Auswärtsdauerkarte

5. November 2022

Ich habe die neue, fancy Auswärtsdauerkarte vom VfL der Saison22/23. Das hat mich Fastallesfahrer im Sommer sehr froh gemacht und ich hatte noch im August gedacht, omg, ob ich das schaffe 13 Auswärtsspiele, wenn viele Freitags wären? Vier Spiele schafft man nicht, so die Vereinbarung, dann wird sie (ADK) “einem quasi entzogen”, so die AGBs. man zahlt vorab. Nun, ich habe bis dato nur ein Spiel (das 1-0 von Freiburg verpasst, DFB-Pokal und Leipzig werden nicht eingerechnet) und fahre ich mit einem 3-0 in Dortmund traurig nach Hause. Ich habe also in 8 (!) Auswärtsspielen 7 Niederlagen von acht live erlebt, die letzten vier waren unterschiedlich im Prozess, doch numerisch ziemlich gleich mies: 4-0 in Leipzig, 4-1 in Stuttgart, 4-0 in Wolfsburg und nun eben das 3-0 in Dortmund, Derbyklatsche (”Ihr habt gekämpft wir haben es gesehen, fanden nicht alle!), alles auswärts hoch verloren unter dem neuen Trainer Thomas Letsch, der aber auch nicht aus “S….. Gold machen kann”, würde er oder seine Frau vielleicht denken. Er hatte auch schon zweimal etwas vercoacht (Leipzig 1.Hz, Wob 2. HZ), aber die Auswärtsergebnisse, sie werden einfach nicht besser von den Resultaten, gefühlt kaum Lernfortschritt bei den VfL-Akteuren. Reis hat vereinsübergreifend 10 Bundesligaspiele in Serie verloren.

Dabei begann das kleine Derby vor 82.300 nicht wie üblich mit einem Sturmlauf der gelben Gastgeber, nein, Bochum versuchte 8 Minuten “was” nach vorne, ehe Ordets sich von Moukoko im Zweikampf (foulen?) abkochen ließ und dann ein tolles Tor schoß, der 15 Jährige (;-))), auch weil Riemann etwas zu weit vor seinem Tor stand - und der Borusse das famos nutzte. Irgendwie stand Manu heute komplett neben sich.

1-0 auf des Gegners Platz und dann ist der VfL Bochum 2022 im Prinzip geschlagen. Kannste das TV aus machen. Das 2-0 wenig später ein Elfer, den Lampro am gelben Gegenspieler verursacht und Reyna verwandelt ihn locker links unten. Wieder wirkt Manu teilnahmslos. Mancher Fan denkt sicher, mal Esser versuchen. Es war Riemann 6. persönlich verschuldetes Gegentor.

Aber nach diesem 2-0 für den BVB wachten die Himmelblauen wieder auf und hatten etwas mehr Mut wie in der Anfangsphase des Derbies. Dann kam die Szene, die genauso typisch ist wie der 9. Elfer gegen Bochum: Ein Pass auf Hofmann, vielleicht, wenn überhaupt eine halbe Fußsohle im Abseits, führt zum 2-1, doch Stieler lässt den VAR das 2-1 kassieren. Stieler ist ein weiterer “mieser” Schiri, der gegen uns pfeift, ohne dass das die eigene Schuld an der Niederlage übertünchen soll.

Wir erinnern uns, dass sind die Dortmunder, die regelmäßig jammern, wie schlimm sie gegen die Bayern verpfiffen werden. Gestern auch? Oder im April?

Dann gibt Stieler den 2. Elfer gegen uns, analog zum 3-4, wo es zwei (!) Handelfmeter waren. Doch diesmal kassiert der VAR den Elfer. Dass Steiler diesen Elfer gegen uns geben will, sagt eigentlich alles. Aber wie gesagt, das fehlende Matchglück, Gott und die Schiris sind nicht schuld an der schlechten Auswärtsbilanz.

Kein 3-0 an der Stelle, doch……dann.

Anstatt zum Elferhelden im Derby wird Manu endgültig zum Derbydeppen. Beim 3-0 durch das 13-jährige Wunderkind JM (geboren am 1.1.2009) steht Manu verwirrt im Nirgendwo, als würde er nach Wasser suchen ohne Rute.

Dann war der Drops für Bochum quasi wie immer gelutscht, es ging in die Halbzeit. Letsch fand diesmal die Balance, so das der VfL diese Halbzeit ausgeglichen gestaltete und zu einem Alutreffer kam, der BVB hatte noch eine Freistosschance, die erneut Stieler den Borussen geschenkt hatte. Wenn Bochum noch das 3-1 durch Ganvoula z.B. gemacht hätte, er hätte es sicher weggepfiffen. Diesen Gefallen taten die Bochumer Spieler ihm nicht. Da fehlt dem VfL aber am Ende die Qualität sogar zum Auswärtstor.

Erwähnenswert noch ein übler Zusammenprall zwischen Hummels und Schlotterbeck (Genesungswünsche nur an Hummels), dann rennen sich auch Losilla und Danilo um (und Bauer, der Kandidat foult Losilla!) , der Rest war Spielverwaltung des BVB und Bemühen des VfL, ein wenig Einstellung zu zeigen. An einem Sahnetag, wo alles zusammenkommt, gibt es ein glückliches 3-2 oder 3-3.

Der VfL wahrte sein Gesicht, mehr auch nicht, bei einem 3-0, die 7.500 Bochum gingen nach Hause, als hätten sie ihr Schicksal erwartet und nun könnte Mönchengladbach zum Lackmustest der Stimmung vor der JHV werden. Und dann fährt man nach Augsburg.Und dann ist Katar, wo alle Fanszenen und die Südkurve nochmal eindrucksvoll einen Boykott gefordert haben.

Aber kann man sich nach acht Auswärtsniederlagen in Folge, darunter vier hohe unter Letsch freuen über einen Aufwärtstrend? Denkt Riemann auch nach einem Fehler eines Mitspielers mal an seine eigenen Faux-Pas? IVs und zentrale Mittelfeldspieler defensiv wurden einfach schlampig besetzt und ungut eingespielt. So steigt man nun mal - mit Schalke - ab, Reis oder Letsch - oder wer auch immer - ist da fast egal.

Es fehlt an der Qualität der Spieler, was man zuhause wie im Vorjahr mit Teamspirit überdecken konnte. Nun giften sich Riemann, Zoller und Losilla an, dazu ist Zoller auf rechts gewagt und die IV-Duos wechseln ständig. So wird das nichts. Die Kirsche auf die aktuellen Probleme ist Las Mousset, bisher nur gefürchetet von Copenrath und Wiese.

