten stand Bochum solide. Insgesamt hatten beide Mannschaften zuviele Fehler im Aufbau. Bochum fehlt immer noch die Passsicherheit, obwohl Eisfeld toll Regie führte, bis ihn die Kräfte verließen. Dann kamen noch Canouse, Mlapa, Rieble und Gündüz machte vieles, versuchte rechts einiges, aber blieb in 8 von 10 Versuchen hängen. Das 2-0 machte er, Gündüz auch nicht, genau wie Mlapa und so wurde es unnötigerweise ein Zitterspiel bis zum Ende.

Der Block O links, mein Standort, bot da keine andere Perspektive auf das Spiel als woanders, aber man konnte das übrige Treiben im Stadion mal von woanders beobachten. ”Back to the roots” brachte mir viel Spaß und der Kambodschamann war eh nicht da, der 1-0 Sieg spricht für sich und war, wie könnte es anders sein, total wichtig und am Ende hochverdient, wenn auch zu niedrig.

Von Fürth konnte man den Torhüter und Dursun herausheben, insgesamt kam Bochum zu Pass, dass die Greuther mit 40 Punkten jenseits von Gut und Böse waren. Dazu hatte man Willen und Einsatz, Fortune und Eisfeld. Das reichte, siegt man in Braunschweig, kann man den Klassenerhalt feiern.

Dann ist die Frage, ob Ausgliederung, ja oder nein, Verkauf von 25 % an Investoren ab Herbst die wichtigste Frage im Verein. Vorher fragt man sich noch, was wäre gewesen, wenn man alle an Bord gehabt hätte.

Aber so, kann man in Braunschweig und 1860 noch genießen, was nächstes Jahr vielleicht anders ist, denn echten, eingetragenen Verein, VfL.

