Anfang vom Ende

11. März 2018

Am Samstag trafen die Mannen von Robin Dutt auf das Team von Markus Anfang aus Kiel.
Ehrlich gesagt war mir Holstein Kiel nie ein richtiger Begriff und meine naheliegenste Assoziation war das Spiel des FC Südabrarup gegen Holzbein Kiel aus dem ersten Werner-Film.
Obwohl die Kieler allgemein als „Störche“ bezeichnet werden, hatten sie doch eine Drecksau dabei, nämlich Dominic Peitz. Ein Spieler wie einst Bernd Hollerbach, Uli Borowka oder Maik Franz, allerdings ohne deren fußballerisches Können. Ständig am Reklamieren, ständig am Treten, ein Unsympath auf dem Feld, quasi der „Enforcer“ im Fußballteam der Holsteiner.
Kiel vor dem Spiel erst 11 Spiele ohne Sieg, dann aber Duisburg mit 5:0 weggehauen.
Bei den Bochumern nur eine Änderung, Tesche hatte Rücken, dafür Janelt im defensiven Mittelfeld.
Das Commando bereitete sich musikalisch breitgefächert auf das Spiel vor, sowohl zu den Klängen der Ramones als auch von Vega. Punk, Fußball, Gewalt, Pathos, da sollte doch was gehen.
Am Sky-Mikro mal wieder Ulli Potofski, das Kommentator-Urgestein, das zwischen der Moderation von Anpfiff auf RTLplus bis zu Let’s Dance schon so einiges mitgemacht hat. Und dem das Klischee des Ruhrpotts so gut gefällt, dass unsereins nach seinen Beschreibungen der Menschen im Stadion, der Fans des VfLs und den Leuten im „Pott“ im Allgemeinen etwas verstört in den Kleiderschrank guckt, ob da nicht doch Bergkittel und Arschleder hängen anstatt Anzug und Casual Wear.
Das Spiel begann auf Seiten der Bochumer durchaus gefällig, in der 5. Minute die erste Chance durch Danilo nach Vorarbeit durch Kruse. Hier war dann auch leider das größte Problem des heutigen Tages zu sehen: die weiterhin mangelhafte Chancenverwertung.
Dann, in der 7. Minute kommt Stöger nach Vorarbeit von Losilla zum Abschluss und murmelt das Ding irgendwie rein, 1:0 gegen die vorher durchaus favorisierten Kieler.
Auch danach Bochum zweikampfstärker und irgendwie zwingender als der Gegner aus dem hohen Norden. 22. Minute, Kruse, der frei auf Hinterseer spielen will (oder auch nicht), was nicht klappt.
Zwischenzeitlich erledigt Peitz seinen Job und pöbelt beim Offiziellen; auch Hinterseer erfüllt leider die Erwartungshaltung und vergibt in Minute 26 erneut.
Nach der Halbzeit ein offenes Spiel bis zur 57. Minute. Da hat Losilla – auch wenn es mathematisch nicht sein kann - eine 110%ige Chance zum 2:0.
Leider war diese Chance auch der Wendepunkt, quasi der Anfang vom Ende.
In der 61. Minute passiert, was Mannschaften „unten drin“ so passiert: Kiel kommt zu seiner gefühlt ersten guten Torchance im Spiel und nutzt diese in Form vom Duksch zum 1:1.
Kiel danach mit viel mehr Zug zum Tor und neuem Selbstvertrauen.
In Minute 76 dennoch ein Geschenk der Kieler in Form einer Großchance durch einen Freistoß nach Rückgabe an den Kieler Torwart, auch hier tritt Stöger nicht das Tor, sondern Schmidt.
Insgesamt gehört Kiel die zweite Halbzeit und kommt im Folgenden immer wieder gefährlich vors Tor.
Am Ende verbleibt es bei dem dann doch leider gerechten Unentschieden, was uns nicht richtig weiterbringt.
Dutt macht angesichts des Chaos der letzten Wochen einen sehr guten Job bis dato, das Spiel der Bochumer wirkt viel planvoller als vorher, die Mannschaft scheint mitzuziehen, auch kämpferisch hat mir das alles sehr gut gefallen. Allerdings muss an der Chancenverwertung gearbeitet werden, was naturgemäß relativ schwierig ist. Leute wie Hinterseer und Kruse haben in der Vergangenheit ja bewiesen, dass sie grundsätzlich Tore schießen können, warum es aktuell nicht reicht, ist wohl eher eine Frage des Kopfes als der taktischen Ausrichtung. Hoffentlich reichen die Bemühungen, um am Ende um den Kopf aus der Schlinge zu ziehen.

