Es war da - das Sekundenglück

14. April 2019

Es gab vor dem Anpfiff Gerüchte: er würde nicht kommen können, er hätte den Flieger von London verpasst und und und - Gerüchteküche deluxe. Die Sonne überstrahlte dennoch die Kälte, er kam in Ruhrstadion, gutes, erdiges Intro und sang unsere Hymne- der VfL siegte schlussendlich mit 3-2 gegen Fürth. Lukas Hinterseer traf dreimal (Treffer 15.-17.) und 17.500 Fans hatten ihren perfekten Sonntag. Das VfL-Herz wurde versöhnt, der Abstiegskampf beendet bevor er begann und wir alle hatten unser kurzes, blau-weißes Glück.
Dabei startete alles für die Unken “Wenn Herbert kommt, verlieren wir !”. Greuther Fürth auf Zack, schnell vor unserem Tor, 0-1. Dann heißt es ja Fürth führt, wir haben unsere ungute Serie, Herbert war da und wir lieben es auch manchmal, die Katastrophe herbeizuatmen. Doch obschon die Mittelfranken reifer und schneller wirkten, antwortete Bochum entschlossen. Es gab Chancen für Blau, aber Grün-weiß konterte geschickt. Das 1-1 durch Lukas war verdient und nun hatten die Bochumer endlich ihr unverkrampftes Heimspielfeeling……Aber nicht die aktiven Saglam, Pantovic und Hinterseer waren die besten Bochumer, sondern Riemann wurde zum Man of the Match neben Hinterseer. 3-4 Superreaktionen von Manuel retteten am Ende den Sieg für die Castroper Straßen Jünger. Es war ein enorm wichtiger Sieg vor den Auswärtspartien in Darmstadt und Aue. Vor allem hätte man mit 1-2 verloren, wie es am Ende der 1. Halbzeit stand, dann hätte man den Glauben an sich vollends zu den Akten legen müssen.

Das 1-2 fiel (war der Ball hinter der Linie?), weil Fürth zunächst das reifere Team darstellete, obschon Eisfeld, Lee und Pantovic für blaue Spielkultur sorgten. Aber der 17er und der 20er vom Kleeblatt wirbelten unsere Defensive durcheinander, sie war unsere Archillesferse. Beide Abwehrreihen machten das Spiel zumindest zu einem spannenden Spiel (Linksverteidiger), obwohl es der 11. gegen den 10. war. Danach war es ja 10. gegen 11. ;-)

Leitls Ansprache in der Pause wird wohl so gewesen sein: “Spielt weiter schnell nach vorne, ab der 70. Minute haben wir Platz zum kontern und auf 1-3 und 1-4 zu gehen”. Die Elf vom Rohnhof wirkte immer noch galliger, gewann gefühlt jedes Kopfballduell und der Schiri aus Hameln pfiff ordentlich Mist. Aber dann kam Lukas und machte das 2-2 (Abseits?). Das stellte meinen Tip dar, aber plötzlich war das Remis nicht mehr genug. Bochums Psyche war stabiler und Herbert hatte uns endlich das Matchglück zurückgebracht. Bochum machte Druck und der Rest war Krake Riemann. Einmal holte er einen raus, den hatte ich schon in die rechte Ecke fliegen sehen.

Nun war die Stimmung top und man sah, wie Bochum nun nach vorne wollte und die Fans den ersehnten Sieg herbeibrüllen. Das Spiel wog hin und her, dazwischen ein konfuser Schiri, dann kam Lukas und traf zum dritten Mal. Leitl verlor zum zweiten Mal im Ruhrstadion und wir konnten unseren Bochum Song mit Schals und guter Laune auch nach dem Spiel singen. Ich war ja etwas indiffernet gegenüber Herberts Wettschuld, aber nun hatte es mich auch gepackt und Herbert ist sicher froh, mal den Sieg anmoderiert zu haben (und auf Amazon kommentiert). Es war ein schöner Sonntag in einem schlimmen Fußballjahr 2019 - bis dato zum Weglaufen. Aber weggelaufen ist heute niemand. Bochum siegte 3-2 gegen Greuther Fürth und genauso wie Sandhausen ein negativer Turningpoint war im Februar, so toll war dieser Tag.

Erleichterung ist so ein Wort für ein last-minute-Sieg Gefühl, so wie im November gegen Aue. Ich hätte das gerne nochmal.

Tom;CB’93

P.S: Gruß an Sabine B. und ihre Freundin

Er kommt

11. April 2019

Herbert kommt am Sonntag nach Bochum. Fürth kommt am Sonntag. Siegt Bochum Sonntag endlich? Dutt hat vermutlich Zweifel. Klar, jeder VfL-Fan weiß, als Grönemeyer letztes Mal im Ruhrstadion war - sang er zwar nicht, Bremen siegte denn noch 0-6 mit Naldo, Pizza (?) und Diego. Wieder oder noch so ein Desaster gegen ein grün-weißes Team und der berühmte Ex-Bochumer Hymnenmacher kriegt sanftes Hausverbot in seiner alten Heimat. Aber wäre das denkbar - eine hohe Niederlage gegen die Franken, die nächstes Jahr wohl wieder gegen ihren Lieblingsfeind den Club spielen werden? Der FCN steigt wohl ab und die Kleeblätter bleiben drin. Wir bleiben auch drin, wenn wir den Magdeburgern nicht zu nahe kommen, indem wir ganz schmucklos wieder ein Heimspiel gewinnen, am besten gleich Sonntag. Danach müssen wir nach Darmstadt und Aue. Und wenn das so weitergeht und wir weiter nicht siegen, fahren wir dann mit 15 Verletzten nach St Pauli. Die haben auch Trainer und Sportdirex getauscht und wir gehen da am Hafengeburtstag unter: aaaaaaaahaaaaaaaaaaaaaaaaa GLÜCK AUF.