Tom, CB’93

P.S.: Grüße an Daddy, Olivia Pa und den Typen vor uns

Osterhasen als Auslaufmodell

14. April 2017

Karfreitag ist Tanzverbot. Das riecht nach Rebellion, Sit-in gegen die Pfaffen, der Joint kreist - und man singt Lieder von „We shall overcome!“ bis „Kids“. Karfreitag ist jedoch kein Spiel und hinter uns liegt eine komische Woche, wo der bundesdeutsche Fußball ziemlich nackt dar stand. Erst gingen Bomben hoch und dann verloren alle D-Teams, zwei davon aus der Nachbarschaft. Die Stimmung war wenig auf den Sport fokussiert. Erst wenn die Fastenzeit endet, können sich alle Bochumer außerhalb und in ihrem Osterurlaub auf den VfL und Sport konzentrieren, wenn sie mögen. Ostersonntag soll das VfL-„Siegfasten“, was nach dem 0-1 in Nürnberg am Karnevalssontag begann, enden. Es muss enden, denn sonst wird es eng - und der Nikolaus käme dann im Winter uU mit Drittligaroute. Merde. Und das will keiner. Das kann keiner wollen und es wäre eine Katastrophe. Man müsste die Ausgliederung als billiger Drittligist diskutieren, der nach Lotte muss.
Also, wer Gertjan Verbeek so locker niederländisch im NL-TV über den großen FC Barcelona erzählen hörte, der kann erahnen, so entspannt ist der Trainer in Bochum auf PKs an der Castroper nur selten. Nichtsdestotrotz gaben sich die VfL-Spieler um Bastians relaxed, die wurden nicht müde zu sagen, alles normal, alles sicher, „wir haben alles unter Kontrolle.“. Na dann.
Wer hingegen die magere VfL-Bilanz bei den Heimspielen 2017 sah und analysiert - und vor allem die Offensivbemühungen von unserer Zuckertruppe, der fragt sich schon, haben die wirklich alles unter Kontrolle? Und was passiert, wenn uns Fürth Sonntagmittag einige Eier ins Nest legt - und es kalauernd heißt „Fürth führt“, ist dann immer noch alles unter Kontrolle? Was sagt Günna P. auf 98,5 dann? Ist dann das VfL-Publikum immer noch so engelsgeduldig wie die ganze Saison schopn? Werden sich die 5-7 Journalisten immer noch brav belehren lassen vom knurrenden Trainer, der ihnen suggeriert, nur er habe Ahnung? Wird der spezielle Bochumer Bild-Boykott und die damit verbundene geringe Berichterstattung in den Springergazetten immer noch als zielführend betrachtet werden bei Hochstätter? Ist dann nicht Panik angesagt in Westfalen – aus gutem Grund!
Dann geht’s zum Spitzenteam nach Braunschweig und hat man dann immer noch 34 Punkte, könnten Bielefeld, Aue und Pauli gefährlich nahe kommen. Das wäre ein Rendezvous, was kein Blau-Weißer will.
Positiv ist natürlich die Spannung kehrt zurück, die Leute lieben ja den Thrill mehr als das graue Mittelfeld, was Bochums Ziel nach Verkäufen und Verletzungen gewesen sein muss.
Aber wenn ich mir vorstelle, Fürth kommt entspannt und gerettet;Weiland, Stöger und Wurtz wollten sich sportlich vor 12 Monaten beim VfL verbessern im Gegensatz zu den Franken, dann ist die Gegenwart mausgrau wie das Wetter in NRW.
Nun fordert Wurtz die Wiedergutmachung (auch fürs 1-2 im Hinspiel?) gegen seine alten Kameraden und seine Posi der letzten Wochen, die 10, kann wieder durch Eisfeld belegt werden. Dadurch können Mlapa und Wurtz endlich wieder ihre alte Torgefahr, generieren. Denn Bochum ist zwar seit 5 Spielen ungeschlagen, hat aber auch 300 Minuten nichts mehr getroffen außer Pfosten und gegnerischem Torwart. Allerdings ist die Defensive auch stabil.
Das wird die 15.000 Fans am Sonntag beschäftigen und so ist auch diesmal wieder ihre besondere Sensibilität gefragt, denn Pfiffe, das wissen wir ja, bringen nun nicht die Sicherheit, die man zum Tore schießen braucht. Nur support hilft dem Team.
Mlapa wurde in Heidenheim rausgenommen und auch gegen den FCK, sah man wenig Brauchbares von ihm. Er stagniert in der Entwicklung, Wurtz muss die Posi wechseln.
Dazu fehlen die Vorstöße von Perthel, die Ballsicherheit eines Celozzi und Stögers Ideen. Ja die Flügel lahmen seit langem, aber es sind auch nur noch 5 Wochen bis zum Ende. Und nächstes Jahr – Riemann wird vom HSV umworben – sind eh wieder neue Optionen dar. Wenn man drinbleibt.
Spielerisch sind die Franken stark, aber das Siegtrio „Würzburg-Nürnberg-Fürth“, will ich Sonntag dennoch „fertiggemacht“ sehen. Aber was ich will und was passiert, das sind zwei verschiedene paar Schuhe. Ich würde mir wünschen, dass wir Sonntag den Kleeblättern drei Eier ins Nest legen und entspannt zur Eintracht reisen.
Ich trau mit mal ein 3-1 zu tippen zu und nein, von einem 1-1 oder gar einen erneuten 0-0 will ich diesmal nichts hören. No way.
Und ich bin mir sicher, der Kambodschamann will das auch nicht.

Sonntag, 13.30 Uhr, Vonovia-Ruhrstadion
Bochum: Riemann – Gyamerah, Hoogland, Bastians – Losilla, Janelt – Gündüz -Stiepermann- Wurtz- Quaschner – Mlapa
Fürth: Megyeri – Caliguri – Franke – Gießelmann – Pinter , Hofmann – Narey – van den Bergh – Zulj – Dursun - Berisha

Tom;CB‘93

P.S.: Gruss an Sven B., die Isar Floßfahrt wird rocken!