Benny, CB 93

Dutt, Locke der Boss und der traurige Neffe von Hansi Hinterseer

5. März 2018

Der VfL musste diesmal zum vermeintlichen „Topspiel“ am Montag in den Ingolstädter Audi-Sportpark. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt verirrten sich nur wenige Zuschauer (ca. 7.000), um das Spiel des Tabellen-11. gegen den 16. zu verfolgen.
Ganz ehrlich, da bekommt selbst der „Wichser von Gelsenkirchen“, der am Wochenende den eisigen Temperaturen in der Turnhalle trotzte und sich auf das Spiel auf ganz besondere Art und Weise einstimmte, indem er – nun ja – den Zyklopen zum Weinen brachte, Schwierigkeiten mit seiner Standfestigkeit.
Der VfL vor dem Spiel noch ohne eigenes Tor unter Dutt, allerdings mit aufsteigender Formkurve gegen Nürnberg.
Hinterseer ersetzte Wurtz, ansonsten war die selbe Truppe auf dem Feld wie gegen die Crystal Meth-Freunde aus der Stadt mit dem Weihnachtsmarkt.
Ingolstadt zwar auch nicht richtig stark in der Saison unterwegs, allerdings immer noch mit der realistischen Option zumindest Platz 3 nicht aus den Augen zu verlieren. Dies sagt viel über diese Liga aus, die weiterhin komplett unberechenbar ist.
Im Spiel eher fahriger Beginn auf beiden Seiten mit leichten Vorteilen auf Ingolstädter Seite. Erste Chancen ergaben sich dann auf Bochumer Seite um die 10. Minute rum, kurz darauf hat Hinterseer die große Chance zum Führungstreffer in Minute 14; alleine vorm Tor in aussichtsreicher Position… in die Arme vom Torwart. Hier kam das alte große Manko dieser Saison zum Vorschein: Die absolut mangelhafte Chancenverwertung. Dies sollte sich in der Folge auch fortsetzen. Sam fiel positiv als Aktivposten auf, der viel ackerte und auch technisch zu gefallen wusste. Dann, in der 27. Minute ein (irgendwo berechtigter) Elfer für die Schanzer.
Kutschke tritt an, doch Riemann aka Locke, der Boss pariert locker den schwach geschossenen Elfmeter. Kutschke zum zweiten Mal hintereinander ohne Erfolg vom Punkt aus.
Dann in der 31. Minute macht Tesche, der Verursacher des Elfmeters, das, worauf Robin Dutt schon lange gewartet hat: 1:0 und damit das erste Tor unter Dutts Ägide.
War das der erhoffte Brustlöser? Sollte jetzt die Bestie erwachen? In der Folge kommt der VfL in Hälfte 1 zu der ein oder anderen Chance, ohne dass es zum zweiten Tor reicht. In dieser Sturm-und-Drang-Phase wirkte Hinterseer oftmals wie das traurige Gegenstück zu seinem Onkel Hansi. Dem Ex-Ingolstädter will einfach vor dem Tor nix gelingen, allerdings ist er da in Bochum in guter Gesellschaft.
Das Spiel insgesamt eher ruppig, typischer Zweitligafußball vor einer Drittligakulisse, was aber eher der Heimmannschaft geschuldet ist. Respekt für die 300 Unentwegten, die den Weg nach Ingolstadt am Montagabend gefunden haben.
In Halbzeit 2 dann eher Vorteile für Ingolstadt, ohne richtig zwingend zu sein. Günduz kennt leider die Abseitsregel nicht in all seinen Verästelungen.
Der Abpfiff dann Genugtuung.
Insgesamt ein glücklicher Sieg, der – gerade vor dem Hintergrund der anderen Ergebnisse – überlebenswichtig war.
Man hat heute gesehen, was da grundsätzlich für ein Potenzial in der Truppe steckt. Gerade das Umschaltspiel sieht in Teilen ganz passabel aus, auf der anderen Seite bleibt der Abschluss weiter das Sorgenkind.
Dutt hat es geschafft nach den Chaostagen sportlich für etwas Ruhe zu sorgen, die Mannschaft – dabei bleibe ich – hat das Potenzial um ausreichend Punkte gegen den Abstieg zu sammeln und den Worst Case zu vermeiden.
Das Spiel selbst hätte den Berliner Palmenschüttler vermutlich nicht zum Höhepunkt getrieben, aber wer weiß, was die nächsten Spiele bringen….

P.S.: Heute mal einen Gruß an Tom, der an dieser Stelle immer fleißig Grüße verteilt.

Ich bin dann mal weg

18. Februar 2018

Liebe Leute,

kurz ein paar Zeilen in eigener Sache: Nach dem Nürnbergspiel werde ich meine Berichterstattung hier - und damit auch auf beiden Seiten - für 4-6 Wochen einstellen, werde auch in dieser Zeit keine VfL-Livespiele besuchen können. Der Grund ist simpel und banal; ich ziehe um, Arbeit (Abi 18), 2 Kinder, schaff ich leider in dieser wichtigen Phase nicht mehr zusammen mit den Artikeln und meinen geliebten Auswärtsspielen.

Das wird mir sehr fehlen, der VfL, ja auch dieser in dieser schwierigen, zerrissenen Zeit, das Schreiben über den Verein. Aber es ist nun mal so, die Zeit ist begrenzt, und letztendlich gibt es nur ein Ziel: Umzug (;-) ähm: den Abstieg in die Liga Drei irgendwie vermeiden !!! Ich zünd auch mal ‘ne Kerze im Dom an, wenn das hilft. Ich hab ja gehört, hilft eher nicht. Es würde helfen, wenn wir wieder alle (!) irgendwie am Ende zusammenstehen, zusammen in dem Sinne, dass jeder (!!) von uns da hilft, wo es dem VfL hilft, die Klasse zu halten. Da bin ich persönlich jetzt raus, aber das ist reiner Zufall und es spielt auch keine Rolle. Es sind noch genug Leute aller Fraktionen da, die dem VfL die Klasse erhalten, die Gräben wieder zuschütten und uns nächstes Jahr gegen Köln oder HSV zumindest ‘ne kleine theoretische Chance ermöglichen. Dann wären wir wieder der kleine David gegen Goliath, eine Rolle, die uns sicher mehr läge. Aber vorher müssen wir zusammen anpacken, jeder für sich, Gott für uns alle - oder so.

Ich werde das Schreiben und Euch vermissen, bis im Mai. “Lets rock the

Tom;CB’93

Spiegel der Saison

16. Februar 2018

Der VfL hat mit seinem neuen Cheftrainer Dutt bei dessen Premiere in Heidenheim äußerst unglücklich 1-0 verloren. Ganz sicher hätte sich der Heidenheimer FC nicht beschweren können, wäre das 1-1 gefallen oder hätte der reguläre 1-0 nach 5 ;minuten gezählt. Aber drauf geschissen auf das “Hätte”, Bochum verlor 5 der letzten 6 Spiele, vier davon ohne eigenes Tor. Da liegt der Hase im Pfeffer, darum stehen wir ganz unten drin. Und so kann man absteigen, auch weil irgendwie der letzte Biss zu fehlen scheint.

Der VfL begann in der Sieg-Formation von Heiko Butscher gegen Darmstadt und hatte harmlose Heidenheimer voll im Griff, spielte schön über links, dann in den Rückraum und Lukas Hinterseer traf wie gegen die Lilien ins Tor des Gegners. Die gefühlt 16-Jährigen Assistenten des Schiris, sprich einer davon, hatte seine Fahne verwirrt oben, das 1-0 für Bochum zählte also nicht, obschon es völlig regulär war. Wie in Dresden eine krasse - und in der Situation wichtige Fehlentscheidung gegen Bochum.