Hier nun der Text der Kündigung der Auswärtsdauerkarte eines Freundes, mit dem ich nach Dortmund fuhr (real Story) per Email:

“Hiermit bestätige ich dir Deine Abmeldung für unser Auswärtsspiel in Augsburg.

Da das Auswärtsspiel beim FC Augsburg dein 4. “nicht persönlich besuchtes Spiel” ist, kündige ich dir hiermit fristlos die Auswärtsdauerkarte.

Dein “Restguthaben” bekommst du zeitnah auf dein Konto zurückerstattet. Bei folgenden Auswärtspielen hattest du dich Abgemeldet bzw. bist du nicht bei der

Anwesenheitskontrolle erschienen:

TSG Hoffenheim
SC Freiburg
VfB Stuttgart
FC Augsburg

mit freundlichen Grüßen

xy

Und nun meine Frage, wer von euch ist jetzt neidisch auf unseren A>DK-gekündigten Björn (CB’93 Patient)?

Tom, CB’93

P.S.: Gruß an Schemmie, Toto, Patient (ohne ADK nun ;-(); Matthes, Mareike und Hähnchen

Die DüBoDo ins Nirgendwo

4. November 2022

Autobahnen werden ja seit den Zwanziger Jahren geplant in Deutschland, gebaut, nicht gebaut, fertiggestellt und sind seit 50 Jahren auch mal gerne Streitpunkt wie heuer der Ausbau der A3 bei Leverkusen: so war es bei der DüBoDo, einem Projekt, was nie fertig gestellt wurde. Und dann gab es da dieses kurze Stück A44, da in Bochum-Laer, wo man mir immer erzählte, das soll am die DüBoDo werden. Die Ortsunkundigen nennen es in der “Stauschau auf Einslive” auch gerne Bochum-Laaa, als wäre es ein Hochmoor oder ein erloschener Vulkan in der Eifel. Da haben sich Bochumer und Dortmunder wohl getroffen, am Ümminger nach dem 1-1 vor grob einem Jahr, Riemann hatte da einen echten Sahnetag. Dann folgte das legendäre 3-4, man feierte den Bcohuemr-Sensations Klassenerhalt, die Party ging ab im 3-60 und Polter passte wie ein Topf auf einen Deckel, Reis hatte echte Bochum-DNA, beide sind nun auch Schalke, Pantovic bei Union, Elvis bei Augsburg, Leitsch bei Mainz und Bella-Kotchap bei Southampton. Alles musste raus, wie Sommerschlussverkauf bei Galeria Kaufhof. Und nun haben Sesi und Kaenzig und Reis vor der Saison Villis viele Baustellen hinterlassen. Die IV zu lahm, Lampro ist gegen Bellingham eine echte Zumutung fürs Auge, so steht es zu vermuten. Wäre mit Heinz kaum besser gewesen, aber der ist wie Masovic verletzt und nun muss wirklich ran, wer bei der Teile Mobilmachung in Rußland über geblieben ist. “Der” spielt morgen bei uns ins der Abwehr, oder auch im Sturm.

Generell steht morgen im Westfalenduell auf dem Spiel, das Bochum nach 7 Auswärtsniederlagen überhaupt noch wettbewerbsfähig ist. In Wolfsburg, in Stuttgart und auch in Leipzig kamen da Zweifel auf. Bochum darf morgen nicht 6-0 untergehen bei den sauschnellen Dortmundern in deren Kombinatiosfußball. Ich fürchte, es sieht so aus, als steuern wir auf die größte Niederlage seit 50 Jahren gegen den BVB zu. Zu umkreativ im Abschluss, zu langsam in der IV und vermutlich mit 1-2 Elfern gegen uns spielt die Borussia gegen den VfL. Das alles läßt angstvoll in mir aufschreien, bloß nicht das Gesicht verlieren und 4 Punkte aus den Spielen gegen Gladbach und Augsburg holen.

Und dafür darf es bei den Fans keinen Turningpoint der Stimmung geben, wenn man vor großer Kulisse hoch verlöre. Das sieht auch Letsch sicher irgendwie so, aber ein Debakel neben dem Strobels gilt es zu vermeiden.

Fahren erneut 8000 VfL’ler nach Do, auch auf den bereits gebauten Autobahnen, im RE und mit der S-Bahn, so gilt es diese nicht zu enttäuschen. Das Banner dazu hing beim Training, Siggi wird’s ihnen auch schon gesagt haben, verlieren wenn, aber bitte mit Anstand.

Und das wird schwer genug. Zwar hat Terzic, der an der RUB studierte und für die SGW 09 Polter, keinen Haalland mehr, Haller ist genesen, aber spielt nicht, da werden Modeste und Mokuko ihre Chance kriegen und mit Bellingham und Reus reicht das gegen unsere Puddingtruppe und ja, im Pokal am 8.2. in Bochum sieht das etwas anders aus.

Aber morgen ist Bundesliga, morgen muss Letsch, von dem unser Fanclubpräsi nur bedingt überzeugt ist, seine Kompaktheit und schlaues Verteidigen vermitteln.

Wie gesagt, ich muss da morgen nicht unbedingt siegen, aber 6-0, das geht nicht. Egal gegen wen.

VfL4u:

Samstag, 05.11.22, 15:30 Uhr, Signal-Iduna-Park

Schiedsrichter: Tobias Stieler (Hamburg, pfiff den VfL zuletzt beim 3:0 gegen Paderborn im Dezember 20)
Assistenten: Florian Heft (Neuenkirchen), Marcel Pelgrim (Hamminkeln-Loikum)
4. Offizieller: Thorben Siewer (Drolshagen)
Video-Assistenten: Pascal Müller (Löchgau), Norbert Grudzinski (Hamburg)

Die letzten Spiele gegen Dortmund: BVB - VfL 3:4 (30.04.22; Haaland (3); Polter, Holtmann, Locadia, Pantovic), VfL - BVB 1:1 (11.12.21; Polter; Brandt)

Voraussichtliche Aufstellungen:
BVB: Kobel (Meyer) - Guerreiro (Hazard), N. Schlotterbeck, Hummels (Passlack), Süle - Bellingham, Öz(can) - Adeyemi (Malen), Reus (Reyna), Brandt - Moukoko (Modeste)
VfL: Riemann - Danilo, Lampro, Ordets (Oermann/Lampropoulos), Gamboa - Stöger, Losilla, Förster (Osterhage/Stafylidis) - Holtmann, Hofmann, Antwi-Adjei (Zoller/Osei-Tutu)