Warten auf Godots Tor

8. April 2017

Es ist manchmal das Normale in der Kuriosität oder die Kuriosität im Normalen. Das 0-0 stellt das dritte 0-0 in sieben Tagen dar, das heißt 270 Minuten Fußball ohne jedes Tor. Und das wenn man bedenkt, dass Verbeek Fußball als Fußball gilt, der immer lieber offensiv als defensiv denkt. Das ist schon etwas kurios.

Das 0-0 des VfL heute in Heidenheim hatte an sich nichts Kurioses, es war schrecklich banal. Bochum hatte in den ersten 45 Minuten 1 oder 2 Minichancen, der FCH drückte in einer Phase Mitte der zweiten Halbzeit Bochum hinten rein und hatte durch Verhoek und Schnatterer zwei fette Dinger. Die mögen es gegen Bochum zu treffen, aber Riemann war heute wie gegen Lautern ein Teufelskerl und der Rest war auch ein bisschen Glück.

Gertjan änderte was, brachte Eisfeld und das sollte man ab Mitte der zweiten Halbzeit positiv bemerken. Ich hatte Zeit in dieser Halbzeit mein neues Waffeleisen einzuweihen, backte ein paar Waffeln, aber Tore kann man sich leider nicht backen.

Die erste dicke Chance des VfL in der Voith-Arena semmelte Wurtz an den Pfosten - Bochum ist Alukönig dieser Liga. Da hatte Wurtz einfach Pech, aber Quaschner hätte das 0-1 wirklich machen müssen. Der schoss links am Tor vorbei, Frank Schmidt dürfte aufgeatmet haben, aber die 500 Bochumer im Gästeblock stöhnten auf.

Die Einwechselung von Eisfeld (für Mlapa) ist ein Hoffnungsschimmer für das Offensivspiel in der Endphase der Saison. Janelt bleibt eine Option für morgen und Rieble, naja, der kam auch rein.

Insgesamt blieb der Hexenkessel Heidenheim  (Skykommetator) ebenso wie die “Schußkanone” Stiepermann still. Dass das 0-0 von Kemper pünktlich abgepfiffen wurde, war fast egal, ein Tor wollte eben auch heute nicht fallen.

Nach unten (Pauli!) sind 5 Punkte, aber die sind in Topform, wohingegen wir ein 0-0-Rekord jagen!

Ist das nun gut oder schlecht? Kommt aufs Ende an, würde ich sagen, aber schön, spannend und sexy sieht anders aus und Verbeek hat die Messlatte 2016 selbst gesetzt - mit gutem Heimfußball - ist zur Zeit in der Ferne.

Bleibt die Hoffnung auf Eisfelds und Celozzis Wiedergenesung, dazu mal Bapoh die Chance geben, dann kann es Ostern gegen Fürth was geben. Betonung liegt dabei auf kann.

Tom,CB’93

Hunnenhausen

7. April 2017

Die englische Woche des VfL endet in morgen in Heidenheim. Bochum hat 200 Tickets verkauft zum Osterferienstart, also werden so 400-500 Bochumer ihr Team auf die Ostalb begleiten. Und was werden sie sehen? Also Dawidowicz, Canouse, Wydra und Weilandt eben so wenig wie Stöger, Fabian, Perthel und Bandowski, dafür vielleicht wieder Eisfeld und Celozzi, wer weiß, vielleicht Eisfeld auch wieder in Heidenheim oder Ostersonntag gegen Fürth. Bochum ohne Elf, seit 200 Minuten ohne Tor, die Hoffnung ruht also auf der Schwäche der Schmidtelf und das Schnatterer und Verhoek mal gegen uns nicht treffen.

Die Lauterer ließen ja Mittwoch vier hundertprozentige liegen bzw. Riemann hatten einen weiteren Toptag. Die Abwehr hatte zwar Probleme, man hielt irgenwie die Null.