Doch vor 10.000 Zuschauern auf der Ostalb hatte Bochum weiterhin alles im Griff, drückte auch auf das Tor von Keeper Müller, aber es fehlte der Punch - und überhaupt die Chance, die zum Strike hätte führen könnten. Kruse hatte einen noch rabenschwarzeren Tag als der glücklose Hinterseer.
Aber 20 Minuten war Bochum optisch überlegen und man dachte, ach ja, irgendwann machen die bestimmt das 0-1. Aber kein Team hatte eine Torchance, obwohl die Westfalen gefällig spielten. Der FCH spielte irgendwann auf rechts, Kruse trabte hinterher, ein Roter setzte sich an der Außenlinie durch, Flanke auf den kurzen Pfosten und Riemann und zwei Blaue wollten nicht so recht hin. Dann kam Verhoek und machte das 1-0, Jubel wo vorher Schweigen war. Coach Schmidt musste selbst schmunzeln, kamen die Ostalbler zur Führung wie die Jungfrau zum Kind. Zwar sollte Riemann seinen Bock später wegmachen, doch auch sowas entscheidet halt zZ Spiele gegen uns. Auf der anderen Seite parierte Müller gegen Sam ganz groß und Bochum hatte nun 2 Möglichkeiten zu netzen, aber tat sich schwer, wie jemand, der Orangen erst mit Glasreiniger einsprüht, bevor er sie schält.
So ging man unverrichteter Dinge zum Pausentee und das Duo Dutt/Butscher sowie Kaenzig hofften auf einen Dreher wie gegen die Nordhessen vor Wochenfrist. Aber das 2-1 war da ein Eigentor und den Gefallen taten die Roten heute nicht.
Sie liefen und foulten, standen eng und Bochum kam auch nicht mehr so agil aus der Pause, wie man davor gewesen ist. Heidenheim ließ nun wenig zu und Bochums Team hat die Eigenschaft, dann eben nicht das letzte rauszuhauen, um sich aus einer solchen Umklammerung zu befreien. So plätschert es dahin und die neuen Serra, Gündüz, Wurtz und Co. machen eben alles nur kein Tor. Und hier nun das Problem, dass wir seit dem Teroddeabgang haben: es keiner mehr so richtig zielsicher. Im Gegenteil, nach Diamantakos, Wurtz und Hinterseer, ist nun Kruse in der Torkrise. Serra hat eine gute Aktion, auf die meist eine schlechte folgt. Sam zeigt nun sein Potential, doch auch er macht keine Hütte, obwohl er nun endlich was zeigt.

In der Voitharena hatte man von der 70.-88. Minute nicht das Gefühl, dass Bochum den allerletzten Willen aufbringen kann, um das Spiel noch zu drehen.

Und dann kamen sechs Minuten, wo Bochum noch mal alles reinwarf, Riemann war vorne, Stöger verteilte die Bälle, aber der Ball wollte nicht rein. Bochum verlor unverdient, aber der VfL verlor.

Jetzt kam man philosophieren, was gewesen wäre, wenn uns die Schiris kein Ei reingelegt hätten, und ob uns Nürnberg mehr liegt.

Wahr ist auch, bleiben wir so harmlos im Sturm, steigen wir ab. Wir haben vor allem die Torgefahr ausgegliedert, hinten machen wir immer 1-2 Fehler, das reicht für eine schlimmer Rückrunde.

Heidenheim ist nun 8., Bochum rutscht in die Relegtion und der Gästeblock sah überschaubar aus.

Gegen den Club muss gewonnen werden, sonst wird es ganz ganz finster an der Castroper und wenn wir in der Relegation gegen Wiesbaden ran müssen, gegen HRO oder den KSC, ja dann gute Nacht Marie.

Tom CB’93

Mum bun

14. Februar 2018

Aschermittwoch sollte in Bochum nicht nur einiges vorbei sein; es beginnt auch vieles neu an der Castroper Straße. Zunächst mal hat der VfL einen neuen Cheftrainer, den Robin Dutt, der zusammen mit dem (seinem) Co-Trainer, Heiko Butscher, den VfL sportlich retten soll. Das ist die wichtigste Personalie gewesen. Gegen Darmstadt gelang Bochum ein glücklicher Kampfsieg des Willens und der Einstellung, doch das wird aber nicht immer reichen. Das könnte schon in Heidenheim eng werden.
Dafür möchte Neutrainer Dutt Blockaden lösen, tiefe Gräben etwas zuschütten und dosiert Neuerungen einführen. Auf der PK machte der Traineroutinier, der sich im Internet viel Skepsis hätte gegenüber sehen können, eine sehr gute Figur und verbreitete flux Hoffnung. Sesi, der den Job von Hochstätter fest übernehmen soll als Sportchef, ist der nächste neue Fixpunkt am Bochumer Firmament. Dazu kommt nun auch für den kaufmännischen Bereich I. Kaenzig, der Wilken Engelbracht ersetzen soll. Diese Besetzung wurde vorab ebenso sehr kontrovers diskutiert, weil besonders von Ausgliederungsgegnern vermutet wird, dass diese spezielle Personalie, dazu dienen könnte, chinesische, ausländische oder nicht-lokale Finanzinvestoren zu locken. Dazu ist es natürlich klar, dass drei-vier Neubesetzungen, im AR, Trainerstab und im Sportdirektorenbereich, die Position des AR-Vorsitzenden wieder festigen sollen. Er, der Herr Villis, wurde von den verschiedenen Fraktionen der Opposition ins Visier genommen, weil er das Erfolglosduo 2017/2018 Hochstätter/Rasiejewski zu lange stützte. Die Ursache ist nun beseitigt, doch auf Plakaten und Im Netz bleiben die Forderungen der Gegner weiter präsent. Es fehlen aber noch Stimmen zur aoMV.
Umgekehrt ist die Opposition ebenfalls nicht unumstritten bei den anderen VfL-Fans. Sowohl die Einzelpersonen (Gerrit, Andreas usw.) stehen im Fokus des Interesses der Nichtopposition und da sind da die Ultras und Themen um sie, erfreuen sich seit jeher eines regen Interesses. Alles dies geschieht vor dem Hintergrund einer sportlich präkeren Lage.
Dieser neue Anfang beim VfL ist notwendig gewesen, das steht außer Frage. Doch nun wird es zunächst mal darum gehen, sportlich wieder auf irgendeine Erfolgsspur zu kommen und die Klasse zu halten – da sind wirklich alle gefragt, an einem Strang zu ziehen. Das Spiel Freitag auf der Ostalb wird also ein wichtiger Check und dann das Heimspiel gegen den Club ebenfalls bedeutsam, ob das fragile Gebilde hält.
Aber, trotz Vorfreude schlägt den neuen einzelnen Protagonisten von Dutt bis Kaenzig Misstrauen entgegen, die unverfängliche Freude vor der Saison ist total weg. Im Gegenteil scheint es so zu sein, als wäre es eher darum gegangen, neue Leute vorab zu zerreden und nicht allen nimmt man ab, dass sie sich wirklich freuen, dass alles jetzt so schnell ging. Auf der anderen Seite, die die immer beschwichtigen und schlicht Leute, die endlich Ruhe wollen.
Die außerordentliche MV und ähnliche Themen (der Platz, den die Ausgliederungsgegner noch nicht gefunden haben) werden weiter gelöst werden müssen, um einem Team, was noch keine Mannschaft darstellt, gemeinsam einen Weg zu weisen.
Robin Dutt wird Gespräche führen müssen mit den Spielern, die er schon kennt (Kruse, Sam,…), aber auch denen, die wieder dabei sein werden (Perthel, Bandowski, Gündüz, Serra). Er wird Woche zu Woche seine Strukturen entwickeln, damit der VfL Bochum im letzten Saisondrittel endlich als innere und äußere Einheit auftritt und „den Chaosclub-Auftritt“ der SPD ähm. der Hinrunde bis zum Mai negiert.
In Heidenheim trifft Bochum auf das komplette Gegenteil zu sich selbst zur Zeit: Unter Sympathikus Schmidt ist der gleiche Trainer seit 8-9 Jahren tätig, Mark Schnatterer nervt die Gegner mit Toren und nicht wie Bastians einst seine eigenen Mitspieler (trotz 5 eigener Tore). Heidenheim ist wohlsituierte Provinz, schulden- und skandalfrei, will aber auch nicht so dar stehen wie Bochum – vom selbst ernannten Aufstiegskandidaten zum Fastabsteiger.
Das Kollektiv von der Ostalb machte es schon im Hinspiel dem VfL unter Atalan schwer: 1-0 Führung durch Kruse, dann schlug der FCH zweimal zurück und drehte das Spiel zu unserem Ungunsten. Eines der wenigen Spiele, wo der VfL mal führte.
Für die Fans ein übles Gegurke Freitags die A7 runter, es wird kalt und hart zu punkten. Zeigen wir Eier und holen weiter Punkte.
Tip: 1-1
VfL Bochum
Riemann – Gyamerah, Hoogland, Fabian, Danilo Soares (Celozzi) – Losilla -Tesche, Stöger – Sam , R. Kruse (Wurtz), Hinterseer (Serra)