Ausfälle BVB: Thomas Meunier (Jochbeinbruch), Jamie Bynoe-Gittens (Schulter-OP), Mahmoud Dahoud (Schulter-OP), Sebastien Haller (Reha)
Ausfälle VfL: Erhan Masovic (muskuläre Probleme), Jacek Goralski (Muskelverletzung), Takuma Asano (Knie)

Seitenwechsler: Luca Unbehaun / Patrick Osterhage, Jupp Tenhagen, Martin Kree

Tom,CB’93

Ich bin voll in Scheiße getreten

30. Oktober 2022

Ok, ihr denkt sicher, das mit der Scheiße meint er metaphorisch, wegen des trostlosen 0-4 in der VW-Arena. Aber als wir einen Zwischenhalt gemacht haben an der Raststätte an der A2, da habe ich gerade mit Dirk geredet und da habe ich den Scheißhaufen wohl sowas von voll erwischt, dass ich 5 Minuten auf der Toilette reinigen musste. Der Gestank “erfreute” den Fanclub “Die Treuen” und das Spiel war für uns, als hätte man den stinken Haufen Kuhkacke komplett fressen müssen. Das war geiler als Bochums 0-4 vor 24.100 Fans in Wolfsburg. Das Spiel war nur 25 Minuten ok, dann war es die Partie von Leipzig und Stuttgart zum Quadrat.

Es lief an der sterilen Arena ab wie zumeist auswärts, Bochum war 27 Minuten ok, hielt mit, um dann beim Gegentor zusammenzubrechen und vier Gegentore zu kriegen. Das 1-0 durch Felix Nmecha in der 27. Minute, wo Riemann doch in der 21. Minute noch gegen ihn rettete, war nun auch Manu machtlos. Und kurz danach das 2-0, ähm, gerade noch mal Glück gehabt, dachten die gut 1800 Bochumer Awayfans.

Okay Antwi hatte noch ne Chance und vorher Osei-Tutu, doch das bittere Ende kam mit dem 2-0 durch Riedle Baku in der 35 Minute für diese Halbzeit. Bochum schaffte nicht mehr ranzukommen. Die Verteidiger Heintz und Gamboa waren besonders überfordert mit dem was die Niedersachsen so nach vorne zu bieten hatten: Das ist halt Qualität und Bochum ruft auswärts dieses Qualität immer seltener ab.

Die zweiten 45 MINUTEN fehlte der Glaube und der letzte Wille und Letsch verwirrte die Spieler auch durch seine Umstellung zusätzlich. Diese ganze zweite Halbzeit war so scheiße, dass Felix Nmencha erneut traf. 3-0 und am Ende kam das 4-0 so verdient daher, das es weh tat. Das Team ging zur Kurve, die Fans, die gut angefeuert hatten, wiesen die Mannschaft auf Dortmund hin und alle fuhren enttäuscht nach zurück.

Wir füllten am Stadtrand Bier auf und dachten uns, hasse Scheiße am Fuß, hasse Scheiße am Fuß.

Und Bochum fährt nächste Woche nach Dortmund, das wird bestimmt easy, mit Heintz gegen Bellingham.

Ker, war ein Mist.

Tom,CB’93

P.S.: Gruß an TUS Harpen, die Treuen und die Kuh mit dem nervösen Magen

Günther Perl macht den VAR, während ich nach Wolfsburg fahr

28. Oktober 2022

Morgen gibts was, da fährt ein BUS in die Autostadt Diesel meets Super on the war to E und das Commando isst mal wieder Mettbrötchen (60 Gramm pro Bötchen), das hat keinen echten KDF-Charme. Aber der frische Franzose wird kredenzt “und gehst du in ein Stadion, blau-weiße Fahnen wehen, das können nur die Bochumer sein, ja die Fans voM Vaueffell.”

Bochum Fans hatten unter der Woche Schnappatmung, weil ich freigestellter Ex-Coach plötzlich als vegane Pizza, Gurken mit Reis auf Alt-Schalke am Schalker Markt angepriesen wurde. Quell malheure de kacke.

Aber nach all den Lügen und enttäuschten Gefühlen tritt der 17. beim 14. an und wäre im unwahrscheinlichen Fall des Auswärtssieges mit neuer IV (Ordets und Masovic fallen aus) bis auf einen Punkt an den Radkappen dran.

Aber Gemach, Letsch hat einen Plan und will dass der nach den beiden 4-0 RBL- und 4-1 VfB-Pleiten umgesetzt wird und man punktet vor dem schweren Derby in Dortmund.

Nun ist der VfL Wolfsburg keine Heimmacht und man will auch, bevor Sesi dort seinen Job antritt, dort dass Heimspiel gegen Bochum gewinnen, Im Vorjahr war es ein 1-0.

Es bleibt für Bochum schwer, auch wenn man nicht antritt wie im Vorjahr, damals etwas naiv.

Derweil braut sich daheim ein kleiner Sturm zusammen bis zur nächsten JHV. Nach dem bemerkenswerten Brief der Ultras zum Thema Villis, gibt es nun auch Gegenkandidaten namens Maltritz, Zumdick und Bauer. Der Fanvertreter im AR Volpers wurde indes wiedergewählt.

Also, zwei Niederlagen in Wolfsburg und Dortmund, bis dato eher die Sache, die zu erwarten wäre und dann wird es bitterkalt bei der JHV für Villis und den alten AR.

Aber morgen ab 15.30 Uhr in der Volfswagenarena zählt nur der Fußball und Günther Perl im Kölner Keller, da brauch ich viel Nett und Fiege.

Danke an VfL4u:

Samstag, 29.10.22, 15:30 Uhr, Volkswagen-Arena

Schiedsrichter: Robert Hartmann (Wangen, pfiff den VfL zuletzt beim 4:3-Sieg in Dortmund im April)
Assistenten: Christian Leicher (Landshut), Markus Schüller (Korschenbroich)
4. Offizieller: Wolfgang Haslberger (St. Wolfgang)
Video-Assistenten: Günter Perl (Pullach im Isartal), Markus Wollenweber (Niederkrüchten)

Die letzten Spiele gegen Wolfsburg: VfL - WOB 1:0 (09.01.22; Pantovic), WOB - VfL 1:0 (14.08.21; Weghorst)

Voraussichtliche Aufstellungen:
WOB: Casteels - Otavio, van de Ven, Lacroix, Baku - Gerhardt, Arnold, Svanberg - Kaminski, Marmoush, Wimmer (Paredes)
VfL: Riemann - Danilo, Heintz, Lampropoulos (Oermann), Gamboa - Stöger, Losilla - Förster - Antwi-Adjei, Hofmann, Osei-Tutu

Seitenwechsler: noch keiner :ugly: / Jannes Horn

Ausfälle WOB: Max Kruse (Muskelverletzung und ausgemustert)
Ausfälle VfL: Takuma Asano (Knie), Erhan Masovic (Adduktoren), Jacek Goralski (Trainingsrückstand), Ivan Ordets (Erkältung)

Tom,CB`93

Mamor, Stein und Eisen bricht ABER…

24. Oktober 2022

Der VfL Bochum nicht (mehr Letzter) ! Mit einem verdienten 2-1 Sieg des bis dato Letzten Bochum gegen den Überraschungstabellenführer Union Berlin nahm der 10. Spieltag sein spektakuläres Ende. Falsch, das Ende, die Rote Laterne, ist jetzt endlich der FC Schalke 04, der 2-1 bei Hertha BSC Berlin verlor. Bochum hat sich durch diesen Heimsieg wieder zurück im Abstiegskampf gemeldet. Hurra, wir leben noch, gewinnen fast das dritte Heimspiel in Serie. So kriegt Dortmund Probleme im DFB-Pokalachtelfinale in Bochum, ich rede nicht von in Dortmund!