Obwohl Herbert nur sein Wort hält, türmen sich viele Fragen auf. War die Mitgliederwerbung über 10.000 nur ein Weg, die Ausgliederung durchzupauken? Sollten wir nach dem Ja nicht eine bessere Zukunft erhalten? Engelbracht, Hochstätter weg, Villis hört man kaum noch. Der VfL trudelt weiter eher nach unten und der ganze Unfrieden war bis dato für die Katz, denn so trudelt der VfL ewig zwischen Rang 6-13. Man ist zZ 11., man kann nicht mehr viel reißen, selbst wenn man 6 Spiele gewänne. Aber davon ist der VfL eh weit genug entfernt. Man muss befürchten, dass wenn man Sonntag wieder nur - sagen wir mal 2-2 spielt - dass man dann garnicht mehr weiß, wie man siegt. Remis klingt statistisch wahrscheinlich und ich hab auch vergessen, wie das Hinspiel ausging.

Aber wenn nun Herbert singt, wird dann alles gut? Dutt und Butscher wissen um den Ernst der Lage… die Fans verharren in Starre und ich frage mich auch, ist das alles nicht ein ewiges Hamsterrad….sehr, sehr lange drehen wir uns im Kreis…. und wir sind Teil eines ……..”Ewig grüßt das Murmeltier”.

Wir haben viel versucht in den letzten neun Jahren und wir sind oft gescheitert. Und nun stehen wir da, wie ein Osterhase, der sich voll gemacht hat. Osterhasen sind wir alle, obwohl uns Ostern liegt. Aber Gewissheiten, die uns so oft leiteten, verschwimmen im Morgennebel.

Die frisch geretteten Franken sie werden uns fordern und ich denke mal, knapp verlieren. Rettung aus Kleeblattsicht bringt wieder die Schlussphase: 2-2 und die 13-000 Anna Castroper fahren stumm nach Hause. Oder verlieren wir wie gegen Paderborn und Kiel?

Aber ganz ehrlich, dieses Saison geht einem allmählich “das Gefühl von der Fahne”. Man fährt da so hin und guckt, was passiert - Abstumpfung. So auch Sonntag, bei Herbert. Früher war viel mehr Vorfreude…..auch bei Herbert und seinem Currywurstsong.

VfL: Riemann - Gyamerah - (Kokovas/Römling), Hoogland, Fabian, Celozzi - Lee (Eisfeld), Losilla, Saglam, Tesche, Pantovic - Hinterseer
Fürth -
30 Sasha Burchert
24 Maximilian Sauer
5 Richard Magyar
13 Marco Caligiuri (c)
3 Maximilian Wittek
15 Sebastian Ernst
23 Paul Jäckel
31 Daniel Steininger
37 Julian Green
17 Fabian Reese
10 Daniel Keita-Ruel

Tom,CB’93

P.S.: Bernie, du fehlst seit 6 Jahren

Im Regen stehen die Fans

6. April 2019

Man muss mal was ändern. Gestern ergab es sich, dass ich das Auswärtsspiel des VfL Bochum beim SSV Jahn Regensburg im Zacher auf der Brüderstraße sah. Calle hatte eine volle Bude, Stavros war da und Bernd, man konnte Quatschen, Klönen und Bierchen trinken. Aber auch die Änderung des Rituals (nicht mit Drohni wie in Sandhausen, Bielefeld live im Block) änderte nix am schmalen Ergebnis. Bochum verliert erneut auswärts und ist nun 10. Die Luft ist megadünn an der Castroper Straße. Da kannste dich auf El Classico Allemanno mehr freuen als auf unsere Nervtruppe.

Bochums Trainer Dutt beklagte sich über 10 Verletzte und das spielt sicher auch eine große Rolle. So kann der Trainer logischerweise nicht reagieren, wie er möchte, ihm fehlen Optionen. Er hat in 9 Spielen nur einmal gewonnen 2019, er hat in drei Testspielen nicht gesiegt und nun beginnt Robin sich pro aktiv zu verteidigen, was menschlich verständlich ist. Mal schaun, was Neururer dazu sagt. Ach nee, der soll die Fresse halten.

Denn mit der gestrigen 2-1 Niederlage in Bayern ist logischerweise die Trainerdiskussion eröffnet, so ist das Geschäft. Dutt hat Erfahrung und weiß das einzuordnen. Das ist nicht die hämische oder Sündenbock suchende Diskussion, die immer gerne an der Castroper kommt, sondern die logische Diskussion in der Erfolglosigkeit in Weiterentwicklung einer galligen, motivierten Mannschaft mit Leidenschaft für den Club. Die haben wir offensichtlich nicht 2018/2019. ich glaube unser Jogi sagt das seit Saison beginn. Konnte wir in der Hinrunde auf gute Phasen verweisen, wo wir mit jedem Gegner mithalten konnten, verlieren wir nun mittlerweile auswärts jedes Spiel, eins gleich dem anderem. Wir spielen im Moment wie eine schlaffe Eichel im Frühjahr und einen strammen Penis, davon träumen wir nur noch auf Panini-Sammelbildern von 1981.

In der 1. Halbzeit hatten wir 70% uneffektiven Ballbesitz und entwickelten zweimal sowas wie Torgefahr, obschon Hinterseer zZ spielt technisch wie seine Oma. Die Torchancen hatte der Jahn, der zweimal das 1-0 machen musste. Da vergaben die Rot-Weißen dicke Dinge. Die Chancenverwertung der Bayern war insgesamt anders als beim 3-3 im Hinspiel eine Katastrophe. Aber wieso kommen Teams gegen uns zu soviel klaren Torchancen? Doch auch der Schiri schien uns helfen zu wollen und gab einen möglichen Foulelfer nicht. So blieb es glücklich beim 0-0 und wir Gäste aus Westfalen konnten uns ein wenig befreien. Also so sieht es ganz ok aus, bringt aber nichts: die jungen Wilden Saglam und auch Lee und Pantovic versuchten was, aber Celozzi, Losilla und Hogland verwalten den Ball anstatt mit Leidenschaft Fußball zu spielen. Dennoch hatte das 0-0 zum Pausentee Bestand und Bielefeld hatte uns da schon überholt.

Den Verantwortlichen von Villis über Kree, Sesi und Dutt sei ins Stammbuch geschrieben, was das 0-0 gegen HSV übertünchte: schon in der Hinrunde, aber vor allem 2019 fehlte der Mannschaft des VfL echte Torgefahr, echter Siegeswille und wirkliche Leidenschaft für Bochum, sondern sie ist heuer ein Team, was bei uns Fans Leiden schafft. Sie versauen einem das Wochenende. Der VfL entwickelt sich spielerisch nicht weiter und Dutt und Sesi sind jetzt schon als Kaderplaner für 2020 gefordert, im 10 Jahr 2. Liga, wenn wir noch 5 Punkte holen. Und Dutt ist nun als Trainer total gefordert.