1. FC Heidenheim (Hinspiel)
Ke. Müller – Busch (58. Thiel), Kraus, Beermann, Feick – Mat. Wittek – Griesbeck, Dovedan – Halloran (46. Titsch-Rivero), Schnatterer – Glatzel (71. Pusch)

Tom, CB‘93

Neu geboren

10. Februar 2018

Der 2-1 eminent wichtige Sieg des VfL Bochum im Kellerduell gestern ließ 14.000 Herzen hüpfen. Was war das für eine Dramaturgie! Bochums Interminscoach Heiko Butscher hatte eine Aufstellung von 11 Routiniers gewählt, weil zwei Tage nach der Doppelentlassung Hochstätter/Rasiejejewski die Nervenkstostüme stabil sein mussten und niemand eine nordhessische Fastnachtsvariante sehen wollte.

Darmstadts Trainer Schuster war ja in PK für das Spiel anzumerken, dass er genau wusste, was ihn Ruhrstadion erwarten würde und das war nicht nur der eisige Wind.

Die Stimmung war befreit, weil der Mühlstein Hochstätter nicht mehr an den Herzen der Leute hing. Und daher gab’s zu Bochum von Grönemeyer eine Schalparade, die Ultras hatten auf der Nord im Block I zunächst schweigend Platz genommen. Doch so gut die Stimmung generell auch dennoch war - trotz des fehlenden Supports aus dem Herzen der Ost - Darmstadt war defensiv hoch wachsam auf dem Feld. Das Orange leuchtete und hinten stand man mit Großkreutz, Bregerie und Co sicher, davon hatte sich eine zweite Kette positioniert. Und Bochums Routiniers von Riemann, Fabian über Tesche, Stöger bis Sam und Hinterseer kamen nicht durch, wie sehr sie sich auch mühten. Es war ein taktisch geprägtes Kampfspiel, bei dem die Torgefahr vor allem in der 1. Halbzeit fehlte, dennoch pfiff niemand.

Die UBs entrollten zwei Plakate auf der Nord, die weiterhin eine außerordentlich MV forderten und klarmachten, auch nach der Doppelentlassung, wollen die Gegner der Ausgliederung auch die Zusammensetzung des AR thematisieren.

Währenddessen waren die Lilien bei Standards brandgefährlich und köpften 2-3 sehr knapp an Riemanns Kasten. Man ging mit 0-0 zum Pausentee und alles war sehr offen, allerdings hatte Bochum weiterhin kaum klar Torchancen.

Und dass der VfL ein Heimsieg brauchte, wurde klar, als man den FCK gegen Kiel führen sah. Und dann kam es wie es kommen musste, wenn man vier Spiel verloren hatte: Darmstadt machte nach einer Stunde das 0-1 nach einem Standard: Romain Bergerie traf zur Führung der Gäste und gefühlt wurde es jetzt noch kälter im halbvollen Stadion.

Das war der Moment, wo fast alle Bochumer, Fans, Verantwortliche und Spieler helfen wollten, aber letztendlich das Team sich nur selber helfen konnte. Hinterseer und Stöger hatten 1-2 Situationen, doch in der 66. Minute war es endlich soweit: ein Abpraller fiel vor die Füße von Hinterseer und er machte das verdiente 1-1. Ein Torjubel wirkte wie eine Erlösung. Nur die Ultras entschieden sich weiterhin zu schweigen. Und das ist eine gefährliche Gratwanderung zwischen konsequenten und berechtigtem Protest und einem Wimpernschlag zum sich Isolieren vom Rest der Fans. Hier verpaßte man eine gute Möglichkeit sich wieder aus der Protesthaltung wieder an die Spitze der Stimmung zu setzen.

Und Bochums Team machte dennoch weiter und Hinterseer verfehlte das Tor von Heuer-Fernandes nur knapp. Das 2-1 fiel dann per Eigentor von Holland, wie es nur passiert, wenn man wie 98 nur einen Sieg in den letzten 14 Spielen gegen Pauli hatte. Scharfe Flanke von links, Holland per Kopf und der Ball fliegt in den Kasten. 2-1 und wieder fielen Steine von den Herzen.

Bochum hatte im Kellerduell das 0-1 relativ fix gedreht und wie eine gute Medizin zwei Tore gemacht, die ersten 2018. Da war man sowas von froh und ich hatte dann ein so gutes Gefühl, dass ich Bier holen konnte. Der Kambodschamann war ja auch irgendwie erleichtert.

Der Rest war Jubel. Bochum zeigte keinen guten Fußball gegen gestaffelt stehende Lilien, aber unbedingten Willen und genau das hatte Heiko Butscher angekündigt.