Nach den Auswärtsschlappen in Leipzig und Stuttgart hatten manche “Realisten” unter den VfL-Fans Bochum schon abgeschrieben, aber Totgesagte leben länger. Letsch kommt, vercoacht sich, Deckel drauf? Ende, Aus, Mickey, Maus? NEIN:

Das war für mich aber auch ein so bemerkenswertes Spiel, das 2-1 vor 25.200 Zuschauern, nicht NUR wegen des Heimsieges (das gab es schon gegen Euroleaguesieger Eintracht Frankfurt), nicht nur, weil ich im Fan-Shop-gefühlter-Bezahlweltmeister wurde, sondern weil ich Struktur, Willen und Kompaktheit sah und das zum Erfolg führte.

Man hat unter Thomas Reis solche Spiele DIESES JAHR gegen Mainz oder Bremen verloren, dieses Mal besiegte man die Köpenicker, indem man sie mit ihren eigenen Waffen schlug.

25 Minuten egalisierte man Union und hatte Glück, dass Aydin Ordets nicht für sein hartes Foul an Yannick Haberer nicht runter schickte. Denn Ordets hat absolut stark gespielt und rettete später den Sieg.

Es blieb beim 0-0, aber Bochum wirkte “etwas besser” als die Berliner Gäste, stand stabil und eng und gewann die Zweikämpfe. Man ließ den Tabellenführer, der dort zur Überraschung vieler vor den Bayern steht, nicht so vielen Chancen kommen, einmal, das wars. Man spiegelte quasi das Berliner Spiel.

Und dann bekam Hofmann einen Ball und machte per Kopf das 1-0 in der 44. Minute, was verdient erschien, aber auch ausbaufähig war. Aber man führte.

Nun wurde die Stimmung immer besser, eine faustdicke Überraschung lag in der Luft und Bochums Support legte einen Zahn zu.

Aber man konnte 2-3 Torchancen bewundern, das Offensivspiel zeigte verbesserte Ansätze nach vorn und Struktur nach hinten, was das schönste am gestrigen Heimsieg war. Aber es stand nur 1-0 und klar, so ein Spiel kann der FC Union Berlin unter Herrn Fischer heuer drehen. Kann, machte es aber nicht.

Aber diesmal hatte Thomas Letsch, die Fortune der richtigen Aufstellung, der richtigen Einstellung der Mannschaft und mit den Ein-/Auswechselungen. Der Torschütze zum 2-0 kam rein, es gab eine Bilderbuchkombination und dann machte Holtmann ein Tor, was auch schiefgehen kann. Es klappte, das Matchglück drehte sich Richtung VfL Bochum 1848.

Bochums 2-0 bedeutete Feuer, Support und natürlich glückliche Fans. Man ist wieder drin und dann gab es, wen wundert es, Elfer Nummer 8. gegen uns, neuer Rekord.

Dieser Elfer wird geschossen von Pantovic und den kennt Manu nunmal, der hält und damit war der VfL Bochum quasi der Sieger.

Aber das 3-0 macht Bochum halt auch nicht, weil Ganvoula…..the silver gun, aber…. drauf geschissen.

Die Rot-Weißen machen durch Pantovic in der 93. Minute den Ehrentreffer und dann ist aber auch Schluß und der Rest ist riesengroße Erleichterung.

2-1 Sieg und der Rest ist Jubel.

Man könnte sich jetzt nach der Freude, den Pilsken und den Umarmungen, nun auf Wolfsburg und Dortmund auswärts freuen. Aber da, also schon mal Samstag in der Autostadt oder dann in der Nachbarstadt, muss man wieder den Kampf suchen, den geringen Abstand herstellen und die neue Struktur ausbauen, sprich weiter punkten.

Mir fehlt etwas der Glaube, aber das fehlte auch vor Berlin.

Wenn Letsch und die Spieler dran glauben, dann werden auch Pessimisten wie ich ins Boot geholt, Klassenerhalt 2023 - wir arbeiten dran.

Tom;CB’93 „Wir glauben fast alle dran“

Eisenbieger

21. Oktober 2022

Sonntag gibt‘s was Krasses: Der Erste der Fußball-Bundesliga, der FC Union Berlin (vor den Bayern!), gastiert beim Tabellenletzten: Das ist leider von Anfang an der VfL Bochum von 1848. Viele VfL-Fans hatten nach den Auswärtspleiten in Schalke, Leipzig oder Stuttgart das Gefühl, dass ihr geliebter VfL diese Saison 22/23 quasi festgenagelt ist auf dem allerletzten Tabellenplatz (wie Fürth im Vorjahr!). Das kann man nur ändern, wenn man jetzt gegen den FCU -und auswärts in Wolfsburg, Dortmund oder Augsburg - punktet. Das wird nun alles andere als „leicht“, vor der sehr umstrittenen WM in Katar ranzukommen an die Konkurrenten aus Gelsenkirchen, Hertha und Stuttgart sowie Augsburg bzw. Gar vorbeizuziehen. Letsch könnte dann bis Termin bei Hertha im Januar ein paar neue Dinge versuchen, um besser ins Jahr 2023 zu starten.
Das geht nur, wenn Heimsiege wie gegen Eintracht Frankfurt zur Regel würden. Das war wirklich toll wie man Frankfurt 3-0 besiegte und notwendig im Nebel gegen Elversberg etwas glücklich 0-1 zu siegen.
Die neue Kompaktheit unter T. Letsch konnte man bereits etwas erkennen, aber von Thomas zu Thomas wurde das Offensivspiel nicht wirklich besser.
Asano fehlt da sehr und gegen der Zoller nun auch. Aber es fehlt vor allem die Idee, bei vorhandener Qualität das Spiel nach vorne zu forcieren.
Daran ist unter anderem Kramer bei Schalke gescheitert, die Idee der langen Bälle auf die Spitzen funktionierte da nicht wirklich.
Und wir Anna Castroper müssen uns auch was überlegen, das eiserne Abwehrbollwerk aus Köpenick zu knacken: Das wird für Bochum doppelt schwer, dazu braucht man am Sonntag vor allem das Heimpublikum. Denn das hat Bochum, wenn es dabei sein konnte, in den letzten drei Jahren sehr gestützt. Das sollte auch so bleiben.