Bochum begann die 2. Halbzeit scheinbar fokussierter und schien den guten Teileindruck bestätigen zu wollen. Nach einer Handaktion der Oberbayern entschied der Schiri auf Elfer und das 0-1 einnetzen, das kann der Lukas noch. Dennoch wird der keiner in der 1. Liga.

Aber eine Führung verteidigen, das scheiterte in Dresden, Bielefeld und nun auch in Regensburg. Da dachte ich, jetzt kann man mal aufs Klo gegen, zack fällt in der 53. Minute das 1-1. Da guckten Bernd und ich an der Theke doof. Celozzi sieht beim Kopfballduell aus wie ein Zwerg aus Gullivers Reisen, der Jahner macht eine Fallrückziehervorlage und aus dem Rückraum fällt das 1-1. Eine 3-1 Führung konnte Bochum schon im Hinspiel nicht bewältigen, doch diesmal behielt man nicht mal einen Punkt. Regensburg machte kurze Zeit später noch ein Tor aus einer Fallrückziehervorlage (durch George?) und das 2-1 sollte dann auch dem letzten Bochumer in der Continental-Arena und vor dem TV zeigen, wir stehen dieses Jahr im Dauerregen. Bochum spielte nun wie ein Absteiger in Regensburg. Bochum ist zZ die formloseste Mannschaft der 2. Liga. Bochum ist aktuell “wie Flasche leer”.

Dass man mit “Schnecke” Fabian den torgefährlichsten, willensstärksten Spieler hatte, sagt alles über die Chancen für ein 2-2 und über Ganvoula, der einmal mehr auch verkackte. Und dass Kruse “verletzt” ist, glaube ich auch nicht. Dutt wird sich bald nicht nur von der “fiesen”, ich finde zZ zu unkritischen, Presse verantworten müssen für 11 magere Rückrundenspiele, wo man nur 2 mal siegte. So wird man nicht 25., so spielt man nicht mal mehr im Mittelfeld der Liga mit. Bochum ist nicht Geheimfavorit auf Platz 3, sondern die mausgraue Antwort auf seine überzogenen Ansprüche: Punktelieferant.

Vom VfL kam nichts mehr: Im Gegenteil Regensburg hatte zwei todsichere Dinger und zwei Pfostenschüsse, um 3-1 zu siegen und die Bayern siegten letztendlich auch verdient. Das Spiel war zum Glück zu Ende.

Von den Verantwortlichen erwarte ich gegen Fürth, Darmstadt und Aue eine starke, sichtbare Antwort und nicht Phrasen wie “wir sind auch enttäuscht” und “nur gemeinsam packen wir es”, denn die Fans hatten den Willen und die Geduld, das Team hat es die gesamte Saison nicht, auch schon nicht vor der Verletztenmisere. Das ist mal Fakt und die fehlende Einstellung der Profis ist auch Fakt.

Es ist nun eine echte Krise und die Fans sind genervt und standen nicht nur in Regensburg belämmert da. Der Vorstand muss auch Dinge klären, wie sie es sich Vorstellen, auch im Hinblick auf die umstrittene Ausgliederung, ein Team zusammenzustellen, dass 2020-2022 endlich wieder oben angreift. Dieses Team ist es nicht. Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt, auch nach dem 2-1 in Regensburg.

Dann gibts ja bei Calle auch noch Schnaps.

Spruch des Abends im Zacher einer Zuschauerin: “Ich fordere eine Kopfnuss!”

Das Wochenende habt ihr uns dennoch versaut.

Gruss an die Thailandreisenden

Tom,CB`93

I will survive

4. April 2019

Morgen geht’s schon weiter beim VfL, 18.30 Uhr beim SSV Jahn Regensburg zum Duell der Tabellenmittelfeldteams. Der VfL Bochum wird dabei wieder auf 10 gute Leute verzichten müssen, sich einem sehr kompakten und unangenehmen Gegner stellen und das eigene Mentalitätsproblem bekämpfen müssen. Höchstleistungen von Dutt, Butscher und dem Physio, hinter den Kulissen wird Sesi rotieren.
Leider hat der VfL nicht das größte Problem beim Gegner, gegen den HSV verlor man nie, sondern mit einem spezifischen Schlendrian, der gefühlt 5-8 Siege gekostet hat. Das zieht einen Rattenschwanz an Problemen nach sich: die Schiris sind nie für uns, gegen Fürth wird das Zuschauerinteresse überschaubar machen und schmackhaft machen, zum VfL zu kommen, kann man auch niemanden, der gut pölen kann.

Dann hat man mit Zoller, Leitsch, Danilo, Kruse, Bandowski, Maier und Co wird man erst, wenn überhaupt, im September wieder sehen. Aber morgen wird man in Regensburg wieder auf Lee, Saglam, Pantovic und Römling zurückgreifen können in der ein oder anderen Form? Kann die geschwächte Truppe der Truppe der Namenlosen diesmal mehr abtrotzen als ein 3-3?

Die Frage ist, könne die Westfalen im Angesicht der Verletztenmisere den Teamgeist abrufen, der ihnen mit dem vollen Kader der Hinrunde so abging? Und hat eben diese Verletztenmisere nur mit Pech zu tun? Nun wird man so oder so, wieder 2-3 Gute verlieren, reicht Sesis Netzwerk und das Scouting des Vereins, um entwicklungsfähige Spieler zu holen?

In der Oberpfalz klärt sich das nicht, aber man wird sehen, wieviel der strategische Punkt im Ruhrstadion am Samstag wert war gegen Hamburger, die innerlich schon in Paderborn waren!

Was ist die Zielsetzung am Freitag, sicher wie gegen den HSV, einfach nicht verlieren. Wird man konzentrierter und kompakter stehen, obschon die Abläufe fehlen?

Wird die 500 Mann-Auswärtscrowd enttäuscht wie in Bielefeld oder erfreut wie in Köln?