Nun kann Sesi sich auf Trainersuche machen und Villis denkt hoffentlich mal ehrlich drüber nach, was 2017/2018 so alles falsch entschieden wurde und zu so einer schlimmen Situation geführt hat.

Es ist Zeit für Gespräche und verpasste Chancen kann man am besten damit “heilen”, dass man neues Chancen nicht wieder verpasst.

Tom,CB’93

P.S.: Grüße an die Klüngels Kerstin, Stephan und Julien

Letztenendes ist Kacke bräunlich, auch im Karneval

6. Februar 2018

Was war da wieder los - diese Woche an der Castroper Straße! Während wir Fans außerhalb Bochums jahrelang nach Neururers Abschied 2014 (Entlassen von Hochstätter wegen vereinsschädigenden Verhaltens!) in der medialen Schweigezone waren, weil Verbeek aufgrund sprachlicher Schwächen Pressegespräche mied, sind die Gazetten bundesweit plötzlich voll vom VfL Bochum - fast nur Horrorstories - und Leute sprechen dich plötzlich in Köln auf der Straße auf den VfL an. Dann weißt du, es ist 5 vor 12 bei VfL. Denn vor dem Spiel gegen Darmstadt 98 geht es nicht nur um den konzeptlosen und ständig die Aufstellung wechselnden Nachfolger von Atalan, Jens R., sondern auch um dessen Mentor CH. Der hat sicherlich in die gewürfelte Aufstellung reingequatscht und in Dresden war es auch der Schiri, der die knappe Partie vorzeitig entschied. Auch Schiris lesen Zeitung und Bochum gibt derzeit ein Bild ab, als sei es das alte Schalke zum Quadrat, nur ohne die bekloppten vielen Fans. Und wer kein Tor schießt, kann halt nicht gewinnen.

Karnevalsfreitag könnte man ja verkleidet ins Stadion gehen. Oder besser, wenn ich dann zurückfahren werde, als vielleicht trauriger Bochumfan im RE1 Richtung Aachen, könnte man denken, dass sei eine superironische Verkleidung: Bochumfan, so wie als Trump oder als Vulkanausbruch zu gehen.

Freitag 18.30 Uhr versucht Rasi, der rasende Aufstellungshexer, seine vielleicht letzte Aufstellungsvariante. Ob der wieder auf die jungen Maxim Leitsch oder Luke Hemmerich setzt, auf Janelt, oder gar Bapoh. Gündüz scheint ja draußen zu sein?

Spielt wieder Dornebusch im Tor oder probiert der Trainer mal den dritten Torwart? Aber seine wahre Suche ist ja nach einer tauglichen Formation, die in der Lage wäre, Tore zu schießen und erste Pfiffe ignorieren kann! Das wird sich auch echt nicht leicht. Spielerseelen sind so sensibel.

Der Gegner Darmstadt 98 verlor unter Neualttrainer Schuster neulich recht unglücklich gegen den MSV 1-2 (wir verdient!), kommt also auch nicht ohne Sorgen an die Castroper Strasse. Aber sie werden natürlich auf den Unmut der wenigen verbliebenen Bochumanhänger hoffen. Und um dem vorzubeugen, bittet der Verein, über Einzelpersonen, die auch teilweise in der Opposition mitgearbeitet haben, um ihre Unterstützung. Da kommt es zu flammenden Apellen a’ la “Wir haben zwei Weltkriege, das Sterben von Kohle und Stahl sowie Nokia und Opelweggang überlebt, dann kriegen wir den Rest nur gemeinsam hin”: Also der ganz große Bogen, jetzt wo alles versagt hat und falsch gemacht worden ist, was ging, die Ultras mit 60 Stadionverboten belegt wurden (ein Schelm wer böses denkt), soll nun der deutsche Michel brav wieder hingehen und VfL rufen. Also irgendwie find ich diese Kampagnen (auch wenn der Ostkurvenmattes und Frank Papke echte VfL’ler sind) zum jetzigen Zeitpunkt plump und unbefriedigend.

Die Mannschaft hat schon so schlecht und saftlos gespielt, als in Kiel, in Braunschweig, vs. Pauli und in Paderborn jedes Spiel auch bei Top-Stimmung verloren wurde ohne eigene Treffer und genauso spielte das Team konstant schlecht zuletzt. Da stimmt nix und ich widerspreche Villis, wenn man 12 Monate alles falsch macht wie Hochstätter, muss auch eher gehen wie Schmadtke in Köln. Und das wird auch in Bochum teuer - klare Sache. Nach Hamburg wechseln wollen (nur Hamburg wollte nicht genug zahlen als Ablöse), den Sohn saudumm zwischen zerrissenem Team und überfordertem Trainer installieren, drei Trainer zerschleißen und nicht besser sondern schlechter werdend - das reicht irgendwann. Vielleicht ist schon Freitag gegen die Lilien Schluss. Wie “Lutscher” Frings ging Atalan irgendwann ohne echte Chance im Vergelich zu dem Aachener Jung und nichts ist seitdem besser geworden in Bochum.

Hochstätter wirft Geld raus, was Bochum nicht hat. Das ist für mich mittlerweile eine vereinsschädigende Personalie geworden, auch wenn sich Christian Hochstätter Senior gestern im Sonnendeck den Fragen der Fans stellte.

In der jetzigen Phase sind Apelle für mich egal, nur die Resultate zählen. Nur wenn es dem Team am Freitag mit einem frühen Tor gelingt, Darmstadt wie im Hinspiel zu schocken, nur dann ist was drin gegen die kampfstarken Nordhessen. Aber die Chance ist nicht groß und selbstverständich haben die vor der Saison so optimistischen Fans, etwas in Hand. Doch, ob ich Wurtz torgefählich machen kann, durch mein Rufen, dann würde ich als nächstes Versuchen nach der Torimpotenz die echte Impotenz bei 60 Jährigen durch Zuruf zu beseitigen. Nee, im Ernst, ich trink mein Bier guck mir das an und alles andere sollen mal die Spieler durch kennen, rennen und grätschen versuchen - oder eben nicht, dann gibt’s halt die Quituung. Ist ein Geschäft Herr Hochstätter, das sie ja behaupten zu können.

Ich glaube, wir treffen das Tor wieder nicht und verlieren 0-1. Und Tschö Rasikowski, danke für Nichts nach der A-Jugend.