In Heidenheim hatte der VfL insgesamt schon gute Tage, siegte mal 0-2 im DFB-Pokal mit Doppeldedic, 4-2 mit Terodde, aber verlor man auch mal 5-0 oder 1-0. In Heidenheim ist also alles möglich für Bochum und nach 7 Spielen ohne Sieg strotzen die Schwaben nicht gerade vor Selbstbewusstsein. Sie sind zwar noch Siebter, aber die Formkurve der Schmidtelf zeigt jüngst nach unten, die Vorrunde war insgesamt besser. Man kriegt jetzt fast zwei Gegentore pro Spiel vorher unter einem. Bochum hingegen hat pro Spiel 2017 weniger als einen Treffer erzielt. Aber laut Statistik hatte der VfL mehr vom Spiel am Mittwoch, aber Meier, der FCK-Trainer sah alle klaren Chancen bei seiner Elf. Bochum fand nur nach Standards statt laut Meier.

Nun ich war nicht da, aber im Zusammenschnitt sah es nach FCK-Chancendominanz aus und Bochum hat Probleme beim Spielaufbau unter Druck, was gegen die individuelle Qualität der Spieler auf diesem Niveau spricht.

Verbeek selbst war mal wieder auf der PK knurrig gegen Journalisten, die immer alles negativ sehen. Naja, wir brauchen noch zwei Siege und Samstag wäre ein guter Vorbereitungssieg in Heidenheim.

Dann können wir Ostern gegen Fürth die Ernte einfahren und den Klassenerhalt feiern,

Das ist mal ein Ziel.

Samstag, 08.04.17, 13:00 Uhr, Voith-Arena

Schiedsrichter: Robert Kempter (Stockach, pfiff den VfL zuletzt beim 2:1 gegen Würzburg am 18.02.17)
Assistenten: Marcel Schütz (Worms), Marcel Gasteier (Weisel)
4. Offizieller: Johannes Huber (München)

Hinspiel: VfL - HDH 2:1 (30.10.16; Mlapa, Bastians; Dawidowicz (ET))

Voraussichtliche Aufstellungen:
HDH: Müller - Feick, Theuerkauf (Wahl), Wittek, Philp (Strauß) - Schnatter, Titsch-Rivero, Griesbeck, Skarke (Lankford) - Kleindienst (Thomalla), Verhoek
VfL: Riemann - Bastians, Hoogland (Rieble), Gyamerah - Stiepermann (Gündüz), Janelt, Wurtz, Losilla, Gyamerah - Quaschner, Mlapa

Spielananlyse in der Wanne

5. April 2017

Also gesehen vom Spiel hab ich glatte 13 Minuten auf Sky. Ich kam mir vor wie einer der dauerverletzten Spieler. Mit der dicken Karre (okay das ist voll gelogen!) schnell einen Parkplatz gesucht, irgendwo einen gefunden und dann schnell auffe Couch, das Fasttor des VfL gesehen und ab inne Wanne, dort im quasi Ermüdungsbecken und übers Spiel nachgedacht.

Viertes Remis in Serie, 240 Minuten ohne Gegentor, 6 Punkte Abstand auf Aue, dazu am Ende die 12.000 Zuschauer noch mal mit einer Schlussoffensive gekitzelt. Leider eben nur fast ein 1-0 gemacht, ebenso wie der Lauterer beim Elfer wohl fast das 0-1 gemacht hätte. Hätte hätte, eben hätte. Es fiel kein Tor. Nun weiß ich nicht, wie es war, sich heute abzuhetzen, kurz ‘ne Wurst zu essen und dann ab der 2. Halbzeit etwas genervt zu gucken. Ich meine den Mod von WDR 2, der sprach davon (als ich gerade einparkte), dass es dieses Spiel als DVD für Leute mit Einschlafproblemen geben müsse. Im Ernst, er betonte auch, das Ganze wäre Tradition, das wäre quasi Bundesliga, nur das Spiel sei ganz ganz schlecht. Nun 2017 spielt der VfL untrakktiv, meistens Remis und verliert eher selten. Damit hält man sich von unten fern, weil unten Bäh ist. Das wird am Ende zum Klassenerhalt reichen, auch das ist ein Erfolg, aber ein ganz kleiner. Und dann gibt’s eh neue Spieler, einen neuen Sponsor und einen neuen Trainer.