So hatte man am Dienstag im Saarland - bis der große Nebel kam - eine tolle Unterstützung (nicht nur wegen des tollen Glitzers) und siegte durch ein Losillator in der 85. Minute. Aber auch hier fiel es schwer effizient zu kontern, Dominanz auszuüben. Man war auf Augenhöhe, mehr nicht, gegen den 1. der Dritten Liga, war man, wenn überhaupt, nur leicht besser.

Jetzt kommt der Spitzenreiter aus der Wuhlheide und damit eine andere Qualität, allerdings werden wir das an der Casse auch anders angehen, diesmal sind wir quasi der Underdog, der die Fischer-Truppe schlagen möchte.

Die siegten im Pokal gegen Heidenheim, in Europa in Nantes (?) und man kann hoffen, dass sie ähnlich wie Köln oder Frankfurt mental müde gespielt werden von „angagierten Bochumern“ mit den bekannten Mängeln in offensiver Kreativität und hinten an fehlerfeier Eingespieltheit.

Soares oder auch Gamboa ner Pause gönnen und dafür mit Heintz, Ordets und Masovic spielen könnte für Thomas Letsch eine Option sein, das Köpenicker Eisen zu biegen.

Vorne mit Holtmann, Hofmann und Antwi, das wird sicher etwas mühsam, da ist die Geduld der Fans gefragt.

Aber ich bin mal garnicht so pessimistisch, tippe ein 2-1 und das wäre doch ein warmer Lichtblick im nicht so kalten Herbst 22.

Tom;CB‘93

P.S.: Gruß an Dominik

DATEN von VfL4u (thx!)

Sonntag, 23.10.22, 15:30 Uhr, Vonovia-Ruhrstadion

Die letzten Spiele gegen Union: FCU - VfL 3:2 (14.05.22; Prömel, Awoniyi (2); Zoller, Löwen), VfL - FCU 0:1 (18.12.21; Kruse)

Voraussichtliche Aufstellungen:
VfL: Riemann - Danilo, Heintz (Osterhage/Förster), Ordets, Masovic, Gamboa - Holtmann, Losilla, Stöger, Antwi-Adjei - Hofmann
FCU: Rönnow - Ryerson (Gießelmann), Diego Leite, Knoche, Baumgartl (Jaeckel), Trimmel - Haberer, Khedira, Schäfer (Thorsby) - Jordan (Behrens/Michael/Leweling), Becker

Ausfälle VfL: Takumo Asano (Knie), Simon Zoller (muskuäre Probleme)
Ausfälle FCU: -

Seitenwechsler: Dominique Heintz / Milos Pantovic, Janik Haberer

Ein Brief an mich an mich selbst

15. Oktober 2022

Nach dem 30.4.22 siegte Bochum auswärts „nur“ noch im Pokal in Viktoria Berlin: Der VfL Bochum verlor nach dem Derbyauswärtssieg in UNION Berlin, Hoffenheim,Freiburg,Schalke, Leipzig und eben heute 4-1 in Stuttgart. Jede Niederlage war am Ende leider verdient, was einen Qualitätsmangel im Kader offenbart.

1. Phase: Jeder Gegner versucht uns am Anfang extrem gegen uns zu pressen, wir auch erfolglos, und schnell - besonders vor heimischer Kulisse - ein Tor oder einen Elfer GEGEN UNS „zu erzwingen“. Riemann kann dann meist auch nichts mehr machen. Bochums Abwehr fehlt seit Mai jede Kompaktheit.

Das 1-0 durch SILVA war der Auftakt eines rabenschwarzen Tages von Soares.Die Außenverteidiger haben diesmal dieses Spiel verloren, Gamboa spielte nur ein wenig besser als Danilo. Die Stuttgarter kaum fassen, wieviel Platz wir hatten.

2. Phase: Totale Verunsicherung der Abwehr. Kriegst du auswärts ein Gegentor, das passiert IMMER, droht oft ein Fiasko. Natürlich hat Stuttgart exzellente Fußballer, aber es stehen 2022 nur vier (4!) Siege zu Buche, in dieser Saison kein Sieg. Bochums Abwehr hat das Spiel dennoch nach 20 Minuten verloren und man hat kein Mut, die falsche Taktik oder schlicht nicht die Qualität..

Es steht 2-0 - und du kannst die 4-5 Stunden zurück eigentlich in diesem Moment nach Hause fahren. Es waren auch Einbrüche gegen den FCB und Leipzig. Das passiert gegen den gebeutelten VfB natürlich nicht, Bochum fängt sich und Zoller macht das 2-1. Der VfL hat eine Riesenchance zum 2-2, geht aber mit 2-1 in die Pause.

Von der 29. bis zur 68. Minute hat man Hoffnung, das was geht.

Bochums Fans, gut 2000 waren im Gästeblock beim VfB, machten das beste draus und neutrale Fans und Stuttgarter genossen die Anfangschoreografie, insgesamt waren beide Spiele gegen Frankfurt und Stuttgart atmosphärisch top. Dafür geht man zum Fußball. Für diese Spiele leider nicht.

3. Phase: “Hätte, wenn und aber”: Bochum macht zu spät DRUCK und jeder erwartet nun das 2-2, es ist Bochums stärkste Phase und dann fällt das 3-1 aus dem Nichts. Das Spiel war noch nicht ganz gelaufen, ABER:…

4. Phase: Das 4-1, vorher Foul an Ordets, Elfer (verdient!) und die Szene, mit Bochum kann man’s ja machen.
Aus, wieder verloren gegen ein Team von unten wie Schalke, Bremen und nun eben den VfB.

Das 4-1 schockt, dann trifft Bochum noch mal ans Alu. Aber sonst. Ist der Trainerwechsel schon verpufft?

Was soll man sagen? Bochum VERLIERT zum 8.mal verdient -wie auf Schalke - auch in Stuttgart durch individuelle Fehler, es fehlt einfach an Konstanz und sicher auch an Bundesligaqualtität.