Dabei würd es gegen Breitkreutz, Sulu und Bregerie wichtig sein, physisch und psychisch stabil zu sein und die Ruhe zu bewahren, garnicht leicht in der verfahrenen Situation, aber auch nicht unmöglich.
Jones

So könnten sie spielen, Freitag 18.30 Uhr:

SVD: Heuer-Fernandes — Großkreutz - Bregerie - Sulu - Holland — Jones - Medojevic -Dong Won Ji - Niemeyer - Kempe — Platte
VfL: Riemann (Dornebusch) - Danilo (Leitsch), Hoogland, Fabian, Gyamerah - Kruse, Eisfeld (Janelt/Celozzi), Stöger, Losilla, (Wurtz/Kruse) Ochs - Hinterseer

Tom;CB’93

Ein schlimmes Bild

4. Februar 2018

In Köln wurde Hans-Peter-Latour mal in der Weise entlassen, dass man ihn auf der Rückfahrt von einem Auswärtsspiel aus dem Bus steigen ließ und er vorher per Telefon entlassen worden war. “Fahr mit dem Taxi selbst nach Hause” war das Motto der Demission. Bei der kleinen Fortuna aus Köln (…wer weiß, vielleicht ja unser Gegner in der Relegation ;-(((( ) wurde Toni Schumacher mal in der Halbzeitpause rausgeworfen vom besoffenen Schäng: “Du machst ming Verein kapott!”. So geht es auch und es würde beim aktuellen Zustand des VfL nicht verwundern.

Wenn ich ehrlich bin, das würde ich mir wünschen, dass nach “Psycho” Verbeek, “Dorftrainer” Atalan mit “Rasidingens”, der vermeintlich schlechteste Bochumtrainer, an den ich mich persönlich erinnern kann, ginge. Und zwar sofort, nach vier Niederlagen in Folge, kann man den Geschichte sein lassen. Der Mann wirbelte ohne Not von Verletzungen die Mannschaft vor dem entscheidenden Spiel in Dresden auf fünf Positionen durch. Wie ein ehrgeiziger Jugendtrainer ohne Fortune und roten faden, erklärte er erst Dornebusch zur Nummer Eins, um ihn dann vor dem Spiel in Dresden zu rasieren. Eisfeld rotierte er auch raus und rein und raus - und Gündüz war zum zweiten Mal nur auf der Tribüne.

Heiko Butscher machte das Interview vor dem Spiel auf SKY und hatte dabei mehr Charisma als sein Chef und mehr Traute als Hochstätter. Und ob der Jens nun nicht sprechen kann (Erkältung, heiser) oder normal spricht, immer bewegt sich der wichtigste Mann in einem Verein leicht auf dem Niveau eines Sprachminimalisten.
Die Stimmung im VfL-Team ist zumindest - wie man hört -in Teilen gegen ihn und freu mich schon auf die Beteuerungen am Montag in Presse, dass die Mannschaft ja gewollt habe, vor allem zu Beginn der 2. Hz.. Und das hat sie: Also als der Schiri nach einer Minute auf eine schlechte Schwalbe hereinfiel, da war es im Grunde um die Blauen schon geschehen. Röser machte locker das 1-0 und Bochum war nur 10 Minuten geschockt. Ein 2-0 in der 15. Minute zählte zurecht nicht, aber nun kam Bochum wieder mehr in Ballbesitz und kriegte Dresdens laue Offensive in den Griff. Mlapa hatte alle alten Kollegen geherzt, spielte aber nicht, dafür kamen auf Dynamoseite Benatelli und Kone’ am Ende des Spiels rein.
Bochum hatte mehr Ballbesitz (Losilla war sehr präsent, Sam lief auch viel) und Bochum kam nach 15 Minuten besser ins Spiel, aber erspielte sich bis zur 30. Minute keine echte Torchance. Hochstätter holt im Winter einen Stürmer von BVB 2 namens Serra und verkauft Diamantakos, aber Bochum hat keinen Inbox-Spieler, der in Form ist. Hinterseers erster Kopfball war wirklich schwach nach einer halben Stunde, E-Jugend versucht es mal. Und Kruse stand heute ebenfalls neben der Spur. Dresden gab uns zwischendurch ordentlich auf die Socken und Neuhaus hatte den Seinen nach der glücklichen und geschenkten Führung eine dosierte Kontertaktik verorndnet. Aber Dynamo hat Riesenprobleme im Abschluß, wie auch wir - und machte nicht draus, aus seinen vielen Halbchancen.
Es flogen Tennnisbälle aus Protest gegen die Westkruvensperrung aus dem Block des Gastes, der Verein gönnt sich zur Zeit viele Baustellen und macht keine davon fertig Ein Bild gibt der VfL nach außen ab, das Mitleid erregt. Ganz oben Villis, der davon ausgeht, dass die Mannschaft Abstiegskampf kann. Dann soll man sich klar machen, eine Mannschaft, die für die Spitzengruppe von CH erdacht wurde, verliert 4 Spiele in Folge und der AR denkt nur daran, dass auszusitzen, vermutlich um nicht zu verlieren, was er im Verein hat. Ironie des Schicksals wäre, wenn er durch das sture Festhalten an CH und JR genau das täte. Und der Supergau Abstieg in Liga Drei droht mehr denn je.
Bochum kam indes mutig aus der Pause und hatte das Spiel bis 16-Meter-zum-Tor im Griff. Aber dann aber vergaben Stöger, Kurse oder Hinterseer die wenigen echten Torchancen kläglich - wie immer. Es reichte für Dynamo die Blauen den Ball erst kurz vor dem Strafraum abzujagen. Bochums 8tes Jahr Zweite Liga wird so torungefährlich mit einer Katastrophe enden - siehe oben. 18 Tore sprechen für sich, mit dem FCK die Zweitwenigsten der Liga. So ist man mit Fürth und dem FCK heißer Abstiegskandidat.

Ochs kam für Kruse, der grußlos ging und der hatte vor dem entscheidenden 2-0 durch Kone’ die Riesenchance zum 1-1 für die Castroper. Er scheiterte an Schubert und es könnte bald einer wie Gladbachs Ex-Coach Schubert die letzte Patrone des VfL sein.

Das 2-0 in der 88. Minute war der endgültige Siegtreffer und machte drei Spiele 2018 mit 0-5 Toren und 0 Punkten klar. Schlechter geht’s nicht im Profibereich. Was sich Hochstätter dabei dachte, den U-19 Trainer mit einem Vertrag bis 2019 auszustatten, wird er wohl demnächst häufiger beantworten müssen.
Und natürlich zerlegen die schon unter Verbeek attackierten Medienvertreter den VfL, aber der Verein gibt sich auch alle Mühe, diese Saison in jedes Fettnäpfchen zu treten, was rumsteht.