Fragen über Fragen, mein Tip diesmal ein 2-0 für den Jahn-

Statistik von VfL4u

Freitag, 05.03.19, 18:30 Uhr, Continental-Arena

Schiedsrichter: Christof Günsch (Berlin, pfiff den VfL zuletzt beim 1:3 gegen Kiel im Februar)
Assistenten: Asmir Osmanagic (Stuttgart), Viatcheslav Paltchikov (Lübeck)
4. Offizieller: Manuel Bergmann (Erbach)

Hinspiel: VfL - JR 3:3 (29.10.18; Tesche, Hinterseer (2); Adamyan, Lais, Al Ghaddioui)

Voraussichtliche Aufstellungen:
JR: Pentke - Föhrenbach, Correia, Palionis (Sörensen/Nachreiner), Saller - Adamyan, Thalhammer, Geipl, George - Grüttner, Al Ghaddioui
VfL: Riemann - Kokovas (Römling), Hoogland, Fabian, Celozzi - Lee (Eisfeld), Losilla, Saglam, Tesche, Pantovic - Hinterseer

Einkaufstüten platzen wie Träume

31. März 2019

Das 0-0 des VfL am Samstag gegen den HSV kann man von zwei Seiten betrachten. Es ist ok und ausreichend, in der Phase, in der der VfL Bochum zZ ist. 26.000 Zuschauer sahen nur sehr fragmentarisch ein gutes Spiel. Ich hab irgendwie kein gutes Spiel gesehen, beide Teams haben mich enttäuscht, obwohl ich mit dem Ergebnis ziemlich zufrieden bin. Insgesamt ist es ein verdientes Remis der beiden Teams, die sich nach Bundesliga anhören, aber nur phasenweise so spielten wie insgesamt 80 Jahre Bundesliga. Der Rahmen war toll, das Wetter spielte mit und die Leute bekamen Nostalgie pur und die Vereine beide einen Punkt. Eigentlich eine Win-win_Situation, der HSV wollte nicht verlieren, wir auch nicht, also Wunsch erfüllt. Aber haben wir einen gepflegten Ball gesehen in dem Sinne wie man das von beiden Kadeern erwarten konnte?

Nun, Bochum legte gut los und beschäftigte die Hamburger ca. 20 MInuten. Dennoch kamen die Küstenstätter mit einem Pfostenschuß über Narey zu einer großen Chance. Riemann hatte noch 1-2 gute Paraden gegen die Rothosen und Bochum hatte ebenfalls ein paar Ideen, aber zur Pause stand es logischerweise 0-0. Ich hatte irgendwie das Gefühl, dass der HSV das Spiel Mitte der 1. Halbzeit unsere Offensive in den Griff bekam. Der HSV begünügte sich bis zur Halbzeit damit alles zu Kontrollieren, wobei Hinterseer als Flügelstürmer wohl etwas gewagt wirkte. Aber Dutt musste halt umbauen. Es fällt auch auf, wie sehr Hinterseer in der Entwicklung stagniert. Aber das Bochumer Team wollte wohl nicht verlieren und hatte nach 45 und 90 Minuten das Ziel erreicht.

In der 2. Halbzeit achte der HSV nicht so viel, außer das DErgebnis verwalten. Also wenn man soviel ausgibt, dann muss da mehr sichbar sein, als dass, was Hamburg zeigte. Ich finde, die Bochumer machten ihren Job oredntlich, verwöhnten uns aber nicht mit dem WIE. Das war spielerisch Magerkost, was beiden boten, aber für Ausgliederungsenthusiansten konnte man am HSV sehen, wie man es nicht macht. Insofern passst Gyamerah genau zu diesem Club, der manchmal so wirkt, als ob die Geld statt Zeitungen nehmen, um ihren Ofen anzuzünden. Aber das ist zum Glück kein Problem an der Castroper Straße.

An der Castroper Straße 145 sah man eine ereignisarme zweite Hälfte und dennoch waren am Ende fast 26.000 Leute irgendwie zufrieden. Die Trainer hatten taktisch gut gecoacht, das Moritz Fiege floss und es war ein toller Samnstag, aber das Fußballspiel war überschaubar.

Und wenn Riemann der Mann des Spiels war, muss man über den nicht gegebenen Elfer reden, wenn Hand Hand ist. In Bielefeld kriegste dafür gefühlt zwei Elfer gegen dich, der Schiri gab gestern ohen VAR den Elfer nicht. Kismet, aber ein Sieg wäre auch glücklich gewesen. Die zweite Drangphase des VfL kam so um die 75. Minute und führte auch zu nichts außer zu Ballbesitz.

So blieb der Vergleich Bochum und Hamburg torlos wie das Hinspiel und man hat sich nach der 1-3 Niederlage in Bielefeld stabilisiert. Man holte einen Punkt und fährt nun nach Regensburg mit ein paar Routiniers mehr, auch wenn Kokovas sein Debüt toll machte (Stavros hatte extra seine Griechenlandfahne mit!) und Saglam spielte ebenfalls passabel. Beim HSV gefiel Öczan und der Rest war Storytelling in der Burg und im Hufeisen.

Dennoch hoffe ich, das Dutt, Sesi und Butscher ein Team zimmern, dass nächstes Jahr besser spielt und einfach häufiger gewinnt. Die Hoffnung gebe ich einfach nicht auf.