Dann hört man endlich auf Journalisten zum Hauptthema zu machen und dann wird man sehen, wie nachhaltig Verbeeks Arbeit ist.

Die 900 Lauterer (und eventuelle 3 Wattenscheider Freunde) werden genau wie die Bochumer mit einem Achselzucken nach Hause. Bochum gefährlich nach Standards, hinten endlich dicht, nach vorne vermutlich wirklich harmlos, wie man so liest. Es soll besser gewesen sein als das 0-0 in Sandhausen.

Was wohl der Kambodschamann dazu sagt? Ich weiß nur, in der Wanne dachte ich, “ich kauf mir ein Waffeleisen, vor den Ferien!”. Ich freu mich auf eure Teigvorschläge.

Ciao

Tom;CB’93

Erstereffzeehkaa

4. April 2017

Mittwoch wird schlimm. Also für mich, was mit dem Kambodschamann ist, weiß ich nicht. Mittwoch ist Elternsprechtag - oder Schullaufbahnberatungstag, wie das heutzutage heißt - bis 18.00 Uhr, d.h., die erste Halbzeit verpasse ich live und im TV - Minimum. Und das finde ich ziemlich doof, ist das erste Heimspiel der Saison, was ich verpasse. Buh.

Gut, die Zyniker in Bochum, die es da auch geben soll, werden sagen, “Du glücklicher Typ, Du darfst arbeiten, ich muss an die Castroper Strasse!” Nun ja, ich habe im Kopf, ein Heimspiel gegen Kaiserslautern zum Saisonstart am Samstag oder an einem warmen Freitagabend, da wäre die Bude voller, die Emotionen hoch und ich voll mit Fiege, inklusive Aperetif und Digestiv in der Burg. Fällt weg, dafür ein Gespräch mit dem Förderschüler samt Förderplan, eine bestimmte Art der Substitution.

Es werden so 12.000 Fans sein, die sich die früher Anstoßzeit leisten können plus ein paar Unentwegte aus der Pfalz. Vor 20 Jahren war das ein Bundesligaspiel unten gegen oben, heute ist es 11. gegen 14. in der Zweiten Liga, Tradition pur, mit aktueller Tristesse inklusive. Da könnten die Ruhrpottorginale 2 im Kino in Cannes laufen, beim Heimspiel des VfL kann sich keiner einen von der Palme …… (nicht jugendfrei!). Nein, 2017 ist der VfL grau, ist mit 3 Remis in der Folge allerdings ungeschlagen seit dem 1-2 gegen Düsseldorf. Das ist auf dem Papier ein kleiner Erfolg, auf dem Platz in Sandhausen hätte ich fast Augenkrebs bekommen.

Verbeek ist meilenweit von seinem Heimanspruch hinterher und manche Spieler und Journalisten wünschten sich den Knurrer sicher gerne vorzeitig in Elternzeit. In Bochum wird man Mittwoch sehen, wie weit die Geduld mit dem Team noch ist. Gut, dass ich nicht nicht, vor die  Wahl gestellt werde, nach einem möglichen 0-0 oder 0-1 zur Pause, soll ich pfeifen oder aufmunternd klatschen (was immer mehr bringt!).

Was früher erste Wahl war, vor allem der FC Kaiserslautern, ist nur noch Vorprogramm zur Bundesliga bei SKY. Die Spieler des FCK sind nicht mehr schillernd wie einst Taribo West oder Djorkaeff. Nein, wenn Halfar kommt, haben wir Merkel oder den immer noch nicht fitten Eisfeld. Wenn Zoua antritt, ist bei uns Quaschner angesagt. Das ist oder heißt für mich, angekommen in Liga zwei, Bochum seit sieben Jahren und die Pfälzer seit fünf Jahren. Ist halt so, Träume sind geplatzt, wenn man sie denn hatte.

Morgen geht’s um die Vermeidung von Abstiegskampf, darum die 7 Punkte Puffer bis zum Ende zu halten, damit aus einer leicht missratenen Saison keine ganz missratene wird wie beim KSC.