Wie schön war das letzte Derby in Dortmund, wie weit ist der VfL Ende Oktober vom Mai entfernt. Ob sich das in den Auswärtsspielen in Wolfsburg und Dortmund ändert, es scheint sehr fraglich. Vor der Wiederholung das Derbies habe ich richtig Angst.

Bochum muss nun erst mal gegen Union Berlin ran und das ist zumindest ein Heimspiel und leichte Verbesserungen lassen sich bei Letsch erkennen. ABER, es gibt zu viele Muskelverletzungen, zu viele Elfer gegen uns, zu wenig Laufleistung und Kondition, zu viele Fahrkarten im Torschuss und und und.

Die Arbeit von Letsch (Klassenerhalt?) wird eine Herkulesaufgabe, das war vorher klar - und Villis kriegte einen blauen Brief von den Ultras, man hat das Gefühl, der Verein wurde drei Jahre zurückgespult auf VHS-Video.

Brief an mich selbst, ich muss die restlichen BL-Spiele dennoch genießen. Es wird eine Adios-Tour werden. So sieht es zur Zeit aus. Leider.

Tom,CB’93

P.S.: Gruß an Aki, Lars und Stephan vom CB‘93

1987

13. Oktober 2022

Das Jahr 1987 war ein famoses Jahr, in den Charts Bruce und Bongo mit GEIL, fast wäre ich den Tanzschule Kern gelandet (niemals Bobby Linden!), dazu Billard Spielen an vielen bunten Abenden im Staatlichen Studentenwohnheim hinter dem UNI-Wäldchen, dort gab es Frikadelle mit Käse, Trets und ein Weizenbier von Erdinger, kein Witz, für 1,60 Mark. Damals waren gegen Waldhof Mannheim im Heimspiel so 8000 Leute im RUHRSTADION (was 42.000 fasste) und man verlor gerne mal 0-1 gegen die Waldhof Holzhacker: Also, dass früher alles besser war, ist natürlich ein ewiges Märchen: Aber in diesem Jahr verlor man beim VfB Stuttgart, der ja 1982 unter Helmut Benthaus deutscher Meister gewesen ist, eben nicht, sondern gewann im alten Neckarstadion 2-4. Das ist nun 35 Jahre her und viel Wasser ist seitdem die Ruhr und den Neckar runtergeflossen, aber ein Sieg dort am Samstag ist immer noch - oder schon wieder - unwahrscheinlich. Aber drauf geschissen, wir fahren da mit 2000 Leuten hin und feiern unsere Bochumparty im Gästeblock, wetten?

Die Fakten zum Spiel übermorgen: Bochum hat zum ersten Mal seit Mai 22 wieder gesiegt, 3-0 gegen Frankfurt und nun geht es zu den Jungs am Neckar, die ihren Trainer MP am Sonntag - nach fast drei Jahren - gefeuert haben. Das hört sich erst mal gut an: Bochum selbst hat den Trainer gewechselt, von Thomas zu Thomas und nach einer 4-0 Niederlage in Leipzig schien schon fast alles verloren. Indes schien es nur so. Aber nun scheint wieder alles möglich für den VfL, mit einem Sieg in Stuttgart würde man die Rote Laterne an die Schwaben abgeben und den VfB tiefer ins Schlamassel führen.

Stuttgart hat 2022 nur vier mal gewonnen. Das ist ein Problem, nicht nur im sonst erfolgsverwöhnten Schwabenland: Sowas ist immer ein Problem im Profisport und führt dazu, dass man Leute austauscht.

Wie wird Letsch das Spiel in Stuttgart angehen: vermutlich mit Stöger und dem Ex-Stuttgarter Förster (als zwei 8ter?) und sonst mit der Startelf gegen die Hessen, kann gegen Stuttgart nicht so falsch sein. Man könnte auch Heinz statt Masovic bringen, aber logischerweise wird man eher dem ersten Siegerteam der Saison das Vertrauen geben und nicht wieder auf Dreierkette setzen wie in Sachsen.

Ich freue mich wirklich auf das Spiel von Samstag, Bochum in Stuttgart, das ist ein tolles und interessantes Fußballspiel für mich, paar Bochumer treffen, die Jungs vom Neckar auch und dann wird man sehen, was bleibt von der Bochumer Neueuphorie.

Ich habe da da meine Zweifel, dass der Umschwung nachhaltig ist, da einfach die Qualität in der Mannschaft nur von Zeit zu Zeit ihr vielleicht zu geringes Potenzial abruft. Aber auf der anderen Seite, wenn die Chancen schlecht stehen, auch wenn Sport Bild auf uns tippt, warum nicht diese Chance nutzen. Bochums Fans werden ihr Team bis auf weiteres durch das Land und die Saison tragen, mal sehen, was passiert, wenn im Mai 2023 die Saison in Leverkusen endet.

Unsere Lage ist immer noch prekär, selbst wenn wir in Stuttgart siegten, aber Schalke und Hertha scheinen auch nicht uneinholbar und vielleicht ist Las Mousset ja im Januar fit und bombt uns zum Klassenerhalt oder gar Ganvoula.

Bis dahin bleibt die Hoffnung, der Glaube, die Liebe.

Na, eigentlich würde ich 2-1 für den VfB tippen, aber ich sage mal 2-2. Das wäre das dritte Remis in Folge gegen den VfB und da gehe ich mal von aus. Also auch ohne FIFA23-Vorspiel.

VfL4u mit grandioser Arbeit:

Samstag, 15.10.22, 15:30 Uhr, Mercedes-Benz-Arena

Schiedsrichter: Christian Dingert (Lebecksmühle, pfiff den VfL zuletzt beim 0:0 gegen Stuttgart im September 21)
Assistenten: Benedikt Kempkes (Thür), Timo Gerach (Landau)
4. Offizieller: Rafael Foltyn (Wiesbaden)
Video-Assistenten: Dr. Felix Brych (München), Thorsten Schiffner (Konstanz)

Die letzten Spiele gegen Stuttgart: VfB - VfL 1:1 (19.02.22; Bella Kotchap (ET); Löwen), VfL - VfB 0:0 (26.09.21)

Voraussichtliche Aufstellungen:
VfB: Müller - Sosa, Ito, Zagadou (Stenzel), Mavropanos - Führich (Pfeiffer), Endo, Anton, Ahamada, Silas - Tomas
VfL: Riemann - Danilo, Ordets, Masovic (Heintz), Gamboa - Osterhage (Stöger), Förster, Losilla - Holtmann, Hofmann, Zoller

Ausfälle VfB: Atakan Karazor (5. gelbe Karte), Serhou Guirassy (Gelbrot-Sperre), Josha Vagnoman (Trainingsrückstand)
Ausfälle VfL: Takuma Asano (Knie), Lys Mousset (Aufbautraining)

Seitenwechsler: Atakan Karazor, Chris Führich, Frank Fahrenhorst (Trainer U21) / Takuma Asano, Philipp Förster, Kevin Stöger, Simon Zoller, Heiko Butscher

Am 10. Spieltag kommt es zum Spitzenspiel in Stuttgart (wenn Gegenteiltag wäre). Der sieglose 17. vom Neckar (5 Punkte) empfängt den 18. von der Ruhr (4 Punkte).