Tom;CB’93

In between days

25. März 2019

Nach dem wechselhaften, internationalen Klassiker Niederlande gegen Deutschland (2-3!) am Sonntag ist das Zweitligaspiel Bochum gegen den HSV am Samstag ein gefühlter „echter, alter “ Bundesligaklassiker, immerhin hat man über 30 Jahre dort gemeinsam verbracht. Dort muss und will der große, verschuldete, mondäne HSV schnell wieder hin - und der bodenständige VfL Bochum eigentlich auch. Eigentlich, dieses Jahr wollte man zumindest 25. werden im Profibereich, hieße Platz 7., man ist nach der 3-1 Niederlage in Bielefeld immer noch - oder auch mal wieder - 9. der 2. Liga – im grauen Mittelfeld. Und die VFl-Fans sind gefrustet und bleiben vermehrt zu Hause und grummeln. Aber gegen den HSV gibt’s nochmal eine volle Hütte, da will man noch mal Fiesta gegen Lassogga, Holtby, Papa und Co feiern.
In Bielefeld vor Wochenfrist zeigte der VfL sein stets wechselhaftes bis schlechtes Gesicht und verlor erneut: 2019 scheint nicht unser (VfL-)Jahr zu werden und Dutt weiß genau, daran muss er fix was ändern. Denn fünf Niederlagen - plus davor zwei gegen Pauli und Union - sind zu viel für eine Mannschaft, die zwar viele gute Individualisten ihr eigen nennt, aber wenig Indianer, Kämpfer und Krieger: Zoller, Sam, Kruse, Lee, Maier, Eisfeld, Gyamerah, Bandowski und Ganvoula sind alle auf ihre Weise gut am Ball, doch warum sie nicht unverletzt und voller Sturm und Drang ihre Leistungen konstant abrufen können, werden sich Dutt, Butscher und Sesi sicher pausenlos fragen. Die unklare Vertragssituation von 11 Spielern betrifft ja nicht die aktuelle Startelf dermaßen stark, dass es als alleinige Ausrede für Spiele wie gegen Sandhausen, Paderborn, Kiel oder Bielefeld dienen könnte. Es muss mehr Gründe geben.
Da fehlt es ja einigen an richtigen Konzentration auf die eigenen fußballerischen Fähigkeiten über 90 Minuten, da wird kaum eine Führung nach Hause gebracht, da ist die Körpersprache negativ bis lässig, da werden die Zweikämpfe nur unzureichend angenommen und die Stürmer treffen dann nicht, die Abwehr produziert viele Fehler egal ob Riemann, Baumgartner, Fabian oder Hoogland.
Nun soll nach Jan Gyamerah nun auch Lukas Hinterseer nach Hamburg wechseln, also hat sich Gyamerah locker gesprochen „eine Auszeit per roter Karte genommen“ und mal schaun, warum Lukas H- nicht spielen kann ;-) Also zu Gyamerah muss ich noch mal was schreiben, da passt der Hamburger SV als guter Anlass. Es ist der Lauf des Profigeschäfts, dass Spieler kommen und gehen, die Besten wechseln und im Besonderen der Lauf des VfL Bochum, gute Spieler nicht halten zu können. So ist es nun mal und dass muss man akzeptieren lernen ohne einen Blutsturz zu kriegen.
Goretzka z.B. hat den VfL finanziell 2012 gerettet, weil er seinen Vertrag verlängerte und dann dem VfL eine gute Ablösesumme brachte von Schalke (plus Hochstätters pokern). Der Spieler entwickelte sich dort weiter und wechselte weiter zum großen FCB und wird dort nun ein richtig guter Spieler. Da entwickelt sich der Spieler sportlich und finanziell, total legitim der Weg. Gegen Serbien machte Leon den 1-1 Ausgleich und ich hab mich sehr für den Bochumer Jungen gefreut. Das Gleiche - alles Gute -gönne ich Kramer, aber auch Gündogan und Spieler wie diese haben ein Bewusstsein und eine gewisse Dankbarkeit gegenüber ihrem alten Verein. Dass man dennoch da hin geht, wo das Geld, die Beaknntheit und der Ruhm dazukommt, wer von uns würde das anders machen? In München kann man gut leben und in Hamburg sowieso, vor allem wenn man viel Geld verdient.
Für Spieler wie Jan Gyamerah sehe ich – und sicher auch andere - das Szenario komplett anders. Ich weiß, die Kollegen von 1848 Blog haben einen tollen Kommentar dazu geschrieben auf ihrer wirklich professionellen Seite, die sehr ausgewogen berichtet. Ich mache das jetzt kürzer, härter und weniger differenziert. Ich sage, der junge Gyamerah wäre nicht mal beim Aufstieg geblieben (ein Weggang war immer klar), hätte ein Club wie der HSV, der ja eine echte Geldvernichtungsmaschine ist, mehr geboten. Insofern passt Jan Gyamerah gut nach Blankenese, wo man das fünf- bis sechsfache verdient und dann auch gerne man im zweiten Jahr verletzt ist. Dem Jan wünsche ich ehrlich gesagt nicht viel Gutes, ich halte ihn als Spieler für ziemlich empathielos, mit wenig VfL-Herz und sozial dumm. Klar kann ich verstehen, warum er geht und auch Lukas folgt (anderer Fall wieder), man kann beim HSV mit der vielen Kohle herrlich leben, das würde auch mir gut gefallen, keine Frage. Aber er hätte dennoch den Vertag verlängern können oder nach 6 Jahren (wo er mindestens 3 Jahre verletzt war), etwas Dankbarkeit zeigen können und Bedauern, was ihn nichts gekostet hätte außer Nachdenken und ein paar warme Worte. Von ihm kam nichts, da endet die Lyrik zum Thema Ex-Spieler Gyamerah. Das Profigeschäft ist hart, aber ich verstehe die, die pfeiffen. Da geht’s nicht um den Sündenbock, sondern um das Gesamtpaket und die fehlende Demut, die weit aus bessere Spieler, letztendlich sogar ein Ronaldo manchmal zeigen.
Fußballerisch werden uns der sichere Gyamerah und auch die Tore Hinterseers fehlen, die Spielertypen nicht. Da muss man ganz klar sagen, ich werde euch keine Sekunde vermissen, geht fix aus meinen Augen.
Bei HSV setzt man nach dem möglichen Aufstieg auf solche für den HSV billigen, neue Leute, die traditionell nie was wurden an der Elbe. Da wäre es umso schöner den Hamburgern Samstag in die Suppe zu spucken. Dafür muss Hamburg eine Schar von Millionarios von Holtby, Lassogga, Wood und Papa abservieren (letzteren nicht), damit man dann nicht 3 Mios für Wood zahlt, sondern nur 1,5 Mios für Hinterseer.
Dutt hat Eisfeld, Pantovic, Hoogland und Zoller mal am We freigenommen, damit die Looser von der Alm, die werden, die den gestopften HSV mal runter holen von der Wolke. Hunke wird dann sicher noch einen Bochumer mehr haben wollen und dann nächstes Jahr wieder krachend scheitern, während wir nach Hannover und Osnabrück fahren, was uns ja ganz gut zu Gesicht steht.
Der HSV verlor auch 2-3 gegen Darmstadt und beide Teams werden Samstag siegen wollen.
Bochum verliert nach großen Fight 1-2 vor voller Hütte, 8000 Hamburger jubeln leider.