Dass morgen Meier und Heinemann kommen als Trainerteam dürfte nicht Angst und Schrecken verbreiten, doch das ist die VfL-Denke vor einem Jahr. Morgen kann es eng werden oder es geht 1-1 aus.

Lautern verlor ohne Tor gegen Braunschweig, wurde beim Elfer beschissen und Bochum schoss kein Tor in Sandhausen, auch weil Stiepermann wieder blind war.

Die x’te Notelf gegen die Lauterer entschuldigt nicht die saft- und Planlosigkeit unseres Offensivspiels.

Wenn’s wieder grausam wird an der Castroper Straße, kann man immer noch sagen, hat ja kaum einer gesehen.

Und das ist das echt Traurige.

Mittwoch, 05.04.17, 17:30 Uhr, Vonovia-Ruhrstadion

Schiedsrichter: Frank Willenborg (Osnabrück, pfiff den VfL zuletzt beim 1:0 gegen 1860 im August 2015)
Assistenten: Christoph Bornhorst (Damme), Jan Neitzel (Hamburg)
4. Offizieller: Sven Waschitzki (Essen)

Hinspiel: FCK - VfL 3:0 (24.10.16; Osawe (3))

Voraussichtliche Aufstellungen:
VfL: Riemann - Bastians, Hoogland, Dawidowicz - Stiepermann, Wydra (Rieble/Canouse/Janelt), Wurtz, Losilla, Gyamerah - Quaschner, Mlapa
FCK: Pollersbeck - Heubach, Ewerton, Vucur (Aliji) - Gaus, Mwene - Halfar, Koch, Kerk, Moritz - Zoua

War gut auswärts - April, April!

1. April 2017

Wie die 500 Bochumer und 5000 Sandhäuser nach dem erlösenden Schlußpfiff auf die mäßige Darbietung der beiden höchst biederen Mittelfelfteams reagierten, weiß ich nicht. Dass ich nicht da gewesen wäre zu diesem Kick im Hardtwaldstadion, kann man nicht sagen. Aber zum Schlußpfiff war ich schon auf dem Weg zum Auto und laut Radio SWR1 habe ich eine große Chance eines eingewechselten Sandhäusers gegen VfL-Kaptain Riemann verpasst.

Sonst hat der, der nicht da war, nichts verpasst. Also einen betrunkenen, sonnendurchfluteten Heidelbergtrip lass ich mal außen vor. Bochum fand bis auf zwei Chancen in der 1. Hälfte spielerisch kaum statt, die Kurpfälzer fanden mit ihrer Nonametruppe auch nicht wirklich den Schlüssel, ein Kraichgauer vergab freistehend.

0-0 zur Pause wie im Dezember 2014, genau überschaubar die Anzahl der gelungenen Spielzüge. Bochum mit Stockfehlern, Fehlpässen und ideenlos auch in Halbzeit 2., aber etwas bemühter. Die Offensive, also dass was für die Abgänge gekauft wurde passt einfach nicht. Dass Verbeek die beiden Techniker Merkel und Gündüz bei den überschaubaren Darbietungen nicht brachte, sondern Janelt und Weilandt, naja muss man nicht verstehen.

Wenn man Glück hatte, konnte man die Sonne genießen, dazu ein Pilz von Hoepfner für 3,50 Euro, guten Fußball spielte weder der SVS noch der VfL. So nach 70 Minuten erfasste mich die Langeweile, konnte die Fanbetreuung, die Ordner und die Polizei beobachten, weil nichts passierte.

Dann eine Kombi und Stiepermann bekam den Ball, er ballerte in den Sandhäuser Wald. Der Typ trifft das besagte Scheunentor nicht wie einst in Fürth.

Nicht nur Eisfeld, Perthel und Celozzi fehlen, es fehlt auch die Weiterentwicklung, es fehlt an dem, was man als Ziel ausgab. Intern wollte man Platz 8 erreichen, nun ist man 12ter und Mittwoch kommt der FCK, dann geht’s auf die Ostalb.