Bochum verlor im vierten Rückrundenspiel zu 4. Mal. Wir, von inneren Querelen zerrissenen Bochumer, brauchen nun echt einen echten Retter.

Denn der Retter muss dem Sturm Selbstvertrauen geben, die Abwehr ordnen und den Fans den Glauben zurück und sie einen. Nur gibt es den?

Und sonst hilft nur noch Beten gegen Darmstadt, Heidenheim und Nürnberg.

Ich hab richtig Angst um meinen Club, auch weil immer mehr Leute zurecht ihm den Rücken zudrehen.

Tom;CB’93

Es läuft nicht mehr

2. Februar 2018

Beim Dynamo ist die Luft raus, beim VfL Bochum ist Dauerkrise seit Anfang Oktober: Sonntag spielt Bochum in Dresden zum Duell der Nullpunkterückrundenteams, Existenzkampf pur an der Elbe. Eigentlich ein Grund in Massen den VfL zu begleiten wie in den Duellen der Neunziger Jahre. Doch in Bochum ist man nach dem 0-2 gegen Duisburg und 0-1 gegen Bielefeld und der Pleite Ende Dezember in Pauli gefühlt so richtig im Arsch. Man entschuldige meine Ausdrucksweise, “aba et is zur Zeit so kacke, dass die Unterhose kaum noch weiße Stellen enthält”. Da hilft nur noch beten oder ein Fußballwunder.

Bochum schoß 18 Tore in 20 Spielen und fehlt genau wie den Dresdener Dynamos ein Spiel, was vorne echte Durchschlagskraft entwickelt. Das thematisiert der Bochumer Trainer regelmäßig, indes seit 4 Monaten kann er herzlich wenig daran ändern. In Kiel verkackte der VfL 3-0 und Atalan wurde gefeuert, warum Rasijejewskis Vertrag bis 2019 verlängert wurde, darüber kann jetzt mal spekulieren. Der Mann, den Verbeek mal in die 2. Reihe schickte, weil er mit der Mannschaft nicht klar kam (”Wir erinnern uns, das ging Hoichstätters Sohn ähnlich!”) soll also theoretisch bis nächstes Jahr im Sommer unser Team gegen Köln oder den HSV, so sie denn abstiegen, ins Rennen führen. Offensichtlich hat der einst vom HSV umworbene und nun bei Bochum sehr anfeindete Hochstätter seinen Humor nicht verloren. ;-) )) Dieser blasse Trainer soll motivieren, Spieler entwickeln, Leute mitreißen und den Karren aus dem Dreck holen, in dem er seit dem Sommer 2017 steht. Wenn das klappt, dann lerne ich Klavierspielen und Jumbos fliegen, wenn ich Pensionär bin, denn dann geht wirklich alles im Leben. Es wird scheitern, da setze ich jeden Betrag drauf, der Trainer ist eine totale Luftpumpe, der schlechteste Trainer, den wir je beim VfL hatten, so wirkt es auf mich, ganz ehrlich das ist garnichts. Die Geier wie Schubert oder Slomka saßen im Regen letzten Montag auf der Tribüne gegen Bielefeld und eine erneute Niederlage in Dresden wird Jens nur mit viel Fantasie überleben. Und was sagt der dann gegen Darmstadt? Wie gesagt, man braucht Humor.

Das Problem ist ja, nicht nur der Notnagel, auch der Sportvorstand muss weg, aller spätestens im Sommer 2018. Aber wenn Rasiejejewski gegen DD oder D98 flöge, also nach 4-5 Niederlagen, dürfte Christian-”most-hated-man-in-Bo” zZ seinen vierten Trainer suchen, mit einer Mannschaft, die maßlos überschätzt wurde (von mir und anderen!) und sich selbst total überschätzt. Seit August verlor man auswärts meist alles und das ist nun auch zu Hause so. Nun beklagen die Herren Profis durch Hinkelbein Fabian sich, dass soviel Unruhe im Vorstand sei, im Verein und unter den Fans. Das stimmt ja auch für sich betrachtet. Bis auf die unselige Ausgliederung - die sie einst, entsprechend teilnahmslos hinnahmen, war zum Start ungewohnte Euphorie und die Herren Profußballer verkackten damals schon genau so wie heute, Unterschied null. Wer solch einen Druck nicht abkann, der ist, das mein ich nicht böse, generell, generell im Profifußball falsch - wie unser Trainer, der sich alle Mühe gibt wie Valium rüberzukommen.
Villis hat Angst, wenn er sich auf die Empfehlungen einiger Ex-Vorständler stützt und Hochstätter opfert - vor der wütenden Masse, dann verliert er seinen letztenendes Posten und dieser Dominoeffekt schlägt durch und alles stürzt ein, was er sich mit 3-5 Jahre lang aufbaute. Das tut es auch, aber vor allem, wenn er versucht, alles auszusitzen. Die Lage ist vertal, auch weil die Fanspaltung seit 4-5 Monaten noch dazu kommt.

Rasivalium wird nicht nur Kruse und Stöger abfucken, er wird das Team auch kaum gegen Dresden einschwören können, dass die Ausredenprofis endlich alles niederennen. Das wäre notwendig, richtig Eier und ne Einstellung.

Umgekehrt haben Mlapa, Röser und Co bisher kein Scheunentor im Elbflorenz getroffen, Kone’ und Müller hat Minge als Alternativen besorgt. Sonntag heißt es also fast zertifiziert “Not gegen absolutes Elend” in Sachsen. Und die treuen Fans, einst Dynamos Zierde und auch Bochums faustpfand, sind auch verständlicherweise zurückhaltend. Im Klartext, es könnte spannend werden am Sonntag.

Ich muss zugeben, ich habe zur Zeit keine Lust dahinzufahren. Ich denke so für mich, macht doch euren Rotz mal alleine. Ich kann mich an ein 0-0 erinnern, was uns letztendlich vor dem Abstieg bewahrte und ein cooles 0-3 mit Dabro im Winter. Wir haben im Pokal unter Neururer da mal 2-1 verloren und auch mal so 2-1. Es wird auch Sonntag vermutlich wieder sehr eng und danach kommt der Karneval und für Rasi die Erkenntnis, in der 2. Reihe besser aufgehoben zu sein. Die wird kommen, nur wann.

Es wird ein überschaubarer Gästeblock und die Hoffnung stirbt immer zuletzt, auch wenn es nicht mehr läuft für Bochum und für Dresden: Dresden bemüht sich etwas mehr - und siegt 2-1. Die Hoffnung ist, mit meinen Tips lag ich zuletzt immer falsch, so auch nun gegen Schwarz-Gelb? Ich hoffe es immer noch.