VfL: Riemann - Römling, Hoogland, Fabian , Celozzi - Tesche, Losilla - Pantovic , Zoller (Lee) – Weilandt - (Hinterseer/Ganvoula)
HSV: Pollersbeck - G. Sakai, Bates, van Drongelen, Douglas Santos - Janjicic - Narey, B. Özcan, Mangala, Jatta – Lasogga

P.S.: Grüße an den alten HSV-Kumpel Björn Herten Mario R. Daniel Nagel , denen die dem VfL immer treu bleiben und dem Herrn Wurst

Wer einsnull führt….

18. März 2019

….der stets verliert. Diesen Spruch hab ich schon Kind mit der Lederpocke auf dem Garagenhof doof gefunden: Ich mag ihn seit diesem Jahr noch weniger, seit der VfL nach einer Auswärtsführung von 1-0 fast regelmäßig verliert. Gestern auf der Alm war es mal wieder soweit. Erst mal waren 2500 Bochumer trotz Sauwetters gut drauf und es gab Pyroshow und gute Laune, was nicht nur am Buskonvoi nach Bielefeld lag. Bielefeldspiele sind seit den Neunzigern in Bochum en vogue, so wie gestern gewöhnt man es den Fans ab.

3-1 schlug die Arminia verdient Bochum, weil das nicht gut war und man einen typischen Heimschiri gegen sich hatte. Aber letztendenlich war man wie so oft in den letzten Wochen verdient Verlierer. Die Ostwestfalen gaben nach der Kölnklatsche von Anfang an Gas - mit den Mitteln rennen und kämpfen -und Bochum zeigte sich wiederholt launisch (verliert jedes zweite Spiel) und begann die erste Halbzeit schlecht. Also man fing schwach an - das ga es auch schon mal schwächer - und verbesserte sich ein wenig. Bochum hatte zweimal Aluglück und ging mit 0-0 in die Pause und damit konnte man zufrieden sein, wenn man im Block A2 in der Sonne saß.

Dass Bochum ohne Hinterseer, Sam und Kruse vorne etwas schwächer ist, geschenkt, aber wenn man dann zweimal ein Tor macht und es wegen Abseits nicht gegeben wird - dann wird es sehr schwer im alten Westderby. Bochum aber machte das 0-1 durch Fabian und ich hatte eigentlich ein gutes Gefühl. Da muss man taktisch dann erst mal das Spiel beruhigen und vom Tor weghalten, theoretisch leicht.

Aber der VfL wirkt schon seit November (man rettete sich in die Winterpause) unstrukturiert, plan- und daher erfolglos. Da hilft kein Schönreden Herr Dutt, die schöne Extrabeilage mit den Fotos vom Trainingslager, wovon zeugt sie? Was haben die Bemühungen seit einem Halben Jahr für das Team gebracht. Viele Spieler sind offensichtlich nicht mehr beim VfL, sondern bei sich und der Zukunft.

Die Arminen spielten einen langen Ball über 60 Meter, Klos kann den locker abtropfen lassen, Schuß von Vogelsammer 1-1. Dann kam noch kurz was von den grünen Bochumern, solange bis die Pfeife zum Handelfer erklang. Klos verwandelte das Geschenk von Janelt und dem Schiri, 2-1 für die Stadt, die es angeblich nicht gibt. Dann konnte ich endlich ne Wurst und ne Pommes holen. Es fiel das 3-1, Bochum brach zwischen 70-88. Minute auseinander und Gyamerah holte sich Rot, um blos nicht gegen den HSV spielen zu müssen. Dieses Profitum ist symptomatisch für den VfL 2019 und macht den Fans wenig Lust auf mehr.

Die meisten gingen stumm nach Hause, wir gingen zu unserem von BO-Ost organisierten Bus und man konnte sich freuen auf Fiege und Gequatsche, Punkte gabs nicht, Rot und sicher eine Strafe für Pyro nahm man mit nach Hause.

Diese 5 Niederlage im 7 Spiel seit Duisburg zeugt und viel, was zZ nicht klappt: Führung halten, auswärts siegen und die Fans begeistern.

Der VfL ist 2019 ein Abturner und so richtig Hoffnung kommt für 2020 nicht auf, da war der Hagelbeginn um 15.00 Uhr passend zur Spielweise.

Robin Dutt und Sebastian Schindzielorz müssen schnell, weise und gut handeln, sonst geht es uns wie Duisburg, Essen oder Wattenscheid. Es ist noch nicht soweit, aber es pressiert.