Aber schwächer als diese Sandhäuser als Truppe ist zur Zeit kaum ein Zweitligist, da schwebt immer noch die Möglichkeit eines Abstiegskampfes über uns.

Wydra und Gyamerah mussten gehen, aber im Sommer geht der Trainer, der Sponsor und wir sind recht billig, wenn wir uns für die Ausgliederung entscheiden.

Dass ich das 0-0 sah macht mich nicht nur um 13 Euro ärmer für einen Stehplatz, es macht mich reicher um die Erkenntnis, dass man in 2 Stunden zurück fahren kann nach Köln. Das war mein Highlight an diesem eigentlich schönen Samstagnachmittag.

Der April startet warm, aber uns fehlt jedwede Euphorie und das merkt man auch der Mannschaft des VfL an. Oder schonte man sich für die Englische Woche.

Wenn der VfL so weiterspielt, werden viele Fans diesen Fußball ausgliedern und zu Hause bleiben. Die Karten und Trikots werden dann wie Blei in den Regalen liegen.

Das ist der Wehrmutstropfen unter einen Auswärtspunkt, den man am beste auf Videotext oder Facebook zur Kenntnis nahm.

Gut, dass mir der Kambodschamann Mittwoch nicht sagen kann, was er davon hält. Ich hab nämlich Elternsprechtag bis 18.00: Nein das ist keine AUsrede, Ehrlich.

Tom;CB’93

P.S.: Grüße an die Truppe um Benno und die Neuhausgang, den lassiven Sebi sowie das Weinloch

Wohin reisen wir?

29. März 2017

….Nach Heidelberg - und dann 10 Kilometer mit dem Bus in den Vorort der schönen, alten deutschen Unistadt am Neckar, dort wo man Medizin (ANATOMIE ;-) )) studieren kann, die pittoresque Aussicht, ein Kännchen Kaffee draußen genießen kann und auch Fußball (auffem Platz) gucken könnte. Also, erst Sandhausen, dann Heidenheim und schließlich Braunschweig, irgendwann noch Sechzig, dahin gehen die Reisen, die Auswärtsfahrten, des VfL. Aber wohin die Reise des VfL generell, geht fragen sich viele Fans und Mitglieder nicht nur am spielfreien Länderspieltermin. Die zahlreichen individuellen Antworten sind sicher in sich widersprüchlich.

Einerseits sieht man das “DFB-Klassiker-Und-Poldi-sagt-Adieu-Derby gegen England” nicht ganz ausverkauft in Dortmund (Der Kommerz hat bei Heimspielen des DFB längst die Grenze des guten Geschmacks überschritten!!!) und dann kommen zu Wuppertal gegen RWE 13.000 Fans beim Pokal auf Landesebene, nur wirklich etwas weniger als beim VfL gegen Aue oder demnächst bei Bochum gegen Kaiserslautern unter der Woche in der zweiten Liga. Das gibt einerseits ein Bild der Sehnsucht nach Nostalgie der Siebziger bis Neunziger, andererseits auch nach der Gigantomanie des pekuniären Real-Bayern-Barca-Monaco-RBL-Zeitalters.

Auch das Spiel des wackeren SV Sandhausen gegen die sich redlich mühende Bochumer Mannschaft um 13.00 wird kein Massenevent - trotz Kultmaskotchen Hardi, der netten Vereinskneipe, Bratwurscht, des guten Wetters und zweier Teams, die viel aus wenig Geld machen. Es werden 5.800 kommen und die sehen rein statistisch ein Remis, 0-0, 1-1, 2-2.

Aber dieselben ambivalenten Leute wollen dann doch eher Bayern gegen Frankfurt oder Dortmund auf Schalke sehen (direkt danach auf SKY oder live) als den Hammerwurf in der Fußballprovinz von Nordbaden und uns, die biederen Westfalen. Und das zeigt das Problem der Verantwortlichen des VfL - und es wird ein Problem der VfL-Mitglieder bei der Entscheidung über die Ausgliederung. Wo reisen wir hin? Wo wollen wir noch hin in Bochum? Wo wollen wir bleiben?