Tom, CB’93

Auferstanden aus Ruinen

9. Oktober 2022

Der #VfLBochum ist wieder da. Mit dem gestrigen 3-0 Heimsieg gegen #Eintrachtfrankfurt hat der VfL vor gut 25.000 Zuschauern seine Anhänger nach dem deprimierenden 4-0 von Leipzig wieder etwas mit ihrer Mannschaft versöhnt. Siege tun immer gut. Der gestrige, erste Sieg seit dem Mai 2022, tat gefühlt besonders gut. Vor Freude musste ich mir nach dem Spiel eine Zigarette rauchen und ein paar Bier. Das 3-0 tat so gut, war aber auch überraschend und am Ende auch ein Tor zu hoch, aber egal.

Glasner hatte sein System umgestellt (wie Letsch auch) und die Frankfurter begannen recht furios, nicht müde vom Dienstag - und drückten Bochum zunächst fast vor die eigene Ost-Kurve. Da hatte die Bochumer Viererkette sehr viel zu tun das Pressing auszuhalten, Soares, Masovic, Ordets, Gamboa hatten Mühe ihr Mittelfeld zu finden, weil Eintracht mit einem guten Pressing das Spiel begann. Die Bochumer Fans waren mit gemischten Gefühlen ins Stadion gekommen und ich hatte echt Angst zu diesem frühen Zeitpunkt um die Mannschaft in blau. Es sah so aus, als wäre auch dieser Championsleagueteilnehmer wie Bayern und Leipzig eine Nummer zu groß für den VfL. Indes, es sah nur kurz so aus, Bochum befreite sich daraus. Man konnte nun spüren, was der Trainerwechsel bewirken kann und die Stabilisierung wurde von den VfL-Fans wahrgenommen. Dazu hatte Frankfurt als Mottofahrt einen wirklich guten Auswärtsblock mitgebracht, alle schwarz und in Kutten und Black sowie Leder.

Bochum stand kompakt, ging in die Zweikämpfe und befreite sich Stück für Stück aus der Umklammerung des Adlers kam in Folge dessen zu kleineren Chancen. Die Maus brüllte.

Doch erst einmal musste M. Riemann gegen Alario klären und der Schlussmann hatte einen Sahnetag erwischt, Förster vor ihm nicht nur wegen seines Tores mit der ersten guten Leistung im VfL-Dress.

Das Spiel selbst war nicht hochklassigen, aber wenn hatte Frankfurt mit Borre’, Alario und Götze mehr Spielanteile. Götze vergab vor der Pause und das hatte sein Bruder Felix im RWE-Dress gegen Aue vor Wochen besser gemacht als der einstige Weltstar gestern.

Dann hatte vor dem Pausentee Holtmann noch ein Riesending, aber da fehlt die Power und es geht mit 0-0 zum Seitenwechsel. Da konnte man sich über den Schiri aufregen, aber die Leistung der Bochumer war absolut ok. Am Ende war der Schiri ok.

Nun holte Bochum vor der Ost einige Eckstöße raus und Frankfurt hatte wie Köln zwar das Potenzial an der Castroper zu siegen, wurde aber Stück für Stück die Lust am Fußballspielen genommen. Die neue Härte des Bochumer Teams, Frankfurts Ebimbe foult Osterhage dunkelgelb, der Youngster konnte nicht weitermachen und fällt wie Asano wohl erst mal aus. Stuttgart wohl ohne Heinz, Asano, Mousset und Osterhage, was schade ist.

Doch Bochums Einwechselungen wie Stafylidis, aber diesmal auch Ganvoula, Tutu und Adjei zündeten. Hofmann vergab eine Chance, bis er in der 71. Minute mit dem Kopf traf und den Zuschauern einen Riesenemotionspush gab, außer sie standen in der West auf der Eintrachtseite.

Dann war die Stimmung dank Tor, Fiege, Wetter und dem VfL-Team im #VONOVIA-Ruhrstadion endgültig top. Frankfurt hatte Pech mit einem Alutreffer von Borre’, dazu wurde ein hauchdünnes (Abseits-)Tor aberkannt, im Endeffekt endlich mal eine gute Leistung von Schiri und VAR-Team, was ich zur Pause noch anders sah.

Bochum machte aus einem Freistoß dann das 2-0 in der 87. Minute (ET) und Förster traf dann in der 91. Minute zum 3-0, ein Doppelpack aus dem Wald, sehr sehr notwenig, die Hessen waren nun geschlagen und dann war der Sieg verdient, aber am Ende zu hoch, ein 2-1 hätte das Spiel korrekter wiedergegeben, aber drauf ge……….

Der neue Trainer hatte seinen Heimsieg - mit Förster und Hofmann als Torschützen - auf DEN die Fans seit Mai warten mussten. Und nun war der erst Jubel, Frankfurts Oliver Glaser musste wie in der Vorwoche Letsch die Teilverantwortung der Niederlage durch Systemumstellung auf sich nehmen, während Bochum Kompaktheit, Zweikampfstärke und Teamgeist zeigten und die Fans auch nach 8 sieglosen Spielen mit ins Boot holten und damit Schalke, Hertha und Stuttgart endlich auf den Fersen blieb.

Der erste Schritt ist also getan, nun geht es nach Schwaben und dann gegen Union Berlin, wo mit etwas Matchglück, Kampf und neuen Selbstvertrauen was gehen könnte.

Seit gestern können wir endlich wieder vom Klassenerhalt träumen, aber wir wissen auch, es wird ein sehr, sehr steiniger Weg, den wir nur ZUSAMMEN gehen können.

Tom;CB’93

P.S: Gruß an die Berts, an die Leute aus Langendreer und den Kambotschamann

Zwietracht der Seele

7. Oktober 2022

Es ist kompliziert: Die Stimmung in Bochum ist seit dem Wochenende äußerst ambivalent, nach dem deprimierenden 4-0 in Leipzig zum Trainereinstand, ist die Erwartungshaltung vor dem Heimspiel gegen den Championsleagueteilnehmer Eintracht Frankfurt überschaubar. Die einen erwarten garnichts mehr und machen Witze von Lys “Mousse” Mousset, Förster im Wald, über den “Konzepttrainer Rasi” Letsch bis zur generellen Unmöglichkeit des Torschießens oder Verhindern gegen gute Teams - und Frankfurt scheint nach einem durchwachsenen Start unter Oliver Glasner dazuzugehören.