Oder - um es mit Kai zu sagen #life is good # there is always sun after the rain

Tom,CB’93

P.S.: Grüße an die Ost’ler, Jimbo and the crew

Es fährt ein Bus nach Bielefeld

11. März 2019

Es fährt ein Bus nach Bielefeld. Wenn der VfL Bochum am Sonntag zum Evergreen gegen Arminia Bielefeld auf deren Alm antritt, fahren sicher mehrere Busse, PKW und vielleicht sogar die Bahn – so Gott will – nach Ostwestfalen. Normalerweise ist dieses Duell Ruhrpott gegen Ostwestwesten, speziell aber für Bochum, immer was Besonderes – ein ewigjunger Schlager, etwas worauf man tagelang hin fiebert oder sich zumindest die Woche über freut, ein Westschlager wie sie bei WDR 2 Sabine Töpperwin oder Sven Pistor sagen hören würden.
Man konnte sich Montag mit dem Hamburger Derby (0-4 durch Prinz Asi-Pott Lasogga) aufwärmen, Dienstag erstaunt über den CFC „was ganz schön Braunes hören“ wird und Mittwoch die roten Bayern gegen Roten von Liverpool gucken, um dann Sonntag heiß wie Frittenfett mit dem richtigen Bein auf zu stehen, den Schal anzulegen und ein persönliches Ritual (ich hab da bei Heimspielen eine Bulette bei der Metzgerei Drees im Angebot) zu begehen. Man ist dann schon nervös und etwas fahrig, allein beim Gedanken gleich die Jungs und Mädels zu treffen, dann gemeinsam Unfug zu quatschen, zu trinken und wenn jemand im Auto (oder dem Bus oder dem Zugabteil) furzt, herzlich zu lachen. Aber das täuscht dann nicht darüber hinweg, wie aufgeregt man ist, wenn man an der Gartenanlage (mit der verwinkelten, ganz coolen Bierlokation auf der Alm) ankommt, zum Gästeblock geht, nicht ohne die unzähligen Schlachten mit Yves Gaukler, Matthias Jack, Zoran Mamic, Peter Peschel, König Darius und Co zu erwähnen, die man gemeinsam erlebt hat. Der echte Fan erlebt seinen Schauer dann beim Gang über den Ascheplatz, der auch schon mal tiefgefroren war und der nun wohl windig sein wird.
Aber wenn man dann in Block A eintritt, links unten die Fahnenshow sieht, die Stimmung einatmet, dann vergisst man, dass es nur 9. beim 10. Ist. Man vergisst, dass es um weniger geht, als man in der Erinnerung der glorreichen Zeit erzählt bekommen hat, dass Spieler wie Kruse, Saglam oder vielleicht auch Gyamerah und Hinterseer weniger motiviert sind als wir die Fans. Dass sich vielleicht schon vor dem Ruhrpottderby gegen Duisburg Diskussionen im Team um Zollers Gehalt, das eigene Gehalt und Verträge, die sportlichen Dinge beim VfL nach hinten treten ließen. Da verlor als Folge man viermal in Folge - ehe man dann gegen Dresden und Heidenheim einen Abstiegskampf vermied. Doch die Saison ist damit de facto durch, man geht als Mittelfeldteam ins 10. Jahr Zweite Liga.
Nun Bielefeld verlor 5-1 in Köln und unser Ex-Stürmer Terodde hatte daran großen Anteil. Viele waren traurig als er in Bochum ging und nun droht mit Hinterseer dasselbe, weil auch er einen sehr lukrativen, heißt teuren Vertrag wünscht, auch Gyamerah wird sein Gehalt beim HSV 4-5 Mal mit dem Bochumer Gehalt multiplizieren können. Aber gut, der HSV zahlt vermutlich auch 50.000 Euro, wenn man ihm vor die Tür kackt.
Aber genug der Verbalinjurien, auf zum Match bei den Ostwestfalen. Bochum endlich wieder leicht im Trend nach oben, Bielefeld etwas gedrückt durch das Fiasko in Köln, aber was heißt das schon. Klos, Vogelsammer (bei mir bei Fifa 19 leider auch Bröker) sind sicher gegen den VfL zu hause noch mal motivierter und heiß wie manche Fans. Das brauchen wir, selbst die Langsamkeit eines Fabian, der jedoch alles gibt für seinen Verein.
Der Dutt ist schlau beraten, wenn er eine gute Mischung aus, Neue und Verletzte einbauen und das Grundgerüst, die Grundordnung bewahren und frische Impulse setzen für 2020, mittelt. Da ist er mit Butcher, Sesi und Kaenizg in der Pflicht in der Gegenwart die Zukunft zu bauen. Hoogland schien zuletzt reif für eine Pause und ich würde auch Kruse oder Ganvoula nicht total abschrieben, aber die Spieler, die im Training wohl für vorzeitigen Abgang sorgten, stehen natürlich unter besonderer Beobachtung und haben derzeit einen Nachteil.
Eisfelds Comeback gelang direkt nach dem Pantovic, vielleicht kommen ja Maier und Leitsch bald auch noch mal wieder und wir warten diesmal sogar gerne auf den Sam.

Für Sonntag erwarte ich 2000-3000 Bochumer, dazu etwas Sonne, eine kampfbetonte Partie auf Augenhöhe und Punkte. Mein Resultat bei Fifa war eine 1-0 Niederlage, ich aber glaube an ein Auswärtsremis, 1-1 ist also mein Tip - vielleicht gibt’s ja sogar nach langem mal wieder einen Auswärtssieg, nicht unmöglich.

Daher freue ich mich auch und es gibt einfach auch noch Karten an der Tageskasse für ein Duell der Traditionen ohne Schnickschnack.

Aufstellung:
VfL: Riemann - Römling(Celozzi), Hoogland, Fabian , Gyamerah - Zoller, Janelt (Tesche), Losilla - Pantovic , Lee – Weilandt (Hinterseer)
Bielefeld:Ortega - Clauss, Behrendt, Börner, Hartherz - Prietl - Yabo, Seufert -Edmundsson, Klos, Voglsammer

Dauerwurst

9. März 2019

Früher hat man häufiger den Begriff “Dauerwurst” benutzt, heute hört man das nur noch selten wie “gute Stube”. Manches kommt begrifflich aus der Mode, wie Limonade, Gebau oder Quarzchronometer. Der Begriff des “Arbeitssieges” und “Schlüsselspiels” wird in der Fußballersprache immer noch benutzt. Das 1-0 des VfL gegen Heidenheim vor 13.300 Fans stellte auch laut Gästecoach Schmitz als einen solchen verdienten Arbeitssieg dar. Und Dutt gab ihm recht auf der PK:

Heidenheim hatte 10-15 Minuten mit 2-3 gefährlichen Angriffssituationen und es stand immer noch 0-0 im Ruhrstadion, Riemann hiet die Kiste sauber und war mit Zoller und Lee VfL-Mann des Spiels - und das am Weltfrauentag und Bochums Aktionstag gegen Sexismus, mon dieu.

Nach 15 Minuten bekam der neuformierte VfL (ohne den verschollenen Kruse, Hinterseer, Sam, Maier, Danilo, Leitsch) mit Weilandt, Zoller und Lee die Oberhand im Spiel, die bedeutungslose Eckenstatistik sagte hinterher 10-0 für Bochum. Und ganz ehrlich, diese Zahl beweist bei Bochums Standardschwäche nullkommanix, naja vielleicht dass die Gäste von der Ostalb nicht ihren besten Tag hatten.

Fabian triebt das Team mit nach vorne, Janelt vertrat Soares und Bochum zeigte das beste Spiel seit Wochen, auch wenn es nur ein durchschnittliches Spiel war, das einige VfL-Fans sich auch trotz des Freitagstermins gespart hatten. Aber am Ende verpassten sie insofern etwas, was man in Dresden nur in der 1. Halbzeit gesehen hatte, endlich gaben alle Spieler alles, die auf dem Platz standen.

Bei den Westfalen war Simon Zoller überall anspielbar, technisch stark, hätte im Kicker eine 1 gekriegt, hätte er kurz vor Spielende das 2-0 gemacht. Hat er aber nicht und daher war Torschütze Lee für mich “man of match”.