Es wird immer schwerer, in die Bundesliga und damit in den Fokus der Öffentlichkeit (Medien, Sponsoren, VIPs) zu kommen. Der finanzielle Gap türmt sich hoch und seit 2010 gibt es “Altegoer und Friends” in Bochum nicht mehr. Dass wir letztes Jahr 5. wurden (nach 4 Jahren Abstiegskampf!!!) war ein Ausreißer nach oben und hat 2017 - wie es aussieht -keinen Bestand. Aufstieg 2018 oder 2019 bleibt was für Spinner oder notorische Schönredner. Damit sich das ändert, muss Geld her, nur woher? Sind wir zZ. nur billig (und medial tot) oder auch anders attraktiv für Sponsoren oder Investoren - und würde eine AG-Version des VfL wirklich erfolgreicher sein als der zeitweise stagnierende Mitgliederverein?  Und ist eine Zweite Liga auf Dauer wirklich so unattraktiv, dass man das Tafelsilber verkaufen muss? Oder müssen wir das, um da bleiben, wo wir sind? Fragen über Fragen!

Am Samstag hat Gertjan Verbeek - so er denn keinen Anruf des KNFV bekommt - nicht die Windeln seiner Tochter zu wechseln, sondern in Sandhausen zu siegen, um jene zweite Liga sportlich zu sichern für 2018. Ob dem knorrigen Holländer das gelingt? Immerhin hat er Mlapa wieder an Bord. Das mit der Reise gilt auch für unseren Gegner vom SVS, der in Wooten und Schnecke Sukuta-Pasu “seine Stars” hat. Ansonsten klingt das Team des SVS 1916 mit Vollmann, Stiefler, Kuhn, Jansen, Kister, Wulle und Klingmann wie ein Bezirksligist - von den Namen her. Sandhausen ist wirklich das gallische Dorf, das sicher auch noch Probleme kriegen könnte - wenn wir Sonnabend siegten ! Also einfach tun?

Aber als wir da 0-0 spielten 2014 mit Funny oder 1-1 2015, da hatte der VfL noch Hoffnung und seine Fans noch Träume, dieses Jahr warten wir nur apatisch auf den Aufschlag. Oder täusche ich mich da und es ist alles wie vor 7 Jahren, eine interessante Reise in ein schönes deutsches Städtchen?

Keine Frage, die Abgänge und die Verletztenmisere sowie unser notorische Pech bei Schiris - und dem Alu - haben uns Blau-Weiße vor Augen geführt, es muss was passieren, damit wir nicht den Weg von Essen, Paderborn, Mannheim, Saarbrücken und Wuppertal folgen. So viel Nostalgie muss dann auch nicht sein.

Ob das eine Kooperation mit dem WSV, ein Investor oder was-auch-immer ist, dass müssen die Verantwortlichen mit uns Mitgliedern ausloten. Meine Antwort ist, ich habe keine. Denn so wie Samstag nach Sandhausen im grauen Mittelfeld der Liga, so wollen wir nicht jedes Jahr reisen, aber was ist die Alternative? Ruhe bewahren? Ein Remis Sa wäre okay, aber ich denke, diesmal siegt Bochum, um danach kollektiv anzugucken, wo wir VfL’ler meilenweit von entfernt sind, gegen Schalke siegen im Derby (wie 2007/2009), das schafft 2017 leider nur noch Dortmund,……………… Bochum, Duisburg, Essen, Oberhausen und Wattenscheid sind da nur noch Randnotizen im Elf freunde. Da krieg ich Reisefieber - nach Neuseeland.

VfL: Riemann - Hoogland (Rieble) , Bastians, Dawidowicz -–Stiepermann, Hoogland- Quaschner /Gündüz - Weilandt - Wurtz - Mlapa

Tom,CB’93

P.S.: Gruss an den Heidelberger, an den Kambodschamann und die SVS-Meduse, die eigentlich HSV-Fan war