Die wahren Helden sind die, die da Sonnatg hinfahren. Forza VfL!

Daten wie immer bei VfL4u

Sonntag, 04.02.18, 13:30 Uhr, DVV-Stadion

Schiedsrichter: Christian Dietz (München, pfiff den VfL zuletzt beim 2:0 gegen Sandhausen im Oktober 2017)
Assistenten: Johannes Huber (München), Lothar Ostheimer (Pfaffenhofen an der Ilm)
4. Offizieller: Jonas Weickenmeier (Frankfurt/Main)

Hinspiel: VfL - DD 3:2 (27.08.17; Bastians (2), Hinterseer; Heise, Aosman)

Voraussichtliche Aufstellungen:
DD: Schubert - Heise, Franke, J. Müller, Seguin - Berko, Konrad, Hauptmann, Aosman (Benatelli/Horvath) - Röser, Mlapa
VfL: Dornebusch - Leitsch (Danilo/Hemmerich), Hoogland, Fabian, Gyamerah - Kruse, Eisfeld (Janelt/Celozzi), Stöger, Losilla, Ochs - Wurtz (Hinterseer)

It’s going by the book

30. Januar 2018

Für den typischen VfL-Pessimisten war das Gefühl nach dem unglücklichen 0-1 gegen den alten Rivalen aus Bielefeld wie - „ich habe es doch immer kommen sehen“. Für die VfL-„Apo-„oposition aus einem Schauspieler, einem Jesus, einem Fotografen und einem Sozialisten light ist es eine Bestätigung, dass beim VfL „der Fisch vom Kopf her stinkt und der Moder von den Bossen nun ganz unten angekommen ist“ – sie werden sagen, CH und der Villis müssen nun endlich weg. Für Ultras ist es ein weiterer Beleg, dass seit dem „Pro zur Ausgliederung“, der ganze verkaufte Verein den Bach runtergeht und ihr Schweigen viel zu milde ist. Und für Fachleute vom Kicker, hat man auch gestern - wie gegen MSV - wieder gesehen, wie zu wenige Chancen kreieren in Tormähe und mangelnde Überzeugung vor dem Tor zu einer echten Torkrise wird und am Ende Abstiegskampf. Und für alle anderen durchgenässten Fans und Zuschauer war es gestern ein Abend, um in Angst und Panik zu verfallen, außer man kam aus einer Stadt, die es ja angeblich nicht gibt.
Bochum begann noch dosierter als gegen Duisburg, wo man 15 Minuten Strohfeuer ohne Tor beendete. Diesmal begann man vorsichtiger, um nicht in einen Konter zu laufen und die neuentschuldeten Ostwestfalen waren auch begrenzt in ihrem spielerischen Potential. Trotzdem war der Unterschied zwischen einem Team, was im Juli mal aufsteigen wollte und einem, das für unten vorgesehen war, nicht da. Der Trainer, jetzt fast vier Monate im Amt, lässt wenig Begeisterung erkennen und vermittelt auch überschaubaren Schaum. Dass nach dem schwierigen Freak Verbeek, der „VordieMannschaftsteller“-Atalan nicht erfolgreich war oder sein konnte, ist klar. Dass Rasiejewski irgendwas anderes ist, als ein Platzhalter, wie ein Term in Mathe, zeigte er noch nicht.
Er forderte zurecht nach der Duisburgschlappe eine Verbindung zwischen Fans und Spielern, aber sein Team zeigte von der 20 - 45 Minute auch nicht die Überzeugung, unbedingt gewinnen zu wollen. Es gibt logischerweise Verunsicherung, es gibt Angst allüberall und wie immer unten- Pech.
Das 1-0 durch Kruse war wohl knapp kein Abseits und wie Wurtz Dingen gegen Duisburg hätte eine Führung geholfen. Die 11.000 Bochumer halfen ihrem Team, aber 2000 Bielefelder waren lauter. Ja und klar, hier hätte der Support der Ultras geholfen, noch etwas besser zu supporten.
Aber entscheidend ist das nicht. Denn weil Bochum mit 0-0 in die Pause ging, wäre anders als beim 0-2 in der Vorwoche was drin gewesen. Aber man muss ein Tor machen. Jens brachte Hinterseer (Gündüz schrieb was auf Facebook zu seiner Kadernichtberücksichtigung), Leitsch und Sam. Der war gestern mit Stöger bester Bochumer, aber nicht alles, was der Trainer tat, war nachvollziehbar, aber es war auch nicht alles Unfug. Aber reicht das alles, um gegen Dresden den Umschwung zu bringen und Darmstadt zu hause zu besiegen?
Es ist alles sehr eng beieinander, das gilt noch immer. Aber die Stimmung ist aus fast jeder Perspektive mies. Und miese Stimmung ist Gift im mental anstrengenden Abstiegskampf. Und als es schief lief kamen dann auch spät Rufe wie „Hochstätter raus“ und „wir haben die Schnauze voll“.
Das kam, als Hoogland umfiel, statt das verdiente 1-1 zu machen. Das kam, als wieder wenig Struktur zu erkennen war und ständig der Ball in der Vorwärtsbewegung verloren wurde. Aber vor allem, weil die Hoffnung schwindet, dass man nicht absteigt. Die Mannschaft kann Abstiegskampf, sagt Villis. Er gehe davon aus, sagt er. Hochstätter wird seinen Trainer erst stützen und irgendwann eiskalt feuern. Und dann? Den Sommer überlebt er nicht und das er immer noch mit seinem Sohn ins verregnete Stadion geht, ist wohl seine Variante „von Vater sein, zum Sohn Stehen“. Und Rasiejewski, der wird weiter probieren und die Fans werden am Ende immer öfter wütend, lethargisch und traurig sein. Das verbindet dann alle, die Unzufriedenheit mit der Situation. Und derweil rutscht das Team weiter ab und Fabian redet sich den Frust von Seele.
Ich schreibe. Aber langsam fällt mir dazu nur ein, 0-2, 0-1, Dresden, ach leckt mich doch.

Und daran ist nicht die Presse schuld, der bigotte DFB, der S04 oder wer auch immer, sondern nur wir selbst.

Am Ende eine Zeile von den Dubliners: „And now it’s time for panic and for christians time to pray!“

Tom,CB‘93

P.S.: Gruß an den Mann aus Unna, der so herrlich auf dem Klo schimpfte