Weilandt, der seinen Vertrag verlängert hatte, traf nur das Gebälk und man ging zum Pausentee (0-0), um sich keine “kalten Eier” zu holen ähm sorry, sich eine leckere Bierin zu holen.

Ich würde einfach vorschlagen, aufgrund der weltbewegenden Diskussionen nach St. Pauli ne Mottofahrt zu machen: “Mit dem Dieselfahrzeug im Indianderkostüm an die Elbe und sich da ein blutiges Steak bestellen” - lebe am Limit. Nein, im Ernst, fahren wir Sonntag erst mal nach Bielefeld und dann schaun wir erst mal, wie wir Arminia und dann den HSV ärgern können, St Pauli ist ja auch immer in der jüngsten Vergangenheit ein Punktealptraum.

Seit gestern ist Heidenheim kein Alptraum mehr, Bochum zog in der 2. Halbzeit die Zügel straffer und der SVH bekam gelb-rot. Der VfL machte noch mehr Druck, die Fans erwachten und Lee machte das 1-0 unter der leichten Mithilfe von Torhüter Müller.

Nun hatte der VfL alle Trümpfe in der Hand, brachte Eisfeld, Celozzi und am Ende Baumgartner, die sich nahtlos einfügten. Spielerisch merkte man das Fehlen einiger Spieler an, kämpferisch aber kaum.

Dutts Team lieferte und im 6. Spiel gelang endlich ein Sieg, der erste seit Januar. Bochum bleibt 9. und fährt mit Rückenwind nach Bielefeld.

Ich mach jetzt auch keinen Bernd Stelter Witz, dass es Bielefeld nicht gibt. Ich freue mich auf Arminia und den HSV und das ist die gute Nachricht, man freut sich wieder auf den VfL Bochum.

Tom;CB´93

Rommel Abou-Chaker liest auf Berliner Intersex-Toilette die Zeit

7. März 2019

In Heidenheim wurden bestimmte berühmte Persönlichkeiten geboren und das ist lange her. Rommel Abou-Chaker ist ein Berliner Stürmer (und Spielertrainer) beim BFC Preußen und ich weiß nicht, was er von Bushido hält, vermutlich “Snitch”- dasselbe wie Capital Bra wie man so hört. Und ich weiß nicht, ob der Abou-Chaker Filius Marc Schnatterer kennt, in Bochum ist der bekannt. Leider. Ich weiß auch nicht, ob Coach Schmitz Hip Hop hört wie unser Benny, der morgen im Stadion weilt. Ich hab Angst, dass es nur knapp über 10.000 Live Zeugen geben wird Anna Castroper.

In Heidenheim, wo sie - glaub ich - seit 2013 Zweite Liga spielen und immer wieder gut mithalten, gibt das Duo Marc Schnatterer und Trainerfreak Schmitz dem VfL immer - jedes Jahr - neue Rätsel auf. Zuletzt vor einem Jahr, als man Dutts Debüt vor über einem Jahr mit 3-2 versaute, und so ist der SVH auch am Freitag ein Gast, der das Potenzial hat, die Bochumer sieglos Serie auf sechs zu schrauben. Das wird Dutt, der auch vom Süden herkommt, zu verhindern wissen oder verhindern wollen, aber es gibt Hürden. Er nennt in der PK die alte VfL-Mentalität als Vorraussetzung, Zweite Liga ist “Malochen”, der VfL muss wieder da Anknüpfen, wo er gegen Aue und MSV war.

Nun hat Heidenheim auch eine Grippewelle und diverse Ausfälle, aber bei uns sind neben Sam und Maier (mal wieder), Kruse (wo ist der eigentlich?) Danilo sowie Hinterseer wichtige Leute in der Bochumer Offensive. Die Defensive wird durch Fabian verstärkt, der ähnliche Geschwindigkeitsdefizite aufweist wie Hummels und Boateng im Adlerteam. Ok, Boatang hört bestimmt Hip Hop. Das Abservieren des Trios durch Löw verstehe ich in der Sache, ist aber von Stil und Zeitpunkt echt schräg. Aber gut, Dortmund hilft zur Zeit auch das nichts. ;-) Aber das sind Baustellen, da sind wir Vfler meilenweit von weg, obschon mit Klostermann, Goretzka und Gündogan bereits drei Bochumer Jungendspieler das neue Löw Team 2020-2022 mitgestalten werden, aber keiner mehr so richtig lange im VfL-Profi-Team spielte (Gündogan gar nicht)

Und das ist seit 2010, seit dem Abstieg (und dem Abgang Altegoers) das VfL Problem, wir können wenig bis nichts halten, leider. Aber Weilandt ham wa nun und um Hinterseer wird gekämpft. Das ist ja schon mal was-

Morgen werden wir also ohne Stoßstürmer spielen, das ist wie die Umwandlung der Klos vor dem Block A in zwei nigelnagelneue Intersextoiletten, das ist rikant, um inn der Pause in time zum Pieseln zu kommen.

Heidenheim hätte fast oben angeklopft, verlor aber zuletzt gegen Regensburg und nun kommt in Bochum zum schier öden Duell im grauen Bereich. Aber spannend wird ja sein, wie kommt Bochum aus dem Loch und wann vor allem.

Am Besten morgen, am besten mit einem 2-1, ich tippe das mal.

Freitag, 08.03.19, 18:30 Uhr, Vonovia-Ruhrstadion,

Schiedsrichter: René Rohde (Rostocpfiff den VfL zuletzt im Hinspiel)
k Assistenten: Marcel Unger (Halle/Saale), Florian Lechner (Hornstorf)
Vierter Offizieller: Fynn Kohn (Hamburg)

Hinspiel: FCH - VfL 3:2 (29.09.18; Dovedan, Glatzel, Schnatterer; Hinterseer, Hoogland)

Voraussichtliche Aufstellungen:
VfL: Riemann - Römling(Celozzi), Hoogland, Fabian , Gyamerah - Zoller, Janelt (Tesche), Losilla - Pantovic , Lee - Weilandt
FCH: Müller - Theuerkauf, Beermann, Mainka, Busch - Andrich, Griesbeck, Dorsch (Thomalla), Schnatterer - Dovedan, Glatzel

Tom, CB*93