Dabei liegt die Eintracht Frankfurt dem VfL vor allem im Ruhrstadion, zu Hause siegte man 2-0 im Vorjahr und Borre’ mühte sich damals lange vergeblich um ein SGE-Tor. Aber diesmal könnte die nie in gleicher Formation auflaufende Abwehr dem Südamerikaner helfen. Dazu könnte Götze als Edeljoker reinkommen und Kamada sowie Alaric als Torschützen gegen unsere Leichtmatrosen vorstellen. Und das ist das Problem, dass selbst die eigenen Fans ihr Team nicht mehr ernst nehmen. Anstatt das eingenommene Geld (17 Mios) in die Hand zu nehmen, wurden mit Fabian (”netter Typ”) und Letsch - sowie den neu geholten Spielern - jeweils “Billiglösungen” bevorzugt und Leitsch, Bella Kotchap und Elvis fehlen der Defensive nun sehr, dazu ein Spielerflüsterer und harter Hundwie Thomas Reis.

Bochum hat nun einen anderen Thomas, den Letsch und der hat in Sachsen mächtig mit der Aufstellung ins Klo gegriffen, mit einer der schlechtesten ersten Halbzeiten der letzten 5 Jahre, allerdings hat er eben auch nur die Spieler zur Verfügung die Sesi holte und die Negativserie von Thomas Reis, letzter Sieg im Mai gegen Absteiger Bielefeld nach dem Derbysieger über Dortmund.

Was dann noch Mut macht für Samstag 15.30 Uhr, ist ja, dass Frankfurt nach dem 0-0 gegen Tottenham müde im Kopf sein könnte und das die Stimmung bei den Fans an einem Samstag nach 5-10 Fiege gut sein würde, je nach dem.

Letsch hat seinen zweiten Anlauf und wird sicher aus seinem Fehler gelernt haben, kann aber auch sein, dass er wieder stur Dreierkette spielen lässt. Dann verliert er aber schnell Team und Fans, tippe ich mal. Es droht ein Trainerkarussel in Bochum, was vermeidbar schien.

Haben Villis und Kree wirklich alles getan, um mit Sesi und TR zu verlängern? Ging es nicht da auch um persönliche Eitelkeiten oder nur um Geld? Hat der Verein, also der AR verpasst, mit den Stützen des VfL-Wunders rechtzeitig zu verlängern? Hat man zu naiv im Sommer neue Spiele geholt und warum verweigert Villis auf PKs quasi die Rede? Warum schweigt er zur aktuellen Situation?

Nun, Thomas Letsch wird das zunächst egal sein, der Ausfall von Asano, Stöger und Mousset aber nicht, weil sie wertvolle Offensivoptionen sind. Und die fehlen gegen Frankfurt, die sich am Dienstag in der CL nicht von Son und Kane haben abkochen ließen. Das wird für Bochum Samstag eine Herkulesaufgabe, Tore schießen und möglichst zu null spielen.

Ob Oermann wieder spielen darf, wird sich zeigen. Der Junge ist 19 Jahre und machte seinen Job gegen Köln gut und zahlte bei RBL viel Lehrgeld. Ich tippe, der kriegt ne Pause und denke, Letsch spielt mit Dreierkette und Soares sowie Gamboa in der kippenden Außenverteidigung: Doch wie ersetzte man Stöger? Nach vorne wird man auf die schnellen Holtmann, Zoller oder Antwi setzen, möglicherweise Osei Tutu.

Auffem Pin “droht” uns Hofmann, denn Ganvoula wäre schon eine faustdicke Überraschung nach dem Ausfall von Mousset oder gar Bonga? Man sieht Bochum ist auf der Bank fast schlechter besetzt als manche Topzweitligisten wie der HSV und daher sind viele Fans nun pessimistisch, was Klassenerhalt und Siege gegen Topteams angeht.

Letzter Punkt, keiner weiß, wie die Fans reagieren, wenn die SGE schnell führte bei ihrer “old school Mottofahrt”. Sicherlich sind immer noch die meisten bereit ihren VfL durch dick und dünn zu begleiten, aber nun droht ein Kippen der Stimmung verlöre man beide Spiele, aber keine weiß, wie sie dann im Heimspiel gegen Union Berlin aussehen würde.

Und nun mein Tip, 1-3, ich habe es auf dem neuen Fifa 23 so vorgespielt, Kamada und Götze sowie Hofmann trafen, was wohl nicht so realistisch ist, ich meine den ersten Treffer von Hofmann ;-)

Ach ja, das schlimmste wäre wenn Bochum zur Tasmania Bochum Witznummer verkäme. Wir Bochumer kämpften gemeinsam für den Anschluß an das Tabellenende und das Aufschließen zu Schalke und Hertha, mehr bleibt zZ nicht.

modifiziert von VfL4u:

Samstag, 08.10.22, 15:30 Uhr, Vonovia-Ruhrstadion

Schiedsrichter: Martin Petersen (Stuttgart, pfiff den VfL zuletzt beim 7:6 n.E. gegen Augsburg im Oktober 21)
Assistenten: Alexander Sather (Grimma), Robert Wessel (Berlin)
4. Offizieller: Thomas Gorniak (Bremen)
Video-Assistenten: Dr. Matthias Jöllenbeck (Müllheim), Markus Schüller (Korschenbroich)

Die letzten Spiele gegen Frankfurt SGE - VfL 2:1 (13.03.21; Masovic (ET), Kamada; Polter), VfL - SGE 2:0 (24.10.21; Blum, Polter)

Voraussichtliche Aufstellungen:
VfL: Riemann — Danilo, Horn, Ordets, Masovic, Gamboa — Stafylidis (Osei-Tutu)-Osterhage (Förster), Losilla, Antwi-Adjeij - Holtmann, Hofmann (Zoller)
SGE: Trapp - Ndicka, Hasebe (Lenz/Chandler), Tuta - Knauff, Sow (Götze), Rode, Jakic (Pellegrini) - Kamada, Borre (Alario), Lindström

Seitenwechsler: Jan Fießer / Christoph Preuß (Teammanager)

Ausfälle VfL: Kevin Stöger (Corona), Lyss Mousset (Adipositas), Dominique Heintz (Trainingsrückstand), Takuma Asano (Knie wegen Schalke)
Ausfälle SGE: Jerome Onguene (Adduktoren), Almamy Toure (Trainingsrückstand), Aurelio Buta (Knie), Randal Kolo Muani (Gelb-Rot-Sperre)

Tom,CB